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Samstag, 5. August 2017

Meine Stoffies im Mondschein :o)

Gestern Abend wurde der Mond, der mittlerweile im zweiten Drittel steht, häufiger von Wolken verdeckt, aber manchmal stand er auch ganz klar am Himmel. Dafür regnete es heute Morgen wie aus Eimern, aber jetzt kommt die Sonne wieder raus.


                                        Der Vollmond und die Venus - (c) Alexandra Döll, Essen


Bubi und Melody machten einen romantischen Mondscheinspaziergang und haben sich anschließend unterm Kirschbaum Stockbrot heiß gemacht, da Bubi ein kleines Lagerfeuerchen entzündet hatte. Auch Hobby und Bobby waren zugegen. Meine Schäfchen haben auf der Wiese im Garten gegrast und Sammy freute sich wieder, dass es möndelte - seit es auf Vollmond zugeht, hat sie wieder nachts lange Haare im Nacken und Reißzähnchen :o)).  Wenigstens ist die Kleine noch nicht schlafgewandelt, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Allerdings bekam Sammy Angst, als sie das Jaulen eines Werwolfs hörte und traute sich gar nicht, sich vom Haus zu entfernen, aber das Geheule blieb entfernt, schätzungsweise in der Luthestraße. Nachher ist sie Juicy und Summer in die Brachfläche neben dem Garten gewandert und hat den Bienen und Libellen in den Fingerhutstauden ein Schlaflied gesungen, was ihr jedoch leider nur ein gereiztes Summen einbrachte :o).

Meine Heizkostenabrechnung habe ich heute auch bekommen - knapp 13 EUR muss ich nachzahlen :o/. Im Vergleich zu den Vorjahren geht das ja noch, aber letztes Jahr war ich kaum zuhause, sondern meistens in Mülheim.

Bubi und Melody verdingen sich neuerdings als Graffiti-Sprayer :o) - sie sprühen immer an Bahnen, Zügen und auf Hauswänden künstlerisch gestaltete, aber böse Wörter, z. B. das böse Wort mit F :o)). Ich denke, die Leute im Regenweg bekommen schon einen Anfall, genau wie die Lokführer der S-Bahnen. Auf ihrem Spaziergang haben sie sich heute die Bahnunterführung Herskamp/Rahmannstraße vorgenommen :o)).

 
Unterführung Herskamp/Blitzstraße - (c) 74 Sandy
 
 
Auf der Trasse fährt die S9 lang zwischen Haltern am See/Bottrop Hbf und Wuppertal Hbf. Als vor 1997 noch der Silberpfeil, also der N9, dort lang fuhr, konnte ich die Züge immer schon kilometerweit vorher hören, weil der N9 von einer Diesellok gezogen wurde und die immer ganz schön Lärm machte. 200 Meter weiter links von der Unterführung entfernt ist der Haltepunkt Dellwig-Ost, nur gut 100 Meter vom Bahnhof Dellwig entfernt. Dort fahren aber schon seit Jahr und Tag S-Bahnen, namentlich die S2 von/nach Dortmund auf der Köln-Mindener-Strecke. 

Mittwoch, 5. April 2017

Lustig...

Ich weiß zwar nicht, was diese Frage sollte, aber Frank wollte gestern von mir wissen, wofür ich meinen mittlerweile angebrochenen Urlaub bräuchte. Hm...ich will heimlich heiraten (klar, wenn ich nur wüsste, wen), mich woanders bewerben (zehn Stellenangebote pro Tag sind doch gar nix), meine Million irgendwo gewinnbringend anlegend (die habe ich zwar nicht, aber egal). Sorry, ich finde Frank nett, aber die Frage fand ich doch etwas albern, zumal wir hier nicht gerade viel zu tun haben. Egal, ich mache mir keine Gedanken über sinnlose Fragen :o). Selbst Sarah fragte mich gestern schon, was ihn das zu interessieren habe.

Heute ist es bewölkt im Pott, aber mit 11°C immer noch nicht kalt. Heute Morgen kam manchmal noch die Sonne durch, aber mittlerweile ist sie komplett hinter den Wolken verschwunden. Am Wochenende soll das Wetter ja glücklicherweise wieder sommerlicher werden. Und überall tulpt es, um mal Sammy zu zitieren :o).

Sammy als Comic-Figur - (c) Alexandra Döll, Essen
(Ach ja, direkt neben ihr tulpt es auch, hihi!)
 
 
 
Meine Eltern warten genau wie ich sehnsüchtig auf den Borbeck Kurier, denn heute soll ja lt. Auskunft der Redakteurin der Artikel über mich und mein E-Book "Eine skurrile Nacht im März" erscheinen :o). Bei mir in Gerschede/Dellwig ist der Borbeck Kurier noch nicht ausgeliefert worden, als ich um 11.45 Uhr das Haus verlassen habe, bei meinen Eltern in Bedingrade aber auch noch nicht. Egal, Vorfreude ist nun mal die schönste Freude.
 
 
Bevor ich zu meinen Eltern gefahren bin, war ich mit meinen Stoffies bei Lidl am Haltepunkt Dellwig-Ost an der Donnerstraße. Bis auf Sammy sind alle Stoffies im Auto geblieben, denn Sammy  brauchte noch Käseküchelchen :o)). Die anderen Stoffies haben mit meinem Honda geredet und ihn aufgemischt. Gegenüber auf der Köln-Mindener-Strecke rollte ein recht kurzer Güterzug heran bzw. vorbei. Auf dem Rückweg sah ich auf der anderen Trasse eine S9 über den Reuenberg rollen Richtung Haltepunkt Dellwig-Ost. 
 

Sonntag, 25. Oktober 2015

Von der Idylle ins Chaos :o)

Soeben habe ich an meinem aktuellen E-Book "Eine Amour fou" weitergeschrieben - der Samstag rund um den Baldeneysee war echt idyllisch, wenn auch recht kalt, aber am ersten Freitag im November hält dann das Chaos in Bedingrade an der Frintroper Straße Einzug. Ihr dürft gespannt sein...:o).

An dem oben beschriebenen Samstag rund um Baldeneysee und das Restaurant Los Hügoloss unterhalb des Haltepunkts Essen-Hügel spielen die Straßenbahnlinie 105 sowie die S-Bahnlinien 6 und 9 eine tragende Rolle. Obwohl die genannten öffentlichen Verkehrsmittel einfach nur durch Essen fahren, um die Protagonisten an ihr Ziel zu bringen, geht es auch dort recht idyllisch und friedlich zu. Passend zur friedlichen Idylle rund um Werden, die City und Bedingrade steht der Mond im zweiten Drittel am Himmel.

Donnerstag, 30. April 2015

Dellwiger Impressionen

Ich selbst bin zwar in Borbeck geboren - morgen jährt sich das Ganze zum 41. Mal :o) - und somit ein echtes Borbecker Mädel, was ja angeblich auch Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder lt. WAZ sein soll *gacker*, aber meine Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Dellwig, das ja zum Großraum Borbeck gehört. Meine Vorfahren väterlicherseits kommen aus Ostpreußen, damals noch zu Deutschland gehörig, aber nach heutigen Maßstäben polnisch bzw. russisch.

Meine Großeltern mütterlicherseits - also Opa Fritz und Oma Anna - sind beide in Dellwig geboren und aufgewachsen. Mein Opa kam am 27. August 1913 am Krandicks Hang in Dellwig zur Welt als zehntes von elf Kindern. Beim Krandicks Hang handelt es sich um eine Seitenstraße des Kraienbruchs, die sich bis nach Gerschede in die Kleingartenanlage am Woltersberg hinauf schlängelt.

Meine Oma wurde am 9. Februar 1916 auf der Levinstraße in Dellwig als drittes von sieben Kindern geboren, und zwar im vorletzten Haus der Straße, direkt gegenüber von der Gaststätte Zeche Levin. Ihr Vater, also mein Uropa Herrmann, hat auf der Zeche Levin lange Jahre als Obersteiger gearbeitet - deshalb bekamen er und seine Familie das Obersteigherhaus im Herskamp zugesprochen. 

                 Gaststätte Zeche Levin - (c) Alexandra Döll, Essen. 29. Juni 2013

An die Zeche Levin erinnert der neben nach ihr benannten Levinstraße heute noch eins der Förderräder, das vor dem Dellwiger Dom, also der Pfarrkirche St. Michael, aufgebaut ist. Teilweise findet man in Dellwig auch noch Loren, in denen früher unter Tage die Kohle nach oben transportiert wurde. Eine steht beispielsweise auf der Ecke Reuenberg/Donnerstraße.

                  St. Michael mit Förderrad der Zeche Levin - (c) dionysius.de

Bevor 1965 die Pfarrkirche St. Hermann Josef im Dachsfeld eröffnet wurde - seit 2012 abgerissen, um einer Neubausiedlung Platz zu machen - gehörten meine Großeltern und ihre Kinder zur Gemeinde St. Michael. Meine Mutter ist in dieser Kirche 1959 zur Kommunion gegangen, genau wie ihre jüngere Schwester ein Jahr später. Beide haben damals den Kindergarten St. Michael besucht, bevor sie in die Reuenbergschule eingeschult wurden.


                         Reuenbergschule - (c) reuenbergschule.essen.de

Früher, bevor die Hauptschule offiziell als Schulform eingeführt wurde, handelte es sich bei der Reuenbergschule um eine Volksschule, d. h. nach acht Schuljahren hatte man seinen Schulabschluss erworben, der aber später offiziell mit dem Hauptschulabschluss gleichgesetzt wurde. Ganze Generationen meiner Familie mütterlicherseits haben die Reuenbergschule besucht, sei es als Volks- oder Grundschule. Bis dato war mein Cousin der Letzte in der Familie, der die Reuenbergschule besucht hat - und zwar von 1977 bis 1981.

Eine weitere bekannte Kirche in Dellwig ist neben St. Michael die Friedenskirche in der Schilfstraße direkt neben dem Martin-Luther-Stift. Hierbei handelt es sich um eine evangelische Kirche, die jedoch öfter auch kulturelle Veranstaltungen anbietet.

                               Friedenskirche im Dunst - (c) bvv-dellwig.de


Dellwig hat sehr viel Grün zu bieten - ein Beispiel dafür ist das Barchembachtal, das sich von Bedingrade über Gerschede bis hinunter nach Dellwig erstreckt. Einen Zugang zu dem kleinen Wäldchen findet sich an der Stelle, wo der Bergheimer Steig in die Ripshorster Straße mündet. Die Wege führen weiter zum Donnerberg oder zur Grandstraße in Gerschede.


                     Schaumkraut im Barchembachtal - (c) Alexandra Döll, Essen

Auch rund um den Rhein-Herne-Kanal weiter nördlich, der die Stadtgrenze zwischen Dellwig und Bottrop darstellt, gibt es sehr viele Grünflächen. Direkt am Kanal, auch als Riviera des Ruhrgebiets bekannt, liegt das Freibad Dellwig, im Volksmund auch Hesse genannt, das im Jahr 2014 nach umfangreichem Umbau wiedereröffnet wurde.

           Rhein-Herne-Kanal in Dellwig - (c) Alexandra Döll, Essen. 29. Juni 2013

Auf dem Foto sieht man das Bottroper Ufer, während ich selbst auf der Dellwiger Seite stehe (logischerweise). Das Gelände des Freibads Dellwig liegt schräg hinter mir.

Auch wenn man es vielleicht nicht vermuten würde angesichts der künstlich angelegten Wasserstraße, auf der viele Binnenschiffe verkehren: Im Kanal gibt es jede Menge Fische - Rotaugen, Stichlinge, Barben und sogar Flussaale! Allerdings ist der Schiffsverkehr nicht mehr so stark ausgeprägt wie noch vor etwa zehn oder zwanzig Jahren. 

Durch Dellwig verlaufen zwei Bahntrassen - einmal die Trasse, auf der die S9 und die RB14 zwischen Haltern am See und Wuppertal pendeln sowie etwas weiter nördlich die Köln-Mindener-Strecke, auf der u. a. die S2 zwischen Oberhausen und Dortmund verkehrt. Bei zwei Trassen gibt es selbstverständlich auch zwei Bahnhöfe bzw. Haltepunkte - der Haltepunkt Dellwig-Ost, an dem die S9 hält, liegt auf der Ecke Donnerstraße/Blitzstraße, der Bahnhof Dellwig liegt gut 60 Meter weiter an der Donnerstraße/Dellwiger Straße. Dort befindet sich auch der letzte beschrankte Bahnübergang Essens, denn die Bahnschranken auf Prosperstraße und Kraienbruch wurden 1989 abgeschafft. Die Straßenführung wurde geändert, sodass der fließende Verkehr seither unter der Trasse durchführt.

Der Bahnhof Dellwig ist allerdings um einiges gepflegter als der Haltepunkt Dellwig-Ost - und das, obwohl die S2 am Bahnhof Dellwig nur einmal pro Stunde dort hält, während die S9 werktags einen 20-Minuten-Takt hat.


Blick auf den Bahnhof Dellwig mit S2 Richtung Dortmund - (c) Stadtfotograf, foto-community.de

Auf der Trasse der S9 fuhr früher der sog. "Silberpfeil" als Ironisierung der Tatsache, dass der von einer Diesellok gezogene Zug nicht besonders schnell war :o). Die S-Bahn fährt erst seit 1997 auf der gleichen Strecke und verbindet im Großraum Borbeck die Haltepunkte Borbeck-Süd, Borbeck, Gerschede und Dellwig miteinander. Leider ist die Trasse zwischen Gerschede und Dellwig-Ost nur noch einspurig, was nicht immer so war - auch der Haltepunkt Dellwig-Ost wird leider immer mehr verfallen gelassen.


                          Haltepunkt Dellwig-Ost - (c) kerstin.tueffi.de

Ganz links am Bildrand sieht man noch das Gebäude von Lidl an der Donnerstraße mit dem dazugehörigen Parkplatz. Am Belag des Bahnsteigs sieht man allerdings, wie sehr dort alles verfällt, auch zum Bedauern vieler Anwohner und regelmäßiger Nutzer des Haltepunkts. 



Sonntag, 29. März 2015

E-Books aus und mit Gerschede :o)

Zwei meiner E-Books im Rahmen der von mir konzipierten Reihe "Borbecker Geschichten" spielen ja (hauptsächlich) in Gerschede, wo ich seit mittlerweile fast vier Jahren wohne - allerdings recht nah an der Grenze zu Dellwig. Namentlich handelt es sich um die Titel "Essen - vom Winde verweht", bei dem Pfingststurm Ela eine wichtige Rolle spielt, sowie um "Heckenschützen in Schonnebeck - Heckenverehrer in Gerschede". Beide E-Books sind zum Preis von 99 Cent erhältlich.

                    Als Ela über Gerschede hereinbrach - (c) Alexandra Döll, Essen


Während "Essen - vom Winde verweht" eher rund um den ehemaligen Ortskern von Gerschede spielt, also rund um die Pfarrkirche St. Paulus und den Gimkenhof an der Tangabucht bzw. am Düppenberg, ist der Hauptschauplatz von "Heckenschützen in Schonnebeck - Heckenverehrer in Gerschede" weiter nördlich gelegen rund um Donner- und Weidenstraße, also auch nicht allzu weit von Dellwig entfernt.

                                 St. Paulus an der Tangabucht - (c) Stadt Essen

Ein zentraler Punkt des Ortsteils Gerschede ist ebenso der gleichnamige Haltepunkt, der direkt am Knotenpunkt Donnerstraße/Münstermannstraße liegt. Die S9 Richtung Bottrop bzw. Wuppertal hält dort regelmäßig, werktäglich alle zwanzig Minuten. Der Bahndamm, auf dem die S9 vom Haltepunkt Gerschede weiter pendelt zum nächsten Haltepunkt Dellwig-Ost, spielt bei den Heckenschützen bzw. Heckenverehern ebenfalls eine zentrale Rolle.

                                  Haltepunkt Essen-Gerschede - (c) en.wikipedia.org




Sonntag, 22. Februar 2015

Hat die Technik heute wieder Sonntag? :o)

Ich habe ja nun heute nicht wer-weiß-wieviel geschrieben, sondern lediglich zwei Bewerbungen versendet, einen Artikel gepostet und bisher zwei Blog-Einträge geschrieben, aber als ich gerade den zweiten Eintrag über meine lustigen Cartoons aus den Jahren 2012 und 2013 schrieb, ist der Rechner direkt zweimal abgeschmiert und anschließend auch noch einmal...hm, hat die Technik auch heute Sonntag? Den Verdacht könnte man da glatt hegen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass bissiger Humor nicht immer und überall willkommen ist - viele Cartoonisten und Autoren zeigen die Welt nun einmal in fröhlicher Weise so, wie sie ist, und nicht so, wie manche sie gerne hätten...

Zum Thema "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt" fällt mir noch ein Artikel aus der gestrigen WAZ ein, auf den sich +Sven Krämer schon heute früh in einem Post unter Google+ bezogen hatte. Es wurden die drei schlechtesten Bahnhöfe in Essen genannt - namentlich Frohnhausen, Stadtwald und Bergeborbeck (was mich im letztgenannten Fall aber nicht davon abgehalten hat, am Bahnhof Bergeborbeck eine Liebesgeschichte spielen zu lassen) - aber viele waren doch sehr verwundert, dass Dellwig-Ost in der Liste der am wenigsten anheimelnden Bahnhöfe auf Essener Stadtgebiet nicht aufgeführt wurde, sondern angeblich als noch akzeptabel gilt. Sven Krämer äußerte schon den Verdacht, dass wohl kein Verantwortlicher den Haltepunkt Dellwig-Ost aufgesucht und sich selbst ein Bild gemacht hat, denn für mich und auch für viele Nutzer und Anwohner des besagten Haltepunkts der S9 ist das Ganze ein Trauerspiel - aus zwei Gleisen und Bahnsteigen wurde eins bzw. einer gemacht, im Winter wird der steile Zugang zum Bahnsteig nicht gestreut, der Asphalt auf dem Bahnsteig platzt immer mehr durch Wildwuchs auf...da beschleicht einen wirklich der Verdacht, dass sich niemand ein Bild vom Haltepunkt Dellwig-Ost auf der Ecke Blitzstraße/Donnerstraße gemacht hat. Wer weiß...vielleicht hat da auch jemand einfach nur den Bahnhof Dellwig mit dem Haltepunkt Dellwig-Ost verwechselt, denn am etwa 75 Meter entfernten Bahnhof Dellwig ist definitiv einiges getan worden, in Dellwig-Ost aber nicht - und das, obwohl die S9 mit Halt am Haltepunkt Dellwig-Ost, die einen wesentlich kürzeren Takt hat als die S2, die lediglich einmal pro Stunde am Bahnhof Dellwig hält. Motto: Wenn ich das Problem nicht sehe, sieht mich das Problem auch nicht...!

Auch der Haltepunkt Zollverein-Nord - vor dem Kulturhauptstadtjahr 2010 Haltepunkt Katernberg-Süd - sieht hinter der ganzen aufgehübschten Kulisse der Zeche Zollverein aus wie eine Trümmerlandschaft. Auf Besucher, die mit der S2 anreisen, um das Weltkulturerbe im Essener Nordosten zu besichtigen, macht die Trümmerlandschaft hinter dem aufgemotzten Areal sicherlich keinen guten Eindruck, würde ich sagen. Ich bin 2011 und 2013 zweimal mit der S2 vom Bahnhof Dellwig nach Gelsenkirchen bzw. Dortmund gefahren und beide Male sah es hinter dem Weltkulturerbe aus, als wenn erst kürzlich eine Zehn-Zentner-Bombe dort eingeschlagen hätte.

Stadtwald war noch nie ein schöner Haltepunkt, was mich schon fast wundert, weil der Stadtwald ja eine der besten Wohnadressen Essens ist - das war schon vor 14 Jahren so, als ich noch kein eigenes Auto hatte und folglich immer jeden Morgen mit der S6 nach Düsseldorf zur Arbeit gefahren bin. Offenbar scheint es jetzt sogar noch einen Tick schlimmer dort zu sein - das ist auch schade vor dem Hintergrund, dass die S6 in Essen gerade zwischen den Haltepunkten Hügel und Kettwig-Stausee durch landschaftlich sehr schönes Gebiet fährt - Kruppwald, Heissiwald, an der Ruhr entlang bzw. darüber hinweg. Wenn Renate mich besucht, fährt sie stets mit der S6 von Düsseldorf-Rath bis Essen Hbf, gerade weil die Landschaft zwischen Kettwig und Hügel so schön ist, und steigt von dort in die S9 Richtung Bottrop um, die sie dann am Haltepunkt Dellwig-Ost verlässt, um die letzten teilweise steilen 400 Meter zu meinem Haus per pedes zurückzulegen. Auch sie findet Dellwig-Ost nicht besonders anheimelnd. Als sie mich zu meiner Einweihungsfete im August 2011 erstmalig mit der S-Bahn besucht hat, musste sie mal in der S9 eine geschlagene halbe Stunde auf der Brücke stehen, die über den Kraienbruch führt, weil die Trasse auf dem Teilstück seit einigen Jahren nur noch eingleisig ist und der Lokführer der S9 Richtung Bottrop erst eine verspätete S9 aus der Gegenrichtung durchlassen musste, denn sonst hätte es wohl in Höhe des Herskamps einen Frontalzusammenstoß zwischen zwei S-Bahnen gegeben. Bescheiden, wirklich.

Samstag, 14. Februar 2015

Lektüre für Bus und Bahn :o)

Die meisten meiner E-Books sind ja recht kurz, deshalb auch der eher geringe Verkaufspreis von 99 Cent pro Stück, aber einige davon bieten sich gerade dazu an, während der Fahrt mit Bus, Bahn oder Zug gelesen zu werden - egal, ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu Freunden. Für den entsprechenden Lokalkolorit ist zumindest hier in Essen gesorgt :o).

Wer beispielsweise mit den Straßenbahnlinien 103 oder 105 von der Stadtmitte Richtung Borbeck bzw. Frintrop fährt, kann den Weg der Linie 103 - der ja ab Essen Hbf bis zum Fliegenbusch parallel mit dem der 105 verläuft - praktisch live mitverfolgen, wenn er mein aktuelles E-Book "Heckenschützen in Schonnebeck - Heckenverehrer in Gerschede" liest. Die Fahrt der Protagonistinnen mit der Linie 103 endet in der Geschichte an der Haltestelle Münstermannstraße in Gerschede.

Die Linie 105 fährt im Gegensatz zur 103 ab Fliegenbusch weiter Richtung Frintrop - Unterstraße direkt an der Oberhausener Stadtgrenze. Auf ihrem Weg nach Unterfrintrop kommt sie natürlich auch an Frinti vorbei, nämlich an der Haltestelle Am Kreyenkrop. Da bietet sich ja während der Fahrt mit der 105 als Lektüre mein E-Book "Im Schatten von Frinti" an.

                                                    Buchcover - Quelle: Amazon

Wer eine Ahnung haben möchte, wie sich die Protagonisten in der Geschichte "Essen - vom Winde verweht" während Pfingststurm Ela vor einem Haus am Düppenberg gefühlt haben, der kann das E-Book gerne während einer Fahrt mit den Buslinien 143 oder 185 lesen, denn beide Linien halten an der Haltestelle Ackerstraße, wo auch der Leichenwagen in besagter Geschichte in unmittelbarer Nähe parkt.

Die Bocholder Straße, ein Schauplatz der Story "Schnee in Bochold" lässt sich am besten mit der Buslinie 140 Richtung Borbeck bzw. Stoppenberg erkunden, zumal der Bus auch am Einmündungsbereich Jahnstraße vorbei fährt, die ja auch eine Rolle in der verschneiten Geschichte spielt. Wer hingegen die Pfarrkirche St. Michael in Dellwig live sehen möchte, kann entweder mit der Straßenbahnlinie 103 bis zur Haltestelle Münstermannstraße fahren und von dort aus noch einen wenige hundert Meter langen Fußweg zurücklegen - oder alternativ die Buslinien 166 und 186 bis zur Haltestelle Langhölterweg auf der Haus-Horl-Straße nutzen, denn von dort aus ist der Dellwiger Dom mit seinem schlanken, hohen Turm sogar schon zu sehen, weil keine 50 Meter mehr entfernt.





                                        Bocholder Straße - (c) Iceman 93, panoramio.de


Wenn sich jemand für den Original-Schauplatz "Frühlingsgefühle am Bahnhof Bergeborbeck" interessiert, kann der besagte Haltepunkt mit der S-Bahn-Linie 2 erreicht werden. Die S2 pendelt einmal stündlich auf der sog. Köln-Mindener-Strecke zwischen Duisburg Hbf und Dortmund Hbf - auf Essener Stadtgebiet hält sie an den Bahnhöfen Dellwig, Bergeborbeck, Altenessen und Zollverein-Nord (ehemaliger Haltepunkt Katernberg-Süd).  Wer von Duisburg/Oberhausen aus die S2 Richtung Bergeborbeck nutzt - kommt m. W. immer um x.45 Uhr am Bahnhof Dellwig an - hat zudem die Chance, zwischen den Bahnhöfen Dellwig und Bergeborbeck einen Blick auf den Dellwiger Dom erhaschen zu können, denn die Köln-Mindener-Strecke verläuft keine 50 Meter von St. Michael entfernt über den Kraienbruch hinweg. Aus etwas größerer Entfernung kann St. Michael auch von der Trasse der S9 aus gesehen werden, die aber nur 100 Meter weiter südlich verläuft - am besten zwischen den Haltepunkten Gerschede und Dellwig-Ost. 

Wenn nicht gerade Sommerfest am Schlosspark ist und die Schlossstraße zwischen Borbecker Straße und Fürstäbtissinstraße für ein paar Tage für den motorisierten Verkehr gesperrt ist, kann das Schloss Borbeck an der gleichnamigen Haltestelle von der Buslinie 143 aus bewundert werden. Die meisten Ziele in der Geschichte "Schlafwandeln in Schönebeck" sind mit dem ÖPNV nicht zu erreichen, lediglich alle Schauplätze entlang der Heißener Straße können von der Buslinie 186 aus besichtigt werden, hauptsächlich in Höhe der Haltestelle Terrassenfriedhof.

                           Linie 103 auf der Dellwiger Straße Nähe Bahnhof Dellwig - (c) Detlef Kettner

Sonntag, 28. Dezember 2014

Rodelwettbewerb auf dem Herskamp :o)

Hier im Essener Nordwesten setzt zwar derzeit dank Sonne und Temperaturen um den Gefrierpunkt gerade die Schneeschmelze ein :o) - von einigen glatten Stellen, die von der Sonne noch nicht erreicht wurden, mal abgesehen - aber wir tun jetzt mal so, als wenn der Herskamp noch total verschneit wäre :o)).

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Der Herskamp ist eine steile Straße, die am Bergheimer Steig beginnt und in der Ebene am Bahndamm an der Blitzstraße endet - bis zum Einmündungsbereich Tauweg verläuft der Herskamp abschüssig, dann wird er eben.

Auch der Borbecker Männergarten nimmt am Rodelwettbewerb im Essener Nordwesten teil. Oben auf der Ecke Herskamp/Bergheimer Steig steht Renate und bietet sowohl für die Rodler als auch für die Zuschauer am Fahrbahnrand Heißgetränke an, hierbei wird sie von Sammy und Ecki tatkräftig unterstützt. Alex steht auf halber Höhe auf der Ecke Dachsfeld und verkauft dort neben Heißgetränken auch Grillwürstchen - Hilfe bekommt sie von Thorsten dem tapernden Nashorn und dessen Lieblingstorhüter Roman Weidenfeller vom BVB ("Weidääääää!"). Unten am Bahndamm steht Steffi mit einigen fröhlichen Senioren aus der Luthestraße am Fuße des Berges und stoppt die Zeiten beim Zieleinlauf. Um zu verhindern, dass die Rodler unter dem Bahndamm durchsausen und gegen eines der Häuser in der Rahmannstraße auf der anderen Seite des Bahndamms prallen, haben sie extra eine Sperre in der Unterführung aufgestellt.

Die Teilnehmer des Rodelwettbewerbs können sich entweder von einem Schlittenhundegespann den Berg hinunter ins Tal ziehen lassen oder ganz normal auf einem Schlitten den steilen Herskamp hinunter rodeln, egal, ob einzeln oder als Doppelsitzer. Von den Schlittenhunden machen nur zwei Ehepaare Gebrauch, die auf dem Bergheimer Steig wohnen, die anderen Teilnehmer nutzen ganz normale Holzschlitten oder Gummireifen :o).

Der Charmin Bear fühlt sich auf einem voluminösen Gummireifen sicherer als auf einem Schlitten. Trotzdem stammelt er, als der Startschuss fällt und ihm da erst aufzufallen scheint, wie steil der Herskamp eigentlich gerade zwischen Bergheimer Steig und Dachsfeld ist: "Nee, möcht' ich nicht!" Da ist allerdings Männergärtnerin Renate gnadenlos, denn sie gibt dem Gummireifen einen freundlichen Tritt, sodass der Charmin Bear krähend und sich auch noch drehend den Berg hinunter saust. Er hat das Gefühl, bald einen Drehwurm zu bekommen - da nützt es auch nix, dass Alex' Clio, der in Höhe von Haus Nr. 14 abgestellt ist, ihm freundlich zuwinkt. Vor Angst macht er sich fast in die Hose und wünscht sich deshalb Charmin-Toilettenpapier. Kurz hinter dem Dachsfeld, wo er von Alex, Weide und Thorsten dem tapernden Nashorn angefeuert wurde, fällt er vom Reifen, der ein kleines Hopserchen gemacht hat, und bleibt erschüttert im Schnee liegen. Einige Sanitäter, die vor Haus Nr. 36/38 Stellung bezogen haben, eilen dem Charmin Bear zur Hilfe. Der Gummireifen hingegen saust weiter den Berg hinunter, touchiert einen Porsche Panamera  am Fahrbandrand und fährt dann ohne den Charmin Bear weiter. Steffi macht das betretene Gesicht, als der Gummireifen den Hang ohne Mensch hinunter gesaust kommt und schließlich die Altpapier- und Altglas-Container kurz vor dem Bahndamm touchiert. Zum Glück wird keiner der Ordner oder Zuschauer im Tal verletzt. Die Zeit des Charmin Bear zählt natürlich nicht, denn er ist ja nicht mit dem Reifen unten am Fuße des Herskamps angekommen.

Thomas kommt todesmutig mit einem ganz normalen Schlitten den verschneiten Berg hinunter gesaust. An der Ecke Dachsfeld winkt er Alex freundlich zu und ruft: "Hallo, Alex, grüß Dich!" Alex winkt freundlich zurück, ahnt aber schon, dass gleich noch etwas passieren wird, auch wenn bis jetzt alles gut aussieht für Thomas. Weide und Thorsten das tapernde Nashorn naschen derweil einträchtig von einer Bratwurst.

Normalerweise müsste Thomas bereits in Höhe des Tauweges anfangen zu bremsen, tut es aber natürlich nicht. Fakt ist: Er fängt an zu schreien, als er hinter der Kreuzung Luthestraße den Bahndamm mit hoher Geschwindigkeit auf sich zukommen sieht, die Zuschauer und Ordner springen schleunigst zur Seite. Thomas legt eine Notbremsung hin und fällt dabei vom Schlitten - selbiger wiederum saust angesichts seines Schwungs den Bahndamm hinauf auf die Gleise. Nur wenige Sekunden später wird das Gefährt von einer S9 zermalmt, die sich gerade vom Haltepunkt Dellwig-Ost auf den Weg zum nächsten Haltepunkt Gerschede gemacht hat. Thomas hatte also noch mal Glück - bis auf ein schimpfendes Wintergoldhähnchen in seinem Mund ist ihm nix passiert - der Schlitten aber allerdings nicht. Immerhin wird Thomas' Zeit gewertet. Thomas ruft zur allgemeinen Erheiterung: "Früher war weniger Wintergoldhähnchen!" Das kleine Vögelchen flitzt schimpfend von dannen.

Thorsten und der Stationsarzt mimen, obwohl heterosexuell, ein Schwulentaxi und machen einen Doppelrodler auf ihrem Schlitten - der Arzt liegt unten, Thorsten auf ihm. Thorsten freut sich über den blauen Himmel mit den singenden Engelchen (vielleicht weniger Hirschkäferkacke rauchen?), den er über sich sieht, findet Lenken und Bremsen aber mal wieder überbewertet, sodass auch die Ermahnungen des Stationsarztes nix mehr nützen :o). Zuschauer und Ordner rund um Luthe- und Blitzstraße müssen abermals zur Seite springen, denn die beiden durchbrechen mit Karacho die Sperre in der Unterführung des Bahndamms und werden erst von einer Häuserwand gestoppt. Danach müssen sowohl Thorsten als auch der Stationsarzt sowie auch der Schlitten wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden. In der Notaufnahme des Philippusstifts in Borbeck bekommen die Ärztinnen in der Notaufnahme von Thorsten alles gezeigt, was sie sehen wollen - der Stationsarzt wird nun gepiekst, weil er eine Spritze bekommt. Komisch, sonst piekst/sticht er ja lieber :o)).

Renate stöhnt, als ES sich unsicher auf den Schlitten setzt und versucht, im Schneckentempo den steilen Herskamp runter zu kommen, denn ES bremst mehr als dass ES fährt - nützt ES aber angesichts der Steilheit der Straße nicht viel, der Schlitten wird trotzdem ziemlich schnell. Weide fällt vor Erstaunen fast die Bratwurst aus dem Mund, als ES plärrend vorbei gesegelt kommt und Alex zuruft: "Mr. Dole, look at me!" Alex weiß schon, dass ES niemals den Bahndamm am Ende des Herskamps erreichen wird. Recht hat sie, denn ES landet in einem Busch vor Haus Nr. 45 und plärrt diesen zusammen - erst recht, als einige verärgerte Amseln aufflattern, die bis dato friedlich in eben jenem Busch gesessen hatten, und schimpfend von dannen fliegen.

Als Letzter der Truppe setzt sich Stinki mit breitem Grinsen auf den Schlitten, denn natürlich will er Alex imponieren und ihr zeigen, wie toll er rodeln kann. Alex' Clio hingegen schüttelt sich bereits vor Lachen, denn bei Stinki und seiner Tolpatschigkeit weiß man ja nie. Auch der hinter ihm parkende, lilafarbene Polo grinst bereits wissend.

Stinki saust den Herskamp hinab. Als er an Clio vorbei kommt, wirft der ihm bereits Blumen hinterher. Stinki ranzt: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!", hat aber bald keine Zeit mehr, sich über Clio aufzuregen, denn plötzlich und unerwartet fliegt ihm eine Plastiktüte ins Gesicht, die vom Wind aus den Gärten auf den Herskamp herüber getrieben worden war, sodass Stinki nix mehr sehen kann. Alex und ihre beiden Mitstreiter am Grill lachen sich tot, als Stinki krähend an ihrem Grillstand vorbei gesaust kommt, mit Plastiktüte im Gesicht und laut krähend. Schließlich gelingt es Stinki, sich der Tüte in seinem Gesicht zu entledigen, aber es ist zu spät: Fast ungebremst rast er auf den Bahndamm zu, sodass sich Ordner und Zuschauer am Fuße des Herskamps nur noch mit Hechtsprüngen in Sicherheit bringen können. Stinki prallt gegen den Bahndamm und bleibt betäubt im Schnee liegen. Der Schlitten rutscht rückwärts den Bahndamm hinunter und verwandelt Stinkis Gemächt kurzfristig in Rühreier. Stinki schwankt zwischen Ohnmacht und Schreikrampf, sodass ein hilfsbereiter Bernhardiner mit Schnapsfäßchen um den Hals angetrottet kommt und Stinki erst mal mit Schnaps abfüllt. Der hält sich anschließend zwar die Eier, steht aber lallend, torkelnd und hicksend auf, dabei fragt er undeutlich: "Wat is'n hier eigentlich los?!" Lange hat er keine Zeit mehr, sich darüber Gedanken zu machen, denn plötzlich und unerwartet kommt ein Ford Focus um die Ecke geschlingert und nimmt den abgefüllten Stinki mitsamt seinen Rühreiern auf die Motorhaube - eigentlich hätte das Auto um die Zeit gar nicht dort unterwegs sein dürfen, aber Verbote gelten für alle, nur nicht für Fahrer von Ford Focus, BMW, Audi, Mercedes und Porsche :o)). Der Bernhardiner bellt dem Focus hinterher und setzt sich schon mal prophylaktisch in Bewegung, um Stinki ggf. mit Schnaps helfen zu können. Am Ende der Blitzstraße fällt Stinki nicht nur vom Glauben, sondern auch vom Ford Focus ab und bleibt betäubt im Schnee am Fahrbahnrand liegen - wie gut, dass der hilfsbereite Bernhardiner abermals zur Stelle ist :o).

Happy End!!! :o) 


Mittwoch, 8. Oktober 2014

Der Haltepunkt Dellwig-Ost - schade eigentlich...

Neben dem Bahnhof Dellwig, in der einmal pro Stunde die S2 hält, gibt es ja in nicht einmal hundert Metern Entfernung noch den Haltepunkt Dellwig-Ost auf der Ecke Donnerstraße/Blitzstraße, an dem die S9 Richtung Bottrop bzw. Wuppertal hält.

Während der Bahnhof Dellwig recht gepflegt ist, ist der Haltepunkt Dellwig-Ost mittlerweile ziemlich verkommen, wobei das nicht immer so war. Als ich vor etwas über 20 Jahren mit meinem damaligen Freund öfter im Billard-Café Chic auf der Ecke Dellwiger Straße/Donnerberg war (heute wohl auch leider geschlossen) und wir anschließend nach Hause gefahren sind, haben wir eigentlich stets diesen Haltepunkt benutzt, weil der Zug immer noch etwas schneller war als die Straßenbahn, in dem Fall die 103. Er ist immer am nächsten Haltepunkt Gerschede ausgestiegen, weil er in der Nähe wohnte, und ich bin zwei Haltestellen später am Haltepunkt Borbeck-Süd ausgestiegen und habe den Ausgang Dreigarbenfeld benutzt, um dann noch zu meinem etwa sechs Gehminuten entfernten damaligen Domizil auf der Herbrüggenstraße zu kommen. Damals fuhr auf der Trasse aber noch nicht die S-Bahn, sondern der "Silberpfeil", also der Nahverkehrszug 9 bzw. 24. Die S-Bahn ist allerdings wesentlich leiser als der damalige Silberpfeil, der immer von einer Diesellok gezogen wurde, die entsprechend mehr Lärm machte als die E-Locks. Meine Oma wohnte in ihrem Haus auf dem Herskamp etwa 50 Meter vom Bahndamm entfernt, aber wenn der Silberpfeil kam, konnte man das schon recht früh sehr deutlich hören, trotz der Distanz und der Tatsache, dass ja in der Umgebung des Bahndamms noch einige Häuser wesentlich näher dran standen, z. B. die an der Blitzstraße, an der Luthestraße und am Tauweg.

Wie dem auch sei, ich kenne den Haltepunkt Dellwig-Ost schon sehr lange und damals, Anfang der 90er, war er vollkommen okay. Es gab zwei Aufgänge zu den Bahnsteigen, je nach gewünschter Fahrtrichtung, und auch zwei Gleise, also für jede Richtung eins. Heute ist die Trasse nur noch einspurig, was schon mal für Verspätungen sorgen kann und auch der Bahnsteig verkommt immer mehr, wie auch ein Google +-Nutzer moniert hatte. Renate besucht mich ja meist immer mit dem ÖPNV, d. h. sie benutzt ab Essen Hbf die S9 Richtung Bottrop und steigt Dellwig-Ost aus. Als sie mich anlässlich meiner Einweihungsparty im August 2011 zum ersten Mal in meiner damals neuen Wohnung besucht hat, stand sie erst mal 15 Minuten tatenlos zwischen den Haltepunkten Gerschede und Dellwig-Ost in der S-Bahn auf dem Gleis herum, denn da sich die S-Bahn aus Bottrop offenbar verspätete, hatte die erst mal Vorrang vor der S9 Richtung Bottrop, in der sie sich befand. Abgesehen davon, dass die seit einigen Jahren vorhandene Eingleisigkeit der Trasse nicht gerade gut ist, ist ihr auch aufgefallen, dass Dellwig-Ost ein ziemlich verfallener Haltepunkt ist.

Gut, manche mögen einwenden, dass der Haltepunkt Dellwig-Ost vielleicht nicht so stark frequentiert ist, aber das stimmt nicht, denn er wird täglich von einer Vielzahl von Fahrgästen benutzt. Gute Werbung für die Bahn und für Menschen, die mit dem Zug nach Dellwig kommen, sieht jedenfalls anders aus. Es ist echt eine Schande, dass der ehemals gepflegte Haltepunkt so wenig instand gehalten wird.


S9 am Haltepunkt Dellwig-Ost im Februar 2010 - (c) Manuel Höly, feuerwehr.startbilder.de

Auf dem Foto kann man schon ganz gut sehen, dass an dem Bahnsteig lange nix gemacht worden ist, wobei es vor fast fünf Jahren noch geradezu gut aussah im Vergleich zu heute.



Montag, 26. Mai 2014

Ein kultiger Bahndamm in Essen-Dellwig :o)

Der Bahndamm am Ende des Herskamps, von dem ja auch die Blitzstraße abzweigt, war ja schon öfter Gegenstand meines Blogs, so z. B. in dem Blog-Eintrag vom 9. Dezember 2012 - nachzulesen unter dem beigefügten Link :o). So manche Schlittenfahrt hat schon an diesem Bahndamm, auf dem die S9 zwischen Haltern am See - Bottrop - Essen - Velbert - Wuppertal pendelt, ihr jähes Ende gefunden - deshalb gibt es auch ein passendes nächtliches Foto dazu :o).

 
Bahndamm Herskamp/Blitzstraße - (c) 74+ Sandy
 
 
Wenn man durch die Unterführung laufen würde, käme man auf der Rahmannstraße aus, von der ja auch ein Teil einer Häuserfassade zu erkennen ist. Sie stellt wiederum die Verbindung zwischen Donnerstraße und Reuenberg dar, wobei ein Teil der Straße am Schulhof der Reuenbergschule entlang führt.
 
Die S9 selbst fährt erst seit Herbst 1997 auf der Trasse durch Gerschede und Dellwig, vorher war dort zwischen Bottrop und Velbert-Langenberg immer der "Silberpfeil" unterwegs, also der N24 - nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fernsehsender :o). Zunächst pendelte die S9 lediglich zwischen Bottrop Hbf und Steele-Ost, erst seit wenigen Jahren hat sich ihr Einzugsgebiet um einiges erweitert.
 
Meine Oma wohnte bis zu ihrem Tod im Januar 1991 keine 50 m von der Bahntrasse entfernt und schon eine halbe Minute, bevor der Zug den Herskamp bzw. Reuenberg überquerte, war der N24 gut zu hören, da er von einer Diesellok gezogen wurde, die auf den Schienen entsprechenden Lärm machte. Die heutigen S-Bahnen sind natürlich wesentlich leiser, aber manchmal höre ich nachts, obwohl ich ein gutes Stück entfernt wohne, Züge sowohl auf der Trasse der S9 als auch auf der Köln-Mindener-Strecke - je nachdem, wie der Wind steht. 


Die S9 auf ihrem Weg nach Bottrop

Das nachfolgende Foto wurde von Ralf Siegler unter panoramio.de bzw. strassenkatalog.de veröffentlicht und zeigt die S9, die sich vom Haltepunkt Dellwig-Ost auf den Weg nach Bottrop macht. Dabei überquert sie auf der Brücke die Köln-Mindener-Strecke, auf der die S2 zwischen Oberhausen und Dortmund einmal pro Stunde pendelt. Leider ließ sich bis dato noch kein Foto finden, auf dem die Köln-Mindener-Strecke am Kraienbruch zu sehen ist.

 
Die S9 überquert in Essen-Dellwig die Köln-Mindener-Strecke
- (c) Ralf Siegler
 
 
Der Weg am rechten Bildrand führt weiter bis zum Klaumerbruch unweit des Rhein-Herne-Kanals, der ja in diesen Tagen seinen 100. Geburtstag feiert :o). Von seiner Eröffnung profitieren natürlich besonders die Zechen, die direkt am Kanal lagen, so z. B. auch die Zeche Levin in Dellwig, an die heute nur noch die gleichnamige Gaststätte und die Levinstraße erinnern. 

Montag, 19. Mai 2014

Bitte nicht hupen...:o)

..."Fahrer träumt von Schalke 04/Borussia Dortmund/Rot-Weiß Essen/HSV etc." - je nachdem, welcher Verein gerade beim Fahrer des jeweiligen fahrbaren Untersatzes angesagt war :o). Da gab es insbesondere zwischen Mitte der 80er und Mitte der 90er viele Autos, die mit derartigen Aufklebern herum fuhren. Im Gegensatz zu vielen heutigen Auto-Aufklebern, bei denen Eltern meinen, sie müssten die bescheuerten Namen ihrer Sprösslinge auf dem Heck spazieren fahren, hatte das ja wenigstens noch was Originelles, doch das ist jetzt hier nicht Thema :o)).

Ich bin schon froh, dass mein Stofftier Thorsten das tapernde Nashorn nicht Auto fährt, sondern lieber mit dem ÖPNV oder zu Fuß unterwegs ist, denn wenn das kleine Rhinozeros Auto fahren würde, bin ich mir ziemlich sicher, dass folgender Aufkleber das Heck seines fahrbaren Untersatzes zieren würde:

Bitte nicht hupen, Fahrer träumt von Roman Weidenfeller!

Jaja, seit Thorsten das tapernde Nashorn zusammen mit mir und den anderen Stoffies das Spiel zwischen Bayern München und Dortmund am Samstag gesehen hat, fährt der Kleine voll auf den BvB-Keeper ab :o)). So wie auf dem Foto unten sieht es aus, wenn Thorsten von Herrn Weidenfeller träumt:

 
Thorsten das tapernde Nashorn und weitere Stoffies auf
dem Balkon meiner Eltern - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Rechts hinten sieht man Thorsten das tapernde Nashorn, wie er so ganz versonnen an Roman Weidenfeller denkt. Besonders glücklich war Thorsten heute, weil ein Bild von seinem Lieblings-Torwart in der WAZ war - wenn auch leider nur von hinten. Über Thorstens Schwärmereien können der Haribo-Goldbär (ganz links am Bildrand), Monchhichi-Mädchen Melanie (Bildmitte) und der Hahn Racker (neben Melanie) nur freundlich schmunzeln. Die anderen Stoffies finden Herrn Weidenfeller zwar auch sympathisch, aber so weit wie bei Thorsten geht es doch nicht.
 
Thorsten das tapernde Nashorn möchte Roman Weidenfeller sogar gerne besuchen, aber ich kann ihm nicht sagen, wo er wohnt, und ich glaube auch kaum, dass Herr Weidenfeller als bekannter Profi-Fußballer irgendwo im Telefonbuch eingetragen ist. Auch wenn er für den BvB spielt, muss er ja nicht zwingend in Dortmund wohnen, da gibt es ja noch genug andere Städte, die direkt an Dortmund angrenzen, wie z. B. Castrop-Rauxel, Unna, Holzwickede (Quellort der Emscher) oder Bochum. Und selbst, wenn Herr Weidenfeller in Dortmund wohnt: Dortmund ist ja nicht gerade eine kleine Stadt und hat Essen einwohnerzahlenmäßig schon seit einigen Jahren bei weitem überholt, also gäbe es auch da genug Möglichkeiten, wo er in Dortmund wohnen könnte: Dellwig (ja, außer Essen-Dellwig gibt es auch Dortmund-Dellwig), Hörde (Westfalenpark), Kirchhörde, Stadtmitte, Marten, Wischlingen (Revierpark), Huckarde, Bodelschwingh, Aplerbeck, Eichlinghofen (Uni Dortmund), Brechten...
 
Auf jeden Fall hat mich das kleine Nashorn schon gefragt, wie man denn mit dem ÖPNV nach Dortmund kommt. Hm...ab Dellwig Bahnhof könnte er mit der S2 ohne Umsteigen bis Dortmund Hbf fahren, ansonsten könnte er mit der S9 ab Haltepunkt Dellwig-Ost bis zum Essener Hbf fahren und dort wahlweise in die S1 nach Dortmund umsteigen (hält aber an jeder Milchkanne...) oder in den RE1 Richtung Bielefeld, der auch am Dortmunder Hauptbahnhof Station macht, was die wesentlich schnellere Alternative zur S1 wäre. Thorsten ist in der Beziehung offenbar ziemlich unternehmungslustig, aber er hat ja ein Stofftierticket, das auch Dortmund mit einschließt, hihi. 

Freitag, 2. Mai 2014

Lustige Verwirrungen :o))

Uli war gestern so verwirrt, dass sie ja zunächst gar nicht mehr wusste, ob meine Adresse noch aktuell ist - ich wohne ja auch erst seit drei Jahren dort *grins*. Einmal ist es ihr vor zwei Jahren tatsächlich passiert, dass sie meine alte Adresse in Frohnhausen ansteuern wollte. Okay, wir werden ja alle nicht jünger *glucks*.

Renate kann sich noch daran erinnern, wo ich wohne *grins*, wollte aber zur Sicherheit noch mal die passende Bahnverbindung von mir wissen. Da konnte ich ihr gerade doch per E-Mail behilflich sein. Morgen wird sie dann mit der S9 Richtung Bottrop/Haltern den Haltepunkt Dellwig-Ost ansteuern und den Rest des Weges per pedes zurücklegen.

Groupie Thomas ist zwar jünger als Renate, aber älter als Uli, aber auch er weiß noch, wo ich wohne. Da bin ich ja beruhigt, denn sonst müssten Clio und ich nachher große Such-und-Wiedereinfang-Aktionen starten oder ich müsste Vermisstenmeldungen aufgeben, weil jemand meiner Gäste auf dem Weg nach Essen-Gerschede/-Dellwig verschütt gegangen ist :o)). Leider ist mein Haus nicht so hoch wie ein Leuchtturm, sonst würde ich ein Leuchtfeuer auf dem Dach montieren, um verwirrten Besuchern den Weg zu weisen.


                                         Leuchtturm Helgoland - (c) Marc Alinski

Donnerstag, 17. Mai 2012

Sammys Stress an Christi Himmelfahrt

Heute Morgen haben mich gegen 8 Uhr Rudolf-Dieter, Clio und Urmel angesprochen, um mir Bescheid zu sagen, dass sie raus in den Garten gehen, weil die Sonne so schön scheint. Ich habe genickt und weitergerratzt, Sammy hatte davon nix mitbekommen.

Ich träumte gerade, dass Eva mir zwei kleine Mäuse geschenkt hat, als Sammys Genöhle mich aus dem Schlaf riss. "Wo ist Rudolf-Dieter? Und Urmel? Und wo ist Clio? Maaaaaannn..." Ich teilte ihr schlaftrunken mit, dass die Kleinen im Garten sind. Sammy sprang wie von der Tarantel gestochen aus dem Bett, riss die Balkontür auf und sprang auf die Brüstung des Balkons - im Garten waren jedoch weder ihr Sohn noch dessen Freunde. Mein fahrbarer Untersatz alias Clio stand unten im Hof und fragte sich, was jetzt schon wieder los ist. Auch der neben ihm parkende Escort schüttelte den Kopf, der Corsa gähnte gelangweilt. Von der Straße her hörten wir plötzlich Reifen kreischen. Sammy nöhlte weiter, riss ihr Brüderchen Ecki sowie ihre Freundinnen Anna und Erna aus'm Schlaf und rannte dann mit ihnen aus der Wohnung, weil sie befürchtete, dass ihre drei Kleinen etwas mit der Vollbremsung des Autos zu tun gehabt haben könnten. So war es auch, denn die Kleinen sind mit ihren Seifenkisten vom Bergheimer Steig aus die ganze Straße runtergesaust. Der Fahrer des 5er war sichtlich blass, denn Rudolf-Dieter ist unter seinem Auto durchgesaust und die anderen beiden Stoffis an ihm vorbei. Zum Glück ist wohl nix passiert.

Ecki war schon unten am Dachsfeld, als Sammy nöhlenderweise immer noch 20 m hinter ihm war. Anna hatte Ecki bereits überholt, während Erna durch die Luft sauste und mit ihren blau-weißen Ringelsocken einige Vögel erschreckte. Unten in der Rahmannstraße fand Sammy ihren Sohn und seine Freunde vor - fröhlich, munter und gesund. Sammy hat so laut mit ihnen geschimpft, sodass sich Autos auf dem etwa 30 m entfernten Reuenberg geduckt haben, eine S9, die gerade auf dem Weg von Dellwig-Ost nach Gerschede war, auch und ein älteres Ehepaar auf der Rahmannstraße hat Sammy gefragt, ob sie nicht leiser schimpfen könnte. Erna hat Rudolf-Dieter und Clio auf ihren Rücken genommen und ist mit ihnen zurück zu unserer Wohnung geflogen; Urmel als Drache kann ja alleine fliegen. Sammy, Anna und Ecki haben die Seifenkisten den Berg hochgezogen, wobei Sammy natürlich rumgenöhlt hat, weil es so steil bergauf ging.

Als endlich alle Stoffis wieder vollzählig waren, habe ich dann Frühstück gemacht, was jetzt wohl auch alle nötig hatten. Die Sonne lachte dazu in die Küche und ins Wohnzimmer. Zu allem Überfluss erschien noch wenig später Sammys verstorbene Lieblingsschwester Edeltraud in meiner Kaffeetasse, sodass ich drei Minuten lang keinen Kaffee trinken konnte, weil die beiden geredet haben. Auch Edeltraud hat ihre kleine Schwester zu mehr Gelassenheit aufgefordert. Sammy hat das zwar versprochen, aber das weiß man bei der Kleinen nicht so genau :o).