Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
Dienstag, 11. August 2015
Lustiges aus der Schule :o)
Sowohl Lehrer als auch Schüler hatten früher, als ich noch das B. M. V.-Gymnasium in Holsterhausen besuchte, öfter lustige Sprüche drauf :o). Einige davon sind sogar in Schülerzeitungen verewigt worden. Eine kleine Auswahl folgt jetzt! :o))
Damenbart?
Meine Mitschülerin Bianka stellte in einer Deutschstunde fest: "Da war gerade ein Lehrer mit Bart an der Türe!"
Daraufhin meine damalige Deutschlehrerin: "Ach, Schwester Alberta?!"
Lieber ein scharfes Schäferhündchen...
Da draußen heißes, sonniges Sommerwetter herrschte, waren wir Schülerinnen in der zehnten Klasse im Geschichtsunterricht ziemlich unkonzentriert, sodass unser Geschichtslehrer beschloss, einen Test mit zu uns zu schreiben, um uns einigermaßen gebändigt zu kriegen. Als er die Fragen an die Tafel geschrieben hatte und wir mit dem Test angefangen hatten, stellte er nach kurzer Zeit fest, dass meine Sitznachbarin Eva bei mir abschreiben wollte. Er hat sie ermahnt und dann mit leichtem Grinsen gesagt:
"Ich bin ein richtig scharfer Hund!"
Selbstkritik ist immer gut
Die Lehrerin des damaligen Französisch-LK stellte zu Beginn des Unterrichts gegenüber ihren Schülerinnen fest:
"Je parle mal aujourd'hui!" ("Ich spreche heute schlecht!")
Doppelt gemoppelt hält besser?
Die o. g. Französischlehrerin führte nach Aussagen ihrer Kursteilnehmerinnen immer Dinge aus wie "Wenn Sie schriftlich was schreiben..." oder "Eine Geisel gefangen nehmen!"
---------------------------
Ich selbst war zwar nicht auf dem GEÜ (Gymnasium Essen-Überruhr), aber die ältere Schwester einer Freundin hat selbiges besucht. Auch da hatten die Lehrer öfter mal ziemlich coole Zitate auf Lager :o) - das scheint in der Schule generell so zu sein, hihi.
Aus fünf mach vier - oder doch besser drei?
Ein Lehrer sagte: "Hey, Ihr Fünf am Vierertisch - und das bei Euch Dreien!"
Wortfindungsstörungen
Ein Lehrer fragte seine Schüler: "Wie heißen die noch mal - die Arme vom Flugzeug?"
-----------------------------
Ich als Leiterin eines EDV-Kurses für Anfänger in Huttrop - also in der Erwachsenenbildung - habe neulich auch einen Klops gebracht, nachdem ich mich bei meinem Kurs vorgestellt hatte und wir so langsam mit dem Unterricht begannen, denn ich sagte zu meinen Schülern: "Wenn Sie was nicht verstehen sollten: Einfach laut winken - ich erkläre Ihnen das auch gerne mehrmals!" :o))
Einen derartigen Kurs gebe ich (noch?) nicht :o)) - (c) Ralph Ruthe
Sonntag, 15. Februar 2015
Man kann Menschen auch den Spaß am Lernen verleiden
Bei meinem E-Check im Jobcenter kam neulich raus, dass ich, was Naturwissenschaften betrifft, eher mäßig bis durchschnittlich begabt bin, was für mich jetzt keine Überraschung war :o), meine Begabungen liegen nun mal eher auf sprachlich-menschlichem Gebiet. Das bedeutet aber nicht, dass mich Naturwissenschaften nicht interessieren - im Gegenteil, wenn eine naturwissenschaftlich orientierte Sendung im Fernsehen gezeigt wird, schaue ich mir diese oft an. Leider hat mir aber die Schule - und da werde ich wohl nicht die Einzige sein - den Spaß an naturwissenschaftlichen Fächern ziemlich verleidet. In der 5. und 6. Klasse hatte ich Physik, wobei ich da sogar mit der Note 2 bis 3 recht gut war, aber ich kann mich nicht mehr an die dort behandelten Themen erinnern. Das liegt vielleicht auch daran, dass alles sehr theoretisch, aber weniger praktisch war. In der 7. Klasse hatte ich dann Chemie, genau wie später in der 9. und 10. Klasse, aber auch da ging es, von einigen Versuchen in der 7. Klasse mit unserer damaligen Lehrerin mal abgesehen, sehr theoretisch zu - manche Lehrkräfte wollten lieber, dass man die gesamte Tabelle mit den einzelnen chemischen Elementen auswendig kennt (Fe für Ferrum = Eisen, NaCl = Natriumchlorid, also Salz, Pb für Plumbum = Chrom usw.), aber der praktische Nutzen kam im Unterricht eigentlich nicht vor. Manche Lehrer verstehen es offenbar, auch aus interessanten Themen eine tödlich langweilige Sache zu machen, denn meine Chemie-Note lag am Ende der gymnasialen Mittelstufe bei einer 4 - zuviel Theorie und trockenes Wissen ist nämlich so gar nix für mich :o).
An der Uni Dortmund, an der ich mein Hauptstudium in Erziehungswissenschaften erfolgreich abgeschlossen habe, hatten wir einen Kommilitonen, der eigentlich Olaf hieß, aber von mir den Spitznamen "Putzi Blödbalg" bekommen hatte :o). Der konnte zwar sämtliche Zitate von bekannten Psychologen, Psychoanalytikern (Freud und C. G. Jung, z. B.) und Soziologen auswendig und konnte sogar exakt sagen, in welchem Buch Freud auf welcher Seite das und das zu einem bestimmten Thema gesagt hat - das ist ja schön, wenn einer Freud aus allen möglichen Quellen zitieren kann, aber leider konnte er das theoretische Wissen nicht in der Praxis anwenden, hihi. In einem sehr praxisorientierten Seminar mit dem Titel "Fallarbeit" war er ebenfalls am Start und nölte dann bei unserer Dozentin rum, dass er mit den Fällen aus der Praxis so gar nix anfangen konnte, denn er brauchte eine konkrete Handlungsanleitung, wie man mit Menschen umgeht *stöhn*. Offenbar hatte sich unserem Super-Theoretiker noch nicht erschlossen, dass es das berühmt-berüchtigte Theorie-Praxis-Problem gibt (dafür war er ja das beste Beispiel...) und Menschen nicht wie ein Koch- oder Backrezept funktionieren, so nach dem Motto "Man nehme 200 g Freud, einen Esslöffel C. G. Jung, eine Prise Soziologie und eine Messerspitze Psychodrama, dann klappt's auch mit dem Klienten." So leicht und gleichförmig funktionieren Menschen aber nun einmal nicht, der Mensch an sich ist in seinem Verhalten, Denken, Fühlen und Handeln wesentlich komplexer als ein Kochrezept. Eine Studienkollegin, die bereits seit dem ersten Semester in Dortmund studierte, hatte mir mal erzählt, dass Putzi Blödbalg seinen Mitstudis in einem Seminar dermaßen auf den Keks gegangen ist, sodass sie ihn mit Papierknüddelchen, Bleiststiften und sogar Zirkeln (!) beworfen haben, aber das puztige Putzi laberte einfach ungerührt weiter :o) - einen Notausschalter, den man ja sonst an Maschinen findet, gab es für ihn offenbar leider nicht. Ich bin überzeugt davon, dass unser Super-Theoretiker Putzi Blödbalg sein Studium mit Auszeichnung abgeschlossen hat, aber ich bin ebenso überzeugt davon, dass er in der Praxis - also im Umgang mit Menschen - öfter mal sehr schnell an seine Grenzen gestoßen ist, weil Menschen nicht nach Lehrbuch ticken. Manche Klienten können auch sehr wenig mit theorielastigem Gelaber anfangen - die möchten lieber praktische Hilfestellungen anstatt sich dauernd Theorien von Freud, Jung oder wem auch immer anzuhören, denn durch das bloße Zitieren der vorgenannten Herrschaften ist noch keinem Ratsuchenden geholfen worden.
Während meines Studiums habe ich anderthalb Jahre in einer Beratungsstelle für Straffällige und deren Angehörige in Essen-Freisenbruch gearbeitet. Ich glaube, jeder meiner Klienten hätte mir einen Vogel gezeigt, wenn ich mich nicht gemeinsam mit ihm/ihr um seine konkreten Belange wie etwa die Entlassungsvorbereitung (Wohnungs- und Arbeitssuche, Krankenkasse, Bankkonto) und seine persönlichen Baustellen gekümmert hätte, sondern ihn stattdessen mit Theorien zugeföhnt hätte :o). Davon hätte er allerdings weder eine Wohnung noch ein Konto bekommen, haha.
Mathe braucht man ja eigentlich immer wieder im Leben - sei es, dass man beim Einkauf Beträge der gekauften Waren überschlagen muss, Rechnungen auf ihre sachliche und mathematische Richtigkeit prüft usw., aber manche können zwar perfekt Kurvendiskussionen, Algebra, Integralrechnung - also die höhere Mathematik - sind dafür aber nicht in der Lage, die normalen vier Grundrechenarten in der Praxis anzuwenden. Ich hatte früher Fahrschüler, die sich etwas darauf eingebildet haben, Mathe-LK zu haben, die aber trotz LK außer Stande waren, den recht einfachen Doppelbruch Geschwindigkeit : 10 multipliziert mit Geschwindigkeit : 10 zu rechnen, haha. Das finde ich bedenklich, auch wenn diese Zahlen lediglich in den theoretischen Bögen abgefragt wurden, aber es nützt mir ja nix, wenn ich zwar Integralrechnung im Schlaf beherrsche, aber im Alltag heillos damit überfordert bin, beim Einkauf beispielsweise Beträge von 2, 5 und 8 EUR zusammenzurechnen.
Vorletzte Woche im Assessment Center für die Existenzgründung bestand ein Teil der Tests auch aus alltagspraktischen Matheaufgaben, für die wir auch keinen Taschenrechner benutzen durften, d. h. es war wie früher in der Grundschule schriftliches Rechnen auf einem Extra-Zettel angesagt. Manche sind angesichts der Tatsache, Zahlen ohne Taschenrechner addieren zu müssen oder einen Durchschnitt aus mehreren Zahlen zu bilden, regelrecht verzweifelt ("Kann ich nicht!") - da hatte ich zum Glück weniger Probleme, auch wenn wir keinen Taschenrechner benutzen durften, denn das schriftliche Rechnen ohne Hilfsmittel beherrsche ich bis heute. Deshalb ist mein Mathe-Test auch gut ausgefallen :o).
Unsere BWL-Dozentin, die wir auch im AC hatten, hat uns den Dreisatz richtig gut erklärt - ich hätte mir gewünscht, unsere damalige Mathelehrerin, die ich von der 5. bis zur 7. Klasse hatte, hätte uns den Dreisatz ebenfalls so anschaulich und gut erklärt wie unsere Dozentin in der Weststadt-Akademie, denn in der 7. Klasse stand ich mit dem Dreisatz ziemlich auf Kriegsfuß, wobei ich da aber nicht die Einzige war :o). Unsere Mathelehrerin erklärte nur das Nötigste und wenn eine etwas nicht sofort gerafft hatte, hatte diejenige halt Pech gehabt - deshalb gab es in mehreren Mathearbeiten, die den Dreisatz zum Gegenstand hatten, auch jedesmal mindestens 15 Fünfen und mindestens fünf Sechsen - und das bei damals 33 Schülerinnen in einer Klasse. Natürlich war nicht der schnelle Husch-husch-Unterrichtsstil ohne jedwede nähere Erklärung an diesem schlechten Ergebnis Schuld - nein, unsere Eltern sollten doch dann lieber uns flott machen, weil wir eh alle nur faul waren. Der Mutter meiner Freundin Cola hat eben jene Mathelehrerin geraten, sie solle eine Stoppuhr auf den Schreibtisch ihrer Tochter stellen, wenn die Mathe-Hausaufgaben macht - geholfen war Cola damit aber nicht und schneller bzw. besser wurde sie dadurch in Mathe erst recht nicht.
Eine Schülerin (Nania?) hatte neulich unter Twitter beklagt, dass sie zwar Interpretationen in vier Sprachen schreiben könne, aber dass ihr jedweder Praxisbezug in der Schule fehlt, z. B. in Bezug auf Miete, Versicherungen, Bankwesen etc. Ich kann das gut nachvollziehen, auch wenn ich mittlerweile fast 22 Jahre aus der Schule bin, denn die Schule bereitet nicht gerade auf das Leben vor. Wie sonst ist es zu erklären, dass manche zwar auf dem Abschlusszeugnis von Gymnasium, Gesamtschule oder Realschule eine Zwei in Deutsch haben, aber in Eignungstests bei Firmen so grottenschlecht in Rechtschreib- und Zeichensetzungstests abschneiden? Das liegt wohl daran, dass manche Lehrer nicht mehr auf die Erstellung fehlerfreier Texte achten, sondern Arbeiten in Sprachen aller Art eher danach beurteilen, ob der Schüler auch schön die Meinung der Lehrkraft widergekäut hat - gerne auch mit acht Fehlern in einem Satz, aber das ist ja dann offenbar zweitrangig.
In einer PowerPoint-Präsentation - Verfasser leider unbekannt - wurde das Problem des Mathe-Unterrichts mal richtig schön zusammengefasst. Früher stand in Textaufgaben beispielsweise "Ein Bauer stellt einen Sack Kartoffeln für 40 DM her und verkauft ihn später für 50 DM. Wie hoch ist der Gewinn?". An solche Textaufgaben kann ich mich auch noch gut erinnern. Die heutige Variante dieser Textaufgabe lautet:
"Ein Bauer stellt einen Sack Kartoffeln für 40 EUR her und verkauft ihn später für 50 EUR. Der Gewinn beträgt 10 EUR.
Unterstreiche das Wort "Kartoffeln" in der Aufgabe und diskutiere das Ergebnis mit deinem Sitznachbarn - aber bitte ohne Messer, Pistolen und sonstige Waffen."
Das mag zwar überspitzt klingen :o), aber so ist es heute leider teilweise wirklich, da es ja nach Meinung einiger Helikopter-Eltern ein traumatisches Erlebnis für ihre Kinder ist, wenn sie tatsächlich von 50 EUR 40 abziehen und selbst rechnen müssen, hihi.
Wenn man jetzt ganz böse ist, würde ich sagen, dass selbst die erste Variante, in der der Schüler noch selbst rechnen musste und das Ergebnis nicht vorgesetzt bekam wie in der zweiten Varianten, nicht ganz der Realität entspricht - von den Zahlen ohnehin mal abgesehen. Sicherlich beträgt der Gewinn für den Landwirt 10 EUR, wenn er den Sack Kartoffeln für 40 EUR hergestellt und ihn für 50 EUR verkauft hat, aber korrekt wäre es eigentlich, vom Reingewinn zu sprechen, denn von den 10 EUR Reingewinn gehen 7 % Umsatzsteuer (also 70 Cent), die Miete für den Marktstand (kalkuliere ich jetzt mal fiktiv mit 2,50 EUR) und ggf. noch Personalkosten für einen eventuell notwendigen Erntehelfer ab. Wenn man davon ausgeht, dass der Erntehelfer den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 EUR bekommt, gehen von den 10 EUR Reingewinn also 8,50 EUR an Personalkosten, 70 Cent Umsatzsteuer und 2,50 EUR Standmiete auf dem Markt ab - dann bliebe sogar noch nicht mal ein Gewinn für den Bauern, sondern sogar ein Minusgeschäft, denn pro Sack wären es 1,70 EUR, die er noch drauf zahlen müsste anstatt einen Gewinn zu erwirtschaften.
Selbst, wenn der Bauer den Sack alleine hergestellt und keinen Erntehelfer beschäftigt hat, der ihm bei der Produktion geholfen hat, gehen von den 10 EUR Reingewinn immer noch, wenn man Standmiete und Umsatzsteuer einrechnet, immer noch 3,20 EUR ab, d. h. der eigentliche Gewinn nach Abzug der Unkosten betrüge eigentlich 6,80 EUR. Soviel zu Theorie und Praxis.
Mit dem Lernen von Sprachen ist das leider auch nicht soviel anders wie in der Mathematik: Auch da beklagte +Sven Krämer neulich in Bezug auf einen Französisch-Kurs an der VHS, dass der deutsche Dozent ihm zwar die Sprache grammatikalisch korrekt beibringt und eigentlich nur korrigiert, wenn er einen Text vorliest - dass die Belgier und Franzosen in ihrem jeweiligen Heimatland ihn dafür aber problemlos verstehen, zählt da offenbar nicht und das ist ja eigentlich das Wichtigste, dass er sich in einem fremden Land in einer anderen Sprache mit den Einheimischen verständigen kann.
Auch kein Deutscher spricht stets einwandfreies Schriftdeutsch, zumal es ja schon regionale Unterschiede im Deutschen gibt. Hier im Ruhrgebiet sagen wir beispielsweise "Brötchen", würde ich mir aber ein Brötchen zum Frühstück in einer Münchener Bäckerei kaufen, müsste ich da schon "Semmel" sagen, weil Brötchen in Bayern eben halt Semmeln heißen. Ehrlich gesagt: Die Beschreibung "semmelblondes Haar" in Büchern für eine Person mit mittelblondem Haar hört sich ja auch schöner an als "brötchenblondes Haar" :o).
In manchen Gegenden können die Menschen mit dem Wort "Schnitte" als Synonym für Butterbrot nix anfangen - da sind dann vielleicht eben die Wörter Butterbrot, Stulle oder Knifte die Begriffe, die verstanden werden. Und wenn beispielsweise ein Amerikaner oder ein Franzose Deutsch in seinem Heimatland in der Schule gelernt hat oder in einem Privatkurs, wäre er über die Ausdrucksweise "scharfe Schnitte" als Synonym für "hübsches Mädchen" bei Jugendlichen sehr erstaunt, denn vermutlich würde der Amerikaner oder Franzose dann nicht an ein hübsches Mädchen denken, sondern an ein Butterbrot, das beispielsweise mit Chili- oder Peperoni-Paste bestrichen ist, hihi. Jede Sprache hat ihre eigenen Besonderheiten, und das nicht nur regional - das gilt für die deutsche Sprache ebenso wie für die englische/amerikanische, die französische, arabische oder welche Sprache der Welt auch immer. Ich bin beispielsweise überzeugt davon, dass ein gebürtiger Pariser ein etwas anderes Französisch spricht als jemand, der aus Nantes, Marseille oder einem Dorf der Provence kommt. Grammatikalische Korrektheit ist ja bei der schriftlichen Korrespondenz hilfreich - im Umgang mit den Menschen in einem fremden Land kann das aber schwierig werden, weil kein Native Speaker, egal in welchem Land, so spricht, wie man es in einem Kurs oder in der Schule lernen würde.
Samstag, 28. Juni 2014
Die Beichte von Sammys Kindern :o)
Trimet-Aluminium - (c) luftbild.de
Gestern mussten Sammys Kinder Rudolf-Dieter und Chantal ihrer Mama beichten, dass sie einen Test in Sachkunde total verhauen hatten - Rudolf-Dieter hatte eine 5+ (das ist wohl die undankbarste Note, die es gibt, da würde eine 4- zumindest besser klingen) und Chantal eine 5-. Chantal hat ihrer Mama aber gesagt, dass es sogar noch zwei Kinder gab, die noch schlechter waren als sie, weil der Plüsch-Goldfisch Goldi und der Plüsch-Pelikan Hannibal sogar eine 6 geschrieben haben - diese Argumentation kommt mir aus meiner eigenen Schulzeit so bekannt vor :o). "Mama, ich hab zwar ne Fünf in Mathe, aber du musst dich nicht aufregen - vier andere hatten eine Fünf minus, sieben sogar ne Sechs und wir hatten fast 20 Fünfen!"
Sammy hatte zu ihrer Schulzeit zwar schon die gleiche Sackundelehrerin wie ihre Kinder - nämlich Frau Pappelfall, die mit wenig Humor ausgestattet ist - aber das Abschneiden ihrer Kinder beim Test hat Sammy nicht wirklich erfreut. Bei dem Test ging es um die Stadt Essen und ihre Geschichte, sodass angesichts einer 5+ und einer 5- da nur von sehr rudimentärem Wissen auszugehen ist. Weder Rudolf-Dieter noch Chantal wussten, wer Wilhelm Nieswandt war, nämlich der Oberbürgermeister von Essen zwischen 1956 und 1969. Die Frage, was sich in Vogelheim befindet, beantwortete Chantal mit den Worten "Die Werkstatt von Larry Leichenwagen". Das ist zwar richtig, denn Sammys Brüderchen Ecki hat bei Larry Leichenwagen in Vogelheim erst seine Ausbildung gemacht, danach als Geselle dort gearbeitet und sogar seine Meisterprüfung abgelegt, aber das wollte Frau Pappelfall natürlich nicht wissen - sie meinte eigentlich den Essener Stadthafen, der sich von Bergeborbeck rüber nach Vogelheim und Altenessen erstreckt :o).
Leider wusste Chantal auch nicht, wo die Schachtanlage Neuessen gestanden hatte - nämlich in Vogelheim und in Sammys Lieblingsstadteil Altenessen :o). Von 1900 - 1911 handelte es sich um eine Großzeche im Essener Norden. Zu dieser Schachtanlage gehörten auch die Zechen Fritz-Heinrich und Emil mit diversen Schächten, die recht nahe an der Emscher standen. Tja, in Altenessen-Nord gibt es eine Neuessener Straße, zum Stadthafen gehört in Vogelheim/Grenze Altenessen ein Gewerbegebiet mit dem Namen Emil-Emscher, aber das hatte Chantal wohl nicht so auf dem Schirm :o). Rudolf-Dieter konnte immerhin "Altenessen" als Antwort geben, wobei das ja nur zu etwa 50 % stimmt.
Ebenso wollte Frau Pappelfall wissen, was der blau-weiß gestrichene Turm in Bergeborbeck repräsentiert. Rudolf-Dieter und Chantal schrieben zumindest "irgendeine Alu-Hütte" - es wäre Trimet Aluminium gewesen, hihi - während Goldi und Hannibal schrieben: "Der blau-weiße Turm ist ein blau-weißer Turm, der einfach nur die Landschaft verschandelt."
Sammy bekam fast einen Schreikrampf, weil ihre beiden Kinder nicht wussten, was die Villa Hügel ist, nämlich der alte Familiensitz der Familie Krupp bzw. von Bohlen und Halbach. Ihre beiden Sprößlinge beantworteten die Frage nach der Villa Hügel mit den Worten "Die Villa Hügel heißt so, weil sie auf einem Hügel steht." :o)) Das ist zwar richtig, dass die Villa Hügel in den Hügeln des Essener Stadtwaldes steht und es sogar einen Haltepunkt Essen-Hügel gibt, aber die Familie Krupp hatten Sammys Kinder vollkommen ausgeblendet, hihi.
Donnerstag, 6. September 2012
Sammy und die Mathearbeiten ihrer Kinder
Sammy stand ja mit der Mathelehrerin schon damals auf Kriegsfuß, weil die nicht gerade viel Humor und Stofftierverständnis hatte - und für Sammy, die ja in Mathe nie über ne 3 hinausgekommen ist, schon gar nicht. Diese Lehrerin hat nun über Rudolf-Dieter ins Klassenbuch geschrieben: "Rudolf-Dieter ist ein mathematisch begabter Frechdachs!" :o)) Böser Rudolf-Dieter, Du kannst doch nicht einfach im Mathe-Unterricht lachen, weil der ja total bierernst und seriös ist *hust*.
Nun sind die Kleinen gespannt, wie ihr Diktat ausgefallen ist, das sie gestern geschrieben haben. Da war Sammy auch immer besser als in Mathe bzw. da ging's mir auch ähnlich wie ihr. In Deutsch hatte ich immer ne 2 auf'm Zeugnis - außer einmal in der 8. ne Drei - aber in der Oberstufe fiel ich dann in Deutsch ab, weil da kein Wert mehr auf gute Ausdrucksweise, Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik gelegt wurde, sondern darauf, wer dem Lehrer am besten nach dem Mund labern konnte. Da war's dann auch egal, wenn einer kaum nen deutschen Satz fehlerfrei schreiben konnte - Hauptsache, man ist dem Lehrer in ein bestimmtes Körperteil gekrochen, in dem die Sonne nie scheint, da kann man ja dann auch über ganz dicke Fehler schon mal hinweg sehen *stöhn*. Kein Wunder, dass viele Ausbildungsbetriebe heute mangelhafte Rechtschreibkenntnisse bei ihren künftigen Azubis beklagen, denn in der Schule lernen die Kids das ja nicht mehr, da wird ihnen höchstens beigebracht, wie sie sich durch angepasstes Verhalten und stures Auswendiglernen bzw. Nachplappern gute Noten erschleichen können, auch wenn die Basics nicht stimmen. Vor dem Hintergrund wundert es auch nicht, dass manche Kinder nach einigen Jahren regelrecht schulmüde sind, obwohl sie sich anfangs sehr auf die Schule gefreut haben. In der Hinsicht ist Mathe besser, wie auch schon Model Barbara Meier feststellte: Bei Aufsätzen oder Diktaten kann der Lehrer die Benotung immer noch nach seinem persönlichen Gusto und persönlicher Sympathie für den einzelnen Schüler manipulieren, bei Mathe gibt's den Interpretationsspielraum ja nicht - 40 + 30 bleibt 70, da gibt's nun mal nichts zu interpretieren, haha. Die Schule ist wohl mehr dafür geeignet, die Jugendlichen auf Mainstream zu bürsten, Marke "Ne eigene Meinung kannst Du Dir nicht leisten, auch wenn Du noch so gut und fehlerfrei schreibst und Du 1.000mal Recht hast mit dem, was Du schreibst.", aber die essentiellen Dinge werden da wohl kaum vermittelt - zumindest nicht mehr in der Oberstufe.
Donnerstag, 23. August 2012
Sammys Kinder in der Schule
Heute steht zum Glück Mathe nicht auf dem Stundenplan, dafür freuen sich die Kleinen auf die Sportstunde, in der sie dann ein wenig toben und spielen können. Mal gucken, was die Kleinen heute so zu erzählen haben.
Einige Menschen sollten auch noch mal ne Schule besuchen, denn wenn ich als Suchbegriff zu meinem Blog lese "Schprüche" anstatt korrekterweise "Sprüche", fällt mir dazu auch nix mehr ein.
Freitag, 20. November 2009
Diskussionen über Jugendsünden
- Steffi hat Tische und Toiletten in ihrer Schule nicht mit Edding oder irgendwelchen Graffitis vollgeschmiert, sondern stattdessen überall Aufkleber hinterlassen
- sie hat asoziale Kaugummi-Blasen gemacht, weil es sie nicht interessierte, dass ihre letzte Mathearbeit am Rande der 6 war
- sie hat allen männlichen Wesen an ihrer Schule aufreizend hinterher gepfiffen - Klassenkameraden, weiteren Schülern, Lehrkräften, dem Hausmeister...
- vielleicht war Steffi schon damals ein FRAUENMAGNET und hat alle weiblichen Wesen an der Schule rattendoll gemacht?
Trotz dieser wilden Spekulationen ist aus Steffi nix über ihre Schullaufbahn rauszukriegen...!
Da Alex ja eine Fotosession mit dem Motto "Männerbrust" veranstaltet hat, fällt Marina in dem Zusammenhang ein, dass sie als Teenager Typen in der Disse in ein Gespräch verwickelt hat, um sie irgendwann zu fragen, ob sie ihr mal ihren Bauch zeigen. Aaaaaaaah...so macht frau das also! ;o) Gut zu wissen. DAS werde ich dann demnächst auch mal versuchen *kicher*.
Hm, Alex war ja schon als Zweijährige, als sie noch in E-Bochold gewohnt hat, sehr pfiffig. Von diesem Intermezzo existieren ja sogar noch Super 8-Aufnahmen, die ihr Vater gemacht hat. Zwei etwa 10-jährige Jungs haben auf der Wiese hinter den Häusern an der Dünkelbergstraße Fußball gespielt - ein kleiner, dunkelblonder, etwas stämmiger Pfiffikus und ein großer, schlanker Dunkelhaariger. Aus unerfindlichen Gründen hatte Alex an dem Kleineren der beiden nen Narren gefressen und sich immer von hinten an seine Turnhose gehängt, sodass der arme Junge sich schon fragte, womit er das verdient habe, dass ne Zweijährige ihm ständig hinterher flitzt und ihm immer eher unfreiwillig fast die Hose runterzieht ;o).
Ansonsten hat sie noch an Jugendsünden beizusteuern:
- als 15-jährige ein Kuss mit Hektisch (obwohl der Typ, der eigentlich Christoph hieß, eher ein ruhiger Vertreter war) auf einer Fete in den Bergen von E-Kupferdreh. Der Junge hat ja alle Mädels nacheinander geküsst...;o)
- ein Liebesbrief als 13-jährige an ihren damaligen jungen, dynamischen und gutaussehenden Geschichtslehrer, der darauf zum Glück super reagiert hat (und mit Vornamen auch noch Thomas hieß...)
- ein Besuch mit ihrer leider viel zu früh verstorbenen Freundin Tina im Pornokino auf der Viehofer Straße in der Essener Nordcity - da war sie 17 1/2. Erst war's ja noch ganz lustig, aber nach ner halben Stunde nervte das Gehechele und Gestöhne doch ziemlich...
Auch Marina hat noch einige Beiträge zu dem Thema beizusteuern, während Steffi das betretene Gesicht macht, wobei ihr die Schamesröte langsam von ihrer Herzgegend über den Hals bis unter die Haarwurzeln steigt. Über ihre Schullaufbahn schweigt sie sich immer noch beharrlich aus.

