Nicht erst seit dem Flüchtlingsstrom nach Europa kippt die Stimmung in Deutschland und einigen Ländern des Kontinents ganz gehörig - Rechtspopulismus ist mehr en vogue denn je, manche Rechte bezeichnen die Medien als "Lügenpresse", zitieren oder verlinken aber plötzlich Artikel eben jener Lügenpresse, wenn der betreffende Artikel nur ihrem menschenverachtenden Weltbild entspricht, dann ist plötzlich nix mehr mit "links versiffter Lügenpresse" - aus Nebenkriegsschauplätzen werden Hauptschauplätze gemacht, wie z. B. die sog. Political Correctness, und auch der Denunziant wird wieder gerne hoffähig gemacht. Im Grunde genommen wird ein Klima der Angst verbreitet - Angst vor Terroranschlägen, wobei die, die es schon immer gewusst wollen, jetzt durch Ereignisse wie die Anschläge in Paris noch in ihrer Meinung bestätigt werden, Angst vor freier Meinungsäußerung usw. Die Meinungsfreiheit scheint vielfach leider nur noch auf dem Papier zu existieren bzw. es kommt ja immer noch darauf an, welche Meinung vertreten wird. Merkwürdigerweise wird bei rechtem Geschmiere weniger harsch reagiert als bei anderen Dingen.
Wenn die Meinungsfreiheit nur noch auf dem Papier existiert, dann dürfte es einige Bewertungsportale gar nicht mehr geben, egal ob sich diese nun auf Freizeiteinrichtungen, Supermärkte, Autohäuser, Arbeitgeber, Lieferanten aller Art usw. beziehen, denn da kann ja eine missliebige Meinungsäußerung schon reichen und dem Verfasser drohen etwaige Konsequenzen, auch wenn er eventuell etwas Positives geschrieben hat. Mal schauen, wann die Zensur durch die Politik offiziell wieder in Deutschland eingeführt wird...
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Samstag, 5. Dezember 2015
Montag, 27. April 2015
Google und sein Eigenleben *seufz*
Als ich vorhin einen Kommentar zu dem Kommentar eines Bekannten schreiben wollte, ist mein Rechner mehrfach abgeschmiert bzw. plötzlich war die Kommentar-Funktion deaktiviert, während ich noch den Text tickerte. Was der Blödsinn soll, weiß wohl Google nur allein *nerv*. Wird jetzt schon darüber entschieden, wer was in welcher Form posten darf und wer nicht? Das würde ich mal Zensur nennen...
Google scheint sich wieder beruhigt zu haben, denn gerade konnte ich einen Kommentar ohne irgendwelche Zicken posten. Ich hab ja mittlerweile schon oft gehört/gelesen, dass manche gerade unter Google + Probleme haben, Plusse zu vergeben, Kommentare zu schreiben oder überhaupt einen Beitrag einzustellen. Durchlaufen die Posts erst eine Google-Genehm-Kontrolle, bevor sie online gestellt werden? Manchmal könnte einen der Verdacht glatt beschleichen...
Google scheint sich wieder beruhigt zu haben, denn gerade konnte ich einen Kommentar ohne irgendwelche Zicken posten. Ich hab ja mittlerweile schon oft gehört/gelesen, dass manche gerade unter Google + Probleme haben, Plusse zu vergeben, Kommentare zu schreiben oder überhaupt einen Beitrag einzustellen. Durchlaufen die Posts erst eine Google-Genehm-Kontrolle, bevor sie online gestellt werden? Manchmal könnte einen der Verdacht glatt beschleichen...
Samstag, 8. Juni 2013
Deutschland ist sehr tolerant - oder auch nicht...
Da das Bundesverfassungsgericht ja nun entschieden hat, dass das Ehegatten-Splitting nicht nur für Ehepaare im klassischen Sinne, sondern auch für homosexuelle Lebenspartnerschaften gelten soll, kommen natürlich wieder die Erzkatholiken und Moralisten aus ihren Löchern gekrabbelt und regen sich auf. Als ich gestern Abend im Fernsehen eine junge Novizin sah, die meinte, dass Gott das nicht gewollt hätte, kriegte ich schon wieder das Brechen - und da wundert die katholische Kirche sich über den Mitgliederschwund?! Deren "Schäfchen" von der Straße haben da offenbar weniger Probleme mit als Menschen, die in der katholischen Kirche ein Amt bekleiden. Und wenn ich das schon höre..."Das hat Gott nicht gewollt." - woher weiß sie das denn? Mitgeteilt haben wird er ihr das wohl kaum. Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass Gott gewollt hat, dass Mitarbeiter seiner Kirche Kinder missbrauchen und misshandeln, aber den Makel versucht die katholische Kirche ja ganz schnell wieder los zu werden oder zu vertuschen. Ich "liebe" diese doppelte Moral - Homosexuelle sind nach Meinung mancher Kleingeister und Katholiken scheiße und nicht von Gott gewollt, fröhliches Kinderschänden im Namen Gottes ist dann aber plötzlich okay, oder was? Ich sag's ja immer wieder: Ich glaube an Gott - aber vielfach leider nicht an sein rückständiges Bodenpersonal mit der doppelten Moral. Erst neulich war ich vor einem Vorstellungsgespräch in Rüttenscheid in der Siechenkapelle an der Rü und habe mit Gott gesprochen - da war aber auch keiner da, der mir erzählen wollte, wie ich mit Gott zu sprechen habe.
Ebenso hanebüchen bis schwachsinnig ist auch, dass ein Sketch von Comedienne Caroline Kebekus, der die katholische Kirche zum Thema hatte, vom WDR aus ihrer neuen Show rausgeschnitten wurde, um die religiösen Gefühle anderer Menschen nicht zu verletzen. Kein Wunder, dass sie bei Stefan Raab zum Boykott ihrer eigenen Show aufgerufen hat, weil da die Zensur etwas zu übereifrig war. Vor ein oder zwei Jahren haben sich viele Menschen über Muslime aufgeregt, die nach den Mohammed-Karikaturen ausgeflippt sind, aber bei den Katholiken und den Intendanten scheint das dann normal zu sein, solch eine humorlose Zensur zu betreiben. Gott hat Humor - seine Schäfchen auf Erden hier aber vielfach nicht.
Anstatt sich mal um die wirklich wichtigen Dinge in diesem Land zu kümmern, darf man sich dann über nichtssagende, oberflächliche Artikel zum Thema "Abiball-Kleidung" freuen - Gehirn und Tiefgang sind offenbar out, nur der schöne äußerliche Schein muss stimmen, auch wenn sich in einem sündteuren Outfit der letzte Vollhorst verbirgt. Deshalb fand ich die Protestaktion von Femen beim Finale von Germany's next Top-Model ziemlich cool, denn da geht's auch nur um Äußerlichkeiten und um eine Selbstinszenierung von Heidi Klum, mehr nicht. Wenn sie dann da schon immer mit gespitztem Mündchen steht und einer ihrer Kandidatinnen sagt, was diese bei einem Shooting nicht so gut gemacht hat, krieg ich nen Brechreiz. Einerseits beschweren sich viele Frauen über Sexismus und darüber, nur auf ihr Äußeres reduziert zu werden - andererseits werden aber dauernd solche Casting-Shows gezeigt, wo es weniger auf Persönlichkeit und Ausstrahlung ankommt, sondern eher auf oberflächliches, dummes Geseier bzw. ein ziemlich krankes Schönheitsideal und wo auch noch der letzte Vollhorst für ein paar Minuten Sendezeit im Fernsehen eingeräumt bekommt (das allerdings eher bei DSDS). Solche oberflächlichen Shows lenken allerdings auch von den wahren Problemen in diesem Land ab, aber manche möchten ja leider gerne belogen werden. Kein Wunder, dass sich manche Menschen in ihrer Not nicht mehr an Familie und Freunde wenden, sondern lieber an selbst ernannte Gurus, Esoterik-Hotlines oder irgendwelche Casting-Shows, die von oberflächlichem Hype und Äußerlichkeiten leben.
Ebenso hanebüchen bis schwachsinnig ist auch, dass ein Sketch von Comedienne Caroline Kebekus, der die katholische Kirche zum Thema hatte, vom WDR aus ihrer neuen Show rausgeschnitten wurde, um die religiösen Gefühle anderer Menschen nicht zu verletzen. Kein Wunder, dass sie bei Stefan Raab zum Boykott ihrer eigenen Show aufgerufen hat, weil da die Zensur etwas zu übereifrig war. Vor ein oder zwei Jahren haben sich viele Menschen über Muslime aufgeregt, die nach den Mohammed-Karikaturen ausgeflippt sind, aber bei den Katholiken und den Intendanten scheint das dann normal zu sein, solch eine humorlose Zensur zu betreiben. Gott hat Humor - seine Schäfchen auf Erden hier aber vielfach nicht.
Anstatt sich mal um die wirklich wichtigen Dinge in diesem Land zu kümmern, darf man sich dann über nichtssagende, oberflächliche Artikel zum Thema "Abiball-Kleidung" freuen - Gehirn und Tiefgang sind offenbar out, nur der schöne äußerliche Schein muss stimmen, auch wenn sich in einem sündteuren Outfit der letzte Vollhorst verbirgt. Deshalb fand ich die Protestaktion von Femen beim Finale von Germany's next Top-Model ziemlich cool, denn da geht's auch nur um Äußerlichkeiten und um eine Selbstinszenierung von Heidi Klum, mehr nicht. Wenn sie dann da schon immer mit gespitztem Mündchen steht und einer ihrer Kandidatinnen sagt, was diese bei einem Shooting nicht so gut gemacht hat, krieg ich nen Brechreiz. Einerseits beschweren sich viele Frauen über Sexismus und darüber, nur auf ihr Äußeres reduziert zu werden - andererseits werden aber dauernd solche Casting-Shows gezeigt, wo es weniger auf Persönlichkeit und Ausstrahlung ankommt, sondern eher auf oberflächliches, dummes Geseier bzw. ein ziemlich krankes Schönheitsideal und wo auch noch der letzte Vollhorst für ein paar Minuten Sendezeit im Fernsehen eingeräumt bekommt (das allerdings eher bei DSDS). Solche oberflächlichen Shows lenken allerdings auch von den wahren Problemen in diesem Land ab, aber manche möchten ja leider gerne belogen werden. Kein Wunder, dass sich manche Menschen in ihrer Not nicht mehr an Familie und Freunde wenden, sondern lieber an selbst ernannte Gurus, Esoterik-Hotlines oder irgendwelche Casting-Shows, die von oberflächlichem Hype und Äußerlichkeiten leben.
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Freitag, 18. November 2011
Fragwürdige Nebenjobangebote
In Bezug auf meinen gestrigen Post zu Schmähkritiken auf Bewertungsportalen aller Art zu Produkten, Ärzten usw. fallen mir da auch einige fragwürdige Nebenjobangebote ein, die mir mal per Mail ins Haus geflattert sind. Ich wurde von einem Unternehmen ersucht, ihre Produkte im Internet zu bewerten und hätte dafür auch Kohle bekommen; vermutlich auf 400 Euro-Basis.
Ich habe solche Angebote nie angenommen und würde sie auch nie annehmen - egal, ob mir das einer als Nebenjob oder als Hauptjob anbietet - denn wenn ich etwas schreibe, möchte ich unabhängig in meiner Meinung bleiben und nicht den Eindruck vermitteln, dass ich Produkte aus dem Hause XY grundsätzlich gut darstelle, auch wenn ich genau weiß, dass das möglicherweise gar nicht stimmt bzw. ich das Produkt noch nicht mal selbst getestet habe. Ich glaube kaum, dass negative Kritiken auf der jeweiligen Homepage stehen bleiben würden - und wenn, höchstens vereinzelt und ziemlich verhalten, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass nur positive Statements akzeptiert werden. Soviel Geld könnte mir kein Unternehmen der Welt zahlen, um damit meine gute Meinung dauerhaft zu kaufen. Es heißt zwar immer, dass jeder Mensch seinen Preis hat, aber selbst für 1 Mio. Euro im Jahr und nen niegelnagelneuen 6er oben drauf würde ich das nicht machen. Korrumpieren lassen können sich andere, wenn sie so wenig Selbstachtung und Rückgrat haben.
Da mir einige Menschen aus früheren Zeiten bekannt sind, die z. B. für Amazon Produkte bewerten und sich da in aller Regel auch positive Statements finden, kann getrost davon ausgegangen werden, dass da vor Online-Stellung der Beurteilung auch immer noch ein professioneller Lektor drüber guckt, damit die Meinung nicht zu schlecht ausfällt und da kein grottenschlechtes Deutsch steht. Es fällt schon auf, dass manche "Produkttester", von denen man weiß, dass sie normalerweise nicht in der Lage sind, fehlerfreies Deutsch zu schreiben - und damit meine ich jetzt keinesfalls unsere ausländischen Mitbürger, die das manchmal sogar besser können als viele Deutsche - da plötzlich Statements in gestochenstem Deutsch abgeben. Da kann also nur ein Lektor/Zensor am Werk sein.
Für Amazon.de würde ich ohnehin nicht tätig werden, denn die stellen ja ohne jeden Grund wie z. B. ne projektbezogene Befristung Menschen grundsätzlich nur befristet zu nicht gerade guten Konditionen ein - ganz so egal, wo meine Kohle her kommt, ist es mir nämlich nicht. Einen stichhaltigen Grund, warum es in dem Laden nur befristete Arbeitsverträge gibt, hat das Unternehmen nicht, denn kein zeitlich befristetes Projekt zwingt sie dazu, Arbeitnehmer nur befristet einzustellen. Das sehen wohl viele andere ähnlich, deshalb haben da wohl etliche Leute nach Bekanntwerden dieser Geschäftspolitik ihre Kundenkonten löschen lassen. Auch so kann man nem Unternehmen zeigen, was man von ihm und seinem Umgang mit Menschen hält. Deshalb werden meine Bücher mittlerweile auch über andere Online-Shops oder Präsenzbuchhandlungen gekauft und seltener über Amazon.
Ich habe solche Angebote nie angenommen und würde sie auch nie annehmen - egal, ob mir das einer als Nebenjob oder als Hauptjob anbietet - denn wenn ich etwas schreibe, möchte ich unabhängig in meiner Meinung bleiben und nicht den Eindruck vermitteln, dass ich Produkte aus dem Hause XY grundsätzlich gut darstelle, auch wenn ich genau weiß, dass das möglicherweise gar nicht stimmt bzw. ich das Produkt noch nicht mal selbst getestet habe. Ich glaube kaum, dass negative Kritiken auf der jeweiligen Homepage stehen bleiben würden - und wenn, höchstens vereinzelt und ziemlich verhalten, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass nur positive Statements akzeptiert werden. Soviel Geld könnte mir kein Unternehmen der Welt zahlen, um damit meine gute Meinung dauerhaft zu kaufen. Es heißt zwar immer, dass jeder Mensch seinen Preis hat, aber selbst für 1 Mio. Euro im Jahr und nen niegelnagelneuen 6er oben drauf würde ich das nicht machen. Korrumpieren lassen können sich andere, wenn sie so wenig Selbstachtung und Rückgrat haben.
Da mir einige Menschen aus früheren Zeiten bekannt sind, die z. B. für Amazon Produkte bewerten und sich da in aller Regel auch positive Statements finden, kann getrost davon ausgegangen werden, dass da vor Online-Stellung der Beurteilung auch immer noch ein professioneller Lektor drüber guckt, damit die Meinung nicht zu schlecht ausfällt und da kein grottenschlechtes Deutsch steht. Es fällt schon auf, dass manche "Produkttester", von denen man weiß, dass sie normalerweise nicht in der Lage sind, fehlerfreies Deutsch zu schreiben - und damit meine ich jetzt keinesfalls unsere ausländischen Mitbürger, die das manchmal sogar besser können als viele Deutsche - da plötzlich Statements in gestochenstem Deutsch abgeben. Da kann also nur ein Lektor/Zensor am Werk sein.
Für Amazon.de würde ich ohnehin nicht tätig werden, denn die stellen ja ohne jeden Grund wie z. B. ne projektbezogene Befristung Menschen grundsätzlich nur befristet zu nicht gerade guten Konditionen ein - ganz so egal, wo meine Kohle her kommt, ist es mir nämlich nicht. Einen stichhaltigen Grund, warum es in dem Laden nur befristete Arbeitsverträge gibt, hat das Unternehmen nicht, denn kein zeitlich befristetes Projekt zwingt sie dazu, Arbeitnehmer nur befristet einzustellen. Das sehen wohl viele andere ähnlich, deshalb haben da wohl etliche Leute nach Bekanntwerden dieser Geschäftspolitik ihre Kundenkonten löschen lassen. Auch so kann man nem Unternehmen zeigen, was man von ihm und seinem Umgang mit Menschen hält. Deshalb werden meine Bücher mittlerweile auch über andere Online-Shops oder Präsenzbuchhandlungen gekauft und seltener über Amazon.
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