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Montag, 2. Mai 2011

Gewitter, Schlüsselübergabe und mein Geburtstag

Nachdem ich gestern total schwindelfrei 37 geworden bin und dieses Ereignis gebührend mit Steffiiiiii gefeiert habe - weitere Gäste waren leider verhindert wg. Krankheit - möchte ich mich auf diesem Wege noch einmal für die herzlichen Glückwünsche per SMS, E-Mail und Telefon bedanken, die trotz Krankheit oder anderen Terminen reingekommen sind. Es war, nachdem ich in den letzten Jahren die Hütte an meinem Geburtstag ziemlich voll hatte, schon fast wieder ungewohnt, "nur" mit einem Gast zu feiern. Na ja, 37 ist ja auch keine runde Zahl, mein nächster runder Geburtstag steht ja auch erst in zwei Jahren und 364 Tagen an, hihi.

Auf die Frage, wie ich mich denn mit 37 fühle, kann ich nur eins antworten: Genauso wie mit 36! :o)

Am Samstagabend habe ich die Schlüssel für meine neue Wohnung bekommen und kann sogar noch gegen einen kleinen Abstand die ehemalige Waschmaschine von meinem Vormieter übernehmen, die er bei seinem Papa, der im Souterrain des Hauses wohnt, zwischengeparkt hat. Der Herr Papa hat übrigens einen total niedlichen Stubentiger - einen weißen Perserkater mit milchkaffeefarbenen Einsprengseln, der auf den Namen Titus hört und sogar mit auf dem Türschild steht. Na ja, bei Katzen, die ja bis zu 20 Jahre alt werden können, lohnt sich das ja - im Gegensatz zu Hamstern, die selbst bei bester genetischer Ausstattung und meiner guten Pflege nicht älter werden als 30 Monate. Der Kater ist ebenso tiefenentspannt wie sein Herrchen und ein wunderschönes Tier - als Tierfreundin, die eigentlich alle Tiere mit Fell und vier Pfoten mag, machte mich dieser Perserkater natürlich total glücklich.

Wie ich auch zu meiner großen Freude festgestellt habe, kann man von meinem Balkon aus neben viel Grün auch allerhand Sehenswürdigkeiten des Ruhrpotts bewundern: die Pfarrkirche St. Michael am Langhölterweg in Dellwig, die Kokerei Prosper-Haniel in Bottrop (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Bergwerk bei Bottrop-Kirchhellen) und - YEAH! - das Tetraeder, ebenfalls in Bottrop *freu*. Das war mir gar nicht so aufgefallen, als ich die Wohnung im Februar besichtigt hatte, aber damals wurde es ja auch schon allmählich dunkel. Nächste Woche geht dann der Umzug über die Bühne, wobei ich heute noch ein wenig diesbezüglich telefonieren muss.

Am Freitag war auf der Karte der UWZ der südliche Teil NRWs gelb eingefärbt, es bestand also eine Unwettervorwarnung. Essen war eigentlich bis nach 16 Uhr "grün", es bestand also keine Warnung. Als ich gegen 16.30 Uhr Feierabend machte, waren Bereiche im Rhein-Sieg-Kreis bereits orange und rot gefärbt. Wie mir Steffiiiiii gestern erzählte, hat es Düsseldorf aber am frühen Abend auch noch ordentlich erwischt, denn sie wurde pladdernass, als sie am Freitagabend einen Fahrrad-Fahrschulkurs im Nordpark gab, sodass sie den Kurs schließlich abgebrochen hat, zumal Gewitter ja auch nicht so zu den ungefährlichsten Naturphänomenen zählen.

Ich saß gegen 19 Uhr vor dem Fernseher und schaute mit "K11 - Kommissare im Einsatz" auf Sat1 an, als ich immer meinte, irgendwo ein Grummeln zu vernehmen. Ich habe dann mal aus dem Küchenfenster geschaut, das nach West, Südwest rausgeht, und dort bot sich mir dieser Anblick:

      (c) Alexandra Döll, Essen - 29. April 2011
      - Gewitter über MH-Fulerum/E-Fulerum/-Haarzopf

Alles, was von Kettwig herüber zieht, fällt meist etwas heftiger aus, so auch in diesem Fall. Es blitzte ab und an, die Donner waren zwar nicht übermäßig laut, aber gut vernehmbar. Mein Plüschhamster Steffi - nicht zu verwechseln mit meinem Gegenüber und meiner Verlobten im Büro - landete rechtzeitig mit ihrem Gleitschirmchen auf meiner Fensterbank. Sammy nöhlte rum und ging mir nicht mehr von der Pelle, weil sie Angst vor Gewitter hat. Ecki und Timo nahmen das aufziehende Gewitter etwas gelassener. Eine Biene begehrte wohl Einlass in mein Wohnzimmer, aber ich hatte die Fenster zwischendurch geschlossen, da der Wind böig aufgefrischt hatte.

So heftig war das Gewitter zwar nicht, aber es gab mal wieder einen Naheinschlag - komisch, bei mir in Frohnhausen-Süd sind die Naheinschläge immer im gleichen Karree zu verzeichnen, wenn ein Gewitter von Süden oder Südwesten aufzieht. Es hat einen Moment auch richtig in der Leitung vibriert, denn das Fernsehbild wies für einen kurzen Augenblick Störungen auf. Der Donner knallte peitschenartig kurz. Nach etwa 25 Minuten prasselte der Regen los. Sammy jammerte zum Steinerweichen und Steffi war froh, rechtzeitig mit ihrem Gleitschirmchen gelandet zu sein.

Ein weiteres, aber eher harmloses Gewitterchen zog gegen 20 Uhr aus Westen auf, aber das hatte sich recht schnell wieder erledigt. Mein Balkon in der neuen Wohnung geht nach Norden und Osten raus; mal schauen, wie die Gewitter da ausfallen. Von Osten her geht's meistens, die aus Norden können auch schon mal etwas heftiger werden.

Donnerstag, 21. April 2011

Auch Tierarztbesuche können amüsant sein

Das Ganze ist zwar schon weit mehr als zwei Jahre her, aber im Oktober 2007 musste ich mit meinem Goldhamster Fred zum Tierarzt, weil er plötzlich weniger fraß als gewöhnlich und sich auffallend oft kratzte.

      (c) Alexandra Döll, Essen - Fred im Alter von vier Monaten

Ich hatte den kleinen Kerl im Alter von vier Monaten übernommen, weil er angeblich wegen Allergie abzugeben war, wobei das wohl nicht so ganz stimmte, da mein Tierarzt und ich alte Brandnarben unter seinem Fell entdeckt haben, er in einem viel zu kleinen Käfig bewohnte, der schon für Zwerghamster bedenklich gewesen wäre, und die Apfelstückchen einfach nur lieblos und verdrögt zwischen die Gitterstäbe gesteckt worden waren, als ich ihn im Dezember 2006 in einer Wohnung in Düsseldorf-Kaiserswerth abholte. Die Kloecke habe ich gar nicht mehr sauber gekriegt, weil der Urinstein sich da richtig schön angesammelt hatte. Wenige Tage später, als er sich ein wenig bei mir eingewöhnt hatte, habe ich ihm auch einen neuen, größeren Käfig gekauft und die Kloecke alle zwei bis drei Tage gereinigt, sodass es keine Probleme mit Urinstein gab. Die große Käfigreinigung habe ich dann, genau wie bei meinem Zwerghamster James Hetfield, einmal die Woche vorgenommen.



       (c)  Alexandra Döll, Essen - James im Alter von zwölf Monaten


Nach und nach erholte sich Fred zwar von dieser Haltung, aber sein Immunsystem war hierdurch geschwächt, sodass bei ihm Milben ausbrachen, die zwar jeder Hamster in sich trägt, aber die bei richtiger, liebevoller Haltung nie zum Zuge kommen - bei meinen Zwerghamstern, die von Anfang an bei mir gelebt haben, ist das auch nie passiert. Hinzu kam wohl auch, dass der arme Fred ständig mit zu Bekannten geschleppt wurde - bei Farbratten, Frettchen und Hunden geht das unproblematisch, aber Hamster sind wiederum sehr standorttreu, sodass Besuche bei Freunden und Verwandten eher Stress für sie bedeuten.

Dementsprechend gereizt war Fred auch, als ich ihn im Oktober 2008 in seine Transportbox setzte und mit dem Auto zu meinem Tierarzt nach Gerschede fuhr - und das, obwohl er sonst der friedfertigste Hamster war, den ich je besessen habe. Im Wartezimmer beim Tierarzt zeigte er mir ständig die Zähne, so als wenn er sagen wollte "Fängst du jetzt auch mit so ner Scheiße an wie meine Vorbesitzer?! Steck bloß nicht den Finger in mein Aquarium, sonst beiß ich!"

Außer mir befanden sich im Wartezimmer noch ein achtjähriges Mädchen mit ihrem Zwergkaninchen, deren Nachbarin (etwa Mitte 40) mit ihrem kleinen Hund, ein Gothic-Pärchen mit einem wunderschönen schwarzen Perserkater und eine ältere Dame, die ein Huhn in einem Korb mit sich führte. Das Mädchen fragte auch, ob sie Fred mal streicheln dürfte, weil sie ihn so niedlich fand, aber ich habe ihr erklärt, warum es besser ist, das nicht zu tun - Fred war schon gereizt und gestresst genug, weil er natürlich noch nicht wusste, was mit ihm passiert und dass ich ihn nur die Gegend gekarrt habe, um ihm zu helfen, nicht um ihn zu ärgern oder zu quälen.

Wir saßen also alle mit unseren Tieren im Wartezimmer, als ein ziemlich arrogantes Paar im Alter von ungefähr 45 Jahren reinkam und es noch nicht mal für nötig befand, uns zu grüßen - und das, obwohl wir alle freundlich gegrüßt haben, wie man es eigentlich so macht, wenn jemand irgendwo reinkommt. Da die beiden kein Tier dabei hatten, gingen wir davon aus, dass sie ihr Tier abholen wollten, das kürzlich operiert worden war - im Dach des Zechenhauses, in dem die Praxis untergebracht ist, hat mein Tierarzt eine Überwachungsstation für die Hausgenossen, die er selbst operiert hat. Das arrogante Paar verschwand in der Anmeldung, kam nach einer Minute wieder raus und setzte sich dann wortlos zwischen die anderen Wartenden.

Bei meinem Tierarzt gefällt mir besonders gut, dass nicht die Namen der Besitzer aufgerufen werden, sondern der Name des Tieres. Bei mir hieß es dann natürlich "Fred kann bitte mit durchkommen." Schließlich öffnete sich die Tür der Anmeldung und die Auszubildende, die hinter der Rezeption sitzt, sprach in Richtung des arroganten Paares: "Pussy kann jetzt abgeholt werden!" Als die beiden der jungen Arzthelferin gefolgt waren und die Tür der Anmeldung hinter sich geschlossen hatten, brachen wir Erwachsenen erst mal in schallendes Gelächter aus - auch die ältere Dame mit ihrem Huhn. Pussy - was für ein Name für eine Katze *hust*!

Das achtjährige Mädchen mit ihrem Zwergkaninchen verstand natürlich noch nicht, weshalb wir Erwachsenen so gelacht haben, aber die Kurze hat noch einen drauf gesetzt. Sie erklärte voller Überzeugung: "Pussy, das ist ja ein Scheiß-Name für eine Katze! Ich würde meine Katze auch nie Muschi nennen...!" Danach war im Wartezimmer alles zu spät angesichts unseres Heiterkeitsausbruchs :oD. Wir konnten auch kaum ernst bleiben, als das Paar nach wenigen Minuten mit Pussy aus der Anmeldung kam :o).

Gut 15 Minuten später konnte auch Fred zur Behandlung. Nachdem er im Abstand von jeweils einer Woche Aufbauspritzen bekommen hatte, die das Immunsystem gestärkt und gleichzeitig auch die Milben abgetötet haben, ging es dem kleinen Kerl wieder richtig gut - die Milben sind auch nie wiedergekommen. Am 1. Juli 2008 musste ich den Kleinen leider bei meinem Tierarzt einschläfern lassen, da er an einem Tumor litt und es ihm damit auch nicht mehr wirklich gut ging. Trotz seiner nicht gerade schönen ersten vier Monate hat er noch schöne 18,5 Monate bei mir gehabt und ist somit 22,5 Monate alt geworden, was etwa 67,5 Menschenjahren entspricht.