Donnerstag, 26. Juni 2014

Frust auf der Halde an der Beckstraße :o)


Halde an der Beckstraße mit Tetraeder in der Bildmitte - (c) Alexandra Döll, Essen


Auf der Halde an der Beckstraße in Bottrop steht ja bekanntermaßen das Tetraeder. Dorthin machen die Männergärtnerinnen mit ihren Schützlingen einen Ausflug, aber diesmal geht es mit dem Auto zum Parkplatz am Fuße der Halde, denn sonst würde der Charmin Bear bestimmt schon bei der Anreise mit dem ÖPNV zusammenbrechen :o).

Das Gemeuter auf dem Weg zum Gipfel, auf dem das Tetraeder steht, lässt nicht lange auf sich warten. Der Charmin Bear stöhnt nach gerade mal 50 Metern und beschwert sich, weil die Strecke ausschließlich bergauf geht. ES plärrt wegen diverser Marienkäfer, die ES umschwirren, der Stationsarzt ist von einem blinden Kuckuck genervt, der ihn einfach ungefragt und ungewollt in den Finger gepiekst hat. Thorsten passt es nicht, dass er unfreiwillig als Hauptnahrungsquelle für Mücken fungiert, zumal die Mücken ihre Artgenossen per Insekten-Facebook über diese ergiebige Nahrungsquelle auf der Halde informieren. Thomas dreht unsichere Pirouetten, weil ein Raubvogel über der Halde kreist und Stinki meutert in die Gegend rein, wat denn plötzlich mit dem Wetter los ist, denn die Sonne ist hinter den Wolken hervorgekommen und brutzelt erbarmungslos auf die Gruppe herab. Die Luft wird zunehmend schwül. Alex trinkt aus ihrer Wasserpulle, genau wie Renate und Steffi aus ihren Fläschchen.

Hinter der Biegung, von der man einen Blick auf die Nachbarhalde Prosperstraße mit der Skihalle hat, ächzt der Charmin Bear wie eine altersschwache Lok. Er verzweifelt fast, als er das Tetraeder weit oben über sich sieht und ihm gewahr wird, dass sie noch einige Höhenmeter steigen müssen, um den Gipfel zu erreichen. Am liebsten würde er seine Männergärtnerinnen wegen Charmin Bear-Quälerei verklagen :o).

Nach weiteren zehn Minuten, die unter Gemeuter, Gestöhne und Gejammer von den Herren zurückgelegt werden, befindet sich die Gruppe endlich auf dem Gipfel der Halde. Das Tetraeder mit seinen drei Aussichtsplattformen in 17, 31 und 38 m Höhe lächelt huldvoll. Der Charmin Bear lässt sich entkräftet auf eine Bank fallen und trinkt in einem Zug eine ganze Flasche Mineralwasser leer, bevor er seine Stullen regelrecht runter schlingt, um die verlorene Energie wieder aufzuforsten. ES plärrt in die schwüle Luft, weil es schwül ist, dann ist das Tetraeder auch noch so hoch, die Ostereier alias Faultürme des Emscherklärwerks in Bottrop-Alt-Welheim irritieren ES zusätzlich...Stinki nimmt lieber Abstand von der Heulboje und nimmt Platz auf der untersten Stufe des Tetraeders, um zu verschnaufen und etwas ess- bzw. trinkbares zu sich zu nehmen. Er will gerade in ein Radieschen beißen, als ihm selbiges aus der Hand getragen wird - lauter fröhliche, kichernde und emsige Ameisen schleppen es einfach von dannen! Stinki ranzt: "Wat is'n mit Euch eigentlich los?!", bevor er sich sein Radieschen energisch zurückerobert. Die Ameisen meutern und zeigen Stinki ihre Stinkefinger :o)).

Der Stationsarzt sitzt auf einer Bank und genießt den wunderbaren Blick auf die Schalker Arena, den man von dort aus hat. Passend dazu stimmt er das Schalke-Lied an - und wundert sich anschließend, warum in der näheren Umgebung der Halde Vögel bewusstlos vom Himmel fallen bzw. sich die Faultürme des Emscherklärwerks kräuseln. Die Kokerei Prosper-Haniel am Fuße der Halde dampft wütend, die entfernten Wolkenkratzer der Essener Skyline halten sich die Ohren zu. Thorsten steht derweil auf der obersten Aussichtsplattform des Tetraeders und träumt davon, Frauen über den Schrank zu fahren - den Gesang des Stationsarztes blendet er einfach aus :o). Thomas steht auf der Plattform darunter - also in 31 m Höhe - und wirft Papierschwalben in den Wind. Einige landen nach kurzem Flug einfach auf dem Boden unter dem Tetraeder, sodass Thomas sich einen Ast freut, als eine Papierschwalbe Richtung Schalker Arena segelt und eine weitere Richtung Emscher-Klärwerk. Alex hat dem Stationsarzt mittlerweile Gesangverbot erteilt, sehr zur Freude der Faultürme, der Kokerei, der Vögel und der Essener Skyline :o).

Von Gelsenkirchen her nähert sich eine bleigraue Wolkenfront. ES plärrt schon mal prophylaktisch und faselt was von "un orage" - also einem Gewitter, das sich nähert. Wie auf's Stichwort erzittert die Schalker Arena unter tiefem, lang anhaltendem Donnergrollen. Thomas dreht jammernde Pirouetten auf seiner Aussichtsplattform und beginnt erst nach energischer Aufforderung durch seine Männergärtnerinnen mit dem Abstieg, genau wie Thorsten, der lieber weiterhin davon geträumt hätte, Frauen über den Schrank zu fahren. Thomas' Laune hebt sich nicht, als die Papierschwalbe, die bis dato über der Schalker Arena gekreist war, von einem Blitz verkohlt wird. Stinki ranzt: "Wat is'n mit dem Wetter eigentlich los?!" Irgendwie scheint ihm die Gewitterluft nicht zu bekommen, denn plötzlich und völlig unerwartet zieht er eine Langhaarperücke aus seinem Rucksack, setzt sich selbige auf sein nicht mehr sehr fülliges Haupthaar und macht Extrem-Headbanging, passend zu den Donnern, die immer lauter werden. Blitze zucken im Sekundentakt. ES plärrt weiter, während Alex Stinki energisch am Arm packt, damit auch er zusammen mit den anderen die Halde verlässt. Das Tetraeder behängt sich selbst mit Blitzableitern.

Der Charmin Bear stöhnt, als sie so schnell sie können die Halde runter flitzen, denn die Donner werden immer lauter. Ein Blitz schlägt in die Spitze des Tetraeders ein, aber es ist ja mit Blitzableitern behängt und zeigt dem Blitz die Teufelsforke, sodass der lieber in eine Bank auf dem Gipfelplateau einschlägt. ES plärrt und muss fast von Steffi den Hang runter getragen werden. Zum Glück erreichen alle ihre Autos auf dem Parkplatz unversehrt, denn kaum, dass alle in ihren Fahrzeugen sitzen, fällt ein greller Blitz eine junge Birke am Fuße der Halde, dann knallt der Donner kurz und peitschenartig. Der Regen setzt ein. Stinki macht immer noch Extrem-Headbanging, sodass Alex passend dazu in Clios CD-Player "Die, die my darling" von Metallica auflegt :o).







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