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Samstag, 28. Januar 2017

Irrsinn, lass nach...!

Heute scheint der Irrsinn ja richtig up to date zu sein, und das bezieht sich auf alle möglichen Lebensbereiche. Gestern fuhr ich mit Andrea in meinem Honda durch das friedliche Altenessen, als ein Touran mitten auf dem Fahrradweg stand (na ja, VW heißt nicht umsonst völlig wertlos...) und sowohl mein Vordermann als auch ich einen leichten Bogen um das Vehikel fahren mussten. Der Fahrer des VW, dessen Hirn und Benehmen offenbar auch völlig wertlos waren, hat uns bitterböse angeguckt - sorry, sollten wir warten, bis Gegenverkehr kommt bzw. er wieder in seinen VW gestiegen ist?

Gestern Abend hörte ich bei meinen Eltern vor dem Haus Reifen quietschen, als ich zu meinem Honda ging, sodass ich schon wieder an einen 3er BMW dachte - nein, es war ein Twingo, der immer Vollbremsungen machte und fast noch die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hätte. Die beiden Jüngelchen lächelten auch noch ganz stolz, aber ich habe denen nur einen Vogel gezeigt. Ich wusste auch noch gar nicht, dass man mit Fronttrieb so gut schleudern kann, mit Heckantrieb wie bei BMW geht das besser. Nachdem ich den Typen (vom Alter her Führerscheinanfänger) einen Vogel gezeigt hatte, ging es aber normal mit dem Fahren.

Vom Fernsehen will ich lieber erstmal gar nicht reden und schon gar nicht von den Werbungen, für die man als Werbefritze offenbar noch nicht mal einen Schulabschluss benötigt. Neben meinen Alltime-Hass-Werbespots frage ich mich öfter mal, ob die alle dusselig sind. Die eine Mutter, die Werbung für Wick Day Med macht, meldet sich bei ihrer Tochter krank und ist mobil erreichbar - die Kleine ist ja rein äußerlich ganz niedlich, aber als sie ganz empört ihren Zepter fallen lässt, weil ihre Mutter sich erdreistet, krank zu sein, könnte ich reinschlagen. Es ist zwar richtig, dass sich Mütter nur in seltenen Fällen frei nehmen, aber dieses verwöhnte "Ich bin deine kleine Prinzessin und wieso bist du jetzt krank anstatt mich verwöhnte Göre zu bespaßen?" geht gar nicht. Das ist genauso bescheuert wie der Junge, der erst nicht zu seiner Oma will, weil die eh nur den ganzen Tag sitzt wegen Gelenkschmerzen - sorry, andere Kinder nehmen vielleicht sogar Rücksicht darauf, aber dieses Kind ist ja nur am nasen und mag seine "neue Oma". Na, toll....Allerdings entspricht das Verhalten dieser Werbekinder öfter dem Verhalten, was heute viele Eltern und deren verwöhnter Nachwuchs an den Tag legen :o((. Früher waren wir auch in überfüllten Bussen und leben alle noch gut - heute ist das direkt einen Aufreger wert, weil die lieben Kleinen eine Haltestelle stehen müssen und es eng im Bus ist, und erst recht beim Zentralen Doofen-Funk, dem ZDF. Die nerven mich sowieso mit ihrer Medikamenten-Werbung - da kann man echt den Eindruck bekommen, dass Medikamente Lifestyle-Produkte sind :o///. Da nützt auch der Alibi-Hinweis nix, dass man zu Risiken und Nebenwirkungen seinen Arzt oder Apotheker befragen soll.

Freitag, 18. Juli 2014

Schön heiß im Pott

Als ich heute Vormittag mit Clio unterwegs war, lagen die Temperaturen ja schon bei 30°C *schwitz*. Ich habe meiner Krankenkasse an der Bismarckstraße mal einen kurzen Besuch abgestattet, wobei meine Sachbearbeiterin derzeit noch im wohlverdienten Urlaub weilt.

Ich hatte Clio auf der Hachestraße geparkt und als ich nach gut 30 min. zu ihm zurückkehrte, war die Temperatur sogar auf 35°C angestiegen. Ich bin dann mit ihm über Frohnhausen zurück gefahren und habe seinen Tank an der Aral-Tanke Berliner Platz mit Sprit befüllt, wobei sich der Tankverschluss zunächst aufgrund der Hitze so festgesogen hatte, dass ich ihn erst gar nicht aufbekam. Erst nach guten zwei Minuten, als Clio im Schatten gestanden hatte, ließ sich sein Verschluss problemlos öffnen. Ich dachte erst schon, Clio will gar nicht betankt werden :o)) - das hätte mich aber doch gewundert.

Einigen bekommt offenbar die Hitze nicht, vor allem den VW- und BMW-Fahrern nicht. Als ich gegen 10.20 Uhr von zuhause wegfuhr, wollte ein Golf in unsere Straße einbiegen, der aber netterweise gar keinen Blinker gesetzt hatte - er spielte eher "Platz da, jetzt komm ich alter Vollpfosten". Ich hab ihm sogar Platz gemacht, indem ich auf den Bordstein ausgewichen bin, aber der unbefriedigte ältere Herr hinterm Steuer guckte mich auch noch ganz empört an, so als wenn ich Murks gemacht hätte und nicht er. Nicht umsonst steht VW ja auch für völlig wertlos, haha.

Der nächste verstrahlte Zeitgenosse begegnete Clio und mir gegen 11.30 Uhr auf der Kerkhoffstraße in Frohnhausen, denn als Fahrer eines 5er Touring darf man zwar dalbrig bis asozial in die Gegend reinlachen, aber Dinge wie Gegenverkehr und die eigene Fahrbahnhälfte muss man nicht kennen *wunder*. Dem Typen und seinem ebenso beknackten Beifahrer war wohl auch die Hitze nicht bekommen. Clio mag ja 5er Touring, aber den mochte er überhaupt nicht - und noch viel weniger die Insassen. Clio mag einfach keine hirnlosen Asis, doch das hat er mit mir gemeinsam :o). Wenigstens konnten die beiden Herren noch über ihre eigene Doofheit lachen :o))).

Mein Nachbar, immerhin 82 Jahre alt, wurde gestern Abend ins Krankenhaus gebracht :o(. Erst war er im Philipp, aber heute Vormittag ist er ins Marienhospital nach Altenessen verlegt worden, wo er wohl in den kommenden Tagen am Darm operiert wird. Das ist allerdings nicht lustig.



Gleise Nähe Hachestraße und Essen Hbf - (c) Alexandra Döll, Essen


Freitag, 6. Juni 2014

Sind wir nicht alle ein bisschen...

...Kevin Großkreutz?? Das habe ich mich gestern Abend auf dem Heimweg gefragt, als ich den Reuenberg in Bedingrade befuhr, um zu meinem Domizil in Gerschede zu gelangen. In Gegenrichtung stand zwischen Schnitterweg und Barchemhöhe ein merkwürdiger Typ vor dem Auto eines älteren Herrn, während er selbst seine Wagentür geöffnet hatte, damit der Gegenverkehr ihm die ggf. wegrasieren konnte, und bemeckerte den Insassen des hinter ihm stehenden Fahrzeugs, dabei hat er seinen Sack am Seitenfenster des anderen Fahrzeugs gerubbelt (Frauen wollen wohl lieber nicht von dem berubbelt werden...). Ich dachte, gleich holt er seinen Dödel aus der Hose und pisst dem alten Herrn gegen die Fahrertür, aber darauf hat der Asi dann doch verzichtet *kopfschüttel*. Offenbar scheinen Fahrer eines VW öfter auch nicht ganz mit sich alleine zu sein, genauso wenig wie der Behindertenfahrdienst des DRK, der mir gestern Abend die Vorfahrt genommen hat. Der Beifahrer grinste mich auch noch dämlich an *urgh*, so nach dem Motto "Ein Krankenwagen ist größer und stärker als ein Clio". Da könnte einem ja glatt der Verdacht kommen, dass sich das DRK seine Patienten selbst holt, wenn gerade keiner freiwillig kollabiert oder sich bei nem Autounfall verletzt.

Im Vorlesungsverzeichnis Sozialarbeit/Sozialpädagogik für das Wintersemester 1996/97 hat mal ein Kommilitone einen schönen Cartoon gezeichnet mit dem Titel "Das Deutsche Rote Kreuz - schade, dass es nicht schon zu Zeiten der Christenverfolgung oder zu Zeiten der französischen Revolution existiert hat" :o)))). Der Cartoon passte wie die Faust auf's Auge, denn das könnten wirklich manche DRK-Mitarbeiter sein: Sie halten dem Geköpften, dessen Kopf schon im Korb liegt, einen Becher Ovomaltine hin und sagen begütigend: "Trinken Sie, Sire, das ist gut gegen den Schock!" :o)) Ich glaube, das war dann doch ein bisschen zu spät, hihi.

Scheinbar haben sich schon öfter Menschen über den Fahrstil von Mitarbeitern des DRK, ASB usw. beschwert, denn anders können ja Aufschriften wie "Fahrstil ok? Bitte rufen Sie meinen Chef unter... an!" auf Krankenwagen nicht zu erklären sein :o).

Clio hat die beiden Idioten im DRK-Wagen huldvoll lächelnd zur Kenntnis genommen, denn er ist ja auch schon einiges gewöhnt - er ist auf jeden Fall froh, dass ich ihn fahre und nicht solche Vollidioten, hehe.

 
Mein freundlich lächelnder Clio auf der Triftstraße in Gerschede
- (c) Alexandra Döll, Essen

Montag, 10. Juni 2013

Eine unheilige Allianz - VW und Rentner...

Ich bin bestimmt kein Hasser von älteren Menschen, so wie manche Jungspunde, die ganz vergessen, dass sie irgendwann in ferner Zukunft auch mal Rentner sind (Denken ist halt öfter mal Glückssache...), aber heute hatte ich es direkt mit zwei "reizenden" älteren Exemplaren der Gattung Rentner zu tun, die beide auch noch einen VW fuhren - manche Menschen behaupten ja ironischerweise, dass VW auch für "völlig wertlos" steht :o).

Nachdem ich Clio hatte waschen lassen, bin ich mit ihm ins Kaufland nach Borbeck gegondelt, wo heute ein Parkticket gezogen werden musste - vielfach sind die Schranken ja oben. Die ersten 90 Minuten Parken sind zwar für Kunden kostenfrei, aber trotzdem muss man sein Ticket an der Kasse entwerten lassen bzw. auch zum Kassenautomaten gehen, wie in anderen Parkhäusern auch, auch wenn Kaufland-Kunden ggf. nix bezahlen müssen, wenn ihr Aufenthalt weniger als 1,5 Stunden gedauert hat.

Beim Ausfahren war leider nur eine Schranke geöffnet, da an der zweiten Schranke gerade gearbeitet wurde. Ich musste mich mit Clio in eine längere Schlange einreihen. Ganz vorne an der Schranke stand ein VW Polo, bei dem sich erst mal gar nix tat - keine Seitenscheibe runter, kein Parkticket wurde eingeschoben, nix. Der Nissan Juke hinter dem Polo hupte nach einer geraumen Zeit. Plötzlich und unvermutet ging die Seitenscheibe des Polos runter und ein männlicher Arm mit einem Parkticket langte zum Automaten - die Schranke ging aber nicht hoch, weil der Fahrer des Polo sein Ticket offenbar nicht hatte entwerten lassen bzw. nicht bezahlt hatte. Schließlich stieg ein älterer Herr aus dem Polo und ging in aller Seelenruhe, so als wenn sonst keine Fahrzeuge hinter ihm gestanden hätten, rüber zum Kassenautomaten, um seine Parkgebühren zu begleichen *stöhn* (war der Typ noch nie in einem gebührenpflichtigen Parkhaus?). Der Fahrer des Juke regte sich natürlich auf, was ich auch ganz verständlich fand, aber der Senior meinte, der Typ sollte sich doch nicht so aufregen - vermutlich kriegt der "reizende" ältere Herr sonst keinen mehr hoch und musste sich dann daran aufgeilen, dass hinter seinem Super-Polo ne ganze Fahrzeugschlange stand, haha. Der gnädige Herr hat sich ja noch nicht mal beeilt oder für den Aufwand entschuldigt - ich hab nur noch drauf gewartet, dass er jetzt seinen Brotbackautomaten auspackt und/oder anfängt, seinen Polo von Hand zu waschen, damit die anderen wenigstens noch ein Weilchen hinter ihm stehen konnten. Ich habe ihm das auch fröhlich vorgeschlagen, aber leider von der arroganten, selbstgefälligen Bratbirne keine Antwort bekommen. Da hab ich auch nur gedacht: "VW - völlig wertlos." ...

Endlich war Monsieur Hochwohlgeboren mit seinem Völlig Wertlos von dannen gefahren, sodass auch die hinter ihm wartenden Fahrzeuge mal endlich ihre bezahlten bzw. entwerteten Tickets in den Automaten schieben und aus dem Parkhaus ausfahren konnten. Ich bog dann nach links ab und musste an der Ampel zur Borbecker Straße warten. Dort ist zwar ein grüner Pfeil für Rechtsabbieger, d. h. man darf auch nach rechts abbiegen, wenn die Ampel rot zeigt und kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet oder behindert wird - verhalten muss man sich aber wie am Stopp-Schild und nicht wie beim Schild "Vorfahrt gewähren". Ich stand keine zwei Sekunden an der Haltlinie, um zu gucken, ob kein Querverkehr kommt, der Vorfahrt gehabt hätte, da wurde ich auch schon von hinten ganz ungeduldig angehupt - von einer alten, griesgrämigen Semmel in einem VW Passat *stöhn*. Den Typen habe ich auch ein wenig angemeckert - ich kann ja nix dafür, wenn Passat-Fahrer keine Verkehrsregeln kennen. Als wir an der nächsten Ampel nebeneinander zum Stehen kamen, traute sich die alte Semmel auch nicht, zu mir und Clio rüber zu blicken. Ach ja, ich vergesse es ja immer wieder: Rentner haben meist weniger Zeit als Arbeitnehmer oder Schüler - der Kaffee bei Tchibo könnte ja kalt werden...

Soviel zum Thema "Unheilige Allianz - VW und Rentner" :o)).