Posts mit dem Label Visite werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Visite werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 27. Juni 2015

Erstaunlich, wer und was heutzutage alles krank ist...

Ich bin immer wieder erstaunt, was heute alles schon als krank oder pathologisch angesehen wird. Normalerweise schaue ich mir gerne und auch regelmäßig "Visite" im NDR an, aber ein Beitrag auf der letzten Sendung hat mich doch ein wenig genervt. Ein Arzt mit mildtätigem Gesicht stellte die These auf, dass Sitzen das neue Rauchen sei. Ah ja...!!

Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo das Stehen während der Arbeit als ungesund bezeichnet wurde, zumal gerade Menschen, die einen "stehenden" Beruf hatten (Fach- und Hilfsarbeiter in Fabriken, Friseure usw.), oft in fortgeschrittenem Alter Probleme mit Wirbelsäule oder Bandscheiben bekamen, aber wenn man diesem Beitrag glauben darf, ist ständiges Sitzen ungesund. Okay, ich halte auch nix von Leuten, die auf ihrem Bürostuhl festwachsen und denen es schon fast zuviel ist, sich zum zehn Meter entfernten Kopierer zu begeben, aber lt. diesem Beitrag ist bis auf Bewegung alles relativ ungesund - liegen, sitzen, stehen. Eine dieser Haltungen nimmt man aber öfter mal über einen längeren Zeitraum ein, z. B. legt man sich für sieben, acht Stunden hin, wenn man der Nachtruhe fröhnt - okay, dann sollen wohl alle demnächst auf ihre Nachtruhe verzichten und stattdessen ruhelos durch ihre Wohnung tapern, weil alles andere außer Bewegung ungesund ist :o).

Ja, und dann meldet sich der nächste Mediziner, der rumjammert, dass Schlafmangel krank macht (Neigung zu Depressionen und Übergewicht, Konzentrationsschwäche, vorzeitige Hautalterung etc.). Irgendwie können die Leute es wohl nur verkehrt machen, denn selbst Jogging oder Fitness-Studio nach getaner Arbeit im Büro können demnach den Bewegungsmangel nicht ausgleichen...

Auch die Werte für bedenklichen Bluthochdruck wurden im Laufe der Zeit immer weiter nach unten korrigiert - früher galten Werte von 200 : 110 als hochnormal, heute wird ja vielfach leider schon ein Blutdruck von 140 : 90 als ungesund angesehen. Ideal ist demnach 120 : 70 bis 130 : 80. Auf jeden Fall ist diese ständige Korrektur nach unten ein Segen für die Pharmaindustrie, die Blutdrucksenker und Betablocker herstellt, denn damit werden ja auch im Prinzip gesunde Menschen, deren Werte leicht nach oben abweichen (z. B. 145 : 90) und die keinerlei Beschwerden haben, auch für krank erklärt, damit der Arzt wenigstens mal wieder ein Medikament gegen Bluthochdruck aufschreiben kann.

Ansonsten nervt mich, wie schon mal öfter erwähnt, die Nahrungshysterie. Es gibt Menschen, die nachgewiesenermaßen an Zöliaklie (Glutenunverträglichkeit) leiden oder auch an Laktoseintoleranz, aber manche glauben ja schon, daran zu leiden, sobald sie etwas zu dem Thema gelesen haben, vor allem, wenn unsere Medien die früher als gesund bekannte Kuhmilch plötzlich als krank machend deklarieren *kopfschüttel*. Natürlich gibt es Sojamilch, das ist richtig, aber durch den massenhaften Anbau von Soja für alle möglichen und unmöglichen Produkte entsteht eine Monokultur, die auch nicht gut sein kann. Egal, welche Beschwerden jemand hat: Das sollte er doch vom Arzt abklären lassen anstatt jeden Mist zu glauben, der irgendwo geschrieben steht und sich wie ein dummes Kind beeinflussen zu lassen. Ebenso wenig ist es zielführend, Beschwerden zu googlen und sich sein eigenes Krankheitsbild zu konstruieren, bevor man zum Doc geht.

Wenn jemand z. B. an Bauchschmerzen leidet, ist das recht unspezifisch, weil Bauchweh auf alles Mögliche hinweisen kann: Blinddarmentzündung/-reizung, der Verzehr von nicht mehr ganz frischen Speisen, Magenschleimhautentzündung, Magengeschwür, Aufregung...den Grund kann ich aber eigentlich nur durch eine ärztliche Untersuchung rausfinden, aber bestimmt nicht durch das Googlen von Symptomen. Für manche scheint es heute zum guten Ton zu gehören, an irgendeiner Mode-Krankheit zu leiden anstatt froh zu sein, wenn sie nix haben.

Montag, 25. August 2014

Der Herbst im Sommer...

Wir haben zwar immer noch August - also Sommer - aber heute Morgen war es da draußen richtig herbstlich, auch von den Temperaturen her. Im Tal, also in Dellwig, Bottrop, Gladbeck und im Essener Norden, zeigte sich sogar eine richtige Nebelbank.


Morgennebel heute früh um halb acht - (c) Alexandra Döll, Essen

Bei uns am Steilhang schien bereits die Sonne, aber warm wurde es dadurch nicht wirklich. Auch an vielen Bäumen zeigen sich bereits erste Anzeichen des Herbstes, denn einige Blätter nehmen schon eine gelbe und/oder rote Verfärbung an. Da hoffen wir doch mal, dass an St. Martin - also am 11. November - noch genug Laub an den Bäumen ist, denn eine alte Bauernregel besagt, dass es einen strengen Winter gibt, wenn die Bäume an St. Martin kahl oder zumindest so gut wie kahl sind. Letzten Herbst hatten die Bäume ja noch teilweise bis in den Dezember rein ausreichend Laub - und der letzte Winter war ja nun wirklich mild. Bei den strengen Wintern mit viel Schnee in den Jahren 2009/2010, 2010/2011 und 2012/2013 waren die Laubbäume an St. Martin wirklich schon so gut wie kahl.

Ansonsten habe ich gerade noch zwei freundliche Bewerbungen versendet und soeben eine wirklich nette Rückmeldung von der Visite-Redaktion des NDR auf meine Zuschauer-Mail bekommen, die ich vor knapp zwei Wochen verschickt hatte in Bezug auf die Sendung, die sich mit Blutgerinnungshemmern beschäftigt hatte. Die Redakteurin, die meine Mail beantwortet hat, hatte den Inhalt meiner Mail wohl als Themenvorschlag weitergeleitet. Na, das ist doch schon mal etwas :o).

Donnerstag, 14. August 2014

Jubel, Trubel, Bewerbungen und Zuschauerbriefe

Soeben habe ich noch eine Bewerbung nach Düsseldorf geschickt und vorher noch einen Zuschauerbrief an die Visite-Redaktion im NDR gemailt. Dort wurde am Dienstagabend über die neuen Blutgerinnungshemmer berichtet, wie z. B. Pradaxa, aber leider sind als Zielgruppe wieder alle Menschen, die Marcumar, Falithrom und Co. aufgrund einer Blutgerinnungsstörung einnehmen müssen, rausgefallen - es ging mal wieder hauptsächlich um die "Klassiker" wie Vorhofflimmern, Herzinfarkt, tiefe Venenthrombose und Klappenersatz. Das sind zwar auch alles bekannte und ernst zu nehmende Erkrankungen, aber die Patienten mit angeborenen oder erworbenen Blutgerinnungsstörungen fielen mal wieder ganz aus der Berichterstattung raus, so als wenn es die gar nicht gäbe.

Der Experte im Studio sagte z. B., dass Menschen mit künstlicher Herzklappe nicht von Marcumar auf einen der neuen Blutgerinnungshemmer umsteigen dürften - tja, das dürfte ich mit meinem Antiphospholipid-Syndrom auch nicht. Darauf hatte Specki mich extra noch mal bei unserem letzten Termin im Juli 2014 hingewiesen, weil noch gar kein ausreichendes Erkenntnismaterial zu den neuen Antikoagulantien in Verbindung mit dem APS vorliegt. Zum Glück sind er, ich und auch mein Hausarzt uns ohnehin darüber einig, dass wir nicht mit meinem Blutgerinnungshemmer rumexperementieren wollten, zumal ich Marcumar bis jetzt gut vertrage :o) - schade ist nur, dass die Zielgruppe derjenigen, die an einer Blutgerinnungsstörung leiden, wozu ja nicht nur das APS zählt, immer wieder aus der Berichterstattung rausfallen. Dazu hatte ich dem NDR eine freundliche Mail geschickt.

Zum Vergleich: In dem Buch "Mit Gerinnungshemmern leben", das ich damals im Rahmen meiner Gerinnungssselbstmanagement-Schulung bekommen hatte, steht, dass 100.000 Menschen in der BRD eine künstliche Herzklappe haben, wobei wohl jedes Jahr ca. 18.000 Personen dazu kommen. Die Zahl derjenigen, die am APS leiden und bei denen es schon diagnostiziert wurde, liegt bei etwa 150.000 bis 450.000 Menschen - diese wahrlich auch nicht kleine Zahl ist aber offenbar kein Grund, mal darüber zu berichten.

Natürlich gibt es immer wieder "Besserärzte", die meinen, das APS sei was zum essen oder es als "irgendeine abgefahrene Gerinnungsstörung" gering schätzen, wie z. B. die Internistin, die mich vor über zehn Jahren in der Deutschen Paracelsus-Schule als HP für Psychotherapie/geprüfte Psychologische Beraterin mit ausgebildet hat. Die Dame hat mich nämlich ziemlich angeblafft, als ich das im Kurs erwähnte - das fanden weder ich noch meine Mitschüler/innen toll. Ich kann doch nix dafür, wenn manche sich für nen Halbgott halten und sich ausdauernd weigern, was dazu zu lernen. Schlecht ist es nur für diejenigen, die dann an einer angeblich "abgefahrenen Gerinnungsstörung" leiden, weil sich dann bis auf ein paar wenige Ausnahmen kaum jemand damit auskennt. Was das für Folgen haben kann, darüber hatte ich hier ja schon mehrfach gebloggt. Als Internistin sollte sie das APS eigentlich kennen, denn es zählt zum weiten Kreis der internistischen Erkrankungen, aber frau muss ja nicht alles wissen, sondern stattdessen Betroffene lieber anranzen und herabwürdigen. Na ja, ich hab mir damals nur gedacht, dass sie doch glücklich werden soll mit ihrer Arroganz :o)).

Heute standen in der WAZ zwei Leserbriefe zum befürchteten Fachkräftemangel im Revier, wozu ich hier ja auch neulich häufiger gebloggt hatte. Ein junger Mann aus Bottrop schrieb, dass er trotz abgeschlossener Ausbildung, abgeschlossenem Studium und absolvierter Weiterbildung sowie etlichen Bewerbungscoachings und mittlerweile 260 Bewerbungen immer noch arbeitslos ist - damit stellen sich die Arbeitgeber im Revier ein echtes Armutszeugnis aus. Ich kann nicht über Fachkräftemangel jammern und dann Bewerber pauschal wie kleine Döfchen oder den letzten Dreck behandeln. Diese fragwürdige Art des Umgangs mit Bewerbern hat übrigens auch nix damit zu tun, ob derjenige sich aus einer ungekündigen Anstellung heraus bewirbt oder aus der Arbeitslosigkeit heraus - manche können offenbar nicht anders. Kein Wunder, dass Richard Bolles die klassische Stellensuche über die Lektüre von Stellenangeboten "Neandertal" nennt - deshalb habe ich mir da schon einige Alternativen gesucht, um nicht im Neandertal stecken zu bleiben. Teilweise scheint dies aber im größten Provinzdorf der Repbulik, nämlich der 580.000- Einwohner-Stadt Essen, aber auch nicht immer zielführend zu sein - Offenheit und Kundenorientierung sehen jedenfalls anders aus. Manche sind ja ganz erstaunt bis unangenehm berührt, wenn man ihnen sagt, wer man ist, was man kann und ob jemand mit diesen Fähigkeiten in ihrem Unternehmen gebraucht wird - sorry, Essen entwickelt sich trotz seiner Größe offenbar wirklich zum Neandertal, deshalb schließe ich ja auch nicht mehr aus, dass ich dem Revier den Rücken kehre.

Wie rückständig Essen ist, sieht man schon an dem kleinen Artikel mit der Begründung, warum einige Schwimmbäder ab der kommenden Woche in Essen erst ab 6.30 Uhr ihre Pforten für Frühschwimmer öffnen - angeblich aufgrund der immer schlechter werdenden Sichtverhältnisse :oD. Sonst geht's aber noch?! Ich denke, dass jeder Frühschwimmer seinen Weg zum Schwimmbad mittels Augen, Straßenbeleuchtung, Scheinwerfern am Pkw bzw. Licht am Fahrrad findet, aber wie sollen die Essener Stadtväter ihren Einwohnern sonst erklären, dass sie lieber an ihren Einwohnern sparen anstatt an sich selbst. Okay, im Winter fängt die Schule dann für Kinder und Jugendliche erst ab 11 Uhr an aufgrund der immer schlechter werdenden Lichtverhältnisse, Arbeitnehmer - auch die, die Vollzeit beschäftigt sind - arbeiten dann in der dunklen Jahreszeit nur noch zwischen 11 und 15.30 Uhr, bevor es dunkel wird...:o). Lächerlicher geht's echt nicht mehr, liebe Stadt Essen.

Samstag, 13. Oktober 2012

Ich krieg dat Brechen...

...um mal meine Zimmerpflanze Eva zu zitieren. Am Dienstagabend sah ich mir u. a. die Sendung "Visite" im NDR an, wo auch darüber berichtet wurde, dass manche Menschen zu früh aus dem Krankenhaus entlassen werden, weil sich ihr noch längerer Aufenthalt im Krankenhaus im Vergleich zur Fallpauschale nicht rechnen würde. Im konkreten Fall ging es um einen jungen Mann, der am Tag seiner OP noch vor die Tür gesetzt wurde, obwohl die Narbe eiterte und der größte Probleme hatte, nen niedergelassenen Arzt zu finden, der die Narbe jeden Tag ambulant versorgt. Der zweite Fall zeigte einen jungen Motorradfahrer, der unverschuldet Opfer eines Verkehrsunfalls wurde und dem wohl auch schon suggeriert wurde, dass er der Klinik zu teuer wird - die konnten ihn aber wohl nicht an die Luft setzen, da dieses Krankenhaus verpflichtet ist, auch Patienten, die zum Unkostenfaktor werden, da zu behalten. Da kann man wirklich nur das Brechen kriegen, wenn man sowas hört. Sind Patienten jetzt schon lästige Störfaktoren, die bitte auch noch Gewinn abwerfen sollen? Wenn man dem missmutig dreinblickenden, blasierten Controller der Medizinischen Hochschule Hannover glauben darf, ja.

Sorry, dass die Krankenkassen je nach Erkrankung nur ne bestimmte Pauschale zahlen, ist nicht die Schuld der Patienten und auch in vielen Fällen nicht, dass sie krank werden. Wenn man sich den Blödsinn anhört, fragt man sich echt, wofür wir alle noch Krankenkassenbeiträge zahlen, wenn Kranke sowieso nur Störfaktoren sind, die auch noch Geld kosten. Wenn Menschen jetzt schon für manche geldgeile Anzugträger in Wirtschaft, Gesundheitswesen und Politik keine Menschen mehr sind, sondern nur noch Melkkühe, die bitte Profit abwerfen sollen, kann man wirklich nur sagen: Armes Deutschland!

Ich wünsche niemandem was Schlechtes, aber wenn ich dann solche Controller und anderen BWLer höre, die gar nicht mehr den Menschen sehen, sondern nur noch Geld bzw. ihre Kosten-Leistungs-Rechnung, wünsche ich denen auch mal, dass sie so schlimm krank oder verletzt werden, sodass sie gezwungenermaßen länger im Krankenhaus bleiben müssen. Da möchte ich aber mal das Gesicht von solchen kleingeistigen Egoisten sehen, wenn sie halbtot in ihrem Bett liegen und der Controller der Klinik erscheint an ihrem Bett mit den Worten: "Entschuldigung, Herr XY, Sie sind zwar immer noch sehr krank, aber Sie werden für uns zum Kostenproblem und werfen keinen Gewinn mehr für unser Haus ab. Wir entlassen Sie jetzt nach Hause - sehen Sie doch zu, wie Sie klar kommen mit Ihren Symptomen!" Selig die Armen im Geiste, mehr fällt mir dazu auch nicht mehr ein.

Ähnlich übel wird mir, wenn die Politik es scheinbar als vollkommen normal ansieht und sich gegen den Mindestlohn sträubt, wenn Menschen trotz eines Vollzeitjobs noch ergänzend Hartz IV dazu beantragen müssen bzw. sich noch zu ihrer Vollzeitbeschäftigung nen Mini-Job dazu nehmen müssen. Da stimmt irgendwas in den Relationen nicht. Normalerweise sollte jeder Vollzeitbeschäftigte in der Lage sein, ohne staatliche Hilfen oder einen Mini-Job seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, aber die Politiker als Marionetten der Wirtschaft scheinen das ja noch vollkommen normal zu finden. Wenn das so ist, können Politiker ja ihre Diäten auf 5 EUR Stundenlohn kürzen (mehr ist der Schwachsinn, den die da vielfach beschließen, auch nicht wert...) - mal gucken, was dann los ist. Dann wäre das Geheul nämlich groß. "Wovon soll ich denn leben?!" Tja, fragt doch mal die Geringverdiener und Hartz IV-Empfänger, die unverschuldet in Not geraten sind, wie sie davon leben können.

Wie schrieb George Orwell so schön in seinem Klassiker "Farm der Tiere"? - "Alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher als andere." Das scheint auf viele Anzugträger aller Art zuzutreffen.

Und um das Maß an Brechreiz voll zu machen: Manche Damen halten sich für so maßlos wichtig, dass sie in ihrer arroganten, selbstgerechten Art meinen, maßregeln zu können und ihnen ihre Fehler vorhalten zu können - so nen Fall hatte ich erst gestern Nachmittag im Kolleginnenkreis. Klar, "Madame Drache" ist natürlich fehlerfrei, aber wenn wir Assistentinnen Fehler machen, ist das ne Katastrophe und das muss uns dann auch mal gesagt werden, dabei krieg ich jedesmal nen Brechreiz, wenn ich die ganzen Rechtschreibfehler und den barschen, selbstgefälligen Ton in ihren Mails lese. Das passiert, wenn die eigentliche Substanz eines Menschen nur aus mehr Schein als Sein besteht. Och, wenn das doch alles so einfach ist und Eva und ich ja soviele Fehler machen, kann sie ja als total talentierte Person und Nabel der Welt mit fehlendem Benehmen unseren Job mitmachen und mal erfolgreich zeigen, was sie alles nicht kann, haha. Solche Leute werden aber vielfach noch von Vorgesetzten hofiert, weil auf eine Art kackendreist zu anderen, aber auf ne andere Art a...kriecherisch und manipulierbar. Nach oben kriechen, nach unten treten, das ist das Motto solcher Damen *urgh*.  

Ich muss jedesmal lachen, wenn in Stellenanzeigen steht "Wir suchen Persönlichkeiten". Solche Firmen suchen meist keine Persönlichkeiten im eigentlichen Sinne - also Leute mit Charakter, Rückgrat und Fachwissen - sondern Leute, die manipulierbar sind und auch kein Problem damit haben, andere Menschen durch vermeintlich rhetorisches Geschick in Form von Suggestivfragen und heißer Luft auf die eine oder andere Art zu bescheißen. Da sind manche Call Center Agents ganz groß drin, wenn sie den Leuten was aufschwatzen wollen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Ein überraschendes Vorstellungsgespräch

Morgen habe ich kurzfristig ein Vorstellungsgespräch bei einem Essener Unternehmen als GF-Assistentin. Das hatte ich gerade in einem Telefonat mit meiner Disponentin abgestimmt, weitere Infos bekomme ich noch per Mail. Ich bin mal gespannt und freue mich natürlich auch.

Gestern Abend habe ich mit meinen Stofftieren "Das Leben des Brian" geguckt, hihi. Das war wenigstens auch lustig - vor allem die Szene bzgl. Schwanzus Longus :o) und als 20 Römer die Wohnung des alten Matthias durchsucht haben und 40 wieder rausgeflitzt sind, hahaha!! Das erinnerte mich an die Chefarzt-Visite im Elisabeth-Krankenhaus vor einem Jahr - allerdings flitzten da natürlich keine Römer rein und raus, sondern Ärzte:o).

Direkt nach "Das Leben des Brian" kam der erste Teil von Police Academy, den ich auch noch geguckt habe, obwohl ich ihn natürlich schon häufiger gesehen habe. Schön finde ich immer, wenn sich die unsympathischen Kadetten, die ihre Kollegen boykottieren wollen, ausgerechnet in die Blue Oyster Bar verirren, hähä.

Montag, 14. November 2011

Das Leben des Brian im Krankenhaus

Auch wenn in Krankenhäusern nicht immer schöne Dinge passieren - schlimme Diagnosen, Todesfälle usw. - können Aufenthalte dort bisweilen was Lustiges bis Skurriles haben, wie etwa liebestolles Personal oder auch Szenen aus "Das Leben des Brian".

Eine der berühmten Szenen aus "Das Leben des Brian" ist ja, dass die römischen Soldaten nach der Volksfront von Judäa suchen und immer wieder in das Haus des alten Mannes rennen, der zwar dazu gehört, aber so tut, als wisse er von nix - 20 Soldaten rennen rein, 40 wieder raus. So war es auch bei einer Chefarzt-Visite an jenem Mittwoch im Januar 2011, nachdem ich operiert worden war. Da kamen wir uns auch vor wie in "Das Leben des Brian" - 20 Ärzte rannten rein, sodass unser Zimmer schon fast wegen Überfüllung geschlossen werden musste, und gefühlte 40 rannten wieder raus, hihi.

Allerdings hätte das Ganze bisweilen auch eher gut zu nem Horror-Film gepasst, wie meine damalige Bettnachbarin zu meiner Linken anmerkte, die anhand des äußeren Erscheinungsbildes mancher Herrschaften dachte, dass sie sich im Gruselkabinett befindet, hihi. Na ja, auch das Auge stirbt oder leidet zumindest mit :o). Vielleicht haben wir auch einfach nur nicht mitbekommen, dass wir von einem Krankenhaus in eine Geisterbahn verlegt worden sind :oD. Da hatte ich - nicht nur vom Optischen her - beim letzten Mal im Juni 2011 mehr Glück, denn da fühlte ich mich zum Glück nicht wie in einem Gruselkabinett oder hatte das Gefühl, dass 20 Ärzte in unser Zimmer rennen und 40 wieder raus, hihi. Die Zahl der Ärzte, die einen am Krankenbett besuchten und sich nach dem werten Wohlbefinden erkundigten bzw. Blut abzapften, beschränkte sich auf 1 bis 2 Personen (in Worten: eins bis zwei).

Damit das nicht falsch verstanden wird: Optik ist nicht alles - was nützt mir ein hübscher Arzt, wenn er zu blöd ist, nen Schnupfen von ner Lungenentzündung zu unterscheiden - aber an jenem Mittwoch fühlte ich mich auch wie in nem Gruselkabinett, das frisch aus Das Leben des Brian in unser Krankenzimmer importiert worden war, hihi. Da hatte ich wie gesagt beim letzten Mal mehr Glück - da starb das Auge nicht mit :o). Und um es mal nett umzudeuten im Sinne der Haiopeis: Manche Leute bei der Visite im Januar 2011 dort waren nicht hässlich, sondern zeitlos...