Auch diesen Monat ist wieder Vollmond - genauer gesagt seit gestern Abend. Wie in einem Gruselfilm, segelte der Vollmond ab und zu zwischen den Wolken hervor, Werwölfe haben aber keine dazu gejault :o). Sammy drehte beim Anblick ihres Lieblingsplaneten jedenfalls voll durch und wies die Wolken an, doch bitte zu verschwinden - leider haben die aber nicht auf die Bitte des kleinen Mini-Berggorillas reagiert und den Mond schließlich ganz verdeckt :o(.
Gestern Abend sah ich mir auf Tele5 den Spielfilm "11:14" an, in dem u. a. mein leider schon verstorbener Lieblingsschauspieler Patrick Swayze mitgespielt hat. Leider versprach die Ankündigung in der Programmzeitschrift aber mehr, als der Film tatsächlich her gab, auch wenn einiges dort wirklich skurril bis makaber war. Zuende hab ich mir den Streifen jedenfalls nicht angeschaut, trotz Patrick Swayze.
Unter meinem Bett stritten sich mal wieder Chuckie die Mörderpuppe, die Stinki-Puppe und die ES-Puppe - das konnten auch Monchichi-Mädchen Melanie und ihr kleiner Sohn Bubi, den sie vor ihrem Bauch in einem Tuch trägt, leider nicht verhindern. Stinki guckte aber immer sehr dreieckig, wenn Bubi freundlich "Hallo!" krähte - eins der wenigen Worte, die der kleine Säugling schon beherrscht :o). ES grinste unsicher und Chuckie wollte dem kleinen Monchichi sogar was von seinem Butterbrot abgeben. Ansonsten gab's die üblichen Eifersüchteleien zwischen ES und Stinki. Ab und zu sind die beiden auch mal durch mein Zimmer gegeistert, dabei hat Stinki mit dem Armband seiner Uhr gerasselt. ES rasselte nicht mit irgendwas, sondern grinste schüchtern bzw. versuchte, Stinki zum Abstürzen zu bringen. Auf meinem Balkon kifften in der kalten Nachtluft Gespenster.
Meine Träume waren auch entsprechend vollmondmäßig - mit Stinki, Schulungen, meinem Bett, ES, Eva...ich bring das Chaos aber nicht mehr komplett zusammen, denn es ist halt Vollmond :o). Warum z. B. Stinki in Anzug und Krawatte in meinem Bett lag und sich dort sichtlich wohl fühlte, ist und bleibt ein Rätsel :o).
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Donnerstag, 29. November 2012
Donnerstag, 26. November 2009
Marina, Alex und Steffi on Air
Natürlich richten sich die drei Grazien auch einen Inselfunk ein, damit die weite Welt weiß, was auf den Inseln geschieht. Ansonsten geht es um Wetter, Aktuelles, Spaß, Musik, Lifestyle...der Sender heißt "Insel-Funk". Marina hält ihre Sendungen auf Englisch, Steffi und Alex auf Deutsch. Das Studio liegt im alpinen Teil von Marinas Insel.
Während Marina verschiedene HipHop-Tracks spielt, u. a. A. N. N. A., MMM und vieles mehr, dudelt Alex quer durch die Musikgeschichte ab den 1960er Jahren alles Mögliche, was ihr gefällt - 80er Jahre, Rock, Pop, Heavy Metal. Steffi als nicht ganz so großer Musik-Freak spielt immer nur ein und denselben Titel von Lutricia McNeal.
Auch die Themenschwerpunkte sind sehr unterschiedlich: Marina hat als Schwerpunkte die Sendungen Fruit, in der sie über Obst aller Art berichtet, Philthy Photographs mit dem Thema Fotografie und European HipHop, in die sie sich meist Studiogäste einlädt, die deutschsprachigen HipHop machen. Alex hingegen hat die Themen Horror ("Das schwarze Horror-Stündchen"), Männer ("Tolle bis thrashige Typen") und Sex ("Heavy Petting"), in der Teenager aus aller Welt live on air Fragen zum Thema Sexualität stellen können - der älteste Teenager ist 49, hört auf den klangvollen Namen THOMAS und wohnt auf Alex' Insel. Thomas freut sich am meisten, wenn Alex auf ihre Insel zurückkehrt, um mit ihm zu spielen (öfter auch an ihm...), mit ihm zu labern, rumzualbern, ihm Cartoons zu erklären, die er nicht ohne Anleitung versteht, und ihn zu bemuttern.
Steffis Themenkomplex in ihren Radio-Shows bezieht sich auf Aufkleber in allen Variationen - WWF-Aufkleber, Aufkleber selber machen, Aufkleber katalogisieren, Aufkleber zweckentfremden...vielen Hörern ist dies jedoch zu aufkleberlastig ;o).
Thorsten hat am Donnerstagmorgen eine eigene, 60-minütige Show in Alex' Studio mit dem Titel "Fröhliches Feudeln", in der er praktische Tipps für die Hausarbeit - insbesondere für's Feudeln - gibt. Thorstens Fan-Gemeinde ist natürlich eher weiblich, sodass beim Insel-Funk haufenweise Heiratsanträge eingehen. Thorsten fühlt sich natürlich geehrt - bis zu dem Tag, als ihm Hansi Hasskappe, der schwule Psychopath aus der Wetterau, ihm aus Santa Fu in Hamburg einen Heiratsantrag schickt....
Tim hat am Freitagabend von 20 Uhr bis 21 Uhr eine Sendung "Vergeben, aber nie vergessen", in der er mit Stars, die früher total in waren, spricht - Richard Grieco (21 Jump Street), Luke Perry (Beverly Hills 90210), Aaron Krickstein (amerikanischer Tennisspieler in den 80ern), Vanilla Ice ("Ice Ice Baby") und last but not least das Idol seiner Jugend: David Hasselhoff, der mittlerweile sogar gerafft hat, dass er NICHT für den Mauerfall im Jahr 1989 gesorgt hat, sondern die Bürger der ehemaligen DDR. Manchmal heben Tim und er sich nach der Show gemeinsam einen. Auf Steffis Insel landen öfter Post it-Blöckchen, weil sie es locker schafft, David Hasselhoff mit dem leider schon verstorbenen Patrick Swayze zu verwechseln und Tim sich daraufhin berufen fühlt, Steffi mit irgendwas zu bewerfen. Steffi macht dann das betretene Gesicht, läuft rot an und fragt sich, was sie denn so Schlimmes gesagt hat. Anschließend versucht sie, die Posties ebenfalls für ihre Aufkleber-Produktion zu nutzen. Bald muss sie sich noch eine zweite kleine Insel anschaffen, denn allmählich wird es eng für ihre Aufkleber, ihre Palme und sie selbst ;o).
Während Marina verschiedene HipHop-Tracks spielt, u. a. A. N. N. A., MMM und vieles mehr, dudelt Alex quer durch die Musikgeschichte ab den 1960er Jahren alles Mögliche, was ihr gefällt - 80er Jahre, Rock, Pop, Heavy Metal. Steffi als nicht ganz so großer Musik-Freak spielt immer nur ein und denselben Titel von Lutricia McNeal.
Auch die Themenschwerpunkte sind sehr unterschiedlich: Marina hat als Schwerpunkte die Sendungen Fruit, in der sie über Obst aller Art berichtet, Philthy Photographs mit dem Thema Fotografie und European HipHop, in die sie sich meist Studiogäste einlädt, die deutschsprachigen HipHop machen. Alex hingegen hat die Themen Horror ("Das schwarze Horror-Stündchen"), Männer ("Tolle bis thrashige Typen") und Sex ("Heavy Petting"), in der Teenager aus aller Welt live on air Fragen zum Thema Sexualität stellen können - der älteste Teenager ist 49, hört auf den klangvollen Namen THOMAS und wohnt auf Alex' Insel. Thomas freut sich am meisten, wenn Alex auf ihre Insel zurückkehrt, um mit ihm zu spielen (öfter auch an ihm...), mit ihm zu labern, rumzualbern, ihm Cartoons zu erklären, die er nicht ohne Anleitung versteht, und ihn zu bemuttern.
Steffis Themenkomplex in ihren Radio-Shows bezieht sich auf Aufkleber in allen Variationen - WWF-Aufkleber, Aufkleber selber machen, Aufkleber katalogisieren, Aufkleber zweckentfremden...vielen Hörern ist dies jedoch zu aufkleberlastig ;o).
Thorsten hat am Donnerstagmorgen eine eigene, 60-minütige Show in Alex' Studio mit dem Titel "Fröhliches Feudeln", in der er praktische Tipps für die Hausarbeit - insbesondere für's Feudeln - gibt. Thorstens Fan-Gemeinde ist natürlich eher weiblich, sodass beim Insel-Funk haufenweise Heiratsanträge eingehen. Thorsten fühlt sich natürlich geehrt - bis zu dem Tag, als ihm Hansi Hasskappe, der schwule Psychopath aus der Wetterau, ihm aus Santa Fu in Hamburg einen Heiratsantrag schickt....
Tim hat am Freitagabend von 20 Uhr bis 21 Uhr eine Sendung "Vergeben, aber nie vergessen", in der er mit Stars, die früher total in waren, spricht - Richard Grieco (21 Jump Street), Luke Perry (Beverly Hills 90210), Aaron Krickstein (amerikanischer Tennisspieler in den 80ern), Vanilla Ice ("Ice Ice Baby") und last but not least das Idol seiner Jugend: David Hasselhoff, der mittlerweile sogar gerafft hat, dass er NICHT für den Mauerfall im Jahr 1989 gesorgt hat, sondern die Bürger der ehemaligen DDR. Manchmal heben Tim und er sich nach der Show gemeinsam einen. Auf Steffis Insel landen öfter Post it-Blöckchen, weil sie es locker schafft, David Hasselhoff mit dem leider schon verstorbenen Patrick Swayze zu verwechseln und Tim sich daraufhin berufen fühlt, Steffi mit irgendwas zu bewerfen. Steffi macht dann das betretene Gesicht, läuft rot an und fragt sich, was sie denn so Schlimmes gesagt hat. Anschließend versucht sie, die Posties ebenfalls für ihre Aufkleber-Produktion zu nutzen. Bald muss sie sich noch eine zweite kleine Insel anschaffen, denn allmählich wird es eng für ihre Aufkleber, ihre Palme und sie selbst ;o).
Freitag, 20. November 2009
Donnie Darko auf ARTE
Gestern habe ich mir endlich mal den Spielfilm "Donnie Darko" zuende angeschaut, denn bislang wurde er wochentags so spät gesendet, sodass ich schon ins Bett musste wg. Frühaufstehen, aber gestern kam er um 21 Uhr auf ARTE. Meine Meinung dazu ist: Der Film hat stark angefangen und dann stark nachgelassen - den Schluss fand ich vor allem ziemlich unpassend. Zum Ende hin wurde die Handlung auch immer verworrener, während anfangs alles zwar abgefahren, aber irgendwie auch logisch war. Besonders lustig fand ich Donnies "Freund" Frank, ein etwas missgebildetes Riesenkaninchen, in dessen Kostüm ein hübscher junger Mann mit verletztem Auge steckte.
Das Ganze enthielt ja auch noch eine gehörige Portion Gesellschaftskritik - Lehrerinnen, die überall moralische Verderbtheit wittern und ihre Konkurrentinnen, die moderne Thesen vertreten, ausbooten, Patrick Swayze als schmieriger Motivationstrainer, der sich hinterher als Kinderschänder entpuppt und dann der als psychisch krank eingestufte Donnie Darko, der aber mit seiner Meinung nie hinterm Berg hielt und gesunden Menschenverstand einsetzte, wofür er jedoch von seiner leicht manipulierbaren Umwelt oft die Quittung bekam. Auch das kommt ja im realen Leben häufig vor - Menschen, die von Esoterik-Hotlines abhängig sind oder irgendwelchen Motivations-Gurus folgen, die ihnen das Blaue vom Himmel versprechen und gewisse rhetorische Fähigkeiten zu haben scheinen, auch wenn dies nicht mehr als heiße Luft ist. Andersdenkende, die vor den Gefahren durch solche Gurus, Wunderheiler etc. warnen, werden oft auf die eine oder andere Art sanktioniert.
Der Sexismus kam auch nicht zu kurz, wobei die Passage, in der Donnie mit seinen besten Kumpels Schießübungen in der Wüste macht und nebenbei über das Sexualleben der Schlümpfe schwadroniert, sogar ziemlich lustig war - vorausgesetzt, man(n)/frau kann auch über sexistisches Gerede lachen und springt nicht mit hochrotem Kopf direkt unter die Couch ;o).
Das Ganze enthielt ja auch noch eine gehörige Portion Gesellschaftskritik - Lehrerinnen, die überall moralische Verderbtheit wittern und ihre Konkurrentinnen, die moderne Thesen vertreten, ausbooten, Patrick Swayze als schmieriger Motivationstrainer, der sich hinterher als Kinderschänder entpuppt und dann der als psychisch krank eingestufte Donnie Darko, der aber mit seiner Meinung nie hinterm Berg hielt und gesunden Menschenverstand einsetzte, wofür er jedoch von seiner leicht manipulierbaren Umwelt oft die Quittung bekam. Auch das kommt ja im realen Leben häufig vor - Menschen, die von Esoterik-Hotlines abhängig sind oder irgendwelchen Motivations-Gurus folgen, die ihnen das Blaue vom Himmel versprechen und gewisse rhetorische Fähigkeiten zu haben scheinen, auch wenn dies nicht mehr als heiße Luft ist. Andersdenkende, die vor den Gefahren durch solche Gurus, Wunderheiler etc. warnen, werden oft auf die eine oder andere Art sanktioniert.
Der Sexismus kam auch nicht zu kurz, wobei die Passage, in der Donnie mit seinen besten Kumpels Schießübungen in der Wüste macht und nebenbei über das Sexualleben der Schlümpfe schwadroniert, sogar ziemlich lustig war - vorausgesetzt, man(n)/frau kann auch über sexistisches Gerede lachen und springt nicht mit hochrotem Kopf direkt unter die Couch ;o).
Donnerstag, 17. September 2009
Irgendwie ist momentan alles etwas frustrierend
Ich habe zwar zwei Vorstellungsgespräche in den kommenden Tagen, aber irgendwie bin ich trotzdem nicht 100 %-ig happy. Um es mit den Worten aus Bully Herbigs "Der Schuh des Manitu" zu sagen: ICH BIN MIT DER GESAMTSITUATION UNZUFRIEDEN!
Thomas mimt hier öfter mal mehr oder weniger freiwillig den Pausen-Clown und das ist auch nicht immer belustigend. Ich habe noch nie jemanden in seinem Alter erlebt, der öfter so komplett neben der Spur steht - nen schlechten Tag haben wir alle mal, aber bei ihm ist das schon fast normal. Vor allem frage ich mich öfter, wie so ein menschenscheuer, unsicherer Mensch, der von der alltäglichen Welt gar nicht soviel mitzubekommen scheint (neulich fragte er mich, wer eigentlich die bezaubernde Jeannie ist...), einen Beruf ergreifen kann, in dem Lebensnähe, Aufgeschlossenheit und Kontaktfreude zu den Grundvoraussetzungen zählen. Lieb ist er ja, aber ich wundere mich doch öfter mal ziemlich.
Traurig finde ich auch, dass mein Lieblingsschauspieler Patrick Swayze Anfang der Woche verstorben ist. Das war bei seiner Erkrankung zwar abzusehen, aber wenn's dann soweit ist, ist es nicht schön - für seine Familie noch viel weniger als für seine Fans.
Neulich fiel mir doch glattweg ein etwa 1.000-seitiger, von mir handgeschriebener Liebesroman in die Finger, den ich mit 15, 16 Jahren geschrieben habe. Die Story spielte vor der Ostküste der USA, meine damaligen Freunde und Schulkollegen waren mit von der Partie und natürlich spielte auch sonst alles mit, was Rang und Namen hatte - Tom Cruise war mein älterer Bruder (damals mochte ich ihn noch - BEVOR er zu den bekloppten Scientologen konvertiert ist), Patrick Swayze mein erster fester Freund, C. Thomas Howell sein bester Kumpel...interessant war auch zu beobachten, wie sehr sich manche Einstellungen in den vergangenen zwanzig Jahren revidiert haben, wobei das größtenteils nicht einmal schlecht ist. Beispielsweise könnte ich nie wieder mit dem Wissen, das ich heute habe, Weiße Haie als blutrünstige Killer darstellen (so wie in den Siebzigern in "Jaws" geschehen). Auch meine Einstellung zur Liebe hat sich verändert - ich glaube zwar nach wie vor an die große Liebe und an Treue, aber dass man deshalb so aufeinander glucken muss wie in meinem Roman, halte ich heute für ziemlich überholt, denn da hatte das Ganze schon was von ner Klammeraffen-Liebe. Mit 15 sieht man die Dinge auch noch etwas anders und teilweise überidealisiert.
Meine Story trug übrigens den Titel "Summer of 89" (in Anlehnung an Brian Adams' Hit "Summer of 69") und spielte entsprechend auch im Jahr 1989. Im Herbst 1989 habe ich angefangen, den Roman zu schreiben und ihn im Juni 1990 abgeschlossen. Ich habe ständig daran geschrieben - nach den Hausaufgaben, abends, wenn ich mit zwei Freundinnen in unserer Lieblingstrauerweide im Essener Stadtgarten (hinter dem Saalbau - heute Philharmonie - und Sheraton-Hotel) abhing...ich schreibe ja heute noch gerne, wie man sieht, aber nicht mehr mit dieser kindlichen Beseeltheit einer 15-jährigen ;o). Damals hat die Tintenpatronen- und Collegeblock-Industrie echt gut an uns und unserer Schreibwut verdient.
Thomas mimt hier öfter mal mehr oder weniger freiwillig den Pausen-Clown und das ist auch nicht immer belustigend. Ich habe noch nie jemanden in seinem Alter erlebt, der öfter so komplett neben der Spur steht - nen schlechten Tag haben wir alle mal, aber bei ihm ist das schon fast normal. Vor allem frage ich mich öfter, wie so ein menschenscheuer, unsicherer Mensch, der von der alltäglichen Welt gar nicht soviel mitzubekommen scheint (neulich fragte er mich, wer eigentlich die bezaubernde Jeannie ist...), einen Beruf ergreifen kann, in dem Lebensnähe, Aufgeschlossenheit und Kontaktfreude zu den Grundvoraussetzungen zählen. Lieb ist er ja, aber ich wundere mich doch öfter mal ziemlich.
Traurig finde ich auch, dass mein Lieblingsschauspieler Patrick Swayze Anfang der Woche verstorben ist. Das war bei seiner Erkrankung zwar abzusehen, aber wenn's dann soweit ist, ist es nicht schön - für seine Familie noch viel weniger als für seine Fans.
Neulich fiel mir doch glattweg ein etwa 1.000-seitiger, von mir handgeschriebener Liebesroman in die Finger, den ich mit 15, 16 Jahren geschrieben habe. Die Story spielte vor der Ostküste der USA, meine damaligen Freunde und Schulkollegen waren mit von der Partie und natürlich spielte auch sonst alles mit, was Rang und Namen hatte - Tom Cruise war mein älterer Bruder (damals mochte ich ihn noch - BEVOR er zu den bekloppten Scientologen konvertiert ist), Patrick Swayze mein erster fester Freund, C. Thomas Howell sein bester Kumpel...interessant war auch zu beobachten, wie sehr sich manche Einstellungen in den vergangenen zwanzig Jahren revidiert haben, wobei das größtenteils nicht einmal schlecht ist. Beispielsweise könnte ich nie wieder mit dem Wissen, das ich heute habe, Weiße Haie als blutrünstige Killer darstellen (so wie in den Siebzigern in "Jaws" geschehen). Auch meine Einstellung zur Liebe hat sich verändert - ich glaube zwar nach wie vor an die große Liebe und an Treue, aber dass man deshalb so aufeinander glucken muss wie in meinem Roman, halte ich heute für ziemlich überholt, denn da hatte das Ganze schon was von ner Klammeraffen-Liebe. Mit 15 sieht man die Dinge auch noch etwas anders und teilweise überidealisiert.
Meine Story trug übrigens den Titel "Summer of 89" (in Anlehnung an Brian Adams' Hit "Summer of 69") und spielte entsprechend auch im Jahr 1989. Im Herbst 1989 habe ich angefangen, den Roman zu schreiben und ihn im Juni 1990 abgeschlossen. Ich habe ständig daran geschrieben - nach den Hausaufgaben, abends, wenn ich mit zwei Freundinnen in unserer Lieblingstrauerweide im Essener Stadtgarten (hinter dem Saalbau - heute Philharmonie - und Sheraton-Hotel) abhing...ich schreibe ja heute noch gerne, wie man sieht, aber nicht mehr mit dieser kindlichen Beseeltheit einer 15-jährigen ;o). Damals hat die Tintenpatronen- und Collegeblock-Industrie echt gut an uns und unserer Schreibwut verdient.
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