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Sonntag, 16. Oktober 2011

Diesmal eher langweiliger Grusel auf Tele5

Gestern Abend sah ich noch den Rest eines abgefahrenen Horror-Films auf Tele5, in dem außerirdische Ameisen eine tragende Rolle spielten. Einer der alkoholkranken Wissenschaftler hatte wohl ne Ameise in nem Blutgefäß sitzen - was Wunder, dass das keine Thrombose gab, höhö - die ihn belästigte. Die Ameisen konnten sich zu Händen, Klauen, Servern etc. formen, wobei ich angesichts der hanebüchenen Handlung ein Fragezeichen oder Daumen runter-Zeichen besser gefunden hätte. Außerirdische Ameisen - alle Achtung! Natürlich sind die nach ner Explosion in der Höhle, die sie sich als Domizil auserkoren hatten, wieder glühend und schillernd ins All abgeschwirrt, was ich gut verstehen kann, denn manches hält man echt im Kopf nicht aus, womit jetzt nicht nur der Film an sich gemeint ist.

Freitagmorgen, halb zehn bei Rewe am Carlsplatz in Düsseldorf! Neben mir und anderen Kunden schwirrten auch drei etwas 16-jährige Schüler in dem Laden rum - die blonde junge Dame musste ihrer Haarfarbe vor der Kasse natürlich wieder alle Ehre machen und hysterisch rumkreischen, weil der Saum ihrer Jeans nicht so gut zu ihren Fellstiefelchen korrespondierte, sodass sie da erst mal dran rumzuppeln musste unter lautem, zickigem Wehklagen. Hm...das ist ja total weltbewegend und ein Grund, bei Rewe nen hysterischen Rappel zu bekommen, so als wenn sie gerade in akuter Lebensgefahr schweben würde. Die Kassiererin guckte auch entsprechend dreieckig und fragte sich vermutlich, ob es auch intelligentes Leben in der Düsseldorfer Altstadt gibt. Dreht die in der Schule auch jedes Mal so ab, wenn was nicht zu ihrer Zufriedenheit läuft? Was macht sie denn später im Berufsleben, wenn sie nen berechtigten Rüffel von ihrem Chef bekommt? - "Chef, ich weiß, ich hab 20 Tippfehler in nem Fünfzeiler, aber erst mal muss ich den Saum von meiner Jeans in Ordnung bringen...!" (Autsch!!) Vielleicht wären die außerirdischen Ameisen aus dem o. g. Film auch schon mal in Düsseldorf gelandet, aber nachdem sie Blondchen und ihren total überzogenen, nicht ganz nachvollziehbaren hysterischen Rappel an der Kasse bei Rewe erlebt haben, haben sie von ihrem ursprünglichen Vorhaben lieber wieder Abstand genommen, weil sie zu der Überzeugung gelangt sind, dass die junge Dame nicht gerade Intelligenz und Tiefgang repräsentiert.

Auch sonst fragt man sich manchmal, ob es in manchen Personalabteilungen und Firmenetagen noch intelligentes Leben gibt. Da werden Sekretärinnen zweckentfremdet, um Gleisbauarbeiten zu beaufsichtigen, Leute kriegen die Kündigung, weil sie es in leitender Position gewagt haben, zu einem Kollegen zu gehen, ohne sich vorher bei der Sekretärin nen Termin geben zu lassen, manche Unternehmen halten es noch nicht mal mehr für nötig, Bewerbungen zu beantworten bzw. schicken die Unterlagen nur zurück, wenn der Bewerber noch nen frankierten Rückumschlag beilegt...hm, wenn die dafür schon keine Kohle mehr haben, sollten sie vielleicht nicht nach neuen Mitarbeitern suchen, denn die müssen ja auch noch bezahlt werden und sind etwas teurer als das Rückporto für die Rücksendung von Bewerbungsunterlagen.

Leider gibt es auch genug Menschen - insbesondere Frauen - die den Status Quo einfach so hinnehmen und/oder sich die Welt noch schön reden. Manche Frauen sind stolz, wenn sie sich trotz eines total untertariflichen Gehalts über die Runden quälen anstatt das zu fordern, was ihnen zusteht, manche argumentieren ja damit, dass der Partner gut verdient...ist ja schön und gut, wenn der Mann gut verdient, aber auch der kann man arbeitslos werden, denn entgegen der landläufigen Meinung, die auch noch schön in allen Massenmedien widergekäut wird, sind von Arbeitslosigkeit nicht nur gering qualifzierte Arbeitnehmer betroffen, sondern in zunehmendem Maße auch Akademiker. Und selbst wenn der Mann in guter Position ist: Die Frau bleibt eine eigenständige Person, auch in einer guten Partnerschaft, und warum sollte sie gehaltlich nicht auch ne angemessene Entlohnung fordern?

Gleichzeitig machen solche Weiber, die sich auf das gute Gehalt des Partners berufen und sich deshalb mit Hungerlöhnen abspeisen lassen, auch den Ledigen alles kaputt, die sich von ihrem Gehalt alleine ernähren müssen und die somit nicht auf die finanzielle Unterstützung des Mannes zurückgreifen können. Dann kommen von den Arbeitgebern, die sich trotz guter wirtschaftlicher Lage außer Stande sehen, faire Gehälter zu zahlen, gerne Argumente wie: "Ja, es gibt aber Leute, die gehen trotz guter Qualifikation auch für 1.500 Euro brutto bei ner 40-Stunden-Woche arbeiten...!" Hm, da gibt's nur eins: Dann soll der Arbeitgeber sich jemanden suchen, der alle Qualifikationen und Voraussetzungen mitbringt, und der tatsächlich manipulierbar genug ist, für 1.500 Euro brutto arbeiten zu gehen, obwohl ihm eigentlich mindestens 500 bis 1.500 Euro mehr zustünden - wer da halbwegs vernünftig mitdenkt, sollte das Gespräch an dem Punkt beenden und sich nicht mehr umdrehen, wenn er das Zimmer verlässt. Es ist nämlich alles andere als fair, wenn Arbeitgeber karierte Maiglöckchen erwarten, die alles oder mehr können, als sie eigentlich müssten, die dann aber mit Dumping-Löhnen abgespeist werden sollen. Das ist wohl auch einer der Gründe, warum viele Stellen nicht mehr direkt, sondern über die Zeitarbeit besetzt werden, denn da gibt's einige berühmt-berüchtigte schwarze Schafe auf dem Markt, die ner Vorstandssekretärin auch gerne nur 7,50 Euro die Stunde zahlen würden ohne Verpflegungs- und Fahrtkostenzuschuss. Das unglaublichste Angebot eines großen Zeitarbeitanbieters, das mir bekannt ist, war ein Stundenlohn von 3,50 Euro für eine kaufmännische Angestellte, die in Vollzeit in einem Autohaus am Empfang tätig werden sollte - das entspricht bei 168 Arbeitsstunden pro Monat einem Bruttolohn von knapp 800 Euro. Das ist wirklich gruselig...! 

Spricht man die Personaldisponenten darauf an, dass dieser Stundensatz sittenwidrig ist, kommt das ewig gleiche Geschwafel der Marke "Ja, aber unser Kunde ist nicht bereit, mehr zu zahlen und das ist ja auch ein renommiertes Unternehmen...!" Wenn das Kundenunternehmen tatsächlich so renommiert ist, können die ja auch vernünftige Löhne zahlen, oder?

Gleichzeitig wird mit der Zeitarbeit vielfach auch der Kündigungsschutz hinter den Kulissen aufgeweicht - nen festangestellten Arbeitnehmer wird man nicht so leicht los wie nen Leiharbeiter, wenn dem Chef die Nase nicht mehr gefällt oder was auch immer. Vor dem Hintergrund wundert es mich auch nicht, dass viele meiner Kunden nicht in die Arbeitnehmerüberlassung vermittelt werden möchten, weil sie genau wissen, was ihnen in 95 % der Fälle blüht. 

Die Süddeutsche titelte letztes Jahr ziemlich provokativ, ob es Jobs nur noch für Models gibt. Ganz Unrecht hat der Verfasser des Artikels damit nicht, denn den Eindruck könnte man öfter mal gewinnen, dass Verpackung vor Inhalt geht - ich stelle die birnigste, manipulierbarste und dümmste Tussi ein, die nix kann außer sich blöd benehmen und dem Chef nach dem Mund labern, aber Hauptsache, das Äußere stimmt. Eine meiner Kundinnen hat einen kleinen Schönheitsfehler, der aber über ihre fachliche Qualifikation überhaupt nix aussagt - trotzdem ist sie noch nie zu nem Gespräch eingeladen worden, wobei es an den Unterlagen eigentlich nicht liegen kann. Wir befürchten schon ganz ekelhaft, dass der kleine Schönheitsfehler in vielen Fällen der Grund für die Absagen bzw. Nicht-Reaktion ist. Hm, eigentlich soll die Dame Personalentwicklungskonzepte implementieren und als Schnittstelle zwischen den Abteilungen fungieren und nicht übern Laufsteg wandeln bzw. auf dem Cover von Zeitschriften mit ihrem Gesicht in Großaufnahme werben.  Außerdem wird auch bei Models soviel retouchiert, sodass die im Alltag auch nicht immer so gut aussehen wie im Fernsehen oder auf Zeitschriftencovern. Da stellt sich die Frage, ob manche Arbeitgeber ein manipulierbares schönes Püppchen wollen oder ne Mitarbeiterin mit Fachwissen und Persönlichkeit. Schönheit ist auch immer relativ - was der eine gut findet, muss der andere noch lange nicht gut finden.

Diese ewige Gleichmacherei ist ohnehin total gruselig - gerade bei jungen Mädchen sieht man oft schon gar keine Individualität mehr, weil sie scheinbar alle die gleichen Klamotten, die gleiche Frisur und das gleiche Make-up tragen. Ob die immer alle so schön sind, steht auf nem ganz anderen Blatt, denn manche haben trotz eines ebenmäßigen Gesichts und guter Figur so einen stupiden, selbstunzufriedenen Gesichtsausdruck, sodass die trotzdem weder sympathisch noch gutaussehend wirken.

Manche Menschen wiederum, die überdurchschnittlich gut aussehen, aber zusätzlich auch noch über Ausstrahlung, Persönlichkeit und Intelligenz verfügen, beklagen sich vielfach, dass sie nur auf ihr ansprechendes Äußeres reduziert werden und ihnen somit eine eigene Meinung, Fachwissen und Intelligenz abgesprochen werden. Auch das kann auf Dauer unzufrieden machen, wenn äußerliche Schönheit gleichzeitig mit Dummheit assoziiert wird, denn das stimmt nun wirklich nicht in allen Fällen. Natürlich ist es angenehm, wenn jemand innerlich und äußerlich schön ist - was wiederum vielfach im Auge des Betrachters liegt - aber ein gutes Aussehen ersetzt weder Intelligenz noch Persönlichkeit. Manche Arbeitgeber scheinen jedoch eher Angestellte der Marke "schön dumm" zu bevorzugen und wenn man sich anguckt, über was für Bratbirnen in den Boulevard-Medien berichtet wird, nur weil sie sich mal nen Promi geangelt haben und es verstehen, sich mainstream-tauglich zu stylen, wird leicht der Eindruck erweckt, dass reine Äußerlichkeiten vor Bildung und Charakter gehen. Wer würde heute von einer Liljana Matthäus sprechen, wenn sie sich nicht "uns Loddar" geangelt hätte? Wer von einer Gina-Lisa oder einer Sarah Dingens? Normalerweise niemand, aber über irgendwas Triviales müssen die Medien ja berichten. Wenn das jetzt die neuen Vorbilder sein sollen, dann gute Nacht, Deutschland!

Dienstag, 20. September 2011

Sternenhimmel über Gerschede

Heute früh, bevor die Wolken kamen *frust*, konnte ich mich an einem wunderschönen, klaren Sternenhimmel erfreuen, genau wie gestern Abend. Das Nordische Kreuz ist ebenso zu sehen wie der Große Wagen und der Kleine Bär *freu* - und das Sternbild Geile Gewürzgurke darf natürlich auch nicht fehlen, hihi. Auch die Venus steht hell und freundlich am Himmel. Heute Morgen hatte sich noch der abnehmende Halbmond dazu gesellt. Um 5.15 Uhr war jedoch vorbei mit der Herrlichkeit am Himmel, denn dann zogen die ersten Wolken auf *nerv*. Nun haben wir eine gleichmäßige graue Wolkendecke über uns, aber wenigstens soll es niederschlagsfrei bleiben.

Mein Gatte ist gerade nach Rewe zum Carlsplatz getapert und hat jetzt, nachdem er wiedergekommen ist, eisige Hände. Es ist aber auch kalt draußen - ich merke es jeden Morgen, wenn ich auf'm Balkon eine rauche, und insbesondere an sternenklaren Tagen *bibber*. Mittlerweile muss ich mir wenigstens ne Jacke drüber ziehen, daran merkt man, dass der Herbst mit Riesen-Schritten näher kommt. Meteorologisch haben wir ja schon seit 1. September Herbstanfang, kalendarisch ist das erst in drei Tagen der Fall. Auch meinen Stofftieren ist es morgens mittlerweile zu kühl, um Sterne zu gucken bzw. den Mond anzufreundeln, insbesondere natürlich meinem trächtigen Lieblings-Stofftier Sammy :o).

Mittwoch, 21. Juli 2010

Kurioses am Carlsplatz in Düsseldorf

Eigentlich war ich in der Mittagspause auf der Suche nach einer Metzgerei, da ich Heißhunger auf Fleischwurst hatte - unter Google stieß ich auf die Empfehlung "Metzgerei Stüttgen" am Carlsplatz. Da sich der Carlsplatz in unmittelbarer Nähe zu unseren Räumlichkeiten befindet, bin ich dort vorhin mal rüber gelaufen - Marina hatte auch Spaß daran, weil es dort u. a. auch französischen Milchziegenkäse gibt. Die französischen Milchziegen sind jetzt der neue Kult bei uns im Büro ;o) und sorgten hier schon für mehrere Heiterkeitsausbrüche.

Hm, die Metzgerei Stüttgen habe ich nicht gefunden, sodass ich dann doch nach Rewe gegangen bin. Dort gab es Fleischwurst mit Knoblauch (juhu!) und für Marinchen habe ich glattweg sogar französischen Ziegenkäse dort gefunden! Sie hat sich sehr darüber gefreut und belegt sich gerade ein Brot mit selbigem, um das Geschmackserlebnis mal zu testen. Guten Appetit! ;o) Renate hat mal nen Ziegenhaltungskurs gemacht - allerdings in der Eifel, nicht in Frankreich - und uns auch mal Ziegenmilch und -käse angeboten, wobei ich sagen muss, dass mir beides vom Geschmack her zu streng ist. Schafsmilch und -käse mag ich wesentlich lieber, denn die Produkte sind zwar auch würzig, aber doch wesentlich milder als Ziegenerzeugnisse.

Nun aber zurück zu den Kuriositäten am Carlsplatz in der Düsseldorfer Altstadt! Schon alleine einige Werbungen und Beschriftungen für Marktstände hatten schon was beinahe Sexistisches an sich, hihi - dort gibt es u. a. winterharte Stauden *kicher*. Am gleichen Stand gibt's Koniferen - die findet man ja sonst häufiger eher in Arztpraxen und Krankenhäusern...

Eine junge Dame, deren überdimensionierte Sonnenbrille (Hauptsache, ich bin stylish...) offensichtlich so gut abgetönt war, dass sie keine Hindernisse mehr in ihrer Umgebung wahrnahm, hat mit ihrem Fahrrad einen Anzugträger über den Haufen gefahren, aber dem Herrn ist zum Glück nichts passiert. Dennoch wurde sein schlecht gelauntes Krawattenträgergesicht danach noch griesgrämiger - ich frage mich immer, warum viele Anzugträger aus der Wäsche gucken, als wenn das ganze Leben eine Strafe wäre. Das ist wohl oft ein Beweis dafür, dass Geld allein auch nicht glücklich macht.

Richtig skurril war allerdings der Anzugträger, der genau wie ich bei Rewe durch die Gänge geisterte und schließlich auch an der Kasse vor mir stand. Er trug einen beigen Nadelstreifenanzug und weiße, glänzende Gamaschen mit hoch gebogenen Spitzen, die auch noch mit Strass-Steinchen besetzt waren. Sein sonnenbankgegerbtes Gesicht versteckte er hinter einer riesigen Sonnenbrille, aber am skurrilsten war seine Frisur: unnatürlich blondiert und eine Mischung aus Atze Schröder, 80er Jahre-Vokuhilas inklusive Dauerwelle und Elvis. Die Forderpartie seiner Frisur wirkte eher wie ein aufgequollener Kaffeewärmer. Ansonsten hatte ich den Eindruck, er haut sich da jeden Morgen mindestens zwei volle Dosen Haarspray rein, damit die Frisur auch wirbelsturmfest einzementiert ist und noch nicht mal von einem Tornado der Stärke F5 zerstört werden könnte - wenn man schon durch die Luft fliegt, muss ja wenigstens die Frisur sitzen...der ganze Typ erinnerte mich eher an einen Robert DEADFORD. Allerdings muss man dem Herrn zugute halten, dass er wenigstens nen eigenen Style besitzt, während gerade sehr junge Leute stil- und gesichtsmäßig einander dermaßen gleichen, dass man sie glatt miteinander verwechseln könnte, wenn man nicht zu genau hinsieht - gleiche Frisur, gleiches Top, gleiches Make-up...

Dienstag, 22. Juni 2010

Ein zweideutiger Einkauf am Carlsplatz






Fotos: (c) Marina Hong, Düsseldorf
Da sind wir ja alle Vier - Thomas und Marina beschäftigen sich mit dem Nashorn, Steffi zeigt professionell auf Blumen, die gut mit ihrem Oberteil harmonieren und Alex grinst an ihrem 36. Geburtstag teuflisch vor sich hin....
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Marina, Steffi, Alex und Thomas ziehen in der Mittagspause gemeinsam los nach Rewe am Carlsplatz, um dort wegen des schönen, sonnigen Wetters ein Eis zu kaufen. Sie wühlen in der Eistruhe, um sich ihr Lieblingseis heraus zu fischen. Marina findet aber zunächst nicht das, was sie sucht und fragt Alex, die bereits mit ihren Krabbelhändchen in tiefere Schichten der Eistruhe vorgedrungen ist: "Hast du nen braunen Bär?" Alex lacht schallend los, Thomas auch, nur Steffi macht das betretene Gesicht und findet die Frage indiskret ;o). Schließlich wird Alex jedoch fündig und überreicht Marina feierlich ein Eis der Sorte Brauner Bär. Marina ist glücklich und fotografiert Obst in der nahe gelegenen Obsttheke - Kiwis, Äpfel, Bananen, Weintrauben...Steffi will ihre Kollegen nicht mal kennen und sucht verschämt nach Bio-Nudeln. Thomas noggert sich lieber einen.


Als alle ihr Eis bezahlt haben und draußen im Sonnenschein anfangen, selbiges zu essen, muss Marina natürlich ein Foto von Alex schießen, die an ihrem Ed von Schleck nuckelt, wobei sie das Eis vor- und zurückschiebt. DAS erinnert Marina an was - und nicht nur sie! ;o) Thomas schwankt zwischen brüllendem Lachen und Schamesröte, während Steffi mal wieder das betretene Gesicht macht und ihr Cuja Mara Split lutscht. Thomas noggert sich immer noch einen.


Plötzlich taucht auch Annette auf und sieht, wie Alex an ihrem Ed von Schleck nuckelt. Marina wälzt sich mittlerweile vor Lachen am Boden und auch Alex erstickt bald an einem Lachkrampf. Annette lacht wieder typisch Annette-like. "Haha, das sieht aus...hahahaha, das ist ja komisch! Ach, und Thomas noggert sich einen! Ist ja witzig!" Danach kriegen Marina und Alex einen kompletten Lachflash. Thomas grinst leicht unsicher und weiß nicht so recht, was er davon halten soll. Steffi rollt mit den Augen und tanzt um die Laterne herum, als Annette endlich im Drogeriemarkt verschwindet mit dem Hinweis, dass sie nachher noch mal ausführlicher käme - DAS war ja jetzt eher ein Quickie ;o). Marina und Alex prusten mal wieder los. Thomas lacht brüllend, fragt sich aber, wie lange er noch soviel weiblichen Sexismus verkraften kann - vor allem aus Alex' Mund.


Die Vier haben ihr Eis mittlerweile aufgegessen und Annette ist immer noch nicht gekommen. Deshalb gehen Marina, Steffi, Alex und Thomas ohne Annette zurück in ihr Büro an der Hohen Straße. Dann muss Annette eben alleine kommen ;o).

Mittwoch, 5. Mai 2010

Was Abgefahrenes: Neues PC-Spiel


Foto: (c) Mario N., Pixelio
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Schock!! Der Charmin Bear besucht eine Düsseldorfer Bank, um dort steuerlich zu beraten und bekommt Dünnpfiff! Das Klopapier ist leider alle und so ruft er verzweifelt nach einer Rolle Charmin-Toilettenpapier, das in Deutschland aber gar nicht mehr so leicht zu beschaffen ist, weil Charmin gegen den Kundenwillen von Procter & Gamble nach Zewa umgezogen wurde und seitdem sowohl Qualität als auch Preis-Leistungs-Verhältnis und Design sehr zu wünschen übrig lassen.
Die Aufgabe der lustigen Assistentinnen Marina, Alex, Steffi, Uli und Renate ist es nun, doch noch Original-Charmin-Klopapier zu beschaffen. Dazu muss mindestens eine der Damen nach Rewe auf der Friedrichstraße, weil es dort noch Restbestände vom Original-Charmin-Klopapier gibt, aber wie soll man dort hinkommen, wenn sich einem dauernd etwaige Hindernisse in den Weg stellen?
Steffi muss z. B. aufpassen, dass sie nicht ihren Frauenmagnet-Modus versehentlich aktiviert (ist per Knöpfchen auf ihrer Sitzfläche angebracht und mit den Buchstaben FM versehen)! Das kann z. B. passieren, wenn sie zu sehr auf ihrem Stuhl herumrutscht, weil sie gerade das Foto eines tollen Typen in einer Stellenanzeige entdeckt hat oder wenn sie zu lange an der Wand lehnt. Dann hat sie ein Problem, denn liebestolle Saftschubsen wollen mit ihr kuscheln, sodass es schwierig für Steffi werden könnte, die Bank zu verlassen und nach Rewe zu flitzen.
Sammy flitzt entweder wahlweise mit einem kleinen, elektrischen 5er-BMW übern Flur oder versucht, Melonen quer übern Flur zu transportieren, sodass aufgrund ihrer Kleinheit und der Größe der Melone nur noch plüschige Beinchen zu sehen sind, die übern Flur eiern. Da müssen natürlich die Assistentinnen helfen bzw. aufpassen, dass sie sich nicht den Fuß verstauchen, weil Sammy ihnen mit dem Mini-5er übern Fuß rollt...
Marina wird meist von Annette aufgehalten ("Ich hab da noch mal ne Frage..." - übrigens eine, die sie schon zum x-tausendsten Male in gut 18 Monaten gestellt hat...), jagt ihrer entlaufenen Ananas hinterher, die sich selbst lieber im Hofgarten einpflanzen möchte oder bespricht ihr Mittagessen - wenn sie nicht gerade wieder eine Frage von Annette gestellt bekommt! Irgendwie muss es Marina also gelingen, sich von Annette, ihrem Essen und/oder der entlaufenen Ananas loszueisen, denn sonst wird sie Rewe niemals erreichen, um Charmin-Toilettenpapier zu kaufen.
Alex als venusbeherrschtes Stiermädchen wird ständig von gut gebauten Männern abgelenkt, sodass sie ihre kleinen Krabbelhändchen zart über deren Oberarme und/oder -körper gleiten lässt. Meistens erzählt ihr Thomas ihr dabei auch noch umständliche Geschichten ("Ja, hm, ich weiß nicht...was meinst du denn?!") oder jammert, weil er ein Pfützchen gemacht hat, sodass auch die ganzen Männer ein Hindernis auf dem Weg nach Rewe darstellen. Ihr Zeno tut sein Übriges, denn er spielt ihr auf seiner E-Gitarre ein schwermetallisches Geburtstagsständchen nach dem anderen. Um das Maß voll zu machen, hüpft auch noch Crazy Frog mit vier Flaschen Medium-Mineralwasser übern Flur, labert Zeno und/oder Alex voll und erzählt was von den Rosinen, die in ihrem Kopf aneinander prallen. Wenn es Alex und Zeno nicht gelingt, Crazy Frog zu entrinnen, mutieren beide zum Skelett und brauchen erst mal was, um ihre Energie aufzuforsten (vgl. unten).
Uli und ihr kleiner Hund Herkules werden von anderen niedlichen Wuffelwuffs zum Spielen animiert, zudem ist Uli auch noch ständig damit beschäftigt, deren Häufchen in den dafür vorgesehenen Spezialbeuteln zu entsorgen. Aufpassen ist angesagt, wenn der Schäferhund Death Magnetic (aktuelles Metallica-Album aus dem Jahr 2008, Anm. d. A.) die Szene betritt, denn er hebt ständig sein Bein und pullert alles an, was da unmotiviert in der Gegend rumsteht - Pflanzen, liebestolle Saftschubsen, andere Menschen...dann muss Uli auch noch Pfützchen wegwischen!
Renate hat Stress mit ihrem Navi und irrt durch die Bank, sodass sie den Ausgang zunächst nicht finden kann. Sie muss deshalb erst den orientierten Pfadfinder finden, der ihr den Weg weist, aber der ist ständig im Haus unterwegs, leistet Erste Hilfe, wo nötig oder verteilt kostenlos Ovomaltine an alle! Kein Wunder, dass auch Renate nur schwerlich die Bank verlassen kann.
Selbst, wenn eins der Mädchen es schafft, sich bis zum Empfang durchzuarbeiten, um die Bank zu verlassen, gibt es noch ein Hindernis: Die blöde Empfangskraft Dummwiebrot, die keinen durch die Schleuse lässt mit den Worten "Du kommst hier net raus!". Ziel ist es nun, Dummwiebrot davon zu überzeugen, dass man mal dringend vor die Tür muss - das funktioniert meistens nur mit Hackebeilchen oder Kettensägen, gelegentlich auch mit einem Kündigungsschreiben, das dann aber auch erst mal erstellt werden muss!
Auch auf der Straße und bei Rewe warten bedrohliche Hindernisse: blinde Busfahrer, entlaufene Elche, anmaßende Anzugträger, die im Weg rumstehen und einem schon mal irgendwas in die Hacken rammen (z. B. den Trolly oder bei Rewe den Einkaufswagen), bissige Bisamratten, die einen Betriebsausflug zum Kirchplatz machen, eine schwerst nikotinabhängige Kassiererin, die während ihrer Schicht eine Schachtel verqualmt und somit seltenst an der Kasse sitzt bzw. nicht ohne Rauchwolken in die Luft zu blasen, sodass die Feuerwehr ausrückt, weil alle denken, bei Rewe brennt's...
Die Figur, der es gelingt, dem Charmin Bear eine Klorolle zu bringen, hat gewonnen. Allerdings ist darauf zu achten, dass Charmin Bear nicht von Hunden belästigt wird, weil er sonst nen Herzkasper bekommt und verstirbt, bevor er das Klopapier nutzen kann. Die Mädels müssen ihre Energie zwischendrin mit Obst, Salatcups von Aldi, Pizza, Kaffee und Medium-Mineralwasser aufforsten, denn sonst schlafen sie im Stehen ein oder mutieren zum Skelett, wenn Crazy Frog zu lange von den aneinander prallenden Rosinen in ihrem Kopf labert!
Punktabzüge gibt es übrigens auch für die Spielfiguren, wenn sie böse Wörter mit F und G benutzen - also z. B. Frikadelle, F***en, Fichte, Frank, Feldhamster, geil, Ginster, Giraffe, Gerda, gerne. Schimpfwörter wie "Dumme Kuh!" oder "Blöde Nuss!" sind selbstverständlich erlaubt.