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Mittwoch, 14. April 2010

Kult-Schlager mal neu interpretiert

http://www.youtube.com/watch?v=w9pP7jRFlwE

Das Schlimme ist: Ich stehe nun morgens vor Slayers Käfig, wenn ich in die Küche gehe, um mir das Frühstück zu machen, singe dabei den Schlager von Howie und benehme mich dabei aber wie die Jungs von Metallica auf der Bühne. Mein Hamsterchen ist dann immer ziemlich irritiert und hält mich m. E. für verrückt - er kennt es zwar, dass ich singe und auch, dass ich Head bange und dazu Luftgitarre spiele, aber nicht in DER Kombination ;o). Noch irritierter schaut er allerdings aus seinem Fellchen, wenn ich morgens beim Frühstück Crazy Frogs "Axel F." nachzusingen versuche - "Ding, ding, ding, ding, FROG-FROG...". Er fragt sich wahrscheinlich, was man mir in den Kaffee getan hat ;o).

Das Video ist mittlerweile bei Marina und mir zum Kult avanciert, wobei Marina es auch per Zufall entdeckt hat - ich konnte es erst gar nicht glauben ;o)! Nahrungsmitteltechnisch ist bei uns Kult:
  • Obst (z. B. Ananas, Äpfel, Bananen)
  • Joghurt in unterschiedlichen Variationen und von unterschiedlichen Herstellern
  • Vanille-Wölkchen von Dr. Oetker (danach ist immer bei mir alles Wölkchen)
  • Fleischwurst mit Knoblauch (eher bei mir. YO!)
  • Kürbiskern-Laugenstange (wird von Marina morgens beim Bäcker gekauft)

Dienstag, 13. April 2010

Neuauflage eines Musikvideos



Fotos:
Discokugel: (c) Nik Styles, Pixelio
BMW 330i: (c) Sabine Jaunegg, Pixelio
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Marina, Steffi, Renate, Uli und ich starten eine Neuauflage des Cypress Hill-Klassikers "Lowrider" und drehen dazu auch das passende Musikvideo! Dazu cruisen wir mit einem 3er BMW-Cabrio durch Frintrop/Bedingrade und machen natürlich richtig einen auf Proll, höhö. Ich steuere das 150 PS-Gefährt von der Aktienstraße aus - genauer gesagt ab Gartenbaubetrieb Trautmann - während Marina neben mir zusammen mit einer Ananas auf dem Beifahrersitz thront. Steffi, Uli und Renate sitzen hinten auf dem Heck des BMW und haben ihre Füße auf der Rücksitzbank abgestellt, hehe. Das ist zwar eigentlich verboten, aber wegen des Videodrehs drückt die Polizei beide Augen zu. Das liegt sicherlich auch daran, dass Marina ihnen ein Stück Ananas aus der Dose angeboten hat ;o). Ganz stylisch tragen wir alle Trainingshosen, Sneakers und wahlweise Eishockey-Shirts, ärmellose Tops oder T-Shirts. Protzige Ketten mit Kruzifixen, Peace- oder Dollar-Zeichen dürfen natürlich nicht fehlen!
Wir fahren also mit richtig fettem Bass die Aktienstraße hinunter und schocken dort zunächst den Typen aus der Briefgold-Werbung nebst der Tussi aus dem gleichnamigen Werbespot, die darüber überrascht ist, wie schnell Briefgold ihr 473 Ocken für ihren Goldschmuck bezahlt hat. Die beiden sind gemeinsam in einem SLK Cabrio unterwegs, haben unserem schicken BMW und unserem Bass aber nix entgegen zu setzen. Der Typ traut sich noch nicht mal, uns zu sagen: "Machen Sie Ihr Gold zu Geld!", stattdessen stiert er verkrampft nach vorne und fährt trotzdem fast nem armen unschuldigen Twingo hinten rein, aber zum Glück nur fast. Marina zeigt ihm genervt die umgedrehte Ananas - für das Zeigen von umgedrehten Kruzifixen und Teufelsforke bin ich als Metallerin zuständig, hihi! Steffi macht extra asoziale Kaugummi-Blasen, als wir an dem SLK vorbeirauschen.
Am Abzweig Aktienstraße biegen wir auf die Frintroper Straße Richtung Oberhausen ab und schocken dort die bekloppte Mutti aus der Mamas Allerlei-Werbung, die mal wieder mit ihren zwei Ätzblagen unterwegs ist. Da Steffi wieder ihren Frauenmagnet-Modus eingeschaltet hat und dat Muttchen somit hin und weg von unserer asoziale Kaugummi-Blasen machenden Steffi ist, legt sie ihrem bekloppten Sohnemann natürlich Möhrenscheiben auf die Augen, damit er nicht sieht, dass sie am liebsten Steffi aus dem Cabrio zerren und mit ihr kuscheln würde. Steffi macht das betretene Gesicht und zieht sich ne Sonnenbrille auf, damit sie das Elend nicht sehen muss. Damit sieht Steffi erst richtig cool aus und bringt damit einige junge Mädels zum Kreischen, die an der Haltestelle Franziskus-Haus auf die 105 Richtung Unterstraße warten...
Schräg gegenüber an der Frittenbude auf der Ecke Roßstraße stehen Zeno und Petra mit einem schwarzen Clio der Baureihe 2002, der natürlich im Rhythmus des Basses übermütig auf und nieder hüpft -wie gut, dass Clios eine tolle, widerstandsfähige Federung haben! Zeno und Petra zeigen uns die Teufelsforke und grooven am Clio herum. Steffi pfeift Zeno hinterher. In der Frittenbude tropft einigen Herren schon die Sauce von der Currywurst...
In der Höhe von Frinti biegen wir links auf die Lohstraße ab. Der Habicht lässt angesichts des Bass-Gedröhnes direkt eine Maus fallen, die er gerade erbeutet hat - obwohl die Maus lautstark "HURZ!" geschrien hat - und fliegt weiter Richtung Schildberg, um vor unserem BMW und dem Gedröhne sicher zu sein. Am Knotenpunkt Auf dem Eichholz/Lohstraße steht meine Mom an der Aschentonne und will mich noch nicht mal kennen, hihi! Die Osterglocken im Vorgarten zeigen uns die Teufelsforke Thomas, der gerade in Jeans und mit nacktem Oberkörper seine champagnerfarbene A-Klasse am Fahrbahnrand wäscht, und dabei bei den Damen auf der Lohstraße wahlweise Freudensprünge oder Übelkeitsanfälle auslöst, lässt direkt ganz erschüttert seinen Schwamm in den Eimer fallen und dreht Pirouetten. Unmittelbar vor Thomas' A-Klasse steht Marinas Liebster und poliert einen blauen Peugeot. Thomas und Marinas Liebster werden direkt auf die Motorhaube gelegt, denn wir haben ohnehin den Text von "Lowrider" ein wenig modifiziert. Aus der Textzeile "Girl, just let down your hair" haben wir natürlich passenderweise die Zeile "Guy, just let down your pants" gemacht. Steffi macht immer noch asoziale Kaugummi-Blasen, groovt herum und pfeift hübschen Kerlen hinterher - sofern gerade anwesend. Uli streichelt den BMW und seift ihn ein. Die rüstige Renate geht in die Hocke und groovt weiter, während sie die Alufelgen unseres Gefährts poliert und einem netten älteren Herrn mit breitem Grinsen zuzwinkert. Mein Dad kommt zusammen mit meiner Mom auf der anderen Straßenseite in seinem elektrischen Rollstuhl vorbei gerollt, hat ne Fluppe im Mundwinkel und sagt: "Ihr seid bestusst!" Meine Mom will uns immer noch nicht kennen, deshalb biegen die beiden auf die Bedingrader Straße Richtung Talschänke bzw. Hexbachtal ab. Auf der Motorhaube des BMW lassen die Kerle gerade ihre Hosen runter, haha! Marina hat für diese Fälle frische Weintrauben und Erdbeeren im Gepäck.

Donnerstag, 25. März 2010

Naturfilme und eine sexistische Marina


Foto: (c) Karl-Heinz Liebisch, Pixelio
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Marina war am Montag und Dienstag mit einem Magen-Darm-Virus erkrankt :o(, kehrte aber gestern Mittag entgegen dem Rat von mir und meinen Kollegen zurück zur Arbeit - auf mich hört auch keiner mehr ;o). Wir unterhielten uns mal wieder über dies und das und ich habe ihr erzählt, dass ich am Dienstag im WDR einen Naturfilm über die fallenden Seen im ehemaligen Jugoslawien gesehen habe. Sie grinste breit und kicherte. "Naturfilm, höhö...!" und machte das Zeichen der Ungläubigkeit. Bei ihr scheint der Begriff "Naturfilme" wohl ein Synonym für Erotikstreifen und Pornos zu sein, haha! Auch meine Argumentationen, dass dort u. a. Wölfe, Dachse und Bären gezeigt wurden, konnten sie nicht vom Gegenteil überzeugen ;o)).

Gestern Abend habe ich wiederum einen Naturfilm im SWR gesehen - ein Forscherteam war auf der Suche nach dem ältesten Baum Deutschlands. Nein, es ist keine deutsche Eiche, sondern eine Dorflinde in Schwetzingen/Hessen. Selbige zählt wohl etwa 1.120 Lenze. Nebenbei habe ich erfahren, dass auch sehr alte Linden noch Blüten produzieren (vgl. Foto), die auch intensiv riechen, aber keinen Nektar mehr enthalten, sodass gerade am Fuße der Linde regelrechte Hummelfriedhöfe entstehen, weil die Hummeln mit letzter Kraft die Blüten der Linde anfliegen und dort keine Nahrung mehr finden. Na ja, die toten Hummeln wollen also nicht mehr fummeln ;o). Arnos fummelnde Hummel Hubert ist aber sicherlich immer noch unterwegs und fliegt mit Nektar gefüllte Blüten an.

Im Sommer 2004 war ja der größte Hit "Dragostea din tei", der sowohl von der Boyband O-Zone aus Moldawien als auch von der rumänischen Sängerin Haiducci gesungen wurde. Obwohl der Titel mehrere Wochen Platz 1 der Charts belegte, wird der Song mittlerweile von vielen Zuschauern bei Musiksendungen zum nervigsten Hit gekürt. Interessant, angeblich hat auch niemand ne Modern Talking-Platte zuhause, sämtliche Singles und Alben von denen haben jedoch zwischen 1985 und 1987 Platz 1 der Charts belegt...ich komme nur darauf, weil "Dragostea din tei" angeblich in der deutschen Übersetzung "Lindenblütenliebe" heißen soll - laut Google stimmt das sogar. Na, da kommen doch wieder die fummelnden Hummeln ins Spiel, sofern diese nicht schon auf dem Hummelfriedhof liegen, weil ihr letztes Stündlein geschlagen hat. For whom the bell tolls...ach nee, das war jetzt Metallica ;o). Allerdings weiß ich nicht, was an dem Song so sexistisch sein soll - "Hallo mein Schatz, hier kommt das Glück...ich erinnere mich an unsere Lindenblütenliebe und an deine Augen...." Daran kann ich jetzt nichts Sexistisches finden, aber wenn die zwei Liebenden es den Hummeln in den Lindenblüten gleich getan haben, dann schon *kicher*.

Wie ich Marina kenne, möchte sie bestimmt einmal einen Hit in einer fremden Sprache produzieren, der dann "Obstbaumblütenliebe" heißt, hihi! Auf Englisch hieße das Ganze dann "Fruit Tree Bloom Love", im Französischen "Arbre frutier fleur amour" und im Spanischen "árbol frutal estampita amor". Jo, wir singen das Ganze dann auf Spanisch und Marina hüpft mit Steffi und mir genau wie O-Zone auf der Tragfläche eines Propellerflugzeugs herum ;o). Zeno kann dann dazu Gitarre spielen, Oscar auch Gitarre oder Keyboards, ein Tonstudio hat unser Chef auch noch, KuMi als begeisterter Hobby-Dokumentarfilmer dreht mit uns das Video...allerdings würden wir uns ein etwas anderes Styling einfallen lassen als O-Zone ;o).

Mittwoch, 17. März 2010

Weiblicher Sexismus

In einigen Fernsehsendungen sowie in Frauenzeitschriften wird häufig beklagt, dass Frauen insbesondere in HipHop-Videos zu Sexobjekten degradiert werden - hm, das mag zwar in Teilen stimmen, aber komischerweise echauffiert sich keine der Feministinnen darüber, dass viele Frauen trotz besserer Qualifikation im Berufsleben für die gleiche Arbeit weniger Gehalt bekommen als viele ihrer männlichen Kollegen und häufiger in prekären Arbeitsverhältnissen mit sittenwidriger Entlohnung stehen (SCHLECKER ist da nur eins von vielen Negativ-Beispielen). Mittlerweile tauchen verstärkt Zeitungsartikel zum Thema auf, was ja auch prinzipiell positiv und richtig ist, wobei diese aber interessanterweise vielfach von Männern geschrieben werden. Die selbsternannten Feministinnen, die überall Sexismus und die Degradierung von Frauen zu Sexobjekten wittern, kümmern sich offenbar lieber um Nebenkriegsschauplätze wie etwa ob es in Texten Studentinnen und Studenten heißen muss, was vom Binnen-I zu halten ist (StudentInnen, womit ja beide Geschlechter angesprochen wären) oder regen sich darüber auf, wenn jemand eine ganz geschlechtsneutrale Formulierung wählt, also Studierende. DAS ist wirklich ein reiner Nebenkriegsschauplatz, was man von der unterschiedlichen Entlohnung von Männern und Frauen nicht wirklich behaupten kann...

Dass auch wir Frauen bisweilen eine sexistische Ader haben und unsere humorvollen Zoten übers andere Geschlecht reißen, wird auch gerne mal ausgeklammert - also sind Marina, Steffi und ich wohl auch miese Sexistinnen ;o). Zum Beweis, wie sexistisch wir sind, ist mir da eine schräge Story eingefallen, die bestimmt insbesondere für mein ach so sexistisches Gegenüber in Gestalt von Marina mit dem Obstfimmel sehr unterhaltsam sein dürfte, hihi.
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Wir planen eine Neuauflage des Video-Clips "Hot in here" von Nelly, wobei diesmal die Männer die Sexobjekte sind, hähä.

Die Eingangssequenz:
Unser lieber Kollege Zeno - im Hauptberuf Soziologe und Coach, im Nebenberuf Gitarrist in einer Rockband - steht vor den Weststadthallen in Essen und intoniert lautstark den ersten Hit der Bloodhound Gang "Along comes Mary", wobei einige Frauen in vor Begeisterung mit Geldscheinen und sogar Schlüppis bewerfen! Thomas trappst die Straße entlang, weil er auf die Party in den Weststadthallen will, ist aber noch unentschlossen, ob er wirklich reingehen soll. Steffi, bekleidet mit schwarzer ADIDAS-Trainingshose und ärmellosem weißem Top - radelt ihm versehentlich über den Fuß, sodass Thomas erst mal jammert und ne Pirouette dreht. Das Pfützchen spart er sich zum Glück für drinnen fürs Herrenklo auf ;o). Steffi betritt gut gelaunt und entschlossen die Weststadthallen mit ihrem Werkzeug, denn sie hat eine besondere Mission.

Die Hauptsequenz:
Ich intoniere den Text von "Hot in here", während Marina hinterm DJ-Pult steht und per Mikro Obstsorten in die Menge ruft ("Apfel!", "Ananas!", "Erdbeere!"....). Bekleidet sind wir beide auch mit ärmellosen Tops und schwarzen ADIDAS-Trainingshosen. Ich umfasse Thorsten von hinten, der auch mitgroovt und fordere ihn auf, sich nackig zu machen, aber da es ja so heiß ist, möchte er sich freiwillig ausziehen - die Rolle der Backing Vocals ("I am getting so hot, I wanna take my clothes off...") fällt ihm somit auch noch zu. Thomas tanzt von hinten an mich ran, sodass ich seine Nippel im Kreuz habe, denn er hat sein Hemd so weit offen stehen, dass er sich im Prinzip oben rum gar nicht bekleiden müsste....Marina vernascht zwischendrin ihren Liebsten unterm DJ-Pult und konsumiert anschließend mit ihm die Kiwi danach. Danach ist sie munterer als je zuvor und kräht weitere Obstsorten ins Mikro, während sie ihre Hüften schwingt und ab und zu auch mal "Du Sau!" ins Mikro kichert.

Steffi ist schwer bewaffnet mit Einwegrasiern und Rasierschaum, sodass sie beginnt, Männer unter den Achseln und auf der Brust zu enthaaren - Thomas wird ihr erstes Opfer, als Nächster muss der Wendler dran glauben, der sich ohne seine Brustbehaarung ziemlich entmannt fühlt ;o). Steffi hingegen ist glücklich und hält die Rasierer nebst haariger Beute triumphierend in die Luft. Ihr letztes Opfer im Video-Clip ist der Unsympath aus dem Briefgold-Werbespot. Nachdem sie seine Brust und Achselhöhlen gewaltsam enthaart hat, deutet sie auf sein bestes Stück und spricht mit provozierendem Gesicht: "Machen Sie Ihr Gold zu Geld!" Das könnte Steffi später eine Anzeige wegen Anstiftung zur Prostitution einbringen, hihi.

Jedenfalls tobt der Mob im Saal, die Damen stecken den Herren Geldscheine in den Schlüppi und fingern an ihnen rum, Steffi enthaart weitere Typen...also, sexistischer geht's ja gar nicht! Allerdings fühlen sich die Herren jetzt nicht zum Sexobjekt degradiert, haha, und dieser Video-Clip ist den Feministinnen noch nicht mal einen Beschwerdekommentar über die Degradierung von Männern zu Sexobjekten in Musik-Videos wert. Komisch...

Mittwoch, 25. November 2009

Ein Musikvideo auf den Trauminseln

Marina, Steffi und Alex kooperieren mit dem Musikproduzenten Timbaland und nehmen ihre erste Single auf. Diese trägt den Titel Zeig mir deinen Bauch (du Sau!). Als Bandnamen wählen die drei Mädels MASTAL. Dies resultiert aus den ersten zwei Buchstaben der Vornamen der drei Damen - MArina, STeffi, ALex.

Für die Studioaufnahmen konnten weitere prominente Musiker gewonnen werden: James Hetfield spielt Rhythmusgitarre, Kirk Hammett ein Solo in der Mitte des knapp vier Minuten langen Songs, Robert Trujillo und Tom Araya spielen Bass und auch die Drummer von Metallica und Slayer - also Dave Lombardo und Lars Ulrich - trommeln, was das Zeug hält. Die Keyboards und Soundeffekte werden von Timbaland selbst eingespielt. Es ist zwar selten, dass in einem Song direkt zwei Bässe und zwei Schlagzeuge zum Einsatz kommen, aber in diesem Fall erhält der Song dadurch einen harten, verstärkten Groove.

Das dazugehörige Video wird auf Alex' Insel gedreht. Stilistisch könnte man das Ganze als Crossover bezeichnen, denn neben HipHop stehen schwermetallische Klänge im Vordergrund. Die drei Damen kleiden sich entsprechend. Steffi trägt rote Basketball-Klamotten - also ärmelloses Trikot mit der Aufschrift "Verboten gut aussehen!", knielange Shorts und weiße Sneakers, dazu auf dem Kopf eine umgedrehte Baseball-Cap. Marina trägt ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift "Zeig mir deinen Bauch, du Sau!", darunter ist eine Ananas abgebildet, die ihr T-Shirt anhebt, dazu Blue Jeans und rote Chucks. Alex, die ja eher aus dem Metal kommt, ist natürlich ganz in schwarz gekleidet - ärmelloses, leicht bauchfreies Top mit der Aufschrift "Lieber an den Titten nippeln, als zu Fuß nach Witten tippeln!" (übernommen aus der Pro7-Comedy-Serie Switch Reloaded aus der Parodie auf sämtliche RAMBO-Filme mit Sylvester Stallone), Hotpants, Netzstrumpfhose, Stiefeletten mit silbernen Totenkopf-Verschlüssen und Nietenarmbänder sowie einen Patronengurt.

Da dem HipHop - und auch dem Metal - oft vorgeworfen wird, dass Frauen nur zu billigen Sexobjekten degradiert werden, drehen die drei Protagonistinnen den Spieß um und lassen leicht bekleidete Herren durchs Video tanzen. Neben den oben genannten Musikern treten auch Tim, Thomas und Thorsten in Erscheinung. Mindestanforderungen an die männlichen Darsteller ist, dass sie ihren Oberkörper weitestgehend entblößen und hüftkreisend herum tanzen - das ist ein Aspekt, der insbesondere Thomas nicht schwer fällt. Da Steffi jedoch ein echter Frauenmagnet ist, wird sie im Video von jungen Mädels umtanzt.

Der Refrain des Songs lautet (die in Klammern gesetzten Shouts werden von Marina gebrüllt):

Zeig mir deinen Bauch (du Sau!),
dann machen wir Liebe unterm Strauch,
lass die Hosen runter,
dann bin ich total putzmunter!

Im Video tanzt Alex mit Thorsten - Jeans und nackter Oberkörper - eine Art Dirty Dancing, wobei sich Thomas von hinten an Alex herantänzelt, sodass sie seine Nippel im Kreuz spürt. Alex wird sozusagen von vorne und von hinten angetanzt. Marina grölt originellerweise in der Schlussszene des Videos: "Alex hat seine Nippel im Kreuz - das erregt ganz Köln-Deutz!"

Steffi wird von mehreren Mädchen umtanzt, dreht passenderweise Pirouetten, damit jede mal Steffis Schokoladenseiten zu Gesicht bekommt und errötet, als die Damen vor ihr auf die Knie sinken und sich an ihren Beinen festhalten. Marina tanzt rhythmisch wie eine indische Tempelschlange an die Musiker heran und spielt an deren Bäuchen, indem sie ihre Händchen darüber gleiten lässt und unschuldig bis teuflisch lächelt.

Fazit:
Der Song schießt in Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt von Null auf Platz 1 der Single-Charts, in den USA hält er sich drei Wochen lang in den Top 5 und insgesamt sechs Wochen in den Top 10 der Billboard-Charts und in verschiedenen asiatischen Ländern rangiert er ebenfalls in den Top 10, in Korea und Japan sogar auf Platz 2 der dortigen Hitlisten.

Alex, Steffi und Marina geben Interviews und Fotosessions für verschiedene Musikmagazine - Metal Hammer, BRAVO, BRAVO GIRL!, Popcorn, Mädchen, Rolling Stone (sowohl die deutsche als auch die amerikanische Ausgabe). Steffi wird im europäischen Raum das Idol einer ganzen Mädchen- und Frauen-Generation zwischen 10 und 30. Kaum ein Mädchen hat nicht ein Poster von ihr überm Bett hängen. In der BRAVO gibt es sie sogar als Starschnitt!

Marina inspiriert asiatische Mädchen zu einem völlig neuen Look: T-Shirts mit Ananas-Motiven avancieren dort zum Kult, genau wie das Blondfärben der Haare. In Tokio, Seoul, Nagasaki, Bombay und Kalkutta haben manche Mädchen sogar Marina als Pappaufsteller in ihren Zimmern. Einige asiatische Jungs sind ebenfalls verzückt und imitieren Marinas Look. Marina schreibt am Tag mindestens 400 Autogramme und spürt neben Freude auch Frust, weil sie praktisch nicht mehr dazu kommt, irgendwas anderes zu schreiben.

Alex' Konterfei ziert meist die Wände von Jungs und Männern zwischen 14 und 54, insbesondere im Ruhrgebiet und im Rheinland. Köln-Deutz ist die absolute Alex-Hochburg! In Hessen gibt es vor den TV-Geräten hysterische Schreikrämpfe, als Alex dort ein kurzes Interview im Fernsehen gibt. Im Großraum Gießen müssen mehrere Teenager - sowohl männlich als auch weiblich - vorübergehend in die Psychiatrie eingewiesen werden, weil sie nicht mehr aufhören können zu kreischen.

Ein Foto von Thomas, auf dem er in schwarzen Jeans und mit weißem Unterhemd, unter dem sich sein Nippelalarm abzeichnet, zu sehen ist, ist insbesondere bei der Kölner Putz-Kolonne Schrubber-Blubber zum Kult avanciert. Fast jede Reinigungskraft hat in ihrem Spind dieses Foto von Thomas hängen. Die Ehemänner und Lebensgefährten sind darauf ziemlich eifersüchtig - zuhause nöhlen ihre Frauen rum, weil sie einen Bauch haben, aber bei Thomas ist das plötzlich kultverdächtig! Das Ganze endet damit, dass Thomas schließlich Köln-Kalk-Verbot bekommt, denn die meisten Reinigungskräfte leben dort. Thomas bekommt davon auf Alex' Insel aber nix mit und zum Glück hat er auch in nächster Zeit nicht geschäftlich in Köln-Kalk zu tun.