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Samstag, 4. August 2018

Die Hitze nervt...

Ich freue mich ja über das schöne Wetter, aber der ewige Sonnenschein ohne einen Tropfen Regen und die Temperaturen über 30°C sind echt nicht mehr schön. Abends brauche ich immer mindestens eine halbe Stunde, bis ich eingeschlafen bin, aber wenn ich weggetreten bin, liege ich dann auch im Koma :o). Allerdings finde ich Sondersendungen, wie praktisch jeden Abend im WDR zu sehen, auch reichlich übertrieben. Wenn der Regen irgendwann mit Macht kommt, ist das dem WDR auch wieder eine schwachsinnige Sondersendung wert - und dann wird wieder rumgeheult, weil es regnet, wobei die dann aber vergessen, dass wir vorher wochenlang Sonnenschein mit Temperaturen über 30°C hatten :o/. Alle Sendungen auf den dritten Programmen fingen pünktlich um 20.15 Uhr nach der Tagesschau an, aber der WDR hat ja die Hitze zum Dauerthema gemacht - über die wirklich wichtigen Dinge vergisst dieser Gutmenschensender, für den es nur die Regionen Düsseldorf, Köln und maximal Aachen gibt, aber regelmäßig zu berichten. Die nerven die Leute jährlich mit dem CHIO in Aachen oder sonstwas aus Köln oder Düsseldorf, aber das Stillleben auf der A40 im Ruhrgebiet im Kulturhauptstadtjahr 2010 war denen gerade mal zehn Minuten Sendezeit wert *nerv*. Auch das Münsterland, das Bergische oder Ostwestfalen-Lippe fallen beim WDR auch regelmäßig unter den Tisch.

Gestern Abend habe ich mir eine Wohnung in Bottrop-Batenbrock am Ostring angeschaut - und die Hütte hat mir sehr gefallen, zumal die Vormieter das Katzennetz am Balkon lassen würden, wenn ich die Wohnung denn bekommen würde. Die Wohnung hat 61 m², 2,5 Zimmer und kostet warm 480,- EUR - die in der Blitzstraße hat nur 46 m² und kostet 505 EUR. Nächste Woche bekomme ich Bescheid, ob ich die Wohnung bekomme, wobei ich aber ein gutes Gefühl habe. Schön ist auch, dass der Vermieter ebenfalls zwei Golden Retriever hat und die Vormieter neben zwei Katzen auch zwei Zwergkaninchen und eine Schildi :o). Um die Ecke rum habe ich eine griechische Pommesbude und einen Getränkemarkt schräg gegenüber. Das hört sich ja schon mal gut an. Das Tetraeder auf der Halde an der Beckstraße ist nur gut einen Kilometer entfernt. Ich wohne zwar seit über 44 Jahren in Essen, aber Bottrop grenzt direkt an und das ist ja auch in Ordnung so - mein Vater kommt gebürtig aus Bottrop (Welheim), ist aber jetzt seit 47 Jahren Essener :o).

 
Bubi und seine Frau Melody - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Bubi ist jetzt der Chef von Bottrop-Alt-Welheim direkt am Emscherklärwerk, seine Kumpels Dumbo Drogenwatschel und Dirki Drogensumpf sind die Chefs der Kläranlagen von Berne und Boye :o) - natürlich nicht direkt, sondern beim Drogenverkauf, hihi. Bubi steht immer mit Melody und seiner Tochter Nanne vor dem Emscherklärwerk an der Welheimer Mark und wirkt total unschuldig, bis er die Leute anspricht. Gestern hat er sich mit Eulalia Emilie Eule um die Vorherrschaft auf dem Bottroper Ostfriedhof geprügelt - dort liegt übrigens meine Oma väterlicherseits begraben :o) - aber Bubi hat gewonnen, hihi. Gestern ist die Polizei mal durch die Welheimer Mark gefahren und hat Bubi nebst seiner Gattin und Tochter kontrolliert, aber Bubi hat den einen Polizisten belabert, bis der aus dem Ohr geblutet hat :o))). 

Donnerstag, 31. August 2017

Eine irre Lasershow am Himmel

Gestern Nachmittag hat es aus Richtung Duisburg vier- oder fünfmal leise gebrummelt, dann war es schon wieder vorbei mit dem Gewitter. Gestern Abend, als es bereits dunkel war, und über der Kokerei Prosper-Haniel die Flammen wegen des abgelöschten Koks loderten, wurde der Himmel mehrfach von grellen Blitzen erleuchtet, die aber wohl zu weit entfernt waren, um einen Donner hören zu können. Einmal habe ich aber etwas gehört, denn ein Blitz ging in etwa in Höhe Bottrop-Ebel nieder und das sind eindeutig weniger als 15 Kilometer. Der Rest der Blitze schlug hinter dem Tetraeder ein und einer zwischen der Halde Beckstraße, auf der das Tetraeder steht, und der Halde Prosperstraße mit der Skihalle auf dem Gipfel. Sammy hatte schon wieder Angst, obwohl das Gewitter nicht näher kam.

 
Skihalle vom Tetraeder aus aufgenommen - haldenruhr.de


Heute Morgen hatte es abgekühlt - gestern bin ich bei 23°C und Schwüle los gefahren, heute waren es nur 14°C, begleitet von mäßigem Regen. Entsprechend hatte ich heute meinen letzten Tag der Einarbeitung und mein EDV-Zugang steht auch mittlerweile, sodass ich mir einige Dokumente auf dem Bildschirm anschauen konnte. Morgen bekommen wir eine Gruppe mit 15 Teilnehmern und ab morgen bin ich ja auch festangestellt :o). Wie mein Chef mir sagte, wird mein Geld immer um den 27. oder 28. rum auf dem Konto sein. Jetzt müssen wir noch einen Dozentenvertrag machen, damit ich auch meine Stunden während der Einarbeitung in Rechnung stellen kann.

Vorhin, nach Feierabend, kam sogar mal kurzfristig die Sonne raus, als ich durch Borbeck und Gerschede fuhr, aber mittlerweile ist es wieder sehr wolkig. Es sieht doch wieder arg nach Regen aus.

 
Gleispark Frintrop im Trüben - (c) RVR, Bosch

Freitag, 14. Juli 2017

Eine Fahrt nach Datteln

Gestern bin ich ja nach Datteln gefahren und bis auf einmal verfahren habe ich den Laden gut gefunden - beim ersten Mal war ich eine Straße zu früh abgebogen, aber zwei Einmündungen weiter hatte ich die Institution gefunden :o). Datteln ist eine hübsche Kleinstadt, aber kaum ist man drin, ist man schon wieder raus. Gestern habe ich auch einen Kanal überquert - m. E. ist es der Wesel-Datteln-Kanal, es kann aber auch der Datteln-Hamm-Kanal gewesen sein :o)).

Das Gespräch war angenehm, aber ich muss sagen, mich nervt es, was manche Leute mir nicht zutrauen :o/. Ich bin zwar ein freundlicher Mensch, aber wenn mich jemand nervt, kann ich auch einen ganz anderen Ton anschlagen und Dinge organisieren, wozu ich z. B. auch im Sekretariat gezwungen war, wenn sich mein jeweiliger Chef am anderen Ende der Welt befand. Auch bei Oscar Winzen, der Outplacement-Beratung, bei der ich für drei Jahre tätig war, waren wir gezwungen, vieles selbst zu organisieren, denn wir hatten unser Büro in Essen bzw. Düsseldorf und die Geschäftsleitung saß in Wehrheim im Taunus, aber egal. Ich kann nix dafür, wenn manche Leute auf Großkotzerei und Schaumschlägerei stehen, ganz einfach. Das nervt Sarah auch. Zwischen Kucki und mir bei der DAA stimmte die Chemie sofort, und wenn das nicht von Anfang an der Fall ist, weiß ich nicht, ob das immer so sinnvoll ist. Ich fange auch nicht an, falsches Zeug zu schauspielern - entweder mag mich jemand so, wie ich bin, oder er lässt es einfach. Verbiegen möchte ich mich wegen eines Jobs nämlich nicht, und es hat mehr als eine Person im Vorstellungsgespräch gegeben, die von mir zu 100 % überzeugt waren.

Ich würde auch gerne mit Straffälligen und/oder Drogenabhängigen arbeiten, genau wie Sarah, die ihr Vorpraktikum in einer Drogenberatungsstelle für Frauen in Essen absolviert hat, denn manches im Bildungswesen nervt mich, vor allem die ganzen linken Bazillen, die nix können außer andere ausspionieren und denunzieren. Da ist unser ehemaliger Betrieb in Mülheim ein gutes Beispiel für. Auch mit Tieren würde ich gerne arbeiten, denn Tiere haben originelle Einfälle und sind dankbar für jede Aufmerksamkeit, die man ihnen zuteil werden lässt. Das ist wesentlich besser als dieses pseudofreundliche Getue mancher Menschen.

Als wir gestern aus Datteln zurückkamen, sind wir nach Bottrop-Welheim gefahren, weil mein Papa dort aufgewachsen ist :o). Auch wenn es immer noch oberflächliche, blöde Zeitgenossen gibt, die meinen, Bottrop sei die hässlichste Stadt Deutschlands (nicht wahr, liebe FAZ?), so ist das überhaupt nicht so. Sammy hat sogar in Welheim Passanten auf der Straße angequatscht, wobei sie jedoch leider nicht verstanden wurde - Welheim hat mittlerweile einen ziemlich hohen Ausländeranteil. Auch als wir in Bottrop-Boy waren, haben Bubi und Melody vergnügt gekräht wegen der Skihalle bzw. dem Alpin-Center an der Prosperstraße und dem Tetraeder in Batenbrock :o).

 
Skihalle Bottrop und Kokerei Haniel vom Tetraeder aus gesehen - (c) haldenruhr.de

Mittwoch, 5. Juli 2017

Langeweile und Arroganz

Irgendwer scheint sich ein wenig anzuöden, denn in den letzten Tagen bekomme ich Nachrichten von Google, dass irgendwer versucht, sich über mein Konto anzumelden und dass Google den Anmeldeversuch unterbunden hat :o/. Wenn sich irgendwer langweilt, würde ich ein interessantes Hobby empfehlen, wie z. B. Angstfrei Töpfern in der Toskana oder stressfreies Leistungsschwimmen im Haifischbecken, aber auf solche Ideen kommen Hacker, Kriminelle und chronisch gelangweilte Zeitgenossen ja nicht :o).

Tja, und Peter Tauber von meiner "Lieblingspartei", der CDU, hat ja einen Shitstorm mit seiner Gegenfrage ausgelöst, ob derjenige, der befürchtet, drei 450-Euro-Jobs zu benötigen, nix Anständiges gelernt zu haben. Och, lieber Herr Tauber, das Kompliment können wir gerne zurückgeben, denn als Politiker hat man gar nix Anständiges gelernt, sondern stattdessen Kohle abgreifen von denen, die eh schon nicht viel haben. Ich frage mich immer wieder, wer soviel Arroganz und geisteskrankes Rautezeigen wählt, aber manche sind ja autoritätenhörig oder halten Tatenlosigkeit auch noch für gute Politik :o)). Deshalb kann ich kaum glauben, dass die CDU in Wählerumfragen immer mehr zulegt. Viele Deutsche stehen teilweise auf Show und verarscht werden, so mein Eindruck. Herr Tauber hat sich zwar mittlerweile entschuldigt, aber überhaupt so einen Ausspruch zu tätigen, geht gar nicht. Das zeigt doch schon, was er von einem Teil seiner Wählerschaft hält und das ist leider nicht allzu viel.

Auch die Stadt Essen ist wieder sehr lustig: mittlerweile haben wir zwei Baustellen in Gerschede - eine auf der Kreuzung Bergheimer Steig/Reuenberg/Gerscheder Straße und eine weiter südlich zwischen Zwergstraße und Möllhoven, wo erst vor ein oder zwei Jahren neue Rohre gelegt wurden, denn dort hat es offenbar einen Wasserrohrbruch gegeben :o(((. Sorry, qualitativ gute Arbeit muss wohl offenbar keiner mehr abliefern, Hauptsache, die Kohle im eigenen Portemonnaie stimmt, da müssen die Anwohner und Verkehrsteilnehmer halt mit meiner Geldgeilheit leben. Man ist jetzt gezwungen, ab Zwergstraße über die Bergheimer Straße auszuweichen, und da soll demnächst auch eine Baustelle hin.

Gestern bin ich für kommenden Montag zu einem Vorstellungsgespräch nach Bottrop-Boy eingeladen worden :o). Wunschgemäß habe ich der Dame den Termin bestätigt und freue mich natürlich auch auf das Gespräch. Die Firma sitzt unweit des Tetraeders, was ich von meinem Balkon aus gut auf der Halde an der Beckstraße sehen kann :o)).

 
Tetraeder am Abend - (c) Guntram Walter, route-industriekultur.de

Sonntag, 26. März 2017

Die Zeitumstellung...

...nervt, denn wir haben eine Stunde kürzer geschlafen als sonst *seufz*. Statt um neun habe ich heute bereits um acht gefrühstückt und morgen stehe ich nicht um fünf nach halb sechs auf, sondern in Wirklichkeit erst um fünf nach halb fünf. Sarah und meine Mama sind auch schon grummelig wegen der Zeitumstellung.

Meine Stoffies sind heute auch nicht so gut drauf wie sonst. Lämmchen Netty hatte heute Nacht einen Alptraum, sodass ich sie getröstet habe - da Sammy eifersüchtig war, hat sie sich auch mal direkt einen zugelegt :o)). Die meisten anderen Schafe haben bis elf Uhr geschlafen und waren immer noch müde. Sammy hat derzeit Kreislauf-Probleme - als sie heute Morgen um zehn Uhr zum Büdchen auf dem Reuenberg ging, musste sie den Steilhang hoch laufen und war ganz aus der Puste, als sie am 60 Meter entfernten Büdchen ankam :o)). Ursprünglich wollte sie erst noch 100 Meter weiter laufen zur Pizzeria Don Camillo, hat es aber doch sein lassen, weil sie atemlos war und keinen Bock hatte, in der Ebene (!) 100 Meter weiter zu laufen. Außerdem hatte Don Camillo um diese Zeit noch gar nicht geöffnet. Das Geld für die Süßigkeiten hatte sie, da sie vorher an ihrem Yaris war, der ihr 2 EUR in die Hand gedrückt hat mit den Worten, dass sie sich Süßigkeiten kaufen solle :o). Das hat sie auch direkt getan.

Da ich ja am Donnerstagnachmittag Besuch vom Borbeck Kurier bekomme, habe ich gestern die Böden in meiner Hütte gewischt - das Badezimmer fehlt als Einziges noch - und schon mal ein wenig aufgeräumt. Mein Besuch soll sich ja wohl fühlen und nicht das Gefühl haben, er kommt in ein wohlstrukturiertes Chaos :o). Wenigstens ist das Wetter gut, wenn auch heute Morgen ein wenig nebelig - ich konnte ja noch nicht mal St. Michael von meinem Balkon aus sehen, vom Tetraeder ganz zu schweigen. Seit etwa halb zwölf hat es jedoch aufgeklart.

Freitagnachmittag war der Verkehr auf der A42 mörderisch, denn es war unheimlich viel los - vermutlich haben die Sonntagsfahrer ihre Karren aus der Garage geholt :o). Als ich den Stadthafen Essen überquerte, sah ich unweit des Bottroper Tetraeders über der Kokerei wildromantische Dampfwolken - offenbar war auf Prosper Haniel wieder der Koks abgelöscht worden. Kurz hinterm Stadthafen konnten wir schon wieder bremsen, da sich an der Abfahrt Bottrop-Süd ein Rückstau gebildet hatte und dort verlasse ich die Autobahn ja :o/. Hinter der Autobahn war es allerdings auch nicht besser, denn ich hatte einen Handwerker vor mir, der es offenbar nicht sehr eilig hatte, nach Hause zu kommen (stand die Gattin da schon mit einem Nudelholz hinter der Tür?). Ich war jedenfalls froh, als ich endlich bei meinen Eltern in Bedingrade angekommen war.

Mittwoch, 25. März 2015

Clio und ich in Borbeck - mal wieder :o)

+Sonne Highlight hatte es heute Morgen schon in einem Post an mich gemutmaßt: Es könnte heute alles sehr surreal werden :o). Ja, das ist es irgendwie auch, mal abgesehen vom bescheidenen Wetter hier mit Waschküchenluft und entsprechendem Dunst.

Heute Vormittag war ich dann mit Clio erneut in Borbeck, um in der Stadtteilbibliothek wegen einer Lesung anzufragen. Die Leiterin war leider immer noch nicht im Hause, aber ihre Mitarbeiterin hat netterweise meine Telefonnummer notiert, damit die Leiterin mich zurückrufen kann. Manche Dinge kann man ja auch erstmal telefonisch besprechen.

Es wird ja mittlerweile ein Hype um selbstfahrende Autos gemacht. Ich weiß nicht, ob ich das so toll fände, denn wenn die Technik versagt oder etwas ganz anderes will als der Fahrer, hat man nämlich schon ein Problem. Bisher waren Clio und ich uns immer einig über unser Fahrtziel :o) - ich stelle mir gerade vor, er wäre ein selbstfahrendes Auto und ich würde ihn bitten, mit mir nach Borbeck zu fahren, aber wenn er dann gerade keine Lust auf Borbeck hätte, würde er mich einfach eigenmächtig nach Dellwig ins Freibad Hesse fahren (wäre vor allem lustig, wenn Hesse gar nicht geöffnet hätte und/oder ich kein Schwimmzeug dabei hätte, hihi), würde eigenmächtig die Halde an der Beckstraße in Bottrop zum Tetraeder rauffahren (am besten bei Gewitter, das käme dann so richtig gut auf dem Gipfel, wenn die Blitze in die Stahlkonstruktion und stählernen Halteseile einschlagen *kicher*) oder er würde plötzlich, weil ihm gerade danach ist, in den Essener Süden fahren und mal eben eigenmächtig in Stinkis Wohnzimmer einparken, hahahahaha!! Ich weiß nicht so genau, ob sich mein fahrbarer Untersatz perfekt in Stinkis Wohnkonzept einfügen würde *glucks*. Ich glaube eher, ihm würde vor Schreck die Kaffeetasse aus der Hand fallen, wenn Clio einfach so durch seine geschlossene Terrassentür gebrettert käme und sich dort mitten ins Wohnzimmer stellen würde, so als wenn er dort hingehört. Stinkis berechtigte Frage würde in dem Fall sicherlich lauten: "Wat is'n mit dem Auto eigentlich los?!" :o)

Das klingt zwar vielleicht ein bisschen überspitzt, aber so könnte es ja tatsächlich kommen, wenn das Auto ein nicht mehr steuerbares Eigenleben hätte aufgrund versagender Technik. Mir ist es ehrlich gesagt lieber, wenn ich als Fahrer noch die volle Kontrolle über mein Auto habe und auf plötzliche Ereignisse wie Kinder, die auf die Fahrbahn rennen, herabstürzende Äste oder sehr tiefe Pfützen selbst reagieren könnte anstatt mich nur auf die Technik des Fahrzeugs zu verlassen. Ich möchte ehrlich gesagt kein Kind auf die Hörner nehmen, nur weil die Technik gar nicht reagiert bzw. das auf die Fahrbahn laufende Kind gar nicht als Grund für eine Vollbremsung identifiziert hat.  

Clio hat zwar ein Eigenleben, denn er ist wahlweise extrem benutzerfreundlich *schleckab*, verschluckt nervige Zeitgenossen, indem er dezent seine Motorhaube öffnet und die Herrschaften mal kurzzeitig einsaugt, manchmal rülpst er Liebeslibellen in den Himmel, aber wo es lang geht, bestimme immer noch ich, zumal wir uns ohnehin in der Regel einig sind, wo wir hinfahren wollen :o).

                        Mein extrem benutzerfreundliches Auto und ich :o) - (c) Alexandra Döll, Essen

Samstag, 23. August 2014

Lustiges und Unheimliches

Gestern Abend wandelte gegen 22.30 Uhr eine grünlich leuchtende Taschenlampe durch die Plantage und die umliegenden Gärten - die Kinder aus dem Haus am Ende der Sackgasse hinter den Gärten konnten es nicht gewesen sein. Wer weiß, vielleicht war es wieder einer meiner (un-)heimlichen Verehrer, um nicht in den Bach hinter den Gärten zu latschen, hihi - eine Taschenlampe kann da durchaus hilfreich sein und grünes Licht fällt ja normalerweise nicht so auf wie weißes oder gelbes Licht :o). Wenigstens stieg kein einzelner roter Ballon auf, denn sonst hätte ich gewusst, dass Pennywise wieder zugeschlagen hat, höhö.

Da das Wetter immer noch ziemlich bekloppt ist - heute schwankt es zwischen Sommer, Frühherbst und April - haben meine Stoffies und ich uns heute Morgen gegen 10.15 Uhr ziemlich erschrocken. Bei uns in Gerschede war es zwar auch bewölkt, sah aber nicht besonders finster aus, und die Sonne schimmerte auch zwischen den Wolken hervor. Im Tal donnerte es plötzlich unvermittelt laut, zwei Minuten später folgte noch mal ein leiseres Grummeln. Als ich raus auf den Balkon trat, sah ich, dass es im Norden über Dellwig, Bottrop, Altenessen, Gladbeck und Gelsenkirchen ziemlich dunkel war - selbst das Tetraeder war fast in den dunklen, dunstigen Wolken verschwunden. Nach einer halben Stunde war der Spuk aber schon wieder vorbei, denn weiter nördlich klarte es wieder auf. Gerade ging noch mal ein Starkregenschauer über dem Essener Nordwesten nieder, dafür aber ohne Blitz und Donner.


(c) Alexandra Döll, Essen

So ähnlich sah es heute Vormittag auch nördlich von Gerschede aus, allerdings noch bedrohlicher. Dieses Foto ist mittlerweile knapp zwei Monate alt.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Frust auf der Halde an der Beckstraße :o)


Halde an der Beckstraße mit Tetraeder in der Bildmitte - (c) Alexandra Döll, Essen


Auf der Halde an der Beckstraße in Bottrop steht ja bekanntermaßen das Tetraeder. Dorthin machen die Männergärtnerinnen mit ihren Schützlingen einen Ausflug, aber diesmal geht es mit dem Auto zum Parkplatz am Fuße der Halde, denn sonst würde der Charmin Bear bestimmt schon bei der Anreise mit dem ÖPNV zusammenbrechen :o).

Das Gemeuter auf dem Weg zum Gipfel, auf dem das Tetraeder steht, lässt nicht lange auf sich warten. Der Charmin Bear stöhnt nach gerade mal 50 Metern und beschwert sich, weil die Strecke ausschließlich bergauf geht. ES plärrt wegen diverser Marienkäfer, die ES umschwirren, der Stationsarzt ist von einem blinden Kuckuck genervt, der ihn einfach ungefragt und ungewollt in den Finger gepiekst hat. Thorsten passt es nicht, dass er unfreiwillig als Hauptnahrungsquelle für Mücken fungiert, zumal die Mücken ihre Artgenossen per Insekten-Facebook über diese ergiebige Nahrungsquelle auf der Halde informieren. Thomas dreht unsichere Pirouetten, weil ein Raubvogel über der Halde kreist und Stinki meutert in die Gegend rein, wat denn plötzlich mit dem Wetter los ist, denn die Sonne ist hinter den Wolken hervorgekommen und brutzelt erbarmungslos auf die Gruppe herab. Die Luft wird zunehmend schwül. Alex trinkt aus ihrer Wasserpulle, genau wie Renate und Steffi aus ihren Fläschchen.

Hinter der Biegung, von der man einen Blick auf die Nachbarhalde Prosperstraße mit der Skihalle hat, ächzt der Charmin Bear wie eine altersschwache Lok. Er verzweifelt fast, als er das Tetraeder weit oben über sich sieht und ihm gewahr wird, dass sie noch einige Höhenmeter steigen müssen, um den Gipfel zu erreichen. Am liebsten würde er seine Männergärtnerinnen wegen Charmin Bear-Quälerei verklagen :o).

Nach weiteren zehn Minuten, die unter Gemeuter, Gestöhne und Gejammer von den Herren zurückgelegt werden, befindet sich die Gruppe endlich auf dem Gipfel der Halde. Das Tetraeder mit seinen drei Aussichtsplattformen in 17, 31 und 38 m Höhe lächelt huldvoll. Der Charmin Bear lässt sich entkräftet auf eine Bank fallen und trinkt in einem Zug eine ganze Flasche Mineralwasser leer, bevor er seine Stullen regelrecht runter schlingt, um die verlorene Energie wieder aufzuforsten. ES plärrt in die schwüle Luft, weil es schwül ist, dann ist das Tetraeder auch noch so hoch, die Ostereier alias Faultürme des Emscherklärwerks in Bottrop-Alt-Welheim irritieren ES zusätzlich...Stinki nimmt lieber Abstand von der Heulboje und nimmt Platz auf der untersten Stufe des Tetraeders, um zu verschnaufen und etwas ess- bzw. trinkbares zu sich zu nehmen. Er will gerade in ein Radieschen beißen, als ihm selbiges aus der Hand getragen wird - lauter fröhliche, kichernde und emsige Ameisen schleppen es einfach von dannen! Stinki ranzt: "Wat is'n mit Euch eigentlich los?!", bevor er sich sein Radieschen energisch zurückerobert. Die Ameisen meutern und zeigen Stinki ihre Stinkefinger :o)).

Der Stationsarzt sitzt auf einer Bank und genießt den wunderbaren Blick auf die Schalker Arena, den man von dort aus hat. Passend dazu stimmt er das Schalke-Lied an - und wundert sich anschließend, warum in der näheren Umgebung der Halde Vögel bewusstlos vom Himmel fallen bzw. sich die Faultürme des Emscherklärwerks kräuseln. Die Kokerei Prosper-Haniel am Fuße der Halde dampft wütend, die entfernten Wolkenkratzer der Essener Skyline halten sich die Ohren zu. Thorsten steht derweil auf der obersten Aussichtsplattform des Tetraeders und träumt davon, Frauen über den Schrank zu fahren - den Gesang des Stationsarztes blendet er einfach aus :o). Thomas steht auf der Plattform darunter - also in 31 m Höhe - und wirft Papierschwalben in den Wind. Einige landen nach kurzem Flug einfach auf dem Boden unter dem Tetraeder, sodass Thomas sich einen Ast freut, als eine Papierschwalbe Richtung Schalker Arena segelt und eine weitere Richtung Emscher-Klärwerk. Alex hat dem Stationsarzt mittlerweile Gesangverbot erteilt, sehr zur Freude der Faultürme, der Kokerei, der Vögel und der Essener Skyline :o).

Von Gelsenkirchen her nähert sich eine bleigraue Wolkenfront. ES plärrt schon mal prophylaktisch und faselt was von "un orage" - also einem Gewitter, das sich nähert. Wie auf's Stichwort erzittert die Schalker Arena unter tiefem, lang anhaltendem Donnergrollen. Thomas dreht jammernde Pirouetten auf seiner Aussichtsplattform und beginnt erst nach energischer Aufforderung durch seine Männergärtnerinnen mit dem Abstieg, genau wie Thorsten, der lieber weiterhin davon geträumt hätte, Frauen über den Schrank zu fahren. Thomas' Laune hebt sich nicht, als die Papierschwalbe, die bis dato über der Schalker Arena gekreist war, von einem Blitz verkohlt wird. Stinki ranzt: "Wat is'n mit dem Wetter eigentlich los?!" Irgendwie scheint ihm die Gewitterluft nicht zu bekommen, denn plötzlich und völlig unerwartet zieht er eine Langhaarperücke aus seinem Rucksack, setzt sich selbige auf sein nicht mehr sehr fülliges Haupthaar und macht Extrem-Headbanging, passend zu den Donnern, die immer lauter werden. Blitze zucken im Sekundentakt. ES plärrt weiter, während Alex Stinki energisch am Arm packt, damit auch er zusammen mit den anderen die Halde verlässt. Das Tetraeder behängt sich selbst mit Blitzableitern.

Der Charmin Bear stöhnt, als sie so schnell sie können die Halde runter flitzen, denn die Donner werden immer lauter. Ein Blitz schlägt in die Spitze des Tetraeders ein, aber es ist ja mit Blitzableitern behängt und zeigt dem Blitz die Teufelsforke, sodass der lieber in eine Bank auf dem Gipfelplateau einschlägt. ES plärrt und muss fast von Steffi den Hang runter getragen werden. Zum Glück erreichen alle ihre Autos auf dem Parkplatz unversehrt, denn kaum, dass alle in ihren Fahrzeugen sitzen, fällt ein greller Blitz eine junge Birke am Fuße der Halde, dann knallt der Donner kurz und peitschenartig. Der Regen setzt ein. Stinki macht immer noch Extrem-Headbanging, sodass Alex passend dazu in Clios CD-Player "Die, die my darling" von Metallica auflegt :o).







Freitag, 30. Mai 2014

Nach dem Dauerregen endlich mal wieder trockenes Wetter

Heute ist es endlich mal wieder trocken, nachdem es in den vergangenen Tagen ja fast ununterbrochen geregnet bzw. genieselt hatte. Heute Morgen war sogar die Sonne zu sehen, die sich aber derzeit wieder hinter Wolken versteckt - richtig sonnig soll es ja ab morgen werden. Das trifft sich gut, denn morgen Vormittag habe ich einen Friseurtermin in Borbeck.

So wie auf dem Foto sieht Dellwig jedenfalls im Dauerregen aus:

 
Dauerregen über Dellwig - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Die Pfarrkirche St. Michael am Langhölterweg ist ja gerade noch im Dunst zu erkennen, aber Bottrop ist bereits komplett im Regen verschwunden. Normalerweise sehe ich ja von meinem Balkon aus die Halde an der Beckstraße mit Tetraeder, die Halden in Gladbeck und die Schurenbachhalde in Altenessen, aber das war in den verregneten Tagen leider nicht möglich. 

Sonntag, 18. August 2013

Netter Gast am Abendhimmel

Sowohl am Freitagabend als auch gestern Abend sah ich im Norden über Bottrop einen Heißluftballon schweben, und zwar genau jenen, von dem auch ein Foto unter dem Beitrag von goodnewtoday beigefügt ist:

http://goodnewstoday.de/gute_nachrichten/2011/09/26/meine-erste-und-einzige-heisluftballonfahrt/

Am Freitag stieg der Ballon irgendwo in Bottrop auf - vermutlich in der Nähe des "Nadelturms" der früheren Zeche Arenberg-Fortsetzung und fuhr dann in östlicher Richtung weiter übers Tetraeder hinweg Richtung Essener Stadthafen. Gestern Abend verschwand er schließlich hinter der Schurenbachhalde in Altenessen, stieg aber kurzfristig wieder über der Halde auf, bevor er dann wieder hinter der Halde verschwand.

Heute ist leider kein Ballonfahrerwetter, denn es regnet häufiger mal :o(, und da steigen Ballons natürlich nicht auf. Gestern und vorgestern war das Wetter ja heiter bis wolkig und trocken.

Dienstag, 23. April 2013

Heiße Vorgänge am Tetraeder :o)

Von meinem Balkon aus habe ich ja eine herrliche Sicht auf's Tetraeder (ca. fünf Kilometer Luftlinie von mir entfernt) und ich war auch schon zweimal oben auf der Halde an der Beckstraße, um es "live und in Farbe" zu sehen, aber leider kann ich von meinem Balkon aus natürlich nicht sehen, wenn sich dort nackte Männer rumtreiben - danach wurde nämlich in meinem Blog gegoogelt, hihi.

Hm...nicht, dass ich was gegen nackte Männer im Allgemeinen oder nackte Männer am Tetraeder im Besonderen hätte, aber ich stelle mir das Ganze ziemlich zugig vor, denn da oben auf der Halde geht immer Wind. Da würde sich der jeweilige beste Freund der Herren doch nur erkälten und müsste niesen :o((.

Als ich gerade mit Renate eine rauchen ging, hatte ich es zwar nicht mit nackten Männern auf dem Firmenparkplatz zu tun, aber ich konnte nicht umhin, dem voll bekleideten Stinki mal freundlich die Zunge rauszustrecken, als er aus seinem 5er Touring krabbelte und mich wieder großäugig anstarrte (blöder, kindischer Affe). Renate hatte jedenfalls genauso viel Spaß wie ich :o)). Wer sich albern benimmt, muss auch damit rechnen, dass andere ihn albern behandeln. Eva freute sich auch schon nen Ast, hehe.

Sonntag, 19. August 2012

Hitzekapriolen

Gestern Abend konnte man zwar einen wolkenlosen Sternenhimmel bewundern, aber die Temperatur ist im Essener Nordwesten auch nicht in der Nacht unter 20°C gesunken. Ich hab auch, als ich mich gegen Mitternacht ins Bett legte, das Küchenfenster für Metallica und die Balkontür für mich und die Stofftiere auf Kipp gelassen, aber trotzdem habe ich bei dem warmen Wetter nicht so gut geschlafen wie sonst, obwohl es in der Wohnung kühler war als draußen.

Gegen fünf Uhr wurde ich wach, weil ich a) pullern musste und b) Metallica - die gestern ihre erste Käfigreinigung bekam und ihren ersten Freilauf, der ihr sichtlich Spaß gemacht hat - durch ihr Laufrad bullerte. Ich ging also pullern, während Sammy wegen der Wärme nöhlte und machte die Balkontür weit auf. Draußen war's zwar noch dunkel, aber sicherlich schon weit über 20°C warm. Im Osten leuchtete Merkur groß und hell am Himmel, weiter südöstlich sah ich die Venus leuchten, die auch noch - unpassend zur Tageszeit - "Evening Star" von Judas Priest in die Gegend rein grölte. Merkur pinkelte Sternenstaub ins Universum - und das auch noch im Stehen! Da hätten die Feministinnen wieder was zu meckern gehabt :o).

Ich bin dann auch wenig später wieder eingeschlafen, obwohl Metallica im Laufrad bullerte oder ihren Käfig umgrub, aber war doch häufiger mal kurz wach *schwitz*. Um 8.15 Uhr bin ich dann endgültig aufgestanden, um Frühstück zu machen und Metallicas Nippeltränke mit frischem Wasser zu befüllen. Nach dem Frühstück habe ich ihr noch ein paar Katzengrashalme in den Käfig gepackt, die beifällig aufgenommen wurden, und sie mit purem Joghurt vom Löffel gefüttert. Das fand die Kleine wie immer klasse. Sie hat auch nicht in ihrem Schlafhäuschen gelegen, sondern hat sich - wie meine anderen Zwerghamster früher auch -  ne Mulde in ihre Einstreu gegraben, in der sie dann auch geruht hat. Dass man jederzeit Einblick in ihr Schlafzimmer hatte, störte sie offenbar nicht, was ja auch ein Zeichen von Zutrauen ist.

Nachdem ich gespült hatte, setzte ich mich im Badeanzug auf den Balkon und nahm auch noch ne mit kaltem Wasser gefüllte Fußschüssel mit raus. Ich saß dort etwa von 9.40 Uhr bis 10.30 Uhr, natürlich auch mit Sonnenmilch eingecremt, aber danach war's auf'm Balkon echt nicht mehr auszuhalten. Ich hab nun mal nen Südostbalkon und da steht dann bis etwa 14 Uhr die Sonne drauf. Metallica ruhte auch nachher, nachdem sie noch ein wenig gehamstert hatte.

Gestern am frühen Abend habe ich Metallica ja noch in ihrem Freilaufgehege durchs eingermaßen kühle Wohnzimmer flitzen lassen. Die neue Hamsterwippe aus Naturholz hat sie fast sofort zum Spielen angenommen. Rudolf-Dieter, der mit im Gehege war, wurde ebenfalls beknuddelt, aber Sammy wurde in die Hand gezwickt, sodass die kleine Mini-Berggorilladame erst mal wieder nöhlte, denn Slayer hat das früher auch des Öfteren beim Freilauf in der Diele in meiner alten Wohnung getan. Nun hat die Kleine auch wieder nen schön sauberen Käfig und das fand sie auch sichtlich gut, auch wenn sie noch nicht zu 100 % handzahm ist - gebissen oder gekratzt hat sie mich aber gestern nicht, wenn ich sie umgetopft habe.

Zwei Stunden später sah ich am Abendhimmel einen Heißluftballon mit Warsteiner-Logo, der südöstlich an mir vorbei schwebte weiter zum Essener Stadthafen und schließlich hinter der Halde an der Beckstraße in Bottrop, auf der auch das Tetraeder steht, gelandet ist.

Das schöne Wetter ist ja wirklich positiv, vor allem nach dem eher verregneten Juni und Juli, aber ein paar Grad weniger würden's auch tun. Gewitter sind ja für spätestens morgen angekündigt.

Sonntag, 20. Mai 2012

Ein Ballon am Himmel an Christi Himmelfahrt

Am Feiertag, als letzten Donnerstag, sah ich gegen 20 Uhr abends einen Heißluftballon von Borbeck nach Gerschede schweben bzw. fahren. Da ich ja vor fast 13 Jahren auch schon mal mit einem Ballon gefahren bin und bei der Gelegenheit den Taufnamen "Glücksprinzessin von der rasanten Fahrt über Grütlohn zu Hoxfeld" erhalten habe, freute ich mich gemeinsam mit Sammy und Rudolf-Dieter über den Ballon, der jedoch in etwa 700 m Höhe über die Landschaft schwebte.


             Ballon über Essen-Gerschede - (c) Alexandra Döll, Essen; 17. Mai 2012


Offenbar genossen die Passagiere erst mal den tollen Blick in den Norden, denn man sah das Aufblitzen von Fotoapparaten im Korb, wobei die Blitze alle Richtung Norden - Altenessen, Karnap, Bottrop, Gelsenkirchen, Gladbeck - gingen, denn dort gibt es ja einiges zu sehen: Die Halde an der Beckstraße in Bottrop-Batenbrock mit dem Tetraeder, die benachbarte Halde an der Prosperstraße in Bottrop-Welheim mit der Skihalle, die Mottbruchhalde in Gladbeck mit zwei Windrädern auf dem Gipfel, das Kraftwerk GE-Scholven, die Kokerei Prosper-Haniel in Bottrop-Alt-Welheim, das Emscher-Klärwerk im gleichen Stadtteil, die Schurenbachhalde in Essen-Altenessen-Nord, den Essener Stadthafen in Bergeborbeck/Vogelheim...vieles davon kann ich ja auch von meinem Balkon aus sehen.

Heute werden wohl keine Ballons am Himmel zu sehen sein, denn es besteht schon wieder eine Unwettervorwarnung, die seit 13 Uhr gilt und das bis morgen früh um 3 Uhr. Es sind kräftige Schauer und Gewitter, teilweise mit Hagel und Sturmböen angekündigt, und der Ballon ist ja auf thermikfreie Zeiten angewiesen, was bei Gewitterluft natürlich nicht der Fall ist. Schwül ist es auf jeden Fall, und das schon seit heute Morgen. Meine Margeriten auf dem Balkon lechzten schon wieder nach Wasser - und das, obwohl ich sie erst gestern Abend ordentlich gegossen hatte.

Als der Ballon am Donnerstagabend noch näher herangekommen war, haben Sammy, Rudolf-Dieter und ich dem Ballon auch zugewunken, wobei es wieder mehrfach aus dem Korb blitzte - die Passagiere haben sich sicherlich über diesen herzlichen Empfang gefreut und wollten deshalb Fotos von uns haben :o). Ich kann es gut verstehen. Schließlich schwebte der Ballon über das Dach unseres Hauses weiter Richtung Oberhausen.

Sonntag, 8. April 2012

Frohe Ostern!!!

Ich wünsche allen Freunden, Bekannten, Kollegen, Lesern usw. ein frohes Osterfest mit vielen bunten Eiern :o).

Meine Stofftiere haben heute Morgen im Sonnenschein im Garten nach Ostereiern gesucht, die ich dort natürlich gestern Abend versteckt hatte. Sammy und Ecki haben ihr Straußenei in Gemeinschaftsarbeit die Treppe hoch geschafft, während der kleine Rudolf-Dieter sich seine Wachteleier bequem unter die Arme klemmen konnte. Nebenbei hat er natürlich auch vollkommen selbstzufrieden die Tulpen unterm Kirschbaum besprochen.


           Rudolf-Dieter nach der Eiersuche auf dem Balkon - (c) Alexandra Döll, Essen

Da sitzt der kleine Rudolf-Dieter zusammen mit den Osterlämmern Benno und Otto an einen Blumentopf gelehnt, in dem sich Bornholm-Margeriten befinden, im Sonnenschein auf der Fensterbank meines Balkons. Direkt nebenan sitzen Sammy und Ecki, um sich zu sonnen. Einige andere Plüschis sitzen im rechten Balkonstuhl, um die Morgensonne zu genießen. Wenig später ist Hamsterdame Steffi zusammen mit Rudolf-Dieter per Gleitschirm zum Tetraeder in Bottrop und wieder zurück gesegelt. Auf der höchsten Aussichtsplattform des Tetraeders - immerhin in einer Höhe von 38 m - wären einige Leute fast vor Schreck runter gefallen, als ein Plüschhamster gemeinsam mit einem Plüschäffchen vorbei segelte, hihi.

Sammy hatte Stress mit einer afrikanischen Riesen-Hummel, die sich kurzzeitig auf unserem Balkon herum trieb - genauer gesagt auf einem meiner Geschirrtücher, die ich nach dem Spülen zum Trocknen in die Sonne gehängt hatte. Die afrikanischen Hummeln, die im Gegensatz zu den deutschen Hummeln ein orangefarbenes Hinterteil haben, sind um einiges größer als ihre einheimischen Artgenossen und m. E. auch etwas reizbarer. Sammy war das kleine Flugtierchen jedenfalls ziemlich unheimlich aufgrund seiner Größe und des lauten Summens.

Soeben habe ich freundliche Mail-Ostergrüße von Renate, Bernd und Marina per Mail bekommen *freu*. Gestern hatte ich noch einen makaberen Cartoon von totaberlustig.de an meine Spießgesellinnen und -gesellen gemailt, um allen frohe Ostern zu wünschen. In besagtem Cartoon braucht der frisch auferstandene Jesus nach dem ganzen Stress (Verrat durch Judas, Festnahme, Kreuzigung, Sterben) erst mal Erholung und sein Psychiater rät ihm zu ner Kreuzfahrt - hm, wenn der Kapitän genauso drauf ist wie der der Costa Concordia oder der Titanic, wird der arme Jesus da wohl annähernd dasselbe Stress-Level erreichen wie bei der Kreuzigung. Ich warte nur noch auf den Tag, an dem meine Plüschis den Untergang der Titanic nachspielen - die Republikflucht aus der damaligen DDR mit einem selbst gebauten Heißluftballon haben sie ja schon letztes Jahr nachgespielt :o).

Freitag, 21. Oktober 2011

Eine Aktualisierung meiner Homepage

Durch den unerfreulichen Zwischenfall in Gestalt einer TIA am 20. Juni 2011 mit anschließendem Reha-Aufenthalt habe ich einige Dinge ein wenig schleifen lassen, u. a. auch meine Homepage http://alex574.jimdo.com/. Das ändert sich natürlich künftig wieder, Startseite sowie die Reiter "Bücher" und "Leseproben" habe ich gerade eben aktualisiert, natürlich mit Daten zu meinem aktuellen Buch "Hart wie Krupp-Stahl".

                                                              Buchcover


Fröhliche bis pechschwarze Leseproben habe ich natürlich auch noch eingestellt, die in Borbeck/Bergeborbeck und Gladbeck am Wasserschloss Wittringen spielen. Weitere prominentere Orte in meinem Buch sind:

  • Gruga-Kirmes in E-Rüttenscheid an der Alfredstraße (B224)
  • Schlosspark Borbeck
  • Südwestfriedhof, Fulerum/Margarethenhöhe
  • Terrassenfriedhof, Essen-Schönebeck
  • Winkhauser Tal
  • Tetraeder in Bottrop
  • Philippusstift E-Borbeck.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Gruselige Werbe-Spot(s) - neu verfilmt im Ruhrgebiet

Na, da es ja soviel bekloppte Werbung inklusive Teleshopping gibt, kann man das Ganze natürlich in der landschaftlich schön abwechslungsreichen Landschaft im Ruhrgebiet neu gestalten, damit wenigstens etwas cool an den Werbe-Spots ist - und natürlich noch mit Horror unterlegen :o).

Kroko Enti-Bons - mit einem Happs sind sie weg!

Da es ja bei vielen Menschen immer mehr in Mode kommt, sich exotische Tiere wie Schlangen, Krokodile, Warane oder Giftspinnen zu halten, auch wenn Aufwand, Platzbedarf, notwendige Erfahrung und Kosten nachher die eigenen Möglichkeiten sprengen, dürfen natürlich auch zwei Krokodile mitspielen, die aus einem Privat-Terrarium in Oberhausen-Osterfeld ausgebüxt sind. Was liegt für zwei Krokos näher, als den Ententeich im Revierpark Vonderort aufzusuchen, um dort die Wasservogelwelt zur Stillung des eigenen Appetits zu dezimieren :o). Ähnlich wie die beiden bekloppten Kinder, die in einem Werbe-Spot für Kinder Schoko-Bons nur in Reimen sprechen, während sie sich um das letzte Schoko-Bon streiten, machen das natürlich auch die Krokodile, die sich um die letzte Stockente im Teich *quak-quak* streiten.

Krokodil1: "Juhu, Kroko Enti-Bons, die sind nur gut für mich!"
Krokodil2: "Nein, du hast nen großen Stich - die Ente ist für mich!"
Krokodil1: "Da ich älter bin als du, geht die Ente in meinem Maul zur Ruh'!"
Krokodil2: "Ich bin jünger als du - und du meckerst wie ne blöde Kuh!"
Krokodil1: "Lalelu, nur der Mann im Mond schaut zu..."
Krokodil2: "wenn die kleinen Enten schlafen, nun schlaf auch du...!"
(Krokodil2 reißt Krokodil1 die Ente aus den Vorderpfoten - Ente quakt genervt bis fragend)
Krokodil1: "Ich glaub, du bist bekloppt!"
Krokodil2: "Ja, ich hab deinen Verstand getoppt!"...

So könnte es endlos weiter gehen, wenn nicht dann endlich eine freundliche Stimme sprechen würde "Kroko Enti-Bons - mit einem Happs sind sie im Maul!" Gleichzeitig wird eine Ente mit einer stilvollen Schleife um den Hals gezeigt, die skeptisch zu den Krokodilen hinüber blickt.

Audi-Spray (nein, hat nix mit Lackreinigung von Fahrzeugen eines deutschen Premium-Herstellers zu tun, hehe!)

Marina zeigt im Solbad des Revierparks Vonderort mit breitem Grinsen, wie man seine Ohren effektiv reinigen kann, indem sie Audi-Spray verwendet, das das Ohrenschmalz löst. Ein Baby-Kaiman trappst ins Bild, hält ebenfalls eine Sprühflasche Audi-Spray in seinen Pfoten und ruft: "Und für mich gibt's Audi-Spray Junior!"

Color-Waschmittel aller Art - nennen wir es mal "Buntspecht Color Plus" :o)

Die bekloppte Alte aus dem Horror-Film "Frogs" trappst in ihrem neckischen violetten Kleidchen abseits der Wege durch den Köllnischen Wald in Bottrop-Kirchhellen, natürlich auch mit Schmetterlingsnetz bewaffnet. Plötzlich und unverhofft wird sie von mehreren Kreuzottern - die es dort übrigens wirklich gibt! - angezischelt, während vom nahen Heidesee her dumpfes Froschgeunke zu hören ist. Sie schlägt hysterisch um sich und kreischt, während sie versucht, vor den Kreuzottern zu flüchten. Natürlich schafft sie es, in einen lehmigen Tümpel zu fallen - zum Glück ohne Blutegel - und heult danach, weil ihr schönes violettes Kleidchen dreckig genommen ist. Ihr Geheule ist so laut und nervig, dass die Wildtiere wie Eichhörnchen, Reh und Hirsch genervt Reißaus nehmen. Die Kreuzottern sind da zum Glück weniger empfindlich. Noch während sie da so plärrend neben dem Tümpel hockt, wird ihr wie von Geisterhand ein Mikro vor die Nase gehalten: "Da haben Sie sich aber schön schmutzig gemacht!"
Die Dame nickt weinend, während am Bildrand bereits zwei Kreuzottern zu sehen sind, die sich heran schlängeln.
"Sie müssen nicht weinen," spricht die Stimme in pseudo-freundlichem Tonfall, "nehmen Sie doch Buntspecht Color Plus - das wäscht Ihr Kleid ganz rein und schont die Farben, auch bei niedrigen Temperaturen!"
Sie hört auf zu weinen und strahlt. "Oh, danke! Buntspecht Color Plus - und die Farben leuchten wie bei einem Buntspecht!" Das Mikro, das wie von Geisterhand plötzlich im Bild war, ist wieder weg, dafür bereitet sich eine der Kreuzottern auf einen Biss der Dame vor, denn sie hat ihr Maul bereits weit geöffnet, sodass die Fangzähne zu sehen sind. Danach muss sich die Dame ohnehin keine Sorgen mehr um ihr schmutziges Kleidchen machen :o).

ePorno - echte Menschen, echte Pornos

Marina tanzt am Fuße des Tetraeders rum und erzählt fröhlich über ihren Hauptdarsteller Timo ("Erst wollte ich ja nen anderen Darsteller, aber der war besser als keiner!"), wobei unten ganz klein der Hinweis (Marina, Porno-Produzentin und Timo, Porno-Darsteller wurden einander im Sommer 2010 vorgestellt) eingeblendet wird. Marina winkt mit breitem Grinsen zur zweiten Aussichtsplattform hoch. Timo winkt lächelnd zurück, während er zusammen mit Balloonhead und Babyface einen Turbo bildet, d. h. Babyface nimmt Timo von hinten und Timo wiederum Balloonhead, der sich hechelnd an der Brüstung der Plattform festhält.

Prostagutt Forte - damit Sie wieder ungestört durchschlafen können!

Thomas und Alex liegen schlafend nebeneinander am Ruhrufer in Steele-Horst, wobei dann der übliche Babel inklusive Denkblase "Weniger müssen müssen" kommt, doch häufiger Harndrang  lässt diesen Traum ja wie immer platzen! Die Denkblase platzt und Thomas setzt sich frustriert und nach Alex jammernd in seinem Schlafsack auf, während selbige sich genervt zu ihm umdreht, weil er schon wieder aufsteht, um im Gebüsch pieseln zu gehen. Die Baby-Kaimane im Unterholz lachen sich scheckig (Marina hat ihnen bereits die Zähne mit Theramed Junior geputzt), sodass Thomas fast vor Schreck noch ein zweites Pfützchen macht. In der nächsten Einstellung - wohl nach der Einnahme von Prostagutt Forte - sieht man Thomas zufrieden im Schlafsack schnarchen, während die Baby-Kaimane heimlich seinen Schlüppi klauen.

Dienstag, 20. September 2011

Synonyme für Pornos und was daraus wurde :o)

Wie meine Gattin mir vorhin mitteilte, hat ihre Mama früher als Synonym für Pornos das Wort "Heimatfilme" benutzt, hahaha!! Hm, unter Heimatfilmen versteht man ja eigentlich solche Alpen-Schmonzetten, wie sie in den 50er Jahren in Deutschland ganz modern waren, und die dann meist so kultige Titel hatten wie z. B. "Der Förster vom Silberwald", "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" u. ä., wo dann Bergsteiger, Förster, Wilderer, Damen im Dirndl und unglückliche Liebeswirrungen mit späterem Happy End eine tragende Rolle spielten. Gut, natürlich klingt das Wort "Heimatfilm" unverfänglicher als "Porno", aber ich glaube, dass der eigene Partner nicht so begeistert ist, wenn frau sich gewinnbringend auf der Couch an ihn kuschelt und flüstert: "Schatz, lass uns einen Heimatfilm gucken!" Ich befürchte eher, dann ist die romantisch-erotische Stimmung ziemlich im Eimer :o).

Marina selbst hat ja als Synonym für Erotik-Filmchen aller Art die Begriffe "Naturfilme" oder "Naturdokumentationen" gewählt, deshalb lacht sie sich ja immer tot, wenn ich ihr erzähle, dass ich am Vorabend eine Naturdokumentation über eine bestimmte Region (amerikanische Nationalparks, Alpen, Schwarzwald etc.) gesehen habe.

Hm, im Ruhrpott haben wir zwar nicht so beeindruckende Bergkulissen wie in den Alpen oder den Rocky Mountains, aber dennoch könnten dort natürlich Heimatfilme (solche und solche) entstehen! Statt Bergen gibt's dann halt Halden und Industriebrachen als Kulisse, Wildbäche werden durch Kanäle und die Emscher ersetzt, Förster eben halt durch Bergleute (von denen es im Pott aber mittlerweile nicht mehr allzu viele gibt, zumindest keine aktiven) oder Malocher...DAS käme dann wohl dabei heraus!

Auf der Halde gibt's die Sünde!
[...] Das Laub der Bäumchen auf der Halde an der Beckstraße in Bottrop-Batenbrock, die unterhalb des Tetraeders wachsen, zeigt alle prächtigen Herbstfarben wie grün, gelb, braun und rot - fast wie beim Indian Summer in Maine. Die jungfräuliche Jutta sitzt an der Beckstraße in ihrem Zechenhäuschen, das gegenüber der Halde liegt. Sie verhätschelt ihre Ananas und fotografiert ihre Badetücher in allen möglichen und unmöglichen Lebenslagen. Die Ananas zeigt ihr genau, wie sie das machen muss und schubst nebenbei noch ein paar Rosen in der Vase von der Fensterbank, weil die sie stören.

Das Tetraeder selbst auf dem Gipfel der Halde ist 51 Meter hoch und verfügt über drei Aussichtsplattformen jeweils in 17, 31 und 38 Metern Höhe. Auf der obersten Plattform - also da, wo der Wind richtig heftig weht, sodass die Stahlseile, an denen die Plattformen aufgehängt sind, richtig ins Schwingen geraten - nimmt der Kölsche Klaus, auch als der Schnellschütze bekannt, da er spätestens nach acht Sekunden kommt, seine neue Flamme, die debile Debbie mit den Super-Möpsen, von hinten. Die debile Debbie freut sich dennoch darüber, dass das beste Stück ihres Typen "hart wie Krupp-Stahl" ist. Da es angesichts des Windes doch sehr kalt hoch oben auf dem Tetraeder ist, zieht sie ihm nach dem Sex eine dicke Baumwollsocke über seinen Dödel, damit weder seine Eier noch sein bestes Stück schockgefrostet werden :o).

Die wilde Wilhelmine liegt mit ihrem Liebhaber, dem desorientierten Dennis, ein wenig weiter unterhalb unter einem jungen Ahorn, dessen Laub in verlockendem Rot leuchtet. Er zieht ihr die Strapse aus, die sie unter ihrem Dirndl trägt, um sie sich dann selbst anzuziehen - zum Glück braucht er keinen Wegweiser mehr, um den Weg unter ihren Rock zu finden. Das macht die beiden rattendoll, sodass die wilde Wilhelmine ihr Röckchen anhebt, unter dem sie keinen Schlüppi trägt. Danach wird erfolgreich gepimpert - ungeachtet der Tatsache, dass Spaziergänger, Mountainbiker und Tiere wie Raben, Ratten, Mäuse etc. ihnen beim Liebesspiel zugucken könnten. [...]

Funny, happy End!

Montag, 19. September 2011

Frinti oder Schöner Wohnen

Als Wahrzeichen der Essener Stadtteile Frintrop/Bedingrade im Nordwesten der Stadt fungiert seit etlichen Jahren Frinti, der hohe, schlanke Wasserturm an der Frintroper Straße (B231), Ecke Am Kreyenkrop. Leider sind auf die Schnelle keine lizenzfreien Fotos von ihm zu bekommen, aber wenn man unter Google-Bildersuche Frintroper Wasserturm oder Frinti eingibt, gibt es schöne Fotos von dem Riesen, der auch von anderen Punkten im Pott weitaus sichtbar ist, z. B. vom Aquarius in Mülheim (ebenfalls ein alter Wasserturm an der Ruhr, der heute ein Museum beinhaltet) oder vom Tetraeder in Bottrop-Batenbrock auf der Halde an der Beckstraße.

Wenn wir meine Oma, die früher ebenfalls in Gerschede gewohnt hat, besucht haben, sind wir immer bei Frinti rechts auf den Kreyenkrop abgebogen und jedesmal, wenn ich Frinti sah, stellte ich mir vor, wie es wäre, darin zu wohnen - unten wäre doch ein schöner Eingangsbereich mit Salon, Gäste-WC, Wintergarten und Terrasse möglich. Da der Wasserturm ohnehin von einer großzügigen, abgezäunten Rasenfläche umgeben ist, wäre der Garten mit Carport also direkt mit dran :o). Eine Etage höher würde ich Küche, Essbereich und ein Gästezimmer einrichten, darüber Wohn- und Arbeitsbereich mit Gäste-Bad, darüber wiederum Schlafzimmer mit Bad und ganz oben in der blauen, wellenförmig gestrichenen Kuppel würde ich mir einen Hobbyraum mit Bio-Farblichtsauna, Whirlpool und Billard-Tisch einrichten mit Zugang zum Balkon, der sicherlich einen schönen Ausblick über weite Teile des Potts bietet. Ich glaube, wenn ich meine Einweihungsfete Ende August dort gefeiert hätte, wären meine Gäste gar nicht mehr aus dem Staunen und Gucken heraus gekommen, denn schon von meinem Balkon am Hang ist der Blick auf Dellwig, Bottrop, Gelsenkirchen-Scholven und Gladbeck nebst viel Grün atemberaubend schön. Natur und Industriekultur wechseln sich sozusagen ab.

Wenn ich in Frinti wohnen würde, hätte Groupie Thomas ja direkt im EG auf's Klo rennen können, weil er ja trotz seiner 51 Jahre ne Sextaner-Blase hat *kicher*. Auf dem Balkon an der Kuppel hätten wir ja öfter mal die Perspektive wechseln können, damit wir nicht immer dasselbe Ruhrpott-Panorama sehen. Allerdings hätte ich das Balkongeländer aus Stahl mit großen Schlupflöchern mittlerweile schon durch ein geschlossenes ersetzen lassen, zumal ich ja auch nicht ganz schwindelfrei bin und ein wenig an Höhenangst leide. Für gehbehinderte Besucher würde ich dann einen gläsernen Aufzug einbauen lassen, denn es wäre doch etwas mühselig, sich dann die ganzen Treppen von Etage zu Etage hoch zu quälen.

Erreichbar mit dem ÖPNV ist Frinti übrigens mit der Straßenbahnlinie 105 (Fahrweg: Frintrop Unterstraße - Frintroper Höhe - Abzweig Aktienstraße - Fliegenbusch - Bockmühle - Helenenstraße - Berliner Platz - Porscheplatz - Essen Hbf - Aalto-Theater - Zeche Ludwig) oder der Buslinie 143, die zwischen Essen-Borbeck (Busbahnhof) und Oberhausen pendelt; Haltestelle Am Kreyenkrop. Es gibt zwar auch ne Haltestelle "Wasserturm" in Essen, aber die liegt im Ostviertel und bezieht sich auf den relativ kleinen Wasserturm an der Steeler Straße.

Montag, 20. Juni 2011

Wilde, witzige Szenen mit Nivea(u)

Da ja bei uns die Hormone öfter mal Tango tanzen - genauer gesagt Tango Argentino - bieten sich natürlich entsprechend wilde Dreharbeiten für erotische, zärtliche Filmchen an :o).

Marina:
Marinchen dreht auf dem Tetraeder den wilden Soft-Porno "Wie schmecken die Kirschen?" und lässt gleichfalls wilde Kuss-Szenen inklusive leidenschaftlichem Gefummel und heißem Liebesgeflüster auf dem Tetraeder in Bottrop drehen. Der Vorteil für mich ist: Ich kann das per Feldstecher von meinem Balkon aus beobachten, was Marina und ihre Darsteller da so treiben :o).

Steffiiiiiiiiiiiiii:
Steffis ganz softes Erotik-Filmchen trägt den Titel "Heiße Jeans". Sie flaniert dabei durch Düsseldorf bzw. radelt - was sie ja sehr gerne tut - und glotzt Männern in Jeans per Kamera aufs Gemächt - wenn Männer gut sitzende Jeans tragen, sieht frau ja am meisten :o).

Alex:
Mein Erotik-Film trägt den Titel "Geiles Gerschede". Meine Darsteller und Darstellerinnen knutschen wild in Hauseingängen rum, legen an Straßenecken einen Strip hin oder machen Liebe in allen Variationen auf dem Rasen - das alles natürlich in besagtem Essener Stadtteil Gerschede!

Timo:
Er dreht den Porno "Rammeln am Rhein" - natürlich in seiner Heimatstadt Köln,  und zwar, wie der Titel schon vermuten lässt, selbstverständerlein am Rheinufer. Auch Gaffels  und Reissdorfer Kölsch dürfen nicht fehlen! :o)

Sonntag, 12. Juni 2011

Ein Juni, der sich als April versucht

Eigentlich ist der April in diesem Jahr ja schon gut 1,5 Monate vorbei, aber das Wetter am Freitag und Samstag des Pfingstwochenendes nimmt sich eher aus wie typisches Aprilwetter - Sonne, Regen, Gewitter, Sonne, dann wieder Gewitter und Regen...

So sah die Wolkenfront eines aufziehenden Gewitters am Freitagabend aus:


(c) Alexandra Döll, Essen - 10. Juni 2011

Über das Gewitter vom Freitagabend hatte ich ja schon was geschrieben. Gestern wechselten sich zunächst Sonne und Wolken ab. Bevor ich nachmittags zu meinen Eltern fuhr, habe ich sicherheitshalber die Wäsche vom Balkon geholt, die dort bis dato zum Trocknen auf meinem Wäscheständer hing, damit sie in Ruhe weiter im Wohnzimmer trocknen konnte. Das habe ich auch richtig gemacht, denn gegen 17 Uhr war ich wieder zuhause und es zeigten sich einige Wolkentürme am Himmel. Keine 15 Minuten später war der erste Donner zu hören. Das Gewitter war etwa zwei bis zweieinhalb Kilometer entfernt - einen Naheinschlag gab es auch, aber zum Glück ohne weitere Folgen.

Alle Vögel hatten sich ins Innere der Baumkronen geflüchtet, nur eine Taube saß im Kirschbaum auf einer Astspitze, wo sie im ungünstigsten Fall ein gutes Ziel für den Blitz abgegeben hätte. Meine Mom mutmaßte am Telefon, es könnte sich um eine Lemming-Taube handeln - also um eine Taube, die an akuter Suizidgefährdung leidet. Die Taube hat das Gewitter jedoch unbeschadet überstanden und erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit :o).

Das Gewitter war gegen 17.45 Uhr abgezogen und ließ nur einen heftigen Regenschauer zurück, der sich etwas länger hinzog. Kurz vor 20 Uhr kam die Sonne hinter den Wolken hervor, sodass sich am Osthimmel ein wunderschöner Doppelregenbogen zeigte:


                (c) Alexandra Döll, Essen - 11. Juni 2011

Der Regenschauer war nach Norden weitergezogen. Eigentlich sah es recht faszinierend aus, dass Bottrop und Gladbeck unter einer dunklen Front lagen, während Gerschede und Dellwig wieder freundlich aussahen. Ein ähnliches Phänomen gab es auch bei einem Starkregen später am Abend, etwa gegen 21.45 Uhr zu beobachten - der Regen war so stark, dass ich noch nicht mal mehr die Halde mit Tetraeder und den Gasometer der Kokerei Prosper-Haniel sehen konnte, denn beides war in der Front verschwunden.

Ich bin kurz vor Mitternacht ins Bett gehüpft. Als ich mir um 23.45 Uhr in der geöffneten Balkontür noch die letzte Zigarette des Tages rauchte - draußen regnete es mal wieder stärker, deshalb habe ich auf meinen üblichen Sitzplatz im Gartenstuhl verzichtet - blitzte es noch einmal schwach am Osthorizont, dann folgte ein einziger, nicht besonders lauter Donner. Sammy flippte mal wieder wegen des einen Donners aus, aber es folgten auch keine weiteren. Nachts hat es wohl auch weitergeregnet, denn meine Balkonbrüstung war heute Morgen noch ziemlich nass, aber die Sonne scheint - obwohl eine Reihe von Quellwolken am Himmel sind. Mich erinnert das Ganze jedenfalls eher an Aprilwetter.