Noch ist Sommer - zumindest kalendarisch - wobei die Nächte natürlich mittlerweile entsprechend kühl sind. Dennoch entschließen sich die Männergärtnerinnen, zusammen mit ihren Schützlingen eine Nacht auf dem Golzheimer Friedhof zu verbringen. Bevor es los geht, erhalten die Schützlinge eine Liste mit Dingen, die sie zur Übernachtung mitbringen sollen, um sich nicht zu erkälten - Schlafsack, Trainingsanzug, warme Kleidung, Socken. Stinki ist so nett und lässt sich von Alex überreden, diese Liste für ES in die französische Sprache zu übersetzen.
An einem sonnigen Freitagnachmittag ist es soweit - Alex macht sich zusammen mit ihren Schützlingen vom Essener Hbf mit der S6 auf den Weg Richtung Düsseldorf. Da Steffi und Renate ja ohnehin in Düsseldorf wohnen, machen die beiden natürlich keinen Abstecher mehr nach Essen, sondern fahren direkt mit dem Fahrrad bzw. dem ÖPNV zum alten Friedhof Golzheim.
Noch bevor die S6 sich auf ihren Weg nach Düsseldorf bzw. Köln macht, ertönt durch die Lautsprecher folgende Durchsage des Lokführers: "Verehrte Fahrgäste, hier spricht Ihr Lokführer! Ich freue mich, Sie an Bord der S6 Richtung Köln-Hansaring begrüßen zu dürfen. Unsere Fahrt führt uns über Essen-Süd, Essen-Hügel, Essen-Werden, Essen-Kettwig, Kettwig Stausee, Wülfrath, Ratingen, Düsseldorf Hbf, Leverkusen und Köln. Ich wünsche Ihnen eine gute Fahrt und einen schönen Aufenthalt!" Alex muss grinsen, denn an diese freundliche Durchsage kann sie sich noch erinnern, als sie noch kein eigenes Auto hatte und jeden Morgen ab Essen Hbf mit der S6 nach Düsseldorf zur Arbeit gefahren ist. Stinki ist etwas irritiert und mault: "Wat is'n mit dem Lokführer eigentlich los?!" - Er versteht offenbar nicht, dass ihnen die bevorstehende S-Bahn-Fahrt angepriesen wird wie eine Kreuzfahrt auf einem Luxusliner. Der Charmin Bear lächelt huldvoll und futtert Gummibärchen - bis Alex ihn bittet, seine Süßigkeiten doch auch mit ihr und den anderen Männergartenkindern zu teilen, denn ES hat schon wieder Pipi in den Augen; eine Plärr-Attacke könnte also folgen. Dem Charmin Bear passt das zwar nicht so ganz, gibt den anderen aber widerwillig etwas von seinen Süßigkeiten ab. Sammy lugt freundlich aus Alex' Rucksack, genau wie Mini-Monchhichi Bubi, von dem Alex schon wieder befürchtet, dass er böse Wörter in der S-Bahn ablaicht...zum Glück ist der Kleine friedlich auf der etwa 45-minütigen Fahrt zum Düsseldorfer Hauptbahnhof und kräht nur ab und zu "Hallo!".
In Düsseldorf angekommen, latscht Alex mit ihren Schützlingen runter in die U-Bahn, um mit ihnen die U78 Richtung Messe bzw. die U79 Richtung Duisburg zu nehmen. Wie auf's Stichwort steht unten auf dem Gleis eine U79 bereit, sodass Alex ihre Schützlinge ein wenig zur Eile antreibt. Stinki schnaubt genervt, denn er muss das großäugig guckende ES an der Hand hinter sich her zerren. Dem Charmin Bear bricht der Schweiß aus - jetzt müssen sie auch noch rennen! Zum Glück schaffen es alle rechtzeitig, bevor der U-Bahn-Fahrer die Türen schließt und seinen Weg zur Haltestelle Oststraße fortsetzt.
Nach gut fünf Minuten verlassen alle die U-Bahn an der Haltestelle Klever Straße/Victoriaplatz - und von dort aus ist es ja nur eine gute Gehminute rüber zum Golzheimer Friedhof. Der Charmin Bear seufzt erleichtert, als er auf der Ecke Klever Straße Steffi und Renate freundlich grinsend winken sieht. Was ihm und auch ES weniger behagt, ist die Tatsache, dass die Sonne den westlichen Horizont bereits stark rot färbt, während im Osten der Vollmond wie ein in ein Leichentuch gehülltes Gespenst aus dem Abenddunst hervor kommt. ES starrt den Mond unsicher an und ruft: "Mr. Dole, look at me!", doch Alex ist gerade damit beschäftigt, ihre Freundinnen Steffi und Renate freundlich zu begrüßen. Sammy lugt mal wieder aus dem Rucksack ihrer Mutti und freut sich, weil es aus dem Dunst heraus möndelt. Bubi sitzt auf Sammys Haarschleife, wirft einen Blick auf Stinki und kräht fröhlich: "Herr U*****!" Stinki weiß nicht so recht, ob er sich über das Mini-Monchhichi freuen soll, das ihn alle Nase lang anspricht und schwankt zwischen verhaltenem Lächeln und grimmigem Gesichtsausdruck.
Unweit des Eingangs zum nördlichen Teil des Golzheimer Friedhofs suchen sich die Männergärtnerinnen und ihre Schützlinge einen Schlafplatz auf einer Wiese, auf der ein mit einem niedrigen Metallzaun eingefasstes Grabmal in Form eines Kreuzes steht. In den Bäumen am Eingang des Friedhofs krächzen mehrere Raben. Die Sonne ist bereits fast untergegangen, als alle ihre Schlafsäcke ausbreiten und sich ein Plätzchen für die Nacht suchen. Auf einem der alten Grabmale praktisch fast am Eingang sitzt ein Käuzchen und ruft. Der Charmin Bear steckt zur Sicherheit ein kleines Kreuz in die Erde neben seinem Schlafsack, um vor bösen Mächten geschützt zu sein. Der Mond beginnt zu leuchten. Noch ist einiges los auf den Straßen, die den Friedhof umgeben - also Klever Straße, Fischerstraße und B1 - aber das ändert sich in den späteren Abendstunden. Renate bleibt bei den großen männlichen Schützlingen, während Alex und Steffi in Sammys Begleitung das Abendessen in einem nahe gelegenen Restaurant organisieren. Bubi kräht: "Hallo!"
Der Charmin Bear seufzt erleichtert, als Alex und Steffi nach gut zwanzig Minuten mit lecker Schmackofatz wieder auftauchen, denn so kann er wenigstens vergessen, dass mit der zunehmenden Dunkelheit und dem immer helleren Mondlicht die Atmosphäre immer gruseliger wird. Die Äste der Bäume werfen geheimnisvolle Schatten auf den Friedhof. Die Raben im Baum direkt am Eingang zum nördlichen Teil des Friedhofs sind mittlerweile ruhig, dafür ruft das Käuzchen nach wie vor von dem nicht weit entfernt gelegenen Grabmal. Sammy nöhlt und schiebt sich ein Käseküchelchen zwischen die Kiemen.
Nach 22 Uhr sind die umliegenden Straßen bis auf ein paar vereinzelte Fahrzeuge so gut wie ausgestorben. Mit der Ruhe um sie herum wächst aber auch die Unruhe bei ES und beim Charmin Bear. Alex versucht die beiden zu beruhigen, indem sie ihnen erklärt, dass die Geisterstunde erst in zwei Stunden beginnt, aber dieser Hinweis hilft nicht wirklich. Der leuchtende, weiße Mond blickt auf die Gesellschaft auf dem alten Friedhof herab, aber außer Sammy, Alex und Renate freut sich niemand über den Vollmond. Bubi krabbelt durchs Gras und kräht: "Hallo!", sodass Stinki ihn aufhalten muss, damit das Mini-Monchhichi nicht womöglich auf Nimmerwiedersehen auf die B1 hinter dem Friedhof verschwindet.
Nach 23 Uhr haben sich alle in ihre Schlafsäcke gelegt, um ihre Nachtruhe anzutreten. Bubi liegt natürlich bei Stinki im Schlafsack, wobei der das kleine Monchhichi bittet, nicht alle Nase lang "Herr U*****" zu rufen. Bubi antwortet: "Bubi lieb!" ES starrt großäugig zum Kreuz hinüber. Der Charmin Bear liegt mit tellergroßen Augen im Mondlicht und findet keine Ruhe, deshalb murmelt er leise ein Vaterunser in das vom Bodennebel feuchte Gras neben seinem Schlafsack. Im Gebüsch rascheln kleine Tiere. Thorsten pupst lautstark, was den Stationsarzt fast sofort in Tiefschlaf fallen lässt. Stinki ranzt: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!" Steffi macht das betretene Gesicht, während Renate und Alex lächelnd den Kopf schütteln. Thorsten kichert albern, möchte wenig später aber am liebsten vor sich selbst und seinem Gestank flüchten, denn der Pups hatte die Duftnote "Verwesung anno 1780".
Obwohl einige davon überzeugt sind, auf dem alten, unheimlichen Friedhof kein Auge zuzumachen, liegen bereits nach halb zwölf alle in festem Schlaf. Das Käuzchen hat mittlerweile auf dem Querbalken des Kreuzes Platz genommen und fragt sich, wat denn in der Nacht auf dem Friedhof eigentlich los ist. Bubi liegt neben Stinkis Ohr und schnarcht ihm in selbiges, doch da Stinki selbst leise schnarcht, stört ihn das Geschnarche des kleinen Monchhichis nicht. Sammy liegt mit breitem Grinsen bei ihrer Mutti im Schlafsack und murmelt im Schlaf ab und zu: "Es möndelt!"
Mitternacht! Der Bodennebel ist so dicht geworden, dass man die nächtlichen Gäste unter der dichten Nebeldecke gar nicht mehr sehen kann. Eine leichte Brise weht über den Friedhof, auf dem zum letzten Mal im Jahr 1897 Menschen beerdigt wurden. Das Käuzchen käckelt, genau auf den Schlafsack des Stationsarztes, doch der bekommt davon nix mit.
Dafür erheben sich nun wie von Geisterhand der Charmin Bear und auch Sammy, denn bei Vollmond kann es schon mal vorkommen, dass die beiden schlafwandeln. Sammy springt zum Charmin Bear auf die Schulter. Der mittlerweile erwachte Bubi entfernt sich heimlich von Stinkis Ohr und setzt sich zum langsam schlurfenden Charmin Bear, dessen Augen starr nach vorne gerichtet sind, auf den linken Fuß. Bubi kräht: "Hallo!", als plötzlich ein Toter einen Schritt auf den Charmin Bear zu macht und ihn anspricht. "Hasse ma Feuer?", röchelt die verweste Leiche und findet es ziemlich unhöflich, keine Antwort zu bekommen. Gespenster wabern durch den Bodennebel und kichern. Ein toter Hund beginnt, an den Gräbern nach Knochen zu graben.
Zwischen den Bäumen am Eingang schwirren jede Menge kleine Mücken umher, doch der schlafwandelnde Charmin Bear mit der ebenfalls schlafwandelnden Sammy auf der Schulter bekommt nix davon mit, dass einige der Insekten ihn als Nahrungsquelle nutzen. Bubi sitzt immer noch auf dem Fuß des Charmin Bear und kräht: "Hallo!" - eine Antwort bekommt aber auch er nicht. Einige Gespenster kratzen sich irritiert am Kopf, dann winken sie dem Vollmond am Himmel zu. Das Käuzchen hat eine kleine Maus erbeutet und verspeist diese auf dem Querbalken des Kreuzes.
Der Charmin Bear wankt zusammen mit Sammy und Bubi hinaus auf die Klever Straße und überquert diese, um zum südlichen Teil des Golzheimer Friedhofs zu gelangen, der auf der anderen Straßenseite liegt. Ein 3er BMW mit einem jungen türkischen Mann namens Erkan am Steuer legt eine Vollbremsung hin, als er in die Klever Straße einbiegen will und vor seinem Fahrzeug ohne jedwede Reaktion der Charmin Bear mit zwei kleinen Stofftieren die Straße überquert. Erkan ruft bei seinem besten Kumpel an und brüllt in sein Handy: "Ey, Mustafa, komma Klever Straße! Hier is'n Alter mit zwei Stofftieren, der hier wie ferngesteuert rum latscht!" Mustafa versteht nur Bahnhof und bittet Erkan, künftig nicht mehr so oft an den Benzindämpfen seines 3er zu schnuppern, dann legt er genervt auf. Erkan seufzt und setzt seinen Weg auf die B1 fort. Der Charmin Bear ist mittlerweile auf der anderen Straßenseite und läuft wie paralysiert auf den südlichen Teil des Friedhofs. Der Mond am Himmel versteht die Welt nicht mehr.
Der tote Hund beschnuppert mittlerweile den schlafenden Stinki, doch der dreht sich nur auf die andere Seite und murmelt: "Wat is'n hier eigentlich los?!" ES ist erwacht und plärrt, als ES den toten, nach Fäulnis riechenden Hund neben sich und Stinki bemerkt. Der Hund hebt nur sein Beinchen und laicht ebenso schlecht riechenden Urin ab, was bei ES eine noch größere Heulattacke auslöst. Ein besonders hilfsbereites Gespenst, das ES kreischen lässt wie ein Mädchen, ist so nett und tupft ES' Schlafsack mit einem dreckigen Taschentuch, das ein Spaziergänger wohl dort verloren hatte, wieder trocken. Die anderen kriegen nix mit, genauso wenig wie der Charmin Bear mit der immer noch schlafenden Sammy und dem munteren Bubi, der einige Pilze am Wegesrand mit dem Wort "Hallo!" begrüßt.
Nach eins kehrt wieder Ruhe auf dem Friedhof ein, auch bei ES - der tote Hund ist weg, die Gespenster auch. Allerdings wundert sich Alex am nächsten Morgen, wo ihr Feuerzeug geblieben ist, denn sie kann ja nicht wissen, dass ihr selbiges von einer verwesten Leiche mit Schmacht gemopst wurde. Zum Glück gibt Stinki ihr Feuer. Der Charmin Bear hat sich schlafwandelnderweise mit Sammy und Bubi auf einer Bank niedergelassen, wo alle drei friedlich bis zum Sonnenaufgang ratzen. Auf dem nördlichen Teil des Friedhofs kriegen dafür die Männergärtnerinnen die Krise, als sie bemerken, dass sowohl der Charmin Bear als auch Bubi und Sammy fehlen. Umso erleichterter sind sie, als der Charmin Bear schließlich ziemlich verwirrt brabbelnd mit den beiden Stoffies über die Klever Straße läuft und sich an nix aus der vergangenen Nacht erinnern kann - auch nicht, wie er, Sammy und Bubi auf die Parkbank auf der anderen Seite der Straße gekommen sind. Die Raben im Baum krächzen vergnügt, während das Käuzchen irgendwo im Gebüsch schläft.
Golzheimer Friedhof mit Sturmschäden - (c) Alexandra Döll, Essen
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
Posts mit dem Label U78 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label U78 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 12. September 2014
Gruselig-fröhliche Übernachtung auf dem Golzheimer Friedhof :o)
Labels:
3er BMW,
Bubi,
Charmin Bear,
Düsseldorf,
ES,
Golzheimer Friedhof,
Käuzchen,
Leiche,
Männergarten,
S6,
Sammy,
Stationsarzt,
Stinki,
Thorsten,
U78,
U79
Donnerstag, 3. November 2011
Coole Musik, bekloppte Menschen und Zombies am Steuer
Wie es scheint, haben einige übers verlängerte Wochenende sowohl das Autofahren als auch das Denken verlernt. Gestern Abend hatten einige Bekloppte im Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord und auf der A52 Richtung Essen die Tendenz, zwei Spuren auf einmal benutzen zu wollen bzw. andere wegzurammen. Offenbar nehmen einige das gruselige Halloween-Motto zu wörtlich und versuchen deshalb, andere um die Ecke zu bringen. Einen Taxi-Fahrer hab ich mal kräftig angehubt, aber er war der Einzige, der nicht drauf reagiert hat - was will man von nem Zombie mit Personenbeförderungsschein auch erwarten?
Vorhin nahm mir einer die Vorfahrt, da Zombies offenbar die Regel "Rechts vor Links" nicht bekannt ist bzw. für nen Kia mit nem untoten Fahrer gelten wohl eigene Regeln, denn nachdem er mir die Vorfahrt genommen hatte, hat er sich, obwohl er an der nächsten Einmündung auch Vorfahrt gewähren musste, selbige erzwungen und die Leute auf der Vorfahrtstraße ziemlich ausgebremst - als Zombie mit nem nachgemachten Mégane, der aber ein Kia ist, darf er das offenbar. Hm, hoffentlich gerät er mal an so nen Bekloppten, der auf seiner Vorfahrt besteht - dann hängen Zombie und Zombie ineinander, hehe.
Auch in der U-Bahn und auf dem Weg dorthin hab ich gestern gedacht, dass einigen die Feiertage wohl wirklich nicht bekommen sind. Eine ältere, überschminkte Dame mit Sonnenbrille bei trübem Himmel - it's cool, man! *reiher* - hatte offenbar auch noch den Kleiderbügel in ihrer Bouclé-Jacke vergessen, denn sie rammte mit ihren Ellenbogen alle anderen Passanten weg, aber mit ner Sonnenbrille bei Dämmerung und trübem Wetter konnte sie vermutlich auch nicht sehen, dass noch andere Menschen da waren und sie denen auch locker hätte ausweichen können. An der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee mussten zwei Sicherheitsmitarbeiter nen Skinhead *kotz* vom Bahnsteig Richtung Hauptbahnhof entfernen, weil der da rumgepöbelt hat, in der U78 drehten auch irgendwie alle ab, auch ein Opa, der mit seinem Kinderwagen da die Türen blockiert hat und es noch geschafft hat, sein niedliches Enkelchen mit seinen komischen Scherzen zum Weinen zu bringen (da hätte ich als Kind auch geflennt...) und an der Haltestelle Messe Ost/Stockumer Kirchstraße wurden andere Fahrgäste erst von zwei unentschlossenen Japanerinnen (hm, wir gehen links, nee rechts, ach nee, doch lieber links...) weggeklatscht, weil die ihr Höckerchen da durch die Gegend geschwenkt haben, als wenn sie alleine auf der Welt wären. Dann kam auch noch ein junger Mann, der insbesondere gerne Frauen ummähte und dessen Blick besagte "Aus dem Weg - sonst kriegst du n paar in die Fresse". Hoffentlich gerät der asoziale Vollhorst mal an so ne richtige Kampfhenne, die ihn direkt ohne Vorwarnung wegklatscht, hihi. Echt, es gibt Typen, die gucken schon so brutal aus der Wäsche, denen möchte man nicht nachts im Dunkeln begegnen.
An der Baustelle Hatzper Straße hat sich zwar was getan, aber erwartungsgemäß ist sie natürlich nicht fertig geworden, zumal gestern Abend Richtung Mülheim schon wieder Verkehrschaos herrschte. Wenn man von der Fulerumer Straße nach links Richtung Bredeney abbiegen will, gibt's jetzt ne separate Linksabbiegerampel, was ja auch gut so ist, aber warum das ein Doppelabbieger sein muss, bleibt wohl ein Geheimnis der Städteplaner, denn derjenige, der den rechten Linksabbiegerfahrstreifen benutzt, muss sowieso nach ein paar Metern rüber, weil dann parkende Autos auf dem rechten Fahrstreifen der Hatzper Straße diesen blockieren, sodass es sich dann zur Rush Hour an der Engstelle knubbeln wird, zumal nicht allen das Reißverschlussverfahren bekannt ist *kopfschüttel*. Die Frage ist, wer diese Städteplaner bezahlt...für gesunden Menschenverstand gibt's offenbar in diesem Land keinen Preis.
Gestern Abend habe ich mit Steffiiiiii telefoniert. Ihrem kleinen Aaron, den ich im Hintergrund ab und zu quieken und brabbeln hörte, geht's gut - er scheint ein sehr aufgewecktes Baby zu sein, aber Steffi war ja schon während der Schwangerschaft sowas von tiefenentspannt, sodass es mich auch nicht weiter wundert, dass der Kleine ebenfalls total tiefenentspannt ist. Allerdings hat er seine Mama beim Wickeln schon mal öfter angepullert und dabei gekichert - ja, auch Babys haben Sinn für Humor :o). Steffi hat's auch mit Humor genommen. Die Laute, die der Kleine von sich gab, als Steffi ihm Fläschchen gab, waren jedenfalls total süß. Steffis Andy ist auch total von der Rolle, aber sehr ängstlich und besorgt, wenn der Kleine z. B. mal weint - das kommt aber wohl häufiger bei älteren Vätern vor, dass sie sich noch mehr um ihren Nachwuchs sorgen als andere Väter.
Im Fernsehen zappte ich später per Zufall auf 3Sat in einen Abend über den leider längst verstorbenen österreichischen Sänger Falco rein, von dem ich als 11-/12-jährige glühender Fan war. Meine Stofftiere und ich haben bei seinem Konzertmitschnitt vom Donauinselfest aus den 90ern auf der Couch abgefetet. Der Typ hatte ein Charisma und eine Stimme, da könnten sich manche so genannte Stars (oder die, die sich dafür halten) echt mal ne Scheibe von abschneiden. Leider ist er kurz vor seinem 41. Geburtstag im Januar 1998 bei einem Autounfall in der DomRep ums Leben gekommen :o((. Manchmal lege ich sogar im Auto eine seiner CDs auf, auf der seine besten Hits wie "Jeanny", "Der Kommissar", "Rock me Amadeus", "The Sound of Musik", "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" u. v. m. vereint sind. Vor etwas mehr als 25 Jahren, am 30. Oktober 1986, hatte ich sogar die Gelegenheit, Falco live in der ausverkauften Grugahalle in Essen zu sehen. Da keine meiner Freundinnen Falco-Fan war (die standen alle auf Madonna, Pet Shop Boys, Sandra etc.), hat mich mein Papa netterweise zum Konzert begleitet, denn mit meinen damals zwölf Jahren wollten meine Eltern mich natürlich nicht alleine in ein Pop-Konzert gehen lassen.
Mein Papa mochte den Typen und seine Musik eigentlich nicht so besonders, aber beim zweiten Song "Kamikaze Kapa" aus seinem damals aktuellen Album "Emotional" machte er sogar das Daumen hoch-Zeichen, weil Falco auch gute Musiker auf der Bühne hatte, die ihn auf Tour begleiteten. Als Zugabe hat Falco ganz zum Schluss "Rock me Amadeus" gespielt und da tobte die Halle natürlich. Leider war es das einzige Mal, das ich ihn live auf der Bühne gesehen habe.
Ich konnte ihn damals in der 6. Klasse recht gut imitieren - von der Stimme über seine Körpersprache bis hin zu den Gesten - und bin damit sogar öfter vor meiner Klasse und schließlich auch auf der Weihnachtsfeier meiner Klasse, wo dann auch Eltern und weitere Lehrer anwesend waren, als Falco aufgetreten; natürlich mit nach hinten gegelten Haaren, denn der Wet-Look war damals ohnehin relativ modern. Natürlich habe ich seinen Song "Rock me Amadeus" intoniert, der auch eine entscheidende Rolle in meinem Buch "Vier Jahreszeiten" spielt und zwar in der Herbstgeschichte :o).
Der Typ hatte nicht nur Sinn für Groove und Melodien, sondern auch für subtile Wortspiele - in seinem Techno-Hit "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" kam das besonders gut zum Ausdruck, denn mit Koks kann ja sowohl ein Heiz- oder Brennstoff gemeint sein, der aus Steinkohle gewonnen wird ("Es wurde einst das schwarze Gold der Ruhr genannt...") als auch Kokain, kurz Koks genannt - aus Koks wird wieder Kohle (Kohle im Sinne von Steinkohle oder Geld) :o). Auch die Textzeile "Doch für das Volk war der Stoff zu teuer" kann sich auf beide Arten von Koks beziehen - nach dem 2. Weltkrieg konnte sich nicht jeder Koks leisten, um seine Wohnung zu heizen und Kokain ist auch nicht für jeden bezahlbar, da es sich dabei um die teuerste illegale Droge handelt; deshalb wird Koks auch gerne als Schickeria-Droge bezeichnet. "Das schwarze Gold (Steinkohle) ist weiß (Kokain) geworden..."
Vorhin nahm mir einer die Vorfahrt, da Zombies offenbar die Regel "Rechts vor Links" nicht bekannt ist bzw. für nen Kia mit nem untoten Fahrer gelten wohl eigene Regeln, denn nachdem er mir die Vorfahrt genommen hatte, hat er sich, obwohl er an der nächsten Einmündung auch Vorfahrt gewähren musste, selbige erzwungen und die Leute auf der Vorfahrtstraße ziemlich ausgebremst - als Zombie mit nem nachgemachten Mégane, der aber ein Kia ist, darf er das offenbar. Hm, hoffentlich gerät er mal an so nen Bekloppten, der auf seiner Vorfahrt besteht - dann hängen Zombie und Zombie ineinander, hehe.
Auch in der U-Bahn und auf dem Weg dorthin hab ich gestern gedacht, dass einigen die Feiertage wohl wirklich nicht bekommen sind. Eine ältere, überschminkte Dame mit Sonnenbrille bei trübem Himmel - it's cool, man! *reiher* - hatte offenbar auch noch den Kleiderbügel in ihrer Bouclé-Jacke vergessen, denn sie rammte mit ihren Ellenbogen alle anderen Passanten weg, aber mit ner Sonnenbrille bei Dämmerung und trübem Wetter konnte sie vermutlich auch nicht sehen, dass noch andere Menschen da waren und sie denen auch locker hätte ausweichen können. An der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee mussten zwei Sicherheitsmitarbeiter nen Skinhead *kotz* vom Bahnsteig Richtung Hauptbahnhof entfernen, weil der da rumgepöbelt hat, in der U78 drehten auch irgendwie alle ab, auch ein Opa, der mit seinem Kinderwagen da die Türen blockiert hat und es noch geschafft hat, sein niedliches Enkelchen mit seinen komischen Scherzen zum Weinen zu bringen (da hätte ich als Kind auch geflennt...) und an der Haltestelle Messe Ost/Stockumer Kirchstraße wurden andere Fahrgäste erst von zwei unentschlossenen Japanerinnen (hm, wir gehen links, nee rechts, ach nee, doch lieber links...) weggeklatscht, weil die ihr Höckerchen da durch die Gegend geschwenkt haben, als wenn sie alleine auf der Welt wären. Dann kam auch noch ein junger Mann, der insbesondere gerne Frauen ummähte und dessen Blick besagte "Aus dem Weg - sonst kriegst du n paar in die Fresse". Hoffentlich gerät der asoziale Vollhorst mal an so ne richtige Kampfhenne, die ihn direkt ohne Vorwarnung wegklatscht, hihi. Echt, es gibt Typen, die gucken schon so brutal aus der Wäsche, denen möchte man nicht nachts im Dunkeln begegnen.
An der Baustelle Hatzper Straße hat sich zwar was getan, aber erwartungsgemäß ist sie natürlich nicht fertig geworden, zumal gestern Abend Richtung Mülheim schon wieder Verkehrschaos herrschte. Wenn man von der Fulerumer Straße nach links Richtung Bredeney abbiegen will, gibt's jetzt ne separate Linksabbiegerampel, was ja auch gut so ist, aber warum das ein Doppelabbieger sein muss, bleibt wohl ein Geheimnis der Städteplaner, denn derjenige, der den rechten Linksabbiegerfahrstreifen benutzt, muss sowieso nach ein paar Metern rüber, weil dann parkende Autos auf dem rechten Fahrstreifen der Hatzper Straße diesen blockieren, sodass es sich dann zur Rush Hour an der Engstelle knubbeln wird, zumal nicht allen das Reißverschlussverfahren bekannt ist *kopfschüttel*. Die Frage ist, wer diese Städteplaner bezahlt...für gesunden Menschenverstand gibt's offenbar in diesem Land keinen Preis.
Gestern Abend habe ich mit Steffiiiiii telefoniert. Ihrem kleinen Aaron, den ich im Hintergrund ab und zu quieken und brabbeln hörte, geht's gut - er scheint ein sehr aufgewecktes Baby zu sein, aber Steffi war ja schon während der Schwangerschaft sowas von tiefenentspannt, sodass es mich auch nicht weiter wundert, dass der Kleine ebenfalls total tiefenentspannt ist. Allerdings hat er seine Mama beim Wickeln schon mal öfter angepullert und dabei gekichert - ja, auch Babys haben Sinn für Humor :o). Steffi hat's auch mit Humor genommen. Die Laute, die der Kleine von sich gab, als Steffi ihm Fläschchen gab, waren jedenfalls total süß. Steffis Andy ist auch total von der Rolle, aber sehr ängstlich und besorgt, wenn der Kleine z. B. mal weint - das kommt aber wohl häufiger bei älteren Vätern vor, dass sie sich noch mehr um ihren Nachwuchs sorgen als andere Väter.
Im Fernsehen zappte ich später per Zufall auf 3Sat in einen Abend über den leider längst verstorbenen österreichischen Sänger Falco rein, von dem ich als 11-/12-jährige glühender Fan war. Meine Stofftiere und ich haben bei seinem Konzertmitschnitt vom Donauinselfest aus den 90ern auf der Couch abgefetet. Der Typ hatte ein Charisma und eine Stimme, da könnten sich manche so genannte Stars (oder die, die sich dafür halten) echt mal ne Scheibe von abschneiden. Leider ist er kurz vor seinem 41. Geburtstag im Januar 1998 bei einem Autounfall in der DomRep ums Leben gekommen :o((. Manchmal lege ich sogar im Auto eine seiner CDs auf, auf der seine besten Hits wie "Jeanny", "Der Kommissar", "Rock me Amadeus", "The Sound of Musik", "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" u. v. m. vereint sind. Vor etwas mehr als 25 Jahren, am 30. Oktober 1986, hatte ich sogar die Gelegenheit, Falco live in der ausverkauften Grugahalle in Essen zu sehen. Da keine meiner Freundinnen Falco-Fan war (die standen alle auf Madonna, Pet Shop Boys, Sandra etc.), hat mich mein Papa netterweise zum Konzert begleitet, denn mit meinen damals zwölf Jahren wollten meine Eltern mich natürlich nicht alleine in ein Pop-Konzert gehen lassen.
Mein Papa mochte den Typen und seine Musik eigentlich nicht so besonders, aber beim zweiten Song "Kamikaze Kapa" aus seinem damals aktuellen Album "Emotional" machte er sogar das Daumen hoch-Zeichen, weil Falco auch gute Musiker auf der Bühne hatte, die ihn auf Tour begleiteten. Als Zugabe hat Falco ganz zum Schluss "Rock me Amadeus" gespielt und da tobte die Halle natürlich. Leider war es das einzige Mal, das ich ihn live auf der Bühne gesehen habe.
Ich konnte ihn damals in der 6. Klasse recht gut imitieren - von der Stimme über seine Körpersprache bis hin zu den Gesten - und bin damit sogar öfter vor meiner Klasse und schließlich auch auf der Weihnachtsfeier meiner Klasse, wo dann auch Eltern und weitere Lehrer anwesend waren, als Falco aufgetreten; natürlich mit nach hinten gegelten Haaren, denn der Wet-Look war damals ohnehin relativ modern. Natürlich habe ich seinen Song "Rock me Amadeus" intoniert, der auch eine entscheidende Rolle in meinem Buch "Vier Jahreszeiten" spielt und zwar in der Herbstgeschichte :o).
Der Typ hatte nicht nur Sinn für Groove und Melodien, sondern auch für subtile Wortspiele - in seinem Techno-Hit "Mutter, der Mann mit dem Koks ist da" kam das besonders gut zum Ausdruck, denn mit Koks kann ja sowohl ein Heiz- oder Brennstoff gemeint sein, der aus Steinkohle gewonnen wird ("Es wurde einst das schwarze Gold der Ruhr genannt...") als auch Kokain, kurz Koks genannt - aus Koks wird wieder Kohle (Kohle im Sinne von Steinkohle oder Geld) :o). Auch die Textzeile "Doch für das Volk war der Stoff zu teuer" kann sich auf beide Arten von Koks beziehen - nach dem 2. Weltkrieg konnte sich nicht jeder Koks leisten, um seine Wohnung zu heizen und Kokain ist auch nicht für jeden bezahlbar, da es sich dabei um die teuerste illegale Droge handelt; deshalb wird Koks auch gerne als Schickeria-Droge bezeichnet. "Das schwarze Gold (Steinkohle) ist weiß (Kokain) geworden..."
Labels:
Baby,
Falco,
Großbaustelle Haarzopf,
Grugahalle Essen,
Kokain,
Koks,
Mutter der Mann mit dem Koks ist da,
rechts vor links,
Rock me Amadeus,
Steffi,
U78,
Vier Jahreszeiten,
Zombies
Mittwoch, 8. Juni 2011
Skurriles im ÖPNV, heute erlebt von Marina und mir
Hm, Marina fuhr heute Morgen, als sie auf dem Weg zur Arbeit war, mehrfach mit "ihrer" Straßenbahn im Kreis, der Fahrer machte aber auch keine Durchsage bzgl. der Gründe und sie konnte erst nach mehreren Runden aussteigen - Runden, die die Bahn sonst wohl eigentlich nicht fährt, hihi.
Mein Französischlehrer - Gott hab ihn selig, er ist leider vor drei Jahren im Alter von knapp 65 Jahren verstorben - stellte im Jahr 1987 mal fest, dass die Ausschäumung der Schlüsselbeine zu einem zentralen Modeproblem geworden sei - konkret meinte er damit in seiner humorvollen Art, dass es manchmal für besonders muskulöse Menschen nicht so einfach mit der Kleidung ist. Obwohl: In den 80ern konnte es manchen ja gar nicht "muskulös" genug sein, da ja auch Schulterpolster total in waren :o).
Na ja, da Schulterpolster mittlerweile out sind und ein gestählter, muskulöser Body von manchen Menschen als das Nonplusultra empfunden wird - bis zu einem gewissen Grad finde ich's auch okay, aber nicht, wenn's total künstlich und angezüchtet aussieht - müssen manche Herren das Defizit an Muskelmasse und Schulterpolstern wohl anders ausgleichen. Als ich vorhin auf die U78 Richtung Altstadt wartete, latschte auf'm Bahnsteig ein Typ von Ende 50 rum, der offensichtlich seinen Kleiderbügel in der Jacke vergessen hatte, denn er machte sich so breit wie ein Lkw, während er da ungekonnt lässig den Bahnsteig entlang schlenderte und nebenbei noch fast einen älteren Herrn, eine Dame von etwa Mitte 40 und mich mit seinen ausgefahrenen Ellenbogen weggeklatscht hätte. Wirklich sexy *urgh*. Hoffentlich wird das kein neuer Trend...
Als ich gut 15 Minuten später von der Kö zum Büro flanierte, wurde ich von einem kleinen Mann überholt, der erstaunt und entrüstet darüber war, dass die Autos bei Grün einfach fuhren, er als Fußgänger wiederum Rot hatte und die Autos noch nicht mal anhielten, um ihn bei Rot gehen zu lassen. Empööööööörend! :o) Wenig später trat er in ein Pfützchen - das nicht von Groupie Thomas, sondern vom Regen stammte - übrigens eines, um das andere Passanten inkl. mir einen Bogen gemacht hatten. Danach hatte er irgendwas unter seinen Schuhsohlen, was da nicht hingehörte und er trampelte auf der Stelle wie ein Pferd, ohne sich um Leute, die hinter ihm angewandert kam, zu kümmern *kopfschüttel*. Im Eingang zur Orthopädischen Praxis am Carlsplatz hat er noch fast ne ältere Dame umgemäht, weil selbige die Unverfrorenheit besaß, auch in die gleiche Tür zu wollen. Empööööörend! :o) Wie sagte meine Jugendfreundin Sonny immer so schön angesichts der geistigen Ausfälle mancher Menschen? - "Epi-Lepi, aber happy!" :oD
Mein Französischlehrer - Gott hab ihn selig, er ist leider vor drei Jahren im Alter von knapp 65 Jahren verstorben - stellte im Jahr 1987 mal fest, dass die Ausschäumung der Schlüsselbeine zu einem zentralen Modeproblem geworden sei - konkret meinte er damit in seiner humorvollen Art, dass es manchmal für besonders muskulöse Menschen nicht so einfach mit der Kleidung ist. Obwohl: In den 80ern konnte es manchen ja gar nicht "muskulös" genug sein, da ja auch Schulterpolster total in waren :o).
Na ja, da Schulterpolster mittlerweile out sind und ein gestählter, muskulöser Body von manchen Menschen als das Nonplusultra empfunden wird - bis zu einem gewissen Grad finde ich's auch okay, aber nicht, wenn's total künstlich und angezüchtet aussieht - müssen manche Herren das Defizit an Muskelmasse und Schulterpolstern wohl anders ausgleichen. Als ich vorhin auf die U78 Richtung Altstadt wartete, latschte auf'm Bahnsteig ein Typ von Ende 50 rum, der offensichtlich seinen Kleiderbügel in der Jacke vergessen hatte, denn er machte sich so breit wie ein Lkw, während er da ungekonnt lässig den Bahnsteig entlang schlenderte und nebenbei noch fast einen älteren Herrn, eine Dame von etwa Mitte 40 und mich mit seinen ausgefahrenen Ellenbogen weggeklatscht hätte. Wirklich sexy *urgh*. Hoffentlich wird das kein neuer Trend...
Als ich gut 15 Minuten später von der Kö zum Büro flanierte, wurde ich von einem kleinen Mann überholt, der erstaunt und entrüstet darüber war, dass die Autos bei Grün einfach fuhren, er als Fußgänger wiederum Rot hatte und die Autos noch nicht mal anhielten, um ihn bei Rot gehen zu lassen. Empööööööörend! :o) Wenig später trat er in ein Pfützchen - das nicht von Groupie Thomas, sondern vom Regen stammte - übrigens eines, um das andere Passanten inkl. mir einen Bogen gemacht hatten. Danach hatte er irgendwas unter seinen Schuhsohlen, was da nicht hingehörte und er trampelte auf der Stelle wie ein Pferd, ohne sich um Leute, die hinter ihm angewandert kam, zu kümmern *kopfschüttel*. Im Eingang zur Orthopädischen Praxis am Carlsplatz hat er noch fast ne ältere Dame umgemäht, weil selbige die Unverfrorenheit besaß, auch in die gleiche Tür zu wollen. Empööööörend! :o) Wie sagte meine Jugendfreundin Sonny immer so schön angesichts der geistigen Ausfälle mancher Menschen? - "Epi-Lepi, aber happy!" :oD
Labels:
80er Jahre,
Ampel,
Carlsplatz,
Groupies,
Kleiderbügel,
Lässigkeit,
Muskeln,
Muskelprotz,
ÖPNV,
Pfützchen,
Regen,
Schulterpolster,
Skurriles,
Trends,
U78
Dienstag, 7. Juni 2011
Skurriles aus der U78 :o)
An einem sonnigen, schwül-warmen Tag fahren Alex & Co. mit der U78 von der Heinrich-Heine-Allee in der Altstadt Richtung Golzheim. Marina vertickt an Fahrgäste aller Art wahlweise Porno-King- oder Porno-Queen-Tassen, auf Wunsch dürfen die Käufer auch direkt frischen Kaffee aus ihrer neu erworbenen Tasse kosten. Das Feuerwerk der guten Laune wollte seiner neuen Flamme eigentlich nur die Stadt zeigen und zweifelt lautstark an Marinas Seriosität, gleichzeitig stellt er sich bei seiner neuen Flamme besser dar als er eigentlich ist. Die neue Flamme wundert sich, dass Steffiiiii, Alex und Marina ihr unauffällig immer Zeichen geben wie etwa Daumen runter, Finger in den Mund stecken, so als wenn sie gleich kotzen müssten u. ä. :o).
Hustinetten-Hotte hustet wieder wie ein Bekloppter und schüttelt sich, als wenn er sämtliche Flöhe (auch die Sackflöhe...) von sich abschütteln wollte. Steffi macht das betretene Gesicht und wechselt den Platz - sie will weder was mit Würfelhusten noch mit Ungeziefer zu tun haben. Stattdessen futtert sie lieber Mirabellen - wenn sie nicht gerade einer Dame, die sich mit Dutzenden von Odima-Produkten bei Aldi eingedeckt hat, ihren Hackenporsche hinterher schieben muss...
Timo genießt sein Kölsch aus einer Porno-King-Tasse. Das Feuerwerk der guten Laune wird immer stinkiger angesichts seiner Kollegen und ihres Benehmens, denn auch Alex kann sich wie üblich nicht benehmen - sie sitzt auf Thorsten Schoß, labert fröhlich mit ihm und anderen ehemaligen Kollegen, die auch in der U-Bahn sitzen, dabei deklamieren sie auch noch lustige Sketche aus "Switch Reloaded". Eine alte Dame krächzt am laufenden Meter: "Finden Sie's komisch?!", sodass Alex, Thorsten & Co. noch mehr lachen müssen. Das Feuerwerk der guten Laune kann sich nicht entscheiden, was schlimmer ist - Alex und ihre Mannen, Marinas sexistischer, unseriöser Tassen-Verkauf oder Steffis wütend-betretenes Gesicht nebst Mirabellen-Konsum. Seine neue Flamme hingegen nimmt das alles relativ gelassen, wundert sich aber nach wie vor über die kryptischen Zeichen, die Alex, Marina und Steffi ihr in regelmäßigen Abständen geben.
Steffis Laune rauscht augenblicklich in den Keller, als die Nervensäge anfängt, von Wolken zu berichten, die gestern über Fulda hinweg gezogen sind. Kann der auch noch über was anderes als übers Wetter reden, wenn er versucht, Smalltalk zu betreiben? Am liebsten würde Steffi ihm angesichts der Tatsache, dass er zusätzlich zu den Wolken-Infos aus Fulda auch noch müffelt, mit Odima-Duschgel einer kompletten Wäsche unterziehen. Gestank und Wetter-Gelaber - das hält frau ja im Kopf nicht aus!
Die Dame mit der Micky Maus-Stimme, die jeden Morgen zusammen mit ihrer Bekannten in der U78 sitzt und genau wie Alex an der Kö aussteigt, nervt wieder alle mit ihrem Piepsstimmchen - insbesondere, als sie die Domina mimt und jeden Kerl mit Leib und Leben bedroht, der statt eines roten Oberhemdes ein weißes oder hellblaues trägt. Sie hält den entsprechenden Herren dann ein rotes Hemd unter die Nase und piepst lautstark: "Sie tun jetzt, was ich sage und ziehen das Hemd an!", dabei lässt sie eine Peitsche knallen. Volker, Thorsten und Carsten zeigen ihr einen Vogel, was die Dame mit der Micky Maus-Stimme nicht witzig findet, zumal sie keiner ernst nimmt. Sie kräht rum: "Niemand nimmt mich ernst!" Daraufhin Alex lakonisch: "Sie scherzen!" Alle lachen, nur die alte Dame krächzt: "Finden Sie's komisch?!" Auch die Dame mit dem Pieps-Stimmchen findet das nicht lustig und beißt frustriert in ein Käsebrot.
Steffi reicht es schließlich mit Hustinetten-Hotte und Stinkfisch - sie bezahlt der Dame, die zig Odima-Produkte gehamstert hat, einen kleinen Obulus und übergießt die beiden Herren mit Duschgel, auch wenn die beiden das nicht verstehen und Steffi kuhäugig angucken. Steffi stiert bitterböse mit wutroten Bäckchen zurück und knabbert die nächste Mirabelle an, um ein wenig runter zu kommen. Meine Güte, sind die beiden verstrahlt...!
Marinas Tassen-Verkauf ist ein voller Erfolg - am besten verkaufen sich die Porno-King-Tassen, hihi. Sie singt immer fröhlich "It's a cruel, cruel summer" oder die Titelmelodie von "Kumm-Kumm", was dem Feuerwerk der guten Laune die Zornesröte ins Gesicht treibt. Er platzt bald, als Alex zu Thorsten sagt, dass er nicht nur ein guter Kumpel, sondern auch ein Super-Hämorrhoiden-Kissen sei. Thorsten lacht über dieses schräge Kompliment. Die alte Dame krächzt: "Finden Sie's komisch?!"
An der Haltestelle Victoriaplatz/Klever Straße (ja, genau da, wo die Ergo-Versicherungsgruppe ihren Sitz hat - genau die Versicherung, die besonders verdienten Angestellten Bordellbesuche in Ungarn spendiert, hähä) steigt ne männliche Leiche ein, die sich nach sechs Jahren Liegezeit in ihrem Grab auf dem Golzheimer Friedhof - der in unmittelbarer Nähe der Haltestelle liegt - mal die Beine vertreten und einen Ausflug zum Nordpark machen wollte. Er röchelt Marina um Kaffee an, den er dann aus seiner Tasse mit der Aufschrift "Hallo, Leichenwurm!" trinken möchte. Marina hält die Luft an, denn die Leiche riecht doch etwas nach Verwesung, was ziemlich Magen umdrehend wirkt. Zum Glück ist Steffi erneut mit Odima-Duschgel und einem Odima-Deoroller zur Stelle :o).
Das Feuerwerk der guten Laune ist erleichtert, als er zusammen mit seiner neuen Flamme an der Haltestelle Nordpark/Aquazoo aussteigen kann - dass die Leiche auch aussteigt und Richtung Ampel wankt, behagt ihm allerdings nicht ganz so. Marina, Steffi und Alex winken dem Feuerwerk hinterher und zwinkern seiner Flamme ein letztes Mal aufmunternd zu. An der nächsten Haltestelle (Messe Ost/Stockumer Kirchstraße) steigen die anderen auch aus und unterhalten die Kaiserswerther Straße mit ihren Verrücktheiten :o).
Happy End!
Hustinetten-Hotte hustet wieder wie ein Bekloppter und schüttelt sich, als wenn er sämtliche Flöhe (auch die Sackflöhe...) von sich abschütteln wollte. Steffi macht das betretene Gesicht und wechselt den Platz - sie will weder was mit Würfelhusten noch mit Ungeziefer zu tun haben. Stattdessen futtert sie lieber Mirabellen - wenn sie nicht gerade einer Dame, die sich mit Dutzenden von Odima-Produkten bei Aldi eingedeckt hat, ihren Hackenporsche hinterher schieben muss...
Timo genießt sein Kölsch aus einer Porno-King-Tasse. Das Feuerwerk der guten Laune wird immer stinkiger angesichts seiner Kollegen und ihres Benehmens, denn auch Alex kann sich wie üblich nicht benehmen - sie sitzt auf Thorsten Schoß, labert fröhlich mit ihm und anderen ehemaligen Kollegen, die auch in der U-Bahn sitzen, dabei deklamieren sie auch noch lustige Sketche aus "Switch Reloaded". Eine alte Dame krächzt am laufenden Meter: "Finden Sie's komisch?!", sodass Alex, Thorsten & Co. noch mehr lachen müssen. Das Feuerwerk der guten Laune kann sich nicht entscheiden, was schlimmer ist - Alex und ihre Mannen, Marinas sexistischer, unseriöser Tassen-Verkauf oder Steffis wütend-betretenes Gesicht nebst Mirabellen-Konsum. Seine neue Flamme hingegen nimmt das alles relativ gelassen, wundert sich aber nach wie vor über die kryptischen Zeichen, die Alex, Marina und Steffi ihr in regelmäßigen Abständen geben.
Steffis Laune rauscht augenblicklich in den Keller, als die Nervensäge anfängt, von Wolken zu berichten, die gestern über Fulda hinweg gezogen sind. Kann der auch noch über was anderes als übers Wetter reden, wenn er versucht, Smalltalk zu betreiben? Am liebsten würde Steffi ihm angesichts der Tatsache, dass er zusätzlich zu den Wolken-Infos aus Fulda auch noch müffelt, mit Odima-Duschgel einer kompletten Wäsche unterziehen. Gestank und Wetter-Gelaber - das hält frau ja im Kopf nicht aus!
Die Dame mit der Micky Maus-Stimme, die jeden Morgen zusammen mit ihrer Bekannten in der U78 sitzt und genau wie Alex an der Kö aussteigt, nervt wieder alle mit ihrem Piepsstimmchen - insbesondere, als sie die Domina mimt und jeden Kerl mit Leib und Leben bedroht, der statt eines roten Oberhemdes ein weißes oder hellblaues trägt. Sie hält den entsprechenden Herren dann ein rotes Hemd unter die Nase und piepst lautstark: "Sie tun jetzt, was ich sage und ziehen das Hemd an!", dabei lässt sie eine Peitsche knallen. Volker, Thorsten und Carsten zeigen ihr einen Vogel, was die Dame mit der Micky Maus-Stimme nicht witzig findet, zumal sie keiner ernst nimmt. Sie kräht rum: "Niemand nimmt mich ernst!" Daraufhin Alex lakonisch: "Sie scherzen!" Alle lachen, nur die alte Dame krächzt: "Finden Sie's komisch?!" Auch die Dame mit dem Pieps-Stimmchen findet das nicht lustig und beißt frustriert in ein Käsebrot.
Steffi reicht es schließlich mit Hustinetten-Hotte und Stinkfisch - sie bezahlt der Dame, die zig Odima-Produkte gehamstert hat, einen kleinen Obulus und übergießt die beiden Herren mit Duschgel, auch wenn die beiden das nicht verstehen und Steffi kuhäugig angucken. Steffi stiert bitterböse mit wutroten Bäckchen zurück und knabbert die nächste Mirabelle an, um ein wenig runter zu kommen. Meine Güte, sind die beiden verstrahlt...!
Marinas Tassen-Verkauf ist ein voller Erfolg - am besten verkaufen sich die Porno-King-Tassen, hihi. Sie singt immer fröhlich "It's a cruel, cruel summer" oder die Titelmelodie von "Kumm-Kumm", was dem Feuerwerk der guten Laune die Zornesröte ins Gesicht treibt. Er platzt bald, als Alex zu Thorsten sagt, dass er nicht nur ein guter Kumpel, sondern auch ein Super-Hämorrhoiden-Kissen sei. Thorsten lacht über dieses schräge Kompliment. Die alte Dame krächzt: "Finden Sie's komisch?!"
An der Haltestelle Victoriaplatz/Klever Straße (ja, genau da, wo die Ergo-Versicherungsgruppe ihren Sitz hat - genau die Versicherung, die besonders verdienten Angestellten Bordellbesuche in Ungarn spendiert, hähä) steigt ne männliche Leiche ein, die sich nach sechs Jahren Liegezeit in ihrem Grab auf dem Golzheimer Friedhof - der in unmittelbarer Nähe der Haltestelle liegt - mal die Beine vertreten und einen Ausflug zum Nordpark machen wollte. Er röchelt Marina um Kaffee an, den er dann aus seiner Tasse mit der Aufschrift "Hallo, Leichenwurm!" trinken möchte. Marina hält die Luft an, denn die Leiche riecht doch etwas nach Verwesung, was ziemlich Magen umdrehend wirkt. Zum Glück ist Steffi erneut mit Odima-Duschgel und einem Odima-Deoroller zur Stelle :o).
Das Feuerwerk der guten Laune ist erleichtert, als er zusammen mit seiner neuen Flamme an der Haltestelle Nordpark/Aquazoo aussteigen kann - dass die Leiche auch aussteigt und Richtung Ampel wankt, behagt ihm allerdings nicht ganz so. Marina, Steffi und Alex winken dem Feuerwerk hinterher und zwinkern seiner Flamme ein letztes Mal aufmunternd zu. An der nächsten Haltestelle (Messe Ost/Stockumer Kirchstraße) steigen die anderen auch aus und unterhalten die Kaiserswerther Straße mit ihren Verrücktheiten :o).
Happy End!
Labels:
Düsseldorf,
Feuerwerk der guten Laune,
Hackenporsche,
Kölsch,
Kumm-Kumm,
Leichen,
Leichenwürmer,
Marina,
Odima,
Porno-King-Tassen,
Skurrilitäten,
Steffi,
Thorsten,
Timo,
U78,
Würfelhusten
Abonnieren
Posts (Atom)
