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Samstag, 16. September 2017

Lustiges und weniger Lustiges

Der Rechner hier nervt, denn er zeigt mir immer ein Programm an, das angeblich immer noch läuft - auch wenn ich das mit der Mouse wegklicke. Das Fenster ist wie ein Zombie - es kommt immer wieder :o).

Gestern rief mich meine ehemalige Zeitarbeitsfirma an, aber da ich gerade am Autofahren war, habe ich das nicht gehört. Ich frage mich, was die immer von mir wollen - ich habe denen gesagt, ich will nicht zurück ins Sekretariat und kenne auch niemanden, der ins Büro will. Bin ich dafür zuständig, denen Kandidaten zu vermitteln? - Nein...ich denke auch immer noch an die grottenschlechte Behandlung Ende 2013 und das geht gar nicht, dass man nur den Firmenkunden in ein bestimmtes Körperteil kriecht, in dem die Sonne nie scheint. Auch dass ich nach Einstellung dort nochmal auflaufen musste, um zu präsentieren, ob ich auch business-like aussehe, fand ich ziemlich albern. Es gibt nämlich jede Menge Leute, die ihren grottenschlechten Charakter durch einen Maßanzug zu kaschieren versuchen (es gibt jedoch jede Menge Vollhonks, die darauf reinfallen und sich wundern, wenn der absolut gutaussehende, gut gekleidete Mensch ein Kinderschänder, ein Einbrecher oder ein sonstiges Charakterschwein ist), aber das ist noch nicht in manchen Chefetagen angekommen. Als Sozialpädagogin gehe ich normal in Jeans und Sweatshirt/T-Shirt arbeiten, dieses oberflächliche Schaulaufen muss ich mir nicht noch mal antun. Außerdem macht mein Beruf mir Spaß, auch wenn manche Kunden etwas schwieriger oder uneinsichtig sind und meinen, sie seien der Nabel der Welt. Ich kann es nicht verstehen, wie jemand ohne ein Wort nicht mehr zur Arbeit geht, weil es ihm dort nicht (mehr) gefällt - den Chef informieren, dass man ab nächsten Ersten nicht mehr kommt, kann ja nicht zuviel verlangt sein, aber bei manchen offenbar schon.

Gestern stand ich zum dritten Mal in dieser Woche an der geschlossenen Bahnschranke in der Hülsenbruchstraße, da gestern ein Güterzug durchfuhr. Na ja, ich habe es mir fünf Minuten lang im Honda gemütlich gemacht und mir eine geraucht, während ich auf den Zug wartete - für die S2 war es zu spät bzw. zu früh :o).

 
Bahnübergang Hülsenbruchstraße in Altenessen/Bergeborbeck - (c) mapio.net
 
 
Auf der Köln-Mindener-Strecke ist gar nicht soviel los, da dort nur noch einmal die Stunde die S2 Richtung Dortmund bzw. Duisburg entlang fährt, aber die Trasse wird auch von Güterzügen genutzt. Leider mussten wir gestern fünf Minuten auf den Zug warten, der zum Glück nicht besonders lang war.
 
Ansonsten kriege ich das Brechen auf meinen Kontostand :o((. Mein Geld für die freiberuflichen Stunden wird erst kommenden Dienstag überwiesen, sodass ich, wenn ich ganz großes Glück habe, Ende der kommenden Woche wieder etwas mehr Geld auf meinem Konto habe. Am Donnerstag muss ich ja noch nach Düsseldorf zur Teamsitzung Düsseldorf/Essen usw. Und unsere Politiker meinen noch, alle Deutschen sind reich? - Klar, wenn ich mit Scheuklappen durch die Gegend renne und alte Leute ignoriere, die nach Pfandflaschen im Müllcontainer wühlen, ist das sicherlich richtig, denn was anderes als ignorieren können unsere "Spitzenpolitiker" (na ja...) auch nicht, um ihre weltfremden "Visionen" zu verwirklichen. Und Frau Merkel soll mal bei einem Thema klare Kante zeigen anstatt sich immer nur an Floskeln oder ihrem Satz "Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass..." festzuhalten. Wir geben nämlich keiner großen Partei unsere Stimme - der AFD aber genauso wenig, denn dieses rechtsradikale Gesabbel geht mir mehr als auf den Keks. Ich hoffe, dass der geneigte AFD-Wähler mit seiner Entscheidung eines Tages auf die Fresse fliegt, vielleicht werden manche Leute dann mal endlich wach. Ende September kriege ich mein erstes Gehalt und dann sieht es hoffentlich wieder besser aus. 

Über das Thema Politik kamen wir gestern in der Pause auf das Thema Werbung - Check 24 ist so ziemlich das Blödeste, was es gibt. Klar, ich nehme einen Kredit auf, damit meine Ehefrau mal shoppen gehen kann (klar, alle Weiber langweilen sich nur im Haushalt, sind gestylt, als wenn sie gleich zum Opernball wollten und gehen sonst shoppen...), aber den muss ich auch zurückzahlen. Wenn ich Geld aufnehme, muss ich das immer zurückzahlen - und wenn plötzlich Arbeitslosigkeit, eine schwere Krankheit usw. auftritt, dürfte das ein bisschen schwierig werden mit dem Zurückzahlen. Das ist genauso lustig wie die Äußerung "Er hat keine Schulden gemacht - er hat alles auf Kredit gekauft." Hm, für mich ist ein Kredit nix anderes als Schulden, aber manche mögen offenbar das Prinzip "Alter Wein in neuen Schläuchen" :o)).

Donnerstag, 30. April 2015

Dellwiger Impressionen

Ich selbst bin zwar in Borbeck geboren - morgen jährt sich das Ganze zum 41. Mal :o) - und somit ein echtes Borbecker Mädel, was ja angeblich auch Ex-Fußballprofi Christoph Metzelder lt. WAZ sein soll *gacker*, aber meine Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Dellwig, das ja zum Großraum Borbeck gehört. Meine Vorfahren väterlicherseits kommen aus Ostpreußen, damals noch zu Deutschland gehörig, aber nach heutigen Maßstäben polnisch bzw. russisch.

Meine Großeltern mütterlicherseits - also Opa Fritz und Oma Anna - sind beide in Dellwig geboren und aufgewachsen. Mein Opa kam am 27. August 1913 am Krandicks Hang in Dellwig zur Welt als zehntes von elf Kindern. Beim Krandicks Hang handelt es sich um eine Seitenstraße des Kraienbruchs, die sich bis nach Gerschede in die Kleingartenanlage am Woltersberg hinauf schlängelt.

Meine Oma wurde am 9. Februar 1916 auf der Levinstraße in Dellwig als drittes von sieben Kindern geboren, und zwar im vorletzten Haus der Straße, direkt gegenüber von der Gaststätte Zeche Levin. Ihr Vater, also mein Uropa Herrmann, hat auf der Zeche Levin lange Jahre als Obersteiger gearbeitet - deshalb bekamen er und seine Familie das Obersteigherhaus im Herskamp zugesprochen. 

                 Gaststätte Zeche Levin - (c) Alexandra Döll, Essen. 29. Juni 2013

An die Zeche Levin erinnert der neben nach ihr benannten Levinstraße heute noch eins der Förderräder, das vor dem Dellwiger Dom, also der Pfarrkirche St. Michael, aufgebaut ist. Teilweise findet man in Dellwig auch noch Loren, in denen früher unter Tage die Kohle nach oben transportiert wurde. Eine steht beispielsweise auf der Ecke Reuenberg/Donnerstraße.

                  St. Michael mit Förderrad der Zeche Levin - (c) dionysius.de

Bevor 1965 die Pfarrkirche St. Hermann Josef im Dachsfeld eröffnet wurde - seit 2012 abgerissen, um einer Neubausiedlung Platz zu machen - gehörten meine Großeltern und ihre Kinder zur Gemeinde St. Michael. Meine Mutter ist in dieser Kirche 1959 zur Kommunion gegangen, genau wie ihre jüngere Schwester ein Jahr später. Beide haben damals den Kindergarten St. Michael besucht, bevor sie in die Reuenbergschule eingeschult wurden.


                         Reuenbergschule - (c) reuenbergschule.essen.de

Früher, bevor die Hauptschule offiziell als Schulform eingeführt wurde, handelte es sich bei der Reuenbergschule um eine Volksschule, d. h. nach acht Schuljahren hatte man seinen Schulabschluss erworben, der aber später offiziell mit dem Hauptschulabschluss gleichgesetzt wurde. Ganze Generationen meiner Familie mütterlicherseits haben die Reuenbergschule besucht, sei es als Volks- oder Grundschule. Bis dato war mein Cousin der Letzte in der Familie, der die Reuenbergschule besucht hat - und zwar von 1977 bis 1981.

Eine weitere bekannte Kirche in Dellwig ist neben St. Michael die Friedenskirche in der Schilfstraße direkt neben dem Martin-Luther-Stift. Hierbei handelt es sich um eine evangelische Kirche, die jedoch öfter auch kulturelle Veranstaltungen anbietet.

                               Friedenskirche im Dunst - (c) bvv-dellwig.de


Dellwig hat sehr viel Grün zu bieten - ein Beispiel dafür ist das Barchembachtal, das sich von Bedingrade über Gerschede bis hinunter nach Dellwig erstreckt. Einen Zugang zu dem kleinen Wäldchen findet sich an der Stelle, wo der Bergheimer Steig in die Ripshorster Straße mündet. Die Wege führen weiter zum Donnerberg oder zur Grandstraße in Gerschede.


                     Schaumkraut im Barchembachtal - (c) Alexandra Döll, Essen

Auch rund um den Rhein-Herne-Kanal weiter nördlich, der die Stadtgrenze zwischen Dellwig und Bottrop darstellt, gibt es sehr viele Grünflächen. Direkt am Kanal, auch als Riviera des Ruhrgebiets bekannt, liegt das Freibad Dellwig, im Volksmund auch Hesse genannt, das im Jahr 2014 nach umfangreichem Umbau wiedereröffnet wurde.

           Rhein-Herne-Kanal in Dellwig - (c) Alexandra Döll, Essen. 29. Juni 2013

Auf dem Foto sieht man das Bottroper Ufer, während ich selbst auf der Dellwiger Seite stehe (logischerweise). Das Gelände des Freibads Dellwig liegt schräg hinter mir.

Auch wenn man es vielleicht nicht vermuten würde angesichts der künstlich angelegten Wasserstraße, auf der viele Binnenschiffe verkehren: Im Kanal gibt es jede Menge Fische - Rotaugen, Stichlinge, Barben und sogar Flussaale! Allerdings ist der Schiffsverkehr nicht mehr so stark ausgeprägt wie noch vor etwa zehn oder zwanzig Jahren. 

Durch Dellwig verlaufen zwei Bahntrassen - einmal die Trasse, auf der die S9 und die RB14 zwischen Haltern am See und Wuppertal pendeln sowie etwas weiter nördlich die Köln-Mindener-Strecke, auf der u. a. die S2 zwischen Oberhausen und Dortmund verkehrt. Bei zwei Trassen gibt es selbstverständlich auch zwei Bahnhöfe bzw. Haltepunkte - der Haltepunkt Dellwig-Ost, an dem die S9 hält, liegt auf der Ecke Donnerstraße/Blitzstraße, der Bahnhof Dellwig liegt gut 60 Meter weiter an der Donnerstraße/Dellwiger Straße. Dort befindet sich auch der letzte beschrankte Bahnübergang Essens, denn die Bahnschranken auf Prosperstraße und Kraienbruch wurden 1989 abgeschafft. Die Straßenführung wurde geändert, sodass der fließende Verkehr seither unter der Trasse durchführt.

Der Bahnhof Dellwig ist allerdings um einiges gepflegter als der Haltepunkt Dellwig-Ost - und das, obwohl die S2 am Bahnhof Dellwig nur einmal pro Stunde dort hält, während die S9 werktags einen 20-Minuten-Takt hat.


Blick auf den Bahnhof Dellwig mit S2 Richtung Dortmund - (c) Stadtfotograf, foto-community.de

Auf der Trasse der S9 fuhr früher der sog. "Silberpfeil" als Ironisierung der Tatsache, dass der von einer Diesellok gezogene Zug nicht besonders schnell war :o). Die S-Bahn fährt erst seit 1997 auf der gleichen Strecke und verbindet im Großraum Borbeck die Haltepunkte Borbeck-Süd, Borbeck, Gerschede und Dellwig miteinander. Leider ist die Trasse zwischen Gerschede und Dellwig-Ost nur noch einspurig, was nicht immer so war - auch der Haltepunkt Dellwig-Ost wird leider immer mehr verfallen gelassen.


                          Haltepunkt Dellwig-Ost - (c) kerstin.tueffi.de

Ganz links am Bildrand sieht man noch das Gebäude von Lidl an der Donnerstraße mit dem dazugehörigen Parkplatz. Am Belag des Bahnsteigs sieht man allerdings, wie sehr dort alles verfällt, auch zum Bedauern vieler Anwohner und regelmäßiger Nutzer des Haltepunkts. 



Dienstag, 14. April 2015

Thorsten das tapernde Nashorn in Dortmund :o)

Gestern ist Thorsten das tapernde Nashorn ja zu seinem Lieblingstorhüter Roman Weidenfeller nach Dortmund zum Frühstück gefahren, denn Weide hatte das kleine Plüschnashorn netterweise eingeladen. Ich habe Thorsten runter zum Bahnhof Dellwig gefahren und war ihm dabei behilflich, einen Fahrschein zu ziehen, denn der Fahrkartenautomat an der Dellwiger Straße ist doch viel zu hoch für ein kleines Nashorn. Die S2 kam pünktlich, sodass Thorsten friedlich einsteigen und seine Fahrt zum Dortmunder Hbf antreten konnte - natürlich erstaunt beäugt von einigen menschlichen Fahrgästen, die sich offenbar über ein breit grinsendes, freundliches Plüschnashorn wunderten, das auch noch gelegentlich "Weidäääää!" krähte. Da hat sich selbst der Kirchturm von St. Michael in Dellwig verneigt, als die S2 in 300 Metern Entfernung an der Kirche vorbei fuhr Richtung Bergeborbeck und Thorsten gerade wieder überglücklich "Weidääää!" krähte.

Weidääää hat Thorsten bereits am Hauptbahnhof auf dem Bahnsteig erwartet und ihn freundlich in Empfang genommen, bevor er das kleine Nashorn ebenso freundlich in seinen Porsche verfrachtet hat und mit ihm zu sich nach Hause gefahren ist :o). Dort gab's lecker Brötchen und Kaffee - und zum Mittagessen hat Weide seinem plüschigen Fan extra ein Hipp-Gläschen der Sorte "Bio-Gras mit Apfelstückchen" warm gemacht, hihi.

Thorsten war jedenfalls restlos begeistert von seinem Besuch bei Weide, u. a. weil Weide soviele Leckrigkeiten aufgetischt hat und er im Porsche mitfahren durfte (sorry, lieber Roman, Du bist ein netter Kerl, aber leider fährst Du das falsche Auto!). Weide hat Thorsten am Nachmittag ein Ticket für die Rückfahrt gezogen und ihn zur S-Bahn gebracht, damit Thorsten mit der S2 zurück nach Dellwig fahren konnte. Dort haben ihn Sammys beste Freundinnen, Monchhichi-Mädchen Anna und Plüschhuhn Erna mit den blau-weißen Ringelsocken, freundlich abgeholt :o).

Montag, 13. April 2015

Die Vögel(n)...:o))

Heute Morgen war ich zunächst bei meinem Doc, weil ich ein Rezept über meinen Betablocker brauchte, und bin dann weiter zur Rosen-Apotheke in Gerschede gefahren, um das Rezept dort einzulösen. Bei der Gelegenheit habe ich auch direkt meine Jod-Tabletten geholt, die ich aber erst morgen abholen kann, weil gerade in der Apotheke nicht vorrätig. Egal, morgen habe ich ohnehin ein Vorstellungsgespräch in Huttrop und da kann ich ja noch vorher schnell einen Abstecher in die Apotheke machen, um die Tabletten abzuholen.

Weil Clio und ich gerade so schön unterwegs waren, bin ich mit ihm zur Dellwiger Geheimgarage gefahren und habe ihn dort gegen meinen 3er BMW getauscht, um meine Pferdchen in den Gerscheder Weiden abzukassieren, hehe. Bubi und seine kleine Freundin Melody hatten sich - natürlich! - ebenfalls in meinem Clio geschmuggelt, sodass ich die beiden fummelnden Bebichichis dann auch in den 3er umquartiert habe, denn ich wollte die beiden nicht ganz alleine in der Tiefgarage in meinem Clio zurücklassen.

                     Mein freundlicher Bebichichi-Transporter - (c) Alexandra Döll, Essen

Von der Ripshorster Straße bin ich zurück auf die Donnerstraße gefahren, aber natürlich waren am letzten beschrankten Bahnübergang in Dellwig die Schranken geschlossen, weil sich gerade eine S2 vom Bahnhof Dellwig auf den Weg nach Bergeborbeck gemacht hatte. Nur eine Stunde zuvor hatte ich Thorsten das tapernde Nashorn am Bahnhof Dellwig abgesetzt - allerdings mit Clio - damit er mit der S2 nach Dortmund fahren konnte. Am Hauptbahnhof erwartete ihn sein Lieblingstorhüter Weide, denn der hatte mein Plüsch-Nashorn zum Frühstück eingeladen :o). Wie mir Thorsten per Handy mitgeteilt hat, ist er gut in Dortmund eingetroffen und wurde bereits von Roman Weidenfeller auf dem Bahnsteig erwartet.

Als ich die Donnerstraße verlassen hatte und nach links auf die Prosperstraße abgebogen war, ließ ich aus meinem 3er BMW wieder die Musik inklusive tiefer Bässe dröhnen - kein Wunder, dass sich sogar einige Porsche, die uns in Dellwig begegneten, respektvoll weggeduckt haben, hihi. Das wollten der 3er und ich den Angeber-Boliden aber auch geraten haben...:o).

Als ich wenig später von der Haus-Horl-Straße nach rechts auf die Levinstraße abgebogen bin und dabei "Die, die, my darling" von Metallica aus den Boxen scheppern ließ, haben sich einige Fußgänger auf der Levinstraße direkt hinter Büsche, parkende Autos und Wartehäuschen von Bushaltestellen gehechtet. Komisch, versteh ich gar nicht...:o)))).

In den Gerscheder Weiden angekommen, erwarteten uns neben meinen strahlenden Pferdchen und geduckten Anwohnern auch eine Reihe von Kolkraben, die fröhlich krächzten, um meine Pferdchen herum hüpften, und sich an den Kadavern überfahrener Kleintiere (Igel, Maus, Ratte) oder an den Resten von weggeworfenen Butterbroten auf der Fahrbahn gütlich taten. Ich erlaube mir darauf hinzuweisen, dass mein 3er und ich die armen Tiere nicht geplättet haben -  das war bestimmt der Prolet mit seinem tiefer gelegten Opel Astra, dessen Fahrer ebenfalls in den Gerscheder Weiden wohnt und öfter einen auf 3er BMW für Arme macht.





                                    Kolkrabe - (c) Chris Romeiks, vogelart.info


Nachdem alle meine Pferdchen und ich eine Runde geknutscht hatten - ausgenommen ES, da reichten feuchte Schmatzer - habe ich sie vereinbarungsgemäß abkassiert, wobei meine Pferdchen ihren Hurenlohn ja weitestgehend behalten dürfen, nur 25 % ihrer Einnahmen müssen sie an mich abtreten. Da sind manche Zuhälter leider ganz anders drauf - die kassieren 90 % des Geldes, das ihre Mädchen erwirtschaftet haben, und die Mädels dürfen maximal zehn Prozent behalten *kopfschüttel*. Ich unterhielt mich noch eine Runde mit meinen Pferdchen, als wir plötzlich von einer jungen Dame angesprochen wurden, die nach eigenen Aussagen erst kürzlich nach Essen-Dellwig gezogen ist. Sie war sehr irritiert angesichts der ganzen Raben, die rund um Bahndamm und Wendehammer in den Gerscheder Weiden herum hüpften, und fragte mich, was die Kolkraben hier wollten. Ich antwortete hihr: "Die Raben warten auf einen Produzenten, der ein Remake von Hitchcocks "Die Vögel" drehen will - sie bereiten sich schon mal auf's Casting vor!" Der größte Rabe krächzte zustimmend, während er den Kadaver einer überfahrenen Maus ausweidete.

Nachdem diese Frage geklärt war, deutete die junge Frau auf meine Pferdchen und fragte mich großäugig: "Und was machen die ganzen Männer hier!"
Ich grinste die Frau an und antwotete: "Die vögeln!"

Danach herrschte atemloses, verwirrtes Schweigen, zumindest bei der jungen Dame :o)). Bubi krähte aus dem Inneren des 3er: "Vögeln!" (Das tut er ja auch häufiger ohne konkreten Anlass...) und meine Pferdchen nickten mit zustimmendem Grinsen. Die junge Frau trollte sich mit grüblerischem Gesichtsausdruck :o)). Timo rief ihr noch nach: "Hey, wir sind gut zu vögeln!", aber darauf hat sie gar nicht mehr reagiert.

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Eigentlich müsste ich mein Leben als erste Zuhälterin Essens mal auf die Bühne bringen - Kurzgeschichten dazu gibt es schon (z. B. "Teuflisches Tauwetter" in "Hart wie Krupp-Stahl") und dann kann ich ja noch meine fröhlichen Erlebnisse mit meinen Pferdchen schildern und wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass einige Herren für mich laufen. Angefangen hat das Ganze, als ich noch mit Marina und Steffi bei Oscar Winzen zusammengearbeitet habe - meine beiden Mitstreiterinnen hatten nämlich auch Pferdchen, aber in ihrem Wohnort Düsseldorf :o). Marina, die damals mit ihrem Schatz in Bilk wohnte, hat ihre Pferdchen in einer dunklen Gasse in der Nähe des Hauptbahnhofs für sich anschaffen lassen - da sie aber weder Auto noch Führerschein besaß, musste sie ihre Pferdchen jedesmal mit der Straßenbahn abkassieren *kicher*. Das ist ja im Zuhälter-Gewerbe eigentlich unüblich...:o)).

Genauso unüblich war jedoch auch Steffis Art, ihre Pferdchen in Wersten abzukassieren. Steffi selbst wohnt in Benrath, ist aber stets mit ihrem Fahrrad rüber nach Wersten gefahren, wenn Zahltag für ihre Pferdchen war - da sie nebenberuflich Fahrrad-Fahrschulkurse für Migrantinnen und Seniorinnen gibt, bot sich dieses Verkehrsmittel ja auch an. Sie hat Passanten unter wildem Klingeln über den Haufen geradelt und wenn eins ihrer Pferdchen nicht sofort spurte, indem es ihr ihren Anteil am Lohn ausgehändigt hat, ist sie diesem Pferdchen einfach über den Fuß geradelt, hahaha!!! Beim nächsten Zahltag hat dieses Pferdchen nicht mehr gezickt :o).

Damit Steffi sich beim Abkassieren noch sicherer fühlte und etwaige Angreifer abwehren konnte, die ihr eventuell ans Leder wollten (wäre in Wersten keine große Überraschung), hat sie immer ihre drei Kampf-Meerschweinchen mit zum Zahltag genommen *kicher*. Tja, manche Zuhälter haben Kampfhunde - Steffi als Zuhälterin hatte eben Kampf-Meerschweinchen. 

Marina und Steffi haben ihre Pferdchen nachher an eine Berufskollegin in Düsseldorf verkauft. Marina wohnt heute mit ihrem Schatz und ihren beiden kleinen Töchtern in Krefeld-Uerdingen und ist mit der Betreuung ihrer Kinder sicherlich vollkommen ausgelastet - und außerdem liegt Krefeld nicht gerade um die Ecke von Düsseldorf. Steffi hat mittlerweile ebenfalls zwei kleine Söhne, sodass sie natürlich auch nicht mehr die Zeit hatte, sich angemessen um ihre Pferdchen in Wersten zu kümmern :o). 


Samstag, 21. März 2015

Eine weitere Fortsetzung des E-Books aus Bergeborbeck :o)

Soeben habe ich an meinem aktuellen E-Book "Eine skurrile Betriebsfeier in Bergeborbeck", die rund um die Heegstraße sowie die Köln-Mindener-Strecke spielt, weitergeschrieben. Neben dem skandalösen Song "Bobby Brown" von Frank Zappa, den die Band auf besonderen Wunsch von Protagonistin Claudia spielt, ist mittlerweile die Polizei angerückt, aber nicht wegen dem vorgenannten Lied, sondern weil sich die Anwohner über die Musik generell beschwert haben - leider hatte es die Geschäftsleitung im Vorfeld des Festes nämlich nicht für nötig befunden, die Anwohner über die Freiluftfestivität zu informieren.

Ansonsten nähern wir uns gerade dem romantischen Teil an, der sich aber nicht auf dem Betriebsfest abspielt, sondern in der nahe gelegenen Grünfläche an der Köln-Mindener-Strecke. Passend dazu leuchtet ein goldgelber Mond über Bergeborbeck und Vogelheim - und auch der erste Stern ist am Himmel zu sehen. Das passt ja dann zur romantischen Stimmung an und in der Grünfläche :o)).

Donnerstag, 12. März 2015

Auch in Bergeborbeck tulpt es am Bahndamm...

Auch wenn mit dem nördlichsten Borbecker Stadtteil Bergeborbeck vermutlich kaum jemand Frühlingsgefühle und Romantik assoziiert, so passiert dies alles dennoch, und zwar auf dem Bahnsteig des dazugehörigen S-Bahnhofs, an dem die S2 Richtung Altenessen bzw. Dellwig einmal pro Stunde hält. Die skurrile Liebesgeschichte spielt an einem Märznachmittag, wobei sich das Wetter schon als Aprilwetter versucht - dementsprechend tulpt es auch am Bahndamm und wenig später auch bei den Protagonisten auf dem Bahnsteig. Aus dem Grunde heißt das dazugehörige E-Book ja auch "Frühlingsgefühle am Bahnhof Bergeborbeck".

                                                    Buchcover - Quelle: Amazon

Frühlingsgefühle sind eigentlich überall möglich, auch auf einem Bahnsteig in einem nicht ganz so anheimelnden Stadtteil Essens, den viele leider mit Kriminalität, Randale durch Fußball-Fans und den wilden Automarkt rund um das Stadion assoziieren. Da bildet diese kurze Liebesgeschichte doch das ideale Kontrastprogramm zur manchmal eher grauen Realität für die Anwohner.

Samstag, 28. Februar 2015

Revierderby die 146. :o)

Heute Nachmittag spielen ab 15.30 Uhr Borussia Dortmund und Schalke 04 im Signal Iduna-Park in Dortmund gegeneinander. Da ich unter meinen Stoffies ja sowohl BVB- als auch Schalke-Fans habe, ist seit heute Morgen natürlich einiges los bei mir zuhause :o). Vor allem Sammy als Stofftier, das im Parkstadion auf Schalke das Licht der Welt erblickte, ist mit ihren Fan-Gesängen und ihrer ganzen Haltung sehr rigoros.

Das Stofftier, das auf Schalke zur Welt gekommen ist :o) - Quelle: BoD

Sammys beste Freundinnen Anna und Erna haben sogar Ehrenkarten für das Dortmunder Stadion und sind heute entsprechend live beim Revierderby dabei. Schon heute Morgen pilgerten sie mit ihren schwarz-gelben Schals um den Hals zum Bahnhof Dellwig, um mit der S2 zum Dortmunder Hbf zu fahren. Ich hoffe allerdings, dass am Gelsenkirchener Hauptbahnhof nicht zuviele Schalke-Fans zugestiegen sind. Da Anna mich aber kurz angerufen hat, als sie und Erna in Dortmund angekommen waren, gehe ich davon aus, dass alles okay ist. Vielleicht halten sich die Schalker ja bei einem Plüschhuhn und einem großen Monchhichi mehr zurück als bei menschlichen BVB-Fans.

Anna und Sammy auf der Couch meiner Eltern - das Monchhichi ist BVB-Fan, der Miniberggorilla halt Schalke-Fan :o) - (c) Alexandra Döll, Essen

Der Freundschaft tut die Anhängerschaft zu zwei rivalisierenden Ruhrgebietsvereinen jedenfalls keinen Abbruch. Es gibt ja auch genug Ehepaare, bei dem einer für Schalke und der andere entsprechend für Dortmund ist und die Beziehung funktioniert trotzdem.

Normalerweise stehe ich dem Revierderby eher neutral gegenüber, weil ich beide Mannschaften mag, aber heute halte ich mehr zur Dortmund, weil die in der Tabelle (aktuell Platz 12) um einiges tiefer stehen als Schalke (aktuell Platz 5). Als ich das Sammy jedoch heute Vormittag sagte, dass ich aus dem Grunde mehr für Dortmund bin, wurde die Kleine ziemlich giftig, denn seither sitzt sie wie ein Papagei auf meiner Schulter und kaut mir ein Ohr ab. Komisch, ihr Brüderchen Ecki und ihre beiden Kinder Chantal und Rudolf-Dieter sind zwar auch Schalke-Fans, nehmen das Ganze aber wesentlich gelassener als Sammy und krakeelen auch nicht alle Nase lang rum.

Thorsten das tapernde Nashorn wiederum ist für den BVB und m. E. der größte Fan von BVB-Keeper Roman Weidenfeller unter der Sonne :o)). Als die BVB-Fanseite heute Vormittag einen Beitrag zum Revierderby postete und diesem Post ein Foto beifügte, auf dem "Weide" jubelnd im Vordergrund steht, dachte ich schon erst, gleich wird mein Smartphone unfreiwillig besamt *hust*. Das kleine Plüsch-Nashorn ruft auf jeden Fall ständig: "Weidääää!" :o))

Thorsten das tapernde Nashorn auf meiner Fensterbank in der Küche - das kleine Plüsch-Nashorn fährt jedenfalls voll auf Weidääää ab :o) - (c) Alexandra Döll, Essen

In nicht mal einer Stunde geht's los in Dortmund und wir sind alle sehr gespannt, wie es ausgeht...




Sonntag, 22. Februar 2015

Hat die Technik heute wieder Sonntag? :o)

Ich habe ja nun heute nicht wer-weiß-wieviel geschrieben, sondern lediglich zwei Bewerbungen versendet, einen Artikel gepostet und bisher zwei Blog-Einträge geschrieben, aber als ich gerade den zweiten Eintrag über meine lustigen Cartoons aus den Jahren 2012 und 2013 schrieb, ist der Rechner direkt zweimal abgeschmiert und anschließend auch noch einmal...hm, hat die Technik auch heute Sonntag? Den Verdacht könnte man da glatt hegen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass bissiger Humor nicht immer und überall willkommen ist - viele Cartoonisten und Autoren zeigen die Welt nun einmal in fröhlicher Weise so, wie sie ist, und nicht so, wie manche sie gerne hätten...

Zum Thema "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt" fällt mir noch ein Artikel aus der gestrigen WAZ ein, auf den sich +Sven Krämer schon heute früh in einem Post unter Google+ bezogen hatte. Es wurden die drei schlechtesten Bahnhöfe in Essen genannt - namentlich Frohnhausen, Stadtwald und Bergeborbeck (was mich im letztgenannten Fall aber nicht davon abgehalten hat, am Bahnhof Bergeborbeck eine Liebesgeschichte spielen zu lassen) - aber viele waren doch sehr verwundert, dass Dellwig-Ost in der Liste der am wenigsten anheimelnden Bahnhöfe auf Essener Stadtgebiet nicht aufgeführt wurde, sondern angeblich als noch akzeptabel gilt. Sven Krämer äußerte schon den Verdacht, dass wohl kein Verantwortlicher den Haltepunkt Dellwig-Ost aufgesucht und sich selbst ein Bild gemacht hat, denn für mich und auch für viele Nutzer und Anwohner des besagten Haltepunkts der S9 ist das Ganze ein Trauerspiel - aus zwei Gleisen und Bahnsteigen wurde eins bzw. einer gemacht, im Winter wird der steile Zugang zum Bahnsteig nicht gestreut, der Asphalt auf dem Bahnsteig platzt immer mehr durch Wildwuchs auf...da beschleicht einen wirklich der Verdacht, dass sich niemand ein Bild vom Haltepunkt Dellwig-Ost auf der Ecke Blitzstraße/Donnerstraße gemacht hat. Wer weiß...vielleicht hat da auch jemand einfach nur den Bahnhof Dellwig mit dem Haltepunkt Dellwig-Ost verwechselt, denn am etwa 75 Meter entfernten Bahnhof Dellwig ist definitiv einiges getan worden, in Dellwig-Ost aber nicht - und das, obwohl die S9 mit Halt am Haltepunkt Dellwig-Ost, die einen wesentlich kürzeren Takt hat als die S2, die lediglich einmal pro Stunde am Bahnhof Dellwig hält. Motto: Wenn ich das Problem nicht sehe, sieht mich das Problem auch nicht...!

Auch der Haltepunkt Zollverein-Nord - vor dem Kulturhauptstadtjahr 2010 Haltepunkt Katernberg-Süd - sieht hinter der ganzen aufgehübschten Kulisse der Zeche Zollverein aus wie eine Trümmerlandschaft. Auf Besucher, die mit der S2 anreisen, um das Weltkulturerbe im Essener Nordosten zu besichtigen, macht die Trümmerlandschaft hinter dem aufgemotzten Areal sicherlich keinen guten Eindruck, würde ich sagen. Ich bin 2011 und 2013 zweimal mit der S2 vom Bahnhof Dellwig nach Gelsenkirchen bzw. Dortmund gefahren und beide Male sah es hinter dem Weltkulturerbe aus, als wenn erst kürzlich eine Zehn-Zentner-Bombe dort eingeschlagen hätte.

Stadtwald war noch nie ein schöner Haltepunkt, was mich schon fast wundert, weil der Stadtwald ja eine der besten Wohnadressen Essens ist - das war schon vor 14 Jahren so, als ich noch kein eigenes Auto hatte und folglich immer jeden Morgen mit der S6 nach Düsseldorf zur Arbeit gefahren bin. Offenbar scheint es jetzt sogar noch einen Tick schlimmer dort zu sein - das ist auch schade vor dem Hintergrund, dass die S6 in Essen gerade zwischen den Haltepunkten Hügel und Kettwig-Stausee durch landschaftlich sehr schönes Gebiet fährt - Kruppwald, Heissiwald, an der Ruhr entlang bzw. darüber hinweg. Wenn Renate mich besucht, fährt sie stets mit der S6 von Düsseldorf-Rath bis Essen Hbf, gerade weil die Landschaft zwischen Kettwig und Hügel so schön ist, und steigt von dort in die S9 Richtung Bottrop um, die sie dann am Haltepunkt Dellwig-Ost verlässt, um die letzten teilweise steilen 400 Meter zu meinem Haus per pedes zurückzulegen. Auch sie findet Dellwig-Ost nicht besonders anheimelnd. Als sie mich zu meiner Einweihungsfete im August 2011 erstmalig mit der S-Bahn besucht hat, musste sie mal in der S9 eine geschlagene halbe Stunde auf der Brücke stehen, die über den Kraienbruch führt, weil die Trasse auf dem Teilstück seit einigen Jahren nur noch eingleisig ist und der Lokführer der S9 Richtung Bottrop erst eine verspätete S9 aus der Gegenrichtung durchlassen musste, denn sonst hätte es wohl in Höhe des Herskamps einen Frontalzusammenstoß zwischen zwei S-Bahnen gegeben. Bescheiden, wirklich.

Samstag, 14. Februar 2015

Lektüre für Bus und Bahn :o)

Die meisten meiner E-Books sind ja recht kurz, deshalb auch der eher geringe Verkaufspreis von 99 Cent pro Stück, aber einige davon bieten sich gerade dazu an, während der Fahrt mit Bus, Bahn oder Zug gelesen zu werden - egal, ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zu Freunden. Für den entsprechenden Lokalkolorit ist zumindest hier in Essen gesorgt :o).

Wer beispielsweise mit den Straßenbahnlinien 103 oder 105 von der Stadtmitte Richtung Borbeck bzw. Frintrop fährt, kann den Weg der Linie 103 - der ja ab Essen Hbf bis zum Fliegenbusch parallel mit dem der 105 verläuft - praktisch live mitverfolgen, wenn er mein aktuelles E-Book "Heckenschützen in Schonnebeck - Heckenverehrer in Gerschede" liest. Die Fahrt der Protagonistinnen mit der Linie 103 endet in der Geschichte an der Haltestelle Münstermannstraße in Gerschede.

Die Linie 105 fährt im Gegensatz zur 103 ab Fliegenbusch weiter Richtung Frintrop - Unterstraße direkt an der Oberhausener Stadtgrenze. Auf ihrem Weg nach Unterfrintrop kommt sie natürlich auch an Frinti vorbei, nämlich an der Haltestelle Am Kreyenkrop. Da bietet sich ja während der Fahrt mit der 105 als Lektüre mein E-Book "Im Schatten von Frinti" an.

                                                    Buchcover - Quelle: Amazon

Wer eine Ahnung haben möchte, wie sich die Protagonisten in der Geschichte "Essen - vom Winde verweht" während Pfingststurm Ela vor einem Haus am Düppenberg gefühlt haben, der kann das E-Book gerne während einer Fahrt mit den Buslinien 143 oder 185 lesen, denn beide Linien halten an der Haltestelle Ackerstraße, wo auch der Leichenwagen in besagter Geschichte in unmittelbarer Nähe parkt.

Die Bocholder Straße, ein Schauplatz der Story "Schnee in Bochold" lässt sich am besten mit der Buslinie 140 Richtung Borbeck bzw. Stoppenberg erkunden, zumal der Bus auch am Einmündungsbereich Jahnstraße vorbei fährt, die ja auch eine Rolle in der verschneiten Geschichte spielt. Wer hingegen die Pfarrkirche St. Michael in Dellwig live sehen möchte, kann entweder mit der Straßenbahnlinie 103 bis zur Haltestelle Münstermannstraße fahren und von dort aus noch einen wenige hundert Meter langen Fußweg zurücklegen - oder alternativ die Buslinien 166 und 186 bis zur Haltestelle Langhölterweg auf der Haus-Horl-Straße nutzen, denn von dort aus ist der Dellwiger Dom mit seinem schlanken, hohen Turm sogar schon zu sehen, weil keine 50 Meter mehr entfernt.





                                        Bocholder Straße - (c) Iceman 93, panoramio.de


Wenn sich jemand für den Original-Schauplatz "Frühlingsgefühle am Bahnhof Bergeborbeck" interessiert, kann der besagte Haltepunkt mit der S-Bahn-Linie 2 erreicht werden. Die S2 pendelt einmal stündlich auf der sog. Köln-Mindener-Strecke zwischen Duisburg Hbf und Dortmund Hbf - auf Essener Stadtgebiet hält sie an den Bahnhöfen Dellwig, Bergeborbeck, Altenessen und Zollverein-Nord (ehemaliger Haltepunkt Katernberg-Süd).  Wer von Duisburg/Oberhausen aus die S2 Richtung Bergeborbeck nutzt - kommt m. W. immer um x.45 Uhr am Bahnhof Dellwig an - hat zudem die Chance, zwischen den Bahnhöfen Dellwig und Bergeborbeck einen Blick auf den Dellwiger Dom erhaschen zu können, denn die Köln-Mindener-Strecke verläuft keine 50 Meter von St. Michael entfernt über den Kraienbruch hinweg. Aus etwas größerer Entfernung kann St. Michael auch von der Trasse der S9 aus gesehen werden, die aber nur 100 Meter weiter südlich verläuft - am besten zwischen den Haltepunkten Gerschede und Dellwig-Ost. 

Wenn nicht gerade Sommerfest am Schlosspark ist und die Schlossstraße zwischen Borbecker Straße und Fürstäbtissinstraße für ein paar Tage für den motorisierten Verkehr gesperrt ist, kann das Schloss Borbeck an der gleichnamigen Haltestelle von der Buslinie 143 aus bewundert werden. Die meisten Ziele in der Geschichte "Schlafwandeln in Schönebeck" sind mit dem ÖPNV nicht zu erreichen, lediglich alle Schauplätze entlang der Heißener Straße können von der Buslinie 186 aus besichtigt werden, hauptsächlich in Höhe der Haltestelle Terrassenfriedhof.

                           Linie 103 auf der Dellwiger Straße Nähe Bahnhof Dellwig - (c) Detlef Kettner

Montag, 12. Januar 2015

Ein bisschen bebilderter Lokalkolorit :o)

Im Rahmen meiner Reihe "Borbecker Geschichten" gibt es ja bereits vier E-Books, die in Dellwig, Gerschede, Bergeborbeck und Bochold spielen :o). Zu der in Bergeborbeck spielenden Liebesgeschichte mit dem Titel "Frühlingsgefühle am Bahnhof Bergeborbeck" (ISBN 978-3734-74852-3 ) habe ich direkt mal ein passendes Bild aufgetan, auf dem eben jener Bahnhof an der Hafenstraße zu sehen ist :o).

                                         (c) Kohlenpottknipser - panoramio.de

So sah der Bahnhof Bergeborbeck im Jahr 2008 aus, in dem das Foto entstanden ist. Dort hält lediglich die S2, die zwischen Duisburg und Dortmund Hbf pendelt - auf Essener Stadtgebiet fährt die S2 auf der Köln-Mindener-Strecke die Haltepunkte Dellwig, Bergeborbeck, Altenessen, Zollverein-Nord (ehemals Katernberg-Süd) an.

Jetzt könnt Ihr Euch auf jeden Fall ungefähr vorstellen, wie es auf dem Bahnhof Bergeborbeck aussieht. Auf den ersten Blick sieht es vielleicht nicht so romantisch dort aus, aber Liebesgeschichten können ja praktisch an allen Orten spielen :o).

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Ein Tannenbaum in den Gerscheder Weiden :o)

Natürlich wünschen meine Pferdchen auch an ihrem Arbeitsplatz in den Gerscheder Weiden in Dellwig einen eigenen Tannenbaum, denn Weihnachten ist ja das Fest der Liebe. Aus diesem Grund haben meine Pferdchen vorgestern einen Baum in Borbeck gekauft und auch schon geschmückt - mit Lichterkette, Christbaumkugeln, Engelshaar und Lametta. Timo fühlte sich schon wieder gemobbt und stellte in Anlehnung an den Loriot-Sketch "Weihnachten bei Hoppenstedts" fest: "Früher war mehr Lametta!" Stinki hat seinen Kollegen erst zurecht und ihn dann angewiesen, seine Nöhlerei einzustellen, sondern stattdessen lieber die Christbaumspitze zu befestigen, denn bei Timos Größe von 1.98 bot er sich ja auch am ehesten für diese Aufgabe an :o). Stinki ist wesentlich kleiner (ca. 1.72) und hat aus dem Grund gemeinsam mit ES (ca. 1.68) die unteren Zweige des Tannenbaums geschmückt. Thomas alberte mit dem Engelshaar herum, indem er es sich wie eine Stola um den Hals legte - erst, als Thorsten ihn scherzhaft als tuntig bezeichnete, legte Thomas das Engelshaar dorthin, wo es hingehört, nämlich um den Tannenbaum. Der Stationsarzt sang zu dem ganzen Chaos ausgerechnet den Simple Minds-Klassiker "Belfast Child", sodass Thomas fortan in Jugenderinnerungen schwelgte, komischerweise aber eher an Frank Zappa-Konzerte Anfang der 80er Jahre denken musste :o). Thorsten kicherte und sang "Erwin, der dicke Schneemann", während er fröhlich Lametta an die Zweige hängte. Timo nöhlte abermals: "Früher war mehr Lametta!"

Nach gut anderthalb Stunden war der Baum in den Gerscheder Weiden festlich geschmückt, sodass meine Pferdchen das Lied "Oh Tannenbaum!" anstimmten - warum sich danach einige Eichhörnchen vor eine auf der Köln-Mindener-Strecke entlang fahrende S2 Richtung Bahnhof Dellwig warfen, ist nicht so ganz klar, aber man könnte vermuten, es hing mit dem Gesang zusammen :o). Einer älteren Dame aus den Häusern nebenan fiel vor Schreck angesichts des schrägen Singsangs ihr Kissen von der Fensterbank runter auf den Bürgersteig, aber der Stationsarzt war so nett und hat es ihr wieder rauf in den dritten Stock gebracht.

Schließlich gab es noch modischen Zoff zwischen Timo (Köln) und Thorsten (Coesfeld). Timo wollte seine Schambehaarung allen Ernstes mit Lametta verlängern, aber Thorsten fand das wiederum tuntig und pries stattdessen die Christbaumkugeln in seinem Slip an, als zwei Damen mittleren Alters die Unterführung von der Weidenstraße in die Gerscheder Weiden nutzten :o). Timos Extensions an den Sackhaaren konnten die Damen allerdings nix abgewinnen - kein Wunder! Stinki fragte Timo: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!" und griff sich in den Schritt, um willige Kundinnen von der Qualität seiner Christbaumkugeln zu überzeugen. Thomas pries sich selbst an und sagte, dass er die schärfste Christbaumspitze habe, während der Stationsarzt eine blinkende Weihnachtsmütze mit der Aufschrift "Weihnachtsständer" über sein bestes Stück stülpte :o). Die Damen, die meine Pferdchen bis dato noch nicht kannten, wussten jedenfalls nicht so genau, was sie von dieser illustren Truppe halten sollten :o))).


Weihnachten - das Fest der Liebe - (c) Alexandra Döll, Essen



Sonntag, 26. Oktober 2014

Dinge, die man nicht verstehen muss

Am Mittwoch berichtete der Borbeck Kurier darüber, dass manche Menschen am Bahnhof Dellwig die Gleise als Bahnübergang nutzen, um zu dem Bahnsteig zu kommen, an dem die S2 Richtung Oberhausen/Duisburg hält - komisch, dafür gibt es seit Jahr und Tag eigentlich eine Fußgängerbrücke, die es den Menschen ermöglicht, diesen Bahnsteig gefahrlos zu erreichen. Die Güterzüge selbst fahren zwar auf den Gleisen hinter dem Bahnhof Dellwig, aber neben der S2, die einmal pro Stunde am Bahnhof Dellwig hält, gibt es dort öfter mal Durchfahrten von Personenzügen - und das eben auf den Gleisen, die überquert werden müssen, um den Bahnsteig Richtung Oberhausen zu erreichen. Oft hört man die Züge erst sehr spät, wobei jedoch meist vorher Durchsagen kommen, dass gleich eine Durchfahrt folgt und man bitte von der Bahnsteigkante zurücktreten möge. An den Bahnsteigkanten sind ja sogar extra Sperrflächen eingezeichnet, um sicher zu gehen, dass niemand durch den Sog eines Schnellzuges mitgerissen wird.

Es wäre ja vielleicht noch verständlich, die Gleise zu überqueren, wenn es die Fußgängerbrücke zum Bahnsteig Richtung Oberhausen nicht gäbe, aber diese Brücke ist dort schon seit vielen Jahren und m. W. auch gut gewartet, sodass sie problemlos benutzt werden kann, aber manche stehen offenbar darauf, sich in Gefahr zu bringen. Als ich während meines Studiums in der Beratungsstelle für Straffällige und deren Angehörige in Freisenbruch gearbeitet habe, konnte man auch am Haltepunkt Essen-Eiberg, wo die S1 hält, man früher oft beobachten, dass die Menschen, die Richtung Bochum wollten, zu faul waren, die Unterführung zu nutzen und dann den Bahnsteig Richtung Bochum zu betreten - viele sind auch lieber auf den näheren Bahnsteig Richtung Essen/Düsseldorf gegangen und haben von dort aus die Gleise überquert, weil sie keine Lust hatten, einen kleinen Umweg unterhalb der Bahntrasse in Kauf zu nehmen - dabei hätte der Umweg gerade mal 30 m betragen, haha. Okay, in Eiberg gab es keine Fußgängerbrücke wie in Dellwig, um den Bahnsteig Richtung Bochum zu erreichen, aber auch das war eigentlich kein Grund, sich unnötig in Gefahr zu bringen. Wenn jemand zu faul ist zum Laufen, sollte er vielleicht gar keinen ÖPNV nutzen, sondern ein eigenes Auto nehmen in der Hoffnung, dass er selbiges fast direkt vor der eigenen Haustür parken kann, denn wenn man erst noch 50 m zum fahrbaren Untersatz laufen muss, ist das ja für manche auch schon exorbitant anstrengend, weil manche ja ihr Auto am liebsten unterm Bett parken würden *kopfschüttel*.

Am Bahnhof Dellwig gibt es auch einen Park and Ride-Parkplatz, aber dort sind oft viele Parkboxen mit Müll zugestellt, z. B. alte Fernseher, alte Teppiche oder verrottende Autos, sodass der ohnehin nur begrenzte Parkraum noch weiter eingeschränkt wird. Darum kümmert sich komischerweise auch keiner, oder liegt das daran, dass Dellwig angeblich nicht so ein toller Stadtteil wie Bredeney oder Rüttenscheid ist? Am nahe gelegenen Haltepunkt Dellwig-Ost wurden die Probleme ja einfach dadurch gelöst, dass es jetzt nur noch einen Bahnsteig und einen Aufgang zum verbliebenen Gleis gibt - das war früher nämlich auch anders, aber in angeblich wenig attraktiven Stadtteilen spart die Bahn sich offenbar gerne kaputt. Das sieht man auch ganz gut am S-Bahn-Haltepunkt Frohnhausen, was ja auch schon viele Nutzer und Anwohner monieren. Seit das Freizeitbad Oase an der Nöggerathstraße geschlossen wurde, wird der Haltepunkt auch immer mehr sich selbst überlassen, obwohl dort direkt zwei S-Bahn-Linien halten (S1 und S3). Für Menschen mit Behinderung, Kinderwagen oder gebrechliche Personen ist Frohnhausen jedenfalls nicht geeignet, zumal auch die Rolltreppe am Eingang Onckenstraße wohl öfter ihren Dienst versagt.

Ich kann Leute nicht verstehen, die ihren Müll einfach auf Park and Ride-Parkplätzen ablaichen und/oder die zu faul sind, drei Schritte mehr zu laufen und sich dadurch in unnötige Gefahr zu begeben, aber ich kann auch die Bahn nicht verstehen, dass sie manche Haltepunkte in Essen und Umgebung immer mehr verrotten lässt, auch wenn die nicht in den sog. besseren Stadtteilen wie Bredeney, Hügel, Kettwig oder Rüttenscheid liegen.


Bahnhof Dellwig mit Fußgängerbrücke - (c) Stefan K.



Mittwoch, 8. Oktober 2014

Früher, am Bahnhof Dellwig...

Meine Oma hat ja bis Anfang 1986 in ihrem Haus auf dem Herskamp gewohnt. Manchmal bin ich an trockenen Herbstnachmittagen, wenn meine Mama mit ihrer Mama in der Wohnküche saß, mit meinem Vater in Dellwig spazieren gegangen - am liebsten zum etwa zehn Minuten entfernten Bahnhof Dellwig, denn dort konnte man Anfang der 80er immer jede Menge interessanter Züge sehen. Am Bahnhof Dellwig hielt bzw. hält zwar nur die S2 selbst, aber auf den ganzen Gleisen dort fuhren auch Personenschnellzüge Richtung Duisburg bzw. Essener Norden und Güterzüge.

Um am Bahnhof Dellwig auf das Gleis Richtung Oberhausen/Duisburg zu gelangen, musste man immer die kleine Fußgängerbrücke über die Gleise nutzen, die auch heute noch dort steht. Manchmal stand ich mit meinem Papa eine Stunde lang dort oben auf der Brücke und beobachtete die Züge, die durch Dellwig fuhren. Besonders gefreut habe ich mich immer, wenn eine grüne Lok mit einer Reihe von Güterwaggons kam, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem grünen Krokodil hatte. Das grüne Krokodil habe ich in natura lediglich ein einziges Mal gesehen, und auch nicht hier in Essen, sondern bei einem Spessart-Urlaub in Heigenbrücken im Jahr 1978.

Da damals noch wesentlich mehr Verkehr auf der Köln-Mindener-Strecke herrschte, sind Ende der 80er wohl auch die beschrankten Bahnübergänge im etwa 500 Meter entfernten Kraienbruch und auf der 350 Meter entfernten Prosperstraße abgeschafft worden, denn die sorgten bei geschlossenen Schranken oft genug für Rückstau auf Prosperstraße und Kraienbruch. Seitdem verlaufen beide Straßen ja unter der Bahntrasse, denn manchmal konnte man bis zu zehn Minuten vor der geschlossenen Bahnschranke am Kraienbruch stehen, wenn direkt mehrere Züge durch Dellwig fuhren. Den Namen "Glückauf-Schranke" trugen beide Bahnübergänge jedenfalls zu Recht :o), denn man hatte echt Glück, wenn die Schranken auf waren.

Wenn ich als Kind, als wir noch kein Auto hatten, mit meiner Oma und meiner Mama vom Herskamp zum katholischen Friedhof an der Haus-Horl-Straße gelaufen bin, wo mein Opa ab September 1975 beerdigt war, sind wir auch immer durch den Kraienbruch gegangen, wobei uns die Bahnschranke meist immer kurzfristig aufgehalten hat. Wir haben immer schon gespannt den Mitarbeiter im Häuschen beobachtet, denn wenn der den Hörer abnahm, wussten wir schon, dass sich die Schranke in Kürze wieder schließen würde, weil ein Zug im Anmarsch war. Damals war der Kraienbruch noch durchgängig befahrbar, sodass wir immer oft mit mehreren Autos zusammen vor den geschlossenen Schranken bzw. am Andreaskreuz warten mussten. Manchmal hatten sich die Schranken gerade gehoben, nachdem der letzte Zug durch war und kaum, dass man den Bahnübergang überquert hatte, ertönte wieder das charakteristische Pling-Pling der Schranken, die sich nach nicht mal einer Minute schon wieder erneut senkten.

Fotos vom Kraienbruch gibt es im Internet mehr als genug, aber leider keins, das noch den alten Bahnübergang mit den Schranken zeigt.


Bahnhof Dellwig im Winter - (c) Stefan K.

Auf dem Foto sieht man auch noch die Fußgängerbrücke über die Gleise, die ich weiter oben in dem Beitrag erwähnt hatte.

Montag, 19. Mai 2014

Bitte nicht hupen...:o)

..."Fahrer träumt von Schalke 04/Borussia Dortmund/Rot-Weiß Essen/HSV etc." - je nachdem, welcher Verein gerade beim Fahrer des jeweiligen fahrbaren Untersatzes angesagt war :o). Da gab es insbesondere zwischen Mitte der 80er und Mitte der 90er viele Autos, die mit derartigen Aufklebern herum fuhren. Im Gegensatz zu vielen heutigen Auto-Aufklebern, bei denen Eltern meinen, sie müssten die bescheuerten Namen ihrer Sprösslinge auf dem Heck spazieren fahren, hatte das ja wenigstens noch was Originelles, doch das ist jetzt hier nicht Thema :o)).

Ich bin schon froh, dass mein Stofftier Thorsten das tapernde Nashorn nicht Auto fährt, sondern lieber mit dem ÖPNV oder zu Fuß unterwegs ist, denn wenn das kleine Rhinozeros Auto fahren würde, bin ich mir ziemlich sicher, dass folgender Aufkleber das Heck seines fahrbaren Untersatzes zieren würde:

Bitte nicht hupen, Fahrer träumt von Roman Weidenfeller!

Jaja, seit Thorsten das tapernde Nashorn zusammen mit mir und den anderen Stoffies das Spiel zwischen Bayern München und Dortmund am Samstag gesehen hat, fährt der Kleine voll auf den BvB-Keeper ab :o)). So wie auf dem Foto unten sieht es aus, wenn Thorsten von Herrn Weidenfeller träumt:

 
Thorsten das tapernde Nashorn und weitere Stoffies auf
dem Balkon meiner Eltern - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Rechts hinten sieht man Thorsten das tapernde Nashorn, wie er so ganz versonnen an Roman Weidenfeller denkt. Besonders glücklich war Thorsten heute, weil ein Bild von seinem Lieblings-Torwart in der WAZ war - wenn auch leider nur von hinten. Über Thorstens Schwärmereien können der Haribo-Goldbär (ganz links am Bildrand), Monchhichi-Mädchen Melanie (Bildmitte) und der Hahn Racker (neben Melanie) nur freundlich schmunzeln. Die anderen Stoffies finden Herrn Weidenfeller zwar auch sympathisch, aber so weit wie bei Thorsten geht es doch nicht.
 
Thorsten das tapernde Nashorn möchte Roman Weidenfeller sogar gerne besuchen, aber ich kann ihm nicht sagen, wo er wohnt, und ich glaube auch kaum, dass Herr Weidenfeller als bekannter Profi-Fußballer irgendwo im Telefonbuch eingetragen ist. Auch wenn er für den BvB spielt, muss er ja nicht zwingend in Dortmund wohnen, da gibt es ja noch genug andere Städte, die direkt an Dortmund angrenzen, wie z. B. Castrop-Rauxel, Unna, Holzwickede (Quellort der Emscher) oder Bochum. Und selbst, wenn Herr Weidenfeller in Dortmund wohnt: Dortmund ist ja nicht gerade eine kleine Stadt und hat Essen einwohnerzahlenmäßig schon seit einigen Jahren bei weitem überholt, also gäbe es auch da genug Möglichkeiten, wo er in Dortmund wohnen könnte: Dellwig (ja, außer Essen-Dellwig gibt es auch Dortmund-Dellwig), Hörde (Westfalenpark), Kirchhörde, Stadtmitte, Marten, Wischlingen (Revierpark), Huckarde, Bodelschwingh, Aplerbeck, Eichlinghofen (Uni Dortmund), Brechten...
 
Auf jeden Fall hat mich das kleine Nashorn schon gefragt, wie man denn mit dem ÖPNV nach Dortmund kommt. Hm...ab Dellwig Bahnhof könnte er mit der S2 ohne Umsteigen bis Dortmund Hbf fahren, ansonsten könnte er mit der S9 ab Haltepunkt Dellwig-Ost bis zum Essener Hbf fahren und dort wahlweise in die S1 nach Dortmund umsteigen (hält aber an jeder Milchkanne...) oder in den RE1 Richtung Bielefeld, der auch am Dortmunder Hauptbahnhof Station macht, was die wesentlich schnellere Alternative zur S1 wäre. Thorsten ist in der Beziehung offenbar ziemlich unternehmungslustig, aber er hat ja ein Stofftierticket, das auch Dortmund mit einschließt, hihi. 

Montag, 16. September 2013

Die Köln-Mindener-Strecke in den Gerscheder Weiden

Die Köln-Mindener-Strecke verläuft u. a. von Oberhausen aus parallel zur Dellwiger Straße bzw. Donnerstraße, dann überquert sie wenig später Prosperstraße und Kraienbruch bzw. anschließend auch Gerscheder Weiden/Weidenstraße und Weidkamp, bevor sie weiter zu den S-Bahn-Haltepunkten Bergeborbeck, Altenessen und Zollverein-Süd verläuft.

Am Ende der Gerscheder Weiden sieht die Köln-Mindener-Strecke so aus:


                              Köln-Mindener-Strecke und Wendehammer Gerscheder Weiden
                              - (c) Alexandra Döll, Essen

In der Bildmitte ist hinter dem Laub noch der Durchbruch zwischen Gerscheder Weiden und Weidenstraße zu erkennen. Allerdings ist dieser Durchbruch unter der Bahnlinie nicht befahrbar, sondern lediglich für Fahrradfahrer und Fußgänger nutzbar.

Auf der Köln-Mindener-Strecke verkehren neben der S2 (Dortmund - Oberhausen) auch noch eine Reihe von Fern- und Güterzügen. Metallica freut sich jedenfalls immer, wenn wir aus dem Auto steigen und ein Zug gerade auf der Bahntrasse entlang rauscht :o).

Donnerstag, 30. August 2012

Sammys ungebetener Besuch

Sammy rief mich gerade nöhlend auf dem Handy an, weil Stinki bei ihr im Fußpflegestudio auf der Levinstraße erschienen ist. Er benahm sich bei ihr natürlich auch wie üblich - also wie ne offene Hose. Er beschwerte sich darüber, dass auf der Köln-Mindener-Strecke, die hinter dem Haus verläuft, in der Sammy ihr Fußpflegestudio hat, Züge entlang rauschen (welche Überraschung....) und fragte: "Was ist denn auf dem Bahndamm eigentlich los?!" *stöhn* Sorry, auf besagter Trasse fahren häufiger Güterzüge, manchmal auch Fernzüge und dann fährt da noch einmal die Stunde die S2 - dafür sind Eisenbahnschienen ja da, dass sich auf ihnen der Schienenverkehr abspielt...

Als er dann hörte, dass ich Sammys Mutti bin, hielt er sich mal ein bisschen zurück und verließ das Studio nach nicht mal zehn Minuten fluchtartig, weil er keine neuen Sprüche von mir kassieren wollte, hihi. Vorher hat er aber noch angefangen, Sammys Kartenspiel aufzuessen, aber Sammys Assistentinnen Barbara und Doris haben ihr versprochen, ihr in der Mittagspause ein neues zu kaufen - aber kein Stinki-Quintett! :o))

Dienstag, 8. November 2011

Nach Nebelauflösung sonnig - das Wetter im Revier

Gestern war der ganze Tag ja eher trübe - sogar das Tetraeder, das ich sonst von meinem Balkon aus sehen kann, war im Nebel verschwunden. Irgendwie passte das Wetter aber zum gestrigen, ziemlich bekloppten Tag, obwohl die S-Bahnen, mit denen ich nach Unna fuhr, teilweise durch schöne Landschaften rollten - jetzt hat sich der Nebel aber gelichtet und der klare blaue Himmel verspricht einen schönen sonnigen Tag.

Teilweise gab's aber bei meiner Reise von/nach Unna auch noch das Ruhrgebiet so zu sehen, wie viele Leute, die noch hier waren, sich das so vorstellen - alte Backsteingebäude mit dreckiger Fassade und morschen Fenstern; insbesondere in Gelsenkirchen und Herne. Auch unser Weltkulturerbe Zollverein sieht von der Rückfront her eher ziemlich morsch, baufällig und wenig anheimelnd aus - also kein Vergleich mit den Bildern, die sonst in den Medien gezeigt werden. Das ist ganz gut zu erkennen, wenn man mit der S2 Richtung Dortmund auf den Haltepunkt Zollverein-Nord (ehemals Haltepunkt Katernberg-Süd) zu rollt.

In Dortmund haben die Leute, die für die Benennung der S-Bahn-Stationen verantwortlich sind, teilweise auch nen Clown gefrühstückt. Am Haltepunkt Wischlingen hat man Zugang zum gleichnamigen Revierpark, der über ein sehr schönes Schwimmbad verfügen soll, aber wenn man dort ankommt, ist auf den ersten Blick nix von dem Revierpark zu sehen; vielmehr wirkt der Haltepunkt verloren und auch nicht gerade in anheimelnder Gegend trotz der ganzen Bäume drum herum. Im Ruhrgebiet gibt's insgesamt fünf Revierparks - Wischlingen in Dortmund, Vonderort in Oberhausen-Osterfeld/Stadtgrenze Bottrop, Nienhausen in Gelsenkirchen, Mattlerbusch in Duisburg, aber der Fünfte fällt mir gerade nicht ein...

Wenn man mit der S4 von Dortmund-Dorstfeld Richtung Unna rollt, gibt's auch nen Haltepunkt mit dem Namen Knappschaftskrankenhaus - hm, man hat aber echt Mühe, das Krankenhaus zu entdecken, hihi. Ich konnte es erst auf der Rückfahrt schwach hinter Bäumen und Wohnhäusern ausmachen. Unna ist ja ein recht gemütliches Kleinstädtchen mit ner schönen evangelischen Kirche, aber die Fahrt dahin war ja trotzdem umsonst.

Was auch sehr putzig ist: Wenn man vom Bahnhof Dellwig mit der S2 Richtung Dortmund fährt und alle Haltepunkte auf Essener Stadtgebiet (Bergeborbeck, Altenessen, Zollverein-Nord) sowie den Gelsenkirchener Hauptbahnhof hinter sich gelassen hat, dann steuert die S2 Wanne-Eickel Hauptbahnhof an, hihi. Die Stadt Wanne-Eickel gibt's ja schon seit Beginn der 1980er Jahre nicht mehr, denn Wanne-Eickel wurde nach Herne eingemeindet, sodass es jetzt nur noch Herne-Wanne und Herne-Eickel als eigene Stadtteile gibt. Dort findet auch alljährlich im August die Cranger Kirmes statt. Auch ein alter Schlager aus den 1950ern mit dem lustigen Titel "Der Mond von Wanne-Eickel" erinnert noch an die kleine Ruhrgebietsstadt, die nach Herne eingemeindet wurde. Der Bahnhof Dellwig - also der Startpunkt meiner gestrigen Reise - ist ja schon renoviert worden, aber sein kleiner Bruder, Haltepunkt Dellwig-Ost, an dem die S9 Richtung Bottrop bzw. Steele-Ost hält, hätte eine Renovierung mal wieder bitter nötig.