Vorhin berichtete ich meiner freundlichen Zimmerpflanze und Ehefrau von der interessanten Natur-Dokumentation über den Nationalpark rund um den Mount St. Helens, die gestern in der ARD lief. Schon als ich mit den Worten ansetzte "Du, ich hab gestern eine interessante Natur-Dokumentation gesehen...", fing sie an zu lachen und zeigte mir das Ungläubigkeitszeichen, weil Natur-Dokumentationen wohl für meine Gattin gleichbedeutend mit Pornos und Erotik-Streifen sind, haha. Na ja, die werden ja meist eher im Hochglanz-Ambiente gedreht und seltener in schöner Natur. Wenn wirklich mal ein Porno-Produzent am Fuße des Mount St. Helens drehen sollte, kann man ja Wetten darauf abschließen, wer zuerst explodiert - die Darsteller oder der Vulkan :o).
Beim Mount St. Helens handelt es sich ja lediglich um einen ruhenden, aber nicht erloschenen Vulkan, der also jederzeit wieder ausbrechen kann. Auch die gewaltige Eruption im Mai 1980, bei der praktisch die ganze Nordflanke des Berges abgesprengt wurde, hatte sich nicht durch größere Warnzeichen angekündigt - deshalb waren die Folgen für die Natur und alle Menschen, die sich an jenem Tag dort im Umkreis von 15 km bis 30 km aufhielten, so verheerend. Allerdings finde ich es immer wieder beeindruckend, wie gut sich die Natur auch nach solchen Katastrophen selbst hilft und reguliert - ohne dass der Mensch da eingreifen muss.
Das erinnerte mich an die Situation bezüglich meiner Einweihungsparty, die ja ursprünglich bereits am 25. Juni und nicht erst am 27. August stattfinden sollte - zu dem Zeitpunkt wusste ich ja noch nicht, dass ich am 25. Juni nach einer TIA mit Doppelbildern im Krankenhaus liege :o/. Groupie Thomas hatte ja auch damals für meine Fete zugesagt und wollte im Naturfreundehaus in Mülheim übernachten, um mir am nächsten Tag noch ein bisschen bei den Party-Vorbereitungen zur Hand zu gehen und eventuell noch gemeinsam mit mir das Folkwang-Museum zu besuchen. Als ich Marina davon berichtete, dass Thomas im Naturfreundehaus in Mülheim übernachten will, kicherte sie natürlich los und fragte grinsend: "Naturfreudenhaus?!" Das war mir schon klar, dass sie statt "Freundehaus" das wesentlich zweideutigere "Freudenhaus" verstanden hat, hihi.
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Dienstag, 6. September 2011
Ein etwas verrückter Abend
Gestern sah ich endlich mal den Halbmond, der groß und fröhlich am Himmel stand, was insbesondere auch Sammy erfreute, die ja mondsüchtig ist und sich immer freut, wenn "es möndelt". Sammy winkte ihrem Lieblingsplaneten begeistert vom Balkon aus zu. Auch Sterne waren nachher, als es dunkel war, richtig gut zu sehen - das ist der Vorteil, wenn man nicht zur Straße hinaus wohnt und somit der Blick auf den Himmel nicht durch zusätzliche Lichtquellen getrübt wird. Fledermäuse waren allerdings leider keine unterwegs.
Hm, im Fernsehen habe ich mir zunächst einen sehr interessanten Bericht in der ARD angesehen über die Kraft der Natur, die sich nach dem gewaltigen Ausbruch des Mount St. Helens im Mai 1980 wieder so gut erholt hat. Danach war nicht mehr so viel Gescheites, sodass ich irgendwann zu meiner eigenen Belustigung beim Shopping-Sender QVC hängen blieb, wo Hautcremes und -seren von Elizabeth Grant vorgestellt wurden. Ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass die Produkte wirksam sein können, aber es gab zwei Dinge bei dieser Dauerwerbesendung, die mich ziemlich belustigt haben. a) Der Ton der Kosmetikerin; b) die Zähne einer der Damen, an der die Hautcremes getestet wurden.
Zu a):
Mir ist zwar klar, dass Kosmetikerinnen freundlich sind bzw. sein müssen, um ihre Kundschaft nicht zu vergraulen und längerfristig an sich zu binden - das gilt eigentlich für alle Berufsgruppen, die in irgendeiner Form mit Patienten, Kunden, Klienten, Mandanten arbeiten - aber mir fiel mal wieder sehr stark auf, dass der Ton ZU freundlich war. Wenn es total gekünstlelt wirkt und so dick aufgetragen, dass man das Gefühl bekommt, man könnte auf der Schleimspur ausrutschen, wenn man sich dort im Studio aufhalten würde, ist das auch übers Ziel hinaus geschossen. Diese Heititei-Sprache, verbunden mit ebenfalls dick aufgetragener Werbung für die Produkte, brachte mich jedenfalls zum Schmunzeln. Ich komme nur darauf, weil mir das schon häufiger bei Kosmetikerinnen aufgefallen ist, dass der Tonfall nicht nur freundlich, sondern übermäßig freundlich ist; heititei eben. Ich würde mich da nicht besonders wohlfühlen und ich denke, unseren Kunden ginge es ebenso, wenn wir nicht nur freundlich zu ihnen wären, sondern so eine gekünstelte, übertriebene Freundlichkeit und Heititei-Sprache an den Tag legen würden.
Zu b):
Schönheitsfehler haben wir alle - der eine hat nen schief stehenden Schneidezahn, der andere, obwohl sonst schlank, breite Hüften, der dritte nen Huckel auf der Nase; also alles kein Problem. Die Dame jedoch, die dann später das Serum von Elizabeth Grant aufgetragen bekam, hatte ihren Mund erdbeerrot geschminkt, wogegen auch nix einzuwenden ist, aber wenn sie dann ihre ansonsten ebenmäßigen Zähne zeigt (eher fletscht...), in den Lücken aber noch Reste der Pansen vom letzten Pfingstfest (war in diesem Jahr am 12./13. Juni) vorhanden zu sein scheinen, dann fällt es mir schwer, da ernst zu bleiben - und dann frage ich mich auch, warum dann der Mund so vom Kameramann überbetont werden muss. In einer etwas weniger nahen Einstellung sind die Pansenreste zwischen den Zähnen nämlich kaum aufgefallen. Auch das kam irgendwie unfreiwillig komisch rüber.
Hm, im Fernsehen habe ich mir zunächst einen sehr interessanten Bericht in der ARD angesehen über die Kraft der Natur, die sich nach dem gewaltigen Ausbruch des Mount St. Helens im Mai 1980 wieder so gut erholt hat. Danach war nicht mehr so viel Gescheites, sodass ich irgendwann zu meiner eigenen Belustigung beim Shopping-Sender QVC hängen blieb, wo Hautcremes und -seren von Elizabeth Grant vorgestellt wurden. Ich möchte gar nicht in Abrede stellen, dass die Produkte wirksam sein können, aber es gab zwei Dinge bei dieser Dauerwerbesendung, die mich ziemlich belustigt haben. a) Der Ton der Kosmetikerin; b) die Zähne einer der Damen, an der die Hautcremes getestet wurden.
Zu a):
Mir ist zwar klar, dass Kosmetikerinnen freundlich sind bzw. sein müssen, um ihre Kundschaft nicht zu vergraulen und längerfristig an sich zu binden - das gilt eigentlich für alle Berufsgruppen, die in irgendeiner Form mit Patienten, Kunden, Klienten, Mandanten arbeiten - aber mir fiel mal wieder sehr stark auf, dass der Ton ZU freundlich war. Wenn es total gekünstlelt wirkt und so dick aufgetragen, dass man das Gefühl bekommt, man könnte auf der Schleimspur ausrutschen, wenn man sich dort im Studio aufhalten würde, ist das auch übers Ziel hinaus geschossen. Diese Heititei-Sprache, verbunden mit ebenfalls dick aufgetragener Werbung für die Produkte, brachte mich jedenfalls zum Schmunzeln. Ich komme nur darauf, weil mir das schon häufiger bei Kosmetikerinnen aufgefallen ist, dass der Tonfall nicht nur freundlich, sondern übermäßig freundlich ist; heititei eben. Ich würde mich da nicht besonders wohlfühlen und ich denke, unseren Kunden ginge es ebenso, wenn wir nicht nur freundlich zu ihnen wären, sondern so eine gekünstelte, übertriebene Freundlichkeit und Heititei-Sprache an den Tag legen würden.
Zu b):
Schönheitsfehler haben wir alle - der eine hat nen schief stehenden Schneidezahn, der andere, obwohl sonst schlank, breite Hüften, der dritte nen Huckel auf der Nase; also alles kein Problem. Die Dame jedoch, die dann später das Serum von Elizabeth Grant aufgetragen bekam, hatte ihren Mund erdbeerrot geschminkt, wogegen auch nix einzuwenden ist, aber wenn sie dann ihre ansonsten ebenmäßigen Zähne zeigt (eher fletscht...), in den Lücken aber noch Reste der Pansen vom letzten Pfingstfest (war in diesem Jahr am 12./13. Juni) vorhanden zu sein scheinen, dann fällt es mir schwer, da ernst zu bleiben - und dann frage ich mich auch, warum dann der Mund so vom Kameramann überbetont werden muss. In einer etwas weniger nahen Einstellung sind die Pansenreste zwischen den Zähnen nämlich kaum aufgefallen. Auch das kam irgendwie unfreiwillig komisch rüber.
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