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Mittwoch, 2. Mai 2018

Lecker Schmackofatz! :o)

Bevor Sarah und ich gestern im Haus Nothoff essen waren, haben wir meine ehemalige Kundin Marion in Unterfrintrop am Läppkes Mühlenbach getroffen und sind mit den Hunden eine Runde spazieren gegangen. Leider war die Hundewiese von den Bekloppten besetzt, die da offenbar Tag und Nacht residieren, sodass wir uns ein Stück Wiese hinterm Läppkes Mühlenbach ausgesucht hatten.

Ansonsten haben uns wieder einige Radler und Jogger genervt - die haben zwar Radwege da unten, aber immer an der Hundewiese entlang radeln, hielt ich auch für übertrieben, aber manche brauchen zum Radeln wohl noch eine gehörige Portion Hundegebell, um ihre sittliche Empörung und ihre eigene Doofheit aufkochen zu können. Osito wäre ja schon fast von einer blonden Dame um die 60 über den Haufen geradelt worden und das ist auch vielfach ein Grund, wieso ich Radler nicht abkann, denn die nehmen keine Rücksicht auf irgendwas oder irgendjemanden. Das ist mir schon aufgefallen, als ich noch in Frohnhausen gewohnt habe und im Mühlbachtal immer auf dem Stück zwischen Wickenburgstraße und Rüttenscheid spazieren gegangen bin, denn da waren immer Jan Ullrichs für Arme unterwegs und haben wirklich alles über den Haufen geradelt, das sich bewegt hat :o(. Auch im Straßenverkehr sorgen gerade Senioren auf ihren Zweirädern häufig für lebensgefährliches Chaos, wie z. B. auf der Bottroper Straße. Radler haben ja auch total viel Knautschzone, nämlich gar keine. Allerdings sind die motorisierten Zweiradfahrer auch nicht immer besser.

Die ganz neue Mode ist ja, Einbahnstraßen verkehrt herum zu befahren. Als ich Sarah gestern in Frohnhausen abgeholt habe, kam da ein ausländischer Typ mit seinem Transporter und befuhr die Einbahnstraße falsch rum. Sarah sagt, das passiert schon mal öfter bei ihr in der Straße. Okay, ich kann ja als Asi mit großer Karre auch mal eben ein rotes rundes Schild mit einem weißen Balken drin ignorieren :o). Ebenso albern finde ich auch die Pick-ups, die unsere Straßenbild mittlerweile bevölkern, aber wenn man schon zu doof ist, irgendwelche Verkehrsregeln zu beherrschen, schützt einen doch viel überflüssiges Blech :o).

Das Haus Nothoff hatte gestern geöffnet und wir haben dort lecker gegessen - Sarah eine Portion Spargel mit Kartoffeln, ich ein Cordon Bleu mit Pommes. Als Vorspeise gab es eine Spargelcremesuppe. Lecker! Der Kellner war sehr aufmerksam und hat Osito direkt eine Portion frisches Wasser hingestellt.

 
Haus Nothoff - (c) Facebook.de


Leider waren gestern keine Tische im Außenbereich vorhanden, da es am Abend zuvor gestürmt und geregnet hatte, sodass wir leider nur drinnen in einer gemütlichen Nische essen konnten, aber Osito hatte es sich netterweise auf dem Teppichboden bequem gemacht.

Samstag, 1. April 2017

Zwei Tage schönes Wetter :o)

Bis gestern Abend war es ungewöhnlich warm für Ende März, aber jetzt haben wir "nur" noch 16°C und es ist bewölkt. Gestern Abend habe ich mich spontan mit Sarah getroffen, um mit ihr und Osito im Mühlbachtal spazieren zu gehen. Als ich nach Frohnhausen fuhr, um sie dort abzuholen, war es noch sonnig, aber die Sonne schien wenigstens noch, doch als wir mein Auto in der Straße Am Ehrenfriedhof abgestellt hatten, war sie leider hinter dichten Wolken verschwunden :o((. Heute Nacht muss es auch leicht geregnet haben, denn heute Morgen, als die Sonne wieder schien, waren die Garagendächer im Hof immer noch leicht befeuchtet.

Osito ist ein Galgo - und jetzt bricht wohl der Jagdtrieb durch, insbesondere bei Joggern und Radfahrern, meist männlichen Geschlechts. Gestern Abend hat er sogar versucht, eine Dame auf dem Fahrrad zu jagen - und das, obwohl sie nicht gerade schnell unterwegs war. Natürlich pfeift Sarah ihren Hund immer zurück, aber sowas kann auch mal ins Auge gehen. Neulich hat er wohl zwei Teeenie-Mädchen auf ihren Pferden verfolgt - die Pferde haben das erhaben gesehen, aber die beiden Mädels leider nicht. Als die beiden zurück kamen, hatten sie auch direkt ihre Helikopter-Mutter mitgebracht, die Sarah da zusammen gebrüllt hat. Okay, ich würde sicherlich auch was sagen, wenn mein Kind von einem Hund gejagt würde, aber ich mag dieses hysterische Gekreische überhaupt nicht. Hysterie und Ich-bin-maßlos-wichtig scheinen wohl en vogue zu sein, nicht nur bei Helikopter-Eltern, sondern auch in anderen Bereichen :o((. Mich hat Osito immer angeschaut, als wenn er kein Wässerchen trüben könnte.

Gestern lernte ich auch den Hund Momo kennen, einen Riesenschnauzer mit ganz gelassenem Gemüt. Beim Gassi gehen schaut sie immer ihre Besitzer an, als wenn sie sagen wollte "Och, menno, schon wieder laufen!" :o)) Das sehen ihre Besitzer genauso - Momos Hobbys sind offenbar Fressen und Couchpotatoe spielen :o)))).

Ansonsten wird Frohnhausen von den Leuten her immer asiger, wie mir auch Sarah immer wieder sagt - und sie wohnt dort seit drei Jahren. Als ich sie und Osito gestern Abend nach Hause gebracht habe, kam ein junger Mann aus dem Sonnenstudio, bei dem wir beide der Meinung waren, der Typ sieht sehr vertrauenserdrückend aus :o)). Na ja, ich denke, manche Girlies sind auf den Typen auch noch abgefahren, weil manche wohl darauf stehen, auch mal einen Schlag in die Fresse von ihrem Kerl zu kriegen, weil das ja angeblich so "männlich" ist *kotz*. Sarah sieht auf jeden Fall genug, wenn sie mal am offenen Fenster eine raucht - Herren, die gegen Hauswände pinkeln, kaputte Glasflaschen en masse, Müllhalden...bei manchen wundert mich echt gar nix mehr, aber die Leute sind doch nach Meinung mancher Gutmenschen nicht schlecht erzogen, sondern lediglich verhaltensoriginell :o))). Ich frage mich, wie man so ignorant sein kann. Bei den meisten hört die Toleranz und Ignoranz jedoch auf, wenn sie mal von einem "verhaltensoriginellen" Typen ein paar vors Brett kriegen.

Am Donnerstagnachmittag war der Borbeck Kurier bei mir :o). Die Fotosession fand auf der Straße statt - auch mein Honda fungierte als Modell, weil er auch eine tragende Rolle in meinem aktuellen E-Book "Eine skurrile Nacht im März" spielt und wir waren auch an der Kreuzung Bergheimer Steig/Reuenberg, weil Theo auf der Ecke von einer lebendigen Leiche im 3er BMW an die Luft gesetzt wird :o)). Nach der Fotosession im Freien bei strahlend schönem Wetter hat sich die Fotografin verabschiedet und ich bin mit der Redakteurin hoch in meine Wohnung gegangen, wo sie mich zu dem E-Book interviewt hat. Nächsten Mittwoch soll der Artikel im Borbeck Kurier und weiteren Essener Stadtanzeigern (Kettwig Kurier, West-Anzeiger, Nord-Anzeiger etc.) erscheinen, wie mir die Redakteurin gesagt hat.

Bei der Fotosession hat Honda als "liebes" Auto auch eine tragende Rolle gespielt, weil er in der Story erst Anna und Mark heim bringt und anschließend immer wieder erwähnt wird, wie er unschuldig in der Parkbox auf der Tangabucht steht. Bei einigen Fotos sitze ich bei herunter gelassener Seitenscheibe im Honda, manchmal ist auch die Motorhaube zu sehen und manchmal auch sein Heck. Ich bin mal gespannt, welche Aufnahmen genommen werden :o).

Freitag, 20. Januar 2017

Neue Modeerscheinung: Unzuverlässigkeit...

Viele beklagen verständlicherweise, dass manche Arbeitgeber ihre Bewerbungen nicht beantworten, im Vorstellungsgespräch nicht über den Lebenslauf informiert sind usw. Ich finde so etwas zwar auch total scheiße und unzuverlässig, aber manche Arbeitnehmer sind leider auch nicht besser - ich kann mich z. B. nicht mitten am Tag krank melden oder, wenn mir der Job gar nicht zusagt, einfach nicht mehr hingehen, ohne den Arbeitgeber zu informieren, wie z. B. unsere aktuelle Dozentin, die nach drei Tagen einfach nicht mehr gekommen ist, ohne sich bei Frank abzumelden *kopfschüttel*. Ich fand sie zwar von der Art her nett und direkt, aber einfach gar nicht mehr zu kommen, ohne dem Arbeitgeber Bescheid zu geben, geht gar nicht.

In der pädagogischen Arbeit hat man zwar öfter keinen strukturierten Tagesablauf nach dem Motto "Von 8 bis 10 mache ich Datenbankpflege und von 10 bis 12 mache ich Kundengespräche...", aber das ist mir auch ganz recht so, zumal einen ein etwas unstrukturierterer Tagesablauf einen auch schon mal aus der Routine raus reißt. Wer die Flexibilität nicht hat und das wie oben beschrieben machen möchte, hat in der sozialen Arbeit nix verloren. Selbst in Büros kann man seinen Tagesablauf nicht immer planen, aber heute habe ich manchmal das Gefühl, dass manche bloß nicht zuviel tun möchten und obendrein nicht immer durch Klienten gestört werden möchten :o)). Auch hinsichtlich der Gruppengröße muss man natürlich flexibel sein - wir haben kleinere Gruppen an Flüchtlingen, aber auch eine richtig große, die wir am Mittwoch noch aufgeteilt haben - ein Teil war im Computerraum, der andere Teil im Unterrichtsraum.

Mit Sarah war ich am letzten Sonntag im wirklich kalten Mühlbachtal, das sich von Fulerum bis Frohnhausen erstreckt. Ihr Hund Osito konnte wirklich schön mit anderen Hunden toben, sodass wir den Frost gerne in Kauf genommen haben. Allerdings waren wir nach dem Spaziergang ziemlich kaputt und froh, als wir wieder in meinem Auto saßen :o)). Morgen hat mich Honda Heinen zum Frühstück eingeladen und ich werde Sarah noch einmal fragen, ob sie bzw. Osito mit möchten.

Heute habe ich einen Tag Urlaub - der zweite Tag wäre der Montag gewesen, aber Andrea hatte mich für Montag um Unterstützung gebeten. Also nehme ich nächsten Donnerstag den zweiten Urlaubstag, weil ich da auch einen Termin in der Rheumatologie in Werden habe. Ich habe mit Frank telefoniert, der auch sein Okay gegeben hat. Als ich den Urlaub geplant hatte, hatte ich den Termin in Werden zunächst gar nicht auf dem Schirm.

Heute Morgen gaben sich die Tiere hinter meinem Haus die Klinke in die Hand - zwei Amseln saßen immer auf meiner Balkonbrüstung,  Kohlmeisten flatterten durch den Kirschbaum und im Totholz habe ich direkt drei (!) Eichhörnchen gesehen. Da die Weibchen im März, April ihren Nachwuchs bekommen, waren das sicherlich zwei Männchen, die um eine Dame geworben haben, hihi. Am Mittwoch ist mir in der Blitzstraße ein Fuchs vor den Honda gelaufen, aber als wir das Tier am Bahndamm sahen, war der Fuchs schon wieder im Gebüsch verschwunden. Ich dachte erst an ein großes Kaninchen, aber im Scheinwerferlicht sah ich, dass es doch ein großer Fuchs war :o).

Sonntag, 15. Januar 2017

Es ist kalt draußen...

Mittlerweile zeigt das Thermometer in meinem Honda +2°C an, aber heute früh und gestern Abend war es sehr kalt *bibber*. Schnee ist auch gefallen, aber nicht in rauhen Mengen. Mein Honda war gegen halb eins abgetaut, als ich Tanken gefahren bin und weiter zu meinen Eltern. Allerdings waren bei uns in Gerschede sogar +3°C, aber in Bedingrade ist es offensichtlich ein Grad kühler :o).

Um 15 Uhr treffe ich mich mit Sarah, um mit ihr und ihrem Hund im Mühlbachtal spazieren zu gehen. Osito ist ein Galgo, aber leider sind ihm im Herbst 2015 zwei Pfoten amputiert worden :o((. Sarah will ja noch den Tierarzt verklagen. Für Osito werden die Prothesen bei Glatteis zum Problem, sonst lebt er ganz gut damit.


                                        Mühlbachtal - (c) elchontour


Mein Zwerghamster Jimi Hendrix läuft gerne auf zwei Beinen - vorhin machte er Männchen in seinem Käfig und hielt sich an meinem Zeigefinger fest, um ein Stückchen auf den Hinterbeinen durch die Einstreu zu wandeln :o). Er weiß schon, dass ich sein Frauchen bin und er mir vertrauen kann - wenn meine Mama mal in die Küche kommt und ihn anspricht, dreht er ihr immer den dicken Poppes zu und verschwindet in sein Schlafhäuschen nach dem Motto "Mit Dir will ich nix zu tun haben!" :o)) Er ist nun mal ein echter Eigenbrötler - während meine früheren Zwerghamster auch meinen Eltern gegenüber aufgeschlossen waren, ist Jimi Hendrix nur auf mich bezogen.

Gestern rief mich mein Vermieter an, um zu fragen, ob ich ein Fahrrad im Kellergang stehen habe. Nein, habe ich nicht, aber da unser Treppenhaus neu gemacht wird, wollte er die Drahtesel entsorgen und bevor sich jemand beschwert, wollte er das natürlich geklärt haben. Ich kann zwar Fahrrad fahren, bin aber kein Fan davon. Viele fahren zwar Fahrrad, aber meinen, sie haben eine Knautschzone wie ein Porsche und beugen sich das Recht, wie es ihnen gerade passt :o/. Manche Radfahrer könnte ich echt erschlagen bei ihrer hirn- und manchmal leider auch rücksichtslosen Fahrweise. Im Mühlbachtal meinen manche ja, Fußgänger sollen von Baum zu Baum hüpfen, damit sie dort entlang radeln können :o(((.

Dienstag, 9. Juni 2015

Düstere Schauergeschichten sind mal wieder über die Ladentheke gegangen :o)

Vor einigen Tagen habe ich ein Exemplar meiner im April 2010 erschienenen Gruselgeschichten-Sammlung "Düstere Schauergeschichten" verkauft - darüber hatte ich ja schon im Zusammenhang mit der Freigabe meines aktuellen E-Books "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" gebloggt.

Das Buch "Düstere Schauergeschichten" besteht aus zwei Gruselgeschichten, die auf zwei Essener Friedhöfen spielen - konkret rund um den Südwestfriedhof in Fulerum/Margarethenhöhe und den katholischen Friedhof St. Michael in Dellwig an der Haus-Horl-Straße. In der ersten Geschichte "Nachtschreck und Morgengrauen" geht es um eine grausige Entdeckung im Mühlbachtal nach einer sehr verregneten, gewittrigen Juninacht.

                                            Ein Weg im Mühlbachtal - (c) elchontour.de
In der zweiten Geschichte "Beerdigungsmusik" steht eine vierköpfige Metal-Band aus dem Essener Norden im Vordergrund, die auf einer Beerdigung den Instrumental-Klassiker "Orion" von Metallica spielen soll. Für einiges Unbehagen sorgen eine Mondfinsternis mitten am Tag, eine unheimlich anmutende Trauergesellschaft, ein grinsender Leichenwagenfahrer und ein aufziehendes Gewitter mit großkörnigem Hagel.

                                                    Buchcover - Quelle: Amazon
Das 52 Seiten starke Buch ist zum Preis von 5 EUR unter der ISBN 978-3839-17162-2 in allen gängigen Online-Buchshops bestellbar. Ich habe es damals Renate gewidmet, da sie meine Gruselgeschichten nie nach Anbruch der Dunkelheit liest :o)).

Außer der Widmung gibt es im Buch noch ein zum Inhalt passendes Zitat aus dem Iron-Maiden-Hit "Fear of the Dark":

And when the lights begin to change,
I feel a little strange,
I get a little anxious when it's dark.

Sonntag, 19. April 2015

Fröhlich-gruselige Leseproben...:o)

...diesmal aus meinem im September 2011 erschienenen Buch "Hart wie Krupp-Stahl", einer Sammlung von Kurzgeschichten und selbst verfassten makaberen Gedichten.

Liebe Leserinnen und Leser, 

ich lade Sie/Euch herzlich auf eine makaber-fröhliche Lesetour durch das besagte Buch ein und wünsche Ihnen/Euch viel Vergnügen. Allerdings möchte ich ausdrücklich für sensible Gemüter darauf hinweisen, dass der Humor bisweilen sehr schwarz und makaber ist. 

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Los geht's auf dem Sommerfest an der Gruga! Die Geschichte, die gleichzeitig den fröhlich-makaberen Reigen eröffnet, trägt den Titel

Wenn Skelette sich am falschen Ort die Beine vertreten

[...] Eins der Skelette, das unbemerkt noch in eine leere Gondel gestiegen war, als das Fahrgeschäft gerade anruckte, hatte den Kopf verloren, der bei dem irren Speed von 50 km/h natürlich durch die Luft geschleudert wurde und anschließend in Thomas' Armen gelandet war.

Alex mit ihrem makaberen Humor fand die Situation unfreiwillig komisch und musste lachen, während sie beruhigend ihren Arm um Thomas legte, der angesichts des Totenschädels in seiner Hand zitterte wie Espenlaub. [...]

(Seite 11)

               Sommerfest an der Gruga - (c) freizeitangebote-ruhrgebiet.de

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Es folgt ein Auszug aus dem Gedicht

Ein bekloppter Traum

[...] Irgendwie war das nicht Tims Tag,
beim Jobsearch fand er nur Quark,
beim Duschen verbrühte er sich die Eier,
abends stolperte er über die Leiche von Frau Meyer.
Sie hatte im Flur ihren Löffel weggeschmissen
und dabei direkt ins Gras gebissen.  [...]

(Seite 16)

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Zur Inspiration des Großraums Borbeck hatte ich ja schon gestern etwas in einem Blog-Eintrag geschrieben - auch bei diesem Gedicht hat mich der Stadtteil Schönebeck inspiriert, genauer gesagt die Umgebung rund um den Terrassenfriedhof. Das Gedicht heißt

Eine abstruse Nacht in Borbeck

[...] Die Blitze schlugen heftige, grelle, wilde Funken,
im Biotop auf dem Friedhof quakten tief die Unken,
Omma Minna geisterte über den steilen Hügel,
und jonglierte dabei mit einem antiken Kleiderbügel. [...]  

(Seite 29)

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Da ich zwischen Januar 2006 und Mai 2011 in Frohnhausen/Grenze Fulerum und somit unweit von Mühlbachtal und Südwestfriedhof gewohnt habe, bezieht sich der Auszug aus dem nachfolgenden Gedicht auf eben jene Umgebung, denn die morbide Mutprobe findet nachts auf dem Südwestfriedhof statt. 

[...]Die Luft schien hochgiftig und tonnenschwer,
insbesondere Thomas und die Mädels gruselten sich sehr,
zwölf Schläge - Mitternacht und Geisterstunde,
der Sensenmann dreht seine morbide Runde.

Der Schnitter roch wie die Pest,
das war ja schlimmer als Asbest,
der Tod gab einer Fledermaus den Rest,
das war ein Ernstfall und kein Test! [...]

(Seite 49)

                   Mühlbachtal unweit des Südwestfriedhofs - (c) elchontour.de
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Der Auszug des nächsten Gedichts spielt weiter nordwestlich im Schlosspark Borbeck - natürlich in einer ziemlich kalten Nacht. Das Gedicht trägt den Titel

(Alp-)Traumhafte Ruhrpott-Lyrik

[...] Aus der Erde stieg Nebel oder Rauch in die Au,
was es nun wirklich war, wusste keiner so genau,
eine Stimme aus der Erde krächzte und geiferte,
worüber Marina sich total ereiferte.
Tim reichte der Hand schließlich nen Schmacko
und murmelte dabei genervt: "Du Spacko!" [...]

(Seite 65)

                                 Schloss Borbeck - (c) RVR, Ziese

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Für alle Fans meiner Pferdchen, die damals noch ihren Dienst an der Halde Neuköln auf der Ecke Weidkamp/Grasstraße versahen, gibt es ebenfalls eine Geschichte, wobei ich meine Pferdchen in der gruseligen Story umbenannt habe. In einer regnerischen Vollmondnacht mit Tauwetter geht es rund um die Halde Neuköln jedenfalls ziemlich unheimlich zu, deshalb heißt die Geschichte auch

Teuflisches Tauwetter

[...] Auf der Motorhaube des 3er hockte der Sensenmann inklusive Sense und Sanduhr. Aus dem Inneren des Wagen dröhnte "Hells Bells" von AC/DC - wie passend zu diesem teuflischen Auftritt! Gesteuert wurde der Wagen von einer halb verwesenden Leiche, deren Aroma die feuchte, aber frische Nachtluft durch einen Geruch von Fäulnis und Verwesung ersetzte. Walter hustete, weil sich der Gestank wie ein Schatten auf seine Lunge legte. Michael musste ein Aufstoßen unterdrücken. Der Anblick auf dem Beifahrersitz und auf der Motorhaube des BMW, dessen blank polierter Lack im kalten Mondlicht schimmerte, war allerdings auch nicht anheimelnder, denn dort hockte ein Gespenst, wie man es aus alten Gruselgeschichten kannte, rasselte maliziös kichernd mit den Ketten und streckte allen seine blutige Hand zum Gruße entgegen. Dunkles Blut tropfte hinunter auf den Asphalt. [...]

(Seite 79/80)

                    Ein schwarzer 3er BMW ohne Geister - (c) ProXimaus, motor-talk.de

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Wer wissen möchte, wie die Geschichten bzw. Gedichte enden, kann dies selbst in dem Buch "Hart wie Krupp-Stahl" nachlesen. Die bibliographischen Daten lauten:

Alexandra Döll
Hart wie Krupp-Stahl
104 Seiten, Paperback.
ISBN: 978-3842-38461-3
Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2011
Preis: 8,- EUR 

Das Buch ist erhältlich bei BoD, Amazon, Libri, Thalia, im Verlagshaus Sternverlag in Düsseldorf und bei vielen weiteren Online-Buchshops. Viel Vergnügen bei der gruseligen Lektüre! .o)) 







Mittwoch, 15. April 2015

Ein bisschen Werbung fürs Ruhrgebiet :o)

Auch heute soll es immer noch Menschen geben, die meinen, das Ruhrgebiet ist so grau und dreckig, dass man noch nicht mal seine Wäsche draußen auf dem Balkon oder im Garten trocknen kann - keine Angst, das geht seit vielen Jahren problemlos :o). Selbst meine Oma hat in den 1950er Jahren ihre Wäsche beim schönem Wetter im Garten in Dellwig trocknen lassen, ohne dass die Wäsche anschließend total verrußt war - und damals waren in Dellwig noch zwei Zechen aktiv, namentlich die Zeche Levin, wo ihr Vater lange Jahre als Obersteiger tätig war, und die Schwesterzeche Neuköln einige hundert Meter weiter östlich.

Ein Foto vom Mühlbachtal aus März 2011 lässt ja schon erahnen, dass im Ruhrgebiet nicht alles grau und dreckig ist, sondern dass wir hier viel Grün haben.

                                  (c) Alexandra Döll, Essen

Früher war die Ruhrgebiets-Literatur ja auch eher von Fachbüchern über Stahl und Kohle geprägt, während sie heute aus vielen belletristischen Werken besteht - meine Bücher, sowohl die gedruckten als auch die E-Books, sind ein schöner Beleg dafür, dass man, wenn man im Ruhrgebiet lebt und darüber schreibt, sich nicht nur über Kohle und Stahl auslassen muss, zumal die Stahlwerke hier in der Region immer mehr zurückgegangen sind und eins der wenigen aktiven Bergwerke in der Umgebung nur noch Prosper-Haniel in Bottrop ist - und selbst diese Zeche soll spätestens 2018 geschlossen werden. Mit anderen Worten: Kussszenen in meinen Büchern spielen sich nicht unter Tage ab und auch nicht am Stahlkocher :o).

Ein romantischer Ort mitten im Pott: Das Barchembachtal mitten in Essen-Dellwig
- (c) Alexandra Döll, Essen, 1. Mai 2013


Sonntag, 5. April 2015

Der Vollmond vor Ostern :o)

Gestern Abend war der Himmel über Gerschede ab etwa 20 Uhr fast wolkenlos, sodass wir wenig später den Aufgang des Vollmondes im Südosten bewundern konnten - diesmal hatte der Mond nicht mehr den Farbton blank polierter Knochen, so wie noch in den Wintermonaten, sondern leuchtete in einem schönen Goldgelb.

                 Vollmond über Gerschede im September 2013 - (c) Alexandra Döll, Essen

Sammy drehte natürlich vor Freude ab, weil es so groß und goldgelb möndelte, genau wie ihr Brüderchen Ecki. Sammy ist allerdings die Temperamentvollere von beiden und war kaum noch von meiner Fensterbank in meinem Wohnzimmer wegzubringen :o).

Sammy und Ecki in der Morgensonne - damals noch in meiner früheren Wohnung in
Frohnhausen - (c) Alexandra Döll, Essen

Bubi hat sich heimlich aus der Wohnung geschlichen und sich mit seinen Bebichichi-Freunden Melody, Hobby und Bobby getroffen, um mal wieder Stinki und den Heissiwald unsicher zu machen :o). Als wir Bubis Verschwinden bemerkt hatten, hat sich Charter-Hahn Racker sofort in die Lüfte geschwungen, um nach seinem kleinen Kumpel zu suchen, während Sammy und Ecki Bubis Mama Melanie mit an Bord ihres roten Doppeldeckers nahmen, um den Kleinen ebenfalls zu suchen.

   Bubi - entweicht gerne heimlich, um Blödsinn zu machen - (c) Alexandra Döll, Essen

Allerdings waren Sammy, Ecki, Melanie und Racker nicht die Einzigen, die in der Luft waren - nein, es gab auch noch zwei Vollmondhexen :o), die auf ihren Besen am Himmel über Essen hinweg sausten, namentlich Renate und mich, hihi. Renate ist zwar derzeit auf einem Isländerhof, der sein 25-jähriges Bestehen feiert, aber mit einem Hexenbesen kommt frau ja überall hin, also haben auch wir beide uns auf meinem Balkon getroffen und haben uns auf die Suche nach Bubi und seinen Freunden gemacht.

Sammy, Ecki und Melanie flogen mit dem kleinen roten Doppeldecker Rhein-Herne-Kanal und Emscher entlang, während Racker sich auf das Gebiet rund um das Tetraeder konzentrierte. Renate und ich sausten auf unseren Besen Richtung Essener Süden, denn irgendwie habe ich geahnt, dass Bubi und die anderen Bebichichis sich sicherlich auf den Weg in den Heissiwald gemacht hatten, um Stinki erneut zu ärgern. Passend zu unserem Flug durch das Mondlicht hatte ich einen Ghettoblaster am Besenstiel befestigt, der ziemlich coole Musik spielte - "Devil's Dance" von Metallica, "White Wedding" von Billy Idol, "South of Heaven" von Slayer etc. Zwischenzeitlich funkte ich mit Sammy und Racker, aber meine Stoffies hatten Bubi und seine kleinen Freunde bislang noch nicht entdecken können - Emscher, Kanal und Tetraeder liegen ja auch zum Heissiwald in genau entgegen gesetzter Richtung.

Auch Clio hat einige seiner Artgenossen in der Straße - einen schwarzen Clio Grandtour und einen weißen Standard-Clio - zur Suche nach Bubi, Melody, Hobby und Bobby animiert, sodass die drei Autos völlig fahrerlos über die Straßen Essens geisterten. Sie konzentrierten sich bei ihrer Suche auf das Mühlbachtal in Frohnhausen, Holsterhausen, Fulerum und Margarethenhöhe - allerdings irritierten sie einige abendliche Jogger ziemlich, als sie auf dem Fußweg entlang fuhren. Mein Clio sprach zu einem besonders blöd guckenden Läufer: "Du guckst wie ein Auto kurz vorm Hupen!", passend dazu ließ mein fahrbarer Untersatz seine Hupe erschallen :o). Danach wäre der blöd guckende Jogger fast in den Mühlenbach gefallen - Clios Hupe und die Tatsache, dass mein Auto sprach, haben ihn offenbar ziemlich erschreckt. 

Renate und ich konnten von unseren Besen aus jede Menge hübscher Dinge sehen auf unserem Weg nach Bredeney: die hell erleuchtete Essener Innenstadt, den Schein des Osterfeuers an der Zeche Zollverein in Katernberg (obwohl im Nordosten der Stadt gelegen), jagende Eulen, bekloppte 3er BMW, die trotz ausreichender Straßenbeleuchtung aufgeblendet hatten wie ein Christbaum etc. Im Heissiwald angekommen, haben wir unsere Geschwindigkeit verlangsamt, um nicht unfreiwillig mit den Bäumen zu kollidieren. Das Mondlicht warf geheimnisvolle Schatten in den Wald, in der Nähe eines Hochsitzes heulte eine Eule.

Wir haben Bubi und die anderen Bebichichis auch tatsächlich gefunden - war ja auch nicht schwierig bei dem Gekrähe :o). Wir sind einfach immer Bubis "Hallo!" gefolgt, denn natürlich hatten er und seine Freunde mal wieder Stinki auf seiner Terrasse beim Wickel - dabei wollte sich der arme Mann doch nur eine auf der Terrasse rauchen :o))). Er fiel fast vom Glauben ab, als ihn vier Bebichichis im Mondlicht ankrähten und Bobby auch noch ein kleines Häufchen auf seiner Terrasse hinterließ. Bubi schnorrte Stinki um Pudding an, doch der hatte wohl gerade keinen im Haus und auch nicht vor, die kleinen Bebichichis in seine Wohnung zu lassen. Melody setzte sich mit einer Mini-Kalaschnikow auf Stinkis Pantoffel und bedrohte ihn, um ebenfalls Pudding zu bekommen. Hobby hat Stinkis Primeln im Garten angestrullert und war ganz stolz auf sich, weil die Blumen danach standen wie eine Eins :o).

Stinki wusste gar nicht, wie er dem Überfall Herr werden sollte - er fing an, ohne Musik Twist zu tanzen, um Melody auf seinem Hausschuh los zu werden und rief zwischendurch: "Wat is'n mit Euch eigentlich los?!" Bubi rief immer "Herr U*****!" und "Bubi will Pudding!" - Stinkis Nachbarn konnten die kleinen Bebichichis aber immer noch nicht sehen und dachten, dass Stinki jetzt ganz durchdreht, weil er ohne Musik auf seiner Terrasse Twist im Mondlicht tanzte, rummeckerte und offenbar auch noch bekloppte Selbstgespräche mit Kleinkinderstimme führte :oD.

Es war endgültig um Stinkis Contenance geschehen, als Bobby ihn fragte: "Soll ich dir mal übern Schrank fahren?", und dann auf einmal wie von Geisterhand Renate und ich im Sturzflug auf unseren Besen angesaust kamen, um die vier Bebichichis einzusammeln, damit Ruhe im Heissiwald ist - allerdings erschallte derzeit gerade aus meinem Ghetto-Blaster der Titel "Danger Zone" von Kenny Loggins aus dem Soundtrack des Films "Top Gun". Danach sank Stinki in eine gnädige Ohnmacht von mehreren Minuten Dauer...:o). Vermutlich sucht er jetzt noch nach Warnhinweisen auf seinen Speisen und Getränken, die besagen, dass man von deren Genuss Halluzinationen bekommt, in denen einem krähende Bebichichis und Vollmondhexen im Sturzflug erscheinen, die auch noch einen Ghetto-Blaster laufen haben.

Die vier Bebichichis fanden es nicht lustig, dass wir sie einfach aus der Luft von Stinki weggeholt haben, mussten es aber akzeptierten. Ich habe per Funk Sammy und Racker verständigt, dass wir die kleinen Bebichichis gefunden haben und sie sich alle auf den Rückweg machen könnten. Nachdem wir alle wohlbehalten zurück in Gerschede waren, ist Renate mit ihrem Besen zurück zum Isländerhof geflogen, während Melanie gehörig mit ihrem kleinen Sohn schimpfte und Racker Bubis Freunde zurück nach Herne bzw. Gelsenkirchen brachte. 


Sonntag, 25. Januar 2015

Es taut weiter...

Heute Morgen hatten wir kurz vor Sonnenaufgang noch einen wunderschönen Himmel mit rosafarbenen Schleierwölkchen, aber mittlerweile hat es sich eingetrübt, dafür ist es aber auch milder geworden. Es taut und tropft an allen Ecken und Enden, nur natürlich nicht auf den Wiesen, in den Gärten und wenig befahrenen Seitenstraßen. Heute Mittag lag die Temperatur jedenfalls bei +3°C, morgen sollen es ja sogar 5 - 6°C werden, wenn auch mal wieder mit Regen. Den kann ich auch schon bald nicht mehr sehen.

Die Schneemänner, die im Großraum Borbeck von Kindern und ihren Eltern gebaut wurden, werden allmählich aufgrund des Tauwetters ein wenig unförmig, aber das wundert ja bei steigenden Temperaturen auch nicht weiter.

Wer eine Geschichte von mir zum Thema "Tauwetter" lesen möchte, dem sei meine Kurzgeschichten- und Lyriksammlung "Hart wie Krupp-Stahl" aus dem Jahr 2011 ans Herz gelegt, denn darin ist u. a. eine Geschichte mit dem Titel "Teuflisches Tauwetter" enthalten, die sich auf meine Pferdchen rund um die Halde Neuköln am Weidkamp/Ecke Grasstraße in Dellwig bezieht. Es taut in der Geschichte natürlich nicht nur, es sind auch wieder jede Menge lustiger Gestalten unterwegs - von meinen Pferdchen einmal abgesehen :o) - z. B. ein Geister-3er, das Gespenst mit der blutigen Hand und verrückte Fledermäuse.

Das Buch hat 104 Seiten und kostet 8,00 EUR. Neben der Geschichte "Teuflisches Tauwetter" gibt es im gleichen Buch auch noch eine sehr schneereiche Geschichte mit dem Titel "Vollmond", die im Essener Mühlbachtal spielt - neben prickelnder Erotik tauchen auch noch ungewöhnliche Zaungäste beim Liebesspiel auf :o). Es kann unter der ISBN 978-3842-38461-3 in allen gängigen Online-Buchshops (Amazon, Thalia, Libri etc.) bestellt werden. Auch im Düsseldorfer Stern-Verlag ist es erhältlich.

                                                      Buchcover - Quelle: Amazon


Freitag, 14. November 2014

Es folgt der literarische Wetterbericht für den Winter :o)

Sowohl über dem Essener Nordwesten als auch über dem Essener Westen liegt eine dichte Schneedecke, nachts bei Vollmond liegen die Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. In Essen-Bedingrade/-Borbeck ist bei Vollmond mit Schlafwandlern zu rechnen (Vier Jahreszeiten, Wintermond, Seite 55 - 68), während ein Liebespaar im verschneiten Mühlbachtal mit unerwarteten, untoten Zuschauern beim Sex rechnen muss (Hart wie Krupp-Stahl, Vollmond, Seite 18 - 26).

Einige männliche Pferdchen an der Halde Neuköln und ihre Zuhälterin aus Borbeck dürfen sich zwar über Tauwetter freuen, das jedoch von einem Wintergewitter untermalt wird. Die Straßen sind immer noch glatt, was einige Untote jedoch nicht von einer nächtlichen Spritztour mit ihrem 3er BMW abhält (Hart wie Krupp-Stahl, Teuflisches Tauwetter, Seite 70 - 85).


Buchcover - Quelle: Amazon



Donnerstag, 9. Oktober 2014

Lieber Bär - böses Buch :o)


Glücksbär Lucky mit meinem Buch "Hart wie Krupp-Stahl" - (c) Alexandra Döll, Essen

Hier sieht man Lucky bei mir in der Küche, neben sich das o. g. Buch. Während Lucky ja ein sehr lieber Bär mit kiwigrünem Fell ist, ist das Buch mit dem mittelgrünen Cover stellenweise ganz schön böse, hihi. Da gibt es Skelette mit Bewegungsdrang auf dem Sommerfest an der Gruga, Satan mit ner Morgenlatte auf dem Südwestfriedhof, unerwartete Zaungäste beim Liebesspiel in einer verschneiten Vollmondnacht im Mühlbachtal und Blitzschläge am Wasserschloss Wittringen in Gladbeck inklusive einer verkohlten Taube.

Natürlich ist das Buch nicht die ganze Zeit über böse - auch bei dieser Kurzgeschichten- und Lyriksammlung aus dem Jahr 2011 gibt es nette bis romantische Momente :o). Frau kann ja beim Schreiben nicht die ganze Zeit makaber sein, hehe.

Mittwoch, 24. September 2014

Liebe, Sex und Zärtlichkeit bei Vollmond :o)


Mühlbachtal im März 2011 - (c) Alexandra Döll, Essen

Auf diesem Streckenabschnitt des Weges durch das Mühlbachtal spielt auch die nachfolgende Leseprobe aus der Geschichte "Vollmond" aus meinem im September 2011 erschienenen Buch "Hart wie Krupp-Stahl". Im Hintergrund sieht man noch das Brenntag-Hochhaus am Rhein-Ruhr-Zentrum, denn dieser Teil des Weges schlängelt sich auf der Stadtgrenze Essen - Mülheim entlang. Im Gegensatz zu dem Foto, das am Frühlingsanfang aufgenommen wurde, spielt die Geschichte "Vollmond" in einer klirrend kalten, verschneiten Winternacht, denn der Winter 2010/2011 war ja auch im wirklichen Leben sehr schneereich.

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Vollmond

[...] Dir liefen Arm in Arm durch das verschneite Tal, der Schnee knirschte unter ihren Schuhen. Manchmal küssten sie sich und betrachteten die funkelnden Sterne. Im Westen entdeckte Michael wieder das Sternbild mit den grünlich funkelnden Diamanten und fragte seine Frau zum wiederholten Male, ob sie wisse, wie das Sternbild heiße. Sie grinste ihn an, als sie ihre Arme um seinen Hals legte.
"Schatz, ich weiß jetzt, wie es heißt: Es ist das Sternbild Geile Gewürzgurke!"
Michael fing an zu lachen. Seine brüllende Lache erschreckte offenbar einige Tiere, denn Ratten kreuzten entnervt den Weg, um zu flüchten, eine Eule heulte empört, so als wenn sie mit Michael schimpfen würde. Angesichts der friedlichen Stille über dem Mühlbachtal wirkte seine Lache besonders laut.

Er nahm sie fest in die Arme und küsste sie leidenschaftlich. [...]

(Seite 18 - 26)

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Die Geschichte geht nachher noch mit prickelnder Erotik und leidenschaftlichem Sex weiter, aber das ist jetzt nicht Gegenstand der Leseprobe :o). Die Geschichte endet mit ziemlich überraschenden Zaungästen beim Liebesspiel, hihi.

Samstag, 13. September 2014

Schauplätze in meinen Büchern

In vielen Büchern stehen zwar manchmal reale Schauplätze Pate, manchmal spielt eine Geschichte natürlich auch in einer fiktiven Landschaft. Bei mir ist ja das Ruhrgebiet der Schauplatz meiner Geschichten und dabei hauptsächlich Straßen und Plätze, die ich selbst gut kenne. Gegen Lokalkolorit ist in Büchern grundsätzlich nichts einzuwenden - da bin ich nicht die einzige Autorin, die das tut. Nele Neuhaus hat einen Bezug zum Taunus und lässt ihre Bücher entsprechend dort spielen, Stephen King entsprechend in Maine/USA.

Einige Schauplätze kommen natürlich häufiger in meinen Büchern vor, einfach, weil ich diese teilweise schon viele Jahre kenne und/oder dort sogar mal gelebt habe. Das Mühlbachtal bzw. der angrenzende Südwestfriedhof lag von meinem Domizil zwischen Januar 2006 und Mai 2011 nur gut 300, 400 m entfernt, deshalb kommen beide Schauplätze in mehreren meiner Bücher vor, so z. B. in der Geschichte "Vollmond" aus "Hart wie Krupp-Stahl" aus dem Jahr 2011, in einem makaberen Gedicht aus demselben Buch oder auch in der Geschichte "Nachtschreck und Morgengrauen" in meinem Buch "Düstere Schauergeschichten". Gerade in dem Waldgebiet mit angrenzendem Friedhof und dem Hauptweg durch das Mühlbachtal, der von der Stadtgrenze Frohnhausen-Breilsort/Mülheim-Heißen bis zum Grugapark führt, bieten sich Geschichten mit gruseligem Ambiente an. Der Wald an sich ist zwar ein schönes Naherholungsgebiet, kann aber auch durchaus etwas Unheimliches an sich haben - und besonders dann, wenn er in der Nähe zu einem bekannten Essener Friedhof liegt. Der Mühlenbach selbst bildet sozusagen die Grenze zwischen dem Hügel, auf dem der Südwestfriedhof liegt, und dem Spazierweg durch das Mühlbachtal, der zum Halbachhammer bzw. zum Restaurant Hülsmannshof auf der Margarethenhöhe führt.

Der oben erwähnte Hauptweg zwischen Mülheim-Heißen und Gruga in Essen-Rüttenscheid ist vom Ambiente her eher freundlich, vor allem im Sonnenschein. Deshalb hatte ich die Idee, eine makabere, erotische Liebesgeschichte in einer klirrend kalten, verschneiten Vollmondnacht auf diesem Weg spielen zu lassen.

Auch der Schlosspark Borbeck kommt immer wieder in meinen Büchern vor, denn den kannte ich schon als kleines Kind, weil wir nur etwa 15 Gehminuten vom Spielplatz unweit des Schlosses entfernt wohnten. In "Hart wie Krupp-Stahl" spielen Teile von zwei makaberen Gedichten im Schlosspark und auch eine Geschichte, die sich aber eher im neuen Teil des Schlossparks - dort, wo sich Dubois-Arena und Notenkiste befinden - abspielt. Auch das bekannte und mittlerweile einzige Borbecker Krankenhaus, das Philippusstift, darf natürlich nicht fehlen.

Die Halde Neuköln auf der Ecke Weidkamp/Grasstraße kenne ich natürlich ebenfalls seit meiner Kindheit, genau wie den katholischen Friedhof an der Haus-Horl-Straße in Dellwig. Besagte Halde habe ich sogar im Sommer 1999 mal zusammen mit meinem damaligen Freund bestiegen. In "Hart wie Krupp-Stahl" spielt die Story "Teuflisches Tauwetter" an eben jener Halde inklusive meiner Pferdchen, wobei damals noch Stinki und ES fehlten, denn die beiden habe ich erst einige Monate später kennen gelernt :o). In der vorgenannten Geschichte bekommen es meine Pferdchen mit einem schwarzen 3er BMW und seinen makaberen bis untoten Insassen zu tun. Der Vollmond darf ebenso wenig fehlen wie ein Wintergewitter und irre umher flatternde Fledermäuse. Außerdem gibt es noch eine nette Anspielung auf betriebsblinde Fußgänger, die meinen, ihre Verantwortung hört in dem Moment auf, in dem sie einen Fuß vor den anderen setzen - im Zweifel haben ja immer die bösen Autofahrer an allem Schuld.

Wenn eine meiner Geschichten in früheren Jahrzehnten spielt, muss ich die Schauplätze natürlich den damaligen Gegebenheiten anpassen. In meinem Debüt "Mitten aus'm Pott" spielt eine Geschichte unweit von Gelsenkirchen-Schalke, aber im Jahr 1996. Damals gab es die Schalker Arena noch nicht, da wurden die Heimspiele immer noch im Parkstadion ausgetragen.


Restaurant Haferkamp an der Wickenburgstraße unweit des Mühlbachtals - (c) Alexandra Döll, Essen

Das Wasserschloss Wittringen in Essens Nachbarstadt Gladbeck kommt ebenfalls in zweien meiner Geschichten vor - einmal in "Das alte Haus an der Beckstraße" (Mitten aus'm Pott) und einmal in "Blitze und Slapstick" (Hart wie Krupp-Stahl). Abgesehen davon, dass ich als Kind viel am Wasserschloss Wittringen war, weil mein Vater, der in Bottrop-Welheim aufgewachsen ist, dort öfter mit mir und meiner Mom hingefahren ist, bietet das schöne alte Wasserschloss jede Menge Inspirationen für verrückte Geschichten. Das Schlossgespenst ist mir allerdings leider nie begegnet :o).

Freitag, 8. August 2014

Hart wie Krupp-Stahl aus dem Jahr 2011

Diverse Skelette trappsen sowohl durch verschiedene Kurzgeschichten als auch durch makabere Gedichte, auf dem Terrassenfriedhof jonglieren tote Omas mit alten Kleiderbügeln, Fledermäuse flattern bei Sonnenuntergang durch den Schlosspark Borbeck. Friedhöfe und der Schlosspark sind natürlich nicht die einzigen Schauplätze - hierzu zählen u. a. auch die Gruga-Kirmes, das Mühlbachtal und das Wasserschloss Wittringen in Gladbeck. Auch in dieser Kurzgeschichten- und Lyriksammlung kommt der schwarze Humor nicht zu kurz - Stahl findet sich in dem Buch allerdings weniger :o).

Das 104 Seiten starke Buch hat die ISBN 978-3842-38461-3 und kostet 8,00 EUR. Wie alle meinen anderen Bücher, die über BoD erschienen sind, kann es im dortigen Buchshop bestellt werden und natürlich über diverse Online-Buchhändler. Eine Pressemitteilung zum Buch wurde 247 Mal geliked.


Mond gestern Abend hinter den Tannenwipfeln - (c) Alexandra Döll, Essen

Donnerstag, 7. August 2014

Düstere Schauergeschichten

In der Geschichte "Nachtschreck und Morgengrauen" erwartet die Protagonisten nach einer gewittrigen Nacht mit Starkregen eine grausige Überraschung im Essener Mühlbachtal unterhalb des Südwestfriedhofs. In der zweiten Geschichte "Beerdigungsmusik" muss sich Bandleaderin Rosanna mit einer unheimlich anmutenden Trauergesellschaft und einem grinsenden Leichenwagenfahrer auf dem katholischen Dellwiger Friedhof an der Haus-Horl-Straße auseinandersetzen, während am Himmel eine Mondfinsternis stattfindet und schließlich ein Unwetter aufzieht.


Renaturierter Mühlenbach im gleichnamigen Mühlbachtal - (c) Grün und Gruga Essen

Das 52 Seiten starke Buch mit zwei unheimlichen Geschichten kann zum Preis von 5,00 EUR unter der ISBN 978-3839-17162-2 bei diversen Online-Buchshops bestellt werden.

Mittwoch, 2. April 2014

Schönes Wetter - gute Laune

Gestern Abend bekam ich eine sehr nette Anfrage zur Buchvorstellung vom Borbeck Kurier, die mein aktuelles Buch "Mein Leben mit Sammy" betrifft. Ich habe auch heute Morgen dort angerufen, aber leider war die zuständige Redakteurin heute krank, wird aber wohl morgen wieder im Haus sein, um sich dann mit mir in Verbindung zu setzen. Das fand ich jedenfalls total gut - und Sammy als Protagonistin des Buchs freut sich auch wie ein Schneekönig! :o)

Heute Mittag habe ich die ersten Plakate für meine Lesung am 26. April 2014 um 18 Uhr im Restaurant Haferkamp geklebt und war bei der Gelegenheit natürlich auch im Restaurant selbst, um etwas zu trinken und auch drei Flyer dort zu lassen, damit die Inhaber auch in ihren Räumlichkeiten Werbung für die Veranstaltung machen können.


                                                 (c) Alexandra Döll, Essen

Im Hintergrund sieht man das Restaurant Haferkamp an der Wickenburgstraße. Am Laternenpfahl rechts klebt auch ein Flyer, der meine Lesung bewirbt - natürlich höchstpersönlich von mir angebracht :o). Durch die Straße Am Mühlenbach flanieren viel Fußgänger, weil das Mühlbachtal natürlich in unmittelbarer Nähe ist und Menschen, die in der Umgebung arbeiten, parken dort mit ihren fahrbaren Untersätzen - die Anwohner natürlich nicht zu vergessen.

Am Freitag werde ich noch weitere Plakate kleben - zwei weitere sind bereits in Frohnhausen angebracht worden und noch mal zwei in Gerschede bzw. Bedingrade an befahrenen Straßen.

Am Montag habe ich ein Vorstellungsgespräch in Ratingen. Die Bewerbung ist zwar schon gut drei Monate alt, aber besser spät als nie. Ich warte einfach mal ab, wie das Gespräch verläuft und was draus wird. Gestern hatte ich ja drei Bewerbungen versendet - bei einer kam nach zehn Minuten (!!) die Absage, weil ich angeblich u. a. keine Ahnung von SEO hätte. Komisch, SEO habe ich eigentlich immer wieder für meine 558 Online-Artikel bei Suite101.de gebraucht, aber wahrscheinlich wollte die Firma mir nicht so direkt sagen, dass sie mir keinen Mindestbetrag von 30.000 EUR p. a. für qualitativ gute Texte zahlen wollen. Egal, wer nicht will, der hat halt schon.

Sonntag, 23. März 2014

Gewittrige Lesepröbchen aus den Jahren 2010 und 2011 :o)

Düstere Schauergeschichten (2010)

[...] Als sie wenige Minuten später auf der Mühlbachbrücke [Wickenburgstraße, Anm. d. A.] angekommen waren und einen Blick rüber zum Brenntag-Hochhaus warfen, das sich direkt neben dem Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim-Heimaterde befand, sahen sie das Wetterleuchten zum ersten Mal richtig, denn von der Brücke aus hatte man einen unverbauten Blick bis ins nur etwa anderthalb Kilometer entfernte Mülheim. Das Wetterleuchten erinnerte die Frauen irgendwie an eine Laser-Disco mit Flashlight, in dem jede Bewegung wie abgehackt aussah. [...]

(aus der Geschichte "Nachtschreck und Morgengrauen", S. 13)

[...] Es blitzte wieder. Ein entferntes, aber tiefes, bedrohliches Grollen, das trotz seiner Entfernung ahnen ließ, wie heftig es nopch würde, folgte nach etwa zehn Sekunden. Nachdem der Sarg in die Grube hinab gelassen worden war, warfen die ersten Angehörigen bezeichnenderweise schwarze Rosen ins offene Grab. Es donnerte wieder, diesmal schon wesentlich näher. [...]

(aus der Geschichte "Beerdigungsmusik", S. 46 f.)


Vier Jahreszeiten (2010)

[...] Die Intervalle zwischen Blitzen und Donnern wurden kürzer, das Donnergrollen lauter. Das helle Weiß der Villa Hügel, die in den Stadtwald eingebettet war, hob sich beinahe surreal gegen den düsteren Himmel ab, aus dem im Sekundentakt Blitze entfuhren. Die Donner hatten zusehends etwas von Kanonenschlägen, ein sicheres Zeichen dafür, dass das Wetter schon nahe war. [...]

(aus der Geschichte "Heißer Sommer", S. 28 f.)


Hart wie Krupp-Stahl (2011)

[...] Blitze sprangen wie quirlige Kobolde von Wolke zu Wolke, die Erdblitze fielen sogar noch greller aus. Donner grollten bedrohlich tief und schienen den Kanal nebst seiner weiteren Umgebung zu erfüllen. Über der Wasseroberfläche bildete sich eine Art elektrisch aufgeladener Nebel, der am Schiffsrumpf vorbei zog...[...]

(aus der Geschichte "Sommernacht auf dem Kanal", S. 57)

[...] Noch einmal knallte ein greller Blitz auf den Weg zwischen Zugbrücke und Tennisplätzen, der fast nebenbei auch noch eine Taube verkohlte, die offenbar auf der Flucht vor dem Gewitter war. Nach einer kurzen Stichflamme fiel das Tier wie ein Stein auf den Boden. [...]

(aus der Geschichte "Blitzschläge und Slapstick", S. 92)




                       Aufziehendes Unwetter 5. Juni 2011 - (c) Alexandra Döll, Essen





Montag, 16. September 2013

Leseproben aus "Düstere Schauergeschichten"

Da das Buch "Düstere Schauergeschichten" aus dem Jahr 2010 ja zwei Gruselgeschichten beinhaltet, gibt es natürlich auch zwei Leseproben.

Nachtschreck und Morgengrauen
[...] Mittlerweile hatten sie die Brücke überquert, die den Friedhof und das Mühlbachtal miteinander verband. Sie bogen langsam nach rechts ab und folgten dem Weg, den sie erst gestern Abend entlang gelaufen waren. Schon nach etwa einhundert Metern sahen sie im Bach das, was sie bisher nur durch die telefonische Aussage des Friedhofsgärtners kannten und das ihnen augenblicklich das Blut in den Adern gefrieren ließ: Särge, die teilweise im Bach lagen und solche, die in chaotischer Anordnung am Ufer standen, und zwar teilweise sogar hochkant. Mitten zwischen den ganzen, teilweise aufgesprungenen Holzkisten stand eben jener Gärtner, der nicht allzu weit entfernt auf der Margarethenhöhe wohnte und der die Katastrophe als Erster entdeckt hatte. Er winkte ihnen sichtlich erleichtert zu, als sie langsam den Hang hinab stiegen, um hinunter zum Bach zu gelangen. Sie mussten noch auf die andere Seite, wobei umgestürzte Bäume, die quer über dem Bachlauf lagen, eine erhebliche Erleichterung bei der Überquerung darstellten und allzu nasse Füße vermieden. Claudia sah, dass Martha ein Aufstoßen unterdrückte. Ihr war auch recht mulmig zumute. Die schwüle Luft, die zuvor noch nach Regen und frischer Erde gerochen hatte, erfüllte sich nach und nach mit dem üblen, penetranten Geruch von Fäulnis und Verwesung. [...]


Beerdigungsmusik
[...] Der Leichenwagen hatte vor der Friedhofsgärtnerei angehalten, an die die Toiletten und die Trauerhalle angrenzten. Am liebsten wäre Rosanna gar nicht dort entlang gegangen, aber es führte kein anderer Weg daran vorbei. Die Wege teilten sich erst hinter der Trauerhalle und dem Schuppen, an dem sich Friedhofsbesucher Gießkannen, Besen und Harken für die Grabpflege ausleihen konnten. Sie bemühte sich, nicht hinzuschauen, als sie an dem Typen vorbei liefen, dennoch sah sie aus den Augenwinkeln, wie er sie maliziös angrinste, bevor er sich abwandte und mit langsamen, beinahe provozierenden Schritten in die Friedhofsgärtnerei ging. [...]

[...] Noch während der Pfarrer die Trauerrede am offenen Grab hielt, blitzte es wieder - diesmal hatte Rosanna es ganz deutlich gesehen. Sie zuckte zusammen. Frank legte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter und flüsterte ihr zärtlich zu, dass alles in Ordnung sei. Einige Trauergäste waren ebenfalls aufgeschreckt, nur der Pfarrer sprach in monotoner Weise weiter, als wenn ihn das heraufziehende Gewitter nichts anginge. Mittlerweile war es regelrecht zappenduster, was nicht nur auf die Mondfinsternis mitten am Tag zurückzuführen war, sondern auch auf das heraufziehende Gewitter. Es blitzte wieder. [...]


                                Heraufziehendes Unwetter - (c) Alexandra Döll, Essen

Die bibliographischen Daten des Buchs lauten:

Alexandra Döll:
Düstere Schauergeschichten. Zwei unheimliche Geschichten aus'm Ruhrgebiet.
52 Seiten, Paperback.
ISBN: 978-383917162-2
Books on Demand GmbH, Norderstedt. April 2010.
Preis: 5,00 EUR

Montag, 3. Juni 2013

Noch ein bisschen Ruhrgebiets-Fotografie

Zunächst folgt ein Foto des Restaurants Haferkamp im Frohnhauser Süden - war früher, als ich noch dort gewohnt habe, mal mein Stammlokal, weil dort sehr leckeres Essen angeboten wird und weil die Besitzer auch sehr freundlich sind. Seitdem ich mal eine positive Rezension unter suite101.de über das Restaurant veröffentlicht habe, bekomme ich öfter eine Flasche Wein geschenkt oder einen Kaffee, der auf's Haus geht :o).

An meinem 36. Geburtstag war ich dort mit meinen Spießgesellinnen/Groupies Marina, Steffi, Renate und Uli essen und zuletzt mit Thomas Ende April nach unserem Besuch im Folkwang-Museum. Seit ich im Essener Nordwesten wohne, komme ich leider nicht mehr so oft dorthin:


                                         Restaurant Haferkamp, Wickenburgstraße, 45147 Essen

Parkplätze gibt's am Haus natürlich auch (über die Wickenburgstraße erreichbar) und einen ganz tollen, gemütlichen Biergarten. Da das Restaurant in unmittelbarer Nähe des Mühlbachtals liegt, kann man dort auch gut nach einer Fahrradtour oder einem Spaziergang rasten.

Es folgt eine Großaufnahme aus dem Essener Nordwesten, diesmal von der Pfarrkirche St. Michael am Langhölterweg in Dellwig. Dort ist meine Mutter 1959 zur Kommunion gegangen, denn damals gab es weder St. Paulus in Gerschede an der Tangabucht noch St. Hermann Josef im Dachsfeld auf der Grenze Gerschede/Dellwig, wo meine Eltern im Mai 1972 kirchlich geheiratet haben. St. Hermann Josef wurde ja auch erst kürzlich abgerissen, lediglich die KiTa Frechdachse, die zur Gemeinde gehörte, ist bestehen geblieben. Auf dem ehemaligen Kirchengelände soll neuer Wohnraum entstehen und zur Erinnerung an St. Hermann Josef soll dann auch in der Siedlung wieder das Kreuz aufgestellt werden, das sich einst auf dem Dach der Kirche befand.

Während es sich bei St. Hermann Josef eher um eine Kirche modernerer Bauart handelte, ist St. Michael noch eine von den schönen, alten Kirchen.


                                         Glockenturm St. Michael, im Hintergrund: Schurenbachhalde

Die Schurenbachhalde wird auch die Bramme des Ruhrgebiets genannt und liegt in Altenessen-Nord, unmittelbar an der Anschlussstelle E-Altenessen/-Karnap an der A42 (Heßlerstraße).

Passend zu meinem aktuellen Blog-Eintrag "ES und Stinki als Gobblins" und zu meiner Geschichte "Tierische Tierchen" aus meinem aktuellen Buch "Hart wie Krupp-Stahl" besuchte ich heute Vormittag den neuen Teil des Borbecker Schlossparks, wo beide Stories ja spielen :o).


                                         Schloss Borbeck

Das Schloss selbst steht natürlich noch im "alten" Teil des Schlossparks, der sich zwischen Schlossstraße, Fürstenbergstraße, Schlosswiese und Westerberg erstreckt. Dort war ich als Kind sehr oft mit meinen Eltern. Im Schloss Borbeck kann man seit den 90er Jahren auch wieder standesamtlich heiraten, meine Eltern haben dort im Februar 1972 standesamtlich geheiratet - in den späten 70ern und 80ern war dies vorübergehend leider nicht möglich.

Die Dubois-Arena im neuen Teil des Schlossparks diente leider neulich einigen faschistischen Hohlköpfen als Schmierfläche:


Im Hintergrund rechts kann man auch schon den Teich sehen, der sowohl in meinem Blog-Eintrag als auch in der Story "Tierische Tierchen" eine tragende Rolle spielt. Den besagten Teich habe ich natürlich auch mehrfach fotografiert :o).


Links im Hintergrund sieht man auch die Trauerweide, unter der Eva und ich sitzen, um ES und Stinki zu beobachten :o). Allerdings ist der Zugang aufgrund des Schilfs leider mittlerweile ziemlich schwierig geworden, wie ich heute Vormittag sehen konnte.


                                                      Buchcover - Quelle: BoD

Der Himmel sieht auf dem Foto eher gewittrig aus - wenig später hat's auch ein paar Mal gedonnert.

Die Rechte der Fotos liegen bei mir!





Sonntag, 16. Dezember 2012

Skurriles aus dem virtuellen Leben

Neben den allseits bekannten und nervigen Sex-Suchbegriffen zu meinem Blog gibt's natürlich auch richtig intelligente und fröhliche Suchbegriffe, die damit gar nix zu tun haben. Aktuell sind das z. B.:

  • Lustige Geschichten Langnese-Eis
  • Dauerwerbesendung Duschen
  • Essen-Frohnhausen Mühlbachtal Leiche.
Da ich gerne Langnese-Eis esse, habe ich darüber natürlich auch immer mal wieder die eine oder andere lustige Geschichte geschrieben, denn auch bei meinen Groupies stand Langnese-Eis hoch im Kurs. Gerade im Sommer haben wir immer wieder Eis bei Rewe am Carlsplatz (Mai 2010  bis Dezember 2011) oder früher auf der Friedrichstraße in Düsseldorf (Juni 2009 bis Mai 2010) gekauft. Besonders beliebt waren natürlich die "sexistisch" angehauchten Sorten wie z. B. Ed von Schleck, Flutschfinger, Brauner Bär usw, hehe.

Dauerwerbesendung Duschen...wäre mir jetzt keine bekannt, aber ich hab da schon wieder meine ganz eigenen Vorstellungen zu. Das beworbene Duschgel würde Pheromone (Sexuallockstoffe), einen guten Duft und vielleicht auch noch nen Schuss Enthaarungscreme enthalten, haha. Ich würde das Duschgel dann "Haarig ohne Haare" nennen, denn wegen der Pheromone würden die Damen, die die Witterung eines Herrn aufnehmen, der "Haarig ohne Haare" verwendet hat, rattendoll werden - und die Damen, die wollen, dass der Mann ihrer Träume am ganzen Körper so glatt rasiert ist wie ein Kinderpopo, würden ganz abdrehen :o). Als Werbeträger würde ich natürlich einen Nacktfrosch ("Quak!"), ES ("Mr. Dole, look at me and my hairless body!" - ich weiß noch nicht mal, ob ES Haare auf der Brust hat, höhö) und Stinki ("Wat is'n da unten eigentlich los?!" - wenn dann plötzlich die Sackhaare entfernt sind...) im Spot mit einbauen, natürlich untermalt von schönem pornographischen Geklimper oder Saxophon-Geblase, haha. Natürlich kämen auch einige hirnblonde Damen zu Wort, die sich dann pseudointelligent äußern könnten, z. B. so:

  • Dame 1: "Mein Mann hat Haarig ohne Haare verwendet und ich war überrascht, wie schnell er nach dem Duschen enthaart war. Früher dauerte das ja ewig..."
  • Dame 2: "Oh, schauen Sie nur, mein Freund hatte früher so einen Busch da unten! Schauen Sie mal, jetzt sieht er untenrum aus wie ein Kinderpim***!"
  • Dame 3: "Ein tolles Produkt! Ich mag keine Männer mit Haaren am Körper!"
Ach ja, und für die Herrschaften, die direkt drei Flaschen von diesem ach so tollen Duschgel abnehmen, gibt's noch gratis eine Wochenration Shot for Slim, eine Monatspackung Lioran und ein Skalpell für die Gehirnamputation GRATIS dazu! :o) Marina, die ja früher Gehirnchirurgin werden wollte, würde auch 10 % Preisnachlass auf die Gehirnamputation gewähren, höhö.

Zum Suchbegriff "Essen-Frohnhausen Mühlbachtal Leiche" fällt mir meine erste Geschichte in dem Buch "Düstere Schauergeschichten" ein, in dem tatsächlich Särge nebst Inhalt nach einem gewittrigen Starkregen ins Mühlbachtal gespült werden. Die Geschichte war ja rein fiktiv, wenn sie auch auf Tatsachen basierte, die sich im Jahr 2003 in Gummersbach tatsächlich so abgespielt haben. Es wäre mir allerdings neu, dass aus der Fiktion jetzt Wirklichkeit geworden ist - auch wenn das Mühlbachtal direkt an den Südwestfriedhof angrenzt und einige ältere Gruften praktisch direkt ans Mühlbachtal angrenzen.

Vielleicht hat da der Fragesteller auch nur ein paar Untote gesehen, die sich durchs Mühlbachtal schleppten, weil die innerlich schon tot sind und nur zu faul zum Umfallen. Das ist ja heute die ganz große Mode *nerv* und darauf habe ich ja auch in meinem Bühnenprogramm "Männer, Frauen, Zombies", das ich im Oktober 2008 im Kleinen Theater Essen gegeben habe, angespielt.