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Samstag, 22. Dezember 2012

Eva, ich und die Pixi-Bücher

Eva ist zwar zehn Jahre älter als ich, sodass sie ihre Kindheit natürlich auch schon zehn Jahre eher hinter sich hatte als ich, aber trotzdem mochten wir beide als Kinder gerne die Pixi-Bücher, in denen Kinder Dinge auch schön kindgerecht und freundlich erklärt wurden, verpackt in nette kleine Geschichten. Da Eva und ich ja trotz widriger Umstände zwei humorbegabte, fröhliche Damen sind, haben wir am Donnerstagabend direkt mal ein eigenes Pixi-Buch entwickelt. Es trägt den Titel:

                                     Klaus und die Badepuppe

Wie man sieht, steht Stinki - der ja eigentlich Klaus heißt und nach dem ich ja auch meinen Frischling benannt habe - in der Geschichte Pate. Da ich als Kind immer in den von mir geplante Pixi-Buch-Geschichten als Protagonisten eine von mir erdachte Familie Krauseland ausgewählt hatte, kommt die natürlich auch darin vor. Damals hatte ich Geschichten mit den Titeln geplant "Familie Krauseland besichtigt ein Internat", "Familie Krauseland wird fotografiert" oder "Familie Krauseland fährt in den Urlaub" - schon alleine der Name der vierköpfigen Familie sorgte bei Eva für ein breites Grinsen und das Daumen hoch-Zeichen :oD.

So würde unsere Geschichte beginnen:

Das ist der Klaus. Der Klaus sitzt vor dem Computer in seiner Erdgeschosswohnung, um neue Produkte eines Lieferanten zu bewerten, denn der Klaus ist ein Produktmanager. Im Hintergrund sitzt im Sessel seine niedliche Badepuppe Bethany mit ihrem Badeschwämmchen und ihrem Quietscheentchen. Bethany himmelt ihren Papa mit ihren blauen Glasaugen an..

[Bild: Klaus sitzt vor dem Rechner und dreht sich liebevoll grinsend zu Bethany im Sessel um. Der Sessel steht unter einem offenen Fenster.]

So geht's dann weiter:
Klaus arbeitet weiter und jedesmal, wenn er sich zu Bethany umdreht, fehlt irgendwas - erst das Badeschwämmchen, dann das Quietscheentchen und schließlich auch Bethany selbst. Jedesmal, wenn was aus seinem Arbeitszimmer verschwindet, stellt der Klaus seine Standard-Frage: "Wat is'n hier eigentlich los?!"

Als dann schließlich Bethany auch noch weg ist, greift er zum Telefon und ruft seine Kollegin Alex (also mich) an. Er fragt Alex, ob sie ihm bei der Suche nach Bethany und Zubehör hilft. Die stimmt zu und setzt sich zusammen mit ihrem Lieblingsstofftier Sammy in ihren schwarzen Clio TCe, um dem Klaus bei der Suche zu helfen. Sie muss ihr Auto bewegen, um schnell zu Klaus zu kommen, denn sie wohnt im Nordwesten der Stadt und der Klaus im Süden.

[Bild: Alex sitzt mit Sammy in ihrem schwarzen Clio und fährt Richtung Essener Süden, dabei hört sie das Schwarze Album von Metallica - im Kinderbuch allerdings nur durch Noten angedeutet *kicher*.]

Für das Verschwinden von Bethany und Zubehör verantwortlich ist natürlich Familie Krauseland, die kleptomanische Neigungen hat. Ein Kleptomane ist jemand, der zwanghaft Sachen stiehlt, die er eigentlich gar nicht gebrauchen kann und/oder die er sich sogar von seinem eigenen Geld locker kaufen könnte.

Klaus steht derweil draußen im schwachen Mondlicht und fragt seinen 5er Touring, ob er wisse, wo denn Bethany, ihr Badeschwämmchen und das Quietscheentchen abgeblieben sind, doch leider kann sein Auto ihm auch keine Antwort darauf geben, denn der große, schwarze Wagen zuckt nur mit den Kotflügeln.

Alex kommt bei Klaus an und die beiden gehen zusammen mit Sammy in den finsteren Wald, um Bethany und Zubehör zu suchen, denn eigentlich wollte der Klaus nach getaner Arbeit noch mit Bethany, Badeschwämmchen und Quietscheentchen in die Wanne. Im Wald ist es dunkel, die Mondsichel strahlt zwischen den Baumwipfeln hervor. Sammy freut sich, dass es möndelt. Die Alex nimmt den Klaus an die Hand, nachdem er fast über ein paar Fliegenpilze gestolpert ist und zeigt ihm den Weg im schwach beleuchteten Wald.

Klaus und Alex finden Bethany auf einem Hochsitz an einer hohen Buche vor. Sie hat auch ihr Badeschwämmchen und ihr Quietscheentchen dabei und strahlt ihren Papi mit ihren blauen Glasaugen an. Klaus fragt, wie er denn jetzt die Puppe vom Baum holen kann. Alex erklärt ihm, dass er dazu die am Baumstamm befestigten Sprossen hinauf klettern muss. Der Klaus seufzt, fängt aber trotzdem an zu klettern.

Jetzt kommt ne Idee von Eva: Ich wollte eigentlich ein Sprungtuch ausbreiten, damit Klaus die Puppe mit Zubehör einfach runterwerfen und anschließend wieder runtersteigen kann, aber Eva meinte, ich hätte ein aufblasbares Rettungsbett in meiner Hosentasche :o)). Okay...ich ziehe an einem Nippel und das Rettungsbett bläst sich von selbst auf. Der Klaus wirft die Puppe, das Badeschwämmchen und das Quietscheentchen nach unten. Alles landet sicher und wohlbehalten auf dem aufgeblasenen Rettungsbett, genau wie der Klaus, der sich einfach nach unten plumpsen lässt, weil er zu faul ist, die Sprossen wieder runter zu steigen. Sammy springt aufs Rettungsbett und kümmert sich um alle.

In der Schlussszene liege ich neben Klaus auf dem Rettungsbett - natürlich voll bekleidet, es ist ja ein Kinderbuch! - der mich aus lauter Dankbarkeit und Freude mit zwei Brombeeren füttert. Ende der Geschichte :o).

Da das Ganze ja ein Kinderbuch ist und auch sonst einige Gutmenschen sicherlich ne Zwischenblutung bekommen würden, sind alle in der Geschichte voll bekleidet - außer Bethany, die nur ein Windelhöschen trägt, aber für ne Puppe geht das ja - geraucht wird auch nicht und geküsst schon mal gar nicht, hihi. Die lieben Kleinen könnten ja sonst einen sittlichen Schock erleiden, haha.

Sonntag, 27. November 2011

Neue Horror-Ideen bei Dunkelheitsfahrten

Gestern Abend gondelten wir in Timos schönem schwarzen Polo von unserer Weihnachtsfeier in Wehrheim/Taunus über die Dörfer zurück zur A3 nach Bad Camberg, um von dort aus Richtung Köln/Düsseldorf zu brettern. Der Himmel war klar, die Fahrbahn trocken. Ein Großteil unserer Strecke zur A3 verlief kurvenförmig durch ausgedehnte Waldgebiete, die jetzt im Herbst besonders hübsch aussehen, wie wir auf der Hinfahrt im Hellen sehen konnten. Timo schaltete öfter Fernlicht ein - natürlich nur, wenn kein Gegenverkehr kam - was sich bei der unbekannten, kurvenreichen Strecke auch anbot. Plötzlich sah er im Scheinwerferlicht ein Tier - er wusste zunächst nicht, was es war, erkannte aber schließlich einen Fuchs, der auch unbehelligt und friedlich auf die andere Straßenseite flitzte, nachdem Timo abgeblendet hatte. Ich scherzte rum, dass sein 13 Jahre alter Polo wie ne Eins läuft, und dass das hoffentlich auch so bleibt. Marina kicherte vom Rücksitz: "Oh ja, wenn wir jetzt liegen bleiben würden...so fangen viele Horror-Filme an." - "Jo," antwortete Timo, "und dann kommen psychopathische Hinterwälder mit kannibalistischer Neigung und fressen uns." Wir lachten, wobei Marina einwarf, dass einer von uns überleben würde - natürlich sie. Ich lachte und sagte: "Jo, aber zu nem richtigen Horror-Film gehört, dass Du kurz vor Erreichen des Ortseingangsschildes praktisch doch noch in letzter Minute von nem Zombie weggefrühstückt wirst." Das war ein Grund für einen neuen Heiterkeitsausbruch :o).

Angesichts der Begegnung mit dem Fuchs im Wald fiel Timo die Geschichte ein, in der ein ICE in eine Schafherde gebrettert ist, sodass mir dazu als Horror-Filmtitel "Das ICE-Zombie-Schäfchen-Massaker" einfiel, was bei meinen beiden Mitstreitern erneut für Heiterkeit sorgte und auch bei mir. Zu dem Horror-Film gleich mehr.

Timo philosophierte anschließend immer noch über den Fuchs, der keine hundert Meter vor uns die Straße gekreuzt hatte und meinte, dass es ungünstig gewesen wäre, wenn der Fuchs sich in seinem Radkasten - er hat Alu-Felgen mit Speichen - verfangen hätte. Ich lachte und sagte: "Jo, wir schleifen Fuchs dann über 100 Kilometer mit, bis uns die Kölner Autobahnpolizei anhält und sagt: "Ey, Ihr Ottos, habt Ihr noch gar nicht gemerkt, dass Ihr nen Fuchs im Radkasten habt?"" Timo lachte bei der Vorstellung, genau wie Marina, und antwortete: "Jo, das macht immer so schön Flap-Flap, vor allem, wenn die Räder eingeschlagen sind!" Danach mussten wir noch mehr lachen.

Nun aber zu dem von mir entwickelten Plot - ergänzt von Timos und Marinas Ideen - zu dem Horror-Film "Das ICE-Zombie-Schäfchen-Massaker"! :o)

Eines schönen Tages nimmt ein ICE hinter Koblenz wieder eine Schafherde auf die Hörner, aber einige der getöteten Schafe kommen als Zombie-Schafe zurück. Marina, Timo und ich gondeln mit seinem schwarzen Polo - wie gestern Abend auch - durch die Dunkelheit in den Wäldern des Taunus, um zur Anschlussstelle Bad Camberg zu kommen. Plötzlich taucht im Scheinwerferlicht ein Schaf auf. Timo bremst natürlich kräftig, aber das Schaf macht keine Anstalten, zu verschwinden. Bei näherem Hinsehen stellen wir fest, dass das Zombie-Schäfchen Reißzähne wie ein Werwolf hat - lange haben wir keine Zeit mehr uns zu gruseln, denn das Zombie-Schäfchen überfällt uns im Auto, da wir es nicht mehr rechtzeitig schaffen, die Türen zu verriegeln, und  zerfleischt uns gnadenlos und grunzend. Bei meinem Geschmack ist es etwas irritiert, da sich ja in meinem Blut Marcumar, ASS und zwei Blutdrucksenker befinden, sagt sich dann aber, dass es jetzt wenigstens keine Blutgerinnsel und/oder keinen Bluthochdruck bekommen kann (ist bei Zombies natürlich total wichtig, höhö!!). Aus der anderen Richtung nähert sich ein schwarzer Geister-5er, in dem noch mehr Zombie-Schafe sitzen - passend zu ihrem Auftritt dröhnen Songs wie "Highway to Hell", "Road to Hell", "Hells Bells" und "Devil's Dance" aus den Boxen. Sie tun sich dann an unseren blutigen Resten gütlich.  

Mein Clio wartet währenddessen geduldig am Fahrbahnrand auf der Kaiserswerther Straße in Düsseldorf-Golzheim auf meine Rückkehr, denn er weiß ja noch von nix. Plötzlich nähert sich der Herzchenmaler, um erneut mit dem Finger ein Herzchen auf den Lack meines Clio zu malen, doch da kommt schon Polly der prollige Poltergeist, der wieder nach Crack giert, und teilt dem danach todtraurigen Herzchenmaler mit, dass es jetzt zu spät sei, weil es mich nur noch in blutigen Einzelteilen gibt...:o).

Marina als werdende Mutter wollte das Ganze in der Kinder-Version haben, also als Zeichentrick- oder Animationsfilm. Klar, dann kann sie nächstens auch ihre kleine Tochter vorm Fernseher parken, damit die sich dann an den Zombie-Schäfchen erfreuen kann, hihi - Freigabe natürlich ohne Altersbeschränkung.

Montag, 28. Februar 2011

Die pornographisch-lustige Welt von Alex D. und Marina H.

Marina, die neulich mal wieder einen sexistischen Link per Mail bekommen hat, möchte jetzt gerne Schlumpfen-Pornos produzieren - auch Mainzelmännchen als Protagonisten wären ihr sehr willkommen; Zenos Mainzelmännchen-Tasse, die er uns fürs Büro mitgebracht hat, sei Dank :o).

Gut, ich vervollständige dann die Idee mit dem Wald-Pilz-Porno, Timo - der ganz rattendoll bei Mett (!!!) wird - würde natürlich entsprechend einen Mett-Porno produzieren (lecker!) und Steffiiii haben wir einen Haarshampoo-Porno zugedacht, hihi. Steffi weiß noch gar nix von ihrem Glück...:o). Allerdings fiel es mir auch schwer, mir vorzustellen, wie so ein Haarshampoo-Porno aussehen soll.

Was unsere Erotik-Streifen natürlich in jedem Fall gemeinsam hätten: Niveau!! Und vor allem eine Rahmenhandlung, die über die reine Überleitung von einer Sexszene zur nächsten hinaus geht, denn Pornos an sich haben ja eigentlich eher wenig Niveau - sie nerven nach ner Zeit, weil man das Gefühl hat, die DarstellerInnen laufen auf Batterien wie Duracell-Häschen mit Trömmelchen, und dann ist das Zeug meistens auch noch so grottenschlecht synchronisiert, dass man sich eher vor Lachen abrollt anstatt das auch noch geil zu finden.

Passende Drehorte haben wir natürlich auch schon eruiert: der Köllnische Wald in Bottrop-Kirchhellen (den alten Feuerwachturm gibt's ja leider nicht mehr), das Tetraeder in Bottrop, Schlachthöfe (wegen dem Mett...), Duschen und Badewannen...

Mit meinem nächsten längeren Ruhrgebiets-Werk habe ich am Samstagabend angefangen, da das Fernsehprogramm ja mal wieder nix Gescheites her gab - Carmen im Nebel, Karneval auf allen möglichen Kanälen, B-Movies, die mich nicht interessierten...wie angekündigt, wird es eine Persiflage auf sämtliche Katastrophenfilme, hihi. Liebe, Sex und Erotik kommen aber natürlich auch nicht zu kurz, höhö.

Montag, 30. August 2010

Pilze sind ein spannendes Thema

Das Thema "Pilze" - also im Sinne von Speise- und Giftpilzen, die in Wald und Flur wachsen - ist bei uns immer noch brandaktuell. Timo, unser neuer Jobsearcher, erzählte vorhin von seinem Papa, der sich zu seiner Rente noch ein paar Euro als Pilzausfahrer dazu verdient, z. B. für Champginons oder Austernpilze. Timo selbst stellte jedoch fest, dass er Pilze niemals anpacken würde - hihi, das löste bei Marina und mir einen Kicheranfall aus, weil wir dabei an den berühmt-berüchtigten "Stabpilz" denken mussten ;o)). Timo wusste zwar nicht, wieso Marinchen und ich jetzt kichern mussten, gefreut hat es ihn trotzdem, dass er unsere gute Laune noch weiter verstärkt hat. Ja, ja, die Stabpilze...:o)).

Pilze gehen ja meist eine Symbiose mit Bäumen ein. So findet man z. B. den Satansröhrling unter Linden, Fliegenpilze wiederum unter Birken und Fichten. Pilze haben auch die Funktion, Schadstoffe von den Bäumen fernzuhalten, indem sie sie filtern, dies führt jedoch möglicherweise zu einer erhöhten Schadstoffbelastung bei Speisepilzen aus Wald und Flur.

An Speisepilzen mag ich am liebsten: Champignons, Pfifferlinge (allerdings nur in kleineren Mengen, da die ziemlich schwer im Magen liegen - bei mir zumindest) und Steinpilze. Chinesische Stockschwämmchen und Austernpilze sind jetzt nicht so mein Fall, wobei ich Austernpilze in ganz kleinen Mengen teilweise auch noch essen kann. Ich glaube, ich sollte demnächst mal wieder das Restaurant Haferkamp bei mir um die Ecke aufsuchen, denn gerade ist Pfifferling-Saison und ich weiß, dass diese auf der Speisekarte von Haferkamp entsprechend zelebriert wird! Von weiteren Pilzsorten kann ich nicht soviel sagen.

In der freien Natur sind mir schon einige Pilze mehr begegnet (auch Stabpilze, haha!!), wobei diese aber in den meisten Fällen nicht essbar gewesen sein dürften. Neben den bekannten Speisepilzen Hallimasch und Stockschwämmchen habe ich schon des Öfteren Fliegenpilze, Satansröhrlinge, grüne Knollenblätterpilze, Pantherpilze und Eierbovisten gesehen sowie eine Reihe von Arten, die ich nicht namentlich bestimmen kann. Ich sollte mal wieder in den Köllnischen Wald nach Bottrop-Kirchhellen fahren - nein, nicht um dort mit diversen Leutchen aus meinem Dunstkreis Pilz-Reißwolf-Wald-Frauen-Pornos zu drehen! - um weitere Pilze live zu sehen. Wenn es heute Abend nicht regnet, schaffe ich es hoffentlich mal endlich, die mir unbekannten Pilze zu fotografieren, die auf der Wiese in der Nähe der Wohnung meiner Eltern vor sich hingedeihen.

Da kann man jedoch nur noch auf besseres Wetter hoffen. Draußen ist es ja kalt wie im Herbst *bibber* und während es bis gerade eben noch heiter bis wolkig in D'dorf war, ziehen hier gerade wieder dunkle Wolken heran - und zwar flächendeckend. Ab Mittwoch soll es aber besser werden, wie Marina mir gerade mitgeteilt hat. Auf der Homepage der UWZ steht auch sowas, aber momentan friere ich ziemlich und mir ist nicht danach zumute, durch den Wald zu streifen und Pilze zu begutachten.

Montag, 21. Juni 2010

So könnten unsere Groschenromane aussehen

Im Folgenden gibt es einige Auszüge aus den Premieren der Groschenromane aus den Serien Steffi, Marina und Alex ;o).



Steffis erster Roman:
Blümchenliebe in den Donauwiesen Wiens

[...] Sybille saß in einer Aue an der Donau bei Wien und pflückte neben Blümchen auch Wiesenkräuter, um sich ihr eigenes Haarshampoo zusammen zu stellen. Es gab zwar Timotei in der Drogerie, aber sie wollte ihre eigene Rezeptur kreieren, um ihren Angebeten, ihren Kollegen Markus, mit dem Duft ihres langen roten Haares zu betören. Die Bienen summten munter umher, während die Hummeln wieder an gelben Blüten fummelten. Sybille wollte auch fummeln, aber nicht an Blumen, sondern an Markus. Diese duftende Aue mit den summenden Bienen und den fummelnden Hummeln war dafür einfach ideal. Markus war nicht nur was für einen One Night Stand, sondern ein toller, attraktiver Typ, in dessen muskulösen, sehnigen Armen sie einfach dahin schmelzen wollte. [...]

Marinas erster Roman:
Marlene - junge Frau unter wilden Bären

[...]Marlene keuchte und rannte in Panik in ihren Flip-Flops durch die kanadischen Wälder, während das Röhren des wütenden Grizzlys hinter ihr immer näher kam. Beinahe wäre sie über eine Baumwurzel gestolpert und dabei verlor sie natürlich auch eine ihrer gelben H & M-Sandaletten. Egal, die Dinger lösten eh nur Fußpilz bei ihr aus. Der Bär kam immer näher, die Erde bebte bereits wenige Meter hinter ihr. Sie wartete schon angstvoll auf die mächtigen Pranken mit den messerscharfen Krallen und das Zuschnappen der tödlichen Zähne. Im Grunde genommen hatte sie schon mit ihrem Leben abgeschlossen, als sie plötzlich und unerwartet von etwas gestoppt wurde, das sie zunächst irrtümlich für einen massigen Ahornbaum hielt. Sie quiekte vor Entsetzen. Sie fand sich jedoch in den armen eines muskulösen, an die zweiter Meter großen Hünen wieder, der mit der freien Hand dem wütenden Grizzly drohend ein Gewehr entgegen streckte. Der Grizzly trollte sich grummelnd und ward nach wenigen Sekunden im Unterholz nicht mehr gesehen. [...]

[...] Abends lag sie zufrieden mit ihrem Retter, dem Holzfäller Frank, am Lagerfeuer. In den vorangegangenen Stunden waren sie sich sehr nahe gekommen - und das nicht nur, weil er sie vor dem bösen Grizzly beschützt hatte. Sie blickte ihm tief in die Augen, als sie ihn zu sich herunter zog, um ihn zu küssen. Er brummte zufrieden wie ein friedfertiges Bärenbaby und schloss die Augen. Sie küsste ihn leidenschaftlich, aber obwohl er beim Küssen sehr zärtlich war, hatte er scheinbar noch nicht viel Erfahrung darin. Sie schnurrte verliebt: "Mehr Zunge bitte!" [...]

Alex' erster Roman: Liegen und Lieben

[...] Elke hatte ihrem Johannes, der hinterm Steuer seiner champangerfarbenen A-Klasse thronte, das Tor zur Tiefgarage mittels Fernbedienung geöffnet, dann schlüpfte sie zu ihm auf den Beifahrersitz. Er errötete und begrüßte sie sichtlich erfreut. Sie bemühte sich, ihn nicht allzu intensiv anzugucken, denn ihr war so schon heiß genug und ihm wohl auch. Plötzlich und unerwartet fand sie sich in Liegesitzposition wieder und starrte überrascht den Wagenhimmel an. Was war das nun? Johannes lachte brüllend bis verlegen. "Haha, du liegst ja in meinem Auto...das ist ja schon mal heiß!"
Elke lächelte. "Ja, hm, das finde ich auch. Du hast mich sozusagen flach gelegt..."
Er lachte wieder verlegenmit puterrotem Kopf und steuerte seinen Mini-Benz vorsichtig in die Garage. Sie wollte sich aufsetzen, doch er flüsterte:
"Bleib so!"
Sie grinste zufrieden und wartete auf die Dinge, die da kommen würden, nachdem er in der für ihn reservierten Box eingeparkt hatte. Endlich machte er den Motor aus und beugte sich mit unendlich lieben, leuchtenden Augen über sie.
"Küss mich endlich," hauchte sie, während ihr Herz schneller zu schlagen begann. Ihr Magen kribbelte wie bei einer Achterbahnfahrt.
"Ja, hm...", flüsterte er unsicher, besann sich dann aber eines Besseren. Diese Gelegenheit konnte er doch nicht ungenutzt verstreichen lassen, denn das hatte er schon viel zu oft getan.
"Nichts lieber als das," antwortete er beinahe verlegen und kroch von seinem Sitz halb zu ihr rüber. Sie schloss ihn in die Arme und ließ es geschehen, als er sie vorsichtig bis unbeholfen auf den Mund küsste. Elke ließ ihre Zunge in seinen Mund schnellen. Im ersten Moment zuckte er, machte dann aber voller Zärtlichkeit und Leidenschaft mit. Bei ihrem Kuss vergaßen sie die Welt um sich herum, deshalb bekamen sie auch nicht mit, dass Nadine und Melanie breit grinsend in die Tiefgarage geschlichen waren, um mal zu gucken, ob es ein Happy End wie im Hollywood-Film gab.
Nadine flüsterte Melanie zu: "Hey, Johannes, legt sie gerade flach!"
Melanie kicherte zwar mit roten Bäckchen, machte aber dennoch das betretene Gesicht. Nadine fragte sich belustigt, ob Johannes jetzt seinen Mercedes in Elkes Garage stellen würde. [...]
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Mal gucken, ob das eine geeignete Bewerbung für Groschenroman-Verlage ist ;o). Allerdings hatte ich das auch nicht ernsthaft vor, hihi.