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Mittwoch, 8. April 2015

Lustige Werbung :o)

Meistens nervt TV-Werbung ja eher, z. B. dieser neue Werbespot für Cilit Bang mit den zwei Vollhonks im Badezimmer oder auch die Lifta-Werbung ("Meine Eva und ich..." oder in der älteren Version "Muss man sein geliebtes Zuhause verlassen, nur weil man die Treppe nicht mehr schafft?"), aber es gibt auch heute noch lustige Werbespots, die mich zum schmunzeln bringen. Dazu zählen aktuell die Werbung für Voltaren Schmerzgel forte mit dem Kater und auch die Werbung für Granufink Femina, vor allem wegen der frechen Blasen, die bei den Damen auf der Schulter sitzen und ebenso freche Kommentare ablaichen ("Na, ob du das noch schaffst?", "Los, schnell jetzt, zur Toilette!, "Hey! Nicht soviel Kaffee!").

                       Eingangsbild Werbespot Voltaren Schmerzgel forte - (c) horizont.net

Leider wurde bei Voltaren Schmerzgel forte der Text modifiziert, sodass die Werbung dadurch nicht mehr ganz so gut ist im Gegensatz zu früher ("Dies war einmal mein Reich - eine Oase der Ruhe!"...), aber der Kater ist natürlich nach wie vor niedlich.

Beim Spot für Granufink femina mag ich wie gesagt die frechen Blasen, die bei ihren jeweiligen Trägerinnen auf der Schulter sitzen und die o. g. frechen Sprüche von sich geben. Die sind mit Abstand das Beste am ganzen Werbespot, denn ansonsten nervt mich Medikamentenwerbung, vor allem im ZDF, eher.

                                Beispielbild aus dem Werbespot - (c) tonevolution.de


Dienstag, 11. Februar 2014

Skurrile Telefonate über Ohrgeruch :o)

Meine Mom hat manchmal auch lustige Themen, wenn sie mit mir telefoniert - diesmal ging es um Ohrgeruch :o). Okay, Mundgeruch kenne ich und manche riechen ja auch an anderen Körperregionen schlecht, aber von Ohrgeruch habe ich bis dato noch nix gehört bzw. bei den Herren, denen ich bislang am Ohrläppchen geknabbert habe, konnte ich auch noch keinen Ohrgeruch feststellen :o)).

Wenn man den Begriff "Ohrgeruch" googelt, erscheinen da auch jede Menge Suchergebnisse, die sich teilweise auf den Menschen beziehen (z. B. nach Entfernen des Ohrschmucks am Abend), teilweise aber auch auf Haustiere. Gemäß den Suchergebnissen kann Ohrgeruch beim Menschen auf eine Entzündung im Ohr zurückzuführen sein.

Na ja, das wäre doch mal schön, wenn es auch Werbung für ein Mittel gegen Ohrgeruch gäbe. Ich nenne das Mittel einfach mal "Ohrgeruch Ex" :o). In der Praxis sehen die Werbespots dann so aus:

In den 80ern gab's mal einen Werbespot für Odol, wobei es da natürlich um Mundgeruch ging. Ein junger Mann begrüßte seine Freundin mit den Worten "Hallo, Spatzl!" und als er ihr einen Kuss geben wollte, wandte sie sich mit gerümpfter Nase und dem Wort "Oh!" ab. Das könnte man dann ja zweckentfremden - die junge Dame knabbert ihrem Liebsten am Ohrläppchen und stellt dann Ohrgeruch bei ihm fest, sodass sie sich mit gerümpter Nase und dem Wort "Oh!" von ihm abwendet, denn: Ohrgeruch wirkt einfach abstoßend! Natürlich nimmt er dann, angelehnt an den Original-Spot, das Mittel "Ohrgeruch Ex" und nach zwei Wochen Anwendung strahlt die Dame, als sie das Ohrläppchen ihres Liebsten beknabbert. Er fragt dann mit debilem Grinsen: "Na, Spatzl, alles klar?!"

Auch den Spot für Odol Plus - der ja erst wenige Jahre alt ist - kann man für "Ohrgeruch Ex" zweckentfremden, hihi. Zwei ältere Damen schauen sich Fotos an, auf denen sie noch jung waren und netten jungen Herren am Ohrläppchen geknabbert haben. Die Eine sagt: "War doch toll damals!", die Andere antwortet: "Ja!" Daraufhin die erste Dame: "Du, ich hab da einen älteren Herrn, der auch gerne am Ohrläppchen knabbert!" Sie zeigt das Foto des Herrn, dann fährt sie fort: "Hier, möchtest du?" Die Andere: "Nein, danke!" - "Wieso denn nicht? Ich dachte, du liebst es, wenn man dir am Ohrläppchen knabbert!" Antwort: "Schon, aber ich hab da Ohrgeruch!" *müffel* Ihre Freundin legt ihr begütigend die Hand auf die Schulter und sagt: "Hatte ich neulich auch, aber ich hab's weggekriegt - mit Ohrgeruch Ex!" :o))

 
Meine Stoffies - ganz ohne Ohrgeruch! :o)
- (c) Alexandra Döll, Essen

Sonntag, 26. Januar 2014

Gute Werbung - schlechte Werbung

Winter ist ja bekanntermaßen auch die typische Jahreszeit für Erkältungen und deshalb wirbt das ZDF, das ja ohnehin sehr viel für Medikamente aller Art wirbt, jetzt auch verstärkt für Anti-Erkältungsmittel.

Die Werbung für Boxagrippal ("Mit einer Erkältung sind Sie nicht Sie selbst!") und dem lustigen Männchen mit der schief sitzenden Brille und der roten Nase gefällt mir jedenfalls sehr und ist auch lustig gemacht, z. B. wie das Männchen da an eine ältere Dame gelehnt im Bus sitzt, während diese huldvoll lächelnd eine Zeitschrift liest oder wie das erkältete Männchen für seine Kollegen stundenlang den Kopierer blockiert, weil es angesichts seiner Erkältungsbeschwerden nix mehr mitbekommt. Darüber kann man als Zuschauer ja wenigstens noch lachen.

Weniger lustig ist allerdings der aktuelle Werbespot für Gelomyrtol Forte. Das Medikament selbst ist zwar gut bei Erkältungen, aber die doof guckende Dame, die da in einem überdrehten  Fernsehquiz den Lösungssatz "Ich löse mit Gelomyrtol Forte" errät und sowohl vorher als auch nachher total bescheuert aus der Wäsche guckt, nervt einfach. Es ist ja schön, dass da kein gestyltes Model mit eingeätztem Margarine-Lächeln für ein Erkältungsmittel wirbt, sondern eine Frau, die einem so auch jeden Tag auf der Straße begegnen könnte, aber sympathisch ist weder die Protagonistin des Spots noch der Spot selbst. Frau kann es auch mit dem Doof gucken maßlos übertreiben.

Samstag, 20. April 2013

Ecki bei Hornbach

Gestern war ich ja mit Eva bei Hornbach - ja, ja, wir kleinen Gangster :o) - und haben dort verbotenerweise Ecki in einem hübschen Handwaschbecken fotografiert. Jetzt gibt's auch das versprochene Foto dazu:



                        Ecki im Handwaschbecken - (c) Eva L., Recklinghausen

Der kleine Miniberggorilla hat sich dort sehr wohl gefühlt, wie man sieht :o). Dass Fotografier-Verbot bei Hornbach herrscht, haben wir erst gesehen, als wir den Laden verließen - es ist auch sehr intelligent, solche Hinweise im Ausgangs- und nicht im Eingangsbereich anzubringen...

Ansonsten echauffierte sich Gangster Eva über einen Tesa-Werbespot, der dort auf einem Monitor gezeigt wurde. Sie wollte mich als Hauptdarstellerin haben, denn ich hätte weder so monoton gesprochen noch einen auf hirnblond gemacht, so wie Dame in besagtem Spot, hehe. Eva kicherte, als ich ihr als möglichen Verwendungszweck für Tesa Krepp auch die Enthaarung des Sacks des eigenen Partners nannte :oD. Damit kann man so nen Werbe-Spot richtig aufpeppen :o)).

Samstag, 23. Juni 2012

Eine alte Werbung und Tussitum

Gestern Vormittag fand ich per Zufall im Internet das Kalenderdeckblatt 2013 für den Haiopeis-Kalender von Thomas Siemensen, hihi. Das Cover erinnerte mich und Eva an eine Person aus unserem persönlichen Leben, die auch sehr auf ihr Äußeres bedacht ist und eigentlich nur komplett aus Oberflächlichkeiten besteht, die ansonsten nur nen Toten interessieren (oder die Massenmedien für ganz Hirnblonde) - und den womöglich auch noch nicht mal.

Auf dem Cover steckte eine aufgetakelte Dame bereits halb im Schlund eines Hais, was ja an sich schlimm genug ist, aber anstatt sich darüber zu echauffieren, kreischte sie nur rum: "Meine Frisur!!!" :oD Da Eva und ich den Cartoon so gut fanden, haben wir ihn ausgedruckt und an unser Pinboard geheftet, hehe.

Früher in den 80ern gab's ja mal die Werbung für 3-Wetter-Taft mit der arroganten Blondine ("Frankfurt. Regen. Die Frisur sitzt. 3-Wetter-Taft..."). Aus dem o. g. Cartoon (klasse!) und dieser Werbung habe ich mal was ganz eigenes kreiert für Leute, die außer Äußerlichkeiten nicht viel zu bieten haben.

Aufgetakelte Blondine macht Urlaub in der Karibik und geht frisch frisiert, gestylt und manikürt in einem peinlichen neon-pinkfarbenen Bikini an den Strand. Sie wirbt diesmal für 3-Meerestiere-Kraft! :o)

9.00 Uhr, Sonne. Blondchen ist am Strand in einen Seeigel getreten und kreischt hysterisch rum. Die Frisur sitzt - 3-Meerestiere-Kraft!

12.00 Uhr, heiter bis wolkig und Wind: Blondchen hüpft empört im seichten Wasser durch die Wellen, die ihre gestylten Löckchen benässen und kollidiert dabei mit ner Feuerqualle, was zu großem Geheule und Geschrei führt. Die Frisur sitzt - 3-Meerestiere-Kraft!

18.00 Uhr, aufziehendes Gewitter: Blondchen ist einem hungrigen Tigerhai mit demokratischem Grundverständnis (Haien ist es grundsätzlich egal, ob jemand schön oder hässlich, arm oder reich, männlich oder weiblich, dick oder dünn ist) zwischen die Zähne geraten und schreit, weil ihre Frisur durcheinander gerät, als der Hai sie mehrfach unter Wasser zieht, um sie kampfunfähig zu machen. Die Frisur sitzt - 3-Meerestiere-Kraft!

Soviel zum Thema "Oberflächliches Tussitum mit hohem Hirnblondinenfaktor", was so gerne in den Massenmedien propagiert wird. Intelligent müssen manche ja nicht mehr sein, Hauptsache, die Frisur sitzt und man sieht verboten gut aus (wobei das auch immer noch ne Definitionsfrage ist). Als ich schon neulich diese Truse da bei "Hallo Deutschland" sah, die meinte, sie würde sich von ihrem Typen trennen, wenn der sich nen Schnäuzer oder Bart wachsen lassen würde, hab ich ja schon das kalte Kotzen gekriegt. Aha, der Typ kann nett, freundlich, treu, arbeitssam usw. sein, aber wenn das Äußere nicht mehr stimmt, weil das eigene Hirn zu mehr nicht reicht, suche ich mir halt nen Typen, der mich zwar u. U. schlägt, mir dauernd fremdgeht und auch sonst ein ziemlich vielversprechendes A...loch ist, aber Hauptsache, er entspricht irgendwelchen Tussi-Klischees, weil manche Weiber auch nicht mehr im Kopf haben und sich dann auch noch wundern, warum manche Männer Frauen für ziemliche Armleuchter halten - solche Paradebeispiele bestärken ja manche Kerle noch in ihren negativen Vorurteilen über Frauen. Armes Deutschland!

Donnerstag, 10. Februar 2011

Autofahren, Musik, coole Clips und Sternbilder :o)

Da einer meiner Lieblingsmusiker Gary Moore ja vor einigen Tagen leider viel zu früh gestorben ist :o(, habe ich ihm vorgestern gehuldigt, indem ich im Auto sein erfolgreichstes Album "Still Got The Blues" von 1990 aufgelegt habe. Heute Morgen warf ich jedoch Judas Priest in den CD-Player in meinem Auto - Just The Best; ein Sampler, auf dem sämtliche Klassiker der Band vertreten sind wie etwa "Evening Star", "Nightcrawler", "Living after Midnight" und natürlich "Painkiller". Wie ich ja schon gepostet habe, macht "Painkiller" beim Autofahren richtig Spaß, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten auf der Landstraße und der Autobahn, hehe. Beim ersten Durchlauf von "Painkiller" bremsten mich leider vor mir fahrende Autos etwas aus, was so gar nicht zu dem coolen, schnellen Solo in der Mitte passt - ich weiß auch nicht, warum die Leute jedes Mal vor der Ruhrtalbrücke kategorisch abbremsen. Es ist ja nicht so, als wenn die Brücke dort erst gestern wie von Geisterhand in die Landschaft gewachsen ist, eigentlich existiert sie schon seit mehreren Jahrzehnten...

Beim zweiten Durchlauf konnte ich immerhin 140 - 150 km/h fahren, was dann auch sehr gut zum Tempo des Songs passte. Als ich zuhause losfuhr, startete die CD mit "Living after Midnight", ein Song, der richtig gute Laune macht *singundträller*. Der Titel spielt auch eine tragende Rolle in meiner Geschichte "Halloween" in meinem Debüt "Mitten aus'm Pott", denn dort tanzen die Toten auf dem Friedhof an der Haus-Horl-Straße in Dellwig auf diesen Kult-Hit.

Marina hat mir gestern Abend noch einen sehr sexistischen Werbe-Spot für DUREX-Kondome gemailt. Hehe!! Ich saß hier gerade mit breitem Grinsen vor meinem Rechner, als ich den Clip anschaute :o))) und ich grinse immer noch breit. Meine Güte, was sind wir wieder sexistisch...gestern Nachmittag wollte ich nach 16 Uhr noch zum Briefkasten auf der Benrather Straße, um das Abschlusspaket einer Kundin zu versenden und Marina bat mich, auch von ihr private Post mitzunehmen. Klar, warum auch nicht...das Briefchen ging an "Lovefilms", was bei mir natürlich die wildesten Assoziationen weckte. Porno...?! :o) Nein, angeblich bekommen sie und ihr Liebster immer zweimal im Monat leihweise DVDs mit Filmen zugeschickt, die NICHT pornographischer Natur sind - haha, wer's glaubt, wird selig, hihi. Nebenbei haben wir dann noch einen Geister-Porno entwickelt. Natürlich wird Liebe nicht auf, sondern überm Küchentisch gemacht. Einer der Geister spricht: "Lass uns über der Tabula [lat. für Tisch] kopulieren!" Hehe!

Sammy erfreute sich gestern Abend nicht nur an der Mondsichel ("Es möndelt!"), sondern auch gemeinsam mit mir an dem Sternbild Geile Gewürzgurke, das in unmittelbarer Nähe des Mondes im Südwesten leuchtete :o). Ansonsten fiel mir auf, dass es im Ruhrgebiet sehr zweideutige Straßennamen gibt, z. B. die Nagelstraße in E-Altenessen, die Tangabucht in E-Gerschede oder auch die Straße Auf dem Hörstchen in Herne. Das wäre ja absolute Situationskomik, wenn eine Dame, die mit einem Hörstchen liiert ist, auf dem Amt die Frage nach ihrem Wohnsitz mit "Auf dem Hörstchen" beantwortet - ein Schelm, wer Böses dabei denkt! :o))

Dienstag, 24. August 2010

Sexistische Dauerwerbesendungen


Fotos:
Marina, Alex, Steffi: (c) Marina Hong, Düsseldorf
Swimming-Pool: (c) Rainer Sturm, Pixelio
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Da Steffi, Marina und ich ja sehr telegen und zudem immer für jeden Spaß zu haben sind, bekommen wir natürlich irgendwann unsere eigene Dauerwerbe-Sendung auf einem Privatsender in den späten Abendstunden. Marina bewirbt die Hit-Collection mit dem Titel "Du Sau - Schweinereien für die heißen Stunden zu zweit". Auf dieser CD-Box sind natürlich total sexistische Titel aller musikalischen Stilrichtungen vertreten, u. a.
  • Rising High (8 Blockx)

  • Horny (Mousse T.)


  • Candy Shop (50 Cent)


  • Und es war Sommer (Peter Maffay)


  • Küss die Hand, schöne Frau (Erste Allgemeine Verunsicherung)


  • Dirty Diana (Michael Jackson)


  • Gib mir mehr (Nicole)


  • Du hast den schönsten A...der Welt (Alex C. feat. Y-Ass)


  • Ich sitz auf seinem Schoß (Tic Tac Toe)


  • Justify my Love (Madonna)


  • Dschingis Khan (Dschingis Khan)


und viele, viele mehr.

Von Marina's sexistischer Musik-Kollektion geht's weiter zu Steffi und mir - ich trage einen Bikini, Steffi einen Badeanzug und gemeinsam sitzen wir in einem Swimming-Pool, dabei stellen wir das neueste Sex Toy "Sonne in Stabform" vor, wobei Steffi öfter rote Bäckchen bekommt und das betretene Gesicht macht. Marina - in bauchfreiem Top und Shorts - tanzt ab und zu im Hintergrund durchs Bild, schwenkt eine Durian und singt "Und als ein Mann sah ich die Sonne aufgehen, und es war Sommer!", damit Steffi und ich auch die passende Überleitung zur Sonne in Stabform haben und wechselweise etwas über die Funktionsweise erzählen können. Die ersten 100 Anrufer bekommen einen Sonne mit Ständer-Aufkleber gratis! Wer per Kreditkarte bestellt, bekommt in jedem Fall ein steifes Würstchen dazu, hihi. (Nein, nicht das, was manche Herren jetzt denken mögen!)
Da ja bei Dauerwerbe-Sendungen auch bekloppte Menschen per Filmeinspieler nicht fehlen dürfen, die ihre Erfahrungen mit dem beworbenen Produkt schildern, gibt es das natürlich auch bei uns. Thorsten singt mit mir im Duett in einem Trailer: "Hoho, die Hex ist tot! Die Hex ist tot!" [Bekannt aus "Die Nackte Kanone 2 1/2"!] Ingo die Mördermuschel z. B. hält die Sonne in Stabform in die Luft, streicht sich durchs Haar und sagt mit rauchigem Timbre in der Stimme: "Oh jaaa...definitiv toll!" Der Charmin Bear traut sich gar nicht, das Teil anzugucken und versucht, es außer Reichweite der Kamera zu halten, während er stammelt: "Nee, möcht ich nich...ich kann nicht!" Eine durchgeknallte Blondine, der schon bald vor Begeisterung die Augen aus den Höhlen fallen (so wie damals in der Dauerwerbesendung für das Restform High Rise Luftbett), referiert: "Also, diese Sonne in Stabform...sie ist so beSTÄNDig! Es ist eine sehr schön geformte Sonne!" Ein Prolet mit übermäßiger Körperbehaarung liegt lässig auf seinem Bett mit Leoparden-Bettzeug und labert: "Jo, meine Sonne ist erst nach einigen Minuten einsatzbereit - das ist bei der Sonne in Stabform in nicht mal 15 Sekunden erledigt. Ich bin wirklich überrascht!" Seine neben ihm liegende Partnerin grinst nur wissend vor sich hin...Annette hält die Sonne in Stabform in die Kamera, lacht die ganze Zeit und kichert: "Haha, das ist ja komisch!" *lachtot* Thomas weiß nicht so ganz, was er damit machen soll und fragt sich, was seine Chefs jetzt machen würden, wenn sie die Sonne in Stabform in der Hand hätten - soll er jetzt nett zu der Sonne in Stabform sein? Da er es immer noch nicht weiß, tanzt er drucksend herum und lässt fast die Sonne fallen. Marina raucht derweil einen Fliegenpilz und reicht ihren beiden Mit-Moderatorinnen auch einen.

Dienstag, 29. Juni 2010

Also, manche Werbefachleute spinnen!

Das hat schon Joscha Sauer teilweise auf seiner Homepage nichtlustig.de festgestellt im Hinblick auf veraltete Cornflakes-Packungen, dann dieser Knorr-Werbespot für Mamas Allerlei (bei Regen kann man ja nicht vor die Tür, um einkaufen zu gehen...), der Werbespot für die Chinesische Wok-Pfanne ist auch nicht viel besser, das ZDF nervt mit ewig gleichen Spots für Prostagutt Forte & Co. bzw. Medikamente gegen Sodbrennen, aber den neuesten Vogel schießt jetzt Henkel mit seinem neuen Hygiene-Waschmittel ab! Im Fitness-Studio sitzt ein durchgeschwitzter Kerl (WOW!) auf einem Trainingsgerät und steht von selbigem auf, um duschen zu gehen, aber die beiden Weiber, die das Gerät anschließend benutzen wollen, gucken so angewidert, als wenn der Kerl Pest, Tbc oder sonst eine eventuell tödliche Infektionskrankheit übertragen würde. Dieser Hygiene-Fimmel und dieses total schlechte Schauspiel der beiden Weiber hat schon groteske bis neurotische Züge an sich. Wenn ich ein Fitness-Studio benutze, ist mir klar, dass da vorher schon andere drauf waren und dass die mehr oder weniger geschwitzt haben - der Kerl sah nun wirklich nicht aus, als wenn er sich drei Wochen nicht mehr geduscht hätte, sondern einfach nur durchgeschwitzt vom Training. Hm, ich bin zwar gegen angeschimmeltes Essen, Toiletten, die seit Jahren nicht mehr gereinigt wurden u. ä., aber ein bisschen Dreck ist eigentlich gut für's Immunsystem - auch zu große Reinlichkeit kann nämlich zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Waschmittelhersteller kriegen jetzt wohl alle nen Hygiene-Wahn - Sagrotan hat's vorgemacht und Henkel zieht nach?! Allerdings frage ich mich eher, wie manche Werbefachleute drauf sind. Da ist es ja kein Wunder, dass manche Muttis mit Hygienefimmel tatsächlich in einem Eltern-Magazin nachfragen, ob es für ihr Kind nicht schädlich sei, es auf den Mund zu küssen *stöhn*. Hm, als das Kind gezeugt wurde, hat sie den Kindsvater bestimmt auch geküsst - hm, oder vielleicht auch nicht, denn das ist unhygienisch, haha. Also wurde dabei die Luft angehalten (Stöhnen verboten...), denn auch in der Atemluft können Viren enthalten sein und man guckte sich dabei auch gar nicht erst an...tolles Liebesspiel, wirklich. Dabei ist Küssen an für sich gut für die Gesichtsmuskulatur, den Gemütszustand UND für das Immunsystem! ;o)

Dienstag, 18. Mai 2010

Die bescheuertesten Werbespots

Eigentlich wollte ich Marina gerade den alten Kijimea-Werbespot mit den beiden falsch lächelnden Damen zeigen (nicht die neuere Fassung mit dem afrikanischen Krieger, der wenigstens noch sympathisch rüberkommt!), doch der war leider im World Wide Web nicht zu finden. Es muss doch einen Grund geben, warum der Spot mit den beiden Trusen recht schnell gegen den mit dem afrikanischen Krieger ausgetauscht wurde...

In Internet-Foren ist dieser Spot auch nicht gerade beliebt. Echt, die ältere Dame sitzt da in Decken eingemummelt auf ihrer Couch, Schal um den Hals, Taschentuch griffbereit, und eine etwas jüngere Frau - vermutlich die Tochter - lächelt so falsch, als wenn sie ihrer Mutter heimlich Gift ins Essen gemischt hätte. "Geht's dir nicht gut?!" (Was für ne bescheuerte Frage - natürlich hat jeder, der sich gut fühlt, auch immer ein Taschentuch vor der Nase und im Haus nen Schal um den Hals...) Die Mutter schüttelt lächelnd den Kopf und führt andeutungsweise schon mal wieder ihr Tempo an die Nase. Echt, die beiden Frauen...ich hab die Werbung nur vier- oder fünfmal gesehen, aber DAS hat gereicht!

Die Hitliste der beklopptesten Werbespots - von mir erstellt, auch durch Anregung von diversen Internet-Nutzern:

  1. Kinder Schoko-Bons (vor allem die etwas merkwürdigen Reime der beiden Jungs, die sich immer wieder gegenseitig das letzte Schoko-Bon klauen...)
  2. Briefgold.de (auch das war ja schon Thema in meinem Blog - "Machen Sie Ihr Gold zu Geld!")
  3. Activia und Actimel, weil diese Werbung nach Meinung mehrerer Internet-Nutzer eine reine Verarschung für Gesundheitsfanatiker mit Jugendwahn ist ;o). Insbesondere der Spruch "Seit ich Activia esse, fühle ich mich weniger aufgebläht..." geht den meisten - auch mir - ziemlich auf den Senkel
  4. Media Markt - mit Mario Barth (zu dem ich ja schon im letzten Blog-Eintrag was geschrieben hatte. Als wenn Frauen so blöd sind, Blu-Ray für einen omnipräsenten Schauspieler zu halten...)
  5. Kijimea (siehe oben)
  6. Meditonsin ("Ich glaub, ich krieg ne Erkältung...")
  7. Mütter in der Werbung, weil die dort grundsätzlich immer zu freundlich und/oder pädagogisch wertvoll sind...("Nee, du, lass mal, ich geb den Kindern nicht irgendwas, sondern Nimm 2! Da sind wertvolle Vitamine drin...")
  8. Knorr's Mamas Allerlei - auch darüber habe ich ja hier schon gebloggt ;o). Die armen Blagen aus Zucker können nicht mit Mutti einkaufen gehen, weil sie weggespült oder aufgelöst werden, sobald es regnet - stattdessen gibt's dann Gammelfleisch, das dort noch wie von Zauberhand im Kühlschrank vor sich hin fleddert, mit ein bisschen angedrögtem Gemüse, wobei das alles ja durch die Knorr-Gewürzmischung übertüncht wird...
  9. Werbung für Medikamente gegen Sodbrennen. Der Typ im Anzug, der dauernd Feuer speit, weil Sodbrennen äußerst schmerzhaft ist (stimmt ja auch) sowie diese Dame mit dem untervögelten Gesichtsausdruck, die frustriert mit Freunden beim Essen am Strand sitzt bzw. schlaflos mit ebenfalls untervögeltem Gesichtsausdruck neben ihrem Typen im Bett liegt...Letztere ist die Werbung für Pantozol Control, wobei in diesem Zusammenhang schon festgestellt wurde, dass Pantozol insbesondere in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten (aber wohlgemerkt auch OHNE die Einnahme weiterer Präparate!) mehr Schaden anrichtet als es nützt - Magenbluten, Gastritis, Magengeschwüre...
  10. Gingium. Wenn ich schon diesen Chef-Typen im Anzug sehe, der scheinbar intellektuell gewitzt seinen Mund verzieht, als ihm der Name seines Mitarbeiters am Aufzug nicht einfällt. Damit beglückt uns das ZDF praktisch allabendlich im Vorabendprogramm, ähnlich wie mit dieser Sodbrennen-Scheiße...einige Leser, die Briefe an an Programmzeitschriften senden, sind ja schon total genervt, dass das ZDF fast ausschließlich Medikamenten-Werbung macht :o/.

Donnerstag, 18. März 2010

Briefgold mit neuem Werbeträger

Abgesehen davon, dass Briefgold von praktisch allen Internet-Nutzern, die Erfahrung damit haben, als unseriös eingestuft wird, nervt der Typ mit seinem stieren Blick im dazugehörigen Werbespot ziemlich. Deshalb sollten wir diese Bratze vielleicht durch Thomas ersetzen, denn das hätte dann wenigstens was Lustiges an sich, während Marina (die ja schon mal während ihres Studiums vier Wochen in einem Call Center gejobbt hat, hihi), Steffi und ich wieder die treuen Call Center-Mitarbeiterinnen sind, die Sprech- und Denkblasen überm Kopf haben.

Bei Thomas als Werbeträger sähe der Spot dann so aus - inklusive Hüftkreisen, Verwindungen und Rumzappeln:

Ja, hm, ich weiß nicht...haben Sie vielleicht alten Goldschmuck, den Sie nicht mehr benötigen? Wenn ja, könnten Sie Ihr Gold zu Geld machen - hm, was meinen Sie? Gerne können wir Ihnen ein Goldkit schicken - aber nur, wenn Sie es wünschen - und Sie könnten uns dann Ihren Schmuck schicken, aber selbstverständlich nur, wenn Sie das möchten. Ich weiß nicht, unsere Experten würden dann Ihren Schmuck zeitnah und möglichst umgehend bewerten und Ihnen eventuell mit besten Grüßen Geld überweisen...ja, hm, ich weiß nicht, Sie können meine Damen hier im Call Center gebührenfrei anrufen und Ihr persönliches Goldkit auch anfordern. Die Drei sind qualifiziert dafür, glaube ich!"

Die Sprechblasen der drei engagierten Call Center-Mitarbeiterinnen!

Marina: "Kiwi! Äpfel! Pomelo! Goldene Obstzeiten!" *strahlundignorierthomas*
Steffi: "Meine Güte, Thomas...!" *stöhnundverdrehdieaugen*
Alex: "Thomas kennt sich bestimmt nicht mit Vögeln aus!" *kicherundhabspaß*

Briefgold die Zweite


Foto: (c) Margot Kessler, Pixelio
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Da auf www.youtube.com mittlerweile alle möglichen Verarschungen zu dem Briefgold-Werbespot existieren (nachsynchronisierter Ton, eingefügte Sprechblasen u. ä.), habe ich mir auch einen Werbespot(t) einfallen lassen.

Unser aller Freund mit dem stieren Blick und dem vertrauenserdrückenden Gesicht, der Marina an einen Pornodarsteller erinnert, geht langsam durch das Call Center, während er die Vorgehensweise bei Briefgold erläutert. Im Hintergrund sitzen Marina, Steffi und ich nebeneinander in besagtem Call Center und haben diverse Sprechblasen überm Kopf.

Marina: "Ich mag diesen Blick nicht! Ich will Obst!"
Steffi:
"Ich möchte gerne drei Salatcups bestellen - meinen bitte ohne Hähnchenfleisch und Schinken!" (Unsere Steffi ist nämlich Vegetarierin!)
Alex: "Thorsten, kennst Du Dich eigentlich mit Vögeln aus?!"

Natürlich haben wir unsere Arbeitsplätze auch hübsch dekoriert - Steffi hat vor sich mehrere kleine Kunststoffkühe, die man als Wasserpistole zweckentfremden kann, Marina hat neben ihrer Lieblings-Ü-Eier-Figur Henry auch noch dekorativerweise Obst vor sich drapiert und ich habe auf meinem Schreibtisch Gesellschaft von meinen Lieblingsstofftieren Sammy und Ecki.

Die Szene schwenkt kurzfristig zu der Dame, die ihr gefülltes Goldkit an Briefgold gesendet hat und überrascht darüber ist, wie schnell die Zahlung von 473 € erfolgte.

Die Szene wechselt wieder zu dem Typen mit der schrecklichen Bratze zurück. Er spricht mit bedrohlichem Gesicht: "Machen Sie Ihr Gold zu Geld!" Danach haben Marina, Steffi und ich diverse Denkblasen über dem Kopf.

Marina: "Der Typ ist so porno...die Sau!"
Steffi: "Steffi muss töten!"
Alex: "Thorsten kennt sich mit Vögeln aus. Ha!"


Kleiner Hinweis am Rande:
Keine von uns hat je in einem Call Center gearbeitet, wobei wir eine solche Laufbahn auch nicht anstreben. Für Briefgold würden wir allerdings ohnehin nicht arbeiten wollen, zumal das Ganze auch nicht sehr seriös sein soll...

Mittwoch, 17. März 2010

Machen auch Sie Ihr Gold zu Geld!

Gerade habe ich Marina in der Pause per youtube.de den Werbespot zu "Briefgold" vorgeführt, der wohl auch bei vielen anderen Fernsehzuschauern nicht besonders gut ankommt (wen wundert's?), denn es existieren zig Parodien davon unter youtube. Als Marina den Typen sah, meinte sie, dass er sie an nen Porno-Darsteller erinnern würde *kicher* und sein blaues Hemd fand sie irgendwie auch nicht so prall. Tja, da lag Steffi ja gar nicht so falsch, als sie den Typen in meinem Blog von heute früh zur Prostitution anstiften wollte, damit er sein Gold zu Geld machen kann....

Einigen Zuschauern ist auch aufgefallen, dass der Typ nicht einmal blinzelt, während er da rumlabert und die Zuseher animieren möchte, ihren Schmuck an Briefgold zu senden. DAS hatte ansonsten bisher nur Anthony Hopkins alias Hannibal Lecter in "Das Schweigen der Lämmer" geschafft. Bei dem Typen sollte es wohl eher heißen "Das Schweigen der Goldkits"...

Montag, 15. März 2010

Komische Werbespots

Das ZDF glänzt ja sogar dadurch, dass es im Vorabendprogramm ständig nur medizinische Werbespots sendet - gegen Sodbrennen, nächtlichen Harndrang, Gelenkentzündungen etc. Darüber sind außer mir noch einige andere Zuschauer genervt, wie man diversen Leserbriefen aus Programmzeitschriften entnehmen kann. Mittlerweile kommen wenigstens ab und zu mal Spots für Back-Camembert von Alpenhain oder für Autos von Renault, meist Clio oder Scénic.

Noch schlimmer finde ich allerdings zwei Spots, die meist auf VOX gezeigt werden: 1. Briefgold.de und 2. die neue Werbung von Knorr für "Mamas Allerlei".

Der Kerl, der für Briefgold wirbt, soll zwar seriös wirken, macht auf mich aber eher einen vertrauenserdrückenden, fast schon bedrohlichen Eindruck. "Machen Sie Ihr Gold zu Geld!" Fehlt nur noch, dass er "Wenn Sie's nicht tun, dann GNADE IHNEN GOTT!" hinterher setzt. Ich weiß zwar nicht, welche Unternehmensberatung diesen Spot konzipiert hat, aber offensichtlich soll dieser angeblich bierernste Gesichtsausdruck wohl Seriosität repräsentieren. Viele sind ja der Überzeugung, dass lachende Menschen unseriös sind - na, wenn das so ist, sind sowohl ich als auch einige der Menschen aus meinem Dunstkreis gerne unseriös. Angesichts der aktuellen Politik und Weltwirtschaftskrise sieht man ja, wo uns die vermeintlich seriösen, bierernsten Anzugträger hingebracht haben...

Der Spot für Knorrs "Mamas Allerlei" kommt zwar vom Grundsatz her sympathischer rüber, aber es ist schon interessant, dass die Mutter mit ihren zwei Kindern - die eigentlich das Alter haben, um in den Kindergarten bzw. die Schule zu gehen - nicht einkaufen gehen kann, weil es draußen regnet! Stattdessen gibt es dann Resteessen mit Karotten und Fleisch, das sich zufällig noch im heimischen Kühlschrank tummelt.

Ich frage mich nur, wie ich mir das vorzustellen habe, wenn weder die Mutter noch die Kinder bei Regen vor die Tür gehen. Fehlen die Kinder dann dauernd im Kindergarten oder in der Schule, weil es regnet? Ist der Kühlschrank während einer Regenperiode dauerhaft leer, weil die Mutter nicht vor die Tür gehen möchte? Für solches Wetter gibt es eigentlich Regenjacken und Schirme. Ich glaube, Sabine und Oscar würden uns die Kündigung verpassen - und zwar vollkommen zu Recht - wenn Marina, Steffi und ich nicht am Arbeitsplatz erscheinen würden mit der Begründung, dass es draußen regnet und man uns nicht zumuten kann, von zuhause bzw. vom Parkhaus oder der Haltestelle aus im Regen zur Bank zu laufen. Der Spot ist ja in der Hinsicht vollkommen neben der Spur! Fällt den Werbefachleuten eigentlich nix Besseres ein, als Regenwetter als Begründung für Resteessen mit freundlicher Unterstützung von Knorr zu vermarkten? Da war ja wieder jemand selten kreativ.

Als ich noch ein Kind war, habe ich mit meinen Freunden bei Regenwetter im Matsch auf Schlacke gespielt und erkältet waren wir trotzdem so gut wie nie. Regen hat noch nie jemandem geschadet, zumal man dann die Welt auch mal aus einer anderen Perspektive sieht, die nicht weniger spannend ist als trockenes Wetter. Und wir sind auch oft genug im Regen mit dem ÖPNV zur Schule gefahren bzw. nach Hause zurück und wir leben auch noch. Deshalb ist dieser Werbespot einfach nur Quatsch und nicht ganz logisch. Werbefachleute, wo ist Euer Verstand?

Dienstag, 24. November 2009

Werbe-Spot(t)s

Steffi, Marina und Alex haben lukrative Werbeverträge angeboten bekommen, für die sie zumindest kurzzeitig von ihren Trauminseln in die Bundesrepublik zurückkehren. Natürlich werden auch einige ihrer Mitbewohner mitgenommen, insbesondere jene, die in den Werbespots mitwirken sollen.

Steffi macht Werbung für ein neues, translucides Make-up. Der Spot ist angelehnt an einen Clip mit Til Schweiger, in dem er von zwei hübschen Damen gekidnappt wird, nachdem sie sein perfekt rasiertes Gesicht und seine perfekt rasierte Brust ins Visier genommen haben. Zum Schluss sitzt er zwischen den beiden im Auto und wird im Gesicht befingert mit den Worten "Verboten gut aussehen".

Steffi sitzt vor dem Innenspiegel eines Autos, hört dabei Joe Cockers "You're so beautiful" und trägt das translucide Make-up Made (c) Translucide Moon auf. Wenig später sitzt sie in einer Düsseldorfer Cocktail-Bar, umringt von mehreren Frauen, die ihr Gesicht streicheln und Steffi anhimmeln. Steffi grinst schüchtern und eine tiefe, weibliche Stimme spricht: "Verboten gut aussehen!" Steffi mit roten Bäckchen: "Ich fühl mich schön mit Made!"

Marina bewirbt ein Haarshampoo mit natürlichen Inhaltsstoffen, das speziell auf die Bedürfnisse von blondem, brünettem, rotem, schwarzem, trockenem, fettigem, splissigem, langem, kurzem, getöntem, gesträhntem, gefärbtem, schütterem, feinem, grauem und weißem Haar abgestimmt ist. Sie steht fröhlich unter einer Dusche, shampooniert sich das Haar und ruft dabei vor lauter Begeisterung Obstsorten in die Gegend rein. "Zitrone! Ananas! Kiwi! Mango! Papaya - ja, VERBAL (c) Essenz! Macht mein Haar fruchtig und fluffig!"

Alex dreht zusammen mit Thomas einen Werbespot(t) für HIEVTA (c) Treppenlifte. Thomas guckt, wie im Original-Spot auch, traurig aus der Wäsche, als vor dem Nachbarhaus ein Umzugswagen hält und das Nachbarsehepaar (52 und 51) umsiedeln muss, weil es die Treppe nicht mehr schafft. Alex führt ihn zurück ins Haus mit den Worten: "ICH habe die richtige Entscheidung getroffen!" Thomas blickt sie erwartungsvoll an, als er den HIEVTA Treppenlift sieht. Alex fährt damit in die erste Etage und zeigt ihm, wie leicht das geht, dann schickt sie den Treppenlift wieder nach unten, damit er es auch ausprobieren kann...normalerweise würde er sich da jetzt total beseelt reinsetzen und mit zunehmend entspanntem Gesicht nach oben fahren, aber diese Einstellung muss mehrfach wiederholt werden, weil Thomas etwas unschlüssig ist. "Ja...hm...ich weiß nicht...was meinst du, Alex? Soll ich mich da wirklich reinsetzen?", begleitet von Pirouetten, steifem Hüftkreisen, Steptanz und Verwindungen oder "Bin ich schon drauf?" (Alex' Kommentar: "Na, drunter biste nicht!").

Als Thomas nach der 3o. Wiederholung endlich oben angekommen ist, strahlt er Alex natürlich total beseelt an - so wie die Dame im Original-Werbespot ihren Mann - und freut sich, dass Alex und er in ihrem Haus wohnen bleiben können.

Trotz der lukrativen Gage sind alle froh, als sie auf ihre Inseln zurückkehren können. Die Reaktionen auf die Spots fallen in der Bundesrepublik sehr unterschiedlich aus, insbesondere bei Leuten, die die Protagonisten persönlich kennen. Eine kleine Auswahl:

  • Arno, als er den Spot mit Steffi sieht: "Steffi, du alte Womanizerin! Wie kannst du nur so verboten gut aussehen?! Du hast mir schon letztens alle Weiber ausgespannt..."
  • Die Frauengruppe Frauenstein e. V. aus Essen ruft direkt beim Sender an und möchte Steffis Kontaktdaten, um mit ihr in engeren Kontakt zu treten
  • Dieter und Marianne Döll aus Essen-Bedingrade, als sie Thomas zusammen mit ihrer Tochter im HIEVTA-Werbespot sehen: "Der ist bestusst!"
  • Der Obsthändler Oliven-Otto aus Freiburg möchte Marina als Werbefigur für sein Obstgeschäft gewinnen, weil sie so schön Obstsorten rufen kann
  • Petra aus Düsseldorf-Rath, als sie Thomas in der HIEVTA-Werbung sieht: "Ich fühle mich gerade etwas gemartert!"
  • Eine Grundschulklasse aus Velbert möchte Marina für ein Kunstprojekt mit Obst gewinnen
  • Der Zentralfriedhof in Wien zu allen drei Spots: "Gruftig gut!"
  • Das Bestattungshaus Smile & Die in Essen-Altenessen entschließt sich, nachdem die Mitarbeiter den Spot mit Steffi gesehen haben, das neue translucide Make-up von Made für ihre Verstorbenen zu nutzen, damit auch die bei der Aufbahrung verboten gut aussehen
  • Die Rütli-Schule in Berlin möchte wissen, was eigentlich Papayas sind und ob man die rauchen kann
  • Eine kinderlose Seniorin (82) aus Bottrop-Welheim möchte Thomas adoptieren.

Die drei Damen und Thomas bekommen davon auf ihren Inseln nur ansatzweise etwas mit und freuen sich stattdessen, dass sie wieder zuhause sind und dort ihr fröhliches Leben leben können.

Montag, 21. September 2009

Lustiges Vorstellungsgespräch

Heute war es mal wieder soweit: ein Termin als Fallmanagerin bei einer Beschäftigungsgesellschaft! Ehrlich gesagt kam ich mir eher vor wie bei einem Kreuzverhör (in Personalerkreisen nennt man es auch Stress-Interview) und es wurde so ziemlich alles in Abrede gestellt, was ich kann - außer meine Leistungen im Bereich Sekretariat/Assistenz, und selbst da hörte ich an einigen Ecken schon Zweifel heraus, auch wenn das durch das Argument entkräftet wurde, dass ich ja in den ganzen fast neun Jahren, seit ich mit dem Studium fertig bin, nur zwei Wochen arbeitslos war, also muss ich ja irgendwas gut und richtig gemacht haben. Vielen Dank auch, das weiß ich selbst, zumal meine bisherigen Arbeitgeber praktisch alle mit mir zufrieden waren.

Nett ist auch, wenn man erst im Gespräch erfährt, dass die Stelle ohnehin nur bis 31.12.2009 befristet ist - über einen entsprechenden Hinweis in der Ausschreibung hätte ich mich mehr gefreut, denn dann hätte ich mich gar nicht erst beworben, aber: es kann ja immer mal wieder Personalbedarf bestehen...die Rahmenkonditionen waren okay, aber das war's auch schon. Meine Motivation und generalistischen Qualifikationen zählten wohl weniger; egal, was ich sagte. Irgendwie beurteile ich das Ganze als "Trainingsmaßnahme" für künftige Gespräche, aber ansonsten eher als reine Zeitverschwendung. Die haben aus meinem Lebenslauf gesehen, dass ich noch nicht jahrelang als Dipl.-Päd. Sozialarbeit gemacht habe, also hätten sie mich gar nicht einladen müssen - obwohl: ich war schon mal sozialarbeiterisch tätig und habe hier ja auch mit unseren Kunden zu tun. Auch wenn das keine Hartz IV-Empfänger sind, haben auch die ihre individuellen Problemlagen - Mobbing, Burn-out, Angst vor der Arbeitslosigkeit, psychische Probleme, schwer erkrankte Familienmitglieder etc. Wenn das alles nichts ist, dann weiß ich es auch nicht mehr...!

Auch mit meinem Bewerbungswissen, das sehr gut bei Suite101.de läuft und wegen dem mich der Verlag der deutschen Wirtschaft zur Expertin ausgewählt hat, konnte ich da nicht punkten. Ich hätte im Anschreiben aufnehmen sollen, warum ich über mein Jahr bei einer IT-Firma, bei der ich allerdings über eine Zeitarbeitsfirma eingesetzt war, kein Arbeitszeugnis habe. Irgendwie schien der Herr nicht ganz auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein, denn solche Erklärungen bieten sich eher für ein persönliches Gespräch an. Wenn man direkt im Anschreiben potentielle Arbeitgeber mit der Nase auf Negatives in irgendeiner Form stößt (schlechtes oder fehlendes Zeugnis, fehlende Kenntnisse oder nur Grundkenntnisse, längere Krankheit oder Arbeitslosigkeit etc.), dann muss man die Bewerbung gar nicht erst versenden, dann kann man sie auch direkt zur Hölle fahren lassen.

Es geht um Werbung in eigener Sache - deshalb heißt es auch BEWERBUNG - und nicht darum, den Arbeitgeber schon im Vorfeld davon zu überzeugen, dass es unter den Mitbewerbern einige, viel geeignetere Kandidaten gibt, denn das entscheidet immer noch er selbst. Das wäre genauso, als wenn für die Zahnpasta Signal geworben wird und die in ihren Werbespots direkt den impliziten oder expliziten Hinweis unterbringen, dass Blendi oder Blendax Antibelag viel besser für die Zähne und die Zahnreinigung sind *kopfschüttel*.