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Sonntag, 26. August 2018

Öfter mal was Neues *seufz*

Mein Papa ist am Freitag ins Philippusstift gekommen, da er gar nicht mehr hochkam, was er eigentlich immer konnte trotz seiner halbseitigen Lähmung. Ein neuer Schlaganfall war es wohl nicht, aber ein Virus war an seinem Unwohlsein Schuld und auch daran, dass er sich schwächer fühlte als sonst :o(. Jetzt ist er auf dem Wege der Besserung :o).

Olli machte mir auch Sorgen, da er gestern kaum etwas gefressen hat und ein bisschen eu aus seinem Fell guckte. Ich war heute Vormittag mit ihm beim Tierarzt - er ist gesund und ich soll ihm aufgrund seines empfindlichen Magens eine Mischfütterung geben, d. h. eine Mischung aus Trocken- und Nassfutter. Das hatte ich rein instinktiv am Freitag schon gekauft, also ein Päckchen Nassfutter und ein Päckchen Trockenfutter. Vermutlich hat er sogar mal auf einer Müllhalde gelebt, wie mir der Tierarzt sagte - und da stehen weder Whiskas, Sheba etc. noch Mäuse zur Verfügung.

 
Olli im Korbsessel - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
 
Bei mir auf der Arbeit ist weiterhin alles okay - die Kolleginnen und Kollegen sind nett, freundlich und hilfsbereit. Mit der Dokumentation komme ich auch gut klar :o). Ich habe einige sehr schöne Standorte, z. B. der Wassersportverein in Rheinhausen, das Dammwildgehege in Rheinhausen, die Camille in Walsum. Ab der kommenden Woche werde ich alleine die jeweiligen Standorte mit dem Dienstwagen anfahren, nur zwei Standorte werde ich noch gemeinsam mit Jessica anfahren, da die Leute in der letzten Woche Urlaub hatten und wir sie deshalb nicht besuchen konnten.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Danke, DHL! :o/

Neulich hatte ich mir etwas von zooplus bestellt, das auch am Donnerstagabend geliefert wurde - da war ich definitiv zuhause. Um 18.14 Uhr war der Typ von DHL angeblich da mit dem Hinweis, mich nicht angetroffen zu haben (er hätte ja auch bei meinen Nachbarn schellen können, zumal ich an meinem Briefkasten einen Hinweis angebracht hatte) *grummel*. Am nächsten Tag sollte ich mein Paket in Borbeck abholen können - ich frage mich nur, warum nicht in Dellwig, was um einiges näher wäre, aber egal.

Freitagnachmittag bin ich mit meiner Mutter zur Marktstraße auf die Post gefahren, um das Paket abzuholen - ich glaube, der Kerl wusste schon, warum er das nicht an mich bzw. meine Nachbarn ausgeliefert hat, denn es war nicht besonders schwer, aber sperrig, weil sehr groß. Meine Mutter hatte bei mir zuhause angekommen das Paket den Berg runter geschoben - plötzlich hat sie das Paket überholt und ist dran vorbei gerannt, in der Einfahrt neben unserem Haus kam sie dann zum Liegen :o((. Ich habe sie angesprochen, aber im ersten Moment reagierte sie gar nicht. Ich habe meinen Nachbarn Frank angesprochen, der meiner Mutter aufgeholfen und mir netterweise das Paket nach oben getragen hat. Da meine Mutter im ersten Moment reichlich verwirrt war, habe ich zur Sicherheit den Notarzt geholt, denn sie konnte sich an nix erinnern - nicht, wo ihr Auto abgestellt war (an der Einfahrt vom Nachbarhaus), sie war erstaunt, dass ich zwei Katzen bei mir rumspringen hatte usw. Die Sanitäter haben meine Mama mit ins Philippusstift nach Borbeck gebracht.


                                      Altbau Phillippusstift - (c) Alexandra Döll, Essen


Ich hatte meinen Vater benachrichtigt und bin auch ins Philipp gefahren, wo die Leute alle wahnsinnig motiviert und freundlich waren. Der rechte Arm ist an zwei Stellen gebrochen, aber auch dem linken geht's nicht so prall, auch wenn sich der behandelnde Arzt da gar nicht drum gekümmert hat. Da frage ich mich echt, warum man dann in eine Notaufnahme geht, wenn einem dort eh nicht richtig geholfen wird :o((. Ich glaube, in der Notaufnahme vom Phillip fahren die alle BMW - Bin maßlos wichtig :o))).

Im Mondschein bin ich in die Essener City gefahren, um dort Schmerztabletten zu holen, die ihr verordnet worden waren. Es war mir in dem Moment scheißegal, ob ich durch die Fußgängerzone musste, denn kurz vor 22 Uhr wollte ich nicht mehr mein Auto mehrere hundert Meter entfernt abstellen. Als ich wieder aus der Fußgängerzone raus fuhr, haben die Leute meinem Honda sogar freiwillig Platz gemacht.

Fest steht: Momentan kann meine Mutter kein Auto fahren, der Bruch muss noch operiert werden und morgen will sie auch mit der Krankenkasse sprechen wegen einer Haushaltshilfe, denn momentan sind die einfachsten Handgriffe nicht möglich. Mein Papa ist ja seit einem Schlaganfall im Dezember 2004 halbseitig gelähmt und ich muss ja den ganzen Tag arbeiten.

Zur Feier des Tages hat Olli heute Nacht in die Diele gekotzt, sodass ich die Schweinerei nachts beseitigt habe :o((. Ich glaube, ihm ist das Trockenfutter nicht bekommen, das Otto wiederum problemlos vertragen hat. Der Kleine lag heute Nacht des Öfteren neben mir, während Olli entweder im Karton nächtigte oder auf dem Korbsessel neben der Balkontür. Heute Morgen hat er jedoch eine kleine Portion Whiskas gefressen. Und meine zwei Stubentiger haben offenbar Angst vor meinem freundlichen Zwerghamster - heute habe ich seinen Käfig gereinigt und er saß in seinem Aquarium, in dem er die Katzen freundlich beäugte. Die beiden haben nur gejault, als sie meinen Zwerghamster sahen und sich von ihm fern gehalten. Auch war Jimi Hendrix überhaupt nicht aufgeregt, im Gegenteil, er scheint sogar Katzen zu kennen.

Montag, 28. August 2017

Mein erster Arbeitstag :o)

Heute habe ich in Altenessen angefangen zu arbeiten und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden - nette Kollegen, die einem alle möglichen Hilfestellungen geben, und in der Einarbeitung muss ich nur vier Stunden pro Tag arbeiten :o). Heute war ich für etwas über drei Stunden in dem Betrieb tätig und habe auch das Konzept bzw. die Verdingungsunterlagen ausgedruckt bekommen. Morgen fahre ich nach Düsseldorf in Absprache mit meinem Chef, um den Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Der Anfahrtsweg ist mit fünf Kilometern sehr kurz.

Nachher habe ich meine Mama noch zur Magenspiegelung ins Philippusstift begleitet - seit ihrer Krebserkrankung an der Speiseröhre bekommt sie regelmäßig diese Untersuchung. Allerdings sind die Parkgebühren dort sehr teuer - für zwei Stunden Parkzeit haben wir 4,50 EUR bezahlt :o(. Die Untersuchung war bis auf eine kleine Entzündung an der Stelle, wo Magen und Speiseröhre zusammen genäht wurden, ohne Befund.

Morgen muss ich noch zum Jobcenter, bevor ich nach Düsseldorf fahre, denn die Sachbearbeiterin bekommt noch einige Unterlagen von mir für Dezember 2016 und wollte auch wissen, ob ich mit dem ÖPNV oder mit dem Pkw zur Arbeit gefahren bin. Dann setze ich mich mal wieder dorthin :o).

 
Eine Jagd ist immer wieder lustig - (c) ruthe.de

Samstag, 24. Dezember 2016

Weihnachten und eine Gruselgeschichte

Nein, ich spiele nicht auf "A Christmals Carole" von Charles Dickens an, sondern auf meine Story Novembergewitter. Sandy und Anna haben sich mit dem Leichenwagen von St. Michael aus auf den Weg zum Philippusstift gemacht, wobei drei Gewitter aus Westen für unheimliches Ambiente sorgen, genau wie ein Wolfsrudel, das den Weidkamp überquert.

Unter heftigem Blitzen und lautem Donnergrollen gehen die beiden in das katholische Borbecker Krankenhaus, um den Toten von der Station B2, der Neurologie, abzuholen. Die Nachtschwester auf der Station ist ebenso munter wie eine Schlaftablette, trotz der heftigen Gewitter draußen. Anna und Sandy laufen den Gang entlang zu einem Einzelzimmer, in dem der Verstorbene liegt - doch dann gibt's erstmal eine kleine Liebesgeschichte :o).


                                       St. Michael und der Kraienbruch - (c) Alexandra Döll, Essen


Am 8. Dezember 2016 war ich letztmalig im realen Leben im Philippusstift, da meine Mama eine Magenspiegelung hatte und für die Zeit nach dem Aufwachen eine Begleitperson benötigte. Ich weiß nicht, ich lag schon mehrfach im Philippusstift und mehrere meiner Angehörigen auch, aber obwohl die Klinik mittlerweile moderner gestaltet wurde, muss ich immer an den Tod denken, wenn ich das alte Krankenhaus betrete. Die Atmosphäre dort wird sogar von Menschen als bedrückend oder bedrohlich empfunden, bei denen kein Angehöriger im Philippusstift seinen letzten Atemzug getan hat, so wie mein Opa 1975, aber damals war ich zu klein, um mich bewusst daran erinnern zu können.


Kreuz auf dem Friedhof neben dem Philippusstift - (c) Alexandra Döll, Essen


Sonntag, 18. Dezember 2016

Eine kleine Gruselgeschichte :o)

Meine Gruselgeschichte "Novembergewitter" nimmt allmählich Formen an. Die beiden Protagonistinnen Anna und Sandy machen sich während ihrer nächtlichen Rufbereitschaft auf den Weg zum Philippusstift, wo auf der Neurologie ein Patient an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben ist. Am frühen Abend steht noch der Vollmond am Himmel, doch nach Mitternacht gibt's direkt drei Gewitter mitten im November. Auf der Levinstraße begegnet ihnen ein Wolfsrudel auf seinem Weg in die Kleingartenanlage Weidkamp, untermalt von dem Metallica-Song "Now that we're dead" :o).

Soeben haben Sandy und Anna am Philippusstift angehalten, um dort den Toten abzuholen. Die Gewitter sind sogar noch heftiger geworden, genau wie die Windböen.

Ich hoffe, dass ich die Story noch bis zum Jahreswechsel fertig kriege - als Veröffentlichungstermin hatte ich ursprünglich mal den 15. Dezember angegeben, aber da sind wir ja schon einige Tage drüber. Ich habe nunmehr den 31.12.2016 als Veröffentlichungstermin festgelegt.

Ich werde auch mal einige Zeitungen kontaktieren, wenn das Buch erhältlich ist, aber von der WAZ/NRZ erwarte ich diesbezüglich nicht allzu viel. Schließlich ist mein Buch ja keine weichgespülte, klischeetropfende Liebesgeschichte. Manchmal habe ich leider das Gefühl, meine Schreiberei ist zu schlau für manche Klischee-Journalisten, die nicht allzu viel können :o). Mein zweites Buch "Absoluter Horror" hatte ich mal an die ZEIT geschickt, aber nie eine Antwort bekommen. Klar, die meinen ja auch, dass Herr Hoeneß alle Menschen zu Tränen rührt :o). Bei soviel dummem Gelaber, bei dem sie sich als Sprachrohr der Nation (na ja...) ansehen,  wundert mich die Nichtreaktion gar nicht mehr...

Freitag, 14. August 2015

Nur ganz kurz...:o(

Bei meiner Mama wurde im Zuge der Magenspiegelung am vergangenen Mittwoch leider ein Tumor in der Speiseröhre festgestellt :o(((, sodass sie jetzt im Philipp liegt und noch alle möglichen Untersuchungen mit ihr gemacht werden. Die Ergebnisse werden dann gesammelt ins Marienhospital nach Altenessen geschickt - die Weiterbehandlung wird von einem interdisziplinären Team aus Ärzten festgelegt, aber so wie es aussieht, gibt es vor einer OP noch eine Radiochemo, also eine Mischung aus Bestrahlung und Chemotherapie.

Da mein Papa ja seit seinem Schlaganfall im Dezember 2004 halbseitig gelähmt ist und somit pflegebedürftig, residiere ich derzeit bei meinen Eltern in Bedingrade und fahre nur zu mir nach Hause, um dort Wäsche zu waschen - meine Eltern haben ja "nur" eine Gemeinschaftswaschmaschine, d. h. dort wäscht das ganze Haus gemäß Waschplan. Gleich flitze ich zu mir nach Hause, um trockene Wäsche zu holen und eine weitere Maschine anzustellen.

Da ich ja leider auch nicht ganz gesund bin und ich natürlich meinen Dozentinnentätigkeiten weiterhin nachgehe, wird wohl demnächst ein Pflegedienst kommen bzw. mein Papa kommt dann in Kurzzeitpflege, bis meine Mama aus dem KH entlassen wird. Ich leide ja an einer Eisenmangelanämie, d. h. ich bekomme am Dienstag eine  Eiseninfusion von meinem Hausarzt, denn intravenös wirkt besser als oral. Er sagte auch, dass es ja keinen Zweck hätte, wenn ich mich total überfordere in meinem Zustand und mit meiner Krankheit und mir dann nachher eher die Radieschen von unten anschaue als meine Eltern. Die Leute haben immer alle gut quatschen - natürlich ist mein Papa ein angenehmer zu pflegender Mensch, aber a) habe ich das in der Intensität auch noch nicht gemacht und b) die Leute vergessen immer ganz gerne, dass ich selbst nicht zu 100 % gesund bin.

Was mich aber so richtig nervt, ist die Tatsache, dass vorher kein Arzt trotz CT und Ultraschall den immerhin sieben Zentimeter großen Tumor gesehen hat :o/. Sieben Zentimeter müssten ja eigentlich bei bildgebenden Verfahren auffallen, würde ich mal so sagen, aber die niedergelassene Radiologie-Praxis in Borbeck hat ja auch meine ganzen punktförmigen Läsionen im Hirnstamm nicht gesehen - das hat ja zum Glück mein Stationsarzt im Juni 2011 im Philipp nach Jahren erfolgreich hinbekommen. Deshalb war die Nachricht von dem bösartigen Tumor natürlich doppelt schlimm, denn damit hatten weder ich noch meine Mama gerechnet. Normalerweise sollte man sich ja auf Fachärzte verlassen können - die Betonung liegt auf normalerweise...

Samstag, 20. Juni 2015

Heute bzw. heute vor vier Jahren...

Heute, also am 20. Juni 2015, war ich beim Friseur, damit ich auch weiterhin verboten gut aussehe :o). Clio stand derweil auf der Borbecker Straße am Fahrbahnrand, hatete vorbei fahrende Audi und dachte sich ansonsten seinen Teil. Ich hatte zur Sicherheit einen Regenschirm mitgenommen, falls der Regen während meines Friseurbesuchs eingesetzt hätte und ich somit hätte im Regen zurück zu Clio laufen müssen, aber das war überflüssig, denn zum Glück ist es bis dato trocken geblieben, auch wenn es öfter mal so aussah, als wenn es in Kürze regnen würde.

Heute vor genau vier Jahren, also am 20. Juni 2011, kam ich am Abend kurz nach 20 Uhr ins Philippusstift wegen Doppelbildern und Schwindel, die sich als flüchtiger Schlaganfall entpuppten (TIA), da einige Ärzte vorher leider der Überzeugung waren, es reiche vollkommen aus, dass die INR bei meinem Krankheitsbild bei 2,0 bis 3,0 liegt. Zu dem Zeitpunkt lag er bei 2,1, aber das nützte ja nix, da Marcumar ja bei meinem APS erst bei einer INR von mindestens 2,5 wirksam wird. Mein damaliger Stationsarzt wusste das - viele andere Ärzte wussten und wissen es aber leider nicht :o/.

Über diesen Krankenhausaufenthalt inklusive der Bekanntschaft mit meinem damaligen Stationsarzt hatte ich ja Ende April einige Beiträge gebloggt, die in der Notaufnahme, auf der Stroke Unit oder auch auf der Normalstation spielten :o). Der Aufenthalt im Juni 2011 war auch bis dato der einzige im Philipp, mit dem ich rundum zufrieden war, woran mein Stationsarzt mit seiner Kompetenz und seiner angenehm zurückhaltenden Art auch seinen Anteil hatte. Leider weiß ich immer noch nicht, wo er heute arbeitet, denn diese Betreuung und Umsicht bei der Diagnose sind ein echtes Dankeschön wert - ich sage/schreibe es immer wieder.

Der Borbecker Dom und ein Teil des Philippusstifts, aufgenommen am 25. Juni 2011
- (c) Alexandra Döll, Essen

Mittwoch, 17. Juni 2015

Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck :o)

Was ist eine Knutschkugel? Eine BMW Isetta? Etwas anderes Technisches? - Eine Antwort auf diese Fragen gibt's im E-Book mit dem in der Überschrift genannten Titel (ISBN: 978-3734-78105-6, Preis: 1,49 EUR).

                                                       Buchcover - Quelle: Amazon

Die Geschichte mit Protagonistin Nina und ihren Affären startet heiter bis frivol, bevor sich an ihrem Arbeitsplatz im Philippusstift neben ihrer großen Liebe nach und nach das Grauen einschleicht.

Die Lektüre ist für Jugendliche ab 14 Jahre und Erwachsene empfehlenswert. Für sensible Gemüter empfehle ich jedoch, das E-Book nicht nach Anbruch der Dunkelheit zu lesen.

Das E-Book ist seit 15. Juni 2015 - also vorgestern - lieferbar.

Montag, 8. Juni 2015

Die Knutschkugel ist für den Vertrieb freigegeben! :o)

Wie mir BoD vorhin per Mail mitgeteilt hat, ist mein E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" ab sofort für den Vertrieb freigegeben, d. h. es ist nunmehr zum Preis von 1,49 EUR bestellbar *freu*. Ausgeliefert wird es offiziell ab 15. Juni 2015, also heute in einer Woche. Bestellbar ist es u. a. bei BoD selbst, bei Amazon, Libri, Thalia usw.

                                               Buchcover - Quelle: Amazon

Da das E-Book neben Humor und einigen erotischen Stellen (Petra würde jetzt sagen: "Frivol, frivol!" *schmunzel*) auch gruselige Elemente enthält, würde ich es für Leser/-innen ab 16 Jahre aufwärts empfehlen. Renate wird es sich sicherlich auch bestellen, aber ich würde ihr doch empfehlen, es nicht nach Anbruch der Dunkelheit zu lesen *grins*.

Das Cover-Foto ist fast vier Jahre alt. Ich habe es am Vormittag des 25. Juni 2011 von unserem Zimmer im Philippusstift aus aufgenommen. Neben einem Teil des Philippusstifts (Rundbau im Vordergrund) sieht man im Hintergrund den schlanken Turm des Borbecker Doms.

Donnerstag, 4. Juni 2015

Die Knutschkugel ist fast fertig

Zum Ende des E-Books wird's noch einmal richtig gruselig - die Knutschkugel aus Essen-Borbeck hat gemeinsam mit ihrem Freund und einer Kollegin Nachtdienst im Philippusstift und in dieser gewittrigen Märznacht steigert sich der Gruselfaktor vor dem Happy End noch einmal richtig. Ein heftiges Gewitter zieht auf und auch der Sensenmann persönlich tritt währenddessen auf den Plan, um eine düstere Stimmung zu verbreiten. Keine Sorge, ein Happy End gibt's aber trotz der unheimlichen Atmosphäre.

               Borbecker Dom und ein Teil vom Philippusstift - (c) Alexandra Döll, Essen
Den Rest der Knutschkugel werde ich dann morgen und am Sonntag fertig schreiben, denn Samstagnachmittag bekomme ich Besuch von Renate und Veronika - Stichwort: Avon-Party :o). Im Ruhrgebiet soll es ja am Samstag auch heftig knallen. Wenn dem so ist, wenn Renate und Veronika von Düsseldorf nach Dellwig-Ost reisen, fahre ich beiden mit meinem Clio entgegen, denn das Auto ist bei Gewitter nun einmal der sicherste Ort - Stichwort: Faradyischer Käfig.

                                Mein gewittererprobter Clio - (c) Alexandra Döll, Essen

Dienstag, 2. Juni 2015

Der Vollmond in meinem aktuellen E-Book

Auf dem Cover ist zwar neben dem Kraienbruch ein Teil der Pfarrkirche St. Michael in Dellwig zu sehen, aber an jenem Abend in der Geschichte, in der ich in meiner Eigenschaft als Zuhälterin meine Pferdchen abkassiere, ist natürlich auch Vollmond.

 
Buchcover - Quelle: Amazon
 
 
In der Geschichte steht der soeben aufgegangene Vollmond über der Halde Neuköln im Osten dem gewittrigen Himmel im Westen gegenüber. Wenn ich meine Pferdchen in den Gerscheder Weiden abkassiere, hat auch der Mond richtig was zu gucken *knutsch*.
 
Ab morgen schreibe ich dann an der Knutschkugel weiter - auch ohne Vollmond wird das Ambiente im Philippusstift bei Nacht noch gruselig genug.
 
 
Altbau Philippusstift mit Balkonen an der Privatstation - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Für erste gruselige Stimmungen sorgen ja schon ein auf der Friedhofsmauer sitzender, krächzender Kolkrabe, die für Ende März ungewöhnliche Schwüle und der ebenfalls zunehmend gewittrige Himmel im Westen. 
 

Sonntag, 31. Mai 2015

Showdown...

Wie gestern bereits angekündigt, habe ich soeben ein längeres Stück an meinem E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" weitergeschrieben. Zunächst wird das unheimliche Ambiente erst mal von romantischen Szenen abgelöst, aber allmählich hält wieder die Düsternis an einem für Ende März ungewöhnlich schwülen Abend Einzug - im konkreten Fall ist nämlich bei den Protagonisten Nachtdienst im Philippusstift angesagt. Passend zum gruseligen Ambiente sitzt abermals der Kolkrabe auf der Friedhofsmauer und krächzt düstere Prophezeiungen in den zunehmend gewittrigen, aber gleichzeitig auch glutroten Abendhimmel....

                                                      (c) Ralph Ruthe

Der Cartoon passt so schön, weil im weiteren Verlauf der Geschichte auch noch der Tod selbst in Erscheinung treten wird, was ja gut zu einer Gruselgeschichte passt und zum Philippusstift selbst natürlich auch, muahahahaha *lachgruselig*.

Der Eingangsbereich des Krankenhauses wurde ja erst im Juni 2011 komplett modernisiert. Sobald man aber durch die moderne Eingangshalle durch ist, kommt man wieder auf den alten, unheimlichen Säulengang, der nicht nur mich jedesmal an den Tod denken lässt *Gänsehaut*.


Donnerstag, 28. Mai 2015

Die Kolkraben :o)

Sowohl in meinem seit 23. Mai zum Verkauf freigegebenen E-Book "Mein Leben als Pädagogin und Zuhälterin in Borbeck" als auch in meinem E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck", das sich noch in der Schreibe befindet und voraussichtlich Mitte Juni erscheinen wird, kommen meine Lieblingsvögel, die Kolkraben, vor.


                                         Kolkrabe - (c) Rolfes, djv

Im E-Book "Mein Leben als Pädagogin und Zuhälterin im Ruhrgebiet" hüpfen die großen schwarzen Vögel munter im Wendehammer der Gerscheder Weiden zwischen meinen Pferdchen herum, wobei sich ein Rabe zu ES' Unmut auch noch als Unkraut-Jäti betätigt, indem er einfach die Gänseblümchen aus dem ES' Blumenbeet rupft :o)).

Im E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" kommt zunächst ein Kolkrabe vor, der auf der Friedhofsmauer sitzt und eine weltberühmte Mundharmonika-Melodie krächzt, die ja schön zum romantisch-gruseligen Ambiente zwischen Philippusstift und Friedhof passt :o).

Raben werden insbesondere von abergläubischen Menschen als Todesboten angesehen, auch wenn dies überhaupt nicht stimmt, auch nicht bei Krähen oder Dohlen. Raben sind sehr intelligente Tiere mit ausgeprägtem Sozialverhalten, aber leider dauert es immer seine Zeit, bis Mythen und Aberglaube aussterben bzw. bei allen Menschen ins Bewusstsein vorgedrungen ist.

Nix für schwache Nerven :o)

Soeben habe ich ein gutes Stück an meinem E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" weitergeschrieben - neben romantischen Szenen hat auch schon der Horror Einzug gehalten, erst direkt auf der Station B2 (Neurologie) und dann nach Schichtende auf dem Verbindungsweg zwischen Hülsmannstraße und Weidkamp, der am Friedhof neben dem Philippusstift entlang führt. Die Szene auf besagtem Verbindungsweg ist der Romantik doch eher abträglich - dafür sorgt zunächst ein munterer Kolkrabe, der auf der Friedhofsmauer hockt, bevor sich auch hinter den Fenstern der Kapelle des Krankenhauses etwas ziemlich Gruseliges abspielt...

Damit die gruselige Stimmung auch gut rüberkommt, gibt's anbei ein paar Fotos aus bekannten Horrorfilmen. Uahahahahaha!!! *gruseligelache*

                              Clown Pennywise aus Stephen Kings ES - (c) srf.ch

Da hoffe ich einfach mal, dass Uli diesen Blog-Eintrag nicht liest, denn wie ich gestern schon schrieb: Pennywise hat sie doch ziemlich gegruselt...in meinem E-Book "Schlafwandeln in Schönebeck" hat Pennywise jedenfalls einen Gastauftritt, genau wie die Puppe aus Saw ("Ich möchte ein Spiel mit dir spielen!").

                                                                   Quelle: gutefrage.net

Pennywise und Saw werden in meinem E-Book zur Knutschkugel aus Borbeck wohl nicht vorkommen, aber gruselig genug wird's trotzdem - bei aller Romantik und dem fröhlichen Beginn des E-Books. Das Grauen schleicht sich halt langsam ein...

Donnerstag, 7. Mai 2015

Weiterschreiben an der Knutschkugel mit Hindernissen...

Ich bin ja mit gut 300 Anschlägen/min. auf der Tastatur recht schnell, was natürlich bei der Erstellung von längeren Texten wie z. B. E-Books ein Vorteil ist :o). Leider hakte gerade jedoch der BoD-easyeditor, sodass meine Finger weitaus schneller waren als das, was ich eigentlich auf den Bildschirm bringen wollte *nerv*. Aus fünf Absätzen, die normalerweise keine 15 Minuten benötigt hätten, wurde aufgrund dessen eine halbstündige Angelegenheit - gestern funktionierte der Easyeditor noch problemlos, aber wer weiß, an welcher Technik es derzeit bei BoD hakt *nerv*. Mal schauen, vielleicht hat sich der Easyeditor morgen wieder beruhigt, denn die Schreibgeschwindigkeit beim Bloggen und Mailen unter Google funktioniert problemlos.

Egal, auf jeden Fall habe ich ein gutes Stück an meinem E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" weitergeschrieben. Nach der Übergabe mit der Frühschicht im Philippusstift passieren jedenfalls die ersten unheimlichen Vorgänge, denn am Samstagnachmittag waren zwei Damen vom Klinikum ins Philipp verlegt worden, die an unheilbarem Lungenkrebs mit Hirnmetastasen leiden und gerne in ihrem Heimatort Borbeck sterben möchten. Während sich die Hirnmetastasen bei der einen Patientin in Form von Lähmungen und dem Verlust des Sprachvermögens äußern, lösen die Hirnmetastasen bei der anderen Patientin psychotische Reaktionen aus, begleitet von Schreien, Randalieren und wüsten Beschimpfungen. Da lässt dann der Horror-Film "Der Exorzist" grüßen, also zumindest die Sequenzen, in denen Teenager Regan (Linda Blair) vom Teufel besessen ist. Das Grauen hält also mittlerweile Einzug, obwohl ja alles zunächst recht freundlich bis romantisch begonnen hatte. Allerdings ist das Grauen natürlich noch steigerungsfähig - der Romantikfaktor aber selbstverständlich auch :o)).

Dienstag, 5. Mai 2015

Eine Fortsetzung der Knutschkugel :o)

Gerade habe ich ein Stückchen an meinem E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" weitergeschrieben :o) - bevor es mit den gruseligen Situationen im Philippusstift los geht, gibt's zunächst noch ein bisschen Magenkribbeln und Herzklopfen. Neben der Idylle gibt es ja leider auch den Alptraum bzw. selbiger schleicht sich manchmal ganz subtil in die Idylle ein und dies wird auch in dem o. g. E-Book der Fall sein. Nach den Frühlingsgefühlen folgt also der Horror - Muaaahahahahha! *lachgruselig*

Donnerstag, 30. April 2015

Ein gutes Stück an der Knutschkugel weitergeschrieben :o)

Das erste Kapitel des in Kürze erscheinenden E-Books "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" habe ich mittlerweile fertig. Es trägt den Titel "Valentinstag", da es natürlich an selbigem spielt. Die ersten Romanzen und Liebesszenen hat es in dem Kapitel bereits gegeben, vor allem im Barchembachtal in Dellwig :o).

             Ein Teil des Barchembachtals am 1. Mai 2013 - (c) Alexandra Döll, Essen

Die Gerscheder Gastronomie kommt im vorgenannten Kapitel auch nicht zu kurz - erst geht Protagonistin Nina mit ihrem späteren Liebhaber Klaus im Restaurant Haus Notthoff auf der Ecke Reuenberg/Grandstraße essen, wenige Wochen später mit dessen Bruder Detlef in der schräg gegenüber liegenden Pizzeria Don Camillo. Mal schauen, in welches der beiden Lokale ich morgen Abend mit meinen Geburtstagsgästinnen gehe - lecker ist es nämlich bei beiden.


             Brunnen/Aquarium im Eingangsbereich Haus Notthoff - (c) trivago.at

Gleichwohl beschäftigt sich das erste Kapitel auch damit, dass nicht nur gutes Aussehen beim Verlieben den Ausschlag gibt, sondern auch Dinge wie Ausstrahlung, innere Zufriedenheit, Ausgeglichenheit usw. Manche meinen ja, wenn sie ihr leeres bis hässliches Inneres mit viel Make-up, übertriebener Körperenthaarung und Hungerhäkchen-Figur zu kaschieren versuchen, dass sie dann automatisch liebenswert sind - dem ist aber nicht in allen Fällen so. Schade ist nur, dass sich viele von dem Oberflächlichkeitswahn offensichtlich gelangweilter Redakteure von Promi-Magazinen in negativer Weise beeinflussen lassen.

Das zweite Kapitel habe ich mittlerweile auch angefangen - es trägt den Titel "Den ganzen Alptraum lang". Ins Englische übersetzt heißt es folglich "All Nightmare long" - und das ist ein Song von Metallica von ihrem Album Death Magnetic aus dem Jahr 2008. Neben der Idylle gibt es immer auch den Alptraum - und der hält langsam aber sicher Einzug, auch wenn sich parallel eine Liebesgeschichte anbahnt. Der gruselige Teil bezieht sich hauptsächlich auf das Philippusstift und den angrenzenden Friedhof - passt ja :o).

                                    Philippusstift in Essen-Borbeck - (c) bbw.de

Montag, 27. April 2015

Neues E-Book soeben angefangen :o)

Wie im letzten Blog-Eintrag angekündigt, habe ich soeben mit dem E-Book "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" angefangen :o). Neben den verschiedenen Elementen Liebe, Erotik, Humor und Grusel soll das E-Book auch Mut machen, denn die Protagonistin Nina entspricht zwar nicht dem gängigen Schönheitsideal 90 - 60 - 90, hat aber trotzdem eine ganze Reihe von Verehrern :o). Passend dazu heißt das erste Kapitel des Buchs auch "Valentinstag".

Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen Hanne, Pia und Nina, die in unterschiedlicher Funktion im Philippusstift arbeiten und alle in Borbeck in der Nähe des Krankenhauses wohnen. Derzeit steht noch eher das Vorgeplänkel im Vordergrund (wer wo wohnt und in welcher Funktion im Philipp arbeitet), aber schon bald geht es los mit der eigentlichen Handlung - Nina schließt nämlich ihren Briefkasten auf und findet dort direkt von mehreren Herren liebevolle Karten zum Valentinstag vor :o).

Da der Friedhof St. Dionysius ja unmittelbar ans Philippusstift angrenzt, spielt auch er eine Rolle in dem Buch - bietet sich bei einer Gruselgeschichte ja auch an, denn es gibt ja genug Bücher, in denen Friedhöfe eine zentrale Rolle spielen. Da bietet es sich ja geradezu an, dass das Philipp mit seiner unheimlichen Atmosphäre direkt an den Friedhof angrenzt. Manchmal liegen Liebe und Grusel sogar ziemlich dicht beieinander, auch in anderen Gruselgeschichten.


   Friedhof St. Dionysius vom Philipp aus aufgenommen - (c) Alexandra Döll, Essen



Jubel, Trubel, Heiterkeit...:o)

Heute Vormittag habe ich meine Fliesenböden in Badezimmer und Küche gewischt, damit meine Geburtstagsgästinnen in Gestalt von Uli, Renate und Veronika eine saubere Hütte vorfinden :o) - die Parkettböden in der Diele sowie im Wohnschlafzimmer habe ich erst neulich gemacht, sodass ich nur noch in der Nähe der Balkontür einmal nachgewischt habe.

Während des Tatorts gestern Abend habe ich mit Renate telefoniert - sie fängt jetzt schon genauso an wie Sammy, denn immer, wenn sie Tulpen sieht, freut sie sich und weist ihre Mama darauf hin, dass es tulpt :o)). Bei uns im Garten und Vorgarten tulpt es ja auch, sodass Sammy sich jedesmal sehr freut und insbesondere den Kirschbaum jeden Tag belagert, denn dort tulpt es besonders zahlreich, hihi.

                           Schaumkraut am Barchembach in Dellwig - (c) Alexandra Döll, Essen


Heute Abend habe ich um 18 Uhr das Telefoninterview mit dem Herrn der Personalberatungsfirma. Ich werde morgen berichten, wie es gelaufen ist :o).

Morgen werde ich noch einige Telefonat tätigen - Stadtbücherei Essen wegen Lesung, Stadt Essen wegen meiner Bewerbung von vor zwei Wochen und Jobcenter, falls ich bis 31. Mai keine neue Stelle haben sollte. Nebenbei stehen natürlich wegen meines Geburtstags Ende der Woche weitere Reinigungsarbeiten in meiner Wohung an - die Böden sind ja alle gewischt, die Möbel in der Diele, im Wohnschlafzimmer und in der Küche auch, aber ich muss z. B. noch den Balkon absaugen und den Glastisch im Wohnzimmer ein wenig aufräumen. So hat frau immer was zu tun.

Gleich fange ich dann mal ankündigungsgemäß mit der Geschichte "Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck" an - ein weiteres E-Book im Rahmen der Reihe "Borbecker Geschichten". Die Geschichte wird unterschiedliche Genres beinhalten - Liebe, Erotik, Humor und Horror, hehe. Hauptschauplätze sind diesmal das Philippusstift, der angrenzende Friedhof St. Dionysius, der Borbecker Ortskern und weitere schöne Schauplätze im Großraum Borbeck. Ihr dürft gespannt sein :o)).

                    Das Philippusstift an der Hülsmannstraße in Borbeck - (c) bbw.de

Freitag, 24. April 2015

Und nun: Der letzte Teil "Schönes aus dem Krankenhaus" :o)

Am Freitagmorgen wurde ich auf ein normales Zimmer verlegt, was jedoch eigentlich erst im Laufe des Vormittags passierte, da an diesem Tag einiges auf der Station los war. Pfleger Stefan und meine Physiotherapeutin haben mich kurz vor elf in ein Privatzimmer für zwei Personen herüber gefahren, auf dem ich zunächst alleine war - ich bin zwar keine Privatpatientin, aber es war wohl gerade nix anderes frei auf der B2.

Ich war auch ganz froh, als ich die Stroke Unit verlassen konnte, denn am Morgen wurde ein älterer, alkoholkranker Herr eingeliefert, der offenbar einen Schlaganfall hatte und sich auch ohne beide Umstände ziemlich daneben benahm und das Pflegepersonal regelrecht zernervte. Einmal hat er sogar mit seinem Pipimann vor mir rumgeprahlt, sodass Stefan die Luft wegblieb, aber der Kerl konnte mich damit nicht beeindrucken :o) - zu seiner großen Enttäuschung.

Als um 12 Uhr mittags gerade das Essen serviert worden war, wurde ich nach unten beordert wegen einer Untersuchung, d. h. bei mir sollte ein EEG gemacht werden. Ich habe dann die Glocke über dem Essen gelassen, damit es während meiner Abwesenheit nicht kalt wird und die Schwestern gebeten, mein Mittagessen stehen zu lassen, bis ich wieder da bin. Das haben sie auch tatsächlich getan.

Ich saß schließlich im Wartebereich vor dem EEG, weil noch eine Patientin vor mir dran war, und hatte einen Blick auf die alte, ausgewaschene Fassade des Backsteinbaus, sodass ich mich unweigerlich wieder an den Tod erinnert fühlte. Das geht mir komischerweise jedesmal so, wenn ich im Philipp bin - egal, ob als Besucherin oder Patientin, aber da haben mir schon viele andere zugestimmt, bei denen kein Angehöriger in diesem Krankenhaus verstorben ist. Mein Opa ist 1975 im Philippusstift an Krebs gestorben, aber ich war zu klein, um mich bewusst daran zu erinnern, denn als er starb, war ich gerade mal 15 Monate alt.

Nach dem EEG, das zum Glück ohne auffälligen Befund war, bin ich wieder hoch in mein Zimmer und habe erstmal gegessen. Der Fisch und die Kartoffeln waren zwar trotz der Glocke schon ziemlich kalt, aber das Essen war trotzdem noch genießbar - was im Philipp leider auch keine Selbstverständlichkeit ist. Ich erwarte ja kein Drei- oder Vier-Sterne-Menü im Krankenhaus, aber im Vergleich zu anderen Krankenhäusern, in denen ich schon stationär war (Elisabeth-Krankenhaus in Huttrop, katholisches Krankenhaus in Werden) fällt das Essen vom Philipp deutlich ab. 

Als ich mein Tablett gerade zehn Minuten weggestellt hatte in einen der Speisewagen auf dem Flur, bekam ich eine Zimmerpflanze - eine sympathische, fröhliche Dame von 65 Jahren aus Altenessen :o). Sie war zunächst mit ihrer Schwiegertochter im Marienhospital gewesen, das ja in Altenessen liegt, aber da es dort keine eigene neurologische Station gibt, hatte der Arzt in der dortigen Notaufnahme sie ans Philipp in Borbeck weiterverwiesen.

Meine Zimmerpflanze und ich haben uns sofort gut verstanden. Sie hatte allerdings keine Symptome eines Schlaganfalls, sondern war am Morgen, nachdem sie aus dem Bett aufgestanden war, ohne jeden erkennbaren Grund plötzlich bewusstlos geworden und hatte während der Ohnmachtsphase, die etwa zehn Minuten gedauert hatte, unter sich gelassen. Das wollte sie natürlich abklären lassen, zumal es wohl nicht das erste Mal war, dass ihr das passiert ist. Sie verglich es mit einem Vorhang, der plötzlich und ohne Vorwarnung fällt.

Allerdings haben die Schwestern meine Zimmerpflanze bis zum Abendessen hungern lassen, denn das Mittagessen war ja vorbei und es war auch leider nix übrig geblieben. Sie hatte an dem Tag doch noch gar nicht gefrühstückt, weil sie ja direkt nach ihrer Bewusstlosigkeit ihre Schwiegertochter angerufen hatte und mit ihr von Krankenhaus zu Krankenhaus gefahren ist. Momentan waren auch nicht die Pflegekräfte auf der Station, mit denen ich sonst zu tun hatte, sondern ein mir unbekanntes Team - und manche Schwestern im Philipp leiden leider an mangelndem Einfühlingsvermögen. Mein Opa hatte 1975 Strahlenkrebs, d. h. man konnte minütlich zugucken, wie der Krebs in einer anderen Stelle im Körper ausbrach. Leider hatte er auch Hirnmetastasen, sodass er zeitweise nicht mehr sprechen konnte und auch gelähmt war - trotzdem war eine Schwester damals wohl so "freundlich" und hat einem querschnittsgelähmten Mann einen Gehstock ans Bett gestellt, haha.

Als ich später mit meiner Mama in der Cafeteria war, habe ich meiner Zimmerpflanze zumindest eine Kleinigkeit mitgebracht, damit sie die Zeit bis zum Abendessen überbrücken konnte. Die Schwestern waren ohnehin witzig - meine Zimmerpflanze vertrug kein Mineralwasser mit Kohlensäure, doch als sie sich Flaschen mit stillem Wasser bringen lassen wollte, wurde ihr gesagt, dass das magenkranken Patienten vorbehalten sei *boing*. Wie reizend...ich war da schmerzfrei und habe ihr einfach, ohne dass mich da eine Schwester schräg angeredet hatte, zwei Flaschen stilles Wasser vom Flur aus den Getränkewagen geholt. Das kann es jawohl echt nicht sein - es gibt auch Menschen, die kein Magenleiden haben, aber trotzdem keine Kohlensäure vertragen.

Am Freitag hatte mein Stationsarzt keinen Dienst, denn am Freitagabend nahm mir ein junger, türkischer Assistenzarzt Blut ab, um meine INR zu bestimmen. Meine Zimmerpflanze mochte ihn überhaupt nicht, denn er war ihr behandelnder Arzt in der Notaufnahme gewesen und nahm sie wohl nicht ganz für voll (warum auch? Wat der Bauer nicht kennt, frisst er nicht...). Außerdem hatte sie drei verschiedenen Ärzten dreimal erzählen müssen, was sie eigentlich für Beschwerden hat, sodass ich ihr schon scherzhaft geraten hatte, doch eine CD zu besprechen und die jedesmal abzuspielen, wenn mal wieder jemand nicht im Bilde war :o) - ist auf jeden Fall zielführender und weniger anstrengend als die ewige Wiederholung, weil die Leute nicht richtig zuhören oder weil man von A nach B verwiesen wird und wieder keiner was weiß *stöhn*.  

Am Samstag bekam ich nachmittags Besuch von Renate und meiner Mama, die auch kleine freundliche Krankengeschenke für mich dabei hatten. Meine Zimmerpflanze hatte zwischenzeitlich Besuch von ihren Kindern und Enkeln, traute sich aber nicht, die Station zu verlassen aus Angst, dass sie plötzlich wieder ohne jeden ersichtlichen Grund bewusstlos wird. Deshalb hat sie sich mit ihren Angehörigen in die Coffee Corner auf der Station gesetzt - mit nettem Blick auf den Friedhof St. Dionysius :o).


Friedhof St. Dionysius vom Philipp aus aufgenommen - (c) Alexandra Döll, Essen

Am Abend haben meine Zimmerpflanze und ich "Ein starkes Team" im ZDF geguckt. Mittlerweile war es dämmerig geworden, als es um 21.25 Uhr an der Tür klopfte. Am schüchternen Klopfen habe ich schon gehört, dass es mein Stationsarzt war - die anderen Ärzte und Schwestern haben viel energischer geklopft :o). Ich habe freundlich "Herein" gerufen und er trat ein in das halbdunkle Zimmer, dabei sagte er "N' Abend", was von uns freundlich erwidert wurde. 

Ich hatte das Bett am Fenster und er kam langsam auf mein Bett zu, dann stellte er seine Utensilien für die Blutabnahme auf mein Nachtschränkchen. Da es ja schon dämmerig draußen war, hat er nach dem Licht für mein Bett gesucht und mich ganz nett gefragt, ob er das Licht anknipsen dürfe (hm, ohne Licht keine Sicht, sagte schon meine Physiklehrerin in der achten Klasse *schmunzel*). Ich antwortete scherzhaft: "Solange Sie es mir nicht ausknipsen...!" Er hat das dann richtigerweise als Erlaubnis gewertet, das Licht über meinem Bett einschalten zu dürfen und wollte mir Blut abnehmen. Dabei war er linkisch, schüchtern und richtig hektisch, was ich gar nicht von ihm kannte, zumal er sehr gut Blut abnehmen konnte. Ich konnte mir zunächst keinen Reim darauf machen und mit meiner Zimmerpflanze hatte ich an jenem Abend nicht mehr über dieses nette kleine Intermezzo an meinem Bett gesprochen.

Nach der Blutabnahme machte er das Licht wieder aus, wünschte uns eine gute Nacht und ging dann wieder aus dem Zimmer. Wenig später war auch der Krimi zuende und ich bin mir noch eine rauchen gegangen zusammen mit anderen Damen von verschiedenen Stationen, bevor meine Zimmerpflanze und ich uns zur Nachtruhe begeben haben. 

Als meine Zimmerpflanze und ich bereits in tiefem Schlafe lagen, flog plötzlich die Zimmertür auf. Im Licht des Ganges sahen wir die Nachtschwester, die wir ziemlich fragend bis schlaftrunken ansahen. Sie sagte nur hektisch: "Ist nix, ist nix, ich wollte nur was gucken!", dann ging sie wieder und machte die Tür zu. Was das nun war, fragen wir uns wohl bis heute :o)). 

Da mein Stationsarzt mir ja erst recht spät Blut abgenommen hatte, erschien mir meine Marcumar-Tablette natürlich erst mitten in der Nacht um 1.30 Uhr, was ich dann am nächsten Morgen auch ganz nett bei Pfleger Bastian moniert habe. Folglich habe ich darum gebeten, mir doch bitte demnächst eher Blut abzunehmen, weil das natürlich nicht so lustig ist, wenn man mitten in der Nacht geweckt wird, um eine Tablette einzunehmen. Er lächelte und behauptete, ich sei ja angeblich den ganzen Samstag nicht im Zimmer gewesen, doch da hat er direkt einen von mir und meiner Zimmerpflanze einen drüber gekriegt - meine Zimmerpflanze war praktisch den ganzen Tag im Zimmer und auch ich war bis auf eine Stunde in der Cafeteria und bei kurzen Raucherpausen vor dem Krankenhaus stets im Zimmer gewesen, also war das eine glatte Lüge. Ich habe ihm dann auch im netten Ton gesagt: "Bastian, Sie sind ein netter junger Mann, aber das geht jetzt ein wenig zu weit!" - Er errötete und versprach mir, sich darum zu kümmern. Aha, geht doch...! :o) 

Zwischenzeitlich hatten meine Zimmerpflanze, Pfleger Bastian und ich über Fledermäuse rumgealbert, die in der Dunkelheit vor dem Fenster unseres Zimmers gekreist waren und die ich sogar mit einer toten Mücke von der Lichtleiste über meinem Bett gefüttert habe *grins*, denn offenbar war dort zum letzten Mal irgendwann in den 90ern Staub gewischt worden, haha. Wir haben auch zusammen mit den Meisen gesungen, die in dem Baum vor unserem Fenster saßen und waren überhaupt total fröhlich, zumal wir überlegt haben, wo das Krankenhausgespenst des Philipp wohl wohnt - genug Möglichkeiten gibt es ja in dem großen, alten Kasten :o))). Ansonsten diskutierten meine Zimmerpflanze und ich scherzhaft darüber, ob sich das Kreuz auf der Kirchturmspitze von St. Dionysius dreht oder nicht - sie meinte, ja, ich wiederum nein :o)). 


St. Dionysius von unserem Zimmer aus aufgenommen - (c) Alexandra Döll, Essen

Nach dem Frühstück war ich erst eine rauchen und bin dann duschen gegangen. Ich hatte meine Zimmerpflanze gebeten, dem Arzt Bescheid zu sagen, falls er mich wegen Blutabnahme suchen sollte, denn ich hätte mich dann ggf. bei ihm im Arztzimmer gemeldet. Das war aber überflüssig, denn während meiner Abwesenheit kam niemand. 

Nach dem Duschen saß ich mit nassen Haaren und meinem Bett und da sprachen wir auch über das Verhalten meines Stationsarztes am Vorabend. Ich bin wieder nicht drauf gekommen, warum er so hektisch und linkisch war, aber meine Zimmerpflanze hat mich mit der Nase drauf gestoßen. "Merken Sie eigentlich nix?!", sagte sie amüsiert, "der Arzt sieht in Ihnen nicht die Patientin, er sieht in Ihnen die Frau!" Oops...so hatte ich das noch gar nicht gesehen. Normalerweise habe ich ja eine schnelle Auffassungsgabe, aber wenn ein Mann sich für mich interessiert, bekomme ich das gar nicht mit, weil ich mich einfach nicht so wichtig nehme - bei mir müssen die Kerle dann schon deutlich werden bzw. in Laufschrift auf der Stirn stehen haben, dass sie mich gut finden :o)). 

Wir sprachen gerade noch darüber, als es wieder leise und schüchtern an der Tür klopfte - das konnte nur einer sein :o). Ich rief fröhlich "Herein!". Die Tür öffnete sich und er trat wieder schüchtern ein - einen Moment lang konnte er mir in die Augen schauen, als er ins Zimmer trat, aber dann errötete er und schlug den Blick nieder. Ehrlich gesagt fand ich das ziemlich niedlich. 

Er trat an mein Bett heran, sagte keinen Ton, stellte sein Zeug für die Blutabnahme auf meiner Bettdecke ab und wusste offensichtlich nicht, was er sagen sollte, denn er starrte hinunter auf die Bettdecke und sagte immer noch keinen Ton - ein "Guten Morgen" hatte er immerhin an der Zimmertür noch hinbekommen :o). 

Ich halte es in solchen Fällen mit einem Spruch meines Vaters, nämlich mit dem Satz "Ein kleiner Scherz zur rechten Zeit entkrampft." - deshalb wollte ich ihm die Schüchternheit nehmen und habe aus dem Grunde einen kleinen Scherz gemacht, der ihm eigentlich sagen sollte, dass er mir willkommen ist und es keinen Grund gibt, schüchtern zu sein. Leider ging mir zu spät auf, was ich da sagte, denn ich sprach fröhlich:

"Na, kommen Sie wieder, um mich zu stechen?" 

Mein Arzt lief dunkelrot an - hm, ich hatte das Verb "stechen" eigentlich auf den Pieks bei der Blutabnahme bezogen, aber bei ihm ist es wohl anders angekommen bzw. er hat an das andere "Stechen" gedacht :o)). Das sagt mir allerdings auch, dass seine Gedanken in dem Moment wohl nicht so blütenweiß waren wie sein Arztkittel *grinsbreit*. Er nickte errötend und riss sich bei der Blutabnahme unheimlich zusammen, um nicht wieder so eine Show wie am Vorabend zu machen. Als ich meiner früheren Kollegin Petra wenige Tage später am Telefon davon erzählte, lachte sie sich krank und meinte kichernd: "Alex, du weißt doch, was gilt: Erst stechen - dann kommen, nicht umgekehrt!" :o)) 

Nach der Blutabnahme habe ich noch kurz mit ihm über meine Marcumar-Dosierung gesprochen und danach ging er schüchtern aus dem Zimmer. Das war leider das letzte Mal, dass ich ihn gesehen und gesprochen habe :o((. Am nächsten Tag, als ich recht überraschend und hastig am Nachmittag entlassen wurde, hatte er leider keinen Dienst und überhaupt war mir die ganze Mannschaft auf der Station an dem Tag unbekannt. Schade, dass ich ihn nicht mehr gesehen habe, denn ich hätte mich gerne bei ihm für all das bedankt, was er während meines Krankenhausaufenthaltes für mich getan hat.