Heute schickte mir eine meiner ehemaligen Kundinnen - gehört übrigens auch zur Randgruppe der gebildeten, gut qualifizierten Frauen, die man nicht für ein Glas Cola bei Kik oder in der Kneipe abschleppen kann und die etwas mehr auf der Pfanne hat als ein dümmliches "Hihi" - ein Bewerbungsanschreiben zum Lektorat. Natürlich mailen wir uns auch immer persönliche Freundlichkeiten hin und her, und sie schlug mir vor, weil ES doch, als er noch hier vor Ort war, immer strahlende Kuhaugen bekommen hat, wenn er mich sah, doch mal mit ihm ein Glas Milch trinken zu gehen. Hmmmmm...:o). Für ein Glas Milch nach Paris zu fliegen wäre doch etwas teuer, oder?! Außerdem denke ich, dass einige Pariser Mütter dann Mitleid mit ES hätten und ihm einfach die Fläschchen ihrer Babys reichen würden - das wiederum würde dann zu Geheul bei den Babys führen, wenn ES ihre Milch trinkt :o(.
Meinen Zeugnisentwurf meines ehemaligen Arbeitgebers habe ich auch abgenickt, denn das Zeugnis ist wirklich sehr gut und entspricht ja auch den Tatsachen. Dann werde ich es wohl nächstens als Geburtstagsgeschenk in der Post haben.
Hm...manchmal wundere ich mich auch etwas über Suchbegriffe zu meinem Blog. Also, die Seite hier ist zwar humorig und bisweilen auch etwas zweideutig, aber nicht weder blöd noch pornographisch noch niveaulos. Soeben entdeckte ich den Suchbegriff "In der Umkleide bei Kik Verkäuferin gepoppt" - hm, ich glaube, da sollte man am Niveau von beiden Beteiligten zweifeln, auch wenn Verona Pooth als Hirnblondine ja immer den Slogan laberte "Kik ist besser als wie man denkt". (Oder du oberflächlicher und blöder als wie man denkt...). Der Typ hat kein Niveau, wenn er in dem Billig-Laden einkaufen geht bzw. mit solchen Ausdrücken um die Ecke kommt, weil's für mehr wohl nicht reicht, und die Verkäuferin hat wohl auch kein Niveau, denn sonst würde sie nicht in einem Laden arbeiten, der Arbeitskräfte in der Dritten Welt unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften lässt und auch hier in Deutschland versucht hat, fragwürdiges Lohn-Dumping zu betreiben. In einem Fall sind sie damit aber beim Arbeitsgericht vor die Pumpe geflitzt, hähä.
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Mittwoch, 25. April 2012
Montag, 23. April 2012
Traue keinem Beitrag...
...den Du nicht selbst manipuliert hast. Normalerweise bezieht sich das ja auf Statistiken und nicht unbedingt auf Fernsehberichte, aber bei den Sat1-News letzte Woche war es soweit: Angeblich sind anonyme Bewerbungen ja total angesagt und haben gerade ausländischen Mitbürgern und Frauen einen neuen Job verschafft - hm, das ist jetzt nicht rassistisch gemeint, aber Frauen genauso zur Randgruppe zu deklarieren wie Ausländer, ist schon mehr als fragwürdig. Eigentlich ist es eher ein Armutszeugnis, wenn so genannte Randgruppen wie Schwerbehinderte, ausländische Bewerber oder neuerdings auch Frauen, angeblich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben mit anonymen Bewerbungen. Da sollten sich lieber manche Arbeitgeber fragen, was sie für n komisches Weltbild haben, wenn sie Ausländer, Frauen, Behinderte usw. nicht einstellen bzw. nicht mal in die engere Auswahl nehmen.
Vor allem: Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt doch raus, ob jemand einer Gruppe angehört, die der Chef absolut nicht zu seinen Arbeitnehmern zählen möchte - dann folgt die Absage eben nicht auf die Bewerbungsunterlagen, sondern nach dem Vorstellungsgespräch.
Repräsentativ ist das Ganze ohnehin nicht, zumal ich viele Arbeitgeber kenne, die von anonymen Bewerbungen gar nix halten - entweder stehe ich zu dem, was ich bin oder bewerbe mich gar nicht erst bei einem Unternehmen, wenn ich schon meine, aufgrund irgendeines Merkmals meiner Person aussortiert zu werden. Ich stelle zwar auch fest, dass Männer häufig Frauen vorgezogen werden im Bewerbungsprozess, aber welche normale Frau möchte schon in nem Unternehmen anfangen mit so nem komischen Weltbild, das Frauen auf Äußerlichkeiten, dümmliches Hihi und gebärfreudiges Heimchen am Herd reduzieren will und deshalb einfach nur Absagen schicken?
Vor allem: Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt doch raus, ob jemand einer Gruppe angehört, die der Chef absolut nicht zu seinen Arbeitnehmern zählen möchte - dann folgt die Absage eben nicht auf die Bewerbungsunterlagen, sondern nach dem Vorstellungsgespräch.
Repräsentativ ist das Ganze ohnehin nicht, zumal ich viele Arbeitgeber kenne, die von anonymen Bewerbungen gar nix halten - entweder stehe ich zu dem, was ich bin oder bewerbe mich gar nicht erst bei einem Unternehmen, wenn ich schon meine, aufgrund irgendeines Merkmals meiner Person aussortiert zu werden. Ich stelle zwar auch fest, dass Männer häufig Frauen vorgezogen werden im Bewerbungsprozess, aber welche normale Frau möchte schon in nem Unternehmen anfangen mit so nem komischen Weltbild, das Frauen auf Äußerlichkeiten, dümmliches Hihi und gebärfreudiges Heimchen am Herd reduzieren will und deshalb einfach nur Absagen schicken?
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