Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
Freitag, 2. September 2011
Merkwürdige Vorgänge in E-Gerschede und Umgebung
Nach einem unlustigen Stau auf der A52 am Nachmittag erreichte ich endlich nach einer guten Stunde mein Domizil *schnauf*, wo ich mir erst mal meine unterschiedlich farbigen Chucks von den Füßen gezogen habe. Wenig später guckte ich ein wenig in die Glotze, wurde jedoch aufgeschreckt, weil es gegen meine Scheibe knallte - eine Taube war dagegen geflogen. Keine Sorge, dem Vogel geht es gut, denn er flog unverletzt, aber ziemlich verschreckt von dannen, aber einen Abdruck (kein Blut!) hat er dennoch an meiner Scheibe hinterlassen. Sieht fast aus wie das Symbol mit der Friedenstaube. Eigentlich verstehe ich aber gar nicht, warum die Taube gegen mein Fenster gerauscht ist, denn auf der Fensterbank stehen eigentlich genug Grünpflanzen, sodass sie aufgrund dessen hätte schließen müssen, dass da ne Scheibe sein muss, weil ja auch die Spiegelung dadurch aufgehoben ist, aber vielleicht war die Taube auch einfach nur völlig verwirrt, weil ihre Artgenossin während eines starken Unwetters vor zwei Wochen von einem Blitz mit Sinn für schwarzen Humor gegrillt wurde. Sie ist auch bis dato der einzige Vogel gewesen, der gegen meine Scheibe gerauscht ist - anderen Vögeln ist das noch nie passiert. Mir ist zwar mal ein kleines Rotkehlchen kurzfristig durch die offene Balkontür ins Wohnzimmer geflogen und hat sich für einige Sekunden zutraulich auf der Lehne meines Sessels niedergelassen, doch das kleine Vögelchen hat recht schnell registriert, dass es hier falsch war - und ist problemlos aus der Balkontür rausgeflattert in die Freiheit. Vielleicht sollte ich mal auf meinem Balkon die Attrappe eines Raben platzieren, damit verwirrtes Federviech nicht noch mal gegen mein Fenster rauscht.
Meine Stofftiere haben sich auch mächtig erschrocken, als es plötzlich gegen die Scheibe knallte. Sammy wollte sogar schon nen Kardiologen für sich bestellen, obwohl sie überhaupt nix am Herzen hat - sowohl ihr Brüderchen Ecki als auch ich hielten das für reichlich übertrieben, sodass Sammy schließlich von dem Plan Abstand nahm. Gestern wäre sie auf einer Kreuzung auch fast mit Ecki zusammen gestoßen, denn sie wollte links abbiegen, sodass Ecki als geradeaus fahrendes Fahrzeug natürlich Vorfahrt hatte. Zum Glück haben beide schnell reagiert, sodass eine Kollision vermieden werden konnte. Sammy war nach eigener Aussage einen Moment nicht ganz bei der Sache, da sie von ihrer Mutti (also mir) geträumt habe - hm, ich hoffe jetzt nicht, dass noch weitere Menschen aus meinem Dunstkreis (Beinahe-)Unfälle bauen, weil sie gerade an mich denken :o)). Es gab auf der Kreuzung jedenfalls ein großes Hallo, als sich eine Mini-Berggorilla-Dame mit roter Haarschleife in einem schwarzen Twingo und ein Mini-Berggorilla-Männchen mit wüster Frisur in einem schwarzen 3er BMW auf der Kreuzung angemault haben, hehe. Anna und Erna rauschten missbilligend mit ihrem 5er BMW an den beiden vorbei und nahmen Sammy als ihre besten Freundinnen nachher noch ordentlich ins Gebet.
Mittwoch, 24. März 2010
Guerilla-Gardening

Foto: (c) Rolf Handke, Pixelio
____________________________________
Eine meiner Autorenkolleginnen bei Suite101.de hat zum o. g. Thema einen sehr interessanten Beitrag geschrieben, der sich auch auf die Stadt Essen bezieht:
http://essen.suite101.de/article.cfm/guerilla-gardening
Auch Marina, die heute Mittag nach zweitägiger Krankheit wieder zur Arbeit erschienen ist, findet das Thema hochgradig spannend. Beim Guerilla-Gardening geht es offensichtlich darum, urbane Flächen wie Betonwüsten, Müllhalden, Brachland etc. zu begrünen und zu bepflanzen. Dieser Trend löst offensichtlich das Sprayen ab, das ja vielfach auch der Verschönerung von eintönigen Flächen dient - es sei denn, es handelt sich um Tags oder blöde Parolen, die kein Mensch braucht. Mehr hierzu gibt's in dem besagten Artikel.
Hm, vielleicht sollten Marina, Steffi, Zeno, Thomas und ich auch mal ein bisschen Guerilla-Gardening bei uns in der Bank machen, z. B. im Innenhof. Marina als Obstkannibalin und -fetischistin würde natürlich Obstbäume und Platanen pflanzen, weil absolut cool, mir hingegen haben es eher Krokusse angetan (passend zur Saison). Auch Steffi und Zeno sind sicherlich für was Blühendes, Farbenfrohes mitten im Beton, aber die Pflanze, die Thomas zur Verschönerung unseres komplett betonierten Innenhofs verwenden könnte, muss erst noch erfunden werden, denn diese Pflanze müsste sich drehen und wenden und am besten noch brüllend lachen können ;o). Sowas gibt's ja vielfach schon als Deko-Artikel - also singende und tanzende Blumen - aber eben noch keine echten Gewächse. Wahrscheinlich wäre er auch sehr unentschlossen, wo er seine Primelchen pflanzen soll...auch das Parkhaus in der Luisenstraße würde sich hervorragend für Guerilla-Gardening eignen.
Unter Guerillas stellt man sich ja immer Leute in Camouflagehosen, Kampfstiefeln, mit olivgrünen T-Shirts und Tarnfarben im Gesicht vor. Das wäre natürlich sehr lustig, wenn wir uns dann auch wie die Guerilla-Krieger durch den asphaltierten Großstadt-Dschungel schlagen und statt Patronenhülsen eben halt Blumen- und Baumsamen verschießen. Damit das Ganze dann auch wenigstens den passenden musikalischen Anstrich hat, wären die folgenden Songs passend - für jeden Geschmack ist etwas dabei:
- Running through the jungle
- The law of the jungle
- The Wall
- Lemon tree
- Kiss from a rose
- Rote Rosen
- Weiße Rosen aus Athen
- Bed of Roses.
Marina wünscht sich noch einige Elfen, die in den Obstbäumen pimpern, damit es auch schön gliltzert und scheint wg. dem Elfensperma. Von den Scorpions spielen wir jedoch nichts, weil Marina die nicht mag (obwohl sie aus der Nähe von Hannover stammt) und die haben m. W. auch nix mit Bäumen oder Blumen in ihren Texten. Zeno könnte dann zusammen mit mir unter der Platane, die Marina gepflanzt hat, abrocken, Thomas darf dann auch wilde Pirouetten dazu drehen und unsere Steffi - tja, sie macht entweder das betretene Gesicht (vor allem, wenn Thomas fast die von ihr gepflanzten Blumen ummäht) oder beschießt ihn genervt mit Yogurette. Marina zeigt derweil auf eine Ananas, macht bekloppte Fotos von uns oder bloggt über ihr Guerilla-Gardening-Dasein ;o).