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Dienstag, 19. Juli 2016

Komödienstadl...

Eben war ich bei Netto in Bottrop - liegt ja quasi nur um die Ecke von unserem Haupteingang. Was andere Kunden mir dort aber für eine lustige Show liefern, ist schon echt witzig - Menschen sind überrascht, wenn sie allen Ernstes Geld bezahlen müssen und holen dann erst ihr Portemonnaie raus, das Schild "Kasse nicht besetzt" wird auch von einigen Menschen ignoriert (wer lesen kann, ist halt klar im Vorteil...), manche zahlen einen Betrag von 1 EUR in Cent-Stücken...spannend, was einem in Supermärkten alles passieren kann :o))).

Bei der Hitze habe ich keinen so großen Hunger - deshalb habe ich mir ein Paket Käse (Gouda mittelalt) und eine Apfelschorle geholt. Gerade Letzteres bietet sich ja für den großen Durst an :o).

Samstag, 18. April 2015

Peinliche Supermarktbesuche :o)

Schade, dass es das in dem Cartoon, von dem Löwen in dem Einkaufswagen gepackte Pulver nicht wirklich zu kaufen gibt, hihi.


                                          (c) Ralph Ruthe

Von Knorr gibt es zwar die Spaghetteria (habe ich einmal versucht - nein, danke!) und das lustige Mamas Allerlei für Super-Muttis, die mit ihren Kindern nicht zum Einkaufen gehen, weil es draußen regnet und sie ihnen stattdessen Gammelfleisch und angedrögtes Gemüse mit Mamas Allerlei zubereitet (GNADE!), aber dass es von Knorr jetzt auch das Helferlein "Für ein ganzes Zebra" gibt, wusste ich noch nicht :o)).

Auch sonst können Supermarktbesuche unfreiwillig komisch sein - ich denke da nur an meinen Besuch von Aldi in Dellwig im März 2012, als sich dort ein tumber Familienvater nebst noch tumberer Gattin und etwa vierjähriger Tochter rumtrieb, der alle Nase lang durch den Laden brüllte: "Weißt du eigentlich, was der Papa für'n Kohldampf hat?!" :o)) Den anderen Kunden im Laden war diese ständig wiederholte Frage sichtbar peinlich, genau wie meinem Clio, der am Fahrbahnrand vor dem Laden abgestellt war - nur diesem ach so originellen Papi mit dem Riesen-Kohldampf nicht...:o)). Das ist ein Vorteil bei sehr dummen Menschen: Sie merken in ihrer Bräsigkeit nicht einmal, wie peinlich sie sich benehmen und halten sich für witzig. 

Wenn ich mal mit meinen Pferdchen in Dellwig einkaufen gehe - zur Auswahl stehen uns an der Donnerstraße neben Aldi auch Lidl gegenüber bzw. Penny direkt nebenan - vermeide ich es, ES in den Einkaufswagen zu setzen, denn das wäre auch peinlich, wenn ES aus dem Einkaufswagen ständig nach mir kräht - und zwar mit den Worten: "Mr. Dole, look at me!" :o)) Außerdem befürchte ich, dass dann meine anderen Pferdchen neidisch würden und auch in einen Einkaufswagen gesetzt werden wollten. Hm, da würde mehr Energie für das Schieben von sechs Einkaufswagen mit mehr oder weniger schwerer menschlicher Last drauf gehen als für den Einkauf an sich. Mir und auch den anderen Pferdchen reicht es immer schon, wenn sich Stinki schreiend auf den Boden wirft und sowohl mit den Händen als auch mit den Füßen auf den Boden trommelt, wenn die Kondome mit Zigarettengeschmack aus sind :o))).

Dienstag, 25. Februar 2014

Eine "tolle" Erkältung und Sammys Ärger

Tja, mich hat doch tatsächlich eine Erkältung erwischt und deshalb war ich heute Morgen auch beim Doc. Fieber habe ich zwar wohl heute keins mehr, aber gestern Abend sah das leider anders aus *frust*. Trotzdem habe ich gerade noch eine Online-Bewerbung versendet. Bei mir kommen die Viren ja ohnehin nie richtig durch, das ist wohl der einzige Vorteil meines Antiphospholipid-Syndroms.

Sammy musste sich heute Mittag ziemlich aufregen über die Verkäuferin eines Supermarktes in Gelsenkirchen. Ihre Kinder Rudolf-Dieter und Chantal waren in der Pause in besagtem Supermarkt, um dort Süßes zu kaufen - genau wie Bubi und Melody, die mal wieder gefummelt haben :o) und ein paar Smarties wollten. Natürlich wollte Rudolf-Dieter die Süßigkeiten an der Kasse bezahlen, aber eine Verkäuferin mit dem klangvollen Namen Frau Schnitzel bezichtigte die Kinder des Diebstahls, als die gerade auf dem Weg zur Kasse waren und sagte, dass ihr Stofftiere nicht willkommen seien, denn die würden alle aus komischen Ländern kommen, wo alle eh nur klauen. Rudolf-Dieter rief seine Mama per Handy an, die sofort mit Ecki und seinem 3er rüber nach Gelsenkirchen flitzte und sich Frau Schnitzel erst mal vorknöpfte - kein Wunder bei soviel Stereotypien, Stofftierfeindlichkeit und Neofaschismus. Frau Schnitzel wies Sammy darauf hin, dass ihr Mann nen Porsche fährt (aha!) - Sammy antwortete, dass das ja alles erklären würde (wie wahr...) und dass sie sich fragt, warum sie dann als schlecht gelaunte Verkäuferin in einem Supermarkt arbeiten würde, wenn ihr Gatte doch so ein reicher Pinkel sei, der sich nen Porsche leisten könne. Zum Schluss drohte Sammy damit, Frau Schnitzel gleich zu panieren und in die Pfanne zu hauen (igitt!) - Sammy ging nämlich zum Filialleiter und beschwerte sich über Frau Schnitzel. Der Filialleiter entschuldigte sich für das Benehmen seiner Mitarbeiterin und verpasste ihr wohl auch direkt ne Abmahnung - da nützte es auch nix, dass Frau Schnitzel mal wieder erwähnte, dass ihr Mann einen Porsche fährt, hihi.

Auf jeden Fall hat Sammy ihre Kinder jetzt angewiesen, nicht mehr in diesem Supermarkt einkaufen zu gehen, sondern lieber zur auch nicht weit entfernten Konkurrenz zu gehen, wo sie freundlicher behandelt würden :o).

Montag, 11. Juni 2012

ES als Werbefigur

Hm, meine französischen Sprachkenntnisse sind zwar nicht perfekt, aber es reicht, um ES' Begleittexte zu verstehen, die ich seinen Kunden zusammen mit dem Lieferprogramm und einer weiteren Broschüre per Mail senden soll. Freundlichkeit ist ja schön und gut und auch wichtig im Umgang mit Kunden, aber wenn es marktschreierisch wird, kann das bisweilen unfreiwillig komisch werden :o). "Heute werden Sie unsere besten Angebote erhalten...!" - kann man so machen, muss man aber nicht.

Ich stelle mir vor, wenn ES eine französische Supermarktkette im TV bewirbt. ES tanzt dann durch die Regale, deutet auf verschiedene Produkte und spricht "Sie brauchen dieses Waschmittel zwar nicht, aber trotzdem sollten Sie es kaufen!", "Hier finden Sie unser bestes Brot!" oder "Besseren Salat als hier finden Sie nirgendwo sonst in Paris!" :o) Eva und ich schieben unsere Einkaufswagen durch die Gänge, Eva knurrt "Hello", als sie sich frustriert hinter ES vorbei schleicht und ES lässt sich strahlend in meinen Einkaufswagen plumpsen, als ES sieht, dass da auch Lotion drin ist, haha. In meinem Wägelchen gelandet, wird ES wohl eher sich selbst als die darin liegenden Produkte anpreisen...(aber bitte nicht auf die Eier fallen, hahahahahaha!!)

Nun bespaße ich ES mal wieder im realen Leben, indem ich ES' Diktate schreibe, Broschüren versende und ES sonstwie beturtele *seufz*.

Freitag, 2. Dezember 2011

Skurrile Träume und andere Skurrilitäten

Jetzt habe ich schon zweimal im Abstand von jeweils fünf Tagen vom Philippusstift geträumt - letzten Sonntag lag ich wieder in dem Krankenhaus als Patientin (bitte nicht - mein Bedarf an Krankenhäusern ist fürs Erste gedeckt), habe aber Leuten geholfen, die sich da nicht so gut zurecht fanden, wobei ne ehemalige Mitpatientin von mir aus Kettwig erst mal die Zimmertür blockiert hat, sodass ich sie anmaulen musste. Das Schwesternzimmer sah nicht mehr aus wie Schwesternzimmer halt so aussehen, sondern eher wie ein Gemischtwarenladen, in dem man alle möglichen Dinge für 5 Euro kaufen konnte - Herren-Unterwäsche, Wasserpistolen, Spider Man als Gummi-Figur...meine Mom erschien irgendwann auf dem Flur mit gefühlten 100 Plastiktüten und wollte mich abholen, obwohl ich gar nicht ausgehfertig war und mir auch keiner gesagt hatte, dass ich nach Hause darf - meine Mom wusste da mehr als ich. Die Krankenschwestern haben sich über Herren-Schlüppis aus Latex bepinkelt vor Lachen und ich war mir nicht so ganz sicher, wo ich war, zumal eins der Patientenzimmer auch noch in einen Supermarkt umgewandelt worden war (hä?). Meine Zimmerpflanze aus Altenessen, mit der ich mir im Juni 2011 auch im realen Leben ein Zimmer geteilt hatte, kam aus unserem Zimmer und suchte nach ner Flasche Mineralwasser, weil wir keins mehr hatten - dafür waren bei uns im Zimmer außerirdische Wellensittiche gelandet. Das musste ich nicht verstehen, als ich aufwachte - skurril, aber auch irgendwie merkwürdig.

Heute Morgen habe ich wieder von diesem Krankenhaus geträumt - diesmal stand ich da so unmotiviert auf'm Flur rum (keine Ahnung, was ich da überhaupt wollte - Patientin war ich definitiv nicht) und hatte auch noch ne Fluppe an (super - ich rauche in Krankenhäusern prinzipiell nicht, zumal das Rauchen im Krankenhaus selbst ohnehin untersagt ist und man das nur außerhalb des Gebäudes darf), was aber "meinen" Stationsarzt nicht davon abhielt, mich mit triefenden Augen anzuschauen und mir ganz verschüchtert ne Blume in Kombination mit ner kleineren Rose zu überreichen (es war m. E. ne Gerbera in orange - soll angeblich für Lebensfreude, emotionale Wärme und Liebe stehen, aber auch für die Aufforderung, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen). Ich hab mich darüber auch gefreut, wenn ich auch total überrascht war, und irgendwas Nettes zu ihm gesagt, doch dann klingelte mein Wecker :o(.

Neulich hatte ich ja auch über Prince und "Purple Rain" gebloggt und dazu auch ne schöne Geschichte unter goodnewstoday.de online gestellt. Zum Thema "Klammerblues", wofür sie "Purple Rain" ja eignen würde, fällt mir noch ne Skurrilität aus meiner Jugend ein, denn ich habe als 13-jährige auf die Fall 83-Version von Gary Moores Klassiker "Empty Rooms" auf ner Fete mit nem Jungen Klammerblues getanzt, der bald zwei Köpfe kleiner war als ich, sodass sein Kopf zwischen meinen Brüsten lag - ich glaube, er hat sich dort sehr wohl gefühlt :o). Einige haben komisch geguckt, da der Junge ja eigentlich größer sein sollte als das Mädchen, aber dann haben andere ein Problem und nicht ich. Das war in jedem Fall der skurrillste Blues, den ich je getanzt habe, hihi. Die anderen Jungs/Männer, mit denen ich später Klammerblues getanzt habe, waren alle größer als ich.

Sonntag, 20. November 2011

Die gestrige Bundesliga

Abgesehen davon, dass es sehr erfreulich war, dass sowohl Schalke als auch Dortmund gewonnen haben - Letztere auch noch gegen die Bayern, hähä - wurde der Spieltag von dem tragischen Selbstmordversuch eines Schiris überschattet, sodass die Partie Köln gegen Mainz nach Bekanntwerden kurzfristig abgesagt wurde. Alles andere wäre auch ziemlich pietätlos gewesen gegenüber dem Schiedsrichter und seiner Familie, da kann man nicht einfach zu "business as usual" übergehen. Selbst, wenn der DFB kurzfristig noch einen Ersatz-Schiri gefunden hätte, der die Partie hätte pfeifen können, wäre es trotzdem pietätlos gewesen.

Theo Zwanziger ging in der Pressekonferenz zum Selbstmordversuch auf den hohen Druck der Schiris und Spieler ein, dem sie vielfach ausgesetzt sind. Trotzdem werden trotz dieses Selbstmordversuchs und des Selbstmordes von Torhüter Robert Enke im vergangenen Jahr Krankheiten wie Depression und Burnout immer noch nicht ernst genug genommen, denn in den Augen vieler Ottonormalbürger sind Menschen, die ausgebrannt und/oder depressiv sind, einfach nur faul, nicht belastbar usw. Auch wenn ein Schiri und auch viele Spieler sehr gut verdienen, so ist ein geregeltes, gutes Einkommen jedoch kein Ausgleich für die innere Leere, Traurigkeit und Angst, die in den Köpfen von Menschen mit Depressionen oder Burnout rumgeistert. Warum der Eine Schicksalsschläge und Druck besser wegsteckt als der Andere, der schnell in die Burnout-Falle gerät bzw. der eine Veranlagung zu Depressionen hat, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt, denn da spielen Faktoren wie die Umwelt (Beruf, Familie, Freunde, evtl. Belastungen), genetische Disposition, Ansprüche an sich selbst und die eigene Leistung sowie auch die erzieherische Mitgift, Krisen zu meistern, eine wesentliche Rolle.

Allerdings gibt's auch eine Kehrseite der Medaille  - und damit meine ich jetzt nicht jene Betroffenen, die durch Mehrfachbelastungen aller Art oder andere Umstände an Depressionen bzw. Burnout leiden, denn mittlerweile ist Burnout schon fast ne Art Mode-Diagnose geworden und wird sicherlich nicht immer berechtigt gestellt. Ich bin weiß Gott kein Fan von Arbeitgebervertretern und den dazugehörigen Anwälten, aber manche Arbeitnehmre gehen, sobald sie berechtigte Kritik von ihrem Vorgesetzten bekommen, direkt zum Arzt, um sich ein Burnout attestieren zu lassen oder zumindest erst mal vorübergehend krank geschrieben zu werden - auch wenn die Rahmenumstände das überhaupt nicht rechtfertigen. Damit machen solche kritikresistenten Menschen, die nur mit Samthandschuhen angefasst und hofiert werden wollen und umgekehrt gegen Leute wettern, denen es wirklich dreckig geht, denjenigen, die wirklich ernsthaft erkrankt sind, auch noch alles kaputt bzw. dadurch manifestiert sich auch noch das blöde Vorurteil in den Köpfen vieler Menschen, dass Depressionen und Burnout nur ein Zeichen von Schwäche und mangelndem Leistungswillen sind - auch wenn das nicht stimmt.

Ähnlich ist es auch bei Kindern mit der Mode-Diagnose ADS bzw. ADHS. Sicherlich wird es einen gewissen Prozentsatz an Kindern geben, die tatsächlich an ADS leiden, aber da manche Pädagogen ja schon mit sich total überfordert sind und noch mehr mit ihren Schützlingen, werden auch gerne Kinder mit lebhaftem Temperament - wobei man da keinesfalls von krankhaft sprechen kann - in die ADS-Ecke gestellt, denn ein lebhaftes Kind, das auch schon mal (unbequeme) Fragen stellt, macht mehr Arbeit als eines, das den ganzen Tag die Backen hält und zu allem Ja und Amen sagt. Da kann es dann allerdings bei sehr ruhigen, schüchternen Kindern passieren, dass übereifrige Pädagogen da die nächste Sensation wittern wie Gewalt im Elternhaus, sexueller Missbrauch etc.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Kinder Retalin und andere "Ruhigsteller" bekommen, obwohl das im konkreten Fall gar nicht notwendig wäre. Die Pharma-Industrie reibt sich angesichts solcher inflationär verwendeten Mode-Diagnosen jedenfalls die Hände, denn: süßer die Kassen nie klingeln! Komisch, als wir noch Kinder waren, gab es auch ruhigere und temperamentvollere, aggressivere und friedfertigere, gute Schüler und schlechtere etc., aber trotzdem ist da kein Lehrer auf die Idee gekommen, ein Kind mitsamt seinen Eltern zum Püschologen zu schicken, damit es bei aggressiverem, lebhaftem Verhalten mit Retalin ruhig gestellt wird. Wenn sich ein Kind daneben benommen hat, wurde entsprechend eingegriffen und dem Kind deutlich gesagt, dass sein Verhalten nicht richtig war - und dann war's gut. Auch da haben findige Psycholgen, Pädagogen und Pharmareferenten wieder ne große Marktlücke entdeckt, an der sie sich ne goldene Nase verdienen können, denn abgesehen davon, dass es natürlich Kinder gibt, die an ADS leiden, ist das aber nicht die Mehrzahl bei Kindern, die angebliche Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Die Rate der Diagnose ADS ist in den letzten zehn, fünfzehn Jahren erschreckend nach oben gestellt und ich kann mir kaum vorstellen, dass die Kinder früher so viel anders waren als die Kinder heute.

Einen einzigen Unterschied gab's vielleicht: Früher wurde noch in gesundem Maße auf Disziplin und Sozialverhalten geachtet, heute sind ja selbst viele Pädagogen damit überfordert, sowohl eigenen als auch fremden Kindern den Unterschied zwischen richtig und falsch zu vermitteln bzw. auch mal Grenzen zu setzen. Wenn ich immer schon diese Super-Muttis im Supermarkt höre, wenn ihr Kind was tut, was es nicht soll, krieg ich schon die Krise. Anstatt dem Kind ruhig aber bestimmt klar zu machen, dass es nicht alles angrabbeln soll, was da in den Regalen steht, kommt dann entweder das pseudopädagogische Gesäusel "Sebastian, ich sagte dir bereits zum dritte Mal, dass du die Joghurt-Becher nicht anfassen sollst!" oder die Eltern reagieren gar nicht, wenn ihr Blag das Kühlregal mit seinen Patschhändchen ausräumt, sodass alles auf den Boden fliegt und die Angestellten des Supermarktes dann alles aufwischen müssen. Wenn sich dann noch eine Angestellte erdreistet, was zu sagen bzw. ihren Unmut kund zu tun, kommt gerne die stolze Antwort von solchen Eltern: "Mein Kind wird antiautoritär erzogen!" (Der Terminus stimmt schon alleine nicht, das nennt man dann laissez-faire.) oder "Mein Gott, es ist doch noch so ein kleines Kind, das weiß das noch nicht besser...!" Klar, wie sollen die Kinder erzogen sein, wenn's die Eltern schon nicht sind? Da frage ich mich immer, was solche Eltern dem Jugendrichter sagen, wenn ihr missratener Sprößling mit zwölf einen Schulkameraden umlegt, weil es den aus irgendeinem Grund nicht leiden konnte. "Herr Richter, mein Kind wusste das noch nicht besser, es ist doch noch so klein...!" (AUA!!)

Zum Thema "antiautoritäre Erziehung" bzw. "laissez-faire" fällt mir noch ne lustige Anekdote ein, die mir meine frühere Kollegin Monika aus Oberhausen mal erzählt hat. Sie stand in der Schlange an der Kasse, vor ihr u. a. ein netter älterer Herr und eine Mutter mit ihrem etwa vierjährigen Blag. Der Kleine haute dem älteren Mann immer den Einkaufswagen mit voller Absicht in die Hacken, sodass der irgendwann sagte: "Lass das bitte sein, das tut mir auch weh!" Das Ätz-Blag machte aber trotzdem weiter und alles, was der tollen Mutter dazu einfiel, war ein stolzes "Mein Kind wird antiautoritär erzogen!" - dass sich mittlerweile in der ganzen Schlange Unmut über sie und ihr blödes Blag breit machte, ignorierte sie wohlwollend bzw. ein fauler Zombie mit fehlender Erziehung spürt sowas ohnehin nicht. Dem jungen Mann, der hinter Monika in der Schlange stand, reichte es jedenfalls mit Zombie-Mutti und ihrem missratenen Ätz-Blag, das dem alten Mann immer noch den Einkaufswagen ständig in die Hacken rammte, obwohl der sich dagegen verwahrte. Er nahm seelenruhig ne 1,5 l-Flasche Coca-Cola aus seinem Einkaufswagen, entschuldigte sich schon mal im Vorfeld bei der Kassiererin, öffnete die Flasche und kippte den ganzen, klebrigen braunen Inhalt über der Mutter aus mit den Worten "Tschuldigung, ICH bin auch antiautoritär erzogen!" Danach war Ruhe im Karton und die Zombieline hat keinen Ton mehr gesagt, genau wie ihr blödes Blag, während die anderen in der Schlange beifällig kicherten. Er hat den Packerinnen im Supermarkt sogar geholfen, die klebrige Pfütze aufzuwischen, wobei die sogar grinsen mussten, weil sie dem jungen Mann wohl Recht gaben  - die bekloppte Mutter und ihr Blag hielten danach mal endlich die Backen, hehe.