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Sonntag, 15. November 2015

Ein bisschen frische Luft bei Sturm

Der Regen im Essener Nordwesten hat zwar mittlerweile aufgehört, aber stürmisch ist es dennoch nach wie vor - wurde ja auch so im Wetterbericht angekündigt. Passend dazu lasse ich gerade ein bisschen frische Luft in die Wohnung meiner Eltern, bevor ich gemeinsam mit Clio und Ecki zu meinem Papa nach Vogelheim fahre.

Zwei Artikel unter experto.de habe ich auch soeben für die Veröffentlichung online gestellt, denn der Rubel muss ja weiterhin rollen, obwohl ich Ende November zum ersten Mal ein volles Gehalt bekomme und nicht, wie im Oktober, nur ein Teilgehalt, weil ich ja nur etwas mehr als den halben Oktober gearbeitet habe :o). Für den Monat Oktober habe ich die Rechnung gestern per Post nach Bonn geschickt.

Die Pflanzen wissen auch nicht mehr, welche Jahreszeit eigentlich ist - die Buschwindröschen blühen überall, der Kirschbaum im Garten zeigt erste Knospen...da muten die mittlerweile kahlen Bäume schon fast komisch an.

Dann gehe ich gleich mal wieder hinaus in den Sturm und fahre nach Vogelheim :o). Ich wünsche Euch einen nicht zu stürmischen Nachmittag!

Besuche und hellseherische Fähigkeiten :o)

Gestern Vormittag war ich, wie bereits im letzten Blog-Eintrag erwähnt, bei meiner Mama auf der Intensivstation im Marienhospital in Altenessen. Es dauerte fast eine Stunde, bis ich sie kurz besuchen durfte, aber immerhin. Die OP ist gut verlaufen, aber sie kann natürlich kaum noch liegen - kein Wunder, sie liegt ja auch schon fast eine Woche und bekommt entsprechend jeden Tag eine Clexane-Spritze. Leider hat sich der Schlauch der Magensonde ein wenig um selbige gewickelt, sodass sie derzeit nur Wasser trinken darf, um Komplikationen zu vermeiden, und leider hat sie auch noch ein wenig Wasser in der Lunge :o/. Ich hoffe, die Probleme sind bald behoben. Der eine Pfleger sagte mir gestern, dass sie wohl Anfang der Woche wieder auf die Normalstation verlegt werden kann. Ich hoffe es sehr, aber ich denke, ich muss die Kurzzeitpflege für meinen Papa noch ein wenig verlängern, denn ich glaube nicht, dass sie bereits am 22. November entlassen wird, auch wenn bis auf den verhedderten Schlauch und das Wasser in der Lunge alles gut verlaufen ist.

Was mich beruhigt hat, ist, dass sie auf jeden Fall trotz ihrer Blässe ganz gut aussah - manche wirken ja nach einer langwierigen OP sehr geschwächt bzw. dem Tod geweiht und das ist bei ihr zum Glück nicht der Fall.

Meinen Papa habe ich anschließend auch noch gemeinsam mit Sammy besucht, denn Vogelheim liegt ja ohnehin auf dem Rückweg von Altenessen :o). Sammy war zwar nicht mit bei meiner Mama auf der Intensivstation, freute sich aber, dass ich mit Clio in Altenessen auf der Hospitalstraße, nur 50 Meter vom Krankenhaus entfernt, geparkt habe :o))).

Gleich fahre ich auch wieder zu meinem Papa nach Vogelheim, halte aber unterwegs noch mal an, um ihm Zigaretten mitzubringen. Von Bedingrade aus sind das ja nur 2,5 km mehr als von Gerschede aus.

Mit dem Jobcenter habe ich ja eigentlich nix mehr am Brett, dennoch habe ich Post von denen erhalten, dass meine Zahlungen vorläufig eingestellt wurden. Ach?! :o)) Ich will auch kein Geld, das mir nicht zusteht - als für Oktober die letzte Zahlung geflossen ist, wusste ich ja noch gar nix von meinem Glück, dass ich ab 14. Oktober wieder in Brot und Arbeit stehe. Der Zahlungslauf für Oktober dürfte beim Jobcenter  um den 25. September rum gelegen haben und da wusste ich ja echt noch von gar nix - das Vorstellungsgespräch in Mülheim fand am Vormittag des 9. Oktober statt, am 12. Oktober kam die Zusage, am 13. Oktober habe ich den Arbeitsvertrag unterschrieben und am 14. angefangen zu arbeiten. Da konnte ich auch Ende September nix von wissen, denn Hellseherin bin ich nun wirklich nicht :o))).

Zu meiner Beschwerde über den Umgang des Jobcenters Essen mit ihren Kunden, der ja oftmals leider nicht gut ist, habe ich jetzt eine Antwort vom Land NRW bekommen. Das Ergebnis überrascht mich nicht: Die spielen da "Doof keken und nix wusst", d. h. dem Jobcenter ist kein Vorwurf zu machen. Ja, nee, ist klar...:o))). Für das Land NRW ist das jetzt erledigt, was mir auch schon klar war, denn wer im öffentlichen Dienst arbeitet, der hat keinen Bock, großartig zu arbeiten und wiegelt lieber alles ab, sorry. Außerdem: Wo kämen wir denn dahin, wenn manche Beamte/Angestellte im öffentlichen Dienst mal aus ihrem Büroschlaf erwachen würden? :o))) Das grenzt ja schon an Körperverletzung...deshalb rege ich mich da nicht großartig drüber auf, auch wenn ich es gerade für die Hartz IV-Empfänger, die unverschuldet in Not geraten sind, sehr schade finde, dass sich da nicht um die Probleme gekümmert wird und man gerade in Essen lieber spielt "Ich sterbe dann mal weiter in meinen Pantoffeln und bin nicht ansprechbar, weil wir alle ganz toll sind und die "faulen Hartzer" sich mal nicht so anstellen sollen." Komisch, in Mülheim an der Ruhr läuft die Betreuung durch die Sozialagenturen - hier in Essen heißen sie ja Jobcenter - in der Regel wesentlich besser als in Essen, aber dass die Stadtspitze in Essen nicht mehr viel mitkriegt, ist auch nix Neues, obwohl Essen noch um einiges größer ist als die Stadt Mülheim.

Sonntag, 8. November 2015

Immer wieder sonntags...:o)

Heute ist wenigstens mal wieder trockenes Wetter - es ist heiter bis wolkig und immer noch recht mild. Das habe ich vor allem gemerkt, als ich vorhin auf meinem Balkon saß und die Sonne genau drauf schien. Da trocknet meine Bettwäsche wenigstens gut, denn heute Vormittag habe ich auch mein Bettchen frisch überzogen. Gestern war Fenster putzen angesagt, denn auch wenn ich wieder Vollzeit arbeite: auch am Haushalt muss was getan werden...! :o)

Nachher fahren meine Mama und ich meinen Papa in Vogelheim besuchen. Das Heim ist wirklich schön und vor allem gut durchdacht für alte und/oder behinderte Bewohner. Auch das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, was ja leider nicht in allen Pflegeeinrichtungen selbstverständlich ist. Vor dem Heim gibt es sogar einen freundlichen Teich mit ebenso freundlichen Koois in verschiedenen Größen.

Vogelheim zählt ja auch nicht zu den Gegenden mit dem besten Ruf hier in Essen, aber ich muss sagen, dass das teilweise zu Unrecht ist bzw. das Heim ist, wie bereits geschrieben, schön gemacht und in keinster Weise runtergekommen. Morgen geht meine Mama ins KH und sobald sie aus selbigem entlassen wird, kommt mein Papa auch wieder nach Hause. Er findet sich dort aber gut zurecht und fühlt sich offensichtlich auch recht wohl dort.

Meine Stoffies sitzen derweil bei mir zuhause und fiebern dem Revierderby entgegen. Die meisten denken, dass Dortmund wohl wieder gewinnen wird - Sammy als absoluter Schalke-Fan ist wegen dieser Meinungsäußerungen schon wieder recht giftig :o).

Freitag, 17. Oktober 2014

Immer diese Groupies...:o)

Meine ersten Groupies fanden sich im Jahr 2010 in Gestalt von Marina, Steffi und Thomas ein. Im Laufe der Zeit kamen noch einige Groupies mehr dazu - hauptsächlich aus Essen, aber natürlich nicht nur :o). Bisweilen können Groupies jedoch auch anstrengend sein, aber dazu später mehr.

Auch meine Stoffies haben Groupies. Sammy ist ganz neidisch auf ihr Brüderchen Ecki, weil er sehr viele Groupies hat, aber auch Sammy hat mittlerweile einige, die regelmäßig vor ihrem Fußpflegestudio an der Levinstraße in Dellwig auftauchen, um ihr zu huldigen und Kreischanfälle zu bekommen - vor allem, wenn Sammy das Studio nach getaner Arbeit verlässt und sich ihren Groupies zeigt :o). Bei Sammys Groupies handelt es sich hauptsächlich um kleine Jungs zwischen vier und acht Jahren, die auf der Levinstraße oder in einer der Seitenstraßen, wie z. B. Dornebergweg oder Gerscheder Weiden, wohnen.

Zum Glück haben Sammys Vermieter keine Rosen in ihrem Vorgarten gepflanzt, denn das könnte doch sehr schmerzhaft für die Kinder werden, wenn sie bei einem Ohnmachtsanfall bei Sammys Erscheinen in die dornigen Rosen fallen. Einer der Büsche im Vorgarten des Reihenhauses sieht jedenfalls schon sehr deformiert aus - kein Wunder, wenn da dauernd Groupies reinfallen :oD.

Sammys Brüderchen Ecki ist ja mittlerweile selbstständiger Kfz-Karosseriebaumeister und hat seit Frühjahr 2014 eine eigene Werkstatt an der Alten Landstraße in der äußersten Nordspitze Essens, also in Karnap. Auf dem heutigen Gewerbegebiet Matthias Stinnes, auf dem früher die gleichnamige Zeche mit den Schächten 1/2/5 stand, befindet sich neben Aldi und verschiedenen Gewerken auch eine Filiale von St. Gobain Calmar - früher stand dort Ruhrglas (deshalb gibt es in Karnap ja auch eine Ruhrglasstraße), die seit den 90er Jahren aber Oberland Glas AG hieß.


Gewerbegebiet Alte Landstraße in Essen-Karnap - (c) Iceman93, Panoramio

Bevor Ecki sich selbstständig gemacht hat, hat er ja in der Werkstatt von Larry Leichenwagen an der Hafenstraße in Vogelheim gearbeitet - und in der unmittelbaren Nähe befindet sich auch die Gesamtschule Nord an der Förderstraße. Larry Leichenwagen konnte häufiger Eckis ohnmächtige Groupies am Zaun auflesen und wieder aufpäppeln, wenn Ecki beispielsweise einen fertigen Leichenwagen aus der Halle fuhr oder aus anderen Gründen zu Fuß über das Werksgelände trappste. Die Mädchen der Gesamtschule Nord, die jetzt Eckis Groupies sind, stammen aus allen Altersklassen zwischen zehn und 19 Jahren und haben, da Vogelheim ja einen hohen Anteil an ausländischen Mitbürgern hat, auch unterschiedliche Nationalitäten - deutsch, polnisch, russisch, türkisch, libanesisch...:o).

Als Ecki noch in Vogelheim gearbeitet hat, hatten die Mädchen ja es nicht weit, wenn sie ihren Schwarm anhimmeln wollten, denn die Werkstatt war von der Gesamtschule Nord aus fußläufig zu erreichen, sodass meist die große Pause für einen Abstecher zu Larry Leichenwagens Werkstatt reichte. Seit Ecki jedoch mit seiner eigenen Werkstatt nach Karnap gezogen ist, ist das große Schmachten nicht mehr fußläufig zu erledigen, denn seine Groupies müssen jetzt immer erst die Vogelheimer Straße bis zum Ende durch laufen und dann am Karlsplatz in die U17 Richtung Gelsenkirchen - Schloss Horst steigen, um Ecki anhimmeln zu können. Der Fußmarsch dürfte gut 20 Minuten in Anspruch nehmen, die Fahrt mit der U17 weitere knappe zehn Minuten und dann kommen ja noch mal drei weitere Gehminuten hinzu, wenn seine Groupies von der Haltestelle "Alte Landstraße" zu seiner Werkstatt laufen - mit anderen Worten: Eine große Pause reicht da nicht mehr...:o). Ecki hat schon richtig Ärger mit der Schulbehörde Essen, weil viele Mädchen gar nicht mehr ihrer Schulpflicht nachkommen, sondern lieber einen zeitraubenden Abstecher nach Karnap machen, um ihren Schwarm mit der niedlichen Plauze anzuhimmeln. Ecki wird immer schon unruhig, wenn er hört, dass sich auf der Karnaper Straße eine U17 Richtung Gelsenkirchen nähert, denn dann weiß er, dass gleich wieder kreischende Groupies bei ihm auftauchen - und Post der Schulbehörde Essen lässt dann auch nicht mehr lange auf sich warten...

Da Ecki ja prinzipiell ein freundliches Stofftier ist, zeigt er sich seinen Groupies natürlich auch und begrüßt sie mit einem freundlichen "Hallooo!". Das hat dann bei den Mädchen Kreisch- und Ohnmachtsanfälle zur Folge, sodass der kleine Miniberggorilla oftmals Erste Hilfe leisten muss, zum Glück meist mit Unterstützung von Mitarbeitern der anderen Gewerke in seiner Nachbarschaft :o). Oft fliegen allerdings auch BHs, Schlüppis, Bustiers oder Kopftücher über den Zaun, mit denen die Groupies Ecki bewerfen.

Nun zu meinen Groupies! :o) Ich hab gestern schon zu meiner Mom gesagt, dass ich ganz froh bin, dass meine Wohnung ausschließlich zum Garten raus liegt und nicht etwa zur Straße hin, denn sonst würde ich befürchten, dass es in meiner Straße Verkehrschaos bzw. Staus geben könnte, hihi. Allerdings verlasse ich das Haus ja schon mal häufiger und muss dann immer auf Groupies achten, die hinter den Büschen und Aschentonnen hervor springen. Manche wollen direkt ein Kind von mir *grins*, sofern sie nicht schon vorher in Ohnmacht gefallen sind.

Natürlich gibt es auch über den Garten die Möglichkeit, sich mir anzunähern - das kann dann schon mal zu nassen Füßen führen, wenn ein bis zwei Groupies in den Bachlauf treten, der direkt hinterm Garten den Steilhang hinunter verläuft. Auch einige Büsche im Garten sind schon arg ramponiert, weil manche Groupies über den Zaun klettern, der den Garten von dem Bachlauf und der Plantage am Steilhang trennt, und dabei lautstark in den Büschen rascheln :o). Ganz lustig wird es natürlich, wenn sich zwei meiner Groupies unüberhörbar streiten - dann bekomme ich ja auch gar nicht mit, dass sie da sind *glucks*. Ich freue mich ja sehr über meine Groupies, aber ich finde den schüchternen Aufwand und die nassen Füße doch ein wenig übertrieben :o). Da gibt es doch einfachere Wege, mit mir in Kontakt zu treten, hihi. Die einzigen Groupies, die sich trauen, sich mir direkt anzunähern, sind meine drei Groupies der ersten Stunde :o).

Dienstag, 24. Juni 2014

Ecki macht Probleme :o)



Sammy und Ecki an Pfingsten - (c) Alexandra Döll, Essen

Nicht, dass Sammys Brüderchen wirklich Probleme machen würde, aber der Kleine hat nun mal eine große Fan-Gemeinde, die dann zu Problemen führt :o). Bis vor zwei Monaten war Ecki ja bei Larry Leichenwagen in Vogelheim beschäftigt, sodass immer viele Mädchen zwischen 11 und 18 Jahren in der großen Pause von der Gesamtschule Nord zur Werkstatt rübergepilgert sind, um einen Blick auf Ecki zu erhaschen, aber seit Ecki sich selbstständig gemacht hat und mit seiner Werkstatt in Karnap an der Alten Landstraße ansässig ist, pilgern seine Fans immer von Vogelheim rüber in den nördlichsten Stadtteil Essens - und das ist nicht mit einer Pause getan, denn schon allein die Anreise von Vogelheim nach Karnap dauert mit dem ÖPNV eine gute halbe Stunde. Dadurch steigt die Zahl der Fehlstunden der Schülerinnen, die die Gesamtschule Nord an der Wildstraße besuchen, natürlich erheblich - und das alles wegen eines kleinen Stofftiers mit niedlicher Plauze :o)).