Samstag, 2. September 2017

Alles so schön eindimensional hier...

Gestern Abend lief im ZDF zum dritten Mal in zwei Jahren unter Soko Leipzig der gleiche Fall um den Kinderschänder Peter Knappke, wobei die Figuren in dem Krimi total eindimensional waren - Peter Knappke war immer noch ein Kinderschänder mit perversen Neigungen, die Eltern seines damaligen Opfers Sandro waren auch eindimensional in dem Sinne, dass sie über den Tod des Kindes immer noch nicht hinweg waren und ihren zweiten Sohn, der seinen älteren, ermordeten Bruder noch nicht mal kannte, zu einem rechtsnationalen Kinderschänder-Gegner gemacht hatten, der Mob, der Herrn Knappke am liebsten tot gesehen hätte, war auch total eindimensional...offenbar scheint es ja schon zuviel verlangt zu sein, dass die Figuren außer einer Dimension auch noch viele andere Facetten haben, von der dreimaligen Wiederholung ganz zu schweigen. Scheinbar kennen viele Drehbuchautoren und Regisseure auch nur noch Klischees. Wieso der Nachbar des letzten Opfers namens Nils Erdmann plötzlich als Mörder des Kindes verhaftet wurde, hat sich mir auch nicht erschlossen, aber egal.

Spannender als der Krimi war in jedem Fall unser beleuchtetes Luftschiff, das offenbar über das Borbecker Marktfest hinweg flog - ich habe mich zunächst erschrocken, als ich den Zeppelin über den Himmel ziehen sah, mich dann aber gefreut, genau wie meine Stoffies.

 
Zeppelin in der Dämmerung - (c) waz.de
 
 
Auch in der Politik ist alles so schön eindimensional, vor allem die Wahlwerbung. Sarah kriegt auch jedes Mal die Krise auf die Pissbirnen auf den Wahlplakaten, wobei mich die CDU-Grinsefischtussi total aggro macht. Die Alte mit ihrem schleimigen Grinsen bekommt meine Stimme eh nicht, die SPD aber genauso wenig, denn die haben schließlich Hartz IV eingeführt und dafür gesorgt, dass die Armen noch ärmer wurden. Allerdings wohne ich in einem Stadtteil, der auch politisch zweigeteilt ist - in Gerschede stehen die Leute auf die SPD, in Dellwig auf die CDU. Die geneigten CDU-Wähler erkennt man schon an ihrem Äußeren, insbesondere an ihrem debilen Grinsen.
 
Komisch, viele sind sich einig, dass Merkel weg muss und der Ansicht bin ich auch, aber wenn viele nicht wählen gehen, bekommt Madame automatisch die Stimmen der Nichtwähler. Allerdings kann ich die Politik(er)verdrossenheit vieler Mitbürger gut verstehen. Zum Duell Merkel gegen Schulz fällt mir nur noch eins ein: Not gegen Elend. Auch bei mir auf der Arbeit sind wir die Ansicht, dass die Alte nicht wieder an die Macht kommen darf. Allerdings nervt es mich auch, dass das letzte Wortduell direkt auf vier (!!) Sendern gezeigt wird und jetzt auch noch Maybritt Illner behauptet, es ginge um viel. Na ja, auf die politikerhörige Tussi und ihre Allerweltsthemen gebe ich eh nicht viel. Ich frage mich angesichts des eindimensionalen Programms echt, warum die GEZ mal wieder die Gebühren erhöhen will.


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