Abgesehen vom derzeit winterlichen Wetter, das so gar nicht an den nahenden Frühlingsanfang denken lässt, nervte mich am Dienstagmorgen ein Antänzer, den ich aber erfolgreich in die Flucht geschlagen habe. Wenn ich am Dienstagvormittag an unserem Standort in der Innenstadt bin, fahre ich dorthin immer mit der Straßenbahn, weil es dort sehr schwer ist, einen Parkplatz zu finden. Clio bleibt dann also in Broich, während ich mit der Bahn zwei Haltestellen fahre und noch mal 70 Meter zu Fuß latschen muss - das ist ja nicht weit.
Als ich an der Ampel stand, um zur Mittelinsel zu kommen, an der die Straßenbahn hält, laberte mich plötzlich ziemlich aufdringlich aus dem Nichts ein dunkelhäutiger Mann an und sagte "Hallo.". Ich habe darauf erstmal gar nicht reagiert, um ihm zu zeigen, dass ich mir jetzt kein Gespräch und keinen näheren Kontakt aufzwingen lasse, doch als ich am Ticketautomaten stand, um mir meinen Fahrschein zu ziehen, fragte er mich: "Wohin fährst du?" - Er hat darauf von mir die ziemlich pampige Antwort bekommen, dass ihn das mal gar nichts anginge. Danach ließ mich der aufdringliche Typ mal endlich in Ruhe - er ist auch nicht mit mir an der Haltestelle Mülheim-Stadtmitte ausgestiegen. Das wollte ich ihm auch geraten haben, denn auf Aufdringlichkeit und dummes Gequatsche, das nur einen Zweck hat, kann ich gar nicht. Clio fletschte im Hintergrund schon drohend den Kühlergrill.
Als ich Sarah davon nach meiner Rückkehr in Broich erzählte, erzählte sie mir wiederum, dass sie mal Essener Hbf auch von einem dunkelhäutigen Typen ziemlich aufdringlich angelabert wurde - er fragte sie, ob sie auch in Essen wohne, ob sie alleine wohnt und ob er sich mal besuchen könnte (GNADE!). Da hat sie natürlich auch entsprechend pampig reagiert.
Normalerweise bin ich ein höflicher und freundlicher Mensch, aber bei so einem plumpen, dämlichen Benehmen fahre ich dann auch aus der Haut und vergesse mal meine gute Erziehung.
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Freitag, 4. März 2016
Freitag, 12. Februar 2016
Böse Blätter zur Berufskunde :o)
Nachdem die massenhaften sexuellen Übergriffe und Diebstähle in der Silvesternacht in mehreren deutschen Großstädten bekannt wurden, hatte mal jemand vorgeschlagen, dass die Agentur für Arbeit doch für Antänzer so etwas herausgeben könnte :o))). Ich fände das auch eine sehr schöne Sache. Ich schreibe mal ein solches Blatt zur Berufskunde für Antänzer...:o))).
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Antänzer
Voraussetzungen:
Tanzen Sie alleine oder in der Gruppe maximal drei weibliche Wesen an und isolieren sie diese von anderen Passanten. Wenn Sie Ihre Opfer erstmal angetanzt haben, können Sie sie ganz nach Gusto bestehlen (Handy, Portemonnaie, Schmuck) oder sexuell belästigen. So können Sie Ihr ALG II bzw. Taschengeld aufbessern oder einem sexuellen Notstand vorbeugen.
Berufsaussichten:
derzeit hervorragend, denn Politik und Polizei schauen erfolgreich weg.
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Auch für Spammer könnte man hervorragend ein Blatt zur Berufskunde erstellen:
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Spammer
Voraussetzungen:
Sofern Sie einen Internet-Anschluss haben und nicht viel Wert auf die Seriosität Ihres Arbeitgebers bzw. Ihre eigene legen, können Sie an vollkommen unbekannte Personen Spam-Mails auf der ganzen Welt verschicken, gerne mit sinnfreien Betreffzeilen wie "From Lisa Schlesinger", "Thank you for choosing Amazon Dept Partners", "Arbeitsstelle" u. ä.
Um ein wenig Abwechslung zu haben, können Sie auch Phishing-Mails verschicken - verwenden Sie dazu den Namen eines seriösen Unternehmens wie z. B. Deutsche Bank, Sparkasse Essen oder Telekom AG und versuchen Sie so, an persönliche Daten wie etwa die Bankverbindung Ihres Opfers am anderen Ende der Welt zu gelangen.
Die Arbeit ist sowohl im Angestelltenverhältnis als auch auf selbstständiger Basis möglich.
Berufsaussichten:
sehr gut, vor allem in den USA
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Sonst muss ich diese bösen Blätter wohl nicht weiter kommentieren, oder? :o)
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Antänzer
Voraussetzungen:
- Schulabschluss: irrelevant
- Ausbildungsdauer: keine
- Stärken: Rhythmusgefühl, Tanzen, falsches Lächeln, Sinn für die eigene Bereicherung, mangelnder Respekt vor Frauen und Mädchen aller Altersstufen
- Geschlecht: vorzugsweise männlich
Tanzen Sie alleine oder in der Gruppe maximal drei weibliche Wesen an und isolieren sie diese von anderen Passanten. Wenn Sie Ihre Opfer erstmal angetanzt haben, können Sie sie ganz nach Gusto bestehlen (Handy, Portemonnaie, Schmuck) oder sexuell belästigen. So können Sie Ihr ALG II bzw. Taschengeld aufbessern oder einem sexuellen Notstand vorbeugen.
Berufsaussichten:
derzeit hervorragend, denn Politik und Polizei schauen erfolgreich weg.
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Auch für Spammer könnte man hervorragend ein Blatt zur Berufskunde erstellen:
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Spammer
Voraussetzungen:
- Schulabschluss: irrelevant
- Ausbildungsdauer: wenige Wochen
- Stärken: Phantasielosigkeit, hohe Internet-Affinität, Hang zu kriminellen Handlungen, Langeweile
- Geschlecht: egal
Sofern Sie einen Internet-Anschluss haben und nicht viel Wert auf die Seriosität Ihres Arbeitgebers bzw. Ihre eigene legen, können Sie an vollkommen unbekannte Personen Spam-Mails auf der ganzen Welt verschicken, gerne mit sinnfreien Betreffzeilen wie "From Lisa Schlesinger", "Thank you for choosing Amazon Dept Partners", "Arbeitsstelle" u. ä.
Um ein wenig Abwechslung zu haben, können Sie auch Phishing-Mails verschicken - verwenden Sie dazu den Namen eines seriösen Unternehmens wie z. B. Deutsche Bank, Sparkasse Essen oder Telekom AG und versuchen Sie so, an persönliche Daten wie etwa die Bankverbindung Ihres Opfers am anderen Ende der Welt zu gelangen.
Die Arbeit ist sowohl im Angestelltenverhältnis als auch auf selbstständiger Basis möglich.
Berufsaussichten:
sehr gut, vor allem in den USA
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Sonst muss ich diese bösen Blätter wohl nicht weiter kommentieren, oder? :o)
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