Posts mit dem Label Schlitten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schlitten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 26. Januar 2013

Die krassen Kläuschen - Winter-Edition 2013

Aus Anlass des derzeit noch vorherrschenden Winterwetters - derzeit krümelt es leicht im Essener Nordwesten - habe ich mir natürlich auch eine Special Edition der krassen Kläuschen ausgedacht, natürlich als Winter-Edition 2013! :o))

Das krasse Kläuschen und der Schneemann
Das krasse Kläuschen steht neben einem freundlich grinsenden Schneemann, der einen Hut und einen gestreiften Schal trägt. Das krasse Kläuschen selbst macht das Daumen hoch-Zeichen - klar, wenn er selbst den Schneemann gebaut hat :o).

Das krasse Kläuschen auf dem Corsa
In Anlehnung zu meinem Blog-Eintrag "Schnee fegen mit Verrückten" aus Dezember 2012 liegt das krasse Kläuschen auf der Motorhaube eines schwarzen Corsa und kräht, während er sich an den Scheibenwischern festhält. Im Corsa selbst sitzt ne erschütterte Hirnblondine.

Das krasse Kläuschen als Kufenkläuschen
Diese Figur läuft natürlich Schlittschuh und dreht gerade elegant ne Pirouette, dabei hat er ne Fluppe im Mund.

Das krasse Kläuschen auf'm Schlitten
Das krasse Kläuschen liegt bäuchlings auf einem Schlitten und streckt allen die Zunge raus.

Das krasse Kläuschen im Schneehaufen
Bei der Figur sieht man nur ein Schneehäufchen, aus dem ne Brille mit Augen und ne Fluppe hervor lugen :o).

Das krasse Kläuschen und die Schneeschaufel
Das krasse Kläuschen hat nen Schneeschieber in der Hand. Auf der Schaufel hat ein freundlich grinsender Rabe Platz genommen.

Das wäre doch eine hübsche Special Edition, aber leider wird diese aus bekannten Gründen niemals erscheinen - genauso wie die Hauptserie "Die krassen Kläuschen" :o(.

Dienstag, 27. November 2012

Wenn der fiese Fiete zweimal klingelt...

...dann hat das eher verrückte Konsequenzen. Leider klingelt der Hexenmeister Fieser Fiete auch zweimal an unserer Firmentür, sodass einige erwachsene Herren fortan durchdrehen und in ihrem Inneren zu Kinder mutieren, also keine leichte Aufgabe für Eva, mich und einige unserer Mitassistentinnen :o).

Draußen hat's geschneit, deshalb entschließen sich die Herren Stinki, ES, Günni, der Tote und der Klapprige, mit dem Bus in den Herner Stadtgarten zu fahren, weil sie dort Schneemänner bauen, Schlitten fahren usw. wollen. Wir Assistentinnen bemerken zunächst gar nicht, dass die Herren einfach so verschwunden sind, da die fahrbaren Untersätze ja noch nach wie vor dem Parkplatz rum stehen, aber dann jankt unsere Chefin lautstark nach den Herren - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen (Beschwerden, Besprechungen, Anlernen...). Eva, Alex (also meine Namensvetterin), Mary, Trixie und ich setzen uns in meinen winteraffinen Clio TCe und suchen die Herren, die bereits im Bus fürs erste anregende Chaos sorgen...

Klausi Kontrolletti will eine Strafe von 40 EUR für unsere Kollegen erheben, weil die einfach, obwohl sie zwischen 30 und 60 sind, auf Kinderfahrschein mit dem Bus unterwegs sind. Stinki motzt: "Wat is'n mit Ihnen eigentlich los?! Ich bin erst acht!!" ES zieht sein Hosenbein ein Stück hoch, damit er den Kontrolletti angesichts seiner Ringelsocken davon überzeugen kann, dass er noch ein kleiner Junge ist. Günni grinst nur debil, denn er wird von einem geilen Vögelchen mit Titten belabert, das nur er sehen kann. Der Tote findet Klausi Kontrolletti sehr unfreundlich und stellt sich tot, während der Klapprige vor Nervosität mit den Knochen klappert. Hilft aber alles nix - die Herren müssen blechen. An der nächsten Haltestelle setzt Klausi Kontrolletti die Herren an die frische Luft, denn die weigern sich auch noch beharrlich, einen Fahrschein für Erwachsene zu lösen. Stinki ist ganz frech und zetert rum. ES grinst unsicher und labert Günni an, der aber immer noch von dem geilen Vögelchen total paralysiert ist und debil weitergrinst.

Die letzten paar Meter zum Stadtgarten müssen die Herren also zu Fuß zurück legen. Wir suchen derweil zusammen mit Clio im Gysenbergpark nach den Kollegen, aber da sind sie natürlich nicht. Eva bittet mich, Richtung Stadtgarten zu fahren, denn sie hat da so ein Gefühl. Da wir befürchten, dass uns dort ein ziemlich irrer Anblick erwartet, werfen wir zur Sicherheit LSD ein, dazu läuft im Auto-Radio "Hells Bells" von AC/DC.

Endlich sind die Herren im Stadtgarten angekommen. Günni grinst immer noch debil und baut unter Anleitung des geilen Vögelchens einen Schneemann mit Gemächt unter einer alten Kastanie am Teich. ES liefert sich ne Schneeballschlacht mit Stinki, denn die beiden haben mal wieder Zoff und Eifersüchteleien wegen mir. ES will zu mir auf die Kuschelmatte, aber Stinki ist der festen Überzeugung, dass der Platz neben mir ihm gebührt und ES da mal gar nix verloren hat. Der Tote belabert Enten und andere Wasservögel, die ihn irritiert anblicken und sich fragen, was denn jetzt abgeht. Der Klapprige klappert mit den Knochen und erschreckt einige Spaziergänger mit tourette-ähnlichen Zuckungen.

ES sitzt schließlich heulend im Schnee, denn Stinki hat ihn einfach zu Boden geworfen und eingeseift. Stinki ist ganz stolz auf sich und zündet sich ne Fluppe an, während er überlegt, was er als nächstes spielen kann. Er entscheidet sich, ein wenig auf dem zugefrorenen Teich zu schlindern, obwohl das per Schild verboten ist - es weiß ja auch keiner, ob die Eisdecke trägt. Der Tote schubst zwei kleine süße Mädchen von ihrem Schlitten, denn er will auch rodeln - die beiden Mädels können ja dann mit ES spielen. Günni baut unter Anleitung des geilen Vögelchens, das nur er sehen kann, eine Schneefrau mit mächtiger Oberweite und grinst weiterhin debil. Der Klapprige klappert auf den Teich zu und will auch schlindern - sehr zum Verdruss von Stinki, der sich fragt, was mit dem Klapprigen eigentlich los ist...

Derweil haben wir Clio am Parkhotel abgestellt und rennen im Tiefschnee durch den Park. Wir rufen die Herren, doch bekommen zunächst keine Antwort - bis wir die fünf großen Kinder am Teich vorfinden. Günni rauft sich mittlerweile mit dem Klapprigen, denn der hat unter lautem Knochenklappern einfach in die Oberweite von Günnis Schneefrau mit mächtiger Oberweite gebissen. Der Tote ist gerodelt und hängt jetzt in einem verschneiten Rhododendronbusch fest, da er wieder nicht aufgepasst hat, wo er hinfährt. ES sitzt immer noch heulend im Schnee - allerdings im Chor mit den beiden kleinen Mädchen, die ja vom Toten um ihren Schlitten gebracht wurden. Stinki ist gerade eben ins Eis eingebrochen, während der Klapprige es so gerade noch geschafft hat, sich wieder ans Ufer zu retten, dabei wäre er fast auf Ente Marianne und ihre 13 Küken getreten. Puh, Glück gehabt! Die Enten konnten sich gerade noch in den Tiefschnee auf der Wiese retten.

Die Mädels müssen sich ein Lachen verkneifen, als sie ihre Kollegen so sehen, und rennen zum Teich, wo eine Rettungsstange abgestellt ist, damit sie Stinki helfen können. Erpel Dieter mit Fluppe im Schnabel watschelt kopfschüttelnd an Stinki im kalten Wasser vorbei und grummelt: "Du bist bestusst!" Stinki ranzt zurück: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!" Schließlich sieht er aber die Stange, die wir ihm hinhalten und lässt sich aus dem Wasser ziehen. Als er endlich am Ufer ist, will er sich von mir wärmen lassen, indem er sich in meine Arme stürzt und klappert genauso schlimm mit den Zähnen wie der Klapprige mit seinen Knochen. Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt freuen oder aufregen soll. Eva wirft prophylaktisch noch ein bisschen LSD ein, kichert und ruft "Halla!", genau wie Alex und Mary.

Trixie versucht, auf Günni einzureden, dass er bitte mit ihr mitkommt, doch der denkt gar nicht daran und streckt ihr die Zunge raus. "Du bist ein Mädchen! Du hast mir gar nix zu sagen! ÄTSCH!!!" Trixie droht energisch damit, seine Schneefrau kaputt zu machen und nimmt ne Kung Fu-Pose ein, sodass Günni sich unter wehleidigem Widerstand von ihr zum Parkhotel schleifen und mit nem Taxi zurück zur Firma bringen lässt - dazu ertönt von irgendwoher der Klassiker "Kung Fu Fighting" von Carl Douglas aus dem Jahr 1974. ES heult weiter, als ES sieht, dass ich Stinki zu wärmen versuche und ruft: "Mr. Dole, look at me, not at him!" Eva kichert amüsiert und ruft "Halla!", dann hilft sie ES auf und zerrt ihn wie eine Mutter ihren widerspenstigen Sohn an der Hand zum Hotel. Das ist zwar nicht so ihr Traum, aber anders ist das Kind ja nicht zu bändigen...Ich hingegen lasse Stinki im Parkhotel aufwärmen und trocken legen, denn in den nassen Klamotten würde er sich ja den Tod holen. Danach bringe ich ihn mit meinem Clio zurück zur Firma. Stinki klappert immer noch mit den Zähnen, aber es wird schon besser. Bei meinem Anblick wird ihm sowieso heiß, höhö. Clio kichert auch und ruft "Halla!", wenn wir an einem BMW vorbei fahren.

Mary hat den Toten in ein Taxi gesetzt und den kleinen Mädchen ihren Schlitten zurückgegeben. Die beiden Kleinen bedanken sich artig und sind froh, als Mary mit dem Toten im Taxi von dannen fährt. Im Taxi schimpft sie ordentlich mit dem Toten, der sich aufführt wie ein trotziges Kind. Der
Taxifahrer fragt sich, was denn mit dem Herrn eigentlich los ist...

Alex kümmert sich derweil um den Klapprigen und hat sich erst mal von einem Hundetrainer nen Maulkorb geben lassen, denn der Klapprige will in alles reinbeißen, was ihm in den Weg kommt - Alex, Enten, Bäume, Papierkörbe, Schneepflüge, Autos...

Endlich sind alle wieder wohlbehalten in der Firma, wo wir Assistentinnen die Herren in die leer stehende Wohnung sperren, damit sie sich erst mal beruhigen können. Zum Glück versetzt der fiese Fiete die Herren erst mal in einen zwölfstündigen Tiefschlaf, nach dem sie sich an nix mehr erinnern können, auch nicht mehr an ihre kleinen und großen Ausraster am Vortag. Wir Mädels hingegen brauchen Glühwein und LSD, denn dann ist alles "Halla!" :o).

Happy End!!!

Sonntag, 18. Dezember 2011

Schneeballschlacht im Männergarten

Hurra - es hat geschneit! Die Männergärtnerinnen Steffi und Alex laufen mit ihren großen männlichen Kindern zum Westerberg, damit sie dort Schlitten fahren oder einen Schneemann bauen können. Der Charmin Bear fürchtet sich schon auf dem Hinweg vor Raben, die in den Wipfeln der Bäume sitzen und "Spiel mir das Lied vom Tod" krächzen. Christoph schüttelt darüber den Kopf und zeigt den schwarzen Vögeln anerkennend die Teufelsforke. Alex grinst auch breit. Thomas hat schon mal ne Möhre eingesteckt, damit er seinem Schneemann auch ne schöne Nase verpassen kann - Steffi möchte die Möhre jedoch lieber futtern. Klein-Aaron brabbelt vergnügt in seinem Kinderwagen.

Thorsten lacht über ein desorientiertes Eichhörnchen, das den Charmin Bear ebenfalls ängstigt - darüber muss Thorsten noch mehr lachen. Der Stationsarzt will ihn gerade mit der Nadel pieksen, als Thorsten plötzlich wech ist - tja, er ist in ein Loch am Wegesrand geplumpst, das durch den Schnee nicht zu erkennen war. Als ehemaliger Kunstturner schafft er es jedoch, sich alleine wieder aufzurappeln. Der Arzt grinst schadenfroh, aber Thorsten hat sich ja nix getan, sodass der Arzt dann nicht mehr lächelt.

Endlich sind alle am Westerberg angekommen. Thomas fängt sofort mit Timos Hilfe an, einen Schneemann zu bauen, wobei Timo lieber ne Schneefrau mit mächtiger Oberweite bauen würde. Steffi versucht, Thomas die Möhre zu mopsen, aber er bewacht sie mit Argus-Augen, sodass Steffi da keine Möglichkeiten hat. Aaron pupst zufrieden. Der Charmin Bear backt Schneebälle, wirft sie aber nicht, sondern hält seinem Monchichi-Mädchen Silvia nen Vortrag über Schnee und dessen Konsistenz.

Thorsten, der Lenken und Bremsen immer noch überbewertet findet, will natürlich rodeln, genau wie Christoph und der Stationsarzt gleichen Namens. Alex mahnt schon zur Vorsicht, denn sie kennt ja ihre großen Kinder gut genug. Steffi schlürft nen Kakao und sieht schon alle möglichen Katastrophen vor sich, die natürlich auch nicht lange auf sich warten lassen.

Thorsten segelt als Erster den Hang runter und nimmt dabei nen Spaziergänger am Fuße des Berges auf die Hörner, obwohl er vorher als Warnhinweis "Vorsicht, Brennholz!" gerufen hat. Der Fußgänger rappelt sich fluchend auf, als er sich zwischen zwei Buchen im Schnee wiederfindet. Thorsten guckt erst verwirrt, lacht dann aber dreckig. Einige Tiere im Wald wie z. B. ein Eichhörnchen und mehrere Amseln zeigen ihm frustriert den Stinkefinger. Der Stationsarzt kommt neben ihm zum Stehen und piekst Thorsten mit der Nadel, was die Amseln jubeln lässt. Alex muss mal wieder schlichten und die Nadel konfiszieren bzw. den Stationsarzt nach weiteren Ersatznadeln absuchen. Er schwankt angesichts Alex' Leibesvisitation zwischen Freude, Faszination und Verlegenheit. Thorsten lacht immer noch, bis ihn ein Schlitten, besetzt mit zwei etwa achtjährigen Mädchen, von hinten anstupst, sodass Thorsten kopfüber in den Schnee fällt. Die Amseln zwitschern vergnügt, das Eichhörnchen tanzt auf einem Ast vor Freude Can-Can und der Stationsarzt lacht. Christoph hat sich mittlerweile um den Fußgänger gekümmert, dem aber zum Glück nix Weiteres passiert ist. Er hat wieder die Trench Open angesichts seiner Hilfsbereitschaft. Steffi macht das betretene Gesicht und schimpft mit ihm. Aaron macht ein Pfützchen in seine Windel, sodass Steffi ihn in einem heimeligen Gebüsch trocken legen muss. Alex hat Thorsten aufgeholfen, den Stationsarzt einer Durchsuchung unterzogen und mit Christoph geschimpft. Die Drei trappsen wieder den Hang hoch, um erneut zu rodeln, natürlich versehen mit Ermahnungen von Männergärtnerin Alex.

Auch der Charmin Bear will mit seinem Monchichi-Mädchen Silvia rodeln und geht einigen Kindern mit Schlitten tierisch auf den Wecker, weil er sie mit seiner langsamen, unsicheren Fahrweise behindert. Thorsten zeigt ihm, wie das richtig geht und übertreibt es etwas, sodass er schließlich mitten im Wald steht und gar nicht weiß, wie er dorthin gekommen ist. Erpel Dieter watschelt mit ner Fluppe im Schnabel vorbei und grummelt: "Du bist bestusst!"

Ha - Steffi ist es doch gelungen, Thomas die Möhre aus der Jackentasche zu mopsen, sodass er Pirouetten dreht und sowohl nach Alex als auch nach seiner Möhre jammert. Timo lacht wie Beavis and Butthead, während er ne Nase aus Schnee zu formen beginnt, die jedoch eher an ein männliches Gemächt erinnert. Thomas läuft dunkelrot an, Steffi macht das betretene Gesicht, ihr Sohn und Alex kichern.

Thorsten hat den Weg zurück zu den anderen mittlerweile gefunden und fängt Streit mit dem Stationsarzt an, der bis dato friedlich von Alex gekochten Kaffee geschlürft hatte. Eigentlich wollen Steffi und Alex rechtzeitig eingreifen, doch da fliegen schon die ersten Schneebälle zwischen den beiden. Christoph schaltet sich auch mit nem Schneeball ein - nach und nach beteiligen sich auch die anderen großen Kinder an der Schneeballschlacht, sodass die jüngeren Kinder am Westerberg sich fragen, was denn jetzt abgeht, weil "alte Leute" sich da ne Schneeballschlacht liefern. Die kleinen Mädchen Sybil-Luise und Laura (fünf und sieben Jahre alt) wissen gar nicht, zu wem sie halten sollen, fiebern aber mal für den, mal für den mit. Thomas hisst die weiße Flagge, nachdem ein großer Schneeball, den Timo nach ihm geworfen hatte, ihn im Gesicht getroffen hat, doch da der Rest der Umgebung auch weiß ist, fällt das nicht weiter auf. Timos noch nicht vorhanden Vokuhilas fühlen sich durch den Schnee gedüngt - er ist jedoch wiederum sehr frustriert, als ein vom Stationsarzt geworfener Schneeball ihn am Ohr trifft, denn das war einfach Ohren betäubend. Thorsten turnt durch den Schnee und versucht, dem Arzt nen Schneeball in die Jeans zu stecken, doch da ist schon Alex zur Stelle und trennt die beiden mit strengen Worten voneinander. Der Charmin Bear heult, weil Christoph die Trench Open hat und ihn und sein Monchichi-Mädchen mit eiskalten Schneebällen bewirft. Steffi fragt sich genervt, während sie Christoph Einhalt gebietet, ob der Charmin Bear jetzt allen Ernstes erwartet hat, dass Schnee warm ist. Thomas liegt entkräftet im Schnee und kreischt los, als Timo sich auf ihn wirft und ihn einseift. Steffi schmeißt sich stocksauer dazwischen, während ihr Sohnemann vergnügt brabbelt.

Endlich haben die beiden Männergärtnerinnen ihre Schützlinge unter Kontrolle und nötigen sie mit strengen Worten, mit ihnen zurück zum Männergarten in der Fürstenbergstraße zu gehen - aber bitte hintereinander und ohne einen Mucks. Der Schweigemarsch setzt sich frustriert in Bewegung, nur Aaron kichert amüsiert über die Bekloppten.  

Montag, 27. Dezember 2010

Meine Stofftiere und der Schnee



Fotos: (c) Alexandra Döll, Essen
_______________________________________________
Meine Stofftiere mit Eigenleben genießen das Winterwetter auch - allerdings regt sich Sammy öfter mal auf, wenn sie in einen Schneehaufen fällt oder ihr ein Schneemann misslingt. Sie trägt bei Schneespaziergängen immer ihr rotes Mäntelchen, Ecki seinen blauen Schalke 04-Anorak. Steffi, die Hamsterdame auf dem Foto oben, fliegt immer mit ihrem Gleitschirm durch die Gegend - allerdings musste ich jedesmal meine Fensterbänke frei halten, die sie als Landebahn genutzt hat, denn die waren doch ziemlich vereist. Da es derzeit in Essen leicht taut, musste ich die Landebahn heute nicht mehr von Eis befreien. Steffi ist manchmal so freundlich und nimmt in ihrer Umhängetasche Streusalz mit, das sie dann sporadisch abwirft - die Stadt Essen streut ja nicht. Allerdings gucken die Leute immer dreieckig, wenn vor einem Geschäft ein kleiner sprechender Plüschhamster mit Gleitschirm landet :o).
Neulich sind meine Stofftiere sogar Schlitten gefahren, aber da sie über einen Buckel fuhren und der Schlitten ein kleines Hopserchen machte, fielen einige Stofftiere in den Schnee - u. a. auch Sammy, die sich mal wieder tierisch aufgeregt hat. Meine Schneeaktivitäten beschränken sich ja aus gesundheitlichen Gründen eher auf's Räumen (sofern möglich) und dem Fotografieren der verschneiten Landschaft.

Montag, 18. Januar 2010

Lustige Schlittenfahrten in Bottrop Teil 2



Das Schlittengespann hat den Heidesee fast umrundet, als ein vernehmbares RUMS! zu hören ist. Die Eisdecke bricht auf, sodass eine Reihe von Wasservögeln, die bis dato vorsichtig auf dem Eis entlang gewatschelt ist, ins kalte Wasser rutscht. Enten, Teichhühner und Schwäne quaken verärgert. Knapp unter der Wasseroberfläche ist ein großer Karpfen zu erkennen - es ist Konni der kapitale Karpfen, der Blähungen hat. Aus dem Schilf in einer anderen Ecke des Sees steigen Rauchwölkchen auf und eine tiefe Stimme spricht: "Du bist bestusst!"


Als der Schlitten die kleine Holzbrücke überquert, die über einen Bach verläuft, der Biotop und See miteinander verbindet, sehen die Insassen des Schlittens gerade noch Konni den kapital Karpfen unter der Brücke hindurch ins Biotop schwimmen. Andere Fische kommen ihm entgegen, denn sie ergreifen vor seinen Blähungen aus Sicherheitsgründen lieber die Flucht in den See. Die Wasservögel schimpfen immer noch. Alle Insassen des Schlittens schwanken zwischen Belustigung und Erstaunen, nur Steffi macht das betretene Gesicht. Typisch Mann - auch wenn es ein Fisch ist! Nur Männer können so pupsen, dass Eisdecken aufbrechen. Steffi hat mal wieder Männer-Hass-Tag, obwohl ihr Schlitten von einem gesteuert wird und weitere drei männliche Wesen mit ihr im Schlitten sitzen. Ach ja, Herkules ist ja auch ein Rüde...

Schließlich geht es mitten in den Wald Richtung Heidhofsee. Plötzlich erscheint am Wegesrand ein kleines Monchhichi im roten Kleidchen und mit Schürze, das sein Röckchen anhebt und kräht: "Schaut mal!" Alle lachen, nur Steffi macht das betretene Gesicht. Gisela, bekannt aus dem Werbespot für Krüger(c) Cappucino kommt angerannt, pflückt das Monchhichi vom Boden auf und spricht: "Also, hebt Ihr Monchichi auch immer sein Röckschen? Isch möschte das nischt...!" Alle lachen und lassen Gisela nebst ihrem exhibitionistischen Monchhichi im Wald zurück. Noch fast eine Minute lang können sie aus einiger Entfernung hören, wie Gisela ihr Monchhichi wegen seines Benehmens tadelt.

Nach gut zehnminütiger Fahrt durch den Laubwald hält Johann mitsamt seinem Gefährt an einer Schutzhütte, damit die Pferde verschnaufen und seine Fahrgäste sich die Beine vertreten können. Uli tollt mit Herkules am Wegesrand im Schnee herum, während Marina in den Wald hinter die Schutzhütte geht, um nach Elfen und ihrem Sperma Ausschau zu halten. Steffi macht das betretene Gesicht und füttert die Pferde sowie sich selbst mit Bio-Möhren. Die Herren der Schöpfung verschwinden ins Unterholz auf der anderen Seite des Weges. Unbemerkt folgen ihnen Renate, Uli, Herkules und Alex und gucken, was die Drei da machen. Steffi trappst auch noch als Nachzüglerin hinterher.

Die Damen und Herkules legen sich auf die Lauer in den Schnee. Es tritt genau das ein, was sie - außer Steffi - im Stillen gehofft haben: Thomas, Thorsten und Tim müssen mal pullern. Alex, Renate und Uli glucksen verzückt und gucken den drei Herren auf's Gemächt. (Sowas wird im Fachjargon auch Fleischbeschau genannt, hihi!) Steffi macht das betretene Gesicht, guckt aber trotzdem hin. Vor lauter Hingucken vergisst sie, in ihre Möhre zu beißen.

Schließlich bemerken die drei Männer, dass sie von den Damen beobachtet werden. Tim schreit belustigt: "Spanner!" Thorsten schlackert sein Gemächt demonstrativ noch einmal aus - wenn die Mädels schon gucken, soll ihnen ja auch was geboten werden. Thomas ist erschüttert und klemmt sich seinen Dödel fast im Reißverschluss ein, als er selbigen wieder in seiner Hose verschwinden lässt. Er jammert los: "Alex!" Die lacht laut los, genau wie ihre Begleiterinnen. Steffi beißt herzhaft in ihre Möhre.

Marina auf der anderen Seite des Weges hat unverschämtes Glück: Unter zwei hohen Buchen, durch deren Wipfel das Sonnenlicht hindurch auf den schneebedeckten Waldboden fällt, wird sie Zeugin, wie sich die Elfen die Klamotten vom Leib reißen und übereinander herfallen. Wenig später ist das gesamte Fleckchen Erde mit Elfensperma bedeckt, das funkelt, glitzert und schimmert. Marina ist glücklich wie ein Schneekönig. Zur Feier des Tages pflückt sie einen Fliegenpilz, der durch den Schnee hindurch aus dem Waldboden aufragt, und zündet sich selbigen an, obwohl sie eigentlich Nichtraucherin ist - Pilz statt Pils ist auch nicht zu verachten! Durch die durch das Kiffen verursachten Hallus glitzert das Elfensperma noch schöner. Sie kichert übermütig und taumelt langsam zurück zum Schlitten.

Ähnliches gilt für ihre MitfahrerInnen auf der anderen Seite des Weges, da Thorsten und Tim genau die gleiche Idee hatten wie Marina, als sie einige Fliegenpilze am Fuß des Baums fanden, an dem sie uriniert haben. Thorsten informiert alle - bei Alex wäre das überflüssig gewesen, da sie das ohnehin schon wusste - über das, was er mit 17 am liebsten gemacht hat: Kiffen und mit seiner ersten Freundin im Bett liegen. Thomas lacht brüllend und dreht hüftsteife Pirouetten. Sein brüllendes Lachen schreckt einen Eichelhäher auf, der frustriert und laut schimpfend davon fliegt. Uli sucht kichernd nach obdachlosen Schlümpfen, findet aber keine. Renate schläft nach einem Lachkrampf fast im Stehen an einen Baum gelehnt ein. Tim lacht, muss aber auch kacken. Er wischt sich den Po mit trockenem Laub ab, das er mühselig aus dem Schnee ausgraben muss. Alex gackert grundlos und streckt die Teufelsforke in den Himmel, während sie South of Heaven zu intonieren versucht. Herkules hat nicht gekifft, tanzt aber trotzdem übermütig um Frauchen herum. Steffi macht das betretene Gesicht, denn auch sie hat nicht gekifft und kann somit die kleinen Ausraster ihrer BegleiterInnen nicht verstehen.

Steffi ist zum Schluss auch die Einzige, die die Umrundung des Heidhofsees zusammen mit Herkules im wachen Zustand verfolgen kann. Die anderen haben es zwar geschafft, wieder auf den Schlitten zu steigen, sind aber nach dem Genuss der Fliegenpilze nach und nach eingeschlafen. Renate musste, da sie ja ohnehin schon im Stehen eingenickt war, von Johann und Thomas zurück zum Schlitten gehievt werden, wobei Thomas mit seiner brüllenden Lache und seinen taumelnden, hüftsteifen Bewegungen und seiner Neigung, unkontrollierte Pirouetten zu drehen, nicht gerade eine große Hilfe war.

Steffis Mitfahrer erwachen erst wieder, als die Sonne schon fast untergeht und der Schlitten abermals am Bottroper Stadtgarten hält, denn der Startpunkt ist zugleich auch das Ende der Fahrt. Marina ist glücklich, denn sie hat während der Rückfahrt von Elfen und Elfensperma geträumt. Die anderen sind auch glücklich, wissen aber nicht mehr so ganz, wieso.


__________________________________________

Foto:
Heidhofsee in der Abenddämmerung, Bottrop. (c) Chris Hochberger, Pixelio

Freitag, 15. Januar 2010

Lustige Schlittenfahrten in Bottrop







Nach diversen Rodelsessions unserer Protagonisten lassen sich selbige von einem freundlichen Kutscher namens Johann nebst Schlitten vom Bottroper Stadtgarten durch den Köllnischen Wald hinüber in die Kirchheller Heide zu Heidesee und Heidhofsee kutschieren. Renate und Uli nehmen neben Johann auf dem Bock Platz, während der Rest es sich hinten auf zwei gegenüber liegenden Bänken gemütlich macht. Alex sitzt zwischen Thorsten und Thomas, Tim hat es sich zwischen Marina und Steffi bequem eingerichtet.

Die beiden Zugpferde heißen Lachtaube und Lachtante, zwei wunderschöne schelmische Apfelschimmel. Laut Auskunft von Johann ist Lachtaube eine schwerhörige Stute mit Humor. Na, das kann ja heiter werden...!

Es geht durch den verschneiten Stadtgarten vorbei an den zugefrorenen Stadtteichen hinein in den Köllnischen Wald Richtung Bergwerk Prosper-Haniel. Marina, die vor einigen Tagen einen Bericht über Elfensex im World Wide Web gelesen hat, hält nach glitzerndem und funkelndem Elfensperma Ausschau, entdeckt jedoch nur Schnee, dessen Eiskristalle im Sonnenlicht funkeln. Steffi macht das betretene Gesicht, wenn Marina jubelt, weil sie Elfensperma gefunden zu haben glaubt. Thorsten nimmt das Gerede von Elfensex und -sperma eher gelassen, denn von Alex ist er noch ganz andere Sprüche gewohnt wie etwa "Genug geflirtet, zieh dich aus!" oder Wellness-Tipps, wenn man ins MRT muss ("Ich hab inne Röhre ans Pimpern gedacht!"). Thorsten trinkt ein Bier und grinst. Thomas trinkt auch ein Bier, ist sich aber nicht ganz sicher, was er von Elfensex halten soll, deshalb rutscht er unruhig neben Alex hin und her. Die trinkt zur Sicherheit Sekt und hofft, dass Thomas mal bald aufhört zu zappeln.

Am Bergwerk Prosper-Haniel angekommen, ruft Thomas ganz stilecht: "Glück auf!" Tim murmelt nur: "Spacko!", zumal nicht ein Bergmann weit und breit zu sehen ist - kein Wunder, die sind ja auch alle derzeit unter Tage. Thorsten nimmt sich noch ein Bier. Marina hält wieder nach pimpernden Elfen Ausschau. Steffi macht das betretene Gesicht. Uli füttert ihren Hund Herkules mit Leckerchen, während Renate ein Kaugummi kaut und den Pilzen am Wegesrand zuwinkt, die aus dem Schnee hervorlugen. Alex erzählt sexistische Witze und trinkt noch einen Sekt. Thomas wird zunehmend unruhig. Tim kichert zwar über Alex' Witze, bedauert es aber angesichts von Thomas' Verhalten innerlich, sein Haschisch zuhause vergessen zu haben und zündet sich stattdessen ne handelsübliche Lucky Strike an.
Es geht vorbei an der Halde Haniel und am Landschaftsbauwerk Schöttelheide Richtung Kirchheller Heide. Lachtaube und Lachtante wiehern vor Vergnügen, als es in den Wald geht Richtung Heidesee. Kurz vor dem See begegnet ihnen am Wegesrand ein alter Bekannter: Erpel Dieter, der mal wieder ne Fluppe der Marke Ente23 im Schnabel hat. Da Lachtaube aus Spaß nach ihm auskeilt, brummelt er nur: "Du bist bestusst!", bevor er ins Schilf am Ufer des Sees verschwindet, um in Ruhe zu rauchen. Marina glaubt schon wieder, Elfensperma gesichtet zu haben, aber nein - es ist wieder nur Schnee, der im Sonnenlicht glitzert. Sie ist frustriert und nimmt sich ein Bier der Marke Elfen Pils. Steffi macht das betretene Gesicht und ist froh, dass sie keine männlichen Brust- und Achselhaare ihrer Mitfahrer sehen muss, denn für halb offene Hemden und nackte Oberkörper ist es doch etwas zu kalt.
Am Ufer des Sees steht schon wieder der Zwerghamster des Todes in der Hoffnung, dass Leute mit seiner Hilfe den Löffel wegschmeißen. Da kommt ihm das Schlittengespann gerade recht, das dort den Weg entlang kommt, doch ehe er sich versieht, wird er wieder in den Schnee getreten - die Ente Marianne und ihre 13 Küken sind mal wieder auf der Suche nach Erpel Dieter. Sie folgen der Einfachheit halber den Rauchwölkchen im Schilf...


Fortsetzung folgt!

_____________________________________

Alle Fotos:
(c) Chris Hochberger, Pixelio
Motive:
Bergwerk Prosper-Haniel im Herbst, Bottrop
Bachlauf im Köllnischen Wald, Bottrop
Heidesee in der Kirchheller Heide, Bottrop



Donnerstag, 31. Dezember 2009

Klaus der Killer-Schneemann Vol. 2

Nachdem Klaus der Killer-Schneemann und der Zwerghamster des Todes das Lied vom Tod gespielt haben, wirft Klaus der Killer-Schneemann unseren Protagonisten auf dem aufblasbaren Schlitten Giftpfeile hinterher, doch er zielt schlecht: statt die auf dem Schlitten Sitzenden zu treffen, trifft er die aufblasbare Hülle, sodass es lautstark POFF! macht. Das hat den Effekt, dass die Schlittenbenutzer durch den massiven Knall durch die Gegend geschleudert werden. Uli und Renate kippen nach hinten weg. Uli macht unfreiwillig einen Schneeadler und bleibt erst mal wie betäubt liegen, sodass ihr kleiner Hund Herkules besorgt angeflitzt kommt, um nach seinem Frauchen zu sehen. Die Rüstige verschwindet wortlos unter dem Schlitten eines Zwillingspärchens und guckt sparsam aus der Wäsche.

Steffi macht das betretene Gesicht und denkt ans Sterben, als sie den Himmel über sich sieht. Erst nach einigen Minuten wird ihr gewahr, dass ihre Zeit noch nicht gekommen ist, doch bis dahin überschlagen sich die Ereignisse.

Marina liegt nur zwei Meter entfernt von Steffi im Schnee und hat unfreiwillig ins Gras gebissen, das sich unter der dichten Schneedecke befindet. Sie hustet und prustet, bevor sie eine Schimpftirade ausstößt und den unbekannten Übeltäter als "dusselig" bezeichnet. Tim liegt mitten in einem Holzzaun, sodass der der Besitzer des Zauns nicht mehr alle Latten an selbigem hat. Bis auf ein paar blaue Flecken ist ihm jedoch nichts weiter passiert. Thorsten ist gegen einen zierlichen Baum geflogen und muss kurz darauf zwei Ärzten (!) in der Notaufnahme des Philippusstift alles zeigen, was sie sehen wollen ;o).

Thomas liegt auf dem Rücken im Schnee direkt neben einem Gebüsch am Fuße des Hangs, Alex fällt auf ihn drauf. Er fängt natürlich sofort an, nach Alex zu jammern, obwohl sie direkt auf ihm liegt, weil er jetzt wieder Rückenschmerzen hat und seine Hose bestimmt dreckig ist. Der Erpel Dieter, der bis dato ruhig im Gesträuch gesessen und eine Fluppe der Marke "Ente23" geraucht hat, kommt genervt angewatschelt und ranzt Thomas mit brummiger Stimme an: "Du bist bestusst!" Alex findet das nicht komisch und fühlt sich desorientiert- Thomas' Gejammer macht es nicht besser. Arno versucht, sich fluchend aus einem Schneehäufchen aufzurappeln, aber da er sich den Fuß verstaucht hat, bleibt es beim Versuch aufzustehen.

Der Zwerghamster des Todes wittert fette Beute und will gerade losrennen, um Tote mitzunehmen, als er kopfüber in den Schnee getreten wird - die Ente Marianne sowie ihre 13 Küken stiefeln über ihn hinweg und sind auf der Suche nach dem Erpel Dieter (immer den Rauchwölkchen nach). Der Zwerghamster des Todes rappelt sich schließlich prustend auf, muss aber erst mal seine Sense suchen, die auch irgendwo im Schnee liegt. Er entschließt sich, unverrichteter Dinge abzuziehen und den nächsten Bus Richtung Borbeck zu nehmen - soll sich der Sensemann morgen doch persönlich um bekloppte Rodler kümmern!

Klaus der Killer-Schneemann ist stinksauer, insbesondere als er sieht, dass es keine Toten gibt und der Zwerghamster des Todes einen Bus besteigt. Herkules zeigt ihm direkt, was er von ihm hält, denn er hebt dezent sein Beinchen und pullert Klaus an. Der flucht wie ein Rohrspatz, während Herkules fröhlich zu Frauchen zurück läuft, die sich mittlerweile erhoben hat.

Droben im Himmel hält Gott gerade eine Siesta, sodass Jesus, Petrus und der heilige Geist gut gelaunt herumalbern und mit dem Wetter spielen. Fazit: Von Westen her scheint die rotglühende Abendsonne auf Klaus den Killer-Schneemann hernieder, von Osten her nähert sich ein Wintergewitter mit wärmeren Temperaturen und Regenschauern. Klaus der Killer-Schneemann schmilzt erst dahin und läuft dann in flüssiger Form den Berg hinunter. Die Möhren werden von Erpel Dieter, Ente Marianne und den 13 Küken verspeist, die Machete liegt nutzlos in der Gegend herum. Unsere Protagonisten treten durchnässt, frustriert und mit kleineren Blessuren fluchend den Heimweg an.

Sonntag, 27. Dezember 2009

Neues Rodelgebiet im Essener Nordwesten

Nachdem unsere Protagonisten sowohl von den Enten im Schlossparkteich als auch vom Ordnungsamt der Stadt Essen aus dem Schlosspark verbannt wurden wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, groben Unfugs und Sachbeschädigung, müssen sie sich ein neues Rodelgebiet suchen. Selbiges ist schnell gefunden, denn der Reuenberg in Gerschede bzw. Dellwig ist im Gefälle bzw. in der Steigung wegen der Schneemassen gesperrt. Auch in den umliegenden ruhigen Seitenstraßen wie Bergheimer Steig/Ripshorster Straße, Herskamp und Gerscheder Straße ist das Rodeln temporär möglich.

Die Herren Thomas, Thorsten, Arno und Tim entschließen sich, mit einem schlauchbootähnlichen Gebilde den Herskamp hinunter zu sausen. Das Gleiche gilt für Marina, Alex, Uli und Renate. Steffi möchte lieber alleine per Bauchfletscher auf einem handelsüblichen Schlitten den Herskamp ab Bergheimer Steig bis zum Bahndamm am Knotenpunkt Herskamp/Luthestraße/Blitzstraße/Rahmannstraße hinunter sausen.

Bevor die Herren den Herskamp hinunter rodeln, wärmen sie sich an Petras schwermetallischem Glühweinstand mit einem entsprechenden Getränk auf. Auf der Ecke Herskamp/Bergheimer Steig steht eine etwas merkwürdig anmutende Combo - ein wortkarger Mundharmonikaspieler, ein Banjospieler mit Goldzähnen, ein Gitarrist mit satanischem Make-up und ein Hornist mit Pausbacken. Als die Herren ihre Position auf ihrem Gefährt einnehmen, spielen die Musiker wie auf's Stichwort "Das Lied vom Tod". Alle finden das lustig, nur Thomas stehen die Haare zu Berge, als er die düstere Mundharmonika-Melodie hört. Tim und Thorsten finden das Ganze etwas überbewertet und setzen sich nach vorne, weil sie lenken und bremsen möchten. Arno und Thomas nehmen hinten Platz. Sie geben sich Anschub mit den Händen und rauschen los. Thomas hofft, dass sie die etwa 600 m lange Strecke heil überstehen. Arno sieht das wesentlich gelassener und die beiden Piloten sowieso.

Schon bevor die Herren den Kreuzungsbereich Dachsfeld/Herskamp auf halber Höhe erreichen, zeigt sich, wie unterbewertet Tim und Thorsten Lenken und Bremsen finden: Sie touchieren einen Porsche am Fahrbahnrand und fahren forthin ohne Arno weiter, der erstaunt mitten auf dem Dachsfeld liegen bleibt. Das Dachsfeld macht seinem Namen alle Ehre, denn ein Dachs stürmt direkt auf Arno zu, um sich mit ihm zu zoffen, der Andere springt auf den Schlitten auf und belästigt Thomas, der natürlich prompt nach Alex jammert. In Höhe des Tauwegs dröhnt aus irgendeinem Haus lautstark der AC/DC-Klassiker "Highway to Hell". Thomas ruft panisch, dass es jetzt wohl besser wäre zu bremsen, aber die beiden Piloten denken gar nicht daran: Sie brettern mit über 50 km/h in die Ebene über die Luthestraße hinweg - ja, und dann ist es zu spät: Sie kommen aus der Spur und rauschen volle Kanne gegen den Bahndamm. Tim fliegt in hohem Bogen darüber hinweg - wie gut, dass gerade keine S-Bahn kommt! - und landet auf der anderen Seite auf der Rahmannstraße in den Überresten eines Döners, den dort jemand wohl entsorgt hat. Danach hat er ne Zwiebel auf dem Kopf. Einige Kinder, die die Rahmannstraße entlang laufen, sehen das und singen: "Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner, denn Döner macht schöner..." Tim motzt ihnen hinterher: "Spackos!"

Thorsten hat unfreiwillig Bekanntschaft mit einer jungen Birke auf dem Bahndamm gemacht und liegt benommen in ihrem Geäst. Thomas wundert sich, dass er ein pelziges Gefühl im Mund hat - dabei hat er doch gar keine Oberföhringer Vogelspinne verkostet, original verkorkst von Palhuber & Söhne [Loriot lässt grüßen] - nein, er hat beim Sturz unfreiwillig dem Dachs in den Allerwertesten gebissen. Der Dachs knallt ihm eine und rennt unverletzt von dannen Richtung Dachsfeld. Thomas jammert lautstark nach Alex. Einige Anwohner auf der Blitzstraße haben zwei Rettungswagen alarmiert, damit die Beiden abtransportiert werden. Thomas jammert im Krankenwagen immer noch nach Alex, sodass der Notarzt ihm eine Beruhigungsspritze gibt, damit mal endlich Ruhe im Karton ist. Thorsten zeigt den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift mal wieder alles, was sie sehen wollen.

Arno hat sich mittlerweile aufgerappelt, doch da kommt Steffi den Hang hinunter gesegelt. Sie grinst maliziös, als sie Arno über den Haufen fährt und verpasst ihm im Vorbeifahren einen Aufkleber: "Ich bremse nicht für Männer!"

Tim hat sich mittlerweile auch aufgerappelt und humpelt frustriert den Herskamp hinauf. Wo sind denn bloß Thorsten, der Spacko Thomas und Vollpfosten Arno? Egal, er braucht gleich erst mal nen Glühwein bei Petra.

Mittlerweile sausen die vier Mädels den Herskamp hinunter und juchzen dabei übermütig. Netterweise spielt jemand "Seasons in the Abyss" von Slayer. Tim ist mittlerweile bei Arno angekommen und hilft ihm freundlicherweise auf. Kaum, dass beide auf ihren Füßen stehen, werden sie von den vier Damen auf die Hörner genommen. Alle jubeln und klatschen - weniger wegen Tim, sondern wegen Arno. Uli ist die Einzige, die heult. Alex dreht sich um und fragt sie, warum sie denn weinen müsse. Uli snieft: "Scheiße, ich hab nicht gehört, wie Arno im Schnee aufgeschlagen ist!" Die Rüstige lacht. Sie lacht weiter, als sie ein paar Pänze auf die Hörner nehmen, die unvorsichtigerweise den Herskamp überquert haben, als sie dort mit ihren Mitstreiterinnen den Berg hinunter gesaust kommt.

Das Ende vom Lied: Arno, Thomas, Tim, Thorsten, Alex, Renate, Uli, Marina und Steffi haben fortan nicht nur Westerberg-, sondern auch Herskamp-Verbot ;o).

Samstag, 26. Dezember 2009

Winterliche Schadensmeldungen die Zweite

Natürlich können beim Rodeln noch viele andere Dinge passieren als die, die ich schon vor einigen Tagen hier geschildert hatte. Es folgt Vol. 2 der originellsten Schadensmeldungen der Menschen aus meinem persönlichen Dunstkreis. Schauplatz ist wieder der Westerberg am Rande des Borbecker Schlossparks ;o).

Marina:
"Ein Pferd kreuzte plötzlich und unerwartet meinen Weg, ohne sich vorschriftsmäßig zu vergewissern, dass der Weg auch frei ist. Danach lief es weiter, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Später hörte ich, dass das Pferd dusselig sei."

Steffi:
"Erst nahm ich Arno auf die Hörner, dann fegte ich ihn seitlich ab. Ich glaube, Arno hatte danach Schmerzen. Ich habe ihm einen SOS-Aufkleber verpasst, damit andere sich um ihn kümmern können."

Uli:
"Ich sauste den Todesberg hinunter und bekam immer mehr Fahrt drauf, sodass ich wieder auf dem Teich landete bzw. in diesen einbrach. Ich konnte mich einfach nicht mehr daran erinnern, wie man bremst."

Renate:
"Schon bevor ich de Pänz anfuhr, wusste ich, dass es niemals heil nach Hause kommen würde."

Thomas:
"Ja...hm...ich weiß nicht, wie das jetzt passiert ist, aber ich sauste den Todesberg hinunter, weil Alex mir das empfohlen hat. Gerne habe ich diese Empfehlung wahrgenommen und bin den Todesberg auf Alex' Empfehlung hin hinunter gesaust. Ich sauste den Hang - bzw. Hügel oder Berg oder Abhang - vorschriftsmäßig hinunter, bis ich mit einem unvorschriftsmäßigen Rhododendronbusch kurz vor dem Ententeich kollidierte. Der Rhododendronbusch blieb schweigend stehen, ohne sich um den mir entstandenen Schaden zu kümmern. Weder mein zweiköpfiges Ding hinter der Lampe noch Alex waren in der Nähe, um mir zu helfen. Ich habe um Hilfe gerufen, aber Alex hat das nicht wahrgenommen. Später entdeckten mich ein paar Wasservögel, also Enten, so in meinem Busch, jedoch auch, ohne mir Erste Hilfe zu leisten."

Tim:
"Also, lenken wird ja total überbewertet, sodass ich geradeaus weiter fuhr, geradewegs in den Ententeich. Danach mussten sowohl mein Schlitten als auch ich abermals wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden."

Thorsten:
"Während der wohlbekannten Rodelabfahrt Todesberg sang ich übermütig "Holadihia-hoppsassasassa". Dabei kam mir eine massive Eiche schneller als erwartet entgegen."

Arno:
"Ein massiver Ahornbaum wuchs plötzlich mitten auf dem Abhang, sodass eine Kollision nicht mehr zu vermeiden war. Nicht nur der Schlitten sollte abgemahnt werden, sondern auch der Ahornbaum wegen vorsätzlicher Körperverletzung."

Alex:
"Da Thomas sich anscheinend nicht entscheiden konnte, in welche Richtung er mir aufweichen sollte, fuhr ich über ihn drüber. Er gab seine Schuld zu, da ihm dies schon einmal passiert war. Das Ende vom Lied: Thomas hat sich den Fuß verstaucht, ich hab mir den Kopf eingehauen - ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben."

Dienstag, 22. Dezember 2009

Ski und Rodel gut in Borbeck




Auch wenn im Ruhrgebiet und im Rheinland mittlerweile Tauwetter eingesetzt hat *tropf-tropf*, fände ich es lustig, mit einigen Menschen aus meinem persönlichen Umfeld am Westerberg in Borbeck in unmittelbarer Nähe zum Schlosspark Rodeln zu gehen - vor allem, wenn es dann zu Unfällen käme. Ich sehe schon die Schadenanzeigen an diverse Haftpflicht- und Krankenversicherungen vor mir ;o).

Marina, Düsseldorf:
"Ich sauste den Todesberg hinunter, rauschte dann haarscharf an den Bäumen weiter Richtung Ententeich und landete schließlich dort nach einem kleinen Hopserchen über eine Mauer mitten auf dem Eis. Die Enten quakten verärgert. Mein Schlitten kippte um, dann brach ich ins Eis ein. Danach verlor ich die Herrschaft über meinen Schlitten."

Steffi, Düsseldorf:
"Arno war überall und nirgends auf der Piste. Ich musste mehrfach kurven, bevor ich ihn traf."

Uli (ihres Zeichens übrigens Schütze, genau wie Marina - Schützemädchen haben oft ein fehlendes Problembewusstsein, hihi!), Düsseldorf:
"Nachdem ich den Todesberg hinunter gesegelt bin, nahm ich diverse Rhododendronbüsche mit und landete dann neben Marina im Teich - ich versteh gar nicht, wo das Problem liegt!"

Die Rüstige (Renate), Düsseldorf:
"Nachdem ich ein Kaugummi gekaut hatte, rodelte ich den Westerberg hinunter. Irgendwann auf halber Strecke sah ich das traurije Gesicht eines kleinen Jungen langsam vorüber schweben, dann schlug de Pänz hinter meinem Schlitten im Schnee auf."

Thomas, Gießen an der Lahn:
"Ja, hm, ich weiß nicht, wie das passieren konnte...als ich den Hang - es kann aber auch ein kleiner Berg oder Hügel gewesen sein, das ist jetzt eine Definitionsfrage - hinunter rodelte, tauchte plötzlich aus dem Nichts ein Kind auf - es war ein relativ kleines Kind, etwa drei oder vier Jahre und hatte so Pausbacken - und verschwand dann wortlos unter meinem Schlitten."

Arno, Friedrichsdorf (Taunus):
"Mein Schlitten entwickelte mitten auf dem Todesberg ein merkwürdiges Eigenleben, sodass er mich gegen einen Baum fuhr, der dort wie von Geisterhand plötzlich am Hang gewachsen war. Ich finde, der Schlitten sollte abgemahnt werden! Auch eine TÜV-Überprüfung hinsichtlich der Sicherheit des Schlittens wäre sicherlich angebracht."

Tim, Essen:
"Ich finde Bremsen grundsätzlich überbewertet, sodass mich irgendwann ein Baum stoppte. Danach mussten sowohl der Schlitten als auch ich wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden."

Thorsten, Coesfeld:
"Nach meinem Unfall mit dem Schlitten am Essener Westerberg bekamen die Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift von mir alles gezeigt, was sie sehen wollten."

Alex, Essen:
"Eine Kollision zwischen meinem Schlitten und Thomas, der dort so desorientiert zwischen anderen Rodlern den Hang hoch trapste, konnte ich nicht mehr ganz verhindern. Er gab mir ein Zeichen zum Anhalten. Ich fand ein Gebüsch am Fuße des Berges. Nachdem ich Thomas umgemäht hätte, schluchzte er - mit seinem Unfall verließ das letzte Kind den Hang."

Sammy, Essen:
"Hih, ich bin die Sammy! Beim Rodeln habe ich erst meine rote Haarschleife und dann die Kontrolle über meinen Schlitten verloren. Tante Marina hat erst die Haarschleife und dann mich aufgelesen und mich mit Sigismund angequatscht. MAAAAAAAAAAAAAAAAANN!!!"


_____________________________

Fotos:
Ente am Schloss Borbeck: (c) Thomas Max Müller, Pixelio

Naturrodelbahn (die eigentlich am Nebelhorn in Oberstdorf liegt): (c) Jürgen Nießen, Pixelio