Posts mit dem Label Slayer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Slayer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 19. Mai 2018

Eine aufregende Woche

Am Montag bin ich nach Dortmund gefahren wegen eines Arzttermins und einem Vorstellungsgespräch. Leider war die EDV in der Praxis ziemlich platt, sodass ich noch keine Bescheinigung vorlegen konnte. Ich erinnere immer wieder zuverlässig dran :o). Die Firma, wo ich zum Vorstellungsgespräch war, war sehr nett und will sich in der kommenden Woche bei mir melden - ich hoffe, sie tun es wirklich und benehmen sich nicht so kindisch wie die Leute in Velbert, die gar nix mehr von sich hören ließen.

Leider bin ich zu spät zum Vorstellungsgespräch gekommen, da ich immer wieder nach rechts geschickt wurde, wo ich eigentlich links gemusst hätte *grmph*. Die nördlichen Stadtteile Dortmunds - Eving, Marten usw. - sind sehr hübsch und teilweise ländlich gelegen. Die City sieht aus wie jede andere deutsche Großstadt auch. Dort habe ich auch geparkt, direkt an der Niederlassung. Leider hatte nachher eine Zeeman-Laster meinen Honda auf der Fahrerseite zugeparkt, aber der Typ verschwand zum Glück nach einer Zigarettenlänge wieder. Zurück bin ich über die A40 bzw. B1 gefahren, direkt an der Westfalenhalle vorbei :o). Ich hatte Sarah gefragt, ob sie am 14.11.2018 dorthin geht auf ein Konzert der Slayer-Abschiedstournee.

 
Mein verstorbener Zwerghamster Slayer (09.04.2009 - 16.01.2011)

Donnerstagnachmittag waren Holger und ich einkaufen, weil wir gestern mit unserer Gruppe gegrillt haben. Da wir auch zwei Muslime bei uns in der Gruppe haben, haben wir lediglich Hähnchen und Cevapcici aus Geflügelfleisch gekauft. Das Grillen gestern war sehr nett und lustig. Nächste Woche führe ich die zweiten Gespräche mit meinen Teilnehmern. Die Gruppe ist wirklich super und alle verstehen sich auch untereinander, wobei ich drei Leuten einen Beratungstermin bei der VHS vereinbart habe, da diese drei entweder kaum Deutsch sprechen, keinen Schulabschluss haben oder gar nicht schreiben können. Da muss ich den Jobcentern mal einen Vorwurf machen: Wenn jemand noch nicht mal die deutsche Sprache beherrscht und keine abgeschlossene Schulbildung hat, kann ich denjenigen nicht einfach in einen Kurs stecken, wo die Leute zumindest Deutsch können müssen. Es gibt wirklich nette Mitarbeiter auf Jobcentern, aber bei vielen habe ich leider den Eindruck, die haben ihren Schulabschluss gerade mal "Arsch über Latte" geschafft, wobei die Latte schon beträchtlich gewackelt hat, und die meinen jetzt, sie können sich mit ihrer asozialen Art wichtig vorkommen und andere kleinreden. Das hatten wir alles schon mal, und zwar von 1933 bis 1945.

Meine Mama schaut gerade die Trauung von Prinz Harry und seiner Meghan. Jetzt ziehen die beiden gerade aus der Kirche aus. Zum Glück steht erstmal keine weitere Trauung an, da Prinz Harry der Letzte war im heiratsfähigen Alter, alle anderen verheiratet sind und die Kinder der Royals noch zu klein zum Heiraten sind :o)).

Sonntag, 8. Oktober 2017

Scheiß-Wetter

Gestern Abend hat es ohne Unterlass heftig geregnet - momentan ist es zwar trocken, aber es sieht immer noch nach Regen aus. Auch Osito hatte gestern Abend keine Lust, Pipi zu machen - ich kann es verstehen bei dem Scheiß-Wetter. Bis Dienstag soll es noch so bleiben :o(.

Bubi und Melody hatten gestern auch keine Lust, bei dem Regen raus zu gehen, deshalb sind sie zuhause geblieben. Selbst den Mond haben wir wegen den dicken Wolken nicht gesehen, sodass Sammy rumgenölt hat. Das Fernsehprogramm war gestern Abend entsprechend blöd, sodass ich mir Hubert & Staller auf One angeguckt habe - auf die alte Unsympathin Nena im ZDF hatte ich gar keinen Bock. Es ist ja schön, dass sie 40 Jahre Bühnenerfahrung hat - sympathischer macht sie das aber nicht. Im ZDF haben die ohnehin eher bescheidene Sendungen, über die sich höchstens die Moderatoren freuen - der Zuschauer aber weniger. Um nach 22 Uhr hatte ich auf den WDR umgeschaltet und zwar auf Sträters Männerhaushalt.

Auch die Werbung wird immer bekloppter - jetzt haben wir bei Oral B die dritte Dauergrinsefisch-Umsympathin im Programm, die ihr Grinsen gar nicht mehr aus ihrem Gesicht bekommt. Das erinnert mich an die blöde Kuh mit ihrem eingeätzten Dauergrinsen für Ilon Salbe Classic, wobei der Spot nur im ZDF läuft - wen wundert's. Die Alte grinst so gekünstelt, dass sie auch locker Werbung für minderwertige Produkte machen könnte und man den Eindruck bekommt, dass es lustig ist, Hautentzündungen irgendwo zu haben. Die Werbung wird immer bescheuerter, sodass ich schon an der Bildung der Werbemacher zweifele - vermutlich haben die alle einen 1er-Abischnitt an der Gesamtschule erworben.


                                 Die Grinsefischtussi aus dem Werbespot - (c) ilon-classic.de

Gestern habe ich "South of Heaven" von Slayer aufgelegt *schepper* - und Jimi Hendrix saß beseelt in ihrem Käfig und hörte freundlich zu. Offenbar mag sie auch Musik der härteren Gangart. Das ist tausendmal besser als das bescheidene Fernsehprogramm und noch viel besser als die bekloppte Werbung.

Samstag, 7. Oktober 2017

Eine Drei-Tage-Woche

Montag hatte ich einen Tag Urlaub, am Dienstag war Feiertag und am Mittwoch war ich wieder arbeiten, wobei ich einige Erstgespräche mit einigen Teilnehmern aus der Oktober-Gruppe geführt habe. Manche Menschen sind sehr redselig und mitteilsam, während andere eher einsilbig sind und man ihnen vielfach alles aus der Nase ziehen muss. Na ja, jeder Jeck ist anders :o). Übermorgen folgen dann die letzten Erstgespräche und im September erkundige ich mich auch öfter nach dem Stand der Dinge. Manche sind leider auch dauerkrank, wobei ich mir bei der Einen nicht sicher bin, denn dass bei uns in Deutschland Deutsch gesprochen wird und kaum jemand Polnisch spricht, ist ja auch empörend :o). Ich hab ihr auch gesagt, dass sie sich von ihrer Angst nicht auffressen lassen und immer wieder nachfragen sollte, wenn sie was nicht versteht, aber der Hinweis war wohl wie Perlen vor die Säue.

Am Donnerstag war ja Vollmond, wobei der Mond leider öfter von Wolken verdeckt wurde. Wenn er zu sehen war, himmelte Sammy ihren Lieblingsplaneten begeistert an, wobei sie stets lange Haare im Nacken und Reißzähnchen hatte :o). Heute Nacht haben Bubi und Melody einen Spaziergang im Mondschein durch Dellwig gemacht und ihre Freunde besucht - Dumbo Drogenwatschel in der Luthestraße, Hobby und Bobby im Wiesengrund sowie Dirki Drogensumpf in einem Baum der Mellisaue. Gestern Morgen sah ich den Vollmond bei uns über dem Hof stehen, wobei Robert wegen des Vollmondes nicht geschlafen hat - Stefan ist da zum Glück weniger empfindlich :o).

                      Aufgehender Vollmond im August 2012 - (c) Alexandra Döll, Essen

Donnerstag, passend zum Vollmond, hat mein Zwerghamster Jimi Hendrix seinen ersten Geburtstag gefeiert. Ich habe ihr ein Grasnest sowie zwei Kräcker mit Trauben und Nuss geschenkt, wobei ich die Artikel bei Fressnapf in Borbeck gekauft habe - an der Feilenstraße haben sie leider nur die eine Sorte, nämlich Honig mit Dinkel. Das Grasnest wird immer von ihr durch den Käfig gerollt - ich hatte das Teil aufrecht hingestellt, aber sie hat es mittlerweile umgelegt :o). Gestern ist Bubi fünf geworden und hat mit seinen Freunden gefeiert bzw. allen ein Stück Eistorte spendiert. Seine Frau Melody hat am 24. Oktober Geburtstag - da nimmt der Mond gerade seit ein paar Tagen wieder zu.

Passend zum Vollmond habe ich Robert am Donnerstagnachmittag den Slayer-Hit "South of Heaven" vom gleichnamigen Album vorgespielt. Er kennt die Band Slayer zwar und hat sie auch schon mal live gesehen, aber den Song kannte er nicht *schepper*.

Seit 4. Oktober ist mein aktuelles E-Book "Wenn der Mond zweimal scheint" offiziell im Handel erhältlich. Wie ich vor einigen Tagen festgestellt habe, habe ich wieder ein Exemplar eines gedruckten Buchs verkauft und zwar das im Jahr 2008 erschienene "Liebe, Tod und Teufel". Dankeschön! :o)

Sonntag, 1. Oktober 2017

Die letzte Woche :o)

...war zwar nicht das Letzte, aber manchmal kann ich mich nur noch wundern. Am Dienstag waren Stefan und ich mit der Gruppe beim Arbeitsgericht Essen, um einigen Kammer- und Güteterminen beizuwohnen. Bis auf zwei Teilnehmer war unsere Gruppe vollständig, wobei die beiden gar nicht mehr erschienen sind - der Eine hat sich zwar am Freitag telefonisch bei Holger krank gemeldet, aber trotzdem habe ich ihm eine freundliche Ermahnung geschickt, genau wie dem Anderen, von dem wir gar nichts wissen. Es ist auch nicht lustig, erst nach drei Tagen von jemandem zu hören bzw. von dem Anderen gar nix. Wer nicht hören will, muss fühlen. Bei einem Arbeitgeber wären manche schon bei solch verspäteten Meldungen schneller gekündigt wie sie gucken können - manche beachten ja auch nicht, dass sie sich sofort krank melden müssen und der Gilb spätestens am dritten Tag beim Arbeitgeber sein muss. Wir weisen die Leute zwar immer zu Beginn der Maßnahme darauf hin, aber was interessiert mich das Geschwätz meiner Sozialpädagogin bzw. meines Dozenten? :o)

Am Donnerstag hatten wir einen Teamtag, d. h. unsere Teilnehmer konnten an dem Tag zuhause bleiben. Wir haben morgens gefrühstückt und mittags gegrillt. Lecker! :o) Abends war ich immer noch so pappensatt, dass ich nur Jimi Hendrix ein Stück Schinken gegeben habe, ich selbst habe an dem Tag nichts mehr gegessen. Dafür waren Holger und ich morgens mehr ent- als begeistert, als unsere Zimmerpflanze Robert mal eben "Schön ist es auf der Welt zu sein" von Roy Black und Anita spielte und dabei auch noch richtig abgegangen ist :o))). Zum Glück hat er nicht Heintje gespielt - dafür aber am Freitag von Abba "Dancing Queen". Na ja...:o).

                                     Metallica an ihrem Kräcker - (c) Alexandra Döll, Essen

Und manchmal frage ich mich bei gutefrage.net, ob das ein Portal für Hirnblondinen ist - Eine wollte ihren schwarzen Zwerghamster zurückgeben, weil das nur ein Hybride und kein reinrassiger Dsungare ist. Hallo???? Das kam mir echt vor, als wenn jemand ein unpassendes Kleidungsstück irgendwo umtauscht und seinen kranken Egoismus noch rechtfertigen muss. Ich denke im Nachhinein, Metallica wird auch ein Hybride gewesen sein, da es den Farbschlag in freier Wildbahn überhaupt nicht gibt, aber geliebt habe ich die kleine Maus trotzdem. Vom Charakter her überwog zum Glück der friedliche Dsungaren-Anteil, aber auch selbst, wenn sie wie Slayer eine kleine Motzkiste gewesen wäre, hätte ich sie genauso lieb gehabt. Tiere haben eben ihre eigene Persönlichkeit und wenn jemand das nicht akzeptieren kann und deshalb nur publikumswirksam rumheult, sollte er sich kein Haustier anschaffen, ganz einfach.


              Meine kleine Motzkiste Slayer im Mai 2010 - (c) Alexandra Döll, Essen

Slayer hat mich auch nicht einmal gezwickt, aber er kommentierte gerne, wenn ihm was nicht passte durch Fauchen, Quäken und Schnarren. Metallica konnte zwar auch schnarren, aber nur, wenn meine Mutter sie geweckt hat und sie sich nicht zwischen Weiterschlafen und Schinken entscheiden konnte. Slayer war aber Menschen gegenüber aufgeschlossen, genau wie Metallica, aber bei meinem aktuellen Hamster Jimi Hendrix ist das anders - sie ist eben eine typische Einzelgängerin, auch wenn sie mittlerweile gerne Kontakt zu mir aufnimmt. Heute Nacht ist sie wie eine Verrückte durch ihren Laufteller gewetzt :o). Von ihr kann ich derzeit leider kein Foto posten, da mein Handy sich ausdauernd weigert, die Fotos an meinen E-Mail-Account weiterzuleiten. Jimi Hendrix wird am 5. Oktober übrigens ein Jahr alt - in Menschenjahren umgerechnet sind das 48 Jahre.

Sonntag, 31. Januar 2016

Meine aktuelle Playlist :o)

Da es mir ja zum Glück wieder besser geht, Eiseninfusion und Vitamin-B6-Tabletten, sei Dank, habe ich auch wieder Muße, öfter mal den CD-Player in meinem Wohnzimmer einzuschalten und einige Songs abzuspielen.

Meine aktuelle Playlist sieht so aus - der eine oder andere Titel dürfte Euch auch in meinen E-Books wiederbegegnen :o):

  • Metallica - Nothing Else Matters
  • Scorpions - Still lovin' you
  • Howard Jones - What is love?
  • Tears for Fears - Shout
  • Gary Moore - The Law of the Jungle
  • Dio - Holy Diver
  • Slayer - South of Heaven

Die Songs sind zwar alle schon älter, aber leider wird der Musikmarkt ja mittlerweile eher selten von kultigen neuen Stücken bereichert :o/. Und auf Helene Fischer, Semino Rossi und Andrea Berg stehe ich nun mal überhaupt nicht.

Manchmal schaue ich mir auf ZDF Kultur sogar alte Folgen der ZDF-Hitparade an, denn damals konnte man sogar viele Schlager noch gut hören, weil diese Musikrichtung damals von diesem Trällerelsen-Einheits-Gedudel meilenweit entfernt war. Früher haben meine Oma und meine Mama immer Radio Luxemburg auf Mittelwelle gehört und da liefen auch entsprechend viele Schlager - nachdem wir uns im Frühjahr 1981 ein Auto zugelegt hatten, hat mein Papa oft seine ganzen Cassetten im Auto eingelegt und dadurch kam ich mit moderner Popmusik und vor allem mit Rock aus den 60er Jahren in Berührung. Ab Mitte der 1980er Jahre habe ich mir selbst eine stattliche Vinyl-Sammlung zugelegt. Leider sind einige alte Scheiben bei einem Wasserrohrbruch im Keller in der Schweriner Straße unwiederbringlich zerstört worden :o(

In Clios CD-Player rotieren wieder meine Silberlinge - aktuell das Metallica-Album "And Justice for All" aus dem Jahr 1988 - denn Radio kann man sich ja teilweise echt nicht mehr antun mit diesem Einheitsbrei, der mich recht schnell nervt. Auch Clio selbst ist froh, dass ich wieder die Musikauswahl in seinem Inneren bestimme und nicht irgendwelche einfallslosen Musikredakteure im Radio :o).


                Meine lachende Jukebox im September 2013 - (c) Alexandra Döll, Essen


Mittwoch, 17. Juni 2015

Lustige Suchbegriffe zu meinem Blog :o)

Soeben stand zehnmal der Suchbegriff "Hamster Darmspiegelung" in meinem Blog - hm, soweit mir bekannt ist, werden Darmspiegelungen bei so kleinen Nagern wie Zwerg- oder Goldhamstern gar nicht vorgenommen :o).


Mit einer Darmspiegelung wäre mein Zwerghamster Slayer sicherlich nicht einverstanden gewesen
- (c) Alexandra Döll, Essen


Ein weiterer Suchbegriff lautete "Arzt Sex" - hm, da steht offenbar jemand auf Doktorspiele, würde ich sagen *grins*. Manchmal wundere ich mich auf jeden Fall, über welche Suchbegriffe manche Menschen auf meinen Blog stoßen. Eine Kontaktanzeige für solche Bedürfnisse wäre auch nicht schlecht, z. B. in dem Stil:

Ich, 28, 1.63/45, ein bisschen dusselig, aber sonst ganz niedlich, suche großzügigen, toleranten Arzt mindestens mit Facharzttitel, besser noch mit Doktortitel, mit dem ich Doktorspiele machen und Sex haben kann, weil sich sonst niemand freiwillig mit mir abgeben will, sobald ich den Mund aufmache. Bitte nur ernst gemeinte, medizinisch und psychiatrisch versierte Zuschriften unter Chiffre....

(Auf eventuelle Rechtschreibfehler habe ich an der Stelle mal verzichtet, hehe!)

Mittwoch, 18. Februar 2015

Meine nicht-vegetarischen Zwerghamster :o)

Mein Zwerghamster James Hetfield ist mit fast 29 Monaten für seine Art wirklich steinalt geworden. Am Abend des 20. Mai 2008 musste ich ihn in der Tierklinik Altenessen einschläfern lassen, weil gerade so kleine Tiere das Problem haben, dass die Blutgefäße mit zunehmendem Alter porös werden und dann reißen - genau das war bei dem kleinen Kerl passiert, d. h. er hatte einen Schlaganfall und das ist bei Hamstern leider nicht mehr zu beheben, sodass man da nur noch einschläfern lassen kann :o(.

James futterte neben Gemüse und seiner Körnerfuttermischung, die ich damals, als er zwischen Februar 2006 (heute auf den Tag genau vor neun Jahren zog der kleine Kerl bei mir ein) und Mai 2008 in meinem Haushalt lebte, noch selbst zusammenstellen musste aus Wellensittichfutter und Goldhamsterfutter, auch sehr gerne Hundetrockenfutter von Frolic, ab und zu ein Stückchen Kochschinken und auch Insekten, die sich in seinen Käfig verirrt hatten, vorzugsweise Mücken. Motten waren ihm zu trocken - einmal hat er eine kleine Motte erjagt und in den Flügel gebissen, doch dann angeekelt wieder ausgespien, dann schaute er mich an und deutete mit der Nase auf das tote Insekt, so nach dem Motto "Du weißt, was du zu tun hast - das kannst du direkt mal entsorgen, weil eh nicht genießbar!" :o) Im Sommer habe ich ihn gerne mit Joghurt pur vom Löffel gefüttert - und auch das mochten alle meine Hamster, vor allem bei heißem Wetter.

                       James im Alter von zwölf Monaten im Januar 2007 - (c) Alexandra Döll, Essen

James war einer der sog. Hybriden, also eine Mischung aus Dsungare und Campbell-Zwerghamster, wobei bei ihm jedoch der eher friedfertige Dsungaren-Anteil überwog. Bei Slayer hatte ich einen reinrassigen Campbell erwischt, der entsprechend etwas dominanter und streitlustiger war als James - gezwickt oder gar gebissen hat er mich aber nie. Er tat seinen Unmut durch Schnarren, ärgerliches Quäken und Fauchen kund :o) - meist, wenn ein Gewitter im Anmarsch war. Die Spannungen in der Luft hat der kleine Kerl vielfach schon bemerkt, wenn die Sonne noch von einem fast wolkenlosen Himmel schien und nichts auf ein Gewitter hindeutete. Als Slayer zwischen Juni 2009 und Januar 2011 in meinem Haushalt lebte, hatte ich immer einen Wetterfrosch mit Fell und vier Pfoten :o)).


                       Slayer im Alter von 13 Monaten im Mai 2010 - (c) Alexandra Döll, Essen

Slayer war auch der einzige Hamster, der bei Gewittern stärker auf den Blitz als auf den Donner reagiert hat - meine anderen Hamster wurden eher bei der akustischen Begleitung unmütig. James hat mich nie gebissen, aber einmal hatte ich ihn gerade in meiner Hand, als es draußen donnerte - nicht laut, aber doch hörbar, und da ist der einzige Biss von ihm wirklich bis auf's Blut gegangen. Als ich ihm den Blutstropfen an meinem Mittelfinger zeigte, schaute James mich ganz unschuldig an, so als wenn er sagen wollte: "Stell dich mal nicht so an!" :o)

Slayer war bei Gewitter stets unmütig, manchmal sogar bis zu zwei Stunden vorher. Er reagierte zwar mehr auf die Blitze, aber die Donner hat er übelst mit Schnarren und Quäken beschimpft. Im August 2010 wurde es sogar mal meinem kleinen, selbstbewussten Hausgenossen zu laut, denn es gab einen Naheinschlag in schätzungsweise 100 Metern Entfernung, sodass die Erde kurzfristig bebte. Bei dem lauten Donnerknall war selbst Slayer ungewöhnlich kleinlaut. Der nächste Donner war schon wieder leiserer und damit kehrte auch das Selbstbewusstsein meines kleinen Hausgenossen zurück :o)).

Slayer hat als Einziger meiner Zwerghamster gerne Motten gefressen, wenn er welche erbeutet hatte und er war auch der einzige Hamster, dem Frolic als Hundetrockenfutter nicht reichte - nein, für ihn musste es immer ein wenig Cesar sein :o). Wenn ich ihm im Sommer mal ein Stück Erdbeere gereicht habe, hat er regelrecht geschmatzt, der kleine Feinschmecker. 

Sonntag, 6. April 2014

Ein Stofftier und ein echtes Tier :o)

Das Foto ist zwar schon etwas älter, denn es stammt aus dem Sommer 2010, und wurde auch noch in meiner alten Wohnung im Frohnhauser Süden geschossen, aber hier kann man sehen, wie mein damaliger Zwerghamster Slayer (03.04.2009 - 16.01.2011) durch die Diele flitzt und nebenbei auch die Stofftiere betrachtet, die sich immer in der Diele eingefunden hatten, um ihm beim Freilauf Gesellschaft zu leisten. In dem Fall handelt es sich um den Flügel bzw. Füße von Plüschhuhn Erna.

 
Slayer und Erna in der Diele - (c) Alexandra Döll, Essen

Samstag, 11. Januar 2014

Meine derzeitige Playlist

Am häufigsten laufen derweil in Clios CD-Player und auf meiner Anlage zuhause die folgenden Titel:

  • Metallica - Damage Inc.
  • Deep Purple - Anya
  • Gary Moore - Back on the streets
  • Anastacia - Sick and tired
  • Metallica - Sad but true
  • Judas Priest - Painkiller
  • Slayer - South of Heaven
  • Nirvana - Lithium
  • Gary Moore - The law of the jungle
  • Falco - Ganz Wien (ist heut' auf Heroin).
Das ist ja eine schöne Mischung aus Pop, Hardrock, Metal und Grunge, oder? Ganz gut würden auch noch Titel wie "St. Anger", "Fuck you all" oder "Nightcrawler" passen, hehe.

Samstag, 19. Oktober 2013

Ein Soundtrack zu nächtlichen In-den-Bach-latsch-Aktionen :o)

Gehen wir mal davon aus, dass das stimmt, was Eva am Mittwochabend kichernd am Telefon mutmaßte: Alle meine drei Verehrer treffen nachts bei Mondschein in der Sackgasse des Reuenbergs ein, wollen den Bachlauf überwinden (Platsch!) und in den Garten hinterm Haus vordringen: Dazu bräuchten wir ja auch noch einen schönen Soundtrack. Vorschläge hierfür wären:

Verehrer parken in der Sackgasse, der Mond scheint
Mike Oldfield - Moonlight Shadow (und der Mond hat auch Spaß inne Backen)

Verehrer zoffen sich und nähern sich dem Gartenzaun an
Bryan Ferry - Jealous Guy (passt...)

Verehrer latschen gleichzeitig in den Bach (PLATSCH!)
Slayer - Seasons in the Abyss (na, so tief ist's auch wieder nicht...)

Verehrer fluchen, weil sie nasse Füße haben
Metallica - All Nightmare long (immer diese nassen Füße, ein Alptraum!)

Verehrer quetschen sich durch das Gebüsch und stolpern in den Garten
Xavier Naidoo - Sie sieht mich einfach nicht (wie auch in der Dunkelheit, höhö)

Alle Drei packen ihre Klampfen aus und bringen mir ein Ständchen - je nach Verehrer
  • Nr. 1: Bill Withers - Ain't no sunshine (den gibt's im Mondschein nie!)
  • Nr. 2: Nirvana - Lithium (Ich brauch Drogen!!!! *lechz*)
  • Nr. 3: Falco - Jeanny Part 1 (Düstere Romantik macht sich breit)
Na, das gäb ja ne schöne Mischung vom Tempo her, denn während Nirvanas Song eher schnell ist, sind "Jeanny" und "Ain't no sunshine" doch eher langsamere Titel mit unterschiedlichen Rhythmen. Und dann noch dieses Textgewirr...Ain't no sunshine when she's gone, I like you, I'm not gonna track, Jeanny, come, come on, steh auf, bitte..." Bei dem Mischmasch aus Englisch/Deutsch, den unterschiedlichen Rhythmen und Tonarten sowie den drei Stimmen der Herren bräuchte ich bestimmt LSD! :o) HALLA!!!! :o))))


                              Fröhlicher Mond überm Reuenberg - (c) Alexandra Döll, Essen
                
Sammy könnte ja dann runter in den Garten trappsen, den drei Herren Kaffee bringen und dazu singen "Tom's Diner" von Susan Vega, der Nr. 1-Hit aus Herbst 1990.

Samstag, 24. August 2013

Ein heraufziehendes Unwetter im Juli 2010


                                         (c) Alexandra Döll, Essen

Das Foto entstand am Abend des 24. Juli 2010 - aufgenommen von meinem Küchenfenster aus in meiner damaligen Hütte im Frohnhauser Süden. Hierbei handelte es sich um ein kurzes, aber heftiges Unwetter, das von Düsseldorf aus südlicher Richtung rüber zog nach Essen. Meine Freundin Uli war zu dem Zeitpunkt mit ein paar Freundinnen aus ihrer Siedlung im Burghof in Kaiserswerth - dort mussten die Besucher den Burghof allerdings fluchtartig verlassen wegen des mit Macht heraufziehenden Unwetters.

Mein damaliger Zwerghamster Slayer (10. April 2009 - 16. Januar 2011) kommentierte das Unwetter, das aus grellen Erdblitzen, lauten Donnern, Starkregen und heftigen Sturmböen bestand, mit ärgerlichem Quäken und Schnarren in seinem Käfig.

Sonntag, 16. September 2012

Gute Hamsterliteratur - schlechte Hamsterliteratur

Wie in allen anderen Bereichen auch, gibt's sehr gute Infos über Hamster - egal, ob Zwerg- oder Goldhamster - und natürlich auch schlechte. Der Blog mycampbell.de ist z. B. gut geschrieben und anhand von Praxisbeispielen aus dem Zusammenleben mit den Tieren auch fundiert, aber manchmal muss ich leider feststellen, dass viele Infos über Hamster nicht immer zutreffen. Beispielsweise kursiert seit Jahren die Meinung, dass Campbells angriffs- und streitlustiger als ihre nächsten Verwandten, die Dsungaren, seien. Bei Slayer hat dieses Vorurteil sicherlich gestimmt, obwohl er mich in der ganzen Zeit, in der er bei mir lebte, nicht ein einziges Mal gebissen hat, aber Metallica ist eine eher friedfertige Natur, auch wenn sie ihren Unmut - der auch selten vorkommt - auch über Schnarren äußern kann.

Nen ganz großen Brechreiz kriege ich allerdings, wenn ich in einem Ratgeber über Kleinnager lesen muss, dass sich nur junge Tiere problemlos an den Menschen gewöhnen. Dies stimmt so auch nicht. Ich habe meinen Teddyhamster Fred im Alter von vier Monaten aus einer grottenschlechten Haltung übernommen (Käfig direkt am Fenster, Hamster nicht gezähmt, angedrögte Apfelstückchen lieblos ins Käfiggitter gesteckt, zu kleiner Käfig ohne Zubehör...) und auch er wurde mit viel Geduld und Aufmerksamkeit nach zwei bis drei Monaten in meiner Obhut handzahm. Allerdings muss man bei einem älteren, noch nicht gezähmten Tier, das auch schon schlechte Erfahrungen mit Menschen machen musste, natürlich viel mehr Geduld aufbringen als für ein Jungtier, das i. d. R. noch keine schlechten Erfahrungen mit Zweibeinern gemacht hat. Und selbst bei Jungtieren fassen nicht alle Hamster gleichschnell Vertrauen - James war mit vier Tagen "Zähmungszeit" ein absoluter Glücksfall, bei Metallica und Slayer hat es wiederum ein paar Wochen gedauert. Jedes Tier ist auch da unterschiedlich, genau wie bei Einrichtungsgegenständen wie Heu, Sand, Laufrad usw. Slayer und Metallica waren/sind richtige Klettermaxe, die zwar auch ihr Laufrad sehr gerne benutzen/benutzt haben, aber James hatte es z. B. nicht so mit klettern, der war eher Marathonläufer :o).

Bis dato habe ich alle meine Hamster einzeln gehalten, wobei manche Hamsterhalter zumindest bei Zwerghamstern auch gute Erfahrungen mit Paarhaltung gemacht haben. Bei James wäre es eventuell gegangen, noch ein Wurfgeschwisterchen dazu zu nehmen, Metallica hingegen ist froh, dass sie sich ihren Käfig und das Futter nicht noch mit einem Artgenossen teilen muss. Das galt analog auch für Slayer. Metallica ging es ja in ihrem Gehege im Zoogeschäft schon auf den Keks, dass da noch ein fünfköpfiger "Hamsterkindergarten" mit im Gehege war. Süß waren die ganz kleinen Hamsterchen im Schlafhäuschen zwar auch, aber sie scheinen Metallica doch etwas genervt zu haben. Sie saß mit dem Rücken zum Schlafhäuschen, als wenn sie sagen wollte "Mit dem Kindergarten da hab ich nix zu tun!" :o)).

O. g. Kleintierratgeber sieht auch Hamsterwatte als geeignetes Nistmaterial an - um Gottes Willen! Die darin befindlichen Fäden können den Tieren einzelne Zehen oder sogar Gliedmaßen abschnüren, deshalb habe ich auch noch nie für einen meiner Hamster diesen Blödsinn gekauft. Als Nistmaterial stelle ich immer unparfümierten Zellstoff (Taschentücher, Papierservietten, Klopapier) oder Katzengras zur Verfügung.  Auch vom Hamsterball oder Hamsterauto halte ich überhaupt nix, worauf aber auch die meisten Hamsterbücher richtigerweise hinweisen. Gestern hatte ich zwar so ein Hamsterauto gesehen, aber die Öffnung wäre selbst für einen Zwerghamster viel zu klein gewesen. Nicht alles, was angeboten wird, ist auch wirklich gut für die Tiere.

Wenn meine Hamster alt wurden, habe ich auch nie bemerkt, dass das Fell struppig wurde und/oder die Augen ausblichen. James war als Jungtier an der Oberseite dunkelgrau, die Flanken und Unterseite waren reinweiß. Als er zwei Jahre alt war, war das Fell auf dem Rücken hellgrau bis fast weiß, der ehemals schwarze Aalstrich war mittlerweile eher dunkelgrau, aber das Fell war schön bis zur letzten Minute, genau wie seine dunklen Augen, als ich ihn im Alter von fast 29 Monaten einschläfern lassen musste.



                                  Metallica bei der Futtersuche - (c) Alexandra Döll, Essen



                               Metallica an ihrem Kräcker - (c) Alexandra Döll, Essen

Der Spielplatz auf dem unteren Foto war bei Slayer sehr beliebt, Metallica hingegen hat ihn weitgehend verschmäht. Das Kunststofflaufrad habe ich ja mittlerweile durch ein Holzlaufrad ausgetauscht, was auch wesentlich geräuschärmer ist, wenn sie nachts durch ihr Laufrad wetzt.

Metallicas Abendspaziergang

Gestern Abend reinigte ich mal wieder Metallicas Käfig, während sie in ihrer Transportbox auf der Fensterbank im Wohnzimmer auf ihren obligatorischen Freilauf wartete - diesmal habe ich sie nicht auf dem Balkon warten lassen, weil es dafür doch etwas zu kühl war.

Schließlich war der Käfig wieder bezugsfertig und ich habe die Kleine in das von mir zwischenzeitlich aufgebaute Freilaufgehege gesetzt, wo auch Sammy, Rudolf-Dieter und Urmel saßen. Spielzeug wie ihre Zwerghamsterschaukel und ein neues, gestern bei MaxiZoo gekauftes Spielzeug - eine Mischung aus Tunnel, Treppe und Rutschbahn - waren natürlich auch vorhanden. Das neue Spielzeug aus Naturholz machte ihr besonderen Spaß. Die Schaukel findet zwar auch Beachtung, aber sie ist da nicht so ein großer Fan von, auch nicht von dem kleinen Spielplatz aus Naturholz, den Slayer ja über alles liebte.

Da Zwerghamster ja sehr klug sind, weiß sie natürlich auch, dass sich außerhalb ihres Freilaufgeheges ein großer Raum befindet, in dem sie in alle möglichen Ecken und Ritzen verschwinden könnte. Natürlich versuchte sie auch, aus ihrem Gehege zu entkommen, da Hamster nun mal richtige Ausbrecherkönige sind :o). Sie kletterte an Sammy hoch, um sie als Sprungschanze in die Freiheit zu nutzen, doch als sie oben auf Sammy Haarschleife angekommen feststellte, dass Sammy nicht hoch genug ist, um ihr den Sprung in die Freiheit zu ermöglichen, kletterte sie wieder an ihr runter, schaute sie empört an und gab ihr einen Klaps mit der Vorderpfote. Das fand Sammy zum Heulen. Mich hat sie nach ner halben Stunde Freilauf auch leicht gekratzt und angeschnarrt, als ich sie vorsichtig gepackt habe, um sie zurück in ihren frisch geputzten Käfig zu bringen. Im Käfig selbst habe ich die Transportbox leicht angekippt, sodass sie aus 2 cm Höhe runter in die Einstreu konnte, denn auf meine Hand hatte sie gestern Abend nicht mehr so wirklich Bock, wie sie mir auch unwirsch anzeigte. Nach fünf Minuten jedoch kam sie ans Käfiggitter, legte ihre linke Vorderpfote auf meine Nase, als wenn sie sagen wollte "So, jetzt sind wir wieder Freunde!" und wandte sich dann dem Hamstern und Buddeln zu :o). Auch die Veggies von Bunny, die ich ihr gestern noch gekauft hatte, fanden großen Anklang bei meiner kleinen Zwerghamsterdame.

Hm, Metallica kann eigentlich gar nicht wissen, dass ich Marcumar nehmen muss, aber irgendwie scheint sie es zu ahnen, dass ich, wenn sie zu heftig kratzt oder mich beißen würde, länger bluten würde als andere Menschen, die das Zeug nicht nehmen müssen. Tiere haben für sowas ja nen guten Instinkt. Auch ihr Vorgänger Slayer wusste, dass ich nicht alles tun konnte, als ich Ende 2010 den Gefäßverschluss im linken Bein hatte und hat darauf entsprechend Rücksicht genommen.

Mittlerweile hat die Kleine es auch ganz gern, wenn ich ihr mal vorsichtig übers Fellchen streichele, aber Zwerghamster sind ja nun mal keine klassischen Streicheltiere wie etwa Zwergkaninchen oder Meerschweinchen. Sie ist zwar mittlerweile relativ ruhig, wenn ich sie in die Hand nehmen muss, aber die kleinen Nager werden nun mal auch nicht allzu gerne angefasst, auch wenn sie einem problemlos das Futter aus der Hand nehmen. Mein Zwerghamster James Hetfield war da ne echte Ausnahme, denn ihn konnte ich sogar teilweise auf der Schulter mit mir rumtragen, ohne dass ihn das gestört oder genervt hätte - im Gegenteil, er schien es sogar richtig zu genießen. Auch da sind Hamster sehr unterschiedlich. Es macht jedoch sehr viel Spaß, die kleinen Zwerghamster bei ihren Aktivitäten innerhalb und außerhalb des Käfigs zu beobachten.

Montag, 27. August 2012

Neues aus Mondhausen :o)

Sammy freute sich gestern Abend, weil es möndelte und sie den freundlichen Himmelskörper von unserem Balkon aus sehen konnte. Metallica bullerte durch ihr Laufrad, sodass ich als Lärmschutz ein Kissen zwischen Käfiggitter, an dem das Laufrad befestigt ist, und Kaffeemaschine gesteckt habe, damit es wenigstens etwas leiser ist. Draußen flatterte ne Fledermaus im Mondlicht rum, die ich - weil ich gerade an den Kollegen denken musste - mit "Kundäääää" ansprach. Die Fledermaus grinste und antwortete: "Näääää, NATURRRR!" :o))

(Rauchende) Gespenster waren auf dem Balkon zum Glück nicht vertreten, denn sonst hätte Sammy sich wieder gefürchtet. Metallica war wiederum ganz fasziniert von den Fledermäusen, die im Mondlicht umher flatterten - genau wie seinerzeit Slayer, der die kleinen Flugtierchen ja auch mochte. 

Heute früh war es sehr kühl, aber der Himmel war relativ klar, sodass ich wieder Merkur, die Venus, das Sternbild Geile Gewürzgurke und weitere Sterne sehen konnte. Sternschnuppen waren jedoch leider nicht am Morgenhimmel unterwegs.

Sonntag, 26. August 2012

Vom Hochsommer in den Herbst

Letztes Wochenende herrschten über dem Pott Temperaturen von 34°C bis 38°C, aber heute mutet das Wetter eher wie Herbst an, es ist kühl, regnerisch, windig...so schnell kann's gehen mit dem Wetterwechsel. Ab Dienstag sollen die Temperaturen jedoch wieder steigen, genau wie die Zahl der Sonnenstunden.

Gestern Abend war es noch heiter bis wolkig, als ich Metallicas Käfig reinigte. Die Kleine hat zwar Zutrauen zu mir, aber in die Hand wird sie noch nicht gerne genommen, denn als ich sie gestern vom Käfig in ihre Box umtopfen wollte, stieß sie einen langen Knurrlaut aus, sodass ich mich schon eher an einen Dobermann im Miniatur-Format erinnert fühlte :o). Auch als ich sie später von ihrer Box ins Freilaufgehege umsetzte, knurrte sie unwillig und machte ein Pfützchen aufs Parkett, das ich dann eben mit heißem Wasser aufgewischt und trocken gerieben habe, damit die Kleine nicht durchs Nasse laufen muss. Das kann beim Freilauf einfach mal passieren und selbst James, der ja nach rekordverdächtigen vier Tagen handzahm war, hat mal bei mir in der Diele in der alten Wohnung zweimal ein Pfützchen hinterlassen, einmal auf dem Laminat, einmal auf dem Läufer. Auch das habe ich dann eben heiß aufgewischt und wieder trocken gemacht. Auf jeden Fall sind solche Pfützchen für mich kein Grund, meinem Hamster keinen Freilauf zu gewähren, wie eine Mitbewohnerin im Haus, die zwar nen Goldhamster hat, aber den Kleinen nie laufen lässt, weil er ja ein Pfützchen auf dem Boden hinterlassen könnte *stöhn*. Wenn mir das schon zuviel Arbeit ist, sollte ich mir vielleicht kein Tier anschaffen, denn neben Spaß mit Haustieren (Beobachten, Streicheln usw.) machen die kleinen Gesellen auch ein wenig Arbeit - und wenn ich nicht bereit bin, neben der Freude auch die Pflichten in Kauf zu nehmen, sollte ich mir kein Tier anschaffen. Hamster sind zwar relativ pflegeleichte Heimtiere, aber Arbeit machen sie natürlich auch, wenn auch weniger als z. B. Zwergkaninchen, Hund oder Katze.

Heute Nacht bullerte Metallica fröhlich durch ihr Laufrad und heute Abend teste ich mal vorsichtig an, ob sie auch Gurkenstückchen mag, denn es macht ja auch Spaß herauszufinden, was dem eigenen Tier schmeckt und was eben nicht. Tiere sind da wie Menschen - die Geschmäcker sind halt verschieden. James z. B. mochte als Jungtier Chicorée unheimlich gerne, Kimberly und Slayer konnte ich damit nicht hinterm Ofenrohr hervor locken. Metallica hingegen mag Chicorée auch recht gerne.

Auch am Himmel zeigen sich, sofern natürlich keine Wolken da sind, bereits die ersten Wintersternbilder in den späten Abend- und frühen Morgenstunden. Mal gucken, wann sich der Große Wagen zum ersten Mal wieder zeigt. Das Sternbild Geile Gewürzgurke ist natürlich omnipräsent :o).

Dienstag, 27. Dezember 2011

Jahresrückblick 2011

Es sind zwar noch ein paar Tage bis zum Jahreswechsel, aber trotzdem ist der Großteil des Jahres 2011 ja gelaufen, sodass ein Rückblick durchaus lohnt :o).

Januar 2011:
Nachdem ich im Dezember 2010 mal endlich vernünftige Ärzte aufgetan hatte, wurde ich am 17. Januar im Elisabeth-Krankenhaus Essen an der Arteria femoralis operiert, die sich dank meines APS in den Kopf gesetzt hatte, sich fast vollständig zu verschließen. Entgegen anderer medizinischer Prognosen konnte zum Glück auf den Bypass verzichtet werden, ein Ausputzen und Ausschälen des Blutgefäßes reichte. Auch meine erste Vollnarkose verlief besser als ich dachte. Leider ist mein Hamster Slayer einen Tag vor meiner OP verstorben :o( und der Anästhesist hat mir, als er den Beatmungsschlauch nach der OP rausgezogen hat, auch noch nen Schneidezahn abgebrochen *nerv*. Der Chef-Anästhesist entschuldigte sich jedoch am folgenden Tag sehr nett bei mir und am Donnerstag nach der Operation wurde der beschädigte Schneidezahn in der angegliederten Zahnklinik wieder gerichtet.

Am 24. Januar wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und verabschiedete mich von Slayer, den meine Mom in einer alten Tupper-Dose im Gefrierfach meines Kühlschranks aufbewahrt hatte. Anschließend haben wir den kleinen Kerl im Garten beerdigt, ganz in der Nähe seines Vorgängers James Hetfield.

Das Ruhrgebiet erstickt im Schnee, der Stadt Essen ist angeblich das Salz ausgegangen und die Essener sind total entnervt von diesem nicht vorhandenen Winterdienst. Der Einzige, der damit zufrieden war, war unser Oberbürgermeister, denn bis zu dem hat es der Winterdienst dann doch noch geschafft - alle anderen 578.000 Essener hatten eben halt das Nachsehen.

Februar 2011:
Hurra, ich kann wieder arbeiten gehen! Meinem Füßchen geht's immer besser und er verträgt mittlerweile auch wieder Badezusätze. Anfang des Monats besuche ich erstmals meinen neuen Hausarzt in Frohnhausen, der meinen INR auf 2,0 bis 3,0 festlegt, außerdem werde ich auch noch entklammert bzw. meine OP-Narben, das allerdings bei meinem Chirurgen auf der Meißener Straße.

Da ich voraussichtlich lebenslänglich auf Marcumar angewiesen bin, mache ich im Elisabeth-Krankenhaus am 23. und 24. Februar eine Gerinnungsselbstmanagement-Schulung bei dem Arzt mit, der den Gefäßverschluss auch diagnostiziert hat bzw. der auch die richtige Querverbindung zu meinem APS zog. Der Kurs war lehrreich, aber auch unterhaltsam. Erfolgreich bestanden habe ich ihn auch noch, sodass ich bei meiner Krankenkasse um Kostenerstattung bitten konnte - den Antrag für den Gerinnungsmonitor hatte die Sekretärin des Arztes dorthin gefaxt.

Meine Nachbarn unter mir ziehen aus, weil einige in meinem Haus in Frohnhausen ganz abdrehen, Drohungen im Hausflur aushängen und zudem trotz nicht vorhandener gesundheitlicher Einschränkungen noch nicht mal in der Lage sind, den Schnee zu räumen - manchen kann man Bewegung und körperliche Arbeit einfach nicht zumuten, haha. Danach habe auch ich keine Lust mehr, noch länger da wohnen zu bleiben - kackendreiste Lärmbrüder und -schwestern sollten unter sich bleiben. Am 21. Februar miete ich meine neue Wohnung in Gerschede an, gleichzeitig habe ich vormittags noch einen Dreh mit einem Studenten der FH Dortmund in meiner Wohnung, der eine Reportage über Blogger aus'm Ruhrgebiet machen möchte. Die DVD habe ich leider immer noch nicht. Am 28. Februar kaufe ich bei Möbel Boss in Borbeck eine neue Couch.

März 2011:
Mein Gerinnungsmonitor kommt per Paket an und ich kann meine ersten INR-Messungen selbst erfolgreich durchführen. Im Büro bricht der Frühling aus, denn wir heiraten uns alle gegenseitig, sodass ich fortan einen Ehemann, eine Ehefrau und eine Verlobte habe, hihi. Gegen Ende des Monats lädt meine Verlobte Steffi uns alle zum Essen beim benachbarten Portugiesen ein und verkündet gegen Ende des gemeinsamen Mahls, dass sie schwanger ist. Wir freuen uns alle mit ihr. Ich entwickele angesichts der Mails, die wir immer so von unseren Kunden bekommen, einen Langenscheidt mit dem Titel "Ominöse Sex-Mails - Deutsch; Deutsch - Ominöse Sex-Mails", der im Büro für große Heiterkeit sorgt. In Fukushima fliegt am 11. März nach einem verheerenden Tsunami das AKW in die Luft. Promi-Magazine in allen Medien nerven mit unmaßgeblichem Geseier.

April 2011:
Marina fliegt mit ihrem Schatz nach Korea, sodass Steffi und ich die einzigen verbliebenen Assistentinnen im Düsseldorfer Projektbüro sind. Am 27. April wird mir abends kurz vor Feierabend schwindelig und mein rechtes Ohr fällt zu, sodass ich schon befürchte, dass mich der nächste Hörsturz ereilt. Steffi packt mich in ein Taxi und fährt mit mir ins Evangelische Krankenhaus an der Kirchfeldstraße. Der HNO-Spezialist in der Notfallpraxis kann aber nix an meinen Ohren finden - dass ich ein APS habe, scheint wohl unmaßgeblich zu sein. Steffi fährt mich mit meinem Clio nach Hause, denn - O-Ton Steffi - "ich bin schwanger, aber nicht krank." Sie befürchtet, dass mich eine derartige Attacke noch mal auf der A52 ereilen könnte. Das finde ich bis heute total lieb von Steffi.

Am 28. April gehe ich zur Vertretung meines Hausarztes, der meine Innenohren abermals checkt und auch nix Ungewöhnliches findet - zur Sicherheit verschreibt er mir zusätzlich noch einen Beta-Blocker. Der Schwindel ist bis dato nicht mehr aufgetreten, aber am 29. meldet er sich noch einmal zurück, als ich von der Kö zum Büro laufe. Danach ist erst mal Ruhe im Karton.

Mai 2011:
Ich werde 37 und feiere zum letzten Mal in meiner Wohnung in Frohnhausen Geburtstag - da meine anderen Gäste wegen Krankheit oder Urlaub verhindert sind, ist Steffi in diesem Jahr mein einziger Gast.

Am 11. Mai ziehe ich von Frohnhausen nach Gerschede, wobei das von mir beauftragte Umzugsunternehmen bzw. dessen Mitarbeiter diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient haben. Bei denen hängt wohl das Motto überm Bett "Wie Arbeit? Von Arbeit war nie die Rede!" Meine Küche sieht danach aus wie ein Trümmerhaufen, sodass ein anderer Mitarbeiter zwei Wochen später erst mal nachbessern muss - aber auch erst, nachdem ich dem Saftladen telefonisch mit Anwalt und Verbraucherzentrale gedroht habe. Umzugskartons werden im Flur stehen gelassen, sodass ich und meine Mom das Zeug noch alleine schleppen können - wofür ich da ein Umzugsunternehmen beauftragt habe, ist mir bis heute ein Rätsel. Zeitweise fühle ich mich einem Herzkasper nahe. Einer der jungen Herren hatte wohl Angst, dass ein Schweißtropfen seine stylishe Nerd-Brille verschmieren könnte und seine Kommunikationsfähigkeit beschränkte sich meist auf Achselzucken und Geld fordern :o/.

Ich lebe mich schnell in meiner neuen Wohnung ein, zumal der Ausblick von meinem Balkon überwältigend schön ist. Auch meine Nachbarn zu meiner Rechten und zu meiner Linken sind sehr nett, wie eigentlich auch alle anderen Hausbewohner. Insbesondere die tierischen Tierchen in meinem Garten sind richtig cool, genau wie der Kater vom Papa meines Vormieters, Titus Witus. Titus Witus' Büchsenöffner hat zudem auch noch schnarchende Wachteln :o).

Juni 2011:
Am Nachmittag des 5. Juni geht ein schweres Gewitter über dem Essener Nordwesten nieder - die Dellwiger Straße am Bahnhof ist zeitweise überflutet, genau wie die Frintroper Straße in Bedingrade. Von der Mondfinsternis am 15. haben wir leider nix, weil Wolken das Schauspiel verdecken. Steffi wird am 13. Juni 36.

Im Januar hatte ich mir eigentlich vorgenommen, in diesem Jahr nicht mehr ins Krankenhaus zu gehen, aber das Schicksal wollte es anders: Am Abend des 20. Juni befallen mich auf der Bocholder Straße Doppelbilder und Schwindel, sodass ich auf der Otto-Brenner-Straße zunächst rechts ran fahre. Nach fünf Minuten geht's zunächst wieder, aber 600 Meter vor meinem Zuhause kommen die Doppelbilder wieder. Ich schaffe es zum Glück, meinen Clio unfallfrei 30 Meter oberhalb meines Hauses einzuparken. Ein Ehepaar in einem der Häuser sieht wohl, dass es mir nicht so prall geht, macht aber keine Anstalten, mir zu helfen oder zumindest mal nachzufragen - nein, stattdessen platzieren sie mit dümmlichem Gesicht ihre gelben Tonnen vor meinem Auto. KILL!!! Ich versuche dann, alleine den Berg runter zu kommen und laufe, als wenn ich mir in die Hose geschissen hätte. Zum Glück sieht dies ein anderes älteres Ehepaar, das mich vor meiner Haustür abliefert. Danke!

Meine Mom, die ich telefonisch über meine Beschwerden in Kenntnis gesetzt hatte, rief schließlich nen Krankenwagen, sodass die netten jungen Männer vom ASB mich schließlich in die Notaufnahme des Philippusstift in Borbeck gebracht haben. Ich machte mir zunächst Sorgen, was für ne Flachpfeife von Arzt ich da kriege, denn mit dem Krankenhaus habe ich in der Vergangenheit auch nicht immer die besten Erfahrungen gemacht, aber es stellte sich recht schnell raus, dass der zwar introvertierte, aber sehr nette Stationsarzt der Neurologie nicht nur menschlich, sondern auch fachlich kompetent war.  Er hat mich auf seiner Station ebenso kompetent, aufmerksam und umsichtig weiterbetreut - und nebenbei auch noch eine Schwärmerei für mich entwickelt, wie meine Zimmerpflanze aus Altenessen, die ich nach meiner Verlegung von der Stroke Unit auf ein normales Zimmer bekommen hatte, amüsiert feststellte. Leider konnte ich mich bei meiner überraschenden Entlassung nicht persönlich von ihm verabschieden und mich für alles bedanken, was er für mich getan hatte, denn er hatte an diesem Tag leider keinen Dienst :o(.

Meine Zimmerpflanze war sehr nett und fröhlich - wir haben immer Fledermäuse gefüttert, mit den Vögelchen gesungen und das Kreuz auf der Kirchturmspitze beobachtet, denn von unserem Zimmer aus hatten wir nen guten Blick auf die Pfarrkirche St. Dionysius. Wenn unser Stationsarzt uns manchmal gehört hätte, hätte er uns sicherlich in die Psychiatrie bringen lassen oder er hätte mich bei sich zuhause persönlich überwacht, hihi.

Fortsetzung zum zweiten Halbjahr folgt!   :o)


              Pfarrkirche St. Dionysius - (c) Alexandra Döll, Essen; 25. Juni 2011

Mittwoch, 16. November 2011

Wat ist denn getz los? :o)

Hm, binnen eines Tages wurde mein fröhlicher Blog-Eintrag "Styling-Beratung mit Kerry King (Slayer)", der nunmehr zwei Jahre alt ist, 33 Mal aufgerufen. Ist da irgendwas Besonderes bzgl. Slayer passiert? Ich werde mal versuchen, es rauszufinden.

Ansonsten steht das Thema "Arztromane und Arztbeurteilungen" mal wieder in meinem Blog hoch im Kurs. Das Eine ist wohl eher für die Romantiker, das Andere für eher sachlich orientierte Menschen, die sich mal bzgl. Ärzten schlau machen wollten. Gestern hatte ich ja im Elisabeth-Krankenhaus auch wieder mit welchen zu tun, als man meine Durchblutung in den Beinen prüfte.

Die gute Nachricht ist: Die Durchblutung in beiden Beinen stimmt - von der Leiste bis zur Kniekehle ist sie perfekt, von der Kniekehle abwärts bis in meine Füßchen gut mit kleinen Schönheitsfehlern. Fußpulse sind auch vorhanden. Die schlechte Nachricht ist allerdings die lange Wartezeit - gut, ich war ne halbe Stunde vor meinem eigentlichen Termin da und meine Fußpulse wurden auch recht schnell gemessen, aber es dauerte, bis meine Beinarterien dann mal per Ultraschall untersucht wurden...um 10.30 Uhr hatte ich den Termin, um 11.30 Uhr kam ich ins Behandlungszimmer und um 11.55 Uhr kam mal endlich ne mürrische Ärztin, um mich zu untersuchen. Angeblich gab es ja soviele Notfälle...wo denn? Selbst eine alte Dame in ihrem Bett, die von der Station in die Gefäßambulanz gebracht wurde, stand da bald ne Stunde stöhnend vor Schmerzen auf'm Flur rum. Mit einem Mann, der nur noch ein Bein hatte, spielten sie "Rein inne Kartoffeln - raus ausse Kartoffeln", denn erst hieß es, es wäre ein Bett auf Station für ihn frei, dann doch wieder nicht...musste man nicht verstehen. Seine Begleiterin faselte schon was davon, dass man bei der Staatsanwaltschaft Essen eigentlich ne Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung stellen müsste, so hatte ihr Bruder das wohl in nem anderen Fall auch gemacht.

Ich denke auf jeden Fall, dass ich meine nächste Gefäßkontrolle wieder bei meinem niedergelassenen Gefäßchirurgen machen lassen werde, denn da kommt man recht zeitnah dran - spätestens 15 Minuten nach dem Termin ist man im Behandlungszimmer - und der hat die gleichen Geräte in seiner Praxis wie die Gefäßambulanz im Elisabeth-Krankenhaus auch. Vor allem hat der Mann Bock auf seinen Job und seine Patienten - was man von der jungen Dame gestern leider nicht behaupten konnte...er war auch derjenige, der mein APS im Frühjahr 2002 nach meiner tiefen Beinvenenthrombose inkl. peripherer Lungenembolie als Erster diagnostiziert hat.

Und natürlich ging's auch wieder ums Rauchen...ich kann's nicht mehr hören. Es gibt auch Leute, die meine Krankheit haben und noch nie geraucht haben. Vor allem habe ich Bock darauf, mir von wenig motivierten Medizinern anzuhören, dass Rauchen schädlich ist - aber bis mein Stationsarzt im Philipp auf den Plan trat, war ja kein Arzt beim Schädel-MRT in der Lage festzustellen, dass da schon Mikro-Einschläge stattgefunden haben. Die haben sich aber im Gegensatz zu meinem Stationsarzt auch nicht die Mühe gemacht, mal mit der Lupe über die Aufnahmen zu gucken - die haben lieber gespielt "Was ich nicht sehe, ist nicht da". Also ist nicht nur Rauchen schädlich - worüber man auch nicht diskutieren muss - sondern Arztbesuche können es auch sein. Vielleicht war die kleine TIA im Juni 2011 gar nicht so schlecht, denn wenn ich mit Schwindel irgendwo aufgelaufen bin, hat das ohnehin kaum einer ernst genommen - deshalb wurde ich ja, obwohl ich schon lange was anderes vermutet hatte, jedesmal mit der Bemerkung nach Hause geschickt, dass alles okay sei, so als wenn ich mir das alles nur einbilden würde - auch mein steter Hinweis auf ein APS in Verbindung mit ner Thromophilie veranlasste bis zum Juni 2011 keinen Mediziner, da mal genauer nachzuforschen. Angesichts dieser Nachlässigkeit durch eine Vielzahl von Ärzten soll mir nie wieder einer was vom Rauchen und seinen Risiken erzählen. Beim Rauchen sind manche Herrschaften ganz schnell mit dem moralischen Zeigefinger dabei - wenn's um ihren eigenen Job geht, legen sie aber die gleiche Sorgfalt leider nicht immer an den Tag. KILL!!!! Bis dato war mir das Schicksal zum Glück immer gnädig und hat mir einen Arzt beschert, der mal über seinen Tellerrand  hinausgeblickt hat - der nette, ältere Chirurg in Frohnhausen, der angesichts meiner starken Schmerzen im Fuß den richtigen Riecher hatte, der Oberarzt im Elisabeth-Krankenhaus, der die Erstdiagnose bzgl. des arteriellen Verschlusses im linken Bein gestellt hat und bei dem ich zwei Monate später auch die Schulung fürs Gerinnungsselbstmanagement mitgemacht habe und auch mein Stationsarzt im Philipp, der sich ja richtig reingehängt hat (darüber hatte ich ja schon gebloggt). Ich hoffe weiterhin, dass ich solch fitten Ärzten begegne, denn sonst sterbe ich unter Umständen nicht mal irgendwann an meinem APS bzw. seinen Begleiterscheinungen, sondern an ärztlichen Fehlern. Selbstherrlichkeit macht manchmal auch blind...

Offenbar wurde ich auch wieder in der Pottgezwitscher-Zeitung veröffentlicht. Ich muss mal schauen, um was es diesmal geht bzw. mit welchen Beiträgen ich dort vertreten bin.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Der ultimative Katastrophen-Film zu Halloween

Ausgerechnet an Halloween gibt es einen Temperatursturz, sodass sogar im Ruhrgebiet die ersten Schneeflocken vom Himmel fallen, was natürlich ein Grund für sämtliche Sender - egal, ob öffentlich-rechtlich oder privat - ist, hierzu Sondersendungen zu bringen.

Marina, Alex, Timo, Thorsten, Thomas, Renate und Uli lassen sich jedoch von dem bisschen Schnee nicht die Laune verderben, sondern kostümieren sich für ihre Halloween-Party, die in der mittlerweile nicht mehr aktiven Kirche St. Hermann-Josef im Dachsfeld in Gerschede stattfinden soll. Auch Alex' Stofftiere verkleiden sich gruselig - Sammy als Kürbis mit roter Haarschleife, Ecki als plüschiger Zauberer, Anna und Erna als Hexen. Da Erna ja ein Huhn ist, braucht sie noch nicht mal einen Besen, auf dem sie reiten kann. Marina kostümiert sich ebenfalls als Kürbis, Timo als Porno-Vampir - mal gucken, wem er heute Nacht einen verplätten kann. Thomas versucht es mit einem ähnlichen Kostüm, allerdings eher unfreiwillig, da er seine Kostümierung eine Nummer zu klein gekauft hat. Renate mimt eine Hexe, Uli ein Teufelchen, sodass sogar sie kurzfristig über einen Schwanz verfügt - allerdings hinten :o). Thorsten und Alex verkleiden sich, was sie ja schon Ende 2007 geplant hatten, als Chucky die Mörderpuppe und Chuckys Braut. Thorsten ist ganz begeistert, als Alex ihm die blonde Langhaar-Perücke aufsetzt und ihn schön auf weiblich schminkt. Uli kichert teuflisch, Marina macht daraus eine Foto-Session.

Um 20 Uhr, als sie sich auf den Weg zur nicht allzu weit entfernten Kirche machen, ist es natürlich bereits dunkel. Der Schneefall hat aufgehört, der Himmel aufgeklart. Sterne funkeln, auch das Sternbild Geile Gewürzgurke. Die Mondsichel wedelt sich einen von der Palme, weil die Venus sich ihr verführerisch nähert. Aus den Büschen hören sie immer wieder gesichtslose, hohle, männliche Stimmen, die "Soll ich dir mal übern Schrank fahren?!" flüstern. Thomas findet das überhaupt nicht witzig und muss mal wieder Pipi - ihm ist das Intermezzo aus dem Aufzug noch gut in Erinnerung geblieben. Thorsten kann diesmal nicht für dieses Geflüster verantwortlich sein, da er ja als Chuckys alias Alex' Braut mit ihnen zum Dachsfeld flaniert, deshalb guckt er auch entsprechend dreieckig aus seiner Frauenwäsche, weil ihm jemand seinen Spruch geklaut hat.

Unvermittelt gesellen sich im Dachsfeld dumpf unkende Frösche zu der kleinen gruseligen Gruppe, die den kostümierten Menschen auch folgen. Weder Renates hexenhaftes Kichern noch Thomas' Puller-Aktion an einem Baum kann die kleinen Frösche vertreiben. Marina hält nach Schlangen und Krokodilen Ausschau, doch die haben an dem Abend wohl frei bzw. was Besseres vor. Schmetterlinge jagen kann sie auch nicht, denn die haben sich wohl alle zum Winterschlaf gelegt. Mit ihrem Kürbis-Kostüm wäre das auch etwas mühselig, den kleinen Faltern hinterher zu hüpfen.

Sie wollen gerade den Herskamp überqueren, um weiter zur Kirche zu latschen, als ein 3er BMW von einem größenwahnsinnigen Twingo den Berg runter gejagt wird. Der kleine Twingo hat ne große Sprechblase über seinem Dach: "Erst der Smart - dann der BMW!" Die Schlussleuchten beider Fahrzeuge verschwinden rasch in Richtung Bahndamm. Einige Frösche sind zu dem BMW auf die Motorhaube gehopst und unken dort weiter, was den Fahrer sicherlich nicht so besonders erfreut. Auf dem Dach des Twingo sitzen lauter winkende Taschenkrebse, die mit ihren Scheren klappern.

In der Kirche angekommen, holen sich alle, bis auf Marina, erst mal ein Gläschen Blutorangen-Bowle. Marina futtert lieber Kürbissuppe und trinkt Mineralwasser ohne Kohlensäure. Thomas wird dauernd von einem weißen Gespenst angelabert, das ihm übern Schrank fahren will, doch das will der gute Thomas einfach nicht - stattdessen muss er nach nem halben Glas Bowle schon wieder aufs Klo. Einige unkende Frösche haben sich unters Party-Volk gemischt und wippen auf den Boxen zu den Metal-Klassikern "Hells Bells", "Devil's Dance", "Fear of the Dark", "Seasons in the Abyss" u. v. m. Renate ist nach zwei Gläsern Bowle, die sie auf Ex und Hopp geleert hat, sehr redselig und belabert ihren Traummann in Gestalt eines Skeletts, wundert sich aber, warum der Herr etwas wortkarg veranlagt ist. Sie hickst frustriert. Uli checkt die Typen ab, die eine entfernte Ähnlichkeit mit George Clooney aufweisen. Thorsten und Alex machen derweil gemeinsam Headbanging auf der Tanzfläche, Thomas gesellt sich dazu, als er vom Klo zurück kommt. Das Gespenst heftet sich abermals an seine Fersen und will ihm übern Schrank fahren. Thorsten reicht es jetzt, denn er stopft dem Geist das Maul mit nem XXL-Negerkuss und ranzt es an, dass das SEIN Spruch ist und das Gespenst jetzt mal Sendepause hat. Das Gespenst sieht das zähneknirschend mampfend ein und schwört, dass es sofort wieder anderen Leuten übern Schrank fährt, sobald Chuckys Braut außer Sicht- und Hörweite ist.

Timo hält Ausschau nach seinen Lovern Balloonhead und Babyface, die sich als Werwölfe verkleidet haben und ihn schließlich freudestrahlend begrüßen. Vor Freude fallen ihm seine Tittenklemmen auf den Boden, aber die beiden Werwölfe sind ihm gerne behilflich, die wieder anzubringen. Marina kichert und hält alle für pervers; auch Olli, der sich mittlerweile als Fledermaus verkleidet eingefunden hat, und seinen Taschenkrebs an der Leine mitführt. Auch er tanzt mit Thorsten, Thomas und Alex, wobei er nicht umhin kann, von seiner neuesten Sandburg zu berichten. Passenderweise dröhnt dazu Metallicas "Enter Sandman" aus den Boxen.

30 Minuten später muss Thomas schon wieder pullern. Das Gespenst folgt ihm natürlich, sodass es ihm zuflüstert, als er am Pissoir steht: "Soll ich dir mal übern Schrank fahren?!" Thomas kriegt bald nen Heulflash und jammert nach Chucky alias Alex, damit er/sie das geistreiche Gespenst absticht. Thorsten alias Chuckys Braut betritt auch gerade die Szene und als er mitbekommt, dass das Gespenst schon wieder seinen Spruch benutzt, packt er das knochenlose, blöde Wesen im Nacken und befördert es durchs Fenster raus in die Kälte. Das Gespenst geistert heulend von dannen und überlegt, wen es als Nächstes erschrecken bzw. nerven kann.

Thorsten fühlt sich angesichts seiner Kostümierung und seiner Aktion tuntig-gut, als er ne Stange Wasser in die Ecke stellt. Thomas bedankt sich höflich bei Thorsten und wringt weiter seine Möhre aus. Olli betritt ebenfalls das Herrenklo, weil sein Taschenkrebs auch mal muss. Netterweise hält er das kleine Wesen überm Pissoir ab, das vor Freude mit den Scheren klappert. Thomas ist das unheimlich und bringt sein bestes Stück schnellstmöglich in Sicherheit, falls der Krebs ihn kneifen sollte. Timo vergnügt sich derweil mit Balloonhead und Babyface in einer der Kabinen, falls ein Herr mal "groß" muss - gut zu erkennen an seiner Beavis-und-Butthead-Lache. 

Um kurz nach Mitternacht wird die düstere Halbballade "The Unforgiven II" von Metallica gespielt. Uli als kleines Teufelchen hat nen Ständer an ihrem Poppes, denn der Deko-Schwanz hat plötzlich ein geiles Eigenleben entwickelt. Sie tanzt mit drei George Clooney-Verschnitten gleichzeitig Klammerblues. Timo schunkelt mit einer hübschen Blondine sowie Balloonhead und Babyface. Alex tanzt gleichzeitig mit ihrer Braut, Olli und Thomas Klammer-Blues, wobei Thomas immer noch über den Begriff "Steh-Blues" nachgrübelt und passenderweise ans Pimpern denkt. Die Sau! Die Frösche unken sich angesichts der sanfteren Musik und der fast völligen Dunkelheit im Saal in den Schlaf.

Montag, 17. Oktober 2011

Der Tatort von gestern Abend und Hamster

Eigentlich sehe ich den Tatort aus Konstanz ja ganz gerne und auch der gestern war zwar nicht überragend, aber trotzdem wesentlich interessanter als andere Tatort-Folgen, doch dieses schöne Klischee über Goldhamster, dass die den ganzen Tag bzw. die ganze Nacht nur im Rad laufen, ging mir doch etwas auf den Keks. Da haben die Tatort-Macher wohl noch nie meine Beiträge unter goodnewstoday.de gelesen, wo ich ja häufiger mal über meine Hamster berichte und dass die zu Lebzeiten ein bisschen mehr angestellt haben als nur im Laufrad rumzuflitzen. Schöne Klischee-Widerkäuerei, wirklich.

Und wenn ich jetzt mal ganz korinthenkackerisch bin, waren weder das Laufrad mit den Metallstreben, bei denen sich ein Hamster leicht verletzen kann, noch die Käfiggröße für den kleinen Gesellen geeignet. Selbst bei den wesentlich kleineren Zwerghamstern sollte eine bestimmte Käfiggröße nicht unterschritten werden, viele Hamsterfreunde und -experten sprechen von mindestens 60 cm Seitenlänge oder, falls die Grundfläche kleiner als mindestens 60 x 30 cm ist, von einem mehretagigen Käfig, damit die kleinere Grundfläche hierdurch ausgeglichen wird. Am idealsten ist es natürlich, wenn der Käfig Klettermöglichkeiten für den Hamster bietet UND die Käfiggröße auch noch ausreichend ist, aber leider werden im Zoohandel vielfach immer noch viel zu kleine Käfige angeboten, deren Grundfläche nicht größer ist als eine DIN A4-Seite und der auch viel zu niedrig ist, um dem kleinen Nager ausreichende Klettermöglichkeiten zu bieten. Ein Hamster kann darin zwar überleben, keine Frage, aber wohlfühlen wird er sich dort kaum.

Mein Campbell-Zwerghamster Slayer - (c) Alexandra Döll, Essen


Dem kleinen Slayer stand ein Käfig mit 60 x 45 cm Fläche zur Verfügung zzgl. einer zweiten Etage, die er über eine Pappröhre und das Käfiggitter erreichen konnte. Er hatte auch ein Laufrad, aber mit durchgehender Lauffläche, was er auch regelmäßig benutzt hat, aber nicht mit dem Spaß und der Ausdauer wie z. B. sein Vorgänger James Hetfield, der neben seinem regelmäßigen Freilauf in der Diele trotzdem Freude daran hatte, nachts Marathonläufe im Laufrad zu bestreiten. Hamster sind trotz ihrer geringen Körpergröße Lauftiere.


Mein Dsungarischer Zwerghamster James Hetfield - (c) Alexandra Döll, Essen


Der kleine James lebte in dem Käfig, in dem auch Slayer später gewohnt hat, und ist - entgegen der landläufigen Meinung, dass Hamster kaum mal zwei Jahre alt werden - fast 29 Monate alt geworden und starb an Altersschwäche. Das lag sicherlich an guten Genen und guter Pflege, aber auch an der Käfiggröße und daran, dass er ein paar Anreize mehr bekam als nur durchs Laufrad zu flitzen. Slayer ist immerhin auch 21,5 Monate geworden, erkrankte aber leider an einem Tumor :o( und darauf hat niemand Einfluss, egal wie gut die Haltungsbedingungen sonst sind.

Donnerstag, 18. August 2011

Es ist schon verrückt...

...wenn man seine eigenen Geschichten und Veröffentlichungen aus der zeitlichen Distanz heraus mal wieder liest. Gestern Abend las ich auf dem Balkon mein ausschließlich im BoD-Buchshop erhältliches Buch "Slayer - Protokoll einer Katastrophe oder der Tag der verbrühten Eier", wobei ich häufiger mal laut lachen musste, weil an vielen Stellen besonders abgedreht; auch was den Herzkasper betrifft :o).



Manches würde ich heute ein wenig anders schreiben, wie etwa einige Storys in "Mitten aus'm Pott", aber damals, als ich meinen Erstling schrieb, war das auch ne Art von Selbsttherapie für mich, denn im Vorfeld waren einige nicht so schöne Dinge passiert - ein damals für mich schlimmes Intermezzo mit dem Charmin Bear vor seiner Haustür und dann diese etwas linke Art, wie ich - unabhängig vom Charmin Bear - aus dem Unternehmen gedrängt wurde, nur weil zwei machtgeile, mobbende Tussen die Wahrheit über sich selbst in den Beurteilungsbögen ihrer Mitarbeiter (da ich nicht die Einzige war, die da massive Kritik geübt hat...) nicht vertragen konnten. Dennoch gibt's ja auch heitere Geschichten in dem Buch, aber einiges ist, auch wenn ich da Inhalte, Orte und Personen verfremdet habe, eher ein Weg gewesen, um mich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das war bei den darauf folgenden Büchern ganz anders, da ging es nicht mehr darum, sich etwas von der Seele zu schreiben und in Geschichten zu verpacken. Schreiben kann in jedem Fall immer gut für die Psycho-Hygiene sein, nicht umsonst gibt's ja auch das so genannte therapeutische Schreiben. In meinem Buch "Wenn es Nacht wird im Pott" gibt's zwar noch ne Geschichte mit dem Titel "Nachtvorstellung für Charmin Bear", wo der Konflikt zwischen uns ja auch leise anklingt, aber da ging es nicht mehr darum, das zu verarbeiten, sondern einfach um die Heiterkeit und die abgedrehten Erlebnisse, die der arme Mann in der Story hat, wobei seine Person da auch gut zu passte :o). In den weiteren Büchern ging es also wirklich nur noch um den Spaß am Schreiben, wobei natürlich auch immer ein Teil von mir selbst in den Geschichten steckt, denn ich kann nicht über Themen schreiben, mit denen ich mich nicht identifiziere und mit denen ich auch nix zu tun habe, auch wenn manche gerne aktuelle Trends wie z. B. Vampir-Geschichten aufgreifen.