Sammy bekommt gerade einen Anfall mit ihren Kindern Rudolf-Dieter und Chantal - Rudolf-Dieter himmelt Monchhichi-Mädchen Klara an und lässt sich davon auch nicht abbringen und Chantal hat neuerdings homoerotische Neigungen, denn sie steht auf Schafdame Klärchen, weil sie so niedliche Pantöffelchen trägt :o). Sammy bekommt echt einen Anfall, auch wenn ich als ihre Oma den lieben Kleinen immer ins Gewissen rede. Rudolf-Dieter hat schon mal ganz gepflegt von Klaras Mann Bugs den Hintern versohlt bekommen, aber er steht halt auf Mädchen, die dreimal so groß sind wie er :o))).
Klärchen ist zwar nicht verheiratet, aber hat einen Freund, den braunen Schafbock Timo-Günter. Seit er vom Regenweg in den Tauweg gezogen ist, hat sie es noch näher zu ihm und flitzt immer zu ihm, um mit ihm zu pimpern :o). Neulich wollten sie sich sogar eine gemeinsame Wohnung nehmen, aber momentan ist bei uns in der Umgebung nix frei bzw. freie Wohnungen sind zu groß und zu teuer. Timo-Günters Mama Sandra und ich finden das auch gut - wer weiß, was das für eine WG wäre :o)).
Klärchens beste Freundin Sarah ist jetzt mit dem afrikanischen Berggorilla Gary zusammen und sehr glücklich mit dem freundlichen Affen. Ggf. würden Sarah und Gary eine Wohngemeinschaft mit Klärchen und Timo-Günter bilden :o))).
Eusebius Eule hat noch keine Freundin, versteht sich aber gut mit Papagei Karl-Heinz, mit dem er immer abends und nachts gemeinsam auf die Jagd geht. Heute Nacht hat er zwei Zwergmäuse erbeutet, obwohl es geregnet hat. Von dem Regen ist nix mehr zu merken, denn die Sonne scheint freundlich von einem fast wolkenlosen Himmel.
Rudolf-Dieter im Sonnenschein - (c) Alexandra Döll, Essen
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Sonntag, 5. Februar 2017
Samstag, 18. Juli 2015
Heute vor elf Jahren...
...also am 18. Juli 2004 zog ein Tornado über das Ruhrgebiet hinweg, der seinen Anfang in Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen/Grenze Krefeld nahm und dann über Duisburg und Oberhausen zog hinein in den Essener Nordwesten, zumindest in die an Oberhausen angrenzenden Stadtteile Dellwig, Frintrop und teilweise auch noch Gerschede.
Damals habe ich noch in Essen-Schönebeck gewohnt und lag krank zuhause, da es einigen Ärzten im Philippusstift nicht gelungen war, sich mal näher um mein Antiphospholipid-Syndrom zu kümmern bzw. mich weiterhin mit Coumadin vollzustopfen, obwohl es in dem Moment überflüssig war - zwischen Juli 2004 und Januar 2011 bin ich jedenfalls gut ohne Marcumar oder einen anderen Blutgerinnungshemmer ausgekommen, auch wenn sich mein APS zwischendurch immer wieder bemerkbar machte, sodass das Wiedereinsetzen von Marcumar dank ärztlicher Schlafmützigkeit um einiges zu spät erfolgte, aber egal, das ist ja jetzt hier nicht das Thema.
In Schönebeck, das nur gut vier, fünf Kilometer von Dellwig und Frintrop entfernt liegt, haben wir von dem Tornado nichts mitbekommen - bei uns tobte zwar auch ein Gewitter mit Sturmböen und Starkregen, aber die Hügel hinauf bis nach Schönebeck an der Stadtgrenze zu Mülheim hat die Windhose es dann doch nicht geschafft. Allerdings war das Heulen des Windes am Birkenhain auf der Schlacke zeitweise von einem entfernten Tosen unterlegt, vermutlich das Geräusch des Tornados.
Thomas Sävert, Mitarbeiter der Unwetterzentrale, hatte einige Fotos von den Tornadoschäden auf der Seite naturgewalten.de gepostet:
Rund um die Köln-Mindener-Strecke zwischen Oberhausen und
Essen-Dellwig - (c) Thomas Sävert
Tornadoschäden rund um die Stadtgrenze Dellwig/Oberhausen
- (c) Thomas Sävert
Dellwig liegt zwar in der Ebene, genau wie Unterfrintrop, sodass der Tornado dort wohl besonders heftig gewütet hat, aber die Windhose ist trotzdem ein Stück den Berg am Herskamp hochgezogen und ist vor Erreichen des steilsten Teilstücks zwischen Dachsfeld und Bergheimer Steig nach links ins Dachsfeld abgebogen.
Bis ins Jahr 2011 konnten wir hinter den Häusern am Tauweg noch ein Tornado-Opfer sehen, einen großen, massiven Ahornbaum, der durch die Windhose entwurzelt worden war. Im unteren Teil des Herskamps sind wohl auch einige Dachziegel runter gekommen, aber zum Glück ist niemand verletzt oder gar getötet worden.
Damals habe ich noch in Essen-Schönebeck gewohnt und lag krank zuhause, da es einigen Ärzten im Philippusstift nicht gelungen war, sich mal näher um mein Antiphospholipid-Syndrom zu kümmern bzw. mich weiterhin mit Coumadin vollzustopfen, obwohl es in dem Moment überflüssig war - zwischen Juli 2004 und Januar 2011 bin ich jedenfalls gut ohne Marcumar oder einen anderen Blutgerinnungshemmer ausgekommen, auch wenn sich mein APS zwischendurch immer wieder bemerkbar machte, sodass das Wiedereinsetzen von Marcumar dank ärztlicher Schlafmützigkeit um einiges zu spät erfolgte, aber egal, das ist ja jetzt hier nicht das Thema.
In Schönebeck, das nur gut vier, fünf Kilometer von Dellwig und Frintrop entfernt liegt, haben wir von dem Tornado nichts mitbekommen - bei uns tobte zwar auch ein Gewitter mit Sturmböen und Starkregen, aber die Hügel hinauf bis nach Schönebeck an der Stadtgrenze zu Mülheim hat die Windhose es dann doch nicht geschafft. Allerdings war das Heulen des Windes am Birkenhain auf der Schlacke zeitweise von einem entfernten Tosen unterlegt, vermutlich das Geräusch des Tornados.
Thomas Sävert, Mitarbeiter der Unwetterzentrale, hatte einige Fotos von den Tornadoschäden auf der Seite naturgewalten.de gepostet:
Rund um die Köln-Mindener-Strecke zwischen Oberhausen und
Essen-Dellwig - (c) Thomas Sävert
Tornadoschäden rund um die Stadtgrenze Dellwig/Oberhausen
- (c) Thomas Sävert
Dellwig liegt zwar in der Ebene, genau wie Unterfrintrop, sodass der Tornado dort wohl besonders heftig gewütet hat, aber die Windhose ist trotzdem ein Stück den Berg am Herskamp hochgezogen und ist vor Erreichen des steilsten Teilstücks zwischen Dachsfeld und Bergheimer Steig nach links ins Dachsfeld abgebogen.
Bis ins Jahr 2011 konnten wir hinter den Häusern am Tauweg noch ein Tornado-Opfer sehen, einen großen, massiven Ahornbaum, der durch die Windhose entwurzelt worden war. Im unteren Teil des Herskamps sind wohl auch einige Dachziegel runter gekommen, aber zum Glück ist niemand verletzt oder gar getötet worden.
Dienstag, 11. November 2014
Als man den Herskamp im Winter noch zum Rodeln nutzen konnte :o)
Da der Herskamp ja über weite Strecken steil bergab geht, bot er sich für Rodelpartien aller Art an, denn richtig flach wird er erst nach gut 300 m in Höhe des Tauwegs :o).
Früher, als es noch nicht so viele Autos gab wie heute, konnte man sogar auf der Fahrbahn rodeln, ohne dass es zu einer Kollision mit einem Auto gekommen wäre, noch nicht mal am Kreuzungsbereich Dachsfeld. Heute würde das leider nicht mehr gehen, denn auch wenn es sich immer noch um eine recht ruhige Seitenstraße handelt, wäre es doch zu gefährlich, weil das Verkehrsaufkommen auch dort gestiegen ist und ja an den Fahrbahnrändern zudem jede Menge parkende Fahrzeuge abgestellt sind.
Ich bin öfter mit meinem Cousin Ende der 70er vom Haus meiner Oma unterhalb vom Dachsfeld hoch gelaufen bis zur Ecke Bergheimer Steig und bin dann mit ihm den ganzen Herskamp runtergerodelt - allerdings musste man schon frühzeitig mit dem Bremsen beginnen, denn sonst wäre man unfreiwillig in den Bahndamm gerauscht oder durch die Unterführung des Bahndamms gesaust und nach wenigen Metern gegen eine Hauswand auf der Rahmannstraße geprallt :o).
Auch meine Mama ist als Kind zusammen mit ihren Freunden oft den ganzen Herskamp runter gerodelt. Eine Dame aus der Nachbarschaft meiner Großeltern war bei den Kindern verhasst, weil sie ihnen einfach nicht das Wintervergnügen gönnte, sondern stattdessen lieber Bürgersteig und Fahrbahn streuen ließ - auch wenn der Herskamp in Höhe des Hauses meiner Großeltern schon fast in die Ebene überging. Alternativ haben meine Mom und ihre Freunde dann den Pollerberg genutzt, der heute leider ebenfalls zugebaut ist - auf einem Teil befinden sich die Gärten hinter den Häusern mit den ungeraden Hausnummern am Herskamp, Mitte der 60er kam die katholische Kirche St. Hermann Josef dazu (mittlerweile ja abgerissen, im Jahr 2015 wird an gleicher Stelle eine Allbau-Siedlung fertig gestellt) und Mitte der 80er noch eine Neubausiedlung auf dem Dachsfeld, die der ehemaligen Kirche gegenüber liegt - also gibt es dort heute leider auch kein Rodelvergnügen mehr für die Kinder.
Der Herskamp von oben, allerdings im Sommer - (c) Alexandra Döll, Essen
Früher, als es noch nicht so viele Autos gab wie heute, konnte man sogar auf der Fahrbahn rodeln, ohne dass es zu einer Kollision mit einem Auto gekommen wäre, noch nicht mal am Kreuzungsbereich Dachsfeld. Heute würde das leider nicht mehr gehen, denn auch wenn es sich immer noch um eine recht ruhige Seitenstraße handelt, wäre es doch zu gefährlich, weil das Verkehrsaufkommen auch dort gestiegen ist und ja an den Fahrbahnrändern zudem jede Menge parkende Fahrzeuge abgestellt sind.
Ich bin öfter mit meinem Cousin Ende der 70er vom Haus meiner Oma unterhalb vom Dachsfeld hoch gelaufen bis zur Ecke Bergheimer Steig und bin dann mit ihm den ganzen Herskamp runtergerodelt - allerdings musste man schon frühzeitig mit dem Bremsen beginnen, denn sonst wäre man unfreiwillig in den Bahndamm gerauscht oder durch die Unterführung des Bahndamms gesaust und nach wenigen Metern gegen eine Hauswand auf der Rahmannstraße geprallt :o).
Auch meine Mama ist als Kind zusammen mit ihren Freunden oft den ganzen Herskamp runter gerodelt. Eine Dame aus der Nachbarschaft meiner Großeltern war bei den Kindern verhasst, weil sie ihnen einfach nicht das Wintervergnügen gönnte, sondern stattdessen lieber Bürgersteig und Fahrbahn streuen ließ - auch wenn der Herskamp in Höhe des Hauses meiner Großeltern schon fast in die Ebene überging. Alternativ haben meine Mom und ihre Freunde dann den Pollerberg genutzt, der heute leider ebenfalls zugebaut ist - auf einem Teil befinden sich die Gärten hinter den Häusern mit den ungeraden Hausnummern am Herskamp, Mitte der 60er kam die katholische Kirche St. Hermann Josef dazu (mittlerweile ja abgerissen, im Jahr 2015 wird an gleicher Stelle eine Allbau-Siedlung fertig gestellt) und Mitte der 80er noch eine Neubausiedlung auf dem Dachsfeld, die der ehemaligen Kirche gegenüber liegt - also gibt es dort heute leider auch kein Rodelvergnügen mehr für die Kinder.
Der Herskamp von oben, allerdings im Sommer - (c) Alexandra Döll, Essen
Freitag, 18. Juli 2014
Als im Dachsfeld noch St. Hermann Josef stand
Im Oktober 2010 wurde in der katholischen Kirchengemeinde St. Hermann Josef im Dachsfeld der letzte Gottesdienst gefeiert, danach wurde das Mitte der 60er errichtete Gotteshaus zumindest nicht mehr für kirchliche Zwecke genutzt. Im Jahr 2012 wurde St. Hermann Josef abgerissen, denn auf dem ehemaligen Gelände und am Hang darunter bis zum Tauweg entstehen Neubauten unter der Flagge der Allbau AG.
Meine Eltern haben am 6. Mai 1972 kirchlich in St. Hermann Josef geheiratet, zumal das Elternhaus meiner Mutter fast schräg gegenüber auf dem Herskamp steht. Ich selbst war auch dreimal in der Kirche - zuerst bei der Kommunion meines Cousins im Jahr 1979, dann im Sommer 1983 in der Vorabendmesse zusammen mit meiner Oma und zweien ihrer Freundinnen sowie bei der Totenmesse meiner Oma im Januar 1991. Seit es St. Hermann Josef nicht mehr gibt, wurden die Menschen, die in den Straßen Dachsfeld, Herskamp, Bergheimer Steig, Tauweg, Luthestraße und Teilen des Reuenbergs leben auf die Gemeinden St. Michael in Dellwig am Langhölterweg und St. Paulus an der Tangabucht in Gerschede aufgeteilt.
Im Gegensatz zu St. Michael in Dellwig, die 1911 geweiht wurde, war St. Hermann Josef natürlich ein moderner Bau, hatte aber leider auch nicht die Atmosphäre wie St. Michael oder der Borbecker Dom, der ja immerhin auch schon seit über 150 Jahren steht.
Als ich mit meiner Oma und ihren beiden Freundinnen an jenem Sommerabend im Jahr 1983 die Vorabendmesse besuchte, weil meine Eltern beim Cousin- und Cousinen-Treffen im Pfarrheim von St. Hermann Josef waren, hat meine Oma die Messe jedenfalls sehr bereichert :o). Leider hielt der Pastor sterbenslangweilige Predigten - da hatte ich schon Interessanteres gehört, z. B. in meiner damaligen Heimatgemeinde St. Antonius Abbas in E-Schönebeck - und meine Oma, damals 67 Jahre alt, ist neben mir eingenickt. Ich habe das zunächst gar nicht mitbekommen, bis mich ihre damalige Nachbarin, die alte Frau Brauer - Gott hab sie selig - anstupste und leise sagte: "Alexandra, weck mal deine Oma! Die schläft tief und fest!" Sie und auch Omas Freundin Frau Kirstein waren sehr amüsiert, während der Pastor doch etwas irritiert war :o). Ich habe meine Oma vorsichtig angestupst und geflüstert: "Oma, du schläfst! Wir sind hier in der Kirche!" Meine Oma zuckte hoch, sah mich fragend an, gab ein leises "Hä?!" von sich und versuchte dann, wach zu bleiben, gleichzeitig setzte sie ein interessiertes Gesicht auf, hihi. Kurz vor der Euharistie war meine Oma allerdings wieder eingenickt, was mir aber erst auffiel, als alle sich hinknieten und meine Oma schnarchend sitzen blieb - also musste ich sie noch mal vorsichtig wecken :o). Meine Oma blieb dann auch wach, aber als wir wenig später nach vorne zum Altar gingen, um die Kommunion zu empfangen, hat der Pastor meine Omi doch ziemlich irritiert angeschaut *kicher*.
Als ich Ende August 2011 meine Einweihungsfete in meiner neuen Wohnung in Gerschede gab, stand St. Hermann Josef ja noch. Thomas, Uli, ihr kleiner Hund Herkules und ich sind nach 20 Uhr zu einem kurzen Abendspaziergang aufgebrochen, dabei sind wir den Herskamp runter gelaufen bis zum Bahndamm an der Blitzstraße und sind den gleichen Weg auch wieder zurückgegangen. Als wir am Tauweg standen, warfen wir einen Blick den Hang hinauf, wo St. Hermann Josef auf ihrem Platz über den Häusern thronte. Ich muss sagen, aus der Perspektive hatte die Kirche sogar etwas Unheimliches - wenn ich sie vom Dachsfeld aus betrachtet habe, ist mir das nie aufgefallen.
Einige Gegenstände aus der Kirche befinden sich jetzt in St. Paulus, wobei das Kreuz, das mal das Dach von St. Hermann Josef geziert hatte, später nach Fertigstellung der Siedlung wieder inmitten der Neubauten stehen soll als Erinnerung an die frühere katholische Kirche im Dachsfeld. Die KiTa, die mal zur Gemeinde gehörte, existiert nach wie vor, hat aber nun den Namen "Frechdachse" - passend zum Standort am Dachsfeld - bekommen :o).
St. Hermann Josef im Dachsfeld - Quelle: wikipedia.org
Meine Eltern haben am 6. Mai 1972 kirchlich in St. Hermann Josef geheiratet, zumal das Elternhaus meiner Mutter fast schräg gegenüber auf dem Herskamp steht. Ich selbst war auch dreimal in der Kirche - zuerst bei der Kommunion meines Cousins im Jahr 1979, dann im Sommer 1983 in der Vorabendmesse zusammen mit meiner Oma und zweien ihrer Freundinnen sowie bei der Totenmesse meiner Oma im Januar 1991. Seit es St. Hermann Josef nicht mehr gibt, wurden die Menschen, die in den Straßen Dachsfeld, Herskamp, Bergheimer Steig, Tauweg, Luthestraße und Teilen des Reuenbergs leben auf die Gemeinden St. Michael in Dellwig am Langhölterweg und St. Paulus an der Tangabucht in Gerschede aufgeteilt.
Im Gegensatz zu St. Michael in Dellwig, die 1911 geweiht wurde, war St. Hermann Josef natürlich ein moderner Bau, hatte aber leider auch nicht die Atmosphäre wie St. Michael oder der Borbecker Dom, der ja immerhin auch schon seit über 150 Jahren steht.
Als ich mit meiner Oma und ihren beiden Freundinnen an jenem Sommerabend im Jahr 1983 die Vorabendmesse besuchte, weil meine Eltern beim Cousin- und Cousinen-Treffen im Pfarrheim von St. Hermann Josef waren, hat meine Oma die Messe jedenfalls sehr bereichert :o). Leider hielt der Pastor sterbenslangweilige Predigten - da hatte ich schon Interessanteres gehört, z. B. in meiner damaligen Heimatgemeinde St. Antonius Abbas in E-Schönebeck - und meine Oma, damals 67 Jahre alt, ist neben mir eingenickt. Ich habe das zunächst gar nicht mitbekommen, bis mich ihre damalige Nachbarin, die alte Frau Brauer - Gott hab sie selig - anstupste und leise sagte: "Alexandra, weck mal deine Oma! Die schläft tief und fest!" Sie und auch Omas Freundin Frau Kirstein waren sehr amüsiert, während der Pastor doch etwas irritiert war :o). Ich habe meine Oma vorsichtig angestupst und geflüstert: "Oma, du schläfst! Wir sind hier in der Kirche!" Meine Oma zuckte hoch, sah mich fragend an, gab ein leises "Hä?!" von sich und versuchte dann, wach zu bleiben, gleichzeitig setzte sie ein interessiertes Gesicht auf, hihi. Kurz vor der Euharistie war meine Oma allerdings wieder eingenickt, was mir aber erst auffiel, als alle sich hinknieten und meine Oma schnarchend sitzen blieb - also musste ich sie noch mal vorsichtig wecken :o). Meine Oma blieb dann auch wach, aber als wir wenig später nach vorne zum Altar gingen, um die Kommunion zu empfangen, hat der Pastor meine Omi doch ziemlich irritiert angeschaut *kicher*.
Als ich Ende August 2011 meine Einweihungsfete in meiner neuen Wohnung in Gerschede gab, stand St. Hermann Josef ja noch. Thomas, Uli, ihr kleiner Hund Herkules und ich sind nach 20 Uhr zu einem kurzen Abendspaziergang aufgebrochen, dabei sind wir den Herskamp runter gelaufen bis zum Bahndamm an der Blitzstraße und sind den gleichen Weg auch wieder zurückgegangen. Als wir am Tauweg standen, warfen wir einen Blick den Hang hinauf, wo St. Hermann Josef auf ihrem Platz über den Häusern thronte. Ich muss sagen, aus der Perspektive hatte die Kirche sogar etwas Unheimliches - wenn ich sie vom Dachsfeld aus betrachtet habe, ist mir das nie aufgefallen.
Einige Gegenstände aus der Kirche befinden sich jetzt in St. Paulus, wobei das Kreuz, das mal das Dach von St. Hermann Josef geziert hatte, später nach Fertigstellung der Siedlung wieder inmitten der Neubauten stehen soll als Erinnerung an die frühere katholische Kirche im Dachsfeld. Die KiTa, die mal zur Gemeinde gehörte, existiert nach wie vor, hat aber nun den Namen "Frechdachse" - passend zum Standort am Dachsfeld - bekommen :o).
St. Hermann Josef im Dachsfeld - Quelle: wikipedia.org
Donnerstag, 17. Juli 2014
In einer "wetterlastigen" Gegend :o)
In Dellwig, gar nicht weit von meinem Zuhause entfernt, gibt es einige Straßen, die nach Wetterphänomenen benannt worden sind - die Donnerstraße, die Blitzstraße, der Regenweg, der Tauweg und der Donnerberg.
Die Donnerstraße beginnt in Borbeck am Knotenpunkt Weidkamp/Leimgardtsfeld und führt über Gerschede weiter bis nach Dellwig, wo sie am Dellwiger Bahnhof in die Dellwiger Straße übergeht (meine Güte, soviel Dellwig in einem Satz, hihi). Die Blitzstraße nimmt ihren Anfang am Fuße des Herskamps, direkt an der Unterführung zur Rahmannstraße, und mündet am Haltepunkt Dellwig-Ost in die Donnerstraße. Der Regenweg stellt eine kurze Verbindungsstraße zwischen Blitzstraße und Luthestraße dar, während der Tauweg etwas weiter oberhalb eine Seitenstraße des Herskamps darstellt, nur etwa 30 m von der Luthestraße entfernt.
Der Donnerberg nimmt seinen Anfang an der Schlossstraße in Bedingrade und verläuft an Gerschede vorbei hinunter nach Dellwig, wo er unweit des Dellwiger Bahnhofs schließlich in die Dellwiger Straße mündet. Kurz bevor es am Donnerberg bergab geht nach Dellwig, hat man einen wunderbaren Blick über Dellwig, den Essener Norden und Bottrop, vor allem an klaren Wintertagen. Das Teilstück in Bedingrade unweit von Schlossstraße, Schnitterweg und Pfarrstraße mutet sogar richtig ländlich an mit seinen Wiesen und Feldern.
Haltepunkt Dellwig-Ost im April 2009 - (c) Loma.lima-city.de
Hier sieht man den Haltepunkt Dellwig-Ost auf der Ecke Blitzstraße/Donnerstraße, wobei das alte Bahnhofsgebäude, das ja hauptsächlich mit Graffiti besprüht ist, Ende 2012 abgerissen wurde, da es dafür ohnehin keine Verwendung mehr gab. Auch die lange Rampe, die zum Bahnsteig hinaufführt, wurde ein wenig umgestaltet. Früher hatte Dellwig-Ost zwei Bahnsteige mit entsprechend zwei Gleisen, aber seit einigen Jahren verläuft die Trasse nur noch eingleisig. Auf manche Menschen wirkt der Haltepunkt Dellwig-Ost mittlerweile verkommen und trostlos, wobei das nicht immer so war. Der nicht weit entfernte Dellwiger Bahnhof macht einen wesentlich gepflegteren Eindruck, was die Bahnsteige und das alte Bahnhofsgebäude betrifft.
Die Donnerstraße beginnt in Borbeck am Knotenpunkt Weidkamp/Leimgardtsfeld und führt über Gerschede weiter bis nach Dellwig, wo sie am Dellwiger Bahnhof in die Dellwiger Straße übergeht (meine Güte, soviel Dellwig in einem Satz, hihi). Die Blitzstraße nimmt ihren Anfang am Fuße des Herskamps, direkt an der Unterführung zur Rahmannstraße, und mündet am Haltepunkt Dellwig-Ost in die Donnerstraße. Der Regenweg stellt eine kurze Verbindungsstraße zwischen Blitzstraße und Luthestraße dar, während der Tauweg etwas weiter oberhalb eine Seitenstraße des Herskamps darstellt, nur etwa 30 m von der Luthestraße entfernt.
Der Donnerberg nimmt seinen Anfang an der Schlossstraße in Bedingrade und verläuft an Gerschede vorbei hinunter nach Dellwig, wo er unweit des Dellwiger Bahnhofs schließlich in die Dellwiger Straße mündet. Kurz bevor es am Donnerberg bergab geht nach Dellwig, hat man einen wunderbaren Blick über Dellwig, den Essener Norden und Bottrop, vor allem an klaren Wintertagen. Das Teilstück in Bedingrade unweit von Schlossstraße, Schnitterweg und Pfarrstraße mutet sogar richtig ländlich an mit seinen Wiesen und Feldern.
Haltepunkt Dellwig-Ost im April 2009 - (c) Loma.lima-city.de
Hier sieht man den Haltepunkt Dellwig-Ost auf der Ecke Blitzstraße/Donnerstraße, wobei das alte Bahnhofsgebäude, das ja hauptsächlich mit Graffiti besprüht ist, Ende 2012 abgerissen wurde, da es dafür ohnehin keine Verwendung mehr gab. Auch die lange Rampe, die zum Bahnsteig hinaufführt, wurde ein wenig umgestaltet. Früher hatte Dellwig-Ost zwei Bahnsteige mit entsprechend zwei Gleisen, aber seit einigen Jahren verläuft die Trasse nur noch eingleisig. Auf manche Menschen wirkt der Haltepunkt Dellwig-Ost mittlerweile verkommen und trostlos, wobei das nicht immer so war. Der nicht weit entfernte Dellwiger Bahnhof macht einen wesentlich gepflegteren Eindruck, was die Bahnsteige und das alte Bahnhofsgebäude betrifft.
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Erst Spritzenstraßen-Verbot, dann Regenweg-Verbot :o)
Da heute Vormittag die Sonne schien - mittlerweile zieht es sich immer mehr zu - bin ich spazieren gegangen und meine Stofftiere auch. Während ich aber bergauf wanderte, sind die Tiere bergab gelaufen und haben im Tal für das eine oder andere Chaos gesorgt, was mit Regenweg-Verbot endete :o). Nun aber der Reihe nach, was meine Stofftiere in Gerschede und Dellwig so gemacht haben:
Erst haben sich meine Stofftiere im Tauweg aufgehalten und dort Käthe Krausesbäumchen auf ihrem Balkon geschockt, als die Dame gerade nach dem Rechten bei ihrem Weihnachtsbaum sah, der auf dem Balkon stand. Sammy hat ein schräges Gedicht über Tautropfen aufgesagt, was bei Käthe Krausesbäumchen direkt nen Herzkasper mit anschließender Einlieferung ins Philippusstift sorgte:
Es waren einmal taumelnde Tautropfen,
die hatten keine bösen Kropfen,
denn sie hatten keine Schilddrüse
und duschten unter ner Massage-Düse...
Tja, ein sprechender Mini-Berggorilla mit roter Haarschleife, der solche schrägen Reime deklamiert, scheinen bei manchen Menschen schon für nen Herzkasper zu reichen :o). Mein Vater hatte früher einen Arbeitskollegen, dessen Frau noch nicht mal die Mainzelmännchen (!) im ZDF sehen konnte, ohne Herzrhythmusstörungen zu bekommen, weil ihr die kleinen Wesen mit den Mützen zu aufregend waren...
Anschließend zogen meine Stofftiere weiter zur Donnerstraße bzw. zur Haltestelle am Haltepunkt Dellwig-Ost und brachten dort ne Straßenbahn zum Entgleisen, als sie lautstark und falsch "Thunderstruck" (wie passend zur Donnerstraße!) von AC/DC in die Gegend reingrölten. Der Fahrer wies sich zur Sicherheit selbst in die Psychiatrie ein, weil er an Hallus glaubte.
Nach dieser Katastrophe liefen meine Stofftiere über die Blitzstraße zum Regenweg, wo Oppa Schrammelschrott schlecht gelaunt auf'm Bürgersteig rumstand und ne Zigarre rauchte. Sammys sechs Tage alter Sohn Rudolf-Dieter hatte plötzlich ein menschliches Bedürfnis, denn er kletterte aus seinem Kinderwägelchen, weil er käckeln musste. Über dieses Mini-Häufchen auf einer Wiese hat sich Oppa Schrammelschrott tierisch aufgeregt - dass gegenüber ein Schäferhund ein viel größeres Häufchen miten auf dem Bürgersteig hinterlassen hatte, das noch nicht mal von dessen Besitzer entfernt wurde, war aber offenbar kein Problem. Oppa Schrammelschrott tobte, obwohl Sammy das Häufchen ihres Sohnes in einem Kackbeutelchen entsorgt hat und erteilte meinen Stofftieren Regenweg-Verbot :o).
Sammy und ihre Freunde sind darüber sehr empört, aber ich konnte die kleinen plüschigen Wesen dahingehend beruhigen, dass kein Mensch dazu berechtigt ist, ihnen irgendein Straßenverbot zu erteilen - das könnten nur die Polizei oder das Ordnungsamt. Immerhin sind sowohl die Spritzenstraße als auch der Regenweg öffentliche Straßen und keine Privatwege. Müssen manche Leute Sorgen haben...
Erst haben sich meine Stofftiere im Tauweg aufgehalten und dort Käthe Krausesbäumchen auf ihrem Balkon geschockt, als die Dame gerade nach dem Rechten bei ihrem Weihnachtsbaum sah, der auf dem Balkon stand. Sammy hat ein schräges Gedicht über Tautropfen aufgesagt, was bei Käthe Krausesbäumchen direkt nen Herzkasper mit anschließender Einlieferung ins Philippusstift sorgte:
Es waren einmal taumelnde Tautropfen,
die hatten keine bösen Kropfen,
denn sie hatten keine Schilddrüse
und duschten unter ner Massage-Düse...
Tja, ein sprechender Mini-Berggorilla mit roter Haarschleife, der solche schrägen Reime deklamiert, scheinen bei manchen Menschen schon für nen Herzkasper zu reichen :o). Mein Vater hatte früher einen Arbeitskollegen, dessen Frau noch nicht mal die Mainzelmännchen (!) im ZDF sehen konnte, ohne Herzrhythmusstörungen zu bekommen, weil ihr die kleinen Wesen mit den Mützen zu aufregend waren...
Anschließend zogen meine Stofftiere weiter zur Donnerstraße bzw. zur Haltestelle am Haltepunkt Dellwig-Ost und brachten dort ne Straßenbahn zum Entgleisen, als sie lautstark und falsch "Thunderstruck" (wie passend zur Donnerstraße!) von AC/DC in die Gegend reingrölten. Der Fahrer wies sich zur Sicherheit selbst in die Psychiatrie ein, weil er an Hallus glaubte.
Nach dieser Katastrophe liefen meine Stofftiere über die Blitzstraße zum Regenweg, wo Oppa Schrammelschrott schlecht gelaunt auf'm Bürgersteig rumstand und ne Zigarre rauchte. Sammys sechs Tage alter Sohn Rudolf-Dieter hatte plötzlich ein menschliches Bedürfnis, denn er kletterte aus seinem Kinderwägelchen, weil er käckeln musste. Über dieses Mini-Häufchen auf einer Wiese hat sich Oppa Schrammelschrott tierisch aufgeregt - dass gegenüber ein Schäferhund ein viel größeres Häufchen miten auf dem Bürgersteig hinterlassen hatte, das noch nicht mal von dessen Besitzer entfernt wurde, war aber offenbar kein Problem. Oppa Schrammelschrott tobte, obwohl Sammy das Häufchen ihres Sohnes in einem Kackbeutelchen entsorgt hat und erteilte meinen Stofftieren Regenweg-Verbot :o).
Sammy und ihre Freunde sind darüber sehr empört, aber ich konnte die kleinen plüschigen Wesen dahingehend beruhigen, dass kein Mensch dazu berechtigt ist, ihnen irgendein Straßenverbot zu erteilen - das könnten nur die Polizei oder das Ordnungsamt. Immerhin sind sowohl die Spritzenstraße als auch der Regenweg öffentliche Straßen und keine Privatwege. Müssen manche Leute Sorgen haben...
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