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Samstag, 21. Januar 2012

Bescheuerte Medikamenten-Werbung - made by Alex :o))

Über die Unsitte, gegen jeden Scheiß irgendeine Tablette einzuwerfen bzw. Medikamente auch noch zu bewerben, als wenn es sich dabei um Lifestyle-Produkte und nicht etwa um medizinische Präparate bei konkreten, ärztlich abgeklärten Beschwerden handelt, habe ich ja hier schon mehr als einmal gebloggt - und komme natürlich nicht umhin, dazu auch mal nen Werbe-Spot(t) zu entwickeln...:o).

Essen-Borbeck, Weidkamp. Der Kirchturm des Borbecker Doms am Dionysiuskirchplatz wird sowohl von Scheinwerfern am Boden als auch vom Vollmond am Himmel angestrahlt. Es ist totenstill in Borbeck und auf der Straße, die unterhalb des Doms verläuft. Um punkt Mitternacht schlägt die Turmuhr nicht etwa zwölf Mal - nein, sie schlägt 13 Mal, wobei sich das fast nach den Schlägen einer Totenglocke anhört - AC/DCs "Hells Bells" lässt grüßen. Das Kreuz auf der Kirchturmspitze dreht sich leicht, obwohl es windstill ist. Fledermäuse entweichen scharenweise aus dem Glockenturm und flattern dem Mond wie paralysiert entgegen.

Die drei Freundinnen Luise, Martha und Nicolette wandeln gerade den Weidkamp entlang, als sich diese unheimlichen Vorgänge ereignen. Natürlich drehen sie angesichts der 13 Glockenschläge, dem Geräusch von flatternden Fledermausflügeln und der Anwesenheit des Vollmondes, der die Farbe blanker Knochen hat, total ab. Luise heult rum, weil sie sich überhaupt nicht mehr entspannen kann, Martha befürchtet, von Fledermäusen angefallen und auch noch mit Tollwut infiziert zu werden, Nicolette jimpert nach ihren Neurexan-Pillen, die ja angeblich einen Moment der Ruhe bescheren sollen und die in ihrem Fall friedlich auf dem Nachttisch "Tablette-ärgere-dich-nicht" spielen. Plötzlich und unerwartet tritt ihnen eine finstere, gesichtslose Gestalt mit Kutte und Sense entgegen, die mit hohler Stimme spricht: "Guten Abend, die Damen!" Die Gestalt klappert mit etwas - es sind offenbar Tabletten in einem Fläschchen. Den drei Hirnblondinen läuft schon das Wasser im Mund zusammen, so als wenn der gesichtslose Kuttenträger ihnen ein leckeres Jäger- oder Zigeunerschnitzel (hat das nicht zuviel Kalorien???? Ach ja, dafür gibt's ja Kaffee Schlank oder Formoline L112...) anbieten würde. Endlich wieder Tabletten - hurra!

Der gesichtslose Kuttenträger mit der Sense spricht: "Da hättet ihr wohl gerne eine von, was?!" Die drei Damen nicken aufgeregt. Die Kamera schwenkt in Großaufnahme auf das Fläschchen, das der Kuttenträger in seiner knochigen Hand hält - das Fläschchen ist mit der Aufschrift "Ewige Ruhe" beschriftet. Eine lispelnde Stimme blendet sich ein und erläutert, dass die Tabletten mit dem Namen gegen Angst, innere Unruhe und Schmerzen helfen - und natürlich auch für viel mehr Leistungsfähigkeit sorgen. Die drei Weiber bitten die Gestalt, ihnen eine Tablette zu geben. Derjenige welche ist natürlich so freundlich und reicht sogar jeder Dame ein Fläschchen Mineralwasser, damit sie die Tablette leichter runter kriegen. Die bedanken sich schon beinahe überschwänglich bis hysterisch, während der gesichtslose Kuttenträger in entgegen gesetzter Richtung weiterläuft Richtung Borbecker Bahnhof. Unterhalb des Philippusstiftes - also keine 100 Meter weiter - brechen die drei Tabletten-Fans tot zusammen, denn was sie nicht wussten: "Ewige Ruhe" enthält allerlei tödliche Substanzen (Atropin, Zyankali, Blausäure) - und nach deren Konsum muss man sich keine Gedanken mehr machen, nie mehr, über nichts. Auch der Bestatter hat's anschließend nicht weit, denn direkt neben dem Philipp liegt ja ein Friedhof, der zum Borbecker Dom gehört, hähä.

Währenddessen sitzt der gesichtslose Kuttenträger, auch besser als Sensemann bekannt, in einer Kneipe am Borbecker Bahnhof und zischt sich ein kühles Bier, während er der Kamera zuprostet und spricht: "Ewige Ruhe - dann ist ewige Ruhe im Karton bzw. im Sarg oder der Urne!"

Zum Schluss folgt dann noch eine Tafel mit dem Hinweis "Zu Risiken und Nebenwirkungen müssen Sie weder Ihren Arzt noch Apotheker befragen - tun Sie ja bei Paracetamol, Aspirin und anderen frei verkäuflichen Mittelchen auch nicht!".

Freitag, 13. Januar 2012

Immer diese Wortmeldungen...

Zunächst konnte ich mich über die erfreuliche Tatsache freuen, dass ich für nächsten Freitag eine weitere Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhalten habe - und zwar auf eine Bewerbung, die ich erst am letzten Samstag verschickt hatte. Juhu!!

Als ich mal eben mit meinem Clio unterwegs war, hörte ich auf Radio Essen, dass sich Wirtschaftsbonze Mario Ohoven (der sein angeblich von ihm erstelltes Gutachten so gut kannte, dass er das Interview mit den Worten "Ich muss weg!" beendete...) mal zu den Raucherpausen geäußert hat und dass die ja soviel Geld und Arbeitszeit kosten würden. Hm, die meisten Arbeitnehmer müssen sich ohnehin ausstempeln, wenn sie mal eine rauchen wollen bzw. ihr Zigarettenkonsum ist ohnehin meist auf vier bis fünf Stück beschränkt, wie auch andere Experten festgestellt haben. Da spielt wohl auch jemand, der zwar viel Geld, aber wenig Bildung hat, mal wieder das allseits beliebte Spiel "Hauptsache, ich hab mal was gesagt". Manche Arbeitnehmer rauchen zwar nicht, aber das heißt im Umkehrschluss nicht, dass sie nicht auch mal zwischendrin ein Kaffeepäuschen machen bzw. mehr leisten als ein Raucher - manche Arbeitnehmer, egal ob Raucher oder Nichtraucher, nutzen ihre Arbeitszeit lieber fürs Intrigen spinnen, sich bei Facebook lächerlich zu machen oder ihren nächsten Urlaub per Internet zu buchen, wobei das wohlgemerkt nix mit Raucher oder Nichtraucher zu tun hat, sondern mit einer Frage der Arbeitseinstellung oder auch -auslastung.

Ich hatte mal eine nicht rauchende Kollegin, die man jedoch nicht ansprechen bzw. mit Arbeitsaufträgen belämmern durfte, solange sie ihre Tageszeitung noch nicht ausgelesen hatte, haha. Was sagt unser vermeintlicher Experte Ohoven denn dazu? Arbeitsleistung und -tempo haben nix mit dem Status Raucher oder Nichtraucher zu tun, aber schön, dass er mal wieder was gesagt hat. Ich bin froh, wenn ich Familie Ohoven nicht im Fernsehen ertragen muss - Herr Ohoven kennt seine eigenen Texte nicht (peinlich), seine Gattin in Gestalt von Charity-Lady Ute Ohoven glänzt auch mehr mit Oberflächlichkeiten als mit essentiellen Taten (genauso peinlich) und seine Tochter Chiara (die junge Dame mit den Schlauchbootlippen) ist wohl von Beruf Tochter (auch peinlich). Möchte er demnächst vielleicht auch generell Pausen verbieten, damit dann einige Chefs wieder dem Motto der modernen Sklaverei nachkommen können und alle Arbeitnehmer ihre Persönlichkeit auch direkt bei Arbeitsbeginn am Empfang abgeben können?

Gestern Abend ging es in der Sendung "Hauptsache gesund" (MDR) darum, wie viel Tabletten ein Mensch verträgt und wie's mit Wechselwirkungen einzelner Präparate aussieht. Interessant fand ich, dass in Bezug auf Ibuprofen unterschiedliche Aussagen existieren - nach Ansicht des Experten in der Sendung hemmt Ibuprofen die Wirkung von ASS (zumindest, wenn man es sehr schnell nacheinander einnimmt) und kann somit in Kombination thromboemoblische Komplikationen hervorrufen, die Apothekerin in einer Düsseldorfer Apotheke meinte jedoch damals, dass Ibuprofen in Kombination mit ASS/Marcumar Blutungen auslöst. Ja, wat denn nu?!

Da frage ich mich nur, wieso bis dato bei mir noch kein Arzt gemault hat, denn die wissen alle, dass ich gelegentlich Ibuprofen nehme, aber auch regelmäßig ASS und Marcumar wegen meines Antiphospholipid-Syndroms. Mein Stationsarzt hat mir ja sogar damals im Philipp für den Bedarfsfall Ibuprofen 200 verordnet und er kannte meine Medikamente natürlich alle, seit er mich stationär aufgenommen hat - er hatte sie bei mir persönlich abgefragt und sie standen ja auch alle im Marcumar-Ausweis, den er sich ja auch kopiert hatte. Bis dato konnte ich auch noch keine Wechselwirkungen zwischen Ibuprofen und ASS/Marcumar an mir selbst feststellen, denn mein INR befindet sich stets im therapeutischen Bereich und ungewöhnliche Blutungen hatte ich auch noch nie - allerdings lasse ich, wenn ich morgens ASS bzw. abends Marcumar genommen habe, immer mindestens 90 Minuten verstreichen, bevor ich im Bedarfsfall Ibuprofen nehme. Ebenso wenig nehme ich irgendwelche Medikamente auf nüchternen Magen ein - und schon mal gar keine Schmerztabletten und auch kein ASS oder Marcumar.

Montag, 2. Januar 2012

Medikamentenmissbrauch, affige Asi-Kinder und Drohnen

Das Jahr 2012 ist keine 48 Stunden alt und es geht so bekloppt weiter wie in 2011. Jetzt plant die Politik, Drohnen zur Überwachung in Deutschland einzusetzen. Hallo???? Bei langen Staus kann man ebenso gut Hubschrauber einsetzen wie bisher auch. Das ist wohl ein weiterer perfider Versuch, den Überwachungsstaat in Deutschland etablieren zu wollen - auch wenn das ja angeblich nur der zivilen Sicherheit dienen soll. Hat unsere so genannte Führungsriege Angst, dass die Bürger auf die Straße gehen und sich gegen diese sozial ungerechte Politik in Massen zur Wehr setzen? Verbrechen, die in den eigenen vier Wänden passieren (Kindesmisshandlung, sexueller Missbrauch, eskalierende Partnerschaftskonflikte etc.) können die Dinger auch nicht erfassen und verhindern.

Vorhin böllerten bei uns in der Straße einige Blagen lautstark mit Knallern rum - bis eine Dame aus dem Nachbarhaus drohte, die Bullen zu rufen, zumal das nicht mehr ganz zeitgemäße Böllern auch ihren Hund ängstigste. Abgesehen von reichlich beschränktem Verstand der Ätz-Blagen war der Wortschatz genauso beschränkt - "Ey, boa, ey..." Klar, wenn die Eltern auch nicht mehr drauf haben und ihre Sprößlinge lieber sich selbst vor Playstation, Fernseher mit niveaulosem Programm, iPhone, Ego Shooter-Games usw. überlassen, kann da auch nicht viel mehr bei raus kommen. Da sind manche Affen ja kommunikationsfähiger.

Heute gab es in der NRZ mehrere Artikel zum Thema Schmerzmittelmissbrauch, wobei wohl im Gespräch ist, die Dosis der frei verkäuflichen Tabletten per Packungsgröße einzuschränken. Paracetamol soll ja sogar rezeptpflichtig werden, worüber ich ja schon gebloggt hatte - Diclofenac ist es m. W. schon. Wenn aber jemand von frei verkäuflichen Schmerzmitteln abhängig ist und bei jedem kleinen Ziehen ne Tablette einwirft, kann er sich höhere Dosen auch ganz leicht in unterschiedlichen Apotheken besorgen - in Apotheke A 20 Paracetamol, in Apotheke B die nächsten 20...

Suchtmittelabhängigkeit - egal, ob stoffgebunden oder nicht - ist zwar auch typabhängig, aber mit dieser inflationären Werbung für Medikamente aller Art (wobei da noch nicht mal die Schmerzmittelklassiker beworben werden - Aspirin ausgenommen) wird doch bei vielen Menschen mit beschränktem Horizont der Eindruck erweckt, dass Medikamente genauso Produkte des täglichen Bedarfs sind wie Obst, Gemüse, Brot und andere Lebensmittel. Für jedes Problem und jedes Wehwehchen scheint es ja ne pharmazeutische Lösung zu geben - Nasensprays mit Meerwassersalz bei laufender Nase, Neurexan bei innerer Unruhe und Schlafstörungen (die aber meist ne andere Ursache haben), Gingium bei Vergesslichkeit, Calmvalera Hevert bei Unausgeglichenheit (die auch meist andere Ursachen hat), Prostagutt Forte bei nächtlichem Harndrang...es erfolgt zwar am Ende jedes Spots der Hinweis, dass man zu Risiken und Nebenwirkungen seinen Arzt oder Apotheker befragen solle, aber ich denke, dass das kaum einer bei frei verkäuflichen Präparaten tun wird - es sei denn, der Arzt ist so vernünftig und berücksichtigt von sich aus bereits bestehende Vorerkrankungen. Viele der beworbenen Präparate sind jedoch nicht rezeptpflichtig, haha, und dann kann man die ja mal nehmen - wenn sie doch schon so nett beworben werden und es für jedes Problem eine pharmazeutische Lösung gibt, muss ich doch da nicht mal vorher beim Arzt oder Apotheker nachfragen. Die Anzahl der Bevölkerung nimmt stetig zu, die Summe an Intelligenz bleibt jedoch konstant.

Manche Menschen sind zudem zwingend auf bestimmte Medikamente angewiesen, auch wenn sie nicht unbedingt ein Fan von Tabletten aller Art sind, und die werden dann genauso in Verruf gebracht wie die Menschen, die meinen, mit Tabletten kann man jedes Alltagsproblem lösen - wobei die ja nicht immer medizinische Ursachen haben. Gibt's auch ne Tablette gegen Schüchternheit? Gegen Streit mit dem Partner? Gegen Mobbing? Gegen Dumping-Löhne? Durch Tablettenfresserei ohne medizinische Indikation kriege ich keins der vorgenannten Probleme gelöst, ich schaffe mir höchstens noch ein paar neue, haha.

Montag, 15. November 2010

Merkwürdige Vorgänge...


(c) Alexandra Döll, Essen
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Am Donnerstag ist endlich mein Buch "Nichtlustig 5" angekommen und sowohl ich als auch meine Eltern hatten jede Menge Spaß beim Lesen. Schon alleine die Idee mit den Todflakes war einsame Spitze! Passend zu einem Herrn in meinem persönlichen Leben fielen mir dann die Grinsefisch-Flakes ein (siehe oben) :o).
Die Nächte am Wochenende waren schmerztechnisch mal wieder grausam und ich war mindestens einmal die Stunde wach - diese Ibuprofen-Dinger von Ratiopharm haben's irgendwie überhaupt nicht gebracht *frust*. Vorhin hab ich mir erst mal wieder Neuralgin aus der Apotheke geholt und seitdem wird's auch wieder besser. Ich hoffe, ich kann heute Nacht mal wieder endlich ungestört durchschlafen.
Sowohl Renates als auch meine Träume waren entsprechend wüst: Wir haben beide von Essen-Frintrop geträumt - Renates Ex-Chef hat dort wohl gelebt, und ich war in meinem Traum mit Renate in einem türkisfarbenen Twingo unterwegs (eigenlich hat sie aber nen roten Agila und keinen Twingo, haha) und irgendwann sind wir eher zufällig dem Charmin Bear hinterher gefahren, der sich die halbe Zeit nur per Handy darüber aufregte, dass wir in seiner Nähe waren - dabei konnten wir doch nix dafür, wenn er immer da war, wo wir auch hin wollten *kratzamkopp*. Die Rüstige Renate mutmaßte schon, dass meine merkwürdigen Träume etwas mit den Tabletten von Ratiopharm zu tun gehabt haben könnten, hihi.
Pöbel-Piet vermisst Steffi, aber sie ist ja am Mittwoch wieder bei uns! :o) Vorhin krakeelte er lautstark nach 10 Euro und ging damit nicht nur den Passanten, sondern auch anderen Obdachlosen auf den Keks.
Meine Liebesroman-Serie erweitert sich um folgende Titel:
  • Pöbel-Piet und Steffi - die große Karton-Romanze
  • Nirgendwo in Düsseldorf
  • Liebe und Wäsche - wasch Du mir meinen Schal, dann wasch ich Dir Deinen
  • Liebe unterm Busch
  • Karneval in Köln - reiß mir die Maske runter, Liebster!
  • Stürmische Nächte - Bettdecken vom Winde verweht
  • Liebe im Schatten des Frintroper Wasserturms
  • Wilder Regen auf der Ruhrtalbrücke
  • Wilde Spiele auf den Liegesitzen im 3er BMW
  • Stangenfieber - heiße Abgänge in der Turnhalle.