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Freitag, 12. Dezember 2014

Heute mal an einem Original-Schauplatz :o)

Gegen 12.30 Uhr fuhr ich mit Clio erst zur Sparkassen-Filiale auf der Donnerstraße/Ecke Kraienbruch und von dort aus weiter zum Kiosk auf der Donnerstraße/Ecke Mövenstraße, in dem ja in meiner Novelle "Liebe, Tod und Teufel" das Bestattungshaus R. I. P. seinen Sitz hat, das von Nelly und ihren Freunden Steve und Achim geführt wird. Passenderweise parkte Clio auch in der Mövenstraße, wo ja Nellys Kollege Achim gemeinsam mit seiner 13-jährigen Tochter seine Wohnung hat.

Nachdem ich in besagtem Kiosk meine Sargnägel und etwas zu trinken gekauft hatte, sind Clio und ich weiter durch die Mövenstraße gefahren und von dort aus rechts auf die Hülsmannstraße Richtung Gerschede abgebogen. Dabei sind wir unter der Eisenbahnbrücke durchgekommen, unter der die Kussszene zwischen Nelly und Steve im ersten Kapitel "Nachtschicht" des Buches "Liebe, Tod und Teufel" spielt :o).


Buchcover - Quelle: BoD

Das Cover mag zwar ein bisschen schmucklos erscheinen, aber schwarz mit gelber Schrift passt ja gut zu einem Bestattungshaus :o). Außerdem nützt das kreativste und ansprechendste Cover nix, wenn der Inhalt des Buches Mist ist, denn manchmal gilt leider wirklich: Verpackung vor Inhalt...da ist mir und wohl auch meinen Lesern guter Inhalt wichtiger als ein tolles Cover, das inhaltlichen Blödsinn kaschieren soll.

An eben jener Brücke über die Hülsmannstraße, unter der sich Steve und Nelly im Schein des Morgen-Vollmondes küssen, begegnete Clio und mir heute im wahren Leben ein silberner Audi, der es offenbar vollkommen überbewertet fand, seine Scheinwerfer bei dem trüben Wetter einzuschalten - klar, silber sieht man sehr gut bei grauer Einheitssuppe. Auch wenn die Hülsmannstraße an der Stelle ziemlich eng ist, passen zwei Autos gleichzeitig durch, aber nicht, wenn man(n) einen silbernen Audi fährt :o). Clio meinte jedenfalls nur ganz genervt zu dem Audi: "Ey Audi, du wirst jetzt voll gehated!" :o)) Dann fuhren wir gelassen weiter, aber der Audi wurde offenbar depressiv, weil er jetzt von einem Clio TCe gehated wurde, denn fast hätte er statt der Fahrbahn den Brückenpfeiler genommen *glucks*. Ich sag's ja immer wieder: Jeder Rowdy fährt nen Audi!

Nachdem Clio  seinen Unmut über den silbernen Audi kund getan hatte, sind wir an der nächsten Kreuzung nach links auf die Bischof-Franz-Wolf-Straße abgebogen, wo wir zunächst den Pausmühlenbach überquerten und nach wenigen hundert Metern wieder rechts auf den Düppenberg abbiegen konnten Richtung Heimat.

An der Ampel Reuenberg/Gerscheder Straße fand Clio das nächste Auto, das er voll haten konnte, denn als wir schon seit einigen Sekunden Grün hatten und zum Glück NICHT sofort in die Kreuzung eingefahren sind, fuhr bei Dunkelrot ein bekloppter Mercedes den Reuenberg entlang - tja, Rot gilt für alle Autofahrer, nur für Fahrzeuge der Marken Porsche, BMW, Mercedes und Audi nicht. Wenn Clio und ich zwei Sekunden früher in die Kreuzung eingefahren wären, hätte sich der dusselige Mercedes aus Bottrop wahrscheinlich gewundert, wo mein Clio jetzt her kommt und warum dieser französische Kleinwagen einfach bei Grün fährt und sich einem Mercedes in den Weg stellt, denn die haben ja eingebaute Vorfahrt, auch wenn sie eigentlich anhalten müssten :o))). Clio rief dem Mercedes jedenfalls auch hinterher: "Ey, Benz, du wirst jetzt voll gehated!" Ob's den Benz und dessen Fahrer gestört hat, können wir leider nicht mit letzter Sicherheit sagen.

Samstag, 4. Oktober 2014

Für Borbecker. Für Gerscheder. Für Dellwiger. Für alle. :o)

Meine im November 2008 erschienene Novelle "Liebe, Tod und Teufel" spielt ja ausschließlich in den drei Stadtteilen Dellwig, Borbeck und Gerschede. Das Bestattungshaus liegt an der Donnerstraße auf der Ecke Mövenstraße am Ortsrand von Borbeck, nur noch wenige Meter von Gerschede und dem dazugehörigen Haltepunkt der S9 entfernt. Die folgenden Leseproben stammen aus den ersten beiden Kapiteln des Buchs.

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Nachtschicht

[...] Steve hatte den Leichenwagen vom Hof auf die Mövenstraße gesteuert und war dann rechts auf die Donnerstraße abgebogen, um nach gut 50 Metern wieder rechts auf den Weidkamp zu steuern. Außer ihnen war überhaupt kein Mensch unterwegs, die Kneipen am Weidkamp hatten bereits geschlossen. Das Wetterleuchten war noch heftiger geworden. Nach 75 Metern bog Steve an der Ampel links ab auf die Hülsmannstraße, an der auch das Philippusstift nur wenige Meter entfernt vom Germaniaplatz lag. Die Reifen des Leichenwagens rumpelten auf den Straßenbahnschienen. [...]

(Seite 5 - 36)

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Fieberträume

[...] "Wo ist denn unsere Leiche hin?", flüsterte Steve mit heiserer Stimme.
"Weit kann sie noch nicht sein," antwortete sie mit einem Anflug von Galgenhumor.
Ihr Blick fiel plötzlich auf ein grünes Postie, das auf den Tisch gepappt worden war. Sie trat näher an den Tisch heran, um es lesen zu können. Dort stand geschrieben:

Bin kurz Kiwi kaufen. Eure Leiche. [...]

(Seite 37 - 56)

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Beide Leseproben spielen also komplett in Borbeck, wobei das Haus auf dem Herskamp, das Protagonistin Nelly mit drei Freundinnen bewohnt, ja in Dellwig liegt. Zu Beginn des Buchs macht Nelly mit ihrem besten Freund und Kollegen Steve sowie ihren beiden Hunden einen Spaziergang entlang des Bahndamms bis zur Münstermannstraße in Gerschede, begleitet von einem blutroten, feurigen Sonnenuntergang.


Häuser in der Mövenstraße - (c) wohnbau-essen-eg.de