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Freitag, 26. September 2014

Mördermuschel, Stinki & Co. :o))

        
                                        Quelle: familie-ahlers.de - (c) Thomas Siemensen; Haiopeis

Ingo die Mördermuschel, wie hier oben in dem Cartoon zu sehen, ist im wahren Leben ein ehemaliger Kollege von mir, den ursprünglich alle nur Adolfo oder Der kleine Adolf genannt haben, da er leider gewisse Ähnlichkeiten mit einem zum Glück längst verstorbenen Diktator aufwies - nicht nur äußerlich, sondern auch vom Benehmen her. Da der Kerl zwar total bekloppt war, aber irgendwie doch zu gut, um ihn nicht in einer meiner Geschichten zu verwenden, habe ich ihm in meinem Buch "Wenn es Nacht wird im Pott" direkt zwei Geschichten gewidmet, nämlich "Eine Geschichte, in der absolut nichts passiert" und "Ingos mörderische Kneipenbesuche". Ich fand, die Bezeichnung "Mördermuschel" passte so gut zu meinem früheren Kollegen, weil sie a) genau wie er Ingo heißt und b) weil mein Kollege genauso finster gucken konnte wie eben jene Mördermuschel, hihi. Seit ich in der berühmt-berüchtigten Steuerberatungsgesellschaft im Düsseldorfer Norden angefangen hatte zu arbeiten, hieß Adolfo bei uns nur noch die Mördermuschel *kicher*.

Eins muss man meinem ehemaligen Kollegen aber lassen: Der Kerl hatte eine Stimme...WOW!! Wenn man sich den Mann dazu weggedacht hat (hihi) - und nur dann! - hatte der Typ eine richtig coole Stimme, denn sie war sehr tief, ein bisschen rauchig und hatte sogar was ziemlich Erotisches. Wenn sich dann aber wieder das schlechte Benehmen und das Äußere ins Bewusstsein schoben, hatte sich das mit der Erotik erledigt (war auch besser so), aber wenn man sich den Mann zu der Stimme weggedacht hat, hatte das was...manchmal saß ich unter meinen Stöpseln, wenn ich einen Brief oder ein Gutachten nach Banddiktat für ihn geschrieben hatte, und jimperte: "Bitte noch einen Satz, bitte noch einen Satz...!" :o))) Da war ich übrigens nicht die Einzige, die es so empfunden hat, auch einige meiner Kolleginnen, die ihn weiß Gott auch nicht mochten, haben das genauso gesehen.

Stinki hatte es sich ab März 2012 in Herne wohl in den Kopf gesetzt, der Mördermuschel immer ähnlicher zu werden, wobei ich davon überzeugt bin, dass die beiden sich persönlich gar nicht kennen, hihi. Anfangs mochten Stinki und ich uns gar nicht, was sich dann nachher aber gegeben hat bzw. bei ihm dann wohl schon fast ins andere Extrem abdriftete :o). Als ich Stinki zum ersten Mal in der Raucherecke sah, dachte ich mir, dass er ganz bestimmt nicht schlecht aussieht, aber dass er doch ein etwas komisches bis ungehobeltes Benehmen hat. Im Nachhinein würde ich aber sagen, dass das Unsicherheit war - immer, wenn er nicht wusste, wie er sich verhalten sollte, benahm er sich wie eine offene Hose oder die berühmte Axt im Walde.

Als Stinki und ich uns so gar nicht mochten, passierte eines Tages folgende Begebenheit: Ich kam vom Rauchen zurück und wollte zurück ins Gebäude gehen, um weiterzuarbeiten - er kam gerade aus dem Gebäude, um Rauchen zu gehen. Als er an mir vorbei ging, gab er - da er sich ja öfter wie die Axt im Walde benahm - einen komischen Hust-Kotz-Laut von sich anstatt mich einfach nur wohlwollend zu ignorieren - das habe ich bei ihm nämlich auch getan, denn es kam seltenst vor, dass er mal gegrüßt hat. Angesichts dieses nicht vorhandenen Benehmens habe ich ihn ganz ruhig und freundlich gefragt: "Na? Ist das jetzt Kotzen oder Leidenschaft?!" :o)) Darauf ist ihm keine Antwort eingefallen (schade aber auch...).

Ja, und dann war ja da noch ES...ES war wirklich ein sehr netter, gut erzogener, junger Mann aus Frankreich, kam mir aber eher vor wie ein großes Kind mit entsprechendem Blick :o). Er diktierte mir seine Besuchsberichte immer in englischer Sprache und hat dabei die Namen unserer Produktmanager so verballhornt, dass ich manchmal gar nicht wusste, von wem er da sprach - da musste ich öfter mal die kichernde Eva zu Rate ziehen :o). Ich hatte auf jeden Fall plötzlich Kollegen, von denen ich noch gar nicht wusste, dass ich sie habe - anfangs habe ich mich auch immer gefragt: "Who the f*** is Mr. Dole?". Eva hatte die Antwort recht schnell: Mit Mr. Dole meinte er mich, hahahahaha!! ES hat mich zwar immer mit Vornamen angesprochen, wenn wir telefoniert oder uns persönlich gesehen haben, aber bei Diktaten war ich eben halt "Mr. Dole" :o)).

Ansonsten sorgte ES öfter mal für anregendes Chaos, nicht nur wegen der Verballhornung von Namen unserer Kollegen. Einmal kam seine Innendienstmitarbeiterin Corinne in Evas und mein Büro gestürmt und war frustig, weil ES einfach mal eine Kundenadresse aus der Datenbank gelöscht hatte - ES hat aber bestritten, das gewesen zu sein, obwohl sonst niemand in Frage kam, der das getan haben könnte. Erst, als Corinne ES sagte, dass nur ES das gewesen sein könnte, hat ES das dann mal kleinlaut eingeräumt *kicher*. Corinne konnte die Adresse zum Glück wieder einpflegen und hat ES verboten, sich an der Datenbank zu vergreifen. Ich sollte immer Firmenbroschüren, Lieferprogramme und Produktinfos in französischer Sprache an Firmen verschicken, die ES schon am Telefon gesagt hatten, dass sie kein Interesse haben, weil ihr Lieferantenpool bereits gut aufgestellt war, aber nein...da war ES eigensinnig! :o) Manchmal war ES doch ein kleiner, widerborstiger Schelm - oder, um es mit "Das Leben des Brian" zu sagen: Ein kleiner Widerporst! :oD Schade, dass ES kein Deutsch verstanden hat, denn sonst hätte ich ja zu ES sagen können: "Auf den Poden mit dir!" :o))))

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Neues interaktives Spiel: Beschwerdefreie Patienten

Im Krankenhaus St. Zimmerpflanze machen einige Patienten regelmäßig das Personal und Besucher verrückt, weil sie unkontrolliert über die Gänge flitzen, sich selbstständig von Infusionen abstöpseln oder spannen wollen, wenn die Ärzte sich nach getaner Arbeit umziehen (die Säue!). Zu den bekloppten Patienten gehören:

  • Oppa Ottokar - liegt eigentlich schon tot in der Pathologie, mutiert aber zum Zombie, nachdem der bekloppte Medizinstudent Stefan Stümpi ihm versehentlich Coca-Cola ins Gefäßsystem gekippt hat. Durch die Cola wankt Oppa Ottokar durch die Flure des Krankenhauses, um Leute zu beißen
  • Die debile Delia - steht gereizt vom OP-Tisch auf, nachdem sie mitten in der OP aus der Narkose erwacht ist, meuchelt alle beteiligten Chirurgen und Assistenten und rennt dann mit nem Skalpell bewaffnet lallend und ne Blutspur hinter sich her ziehend durch die Krankenhausflure, um alles zu töten, was nach Arzt - oder Ärztin - aussieht
  • Ingo die Mördermuschel - stänkert vor seiner Blinddarm-OP den Anästhesisten an und qualmt ihm die Bude voll, sodass der arme Kerl nachher auch betäubt ist - die Mördermuschel aber nicht, denn die hüpft beiß- und stänkerfreudig durchs Krankenhaus, immer ne Fluppe im Maul
  • Omma Minna hat sich selbst von ihrer Infusion abgestöpselt und halluziniert, dass sie wieder 20 ist - nun sucht sie nen netten jungen Arzt, den sie direkt mal vernaschen kann
  • Charmin Bear - hat Angst vor seiner ersten OP und trappst verschüchtert über die Gänge, dabei leise in seine Charmin-Klorolle weinend und manchmal ein Snickers mampfend. Die Ärzte, die ihn eigentlich operieren wollten, suchen ihn mit freundlicher Unterstützung ihrer Oberschwestern.
Ziel des Spiels:
Aufgabe der drei Oberschwestern Alex, Renate und Uli ist es nun, die Verrückten wieder einzufangen bzw. unschädlich zu machen. An Hilfsmitteln stehen ihnen ein Zaubertrank zur Verfügung, der unverwundbar macht, ein Piranha-Aquarium, ne Betäubungsspritze und ein Hämmerchen aus dem Baumarkt. Für die Fixierung der Patienten in ihren Betten stehen ihnen Handschellen und Hanfseile zur Verfügung.

Die Krankenschwester, die einen verrückten Patienten an seinem Bett fixieren und knebeln kann, bekommt 1.000 Bonus-Punkte. Sorgen die Knabbereien der Piranhas für Ruhe unter den nöhlenden Patienten, gibt es je nach Körperteil 5 bis 50 Punkte. Springt die Mördermuschel aus dem Fenster, gibt's 500 Punkte dazu - hat sie dabei auch noch ne Fluppe im Maul, sogar 600 Punkte. Landet die Mördermuschel direkt mit Fluppe im Aschenbecher vor dem Hauptportal, werden der Spielfigur 750 Bonuspunkte gut geschrieben. Wenn Charmin Bear sich wolkenweiche Geschichten von seinem Namensgeber vorlesen lässt, gibt's 200 Extra-Punkte - wenn er sogar aufhört zu weinen, 250. Wird Zombie-Oppa Ottokar mit dem Hämmerchen erschlagen - bei Zombies helfen nur Schläge auf den Kopf - gibt's 300 Punkte, wenn die debile Delia wieder betäubt auf dem OP-Tisch liegt 400 Punkte, wenn sie sich zu Oppa Ottokar in die Pathlologie gesellt, 500 Punkte. Gelingt es einer der Oberschwestern, Omma Minna daran zu hindern, einen Arzt sexuell zu nötigen, gibt's 500 Punkte, wenn sie schon dabei ist und dem armen Kerl die Klamotten vom Leib reißt, nur 300. Liegt Omma Minna schließlich schlafend in ihrem Bett, gibt's 200 Punkte extra.

Neben den richtig fetten Möglichkeiten, Punkte zu machen, stehen den Schwestern auch andere Möglichkeiten zur Verfügung, um kleinere Summen anzusammeln:

  • Schwester küsst einen Arzt kichernd auf den Hintern: 10 Punkte
  • Schwester füttert die Piranhas mit Koteletts oder Frikadellen: 5 Punkte pro gefüttertem Piranha
  • Schwester gießt Blumen auf den Fluren, während sie eine Spielfigur ruhig stellt: 15 Punkte pro gegossener Blume
  • Schwester erzählt schweinischen Witz, sodass vor den Monitoren schallendes Gelächter ausbricht: 50 Punkte - ja, ja, der Monitor bzw. das Spiel merkt, wenn gelacht wird :o)
  • Arzt spendiert Schwestern einen Kaffee: pro Tasse 5 Punkte - kippt er zusätzlich Milch und Zucker rein, 10 Punkte
  • Arzt macht ne Flasche Kölsch auf, nachdem eine der Schwestern ihn überredet hat: 20 Punkte
  • Arzt hat die Trench Open und macht die Schwestern damit glücklich: 5 Punkte
  • Schwester schmettert Beschwerde ab und stellt Patienten ruhig: 30 Punkte
  • Schwester nimmt ne Lieferung Vaseline, Viagra und Kondome entgegen: 100 Punkte.
Wer die meisten Punkte angesammelt hat, hat gewonnen!

Freitag, 28. Oktober 2011

Skurrile Rodelpartien auf dem Donnerberg

Der Donnerberg, der von Bedingrade über Gerschede weiter nach Dellwig verläuft, wo er kurz vor dem Dellwiger Bahnhof in die Donnerstraße einmündet, ist gerade zwischen Schnitterweg und der Einmündung Emscherblick sehr steil, sodass man ihn natürlich gut zum Rodeln nutzen kann, denn Autofahren könnte bei entsprechenden Schneemassen doch ein wenig schwierig werden, zumal die Stadt Essen ja vielfach nur bei den Reichen, Schönen und Bekloppten streut - angeblich soll das ja in diesem Jahr anders sein, weil mehr Streusalz eingekauft wurde. Wir dürfen gespannt sein :o).

Marina baut auf der Ecke Donnerberg/Schnitterweg abermals ihren mobilen Suppen- und Getränkestand auf, wobei sie tatkräftige Hilfe von meinen Plüschtieren Sammy und Ecki erhält. Der Sensemann und der Zwerghamster des Todes scharren schon im Schnee auf dem Feld mit den Pfötchen bzw. den Füßen, weil sie auf Todesopfer hoffen. Marina findet die beiden Gestalten ziemlich dusselig und kommt auf deren Anwesenheit nicht klar. Ecki geht zu den beiden hin und pullert, sodass sowohl der Sensemann als auch der Zwerghamster des Todes endlich das Weite suchen - Gorillapisse, nein danke!!

Uli als sympathisches Schütze-Mädchen mit fehlendem Problembewusstsein segelt als Erste den steilen Hang runter. Sie genießt noch einmal den Blick über den Essener Norden und das nördliche Ruhrgebiet, bevor sie mit Lenken und Bremsen beschäftigt ist bzw. auch damit, dumpf unkende Frösche mit Schalke 04-Schals um den Hals, die einfach mal zugestiegen sind, von ihrem Schlitten zu vertreiben. Deshalb bekommt sie auch nicht mit, dass sie am Fuße des Berges richtig kräftig bremsen müsste. Die Frösche retten sich auf der Donnerstraße mit einem beherzten Sprung in eine Schneewehe am Fahrbahnrand, während Uli gegen einen 7er BMW prallt - zum Glück, ohne sich dabei zu verletzen. Der Fahrer kommt bestürzt aus seinem Haus gerannt und hält Uli nen Vortrag über seinen 7er bzw. dessen Wert. Der 7er selbst tut so, als wenn ihn die ganze Geschichte nix anginge und Uli blickt den BMW-Besitzer mit großen Augen an. "Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt!"

Timo muss, bevor er ins Tal hinunter rauscht, erst Omma Plömmelköttel durchlassen, die den Donnerberg mit ihren Einkaufstaschen hinauf schnauft. Die arme Dame wird kurz vor ihrem Zuhause an der Schlossstraße von einem Waran überfallen, der ihr unbedingt an die Eier will. Sie überlässt dem Waran widerwillig ihre Eier aus Bodenhaltung. Einige Artgenossen des Warans haben die Netto-Filiale auf der Ecke Frintroper Straße/Schlossstraße überfallen, sodass es dort auch keine Eier mehr gibt, weil die Riesen-Echsen alle mitgenommen haben. Omma Plömmelköttel braucht erst mal nen Schnaps und grübelt darüber nach, wo sie neue Eier her bekommt...

Timo ist gut mit Kölsch getränkt den Hang runter gesegelt und hickst dauernd, was ein ausgebüchstes Krokodil auf den Plan ruft - hurra, Menschenfleisch mit Alkohol gefüllt! Das bekommt es auch nicht alle Tage. Leider stellt das Kroko sich nicht besonders intelligent an, sodass es sich total unauffällig mitten auf der Fahrbahn auf die Lauer legt, bevor Timo überhaupt mit seinem Schlitten an ihm vorbei gefahren ist. "Mach Platz, du Otto!" ruft Timo genervt und hickst noch einmal. Zu spät - er nimmt das Kroko auf die Hörner, sodass er nun auch unfreiwillig einen Fahrgast hat, der jedoch sichtlich Spaß an der Schlittenfahrt hat und erst mal nicht mehr ans Fressen denkt. Unten angekommen, bremst der angetrunkene Timo jedoch etwas zu heftig, sodass der Schlitten aus der Spur gerät und schleudert. Das Kroko fliegt in hohem Bogen in einen bis dato zugefrorenen Gartenteich und blickt verwirrt um sich, als es sich mit mehreren Goldfischen im eiskalten Wasser wiederfindet. Timo bleibt in Höhe des Emscherblicks verwirrt hicksend im Schnee liegen, während sein Schlitten unkontrolliert den 7er auf der Donnerstraße antippt. Der Besitzer ist der Verzweiflung nahe, zumal er noch nicht mal nen Verantwortlichen sehen kann. Wie soll er das seiner Versicherung erklären, wenn er den Schaden beheben lässt? - "Ein herrenloser Schlitten touchierte mein Auto..."??? Timo wird von zwei hilfsbereiten Erotik-Darstellerinnen, die das Ganze beobachtet haben, mit nach Hause genommen, damit sie ihn dort aufwärmen können :o).

Renate segelt gerade los, als eine finster drein blickende Mördermuschel auf ihren Schlitten springt. "Wenn du bekloppt fährst oder ich in den Schnee falle, DANN GNADE DIR GOTT!!!" Die Rüstige lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken, zumal sie das alles schon von ihrer Arbeitsstelle kennt, packt die Muschel beherzt und wirft sie möglichst weit weg. Die Mördermuschel bleibt prustend im Schnee liegen und zetert, während Renate sich schließlich unfreiwillig in einem Vorgarten am Fuße des Donnerbergs wiederfindet, denn ihr Gefährt ist ins Schleudern geraten, da zwei lebensmüde Fußgängerinnen, die sich langsamer bewegten als mancher Tote, einfach auf die Fahrbahn getreten sind, wobei die eine noch rumheulte, dass ihr ein Fingernagel abgebrochen ist und der Saum ihrer Jeans nicht richtig sitzt. Renate flucht und entschuldigt sich schließlich bei einem kleinen Busch, den sie unfreiwillig geplättet hat. Die Seele des Busches - ein translucides Abbild des Busches mit Engelsflügelchen - schwebt hinauf zum Himmel, wo er mitleidig von Gott und Petrus empfangen wird.

Thomas und Alex versuchen gemeinsam, unfallfrei den Donnerberg runter zu kommen - Alex sitzt vorne, Thomas mit seinem neckischen Stirnband hinten. Petrus im Himmel kann schon nicht mehr hinsehen, als die beiden sich kräftig mit den Füßen abstoßen und schnell an Fahrt gewinnen. Am Fahrbahnrand liegen gereizt zischelnde Schlangen aller Art, die von dem Treiben auf dem Donnerberg genervt sind - noch nicht mal im Tiefschnee hat man Ruhe vor den ganzen Menschen. Thomas jammert los, während Alex den Schlangen drohend die Teufelsforke zeigt, sodass die es bei einem gereizten Zischeln belassen anstatt einen Angriff zu starten - auf Flüche mit nicht absehebaren Konsequenzen haben sie jetzt keine Lust.

Thomas gelingt es irgendwie nicht, den Schlitten ruhig zu halten, sodass sie noch vor dem Erreichen der ersten Häuser in Höhe des Emscherblicks mit ihrem Gefährt umkippen und im Schnee landen. Ein Eichhörnchen und einige dumpf unkende Frösche schauen ihnen neugierig zu, als sie erst mit großen Augen im Schnee liegen bleiben und sich dann langsam gegenseitig aufhelfen. Thomas überlegt, was schlimmer ist - Zackenbarsche im Bodensee, die einem in die Weichteile beißen können oder diese ganzen merkwürdigen Viecher hier, denn die Frösche scheinen schadenfroh zu grinsen, zumal er sich auch noch nen blauen Fleck nebst einem Riss in der Hose geholt hat. Alex schüttelt grinsend den Kopf über ihr Groupie (und Berufskollegen) und nimmt Thomas mit zu sich nach Hause, das zum Glück nur zehn Gehminuten entfernt ist, damit er sich erst mal stärken kann. Sie hat sich zum Glück nix getan und muss sogar über diese skurrile Erlebnis kichern, während Thomas immer noch jammert und sich zunächst nicht aufheitern lässt, doch auch dafür kennt Alex Mittel und Wege...

Thorsten, der Lenken und Bremsen immer noch total überbewertet findet, saust todesmutig den Donnerberg hinunter, sodass er fast Erpel Dieter über den Haufen fährt, der dort mit ner Fluppe im Schnabel über die Straße trappst, aber schleunigst aufflattert, als er Thorsten heranrauschen sieht. '"Du bist bestusst!" grummelt Erpel Dieter, als Thorsten an ihm vorbei gefahren ist. Da er natürlich wieder zu spät lenkt und bremst, wird der 7er auf der Donnerstraße zum dritten Mal an diesem Tag von einem Schlitten touchiert, sodass dessen Fahrer bewusstlos zusammen bricht - drei Schlitten an einem Tag in seinem Auto, das geht nun wirklich nicht! Der 7er schnaubt verächtlich bis genervt. Thorsten fühlt sich unfreiwillig zum Fräulein befördert, was anlässlich seines Vornamens zu peinlichen Vermutungen Anlass geben könnte, dann muss er mal wieder wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden und zeigt den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstiftes mal wieder alles, was sie sehen wollen...:o).

Happy End!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Geburtstagsparty auf den Trauminseln

Marina wird am heutigen Tag 32 und lädt somit alle möglichen Leute - auch Steffi, Alex und deren Mitbewohner - auf ihre Insel ein, um mit ihnen Geburtstag zu feiern. Sie freut sich sehr über die Geschenke wie Buchgutscheine, Ü-Eier, Essensmarken und Schoki. Alex hat ihr sogar extra nicht ganz jugendfreie Zeichnungen gemalt - einen männlichen Bären mit Nippelalarm (über dem Geschlechtsteil befindet sich aber zumindest zu Steffis großer Erleichterung ein Zensurbalken), eine Donauwelle mit Nippelalarm, wobei die Donau selbst lallt und hickst ("Donau, so blau...") und ein Monster, das Marina eine Distel schenkt, weil Marina die so gerne mag ("Some kind of monster"). Metallica und Slayer spielen Marina ein schwermetallisches Geburtstagsständchen.

Steffi macht das betretene Gesicht, als Marina mit ihren Gästen "Flaschendrehen", "Wie schmecken die Kirschen?" und "Wahrheit oder Pflicht" spielen will. Sie verkrümelt sich lieber klammheimlich in den alpinen Teil von Marinas Insel und fachsimpelt mit den dort lebenden Biber, die sich gerade ihre Zähne mit Sensodyne putzen, über jugendfreie Aufkleber. Die Biber mögen aber lieber NICHT jugendfreie Aufkleber. Steffi macht das betretene Gesicht.

Um die Partygäste auf die bevorstehenden Spielchen einzustimmen, singen Marina und Alex im Duett den Oomph!-Hit Augen auf - und das, obwohl Marina den Song eigentlich nicht mag. Als Marina sich Thomas näher betrachtet, der nur Boxershorts und ein Unterhemd trägt, fragt sie sich, ob es manchmal nicht doch besser ist, seine Augen einfach geschlossen zu halten. Alex sieht das ganz anders und strahlt Thomas begeistert an, der liebevoll zurückstrahlt. Marina hält Alex für pervers, aber das ist wahrscheinlich der Grund für ihre gute Zusammenarbeit ;o). Petra braucht erst mal ein Bier.

Los geht es mit dem von Alex vorgeschlagenen Spiel "Detektiv - Mörder - Tänzer". Ausgerechnet Marina zieht das "M" für Mörder - in diesem Fall steht das "M" also nicht für Marina - Renate ist der Detektiv und muss hinter die Felsen verschwinden, um später herauszufinden, wer der Mörder ist. Tim spielt einen Klammerblues, nämlich den Song The Power of Love von Frankie goes to Hollywood. Alex schnappt sich Thomas, der sich zunächst nicht mit sich selbst einig ist, wo er seine Arme und Hände lassen soll. Alex rät ihm flüsternd, seine Hände auf ihrem Po zu platzieren. Er tut dies errötend, findet es aber gut. Petra nimmt sich noch ein Bier. Plötzlich schreit Mörder-Marina in die Dunkelheit hinein: "Du Sau! Du hast Dir einen von der Palme gewedelt!", dananch sinkt Thorsten "ermordet" zu Boden und hat einen Lachkrampf. Uli holt Renate hinter den Felsen hervor, wobei sich Renate fragt, warum der Tote jetzt lacht, als sie Thorsten dort heulend vor Lachen im Sand liegen sieht. Renate gelingt es schließlich, Marina als Mörderin zu ermitteln und es gibt eine neue Runde.

Nach einer halben Stunde geht es weiter mit "Wahrheit oder Pflicht". Marina hat eine ganz sexistische Aufgabe für Thomas und Alex: Sie sollen sich unter einer abgelegenen Palme lieben, wobei ihnen eine Mördermuschel zuguckt. Okay, der erste Teil lässt sich ja noch erfüllen - aber Thomas kann nur schwerlich, wenn jemand guckt. Die Mördermuschel guckt skeptisch bis grimmig, ob Thomas das auch alles so richtig macht und steckt sich ne Fluppe an. Das tut Alex nach dem Sex auch. Thomas zieht sich zumindest seine Hose wieder an, bevor er mit Alex kuschelt, denn er möchte nicht, dass die Mördermuschel seine Gewürzgurke sieht...

Steffi ist inzwischen wieder zu der Truppe gestoßen und bekommt die Aufgabe, als Frauenmagnet zu fungieren. Es gibt ein halbes Seebeben, als direkt zig Boote mit Frauen, die Steffi verboten gutaussehend finden, auf Marinas Insel eintreffen. Steffi weiß gar nicht, wie ihr geschieht und verflucht Marina innerlich, aber sie hat ja nun mal Geburtstag, also bleibt Steffi nix anderes übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Dennoch ist Steffi froh, als sie nach 30 Minuten ihren Frauenmagnet-Modus wieder deaktivieren kann und die Frauen sich wieder verpfeifen.

Die Planeten halten es wieder im Kopf nicht aus, was da unten abgeht: Neptun besäuft sich mal wieder mit Jim Beam. Die Venus beflirtet den Mann im Mond sehr offensiv und freut sich, dass Uranus ihr dabei zuguckt und dabei Pipi macht. Von Neptun regnet es abgenagte Honigkräcker, von Mars natürlich Mars-Riegel mit Ananas-Geschmack. Pluto winkt mit seinem Knochen ins All. Die Milchstraße hat diesmal den Sauermilch-Modus eingelegt. Das Sternbild Geile Gewürzgurke strahlt in funkelndem Grün.

Nach diversen weiteren Party-Spielchen tanzen alle Gäste bis in den frühen Morgen, bevor sie kurz vor Sonnenaufgang auf ihre jeweiligen Inseln zurückkehren, um endlich zu schlafen. Thomas schwört sich, dass ihm nie wieder eine Mördermuschel beim Sex zugucken soll. Alex findet das zum Glück auch irgendwie besser, wenn sie mit ihm alleine ist.