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Samstag, 2. November 2013

Na, ab und zu gibt's auch im TV mal ganz gute Musik

Die Musik, die man vielfach leider so im Radio hört - deshalb habe ich ja in meinem Clio auch in der Regel eine CD laufen - wird leider nicht besser, denn weder Helene Fischer noch Andrea Berg noch Brooke Fraser und sonstige Trällerelsen appealen mich in irgendeiner Form, aber ab und zu wird in manchen Serien doch noch mal recht coole Musik eingespielt - gestern Abend war es in der Folge von SoKo Leipzig Lady Gagas erster Hit "Pokerface", den man sich ja auch gut anhören konnte. In einer Tatort-Folge in den 90ern hat es sogar mal Metallicas "Turn the page" als Melodie in die Szenen geschafft, in denen eine Frau bei Sonnenuntergang von ihrem Liebsten träumte und auch die Titelmelodie der Serie "SK Kölsch" von BAP mit dem Titel "Ahnunfürsich" war insbesondere von der Gitarrenarbeit her sehr gut.

Auf Radio Essen wurden ja zum Glück auch viele ältere Titel mit Tiefgang gespielt, wie z. B. "Stairway to Heaven" von Led Zeppelin (Gänsehaut!), "Hells Bells" von AC/DC, "Beds are burning" von Midnight Oil u. v. m., aber sonst hört man leider vielfach nur noch austauschbares Einheitsgedudel, auch wenn einem jetzt Schlager aller Art schmackhaft gemacht werden soll. Die Sachen aus den 70ern und 80ern gingen teilweise noch, aber das, was jetzt an Schlagern zu hören ist, lässt mich immer unfreiwillig an Dauerwellen, überdimensionierte Fingernägel und Asitum im  Gewand der Trivialität denken. Wer nix wird, wird Schlagersänger, am besten am Ballermann auf Malle *reiher* - bei manchen reicht's wohl leider nicht zu mehr.

 
Sammy - mag auch keinen Schlager - (c) Alexandra Döll, Essen

Sonntag, 6. Januar 2013

Ein Geburtstagsgeschenk für Eva

Nächsten Monat hat meine liebe Gattin Geburtstag und natürlich bin ich auch zu ihrer Party eingeladen. Als ich sie nach einem möglichen Geschenk fragte, sagte sie mir, dass sie wunschlos glücklich ist :o) - sowas gibt's zum Glück also auch. Dann muss ich doch mal meine Phantasie spielen lassen, um meine Gattin mit etwas Schönem zu erfreuen. Ich weiß allerdings auch schon, was sie sich NICHT wünscht: Die Maria und Margot Hellwig Hit Collection *gröl*! Das kann ich gut verstehen, die würde ich mir auch nicht wünschen. Eva rollt immer schon mit den Augen, wenn ich aus Spaß trällere "Grüß Gott, Servus und Hallo..." :oD.

Es reichte der armen Eva ja schon, dass sie für ihre Schwester, die diesen Monat Geburtstag hat, mehrere Schlager-CDs bestellen musste :o). Schlager ist auch nicht so mein Ding - die alten Sachen aus den 70ern und 80ern gingen ja noch, aber dieses heutige Einheitsgedudel von irgendwelchen Möchtegern-Trällerelsen wie dem Wendler, Andrea Berg und anderen Menschen geht gar nicht. Selbst, wenn ich mal unter Alkoholeinfluss stehe, was selten vorkommt, kann ich mir das kaum antun, denn soviel Allohol könnte ich gar nicht vertragen *hicks*.

Um meine arme Gattin im Büro nicht allzu sehr zu verstören, habe ich auf das Trällern älterer Schlager verzichtet. Ich glaube, wenn ich Michael Holms "Tränen lügen nicht" angestimmt hätte oder von Monika Martin "Herzen haben keine Fenster", hätte das glatt einen handfesten Ehekrach gegeben, und das wollte ich nicht :o)). Ich hab auch unseren Bürostofftieren Hakle und Ecki verboten, Schlager zu singen.

Auf internationalem Terrain wird die Musik allerdings auch nicht mehr besser, deshalb verzichte ich auch im Auto aufs Radio und höre mir lieber ne CD an - von Metallica, Judas Priest, Gary Moore...das ist wenigstens noch handgemachte Musik und nicht dieses triviale Blagen-Einheitsgedudel, was einem sonst so geboten wird. Ab und zu sind mal gute Nummern dazwischen, aber im Jahr 2012 hab ich außer Udo Lindenbergs und Cluesos Titel "Cello" nix Gutes gehört.   

Sonntag, 18. März 2012

Frühlingsgefühle in der Spritzenstraße

Natürlich kümmere ich mich weiterhin liebevoll um meine Pferdchen in der Spritzenstraße in E-Altenessen-Nord - erst am Freitagabend habe ich meinen 3er BMW aus der Dellwiger Geheimgarage geholt und bin nach Altenessen gefahren. Clio, der mich ja jeden Tag treu und brav von E-Gerschede nach HER-Baukau bringt, hatte natürlich Pause und genoss den milden Frühlingsabend zusammen mit einem niegelnagelneuen 3er BMW in einer grauen Metallic-Lackierung - auch wenn dessen Fahrer scheiße geparkt hatte. Sein Kumpel, der schwarze 3er, stand tiefer, winkte aber freundlich den Berg hinauf.

Meinen Pferdchen bekommen die milderen Temperaturen natürlich auch gut, zumal die Damen auch alle Frühlingsgefühle haben und meine Herren entsprechend stark frequentieren :o). Timo fühlt sich immer noch von Thomas gemobbt, nur weil der freundlich zu ihm ist. Thorsten versucht gerade ein neues After Shave, um noch mehr Kundinnen anzulocken - hm, die Zahl der Kundinnen bleibt jedoch relativ konstant, dafür nimmt die Zahl der ihn umschwirrenden Mücken und Motten überproportional zu, hehe. Christoph war sogar schon so wagemutig und hat eine kurze Hose angezogen - am Freitagabend ging das bei Temperaturen von knapp 20°C auch schon. In der Nacht hat er seine Bermudas aber doch lieber wieder gegen Jeans getauscht. Richtig kühl wurde es, als in der Nacht Nebel vom Rhein-Herne-Kanal herüber zog und den ganzen Essener Norden in eine Nebeldecke hüllte. Timo fühlte sich auch noch vom Wetter gemobbt und Thomas hat sich mit Nebelscheinwerfern behangen, damit frau ihn besonders gut unter seiner Laterne findet, hihi.

Mein 3er BMW hatte auch Frühlingsgefühle und beflirtete auf der Fahrt von Gerschede ins nördliche Altenessen alle Artgenossen und Clios mit 3er-Gen. Seine und meine Flirtlaune rauschten jedoch angesichts der neuerdings sehr eingeschränkten Musikauswahl auf Radio Essen kurzfristig in den Keller. Echt, seit Wochen kann man sich da den gleichen Mist anhören, egal, um welche Uhrzeit man mit dem Auto unterwegs ist: Marit Larsen (If a song could get me you), mindestens dreimal täglich Heulboje Adele (Someone like you), Marlon Roudette (Are you loving the pain - warum dieses belanglose Geträller der Song des Jahres 2011 gewesen sein soll, bleibt ein Geheimnis)...es ist ja schön, wenn zur Abwechslung mal Michael Jackson mit seinen Klassikern gespielt wird, aber leider ist es meist ausschließlich "Thriller". Klar, das Video hat Kult-Status und ist auch sicherlich gut, aber ich finde, dass es auf dem gleichnamigen Album bessere Titel gab wie z. B. "Billie Jean" oder "Beat it" - die beiden Titel werden aber seltener gespielt als "Thriller".  Ich weiß nicht, ob zwischenzeitlich der Musikredakteur bei Radio Essen gewechselt hat, aber die Song-Auswahl ist leider mittlerweile mehr als eingeschränkt, sowohl bei den Kult-Hits aus früheren Jahrzehnten als auch bei den aktuellen Hits. Ich hab mich neulich schon geradezu darüber gefreut, dass mal wieder "Purple Rain" von Prince gespielt wurde, als ich die A42 morgens in HER-Baukau verließ. Clio fragt sich auch öfter, wenn er sich das anhören muss, ob es sonst keine Musik mehr gibt als diesen belanglosen Scheiß, denn er hasst Adele, Marit Larsen und Marlon Roudette genauso wie seine Fahrerin.

Da die Song-Auswahl am Freitagabend auch wieder so bescheiden war, haben mein 3er und ich uns verständlicherweise nicht gerade gefreut. Der 3er fragte mich, wo denn so kultige Sachen bleiben wie "Beat it", "I was made for lovin' you", "Hells Bells", "DJ got us falling in love again", "On the floor" usw. Mein 3er hat schon keine Lust mehr, seinen Lautstärkeregler selbsttätig nach oben zu schieben, weil ihn das o. g. Einheits-Gedudel nervt. Ich glaube, ich sollte doch wieder auf CD umsteigen, denn Radio Essen entwickelt sich mittlerweile zu dem gleichen Einheitsbrei wie EinsLive. Selbst die Emscher - man beachte: wir befanden uns ja auf dem Emscherschnellweg, wie die A42 auch genannt wird :o) - die ja ohnehin an warmen Tagen schon müffelt, ließ nen Furz angesichts der besch...Musik auf Radio Essen.

Meine Pferdchen freuten sich natürlich über unser Erscheinen und gaben mir willig ihren Anteil, den sie mir ja wöchentlich abtreten müssen. Ich habe in den CD-Player meines 3er das Metallica-Album "Master of Puppets" geschoben und danach ging es mir, meinen Pferdchen und dem 3er viiiiiel besser, sodass ich mit ihnen Frühlingsgefühle genossen habe :o).

Sonntag, 19. Februar 2012

Auf Regen folgt Sonnenschein

Mittlerweile scheint sogar die Sonne wieder im Essener Nordwesten, wobei die Regentropfen noch an den Bäumen glitzern :o). Derzeit klart es also auf, eventuell aber auch nur zum nächsten Wolkenbruch. Scheinbar hält hier gerade das April-Wetter erneut Einzug, aber das ist ja in den letzten Wochen nix Neues mehr.

Clio hat heute Vormittag zusammen mit seinem Kumpel, dem schwarzen 3er, und weiteren schwarzen Autos Falco zu Ehren "Rock me Amadeus" und "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" angestimmt. Schon in der vergangenen Woche rotierte in Clios CD-Player Falcos Doppel-Album "Hoch wie nie" mit allen seinen Hits. Über Falco, Metallica oder Gary Moore freute sich mein Auto wesentlich mehr als über Trällerelsen-Mainstream-Einheitsgedudel, wie es oft und gerne im Radio präsentiert wird. Ich muss mir echt nicht tausend Mal am Tag Adele, Sunrise Avenue und anderen austauschbaren Mainstream reinziehen, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Es ist ja schön, dass Adele kürzlich sechs Grammys gewonnen hat - von mir hätte sie sie jedenfalls nicht bekommen. Vermutlich bleibt der Musikindustrie aber auch nicht mehr viel anderes übrig, als dem Mainstream Grammys zu verleihen, denn viel mehr wird ja heute auch nicht mehr produziert. Bei den meisten angesagten Titeln habe ich schon nach dem dritten Hören meist die Schnauze voll, was bei den älteren Sachen oder den Songs der o. g. Künstler nicht der Fall ist.

Sonntag, 12. Februar 2012

Noch eine großartige Sängerin ist gegangen

Soeben habe ich erfahren, dass Whitney Houston unter bisher nicht näher geklärten Umständen verstorben ist. Auch wenn sie in den letzten Jahren mehr Schlagzeilen mit Drogen-Eskapaden und missglückten Comebacks gemacht hat, ist ihr Tod tragisch, denn mit ihr ist noch eine weitere Diva mit großartigem Talent von uns gegangen. Damit meine ich nicht nur ihren Hit "I will always love you" aus dem Film "Bodyguard", sondern auch viele Hits, die sie in den 80er Jahren hatte wie etwa "The Greatest Love of all" oder "I wanna dance with somebody".

Whitney Houston hat es immerhin geschafft, über viele Jahre erfolgreich im Showgeschäft zu sein und mit einer großartigen Stimme zu überzeugen (auch wenn die in den letzten Jahren hörbar gelitten hatte) und nicht nur durch mainstreamtaugliche, nichtssagende, austauschbare Äußerlichkeiten aufzufallen. Ich denke, auch von ihr werden ihre Fans und auch viele andere musikbegeisterte Menschen noch lange sprechen, wobei ich das bei unseren heutigen Trällerelsen und Möchtegern-Stars aus irgendwelchen Casting-Shows stark bezweifle, dass sich an deren triviales Einheitsgeträller in ein paar Jahren noch irgendjemand erinnern wird.  RIP, Whitney!

Donnerstag, 19. Januar 2012

Ein grimmiges Eichhörnchen

Heute Vormittag, als es immer noch wie aus Eimern schüttete, warf ich per Zufall einen Blick in die Laubbäume der Nachbarplantage. Dort fiel mir in den kahlen Zweigen ein schlecht gelauntes Eichhörnchen auf, das mir einen vorwurfsvollen Blick zuwarf - vermutlich, weil es dachte, ich hätte die Macht, die Dauerdusche von oben abzustellen *schmunzel* - liebes Eichhörnchen, leider Pech gehabt! Ich habe zwar jede Menge Kompetenzen, aber mit Regen-Stop kann ich leider nicht dienen. Meine Stofftiere waren auch ganz aus dem Häuschen und freuten sich über das Eichhörnchen, das jedoch von meinen plüschigen Hausgenossen keinerlei Notiz nahm. Ich fände Sonnenschein auch schöner als Regen.

Als ich heute früh zum Vorstellungsgespräch gurkte, lief wenigstens ein cooler Song auf Radio Essen - "Purple Rain" von Prince. Sonst kriegte ich wieder nen Brechreiz auf die üblichen Verdächtigen - Trällerelse Adele, Jupiter Jones, Bruno Mars...offenbar scheint die Musiklandschaft nur aus diesem trivialen Geträller und Seicht-Pop zu bestehen *nerv*. Da freue ich mich jedesmal, wenn ältere Hits gespielt werden wie etwa "Another Day in Paradise" von Phil Collins oder "Beds are burning" von Midnight Oil. Richtige Kracher wie "Hells Bells", "Stairway to Heaven" usw. werden leider viel zu selten gespielt - stattdessen peinigen dann Adele & Co. meine Trommelfelle.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Endlich mal wieder vernünftige Musik

Gestern Abend kam im WDR3 im Rahmen der Reihe "Die Besten im Westen" eine Sendung mit den beliebtesten NDW-Hits der WDR-Zuschauer. Meine Stofftiere haben gefeiert, genau wie ich. Teilweise war die Musik zwar eher simpel wie z. B. Trios "Da-da-da", aber war trotzdem zehnmal besser als dieses Einheitsgedudel und Trällerelsen-Generve von heute, das einem sonst so in Funk und Fernsehen andauernd entgegen schallt.

Cool waren auch Joachim Witts "Der Goldene Reiter", Falcos "Der Kommissar", Peter Schillings "Major Tom" oder "Skandal im Sperrbezirk" von der Spider Murphy Gang. Meine Stofftiere hüpften und tanzten auf dem Parkettboden vor dem Fernseher rum, hihi. Nr. 1 war Nena mit "99 Luftballons". Ein Fan von ihr war ich noch nie - im Gegensatz zu vielen anderen meiner Altersgenossen - aber das war einer ihrer besseren Hits und auch der war um Längen besser als Adele, Brooke Fraser und Marit Larsen. Die Hits werden auch heute noch auf Partys gespielt - ob das auf die "Hits" der genannten Herrschaften in mehreren Jahren zutrifft, wage ich stark zu bezweifeln.  

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Mal wieder was Nettes im Radio

Als ich vorhin auf die A52 nach Düsseldorf auffuhr, spielten sie endlich mal wieder einen coolen Song, der zum Träumen einlud und mehr als angenehm aus diesem pseudobedeutungsschwangeren Einheitsgejaule rausstach - "Nothing else matters" von Metallica. Darüber habe ich mich nicht nur als Fan der Band gefreut, sondern auch, weil es grundsätzlich eine der schönsten Balladen mit Tiefgang ist - was man von dem Gejaule von Adele und anderen Trällerelsen leider nicht behaupten kann. Ich kenne etliche Nicht-Metaller wie z. B. Uli, die den Titel auch sehr mögen.

Ansonsten lief natürlich wieder nur bis auf diese erfreuliche Ausnahme der ewig gleiche Driss - Bruno Mars, Red Hot Chili Peppers (und dann auch noch derselbe Titel, erst auf EinsLive, dann auf WDR2 - selten kreativ, wirklich)...bei Metallica habe ich natürlich den Lautstärkeregler nach oben gedreht und mitgesungen. Clio - der gestern Abend übrigens einen 7er pulverisiert hat, weil er ihn überholt hat, hihi - schwenkte Wunderkerzen dazu. Leider sind die ganzen Hard n Heavy-Klassiker, die man sonst schon mal hört (AC/DCs Hells Bells oder Highway to Hell, I was made for lovin' you von Kiss usw.) aber derzeit immer noch im Hintertreffen - da Weihnachten ja total rührselig und kommerzialisiert ist, darf man da natürlich nix Rockiges spielen, sondern nur Trällerelsen-Einheitsgedudel, und das bitte noch fünf Mal pro Tag *stöhn*. Meiner Meinung nach wurde Metallica heute früh aber auch nur gespielt, weil sich ein Kegelclub aus Stoppenberg den Titel gewünscht hatte, denn der Club hatte für die Aktion Lichtblicke netterweise einen Betrag von weit über 300 Euro gespendet bzw. beim Benefiz-Kegeln zusammen bekommen. Ich glaube, wenn das nicht gewesen wäre, hätten wir heute noch nicht mal "Nothing Else Matters" zu hören bekommen.

Bei dem ganzen Gedudel, das einem dann noch als der ultimative letzte Schrei verkauft werden soll, fällt mir immer ein Klassiker von den Ärzten ein - "Radio brennt", denn da hat die Band auch mal den Trend zum Einheitsbrei im Radio aufgegriffen, allerdings schon Ende der 80er. Allerdings kann ich mir Falco, Madonna und Chris de Burgh, die in dem Text beispielhaft genannt werden, wesentlich besser dreimal am Tag anhören als die ganzen Trällerelsen mit ihrem Einheits-Gedudel und ihren Kinderliedchen.

Gestern Abend haben sie ja wenigstens mal von David Bowie "Let's dance" gebracht, was mich ja schon beinahe erstaunt hat, dass man so einen fetzigen Song zu Weihnachten im Radio auch mal präsentiert bekommt. Ansonsten fühlte ich mich zum gefühlten Millionsten Mal von Coldplay, Sunrise Avenue und Adele gemartert *kill*. Clio fragte sich nicht zum ersten Mal, wie kreativ die Programmverantwortlichen beim Radio eigentlich sind. Selbst im Jahr 2011 sind wesentlich bessere Titel veröffentlicht worden als der Scheiß von den vorgenannten Bands bzw. der Sängerin - "Higher" von Taio Cruz feat. Kylie Minogue, "On the floor" von Pitbull feat. Jennifer Lopez...ach nee, fetzige Disco-Musik passt ja nicht zur weihnachtlichen, pseudoschwülstigen Depression. Ich mag den Song "Geboren um zu leben" von Unheilig zwar ganz gerne, aber das bedeutet nicht, dass ich ihn auf zwei verschiedenen Sendern im Abstand von zehn Minuten zweimal hören muss - aber immerhin passt er zur weihnachtlichen Depression, da er ja wirklich traurig ist.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Einheitsgedudel und Weihnachts-Gejaule

Im Radio werden die Musikredakteure ja immer kreativer - Adele hier, Adele da, Sunrise Avenue in achtfacher Ausfertigung, auf modern getrimmtes Kindergeträller in allen Variationen, dieses Jahr zur Abwechslung mal nicht 100 Mal pro Tag "Last Christmas" (den Titel darf ich hier im Büro nicht nennen, denn sonst sorgt Marina dafür, dass ich hier mit den Füßen zuerst rausgetragen werde, hihi), sondern "Driving home for Christmas" von Chris Rea...ich glaube, ich sollte doch wieder im Auto von Radio auf CD umsteigen.

Vor allem frage ich mich immer, warum in Deutschland an Weihnachten alles so rührselig und depressiv sein muss - Weihnachten ist ein fröhliches Fest, denn es ist ein Symbol für Christi Geburt. Bei der Einheits-Berieselung durch Lautsprecheranlagen auf Weihnachtsmärkten oder im Radio bekommt man jedoch eher den Eindruck, dass Weihnachten einer Beerdigung gleich kommt - zum Kommerz ist es ja schon verkommen. Der einzig gute und auch mal fröhliche Titel, der gestern Morgen auf WDR2 lief, war "Sweet Home Alabama" von Lynyrd Skynyrd, sonst kann man sich den ganzen Tag nur depressives-pseudobedeutungsschweres Gejaule von Adele und anderen Trällerelsen anhören *stöhn*. Wenigstens wird man als Radio-Hörer jetzt nicht mehr alle Nase lang mit diesen total bescheuerten Media Markt-Werbespots berieselt, denn die sind noch schlimmer als Adele, Brooke Fraser und Sunrise Avenue zusammen. Und bei manchen Interpreten, die im Radio gespielt werden, frage ich mich, ob die alle nur einen Titel veröffentlicht haben, den man dann bis zum Erbrechen spielen muss - wenn mal Lady Gaga läuft, dann ewig "Edge of Glory", aber die Dame hat noch mehr - und auch bessere - Songs veröffentlicht.

Darf man zu Weihnachten keinen Rock, Hardrock und Metal mehr spielen? - Selbst auf Radio Essen höre ich, seit wir Advent haben, kaum noch die Stones, Kiss, Metallica, AC/DC usw., sondern entweder die vorgenannten Trällerelsen mit dem ewig gleichen Titel (mit den Trällerelsen meine ich jetzt nicht Lady Gaga, sondern die anderen Schwachmaten) und/oder depressive Songs, die einem den Eindruck vermitteln, der Weltuntergang steht kurz bevor. Bevor ich bei dem Einheitsgedudel und -gejaule noch richtig aggro werde, höre ich doch lieber wieder ne CD beim Autofahren. Clio kann dieses Einheitsgedudel und -gejaule auch schon nicht mehr hören.

Montag, 21. November 2011

Wenn ich nachher in meinem Clio sitze...

...werde ich ihn zunächst mal betanken, da er mal wieder ein wenig Sprit benötigt, damit er mich auch weiterhin brav von A nach B bringt. Wenn ich dann getankt habe - voraussichtlich am Freiligrathplatz in Düsseldorf - werde ich mich in meinen Clio setzen und lauthals singen "Clio, zeig mir die Sonne, zeig mir die Sterne und zeig mir den Mond...!" *träller* Das bietet sich vor allem dann an, wenn im Radio wieder die nervenzerrenden Klassiker "Bye-bye Hollywood Hills", "I don't dance" oder "Something in the Water" laufen...ich glaube, Clio freut sich dann mehr über den Gesang seiner Fahrerin als über dieses Kindergedudel. Manchmal lohnt es sich wirklich mehr, doch ne CD in den Player zu schieben - Clio freut sich dann auch, wenn schwermetallische Klänge aus seinen Boxen dröhnen *schepper*.

Da es ja schon langsam dunkel wird, wenn ich von Düsseldorf nach Essen zurück fahre und es morgens, wenn ich in Gerschede starte, auch noch dunkel ist, ist es im Moment für Clio schwer, mir die Sonne zu zeigen, wofür der Wagen aber natürlich nix kann. Die Sterne und den Mond kann er mir derzeit praktisch täglich zeigen, weil der Himmel klar und meist nahezu wolkenlos ist. Am 25. November ist übrigens Neumond. Da es morgens auch noch dunkel ist, konnte ich heute Morgen noch nicht feststellen, ob da wieder ein neues, mit dem Finger gemaltes Herzchen auf dem Lack meines fahrbaren Untersatzes hinterlassen wurde, denn die Heckscheibe war auch nicht befroren, sondern nur beschlagen :o).

                         Meine schwermetallische, teuflisch freundliche, fahrbare Jukebox
                         - (c) Alexandra Döll, Essen

Sonntag, 30. Oktober 2011

Lustige Horror-Filme und noch einmal die Pottgezwitscher-Zeitung

Wie ich festgestellt habe, bin ich heute wieder mit einigen Beiträgen in der Pottgezwitscher-Zeitung vertreten, u. a. mit den Blog-Einträgen zu den Wahnsinns-Baustellen in Essen (es sind ja neue hinzugekommen wie z. B. die am Düppenberg/Ecke Tangabucht bzw. Ackerstraße) und meinem gestrigen Eintrag zum morgigen Halloween-Fest in Borbeck und Umgebung sowie auch mit meinem gestrigen Eintrag "Vielleicht sollte man jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt", hihi. Dankeschön! :o)

Tele5 hatte auch wieder lustige Horror-Filme auf Lager: Beim Ersten sah ich nur das Ende, in dem sich eine überdimensionierte Kobra und eine ebenso überdimensionierte Echse bekriegten, wobei die Kobra sich vorher noch mit nem Menschen am Stück gestärkt hatte, während die anderen mit nem Hubschrauber flüchteten. Ach, hat die Echse schön mit dem Schwanz gewedelt...die Leute konnten zum Glück entkommen, nachdem der Heli einige Startschwierigkeiten überwunden hatte. Die Klopperei zwischen Echse und Kobra endete damit, dass ein Düsenjäger die Tiere weggebombt hat - bei der Gelegenheit hat die Kobra, die natürlich in Flammen aufging, noch mal eben ihre menschliche Beute wieder ausgewürgt. Ich dachte immer, dass machen nur manche Würgeschlangen wie z. B. Anacondas, aber bei solchen Billig-Filmen kommt das nicht immer so genau mit der Biologie. In der letzten Szene öffnete der ausgespiene Mensch seine Augen, die aussahen wie die einer Schlange und dann züngelte der Zombie auch noch wie ne Schlange. Meine Güte, war das gruselig...:o).

Im zweiten Film verließ ne Gruppe Teenager eine Fete, um im House of Fears, das einer alten Dame gehörte und ne Jahrmarkt-Attraktion sein sollte, einen schönen Abend zu verbringen. Schon, als eine kleine, diabolisch anmutende Statue, die auch bei "Der Exorzist" ne tragende Rolle in der Eingangssequenz im Nord-Irak spielte, nur in wesentlich größerer Ausfertigung, war die Sache relativ vorhersehbar, denn die Ängste der Teenager - die Eine hatte Platzangst, der Andere vor Clowns, die Dritte vor Vogelscheuchen - erwachten zu Eigenleben! Von ursprünglich sechs Teenies blieben nachher nur noch die beiden Stiefschwestern Hayley und Samantha übrig, die sich im Laufe des Films näher kamen, denn anfangs herrschte zwischen den beiden Zickenkrieg - auch die Entwicklung war vorhersehbar. Und dann noch die eindimensionalen Charaktere der Protagonisten - der farbige Jugendliche dachte nur ans Fummeln, seine Freundin war mehr mit ihrem Röckchen und ihrem langen schwarzen Haar beschäftigt als alles andere, der Junge, der seine Freunde ins House of Fears gebracht hatte, mimte bis zu seinem Ableben nen schlechten Jahrmarkt-Animateur, der versucht, Kirmesbesucher mit abgedroschenen Sprüchen in ne Geisterbahn zu locken, der nette Typ, der sich für Samantha mehr interessierte als für ihre bekloppte Stiefschwester, war die ganze Zeit über nur nett und vernünftig, Hayley mimte die ganze Zeit die Zicke, die am Ende nur noch hysterisch rumkreischen konnte und Sam fungierte die ganze Zeit auch nur als lösungsorientierte Sympathieträgerin...toll, echt.    

Auch die Horror-Figuren animierten mich teilweise eher zum Lachen als zum Gruseln: Der Clown, der schließlich dem farbigen Jungen den Garaus machte, war eher Pennywise für Arme, die Puppe, die den verhinderten Animateur abgestochen hat, drehte immer eigenwillig seinen Kopf in eine bestimmte Richtung und ließ es sich nach dem dritten Korrekturversuch nicht mehr gefallen, dass sein Kopf zurecht gerückt wurde, der "Höllenhund" mit den fluoreszierenden Augen wirkte in anderen Filmen auch schon mal gruseliger. Wenn schon Grusel zu Halloween, dann auch bitte richtig und nicht solche vorhersehbaren, pseudogruseligen Lachnummern, die teilweise von richtig guten Klassikern abgekupfert wurden wie ES oder Das Omen. 

Am frühen Abend zappte ich eher zufällig im SWR in eine Sendung, in der die am meisten gespielten Hits auf SWR1 des Jahres 2011 präsentiert wurden. Da waren richtig geile Klassiker dabei - "Hells Bells" von AC/DC, "Hotel California" von den Eagles, "Music" von John Miles, "Stairway to Heaven" von Led Zeppelin u. v. m. Bei "Hells Bells" feteten meine Stofftiere auf dem Boden ab, ich auf meiner Couch und selbst die Venus, die gerade im Osten aufgegangen war, zeigte allen die Teufelsforke. Gegenüber diesen Klassikern kann dieses heutige, poppig verpackte Kindergedudel von Brooke Fraser, Justin Bieber, Tokio Hotel, Bruno Mars und anderen Leuten einpacken, denn die Bands damals bzw. einige sind ja heute noch aktuell beherrsch(t)en ihre Instrumente wenigstens gut und haben solche eine Atmosphäre mit ihren Songs verbreitet, die dieses Einheits-Gedudel von heute in den allerseltensten Fällen zustande bringt. Ich glaube auch kaum, dass irgendein Titel von den o. g. Interpreten in 30 Jahren noch als Klassiker in Musiksendungen gespielt wird...