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Dienstag, 4. Juli 2017

Wenn einer eine Reise tut...

...dann kann er was erleben, würde ich mal so sagen :o). Wir kamen darauf, weil wir beim Mittagessen über Männer und ihr ewiges "Ist nicht mehr weit! Wir sind gleich da!" sprachen. Daran musste ich denken, als ich mal im Herbst 2007 mit drei anderen Mädchen auf dem Weg zu einem Isländerhof in Kettwig war oder aber auch, als ich im Herbst 2008 mit Tim und Marina nach Wehrheim im Taunus gefahren bin :o). Marina quengelte alle paar Kilometer "Wann sind wir da?" - und das sogar, als wir immer noch in NRW waren. Bereits an der Tankstelle in Bochum ging das los :o).

Als wir die Landesgrenze zu Hessen überquert hatten und ich sie darauf aufmerksam machte, dass wir immerhin schon im gewünschten Bundesland sind, fragte sie mich ganz treuherzig: "Ach, sind wir gar nicht mehr in Deutschland?!" Aus dem Ort Usingen machte sie die Insel Usedom - die liegt zwar um einiges weiter nordöstlich, aber egal :o)).  Bei einem VW-Händler in Usingen waren einige Autos mit dem Wort "Leichtkaufangebot" versehen und sie dachte schon, dass es sich bei 99 EUR für einen Polo bzw. 299 EUR für einen Touareg um den Endpreis handelt. Da ich gerade meinen Clio 1 neu hatte, fand sie 10.000 EUR für einen Gebrauchtwagen im Gegensatz zu den gerade genannten Preisen doch ein wenig viel - sie kam gar nicht darauf, dass es sich bei dem Leichtkaufangebot um die Monatsrate handeln könnte :o)).

 
Auch ein Leichtkaufangebot? :o) - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Da Marina in fremden Betten immer Einschlafschwierigkeiten hatte, hat sie am Boden ihres Zimmers gehorcht, ob ich nicht noch wach bin :o) - ich habe ihr gesagt, dass ich sie erschlagen hätte, wenn sie mich nachts zu gemeinsamen Aktivitäten aufgefordert hätte, denn sie hatte ihr Zimmer direkt über meinem ;o))). Zu Tim wollte sie nicht, da er ein Einzelzimmer hatte und sich darauf freute, Fernsehen zu gucken, denn zuhause gab es bei ihm keinen Fernseher.

Freitag, 17. Januar 2014

Ganz witzige Vollmond-Träume :o)

Meine Freundin Renate - Autorin des Jugendbuchs "Glück bedeutet, ein Pony zu haben" - sagt es ja immer wieder: An Vollmond drehen alle durch! :o) Vielfach sind die Träume natürlich entsprechend und das galt auch für meinen Vollmond-Traum heute Nacht.


                                 Vollmond September 2013 - (c) Alexandra Döll, Essen

Also...ich hatte eine Band, an deren Namen ich mich leider nicht erinnern kann. Ich war die Sängerin, Zeno und Groupie Thomas meine Gitarristen, am Bass war mein ehemaliger Kollege Christoph, Keyboarderin war Marina und am Schlagzeug saß ein mir unbekannter Mann von ca. 50 Jahren mit langen dunklen Haaren.

Auch andere Menschen aus meinem Dunstkreis waren mir beim Auftritt bzw. beim Konzert behilflich. Renate sah aus wie ein Zigarettenmädchen aus einem Gangsterfilm der 40er Jahre :o) (könnte ihr im normalen Leben nicht passieren...), bot aber keine Zigaretten in ihrem Bauchladen feil, sondern Abend-Kaugummis und Kondome, hihi. Eva saß gemeinsam mit Sammy am Mischpult, um einen guten Sound zzgl. toller Licht- und Nebeleffekte zu gewährleisten. Uli hatte ihren kleinen Hund Herkules in einem Plüschrucksack in Affengestalt, denn sie ist per Strickleiter zu den Scheinwerfern direkt über der Bühne hoch geklettert, denn manche Scheinwerfer werden ja auch manuell gesteuert. Timo, Tim und Steffiiiii waren für den Einlass verantwortlich, wobei ich insbesondere Steffi gebeten habe, Gesichtskontrollen durchzuführen, hihi. Offenbar war ihre Gesichtskontrolle in einem Fall aber nicht gründlich genug, denn im Publikum, dessen Altersklasse sich zwischen zehn und 100 bewegte, befand sich leider auch der Typ, der mal bis vor kurzem mein Freund war *nerv*. Für ein Rockkonzert war er mit Anzug und Krawatte aber nicht ganz passend angezogen *kicher*.

Thomas trug ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift "Ich bin ein Groupie!" (klar, er ist ja auch eins meiner Groupies!) und ne blaue Jeans, Zeno war ganz in schwarz gekleidet und hatte auf seinem T-Shirt in neonpinkfarbenen Lettern stehen "Ich bin kein Groupie, habe aber welche!" :o). Unser Drummer und ich waren stilecht ganz in schwarz gekleidet und muteten auch schwermetallisch an, während Marina eher wie eine Hip-Hopperin aussah und auch noch schwarze Extensions bis zum Hintern hatte, was sich bei ihren ansonsten blonden, schulterlangen Haaren natürlich total gut macht :o). Tim kam nicht umhin, angesichts Thomas' Bühnenoutfit öfter mal "Nacktmull!" in die Gegend reinzurufen, denn mein liebes Groupie hatte auch noch Nippelalarm, hihi. Steffi trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Ich bin kein Groupie, aber ein Fan!" :o)).

Irgendwie stand auch mein schwarzer Clio auf der Bühne rum. Seine Außenspiegel waren mit ebenfalls schwarzen Luftballons dekoriert - na, darüber wird sich mein fahrbarer Untersatz sicherlich sehr gefreut haben, höhö. Die Saw-Puppe kreiste häufiger mit ihrem Dreirad auf der Bühne rum und krähte: "Ich möchte ein Lied mit euch singen!"

Zunächst haben wir ein Medley zum Besten gegeben, bestehend aus den Songs

  • Kiss "I was made for lovin' you"
  • Metallica "King Nothing"
  • Gary Moore "Back on the streets"
  • Judas Priest "Livin' after midnight"   
  • Rammstein "Engel".
Eva lachte sich zusammen mit Sammy hinter ihrem Mischpult scheckig, denn sie hatte offenbar ES als Gaststar organisiert. Daraufhin sank eine Gruppe von etwa zwölfjährigen Mädchen direkt in Ohnmacht (????). ES hat die Triangel gespielt - passt ja :o). Zum Glück hat ES nach einem Song wieder die Bühne verlassen, wobei die Triangel ohnehin überflüssig gewesen wäre, denn die macht bei Metal nicht ganz soviel Sinn. Sammy hat Eva unterdessen was von Herrn Vettel, Herrn Hamilton und Herrn Alonso erzählt.

Renate lief derweil durchs Publikum und verteilte wahlweise Abend-Kaugummis oder Kondome aus ihrem Bauchladen, nur den Typen, der mal mein Freund war, dekorierte sie mit einem Schild, auf dem geschrieben stand "Sind wir nicht alle ein bisschen dusselig?!" :o). Das sorgte insbesondere bei den Menschen, die hinter dem Typen standen, für Heiterkeitsausbrüche. Renate bekam sogar Standing Ovations deswegen. Ach ja, und ihr war es auch noch gelungen, den Vollmond unter Vertrag zu nehmen, denn der leuchtete an diesem Abend nicht am Firmament, sondern bei uns in der Konzerthalle.

Als wir zusammen den Instrumental-Klassiker "Orion" von Metallica auf der Bühne intonierten, habe ich Blockflöte gespielt (kann ich übrigens tatsächlich!). Danach wollten irgendwelche pubertierenden Burschen direkt ein Kind von mir (GNADE!!!!). Die Saw-Puppe lachte dreckig auf ihrem Dreirad und fuhr Thomas übern Fuß.

Tja, und zum Schluss kam irgendein mir nicht bekannter Song, den wohl Thomas und Zeno komponiert und getextet haben. Den habe ich auch noch in einem leidenschaftlichen Duett mit Stinki gesungen (herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag übrigens!), der da plötzlich wie von Geisterhand in Anzug und Krawatte neben mir auf der Bühne stand - außer dem Typen im Publikum, der mal mein Freund war, war er auch der Einzige im Saal, der Anzug und Krawatte trug. Nach dem Song hat Stinki mich plötzlich mitten auf der Bühne mit Zunge geküsst (?!?!) und das Publikum johlte. Eva lachte 10 db zu laut und ich hab mich zunächst gewundert, dann aber doch freudig-überrascht mitgemacht. Renate drückte mir plötzlich, während ich mit Stinki knutschte, zwei Kondome in die Hand, das Publikum machte "ein kleines Lärm" und raste und Eva lachte immer noch 10 db zu laut :o). Marina gackerte hinter ihrem Keyboard und rief: "Mehr Zunge bitte!" Dann wurde ich wach.

Soviel also zum Thema "Vollmond-Träume" :o).

Samstag, 10. November 2012

Evas und meine Verrücktheiten :o)

Da Eva und ich ja beide Stofftiere sehr mögen, haben wir ja auch zwei Stück bei uns im Büro - den Hund Hakle und den Bär Ecki, den ich nach Sammys Brüderchen benannt habe. Natürlich kam Eva auch nicht umhin, zwei Fotos von mir und Ecki zu schießen - aufgenommen am 5. November 2012 :o).

              
                                 Ich mit Ecki im Hochformat - (c) Eva L., Recklinghausen

Im Vordergrund in der linken unteren Ecke sieht man auch noch das Nichtlustig-Glas, das Eva mir aus ihrem letzten Urlaub mit ihrem Schatz mitgebracht hat und aus dem ich seither mein Mineralwasser im Büro schlürfe :o).

Das Ganze gibt's auch noch im Querformat und ist ebenso gut getroffen, hihi.


                              Ecki und ich im Querformat - (c) Eva L., Recklinghausen

Ecki strahlt diesmal frontal in die Kamera und hält sein fröhliches Geschenkpäckchen hin, aber wir wissen noch nicht was drin ist. Kondome? Drogen? Ein Bausparvertrag? Flachmänner? Ecki hüllt sich jedenfalls in freundliches Schweigen, hihi.

Eckis Geschwister können übrigens beim dm erstanden werden, denn dort hat Eva ihn auch gekauft. Sein Mützchen und sein Geschenkpäckchen sind ja in beige mit Sternchen, aber es gibt seine Artgenossen wohl auch mit rotem Päckchen und rotem Mützchen, wie mir meine Gattin am nächsten Tag erzählte.

Da Eva und ich ja wie gesagt Stofftiere sehr mögen, habe ich ihr vor einigen Tagen auch erzählt, dass mein früherer Kollege Tim und ich, als wir zwischen Oktober 2008 und Juni 2009 noch im Projektbüro Essen im Gildehof-Center gearbeitet haben, in der Mittagspause oft nach Toys R Us gegangen sind, denn wir haben im fünften Stock des Gildehof-Centers gearbeitet und die Toys R Us-Filiale ist im selben Komplex untergebracht in einem Teil des früheren Schwimmbades, das ja nach wenigen Jahren wieder eingestampft wurde, zumal die Damen-Umkleiden auch strategisch ungünstig platziert waren. Diese waren von der viel befahrenen Gildehofstraße, die wenige Meter weiter unterm Hauptbahnhof durch führt, aus sehr gut einzusehen und es gab etliche Auffahrunfälle, weil sich viele Autofahrer an den bisweilen nackten Tatsachen nicht satt sehen konnten und somit eher an den Geschlechts- als an den Straßenverkehr dachten *schmunzel*.

Tims (damalige) Freundin hatte eine 11-jährige Tochter aus einer früheren Beziehung und ab und zu haben wir mal für die Kurze nach Spielsachen geguckt bzw. auch für andere Kinder, wenn Tim mal zu einer Taufe oder einem Geburtstag von Nachbarskindern eingeladen war. Abgesehen davon, dass wir der Kinder wegen nach Spielzeug geguckt haben, hatten wir als große Kinder - ich war damals 34, er 29 - auch immer jede Menge Spaß, was von von manchen bei Toys R Us arbeitenden Verkäufern leider nicht behaupten konnte, denn viele von denen guckten eher, als wenn das ganze Leben eine Strafe wäre und wirkten damit sicherlich eher abschreckend auf ihre kleinen Kunden. Uns hätten die m. E. am liebsten auch rausgeschmissen, denn fröhliche Erwachsene, die sich an Kunststoffhäusern, Stofftieren, Polly Pocket usw. erfreuen konnten, stören ja wohl eher die Totenruhe, haha. Getan haben sie's aber nicht, denn Fröhlichkeit an sich ist ja kein Grund für ein Hausverbot. Kommt vielleicht noch in unserem verstrahlten Land...

Daraus haben Eva und ich jedenfalls eine verrückte Story kreiert, aber die ist dann Gegenstand meines nächsten Blog-Eintrags. Fortsetzung folgt also! :o)

Freitag, 25. November 2011

Noch ist es sternenklar

Heute früh war es sternenklar, sodass ich wieder 44 Sterne am Morgenhimmel gezählt habe. Auch jetzt ist der Himmel noch klar, aber es soll sich zum Mittag eintrüben und dann unwesentlich nieseln :o/.

Neben dem Sternbild Geile Gewürzgurke war natürlich auch der Große Wagen zu sehen. Die Leier sehe ich jetzt abends, morgens ist sie schon auf der anderen Seite des Dachs, genau wie die Venus. Heute ist zudem auch Neumond. Sammy ist deswegen ein wenig traurig, weil es nicht möndelt, aber spätestens Sonntag dürfte es ja wieder soweit sein, dass eine Mondsichel am Himmel steht.

Morgen ist leider auch nix mit ausschlafen, da Timo, Marina und ich uns um 9 Uhr am Büro treffen, um dann gemeinsam zu unserer Weihnachtsfeier nach Wehrheim im Taunus zu fahren. Zum Essen gibt es Gans - lecker! Hoffentlich quengelt Marina nicht wieder alle zehn Minuten, wann wir endlich da sind :o) - das hat sie nämlich 2008 getan, als wir vom Projektbüro Essen aus mit unserem damaligen Jobsearcher Tim nach Wehrheim gegondelt sind. Auf einem Parkplatz bei Meinerzhagen lag tatsächlich Schnee, sodass Tim und ich, während wir rauchten, die Seitenscheibe seines Autos mit Schneebällen bewarfen, hinter der Marina saß, hihi. Tim wollte sie schon am nächsten Rastplatz aussetzen, damit ein (enkel-)kinderloser Senior sie adoptieren kann :o). Ach ja, und wenn irgendwelche netten Bauwerke wie z. B. Schlösser oder Fachwerkhäuser von der A45 aus zu sehen waren, fragte Marina mich, wo wir sind bzw. wie der Ort heißt. Sorry, ich kann nicht jedes Dorf in Hessen kennen, hihi. Tim wollte mich in Gießen absetzen, damit ich mir mit Groupie Thomas - dem ich damals allerdings noch nicht so besonders zugetan war - einen netten Abend machen kann. Die Sau! :o)) Marina und er hatten jedenfalls ziemlichen Spaß bei der Vorstellung.

Auf der B8 gab es vorhin einen Unfall, zum Glück aber wohl ohne Personenschaden, soweit ich das sehen konnte. Ein Clio ist wohl mit nem BMW zusammengerauscht und dann war da noch ein Bus, der für ziemliches Chaos sorgte. Ich bin dann rechts abgebogen und über Stockum weiter nach Golzheim gegondelt. Hoffentlich war da nicht jemand sternhagelvoll...

Nachdem ich gestern den großen Tag des Lektorats hatte und zudem auch meinen Charme-Sessel gesattelt hatte, muss ich jetzt noch für eine Kundin Jobsearch machen.

Freitag, 7. Oktober 2011

Oooooooooooooooch...eine Runde Bedauern für mein Pferdchen Timo! :o)

Mein Gatte, der ja sowohl mein Kollege im Büro als auch eins meiner Pferdchen ist, das für mich jeden Abend auf der Spritzenstraße steht, ist nur am heulen, dass alle ihn mobben - angeblich mobben meine Gattin und ich ihn hier im Büro, wir kochen noch nicht mal für ihn (wie sollten wir auch - wir haben zwar ne Küche, aber ohne Mikrowelle, Herd und Backofen, höhö). Marina hat ihm schon scherzhaft gesagt, er solle doch froh sein, dass sie ihn nicht mit Post-it-Blöckchen bewirft - da musste Timos Vorgänger Tim schon mal öfter dran glauben, obwohl: Wenn Marina mal wieder Star Trek und Star Wars miteinander verwechselt hat, dann kriegte sie auch schon mal von Tim was an den Kopf geworfen - natürlich auch nur Post-it-Blöckchen :o). Timo will schon ne Mail an unsere Chefin schicken, u. a. weil Marina ihn gerade scherzhaft als "Du Sau!" tituliert hat.

Ja, und angeblich mobben auch die anderen Pferdchen ihn, mit denen er für mich auf der Spritzenstraße unter den beheizbaren Laternen steht. Besonders schlimm soll das angeblich bei Thomas sein, aber Timo wollte mir nicht erzählen, was Thomas denn für böse Sachen macht (kann ich auch eigentlich nicht glauben, dass mein Groupie Mobbing-Tendenzen hat), weil Thomas ihm angeblich Prügel angedroht hat, wenn er singt (also ihn bei mir verpfeift). Für Timo bedeutet es wohl schon Mobbing, wenn Thomas ihn wie üblich mit Handschlag und den freundlichen Worten "Hallo Timo, grüß Dich!" begrüßt, hehe. Hach, de kölsche Pääd (Kölsch für Pferd) halten aber auch gar nix aus - noch nicht mal Freundlichkeiten von meinem Groupie inklusive Nippelalarm :o). Die anderen Pferdchen sind angeblich nicht so schlimm, was mich aber auch bei Thorsten, Christoph und weiteren Pferdchen verwundern würde, wenn die ihn mobben würden. Mobbing wird bei mir unter der Laterne auch nicht geduldet, denn da habe ich kein Verständnis für! :o)

Montag, 29. August 2011

Eine lustige Einweihungsfeier am Wochenende - wenn auch mit Gewittern

Die ausführliche Fassung gibt's unter http://www.goodnewstoday.de/ zu lesen, wo ich das Ganze gerade online gestellt habe :o). http://goodnewstoday.de/gute_nachrichten/2011/08/29/eine-gewittrige-aber-lustige-einweihungsfeier/

Auf jeden Fall bin ich immer wieder überrascht, wie relativ kleine, harmlose Dinge auch für neugierige bis irritierte Blicke sorgen können. Thomas und ich haben uns zum Abschied umarmt - wohlgemerkt umarmt, nicht geküsst, nicht befummelt und auch nicht mehr :o) - aber trotzdem hingen da einige Leute hinter ihren Fenstern und guckten, als wenn wir da gerade wild unter der Linde rumknutschen und uns halb die Klamotten vom Leib reißen würden, höhö. Na, das wäre so gar nicht unser Ding - Sex ist eben doch am aufregendsten hinter verschlossenen Türen und daran hat auch keiner von uns beiden gedacht. Wenn man befreundet ist, umarmt man sich schon mal, ohne dass da direkt ganz wilde Geschichten hinter stecken, hihi. Allerdings scheint es für einige Leute undenkbar zu sein, dass sich Mann und Frau auch aus Sympathie umarmen können, ohne dass da direkt Liebe und/oder Sex hinter steht. Sodom und Gomorrha, denken sich da manche bestimmt.

Die Reaktion ist mir allerdings nicht unvertraut, denn vor etwas mehr als zwei Jahren, als ich noch in Frohnhausen-Süd gewohnt habe, hat mich mein ehemaliger Kollege Tim vor meinem Haus abgesetzt und da es sein letzter Arbeitstag bei uns gewesen war, haben wir uns draußen auf der Straße auch umarmt ohne weitere Hintergedanken. Das veranlasste Goldkettchen-Günni aus dem Nachbarhaus jedenfalls auch zu Gegaffe mit offenem Mund, scheinbar in Verbindung mit der Erwartung, dass da gleich noch mehr passiert...:o). Über soviel verklemmtes Getue bzw. böse Gedanken kann frau sich echt nur noch wundern.

Samstag, 11. Juni 2011

Lustiger Suchbegriff zu meinem Blog

Einige Suchbegriffe, über die mein Blog gefunden wird, finde ich ziemlich lustig wie z. B. grüne Äpfel, die in die Telefonzelle gehüpft sind (hm, ich kann mich gar nicht erinnern, darüber mal was geschrieben zu haben, sondern über Obst im Allgemeinen, schwerpunktmäßig Ananas...). Aktuell gefällt mir folgender Suchbegriff besonders gut: "Darth Vader schneidet Döner." :oD

Also, über Darth Vader habe ich ja erst neulich gebloggt, als die Bürokauffrau Joda ihren Chef Luke Skywalker in Borbeck heiratete, wobei sich der Pfarrer als Darth Vader ausstaffiert hatte :o). Hm, sicherlich kann Darth Vader auch Döner schneiden - Yedi-Schwertern sei Dank. Joda kreischt im Hintergrund: "Den Döner schneiden du musst!" oder "Das Yedi-Schwert nehmen du musst für Döner schneiden!" Ich glaube allerdings, dass manche Leute ziemlich dreieckig gucken würden, wenn sie den Döner-Laden ihres Vertrauens betreten und sie ihre Bestellung bei Darth Vader aufgeben, der ihnen dann auch noch mit nem Yedi-Schwert das Fleisch zurecht schneidet - lustig ist die Vorstellung allemal :oD. Interessant ist das sicherlich besonders für Star Wars-Fans - oder auch für Marina, die öfter Star Wars und Star Trek miteinander verwechselt hat *grins*. Ich bin ja kein Fan von solchen SciFi-Filmen, aber die beiden Reihen kann ich voneinander unterscheiden und manche Figuren sind ja auch ziemlich kultig - sonst würden sie ja kaum Eingang in meinen Blog finden.

Als ich mal vor etwas über zwei Jahren mit meinem früheren Kollegen Tim im Kaufhof in Essen war, weil er in der Spielwarenabteilung nach einem Kommunionsgeschenk für seine Stieftochter suchte, haben wir dort Joda als Plüsch-Schlüsselanhänger gesehen. YEAH! Wir haben ernsthaft überlegt, ob wir Marina den nicht schenken sollen :o). Es kamen allerdings keine Kommentare der Marke "Mich kaufen du musst!", hihi.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Winter am Rhein-Herne-Kanal in Essen-Dellwig


Unsere Protagonisten fahren vom Essener Hauptbahnhof mit der S9 Richtung Bottrop, um am Haltepunkt Dellwig-Ost auszusteigen und von dort aus mit dem Bus weiterzufahren Richtung Rhein-Herne-Kanal, der genau auf der Stadtgrenze Essen/Bottrop entlang fließt. In der S-Bahn unterhält Marina den halben Waggon mit Stories über Elfensex, Alex liest zur weiteren Unterhaltung selbstgeschriebene lustige Geschichten mit einer Portion Erotik vor. Steffi macht das betretene Gesicht, während alle anderen zuhören oder den einen oder anderen coolen Kommentar ablaichen. Steffis betretenes Gesicht hellt sich erst auf, als sie den ihrer Meinung nach gutaussehenden Kontrolleur Klausi Controlletti erblickt. Komisch, keine ihrer Mitstreiterinnen findet den Typen toll, aber Steffi ist total angetan und faselt was von One Night Stand, sodass die beinahe enttäuscht ist, als sie in Dellwig aussteigen müssen.


Die Buslinie 166 bringt die muntere Truppe bis zur Haltestelle Langhölterweg, danach geht's per pedes weiter Richtung Kanal. Thomas windet sich unentschlossen, aber Alex weiß ja zum Glück, wo's lang geht. Steffi macht das betretene Gesicht, als Marina aufgeregt nach Elfensperma in Vorgärten Ausschau hält und später in der Grünfläche hinter der ehemaligen Zeche Levin, von der aus ein Fußweg zum Kanal führt. Leider ist kein Elfensex im Gras oder unter den niedrigen Bäumchen zu beobachten.


Schließlich stehen sie am Kanal, auf dem etwa 20 cm dicke Eisschollen treiben. Die Eisbrecher halten die Fahrtrinne zwar frei, aber dennoch fahren weniger Binnenschiffe als sonst. Marina quiekt vor Freude, denn auf dem gegenüber liegenden Ufer erblickt sie etwas Glitzerndes und Funkelndes - DAS kann nur Elfensperma sein! Sie fragt Alex gar nicht erst, wie man sicher ans andere Ufer kommt - nein, Marina klettert eine der zahlreichen Leitern hinunter, die in regelmäßigen Abständen in die Spundwände eingelassen sind und beginnt, von Eisscholle zu Eisscholle zu hüpfen. Allen ist natürlich klar, warum, weil sie das Glitzern und Scheinen am anderen Ufer auch bemerkt haben, aber gefährlich ist Marinas Treiben auf den Eisschollen schon. Steffi macht das betretene Gesicht. Thomas stammelt: "Ja....hm...ich weiß nicht...ist das nicht gefährlich...also, ich würde mir da einige Gedanken machen..." Tim murmelt nur: "Spacko!" Thorsten trinkt ein Bier.


Marina hat die Mitte des Kanals erreicht, als ihre Eisscholle in Bewegung gerät und sie fast aus dem Gleichgewicht bringt. Sie quiekt und wackelt mächtig, aber es gelingt ihr, nicht ins Wasser zu fallen. Der Grund für die plötzliche Unruhe zwischen den Eisschollen ist ein etwa 4 Meter langer Fisch, der fast aussieht wie ein schelmischer Karpfen. Nun quiekt Alex vor Freude, denn im Rhein-Herne-Kanal scheint sich ein breitschnäuziger siebenkiemiger Kammzähner verirrt zu haben. Auch wenn man es diesem Fisch nicht auf den ersten Blick ansieht: Hierbei handelt es sich um einen Hai, der in kühlen und kalten Gewässern vorkommt, also im Polarmeer, in der Nordsee und in den kühlen bis antarktischen Gewässern rund um Neuseeland und Australien. Thomas versteht nicht, worüber Alex sich so freut und kreist unentschlossen mit den Hüften. Marina motzt den Fisch an: "Bist du dusselig?!" "Nö," sagt der Fisch, "aber hungrig!" Bevor Marina noch im Maul dieses Fisches landet, weil er sie als Beute betrachtet, zieht sie es lieber vor, vorsichtig weiter von Eisscholle zu Eisscholle zu springen, um das andere Ufer endlich zu erreichen. Der breitschnäuzige Siebenkiemer folgt ihr zum Glück nicht.


Währenddessen ist Alex zusammen mit Thorsten ebenfalls die Leiter hinunter geklettert und hüpft von Eisscholle zu Eisscholle, um näheren Kontakt zu einem Vertreter ihrer Lieblingsraubfische aufzunehmen. Sie füttert ihn mit Makrelen und Sprotten aus zwei Fischdosen, die sie zusammen mit Thomas am Hauptbahnhof erstanden hat. Thomas jammert nach Alex und macht vor Angst fast ein Pfützchen, während Thorsten seelenruhig fotografiert, wie Alex den breitschnäuzigen und potentiell gefährlichen Kammzähner aus der Hand füttert. Steffi macht das betretene Gesicht. Uli knipst die Szene mit ihrem Foto-Handy, während Renate in aller Seelenruhe ein Kaugummi kaut. Dabei beobachtet sie wechselweise Alex und Thorsten sowie Marina, die mittlerweile wohlbehalten über eine Leiter aus dem Kanal geklettert ist und freudestrahlend auf die Uferböschung zu rennt, an der es glitzert, funkelt und scheint. Juhu, sie hatte Recht - in den verlassenen Kaninchenbauten treiben es die Elfen ziemlich bunt, sodass bald ein etwa 20 m² großes Areal glitzert und funkelt. Marina freut sich wie ein Schneekönig. Steffi macht am anderen Ufer das betretene Gesicht, zumal sie an den Wikipedia-Artikel "Penisverletzung durch Masturbation mit Staubsauger" in Bezug auf das Substantiv "Kobold" denken muss. Schlimm, was Alex und Marina alles für einen sexistischen Kram (er)finden.


Uli hat mittlerweile einige Pilze gepflückt, die später gekifft werden sollen und somit einige Schlümpfe obdachlos gemacht. Als Entschädigung dürfen die kleinen blauen Wesen mit dem Stummelschwänzchen auf Herkules' weich befelltem Rücken reiten. Thorsten und Alex sind mittlerweile wieder aus dem Kanal geklettert, während der breitschnäuzige Siebenkiemer wieder in die grünlichen, vereisten Tiefen des Kanals abgetaucht ist. Alle freuen sich auf was zum Kiffen - für alle Notfälle hat Alex auch noch ihre Haschisch-Kreiden in der Jackentasche, die man sowohl zum Malen als auch zum Kiffen nutzen kann. Marina hat sich mittlerweile schweren Herzens vom Elfensperma losgeeist und hüpft auf dem schnellsten Wege wieder zurück über den Kanal zu ihren Mitstreitern. Steffi macht das betretene Gesicht, als alle sich entweder eine Haschisch-Kreide oder einen Fliegenpilz anstecken, um sich zuzudröhnen. Das ändert sich auch nicht, als abermals das Monchhichi im roten Kleidchen vor ihr steht, sein Röckchen hebt und kräht: "Schau mal!" Thomas lacht brüllend, weil total bekifft. Steffi würde ihn am liebsten in den Kanal schmeißen, genau wie das exhibitionistische Monchhichi, doch da kommt schon Gisela angetippelt und pflückt das kleine Äffchen vom Boden auf.

"Also, hebt Ihr Monchhichi auch immer sein Röckschen in der Öffentlischkeit? Isch möschte das nischt!"

Anschließend zieht Gisela leise schimpfend mit dem Monchhichi von dannen, das gar nicht weiß, was Gisela jetzt wieder für Probleme hat. Die Anderen sitzen zugedröhnt im Schnee und lachen sich scheckig, insbesondere, als sich nur wenige Meter von ihnen entfernt zwei Elfen paaren und es kurz darauf wieder flirrt, funkelt und glitzert. Marina ist glücklich, die anderen auch. Steffi ist nicht ganz so glücklich und macht das betretene Gesicht, als sie in die langsam untergehende Sonne über dem benachbarten Oberhausen schaut.
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Foto:
(c) Dieter Schütz, Pixelio
Rhein-Herne-Kanal mit Emscher und A42 bei Oberhausen

Montag, 18. Januar 2010

Lustige Schlittenfahrten in Bottrop Teil 2



Das Schlittengespann hat den Heidesee fast umrundet, als ein vernehmbares RUMS! zu hören ist. Die Eisdecke bricht auf, sodass eine Reihe von Wasservögeln, die bis dato vorsichtig auf dem Eis entlang gewatschelt ist, ins kalte Wasser rutscht. Enten, Teichhühner und Schwäne quaken verärgert. Knapp unter der Wasseroberfläche ist ein großer Karpfen zu erkennen - es ist Konni der kapitale Karpfen, der Blähungen hat. Aus dem Schilf in einer anderen Ecke des Sees steigen Rauchwölkchen auf und eine tiefe Stimme spricht: "Du bist bestusst!"


Als der Schlitten die kleine Holzbrücke überquert, die über einen Bach verläuft, der Biotop und See miteinander verbindet, sehen die Insassen des Schlittens gerade noch Konni den kapital Karpfen unter der Brücke hindurch ins Biotop schwimmen. Andere Fische kommen ihm entgegen, denn sie ergreifen vor seinen Blähungen aus Sicherheitsgründen lieber die Flucht in den See. Die Wasservögel schimpfen immer noch. Alle Insassen des Schlittens schwanken zwischen Belustigung und Erstaunen, nur Steffi macht das betretene Gesicht. Typisch Mann - auch wenn es ein Fisch ist! Nur Männer können so pupsen, dass Eisdecken aufbrechen. Steffi hat mal wieder Männer-Hass-Tag, obwohl ihr Schlitten von einem gesteuert wird und weitere drei männliche Wesen mit ihr im Schlitten sitzen. Ach ja, Herkules ist ja auch ein Rüde...

Schließlich geht es mitten in den Wald Richtung Heidhofsee. Plötzlich erscheint am Wegesrand ein kleines Monchhichi im roten Kleidchen und mit Schürze, das sein Röckchen anhebt und kräht: "Schaut mal!" Alle lachen, nur Steffi macht das betretene Gesicht. Gisela, bekannt aus dem Werbespot für Krüger(c) Cappucino kommt angerannt, pflückt das Monchhichi vom Boden auf und spricht: "Also, hebt Ihr Monchichi auch immer sein Röckschen? Isch möschte das nischt...!" Alle lachen und lassen Gisela nebst ihrem exhibitionistischen Monchhichi im Wald zurück. Noch fast eine Minute lang können sie aus einiger Entfernung hören, wie Gisela ihr Monchhichi wegen seines Benehmens tadelt.

Nach gut zehnminütiger Fahrt durch den Laubwald hält Johann mitsamt seinem Gefährt an einer Schutzhütte, damit die Pferde verschnaufen und seine Fahrgäste sich die Beine vertreten können. Uli tollt mit Herkules am Wegesrand im Schnee herum, während Marina in den Wald hinter die Schutzhütte geht, um nach Elfen und ihrem Sperma Ausschau zu halten. Steffi macht das betretene Gesicht und füttert die Pferde sowie sich selbst mit Bio-Möhren. Die Herren der Schöpfung verschwinden ins Unterholz auf der anderen Seite des Weges. Unbemerkt folgen ihnen Renate, Uli, Herkules und Alex und gucken, was die Drei da machen. Steffi trappst auch noch als Nachzüglerin hinterher.

Die Damen und Herkules legen sich auf die Lauer in den Schnee. Es tritt genau das ein, was sie - außer Steffi - im Stillen gehofft haben: Thomas, Thorsten und Tim müssen mal pullern. Alex, Renate und Uli glucksen verzückt und gucken den drei Herren auf's Gemächt. (Sowas wird im Fachjargon auch Fleischbeschau genannt, hihi!) Steffi macht das betretene Gesicht, guckt aber trotzdem hin. Vor lauter Hingucken vergisst sie, in ihre Möhre zu beißen.

Schließlich bemerken die drei Männer, dass sie von den Damen beobachtet werden. Tim schreit belustigt: "Spanner!" Thorsten schlackert sein Gemächt demonstrativ noch einmal aus - wenn die Mädels schon gucken, soll ihnen ja auch was geboten werden. Thomas ist erschüttert und klemmt sich seinen Dödel fast im Reißverschluss ein, als er selbigen wieder in seiner Hose verschwinden lässt. Er jammert los: "Alex!" Die lacht laut los, genau wie ihre Begleiterinnen. Steffi beißt herzhaft in ihre Möhre.

Marina auf der anderen Seite des Weges hat unverschämtes Glück: Unter zwei hohen Buchen, durch deren Wipfel das Sonnenlicht hindurch auf den schneebedeckten Waldboden fällt, wird sie Zeugin, wie sich die Elfen die Klamotten vom Leib reißen und übereinander herfallen. Wenig später ist das gesamte Fleckchen Erde mit Elfensperma bedeckt, das funkelt, glitzert und schimmert. Marina ist glücklich wie ein Schneekönig. Zur Feier des Tages pflückt sie einen Fliegenpilz, der durch den Schnee hindurch aus dem Waldboden aufragt, und zündet sich selbigen an, obwohl sie eigentlich Nichtraucherin ist - Pilz statt Pils ist auch nicht zu verachten! Durch die durch das Kiffen verursachten Hallus glitzert das Elfensperma noch schöner. Sie kichert übermütig und taumelt langsam zurück zum Schlitten.

Ähnliches gilt für ihre MitfahrerInnen auf der anderen Seite des Weges, da Thorsten und Tim genau die gleiche Idee hatten wie Marina, als sie einige Fliegenpilze am Fuß des Baums fanden, an dem sie uriniert haben. Thorsten informiert alle - bei Alex wäre das überflüssig gewesen, da sie das ohnehin schon wusste - über das, was er mit 17 am liebsten gemacht hat: Kiffen und mit seiner ersten Freundin im Bett liegen. Thomas lacht brüllend und dreht hüftsteife Pirouetten. Sein brüllendes Lachen schreckt einen Eichelhäher auf, der frustriert und laut schimpfend davon fliegt. Uli sucht kichernd nach obdachlosen Schlümpfen, findet aber keine. Renate schläft nach einem Lachkrampf fast im Stehen an einen Baum gelehnt ein. Tim lacht, muss aber auch kacken. Er wischt sich den Po mit trockenem Laub ab, das er mühselig aus dem Schnee ausgraben muss. Alex gackert grundlos und streckt die Teufelsforke in den Himmel, während sie South of Heaven zu intonieren versucht. Herkules hat nicht gekifft, tanzt aber trotzdem übermütig um Frauchen herum. Steffi macht das betretene Gesicht, denn auch sie hat nicht gekifft und kann somit die kleinen Ausraster ihrer BegleiterInnen nicht verstehen.

Steffi ist zum Schluss auch die Einzige, die die Umrundung des Heidhofsees zusammen mit Herkules im wachen Zustand verfolgen kann. Die anderen haben es zwar geschafft, wieder auf den Schlitten zu steigen, sind aber nach dem Genuss der Fliegenpilze nach und nach eingeschlafen. Renate musste, da sie ja ohnehin schon im Stehen eingenickt war, von Johann und Thomas zurück zum Schlitten gehievt werden, wobei Thomas mit seiner brüllenden Lache und seinen taumelnden, hüftsteifen Bewegungen und seiner Neigung, unkontrollierte Pirouetten zu drehen, nicht gerade eine große Hilfe war.

Steffis Mitfahrer erwachen erst wieder, als die Sonne schon fast untergeht und der Schlitten abermals am Bottroper Stadtgarten hält, denn der Startpunkt ist zugleich auch das Ende der Fahrt. Marina ist glücklich, denn sie hat während der Rückfahrt von Elfen und Elfensperma geträumt. Die anderen sind auch glücklich, wissen aber nicht mehr so ganz, wieso.


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Foto:
Heidhofsee in der Abenddämmerung, Bottrop. (c) Chris Hochberger, Pixelio

Freitag, 15. Januar 2010

Lustige Schlittenfahrten in Bottrop







Nach diversen Rodelsessions unserer Protagonisten lassen sich selbige von einem freundlichen Kutscher namens Johann nebst Schlitten vom Bottroper Stadtgarten durch den Köllnischen Wald hinüber in die Kirchheller Heide zu Heidesee und Heidhofsee kutschieren. Renate und Uli nehmen neben Johann auf dem Bock Platz, während der Rest es sich hinten auf zwei gegenüber liegenden Bänken gemütlich macht. Alex sitzt zwischen Thorsten und Thomas, Tim hat es sich zwischen Marina und Steffi bequem eingerichtet.

Die beiden Zugpferde heißen Lachtaube und Lachtante, zwei wunderschöne schelmische Apfelschimmel. Laut Auskunft von Johann ist Lachtaube eine schwerhörige Stute mit Humor. Na, das kann ja heiter werden...!

Es geht durch den verschneiten Stadtgarten vorbei an den zugefrorenen Stadtteichen hinein in den Köllnischen Wald Richtung Bergwerk Prosper-Haniel. Marina, die vor einigen Tagen einen Bericht über Elfensex im World Wide Web gelesen hat, hält nach glitzerndem und funkelndem Elfensperma Ausschau, entdeckt jedoch nur Schnee, dessen Eiskristalle im Sonnenlicht funkeln. Steffi macht das betretene Gesicht, wenn Marina jubelt, weil sie Elfensperma gefunden zu haben glaubt. Thorsten nimmt das Gerede von Elfensex und -sperma eher gelassen, denn von Alex ist er noch ganz andere Sprüche gewohnt wie etwa "Genug geflirtet, zieh dich aus!" oder Wellness-Tipps, wenn man ins MRT muss ("Ich hab inne Röhre ans Pimpern gedacht!"). Thorsten trinkt ein Bier und grinst. Thomas trinkt auch ein Bier, ist sich aber nicht ganz sicher, was er von Elfensex halten soll, deshalb rutscht er unruhig neben Alex hin und her. Die trinkt zur Sicherheit Sekt und hofft, dass Thomas mal bald aufhört zu zappeln.

Am Bergwerk Prosper-Haniel angekommen, ruft Thomas ganz stilecht: "Glück auf!" Tim murmelt nur: "Spacko!", zumal nicht ein Bergmann weit und breit zu sehen ist - kein Wunder, die sind ja auch alle derzeit unter Tage. Thorsten nimmt sich noch ein Bier. Marina hält wieder nach pimpernden Elfen Ausschau. Steffi macht das betretene Gesicht. Uli füttert ihren Hund Herkules mit Leckerchen, während Renate ein Kaugummi kaut und den Pilzen am Wegesrand zuwinkt, die aus dem Schnee hervorlugen. Alex erzählt sexistische Witze und trinkt noch einen Sekt. Thomas wird zunehmend unruhig. Tim kichert zwar über Alex' Witze, bedauert es aber angesichts von Thomas' Verhalten innerlich, sein Haschisch zuhause vergessen zu haben und zündet sich stattdessen ne handelsübliche Lucky Strike an.
Es geht vorbei an der Halde Haniel und am Landschaftsbauwerk Schöttelheide Richtung Kirchheller Heide. Lachtaube und Lachtante wiehern vor Vergnügen, als es in den Wald geht Richtung Heidesee. Kurz vor dem See begegnet ihnen am Wegesrand ein alter Bekannter: Erpel Dieter, der mal wieder ne Fluppe der Marke Ente23 im Schnabel hat. Da Lachtaube aus Spaß nach ihm auskeilt, brummelt er nur: "Du bist bestusst!", bevor er ins Schilf am Ufer des Sees verschwindet, um in Ruhe zu rauchen. Marina glaubt schon wieder, Elfensperma gesichtet zu haben, aber nein - es ist wieder nur Schnee, der im Sonnenlicht glitzert. Sie ist frustriert und nimmt sich ein Bier der Marke Elfen Pils. Steffi macht das betretene Gesicht und ist froh, dass sie keine männlichen Brust- und Achselhaare ihrer Mitfahrer sehen muss, denn für halb offene Hemden und nackte Oberkörper ist es doch etwas zu kalt.
Am Ufer des Sees steht schon wieder der Zwerghamster des Todes in der Hoffnung, dass Leute mit seiner Hilfe den Löffel wegschmeißen. Da kommt ihm das Schlittengespann gerade recht, das dort den Weg entlang kommt, doch ehe er sich versieht, wird er wieder in den Schnee getreten - die Ente Marianne und ihre 13 Küken sind mal wieder auf der Suche nach Erpel Dieter. Sie folgen der Einfachheit halber den Rauchwölkchen im Schilf...


Fortsetzung folgt!

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Alle Fotos:
(c) Chris Hochberger, Pixelio
Motive:
Bergwerk Prosper-Haniel im Herbst, Bottrop
Bachlauf im Köllnischen Wald, Bottrop
Heidesee in der Kirchheller Heide, Bottrop



Mittwoch, 13. Januar 2010

Ein Schlittenrennen auf dem Donnerberg

Das Schlittenrennen auf dem Donnerberg, der sich zwischen den Essener Stadtteilen Frintrop und Dellwig erstreckt, findet natürlich unter Beteiligung unserer allseits bekannten und beliebten Protagonisten statt. Statt handelsüblicher Schlitten kommen diesmal jedoch aufblausbare Boote, Schwimmtierchen oder Möbel zum Einsatz - Hauptsache, der fahrbare Untersatz ist aufblasbar! ;o)

Startpunkt ist am Kreuzungsbereich Donnerberg/Schnitterweg (wie passend), Ziel ist der Einmündungsbereich Donnerberg/Donnerstraße, wobei es sich empfiehlt, bereits etwa 100 m vorher ab der Einmündung Emscherblick zu bremsen.

Das Rennen findet ausgerechnet an dem Samstag statt, an dem Tief Daisy Deutschland beehren will und zudem auf der Zeche Zollverein das Kulturhauptstadtjahr 2010 eröffnet werden soll. Dennoch trotzen die zahlreichen Zuschauer auf den Feldern und Koppeln, die rechts und links vom Donnerberg liegen, dem Wetter und der Zeche Zollverein. Petra hat auf der Ecke Schnitterweg einen Stand mit Heißgetränken aufgebaut, wobei sie tatkräftig von Rammstein-Frontmann Till Lindemann unterstützt wird. Auch der Sensemann und sein Zwerghamster des Todes haben sich an der etwa 800 m langen Piste eingefunden - vielleicht gibt es ja etwas zu holen, zumal sich in unmittelbarer Nähe zwei Friedhöfe befinden, nämlich ein evangelischer und ein städtischer. Der Sensemann platziert sich etwa 200 m vom Schnitterweg entfernt und trinkt Grog, der Zwerghamster des Todes wartet auf halber Strecke an der steilsten Stelle am Rand auf mögliche Tote, die er direkt von der Piste in die Urne bringen kann.

Los geht das Schlittenrennen mit Marina und Steffi in einem handelsüblichen Schlauchboot. Sie stoßen sich mit den Händen ab und segeln krähend den Donnerberg hinunter. Steffi ist als Kind lieber die Halde an der Hafenstraße hinunter gerodelt, aber der Donnerberg ist noch viel steiler. Ihnen gefriert das Blut in den Adern, als nur wenige Meter vor ihrem Gefährt der Erpel Dieter den Weg kreuzt und im Gestrüpp auf der anderen Straßenseite eine Fluppe rauchen will. Das geht gerade noch mal gut - der Erpel Dieter flattert erschreckt auf und brummelt: "Ihr seid bestusst!" Marina schreit ihm noch "Du Sau!" hinterher. Steffi macht das betretene Gesicht - obwohl sie schließlich heil unten ankommen und von einer johlenden Zuschauermenge am Emscherblick empfangen werden.

Es folgen Thomas und Alex in einem aufblasbaren Kanu. Alex gibt Schwung, während Thomas hinter ihr stammelt: "Ja...hm...ich weiß nicht..." Er hat keine Zeit mehr, irgendwas zu wissen, denn das Kanu nimmt schnell Fahrt auf. Alex juchzt, Thomas quiekt wie ein Meerschweinchen und krallt sich verzweifelt an der Außenhülle fest, sodass das Kanu fast aus der Spur kommt. Alex meckert Thomas an, der sich mit dem Gesicht nach unten auf die vor ihm sitzende Alex wirft, sodass sie Mühe hat, die Spur zu halten. Der Zwerghamster des Todes wittert bereits Beute, doch er wird mal wieder von Ente Marianne und ihren 13 Küken kopfüber in den Schnee getreten, denn die sind mal wieder auf der Suche nach Erpel Dieter. Wie immer gilt: immer den Rauchwölkchen nach...! Auch die beiden kommen heil ins Ziel, wobei Thomas anschließend sehr verstört ist und vor Angst beinahe ein Pfützchen gemacht hätte. Stattdessen jammert er nach Alex, obwohl die direkt neben ihm steht und Kaffee trinkt.

Tim und Thorsten, die Lenken und Bremsen bekanntermaßen ziemlich überbewertet finden, legen sich wie die Doppelrodler auf einen großen Gummireifen. Tim liegt unten, Thorsten auf ihm. Einige Zuschauer kichern und erzählen was von "Schwulentaxi". Tim brüllt: "Spackos!", bevor es los geht. Die beiden gewinnen recht schnell an Tempo, stoßen jedoch immer wieder gegen die Fahrbahnränder. Sie kommen nicht ganz so heil ins Ziel, da sie beide von ihrem Gefährt fallen und auch ein bisschen zu spät bremsen. Dabei kommen ihnen eine Straßenlaterne und ein großer Busch schneller als erwartet entgegen. Tim muss danach wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden, Thorsten darf den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift mal wieder alles zeigen, was sie sehen wollen ;o).

Renate und Uli rodeln mit einer aufblasbaren, pinkfarbenen Couch, so wie sie Ende der 90er Jahre modern war, den steilen Donnerberg hinunter. Alles läuft gut, bis das antiautoritär erzogene Ätzblag (eigentlich heißt das ja Laissez-faire...) Marcel auf die Piste springt. Beide sehen das traurige, erstaunte Gesicht von de Pänz nur noch vorüber schweben, dann schlägt de Pänz hinter ihrer Couch im Schnee auf. Zum Glück gibt es auch diesmal keine Arbeit für den Zwerghamster des Todes, denn Marcel hat sich Gott sei Dank nix getan, brüllt aber wie am Spieß. Seine Mutter Jacqueline wird von einigen Ordnern von der Piste geholt, genau wie Marcel. Jacqueline, die sich für J. Lo. aus Bergeborbeck hält, brüllt: "Marzel, du bis ne echte Schandale für uns alle!" Renate und Uli haben währenddessen das Ziel unverletzt erreicht, auch wenn Renate sich mittlerweile fragt, ob sie irgendwie Pänze anzieht, die langsam über ihren Schlitten hinweg mit traurigem Gesicht an ihr vorbei schweben möchten. Uli versteht gar nicht, wo das Problem liegt und schon gar nicht, als sich am Ende des Wettbewerbs herausstellt, dass sie den dritten Platz belegt haben beim Rodelwettbewerb.

Marina und Steffi haben den zweiten Platz gemacht, weil sie noch drei hundertstel Sekunden schneller waren als Renate und Uli. Zu Siegern werden in Abwesenheit unsere Chaoten Tim und Thorsten erklärt, denn schneller ist keiner den Hang runter gekommen - allerdings war anschließend auch kein Rodler schneller im Krankenhaus. Alex und Thomas, die insgesamt Achte geworden sind, nehmen den Preis für die beiden entgegen. Thomas wird von einer Schneewehe erfasst und jammert lautstark nach Alex, zumal sich anschließend diverse Pfützchen auf seinem Anorak bilden und ihm kalt ist. Alex denkt sich ihren Teil ("Spacko!") und rollt mit den Augen.

Der Sensemann und sein Zwerghamster des Todes suchen frustriert die nächste Kneipe am Frintroper Wasserturm auf - schon wieder keine Beute!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Klaus der Killer-Schneemann Vol. 2

Nachdem Klaus der Killer-Schneemann und der Zwerghamster des Todes das Lied vom Tod gespielt haben, wirft Klaus der Killer-Schneemann unseren Protagonisten auf dem aufblasbaren Schlitten Giftpfeile hinterher, doch er zielt schlecht: statt die auf dem Schlitten Sitzenden zu treffen, trifft er die aufblasbare Hülle, sodass es lautstark POFF! macht. Das hat den Effekt, dass die Schlittenbenutzer durch den massiven Knall durch die Gegend geschleudert werden. Uli und Renate kippen nach hinten weg. Uli macht unfreiwillig einen Schneeadler und bleibt erst mal wie betäubt liegen, sodass ihr kleiner Hund Herkules besorgt angeflitzt kommt, um nach seinem Frauchen zu sehen. Die Rüstige verschwindet wortlos unter dem Schlitten eines Zwillingspärchens und guckt sparsam aus der Wäsche.

Steffi macht das betretene Gesicht und denkt ans Sterben, als sie den Himmel über sich sieht. Erst nach einigen Minuten wird ihr gewahr, dass ihre Zeit noch nicht gekommen ist, doch bis dahin überschlagen sich die Ereignisse.

Marina liegt nur zwei Meter entfernt von Steffi im Schnee und hat unfreiwillig ins Gras gebissen, das sich unter der dichten Schneedecke befindet. Sie hustet und prustet, bevor sie eine Schimpftirade ausstößt und den unbekannten Übeltäter als "dusselig" bezeichnet. Tim liegt mitten in einem Holzzaun, sodass der der Besitzer des Zauns nicht mehr alle Latten an selbigem hat. Bis auf ein paar blaue Flecken ist ihm jedoch nichts weiter passiert. Thorsten ist gegen einen zierlichen Baum geflogen und muss kurz darauf zwei Ärzten (!) in der Notaufnahme des Philippusstift alles zeigen, was sie sehen wollen ;o).

Thomas liegt auf dem Rücken im Schnee direkt neben einem Gebüsch am Fuße des Hangs, Alex fällt auf ihn drauf. Er fängt natürlich sofort an, nach Alex zu jammern, obwohl sie direkt auf ihm liegt, weil er jetzt wieder Rückenschmerzen hat und seine Hose bestimmt dreckig ist. Der Erpel Dieter, der bis dato ruhig im Gesträuch gesessen und eine Fluppe der Marke "Ente23" geraucht hat, kommt genervt angewatschelt und ranzt Thomas mit brummiger Stimme an: "Du bist bestusst!" Alex findet das nicht komisch und fühlt sich desorientiert- Thomas' Gejammer macht es nicht besser. Arno versucht, sich fluchend aus einem Schneehäufchen aufzurappeln, aber da er sich den Fuß verstaucht hat, bleibt es beim Versuch aufzustehen.

Der Zwerghamster des Todes wittert fette Beute und will gerade losrennen, um Tote mitzunehmen, als er kopfüber in den Schnee getreten wird - die Ente Marianne sowie ihre 13 Küken stiefeln über ihn hinweg und sind auf der Suche nach dem Erpel Dieter (immer den Rauchwölkchen nach). Der Zwerghamster des Todes rappelt sich schließlich prustend auf, muss aber erst mal seine Sense suchen, die auch irgendwo im Schnee liegt. Er entschließt sich, unverrichteter Dinge abzuziehen und den nächsten Bus Richtung Borbeck zu nehmen - soll sich der Sensemann morgen doch persönlich um bekloppte Rodler kümmern!

Klaus der Killer-Schneemann ist stinksauer, insbesondere als er sieht, dass es keine Toten gibt und der Zwerghamster des Todes einen Bus besteigt. Herkules zeigt ihm direkt, was er von ihm hält, denn er hebt dezent sein Beinchen und pullert Klaus an. Der flucht wie ein Rohrspatz, während Herkules fröhlich zu Frauchen zurück läuft, die sich mittlerweile erhoben hat.

Droben im Himmel hält Gott gerade eine Siesta, sodass Jesus, Petrus und der heilige Geist gut gelaunt herumalbern und mit dem Wetter spielen. Fazit: Von Westen her scheint die rotglühende Abendsonne auf Klaus den Killer-Schneemann hernieder, von Osten her nähert sich ein Wintergewitter mit wärmeren Temperaturen und Regenschauern. Klaus der Killer-Schneemann schmilzt erst dahin und läuft dann in flüssiger Form den Berg hinunter. Die Möhren werden von Erpel Dieter, Ente Marianne und den 13 Küken verspeist, die Machete liegt nutzlos in der Gegend herum. Unsere Protagonisten treten durchnässt, frustriert und mit kleineren Blessuren fluchend den Heimweg an.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Klaus der Killer-Schneemann

Da unsere Protagonisten ja nun alle Westerberg- und Herskamp-Verbot erhalten haben, müssen sie ein neues Rodelgebiet in Essen auftun. Diesmal ist es der kleine Hang an der Schlossstraße, schräg gegenüber vom Stensbeckhof und an die Moosstraße angrenzend. Der steile Hang liegt genau auf der Grenze der Essener Stadtteile Bedingrade/Gerschede.

Der Schneemann Klaus, der von einigen makaberen, morbiden und sexistischen Jugendlichen, die in der Umgebung wohnen, gebaut wurde, besticht durch seine vier Möhren - eine für die Nase, eine extragroße für das Gemächt sowie zwei kleine für die Nippel. Scheiße, da hat doch glatt jemand die Idee von Steffi, Marina und Alex geklaut! In der Hand hält Klaus eine Machete.

Klaus war ein handelsüblicher Schneemann, bis Ingo die Mördermuschel des Weges gefahren kam und dem Schneemann aus einer Laune heraus seinen Geist eingehaucht hat. Aus Klaus dem handelsüblichen Schneemann wird nun Klaus der Killer-Schneemann mit maliziösem Grinsen, Dauererektion, schlechtem Benehmen und angenagten Nippeln.

Als unsere Protagonisten am nächsten Tag zum Rodeln kommen, nehmen sie den Schneemann zwar wahr, aber eher nur am Rande. Kinder juchzen, als sie sich mit ihren Schlitten den Steilhang hinunter stürzen. Thorsten, Thomas und Tim betätigen den Blasebalg, um den für bis zu zehn Personen gedachten Riesenschlitten aufzublasen. Thomas jammert, weil er Rückenschmerzen hat, sodass Alex ihm schleunigst ein neues ThermaCare-Wärmekissen um die Hüften legt. Tim murmelt nur: "Spacko!" Marina ist genervt und lacht zur Ablenkung über die Dauererektion von Klaus dem Killer-Schneemann. Steffi macht das betretene Gesicht. Klaus denkt sich: "Euch wird das Lachen auch noch vergehen...wenn Ihr Euch den Hang runter stürzt, dann GNADE EUCH GOTT!" Steffi verpasst Klaus auch noch einen Aufkleber mit der Aufschrift "Heiß und kalt". Marina lacht und pupst dabei im Rhythmus. Klaus könnte Steffi jetzt schon killen, aber der Sensemann ist ja noch nicht da - kein Wunder, der 185er, der direkt am Rodelhang hält, hat ja mal wieder Verspätung!

Während Arno über die evolutionsbiologische Geschichte des Schlittenfahrens lamentiert und damit seine MitstreiterInnen unaussprechlich langweilt, trifft der 185er aus Borbeck ein. Ihm entsteigt jedoch nur ein kleiner Dsungarischer Zwerghamster mit Kutte und Sense. Klaus der Killer-Schneemann ist sehr erstaunt, als der kleine Nager ihn anquatscht.
"Frag nicht, ich bin der Zwerghamster des Todes! Ich mache heute die Vertretung!"
"Wieso das denn?" hakt Klaus ungläubig nach.
"Hm, der Sensemann hat heute mal keine Lust zu arbeiten und guckt sich auf der Couch mehrere DVDs an - Spiel mir das Lied vom Tod, Final Destination, The hills have eyes..."
"Ja, ja, schon gut," knurrt Klaus, dem es allmählich reicht und der endlich Leute meucheln will.

Alex & Co. bekommen von dem Dialog in ihrem Rücken zunächst nix mit, da sie viel zu sehr damit beschäftigt sind, sich auf dem aufgeblasenen Gefährt zu verteilen. Thorsten und Tim übernehmen das Steuer, obwohl sie Bremsen und Lenken bekanntermaßen total überbewertet finden. Steffi macht schon vor dem Start das betretene Gesicht. Thomas jammert und klammert sich an Alex. Arno meint ironisch: "Alex, kümmer dich mal um dein Baby!" Marina lacht und pupst. Thomas jammert weiter und will lieber nach Hause, um mit Alex auf der Couch Kakao zu trinken. Tim murmelt nur: "Spacko!" Uli und Renate haben es sich als Schlusslichter auf dem Schlitten gemütlich gemacht, Renate steckt sich ein Kaugummi in den Mund. Uli richtet ihre Handschuhe. Im Hintergrund feuern Klaus der Killer-Schneemann und der Zwerghamster des Todes leise die Gruppe an, damit es endlich was zu tun gibt. "Jaaaaa...jaaaaaaaaaaaaaaaaa...har, har, har!"

Endlich geht es los. Der Zwerghamster des Todes jubelt, genau wie Klaus der Killer-Schneemann. Der Schlitten nimmt Fahrt auf. Alle kreischen, bis auf Tim und Thorsten, aber die sind ja auch Gutes gewöhnt. Als Erstes mäht der aufblasbare Schlitten ein Kind um, da Tim und Thorsten Lenken und Ausweichen mal wieder total überbewertet finden und das Kind offensichtlich auch. Renate und Uli sehen das traurige Gesicht des Kindes langsam vorüber schweben, bevor es im Schnee aufschlägt. Steffi macht das betretene Gesicht. Marina lacht albern. Thomas hat schon sicherheitshalber die Augen geschlossen, Alex lacht auch. Arno jauchzt und ruft: "Schneller, schneller!" Da Arno jauchzt, Thomas jammert und die Mädels kichern (außer Steffi, die still vor sich hin leidet und nur das betretene Gesicht macht), bekommen sie auch nicht mit, dass Klaus der Killer-Schneemann und der Zwerghamster des Todes im Duett das Lied vom Tod spielen...

Fortsetzung folgt!

Sonntag, 27. Dezember 2009

Neues Rodelgebiet im Essener Nordwesten

Nachdem unsere Protagonisten sowohl von den Enten im Schlossparkteich als auch vom Ordnungsamt der Stadt Essen aus dem Schlosspark verbannt wurden wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, groben Unfugs und Sachbeschädigung, müssen sie sich ein neues Rodelgebiet suchen. Selbiges ist schnell gefunden, denn der Reuenberg in Gerschede bzw. Dellwig ist im Gefälle bzw. in der Steigung wegen der Schneemassen gesperrt. Auch in den umliegenden ruhigen Seitenstraßen wie Bergheimer Steig/Ripshorster Straße, Herskamp und Gerscheder Straße ist das Rodeln temporär möglich.

Die Herren Thomas, Thorsten, Arno und Tim entschließen sich, mit einem schlauchbootähnlichen Gebilde den Herskamp hinunter zu sausen. Das Gleiche gilt für Marina, Alex, Uli und Renate. Steffi möchte lieber alleine per Bauchfletscher auf einem handelsüblichen Schlitten den Herskamp ab Bergheimer Steig bis zum Bahndamm am Knotenpunkt Herskamp/Luthestraße/Blitzstraße/Rahmannstraße hinunter sausen.

Bevor die Herren den Herskamp hinunter rodeln, wärmen sie sich an Petras schwermetallischem Glühweinstand mit einem entsprechenden Getränk auf. Auf der Ecke Herskamp/Bergheimer Steig steht eine etwas merkwürdig anmutende Combo - ein wortkarger Mundharmonikaspieler, ein Banjospieler mit Goldzähnen, ein Gitarrist mit satanischem Make-up und ein Hornist mit Pausbacken. Als die Herren ihre Position auf ihrem Gefährt einnehmen, spielen die Musiker wie auf's Stichwort "Das Lied vom Tod". Alle finden das lustig, nur Thomas stehen die Haare zu Berge, als er die düstere Mundharmonika-Melodie hört. Tim und Thorsten finden das Ganze etwas überbewertet und setzen sich nach vorne, weil sie lenken und bremsen möchten. Arno und Thomas nehmen hinten Platz. Sie geben sich Anschub mit den Händen und rauschen los. Thomas hofft, dass sie die etwa 600 m lange Strecke heil überstehen. Arno sieht das wesentlich gelassener und die beiden Piloten sowieso.

Schon bevor die Herren den Kreuzungsbereich Dachsfeld/Herskamp auf halber Höhe erreichen, zeigt sich, wie unterbewertet Tim und Thorsten Lenken und Bremsen finden: Sie touchieren einen Porsche am Fahrbahnrand und fahren forthin ohne Arno weiter, der erstaunt mitten auf dem Dachsfeld liegen bleibt. Das Dachsfeld macht seinem Namen alle Ehre, denn ein Dachs stürmt direkt auf Arno zu, um sich mit ihm zu zoffen, der Andere springt auf den Schlitten auf und belästigt Thomas, der natürlich prompt nach Alex jammert. In Höhe des Tauwegs dröhnt aus irgendeinem Haus lautstark der AC/DC-Klassiker "Highway to Hell". Thomas ruft panisch, dass es jetzt wohl besser wäre zu bremsen, aber die beiden Piloten denken gar nicht daran: Sie brettern mit über 50 km/h in die Ebene über die Luthestraße hinweg - ja, und dann ist es zu spät: Sie kommen aus der Spur und rauschen volle Kanne gegen den Bahndamm. Tim fliegt in hohem Bogen darüber hinweg - wie gut, dass gerade keine S-Bahn kommt! - und landet auf der anderen Seite auf der Rahmannstraße in den Überresten eines Döners, den dort jemand wohl entsorgt hat. Danach hat er ne Zwiebel auf dem Kopf. Einige Kinder, die die Rahmannstraße entlang laufen, sehen das und singen: "Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner, denn Döner macht schöner..." Tim motzt ihnen hinterher: "Spackos!"

Thorsten hat unfreiwillig Bekanntschaft mit einer jungen Birke auf dem Bahndamm gemacht und liegt benommen in ihrem Geäst. Thomas wundert sich, dass er ein pelziges Gefühl im Mund hat - dabei hat er doch gar keine Oberföhringer Vogelspinne verkostet, original verkorkst von Palhuber & Söhne [Loriot lässt grüßen] - nein, er hat beim Sturz unfreiwillig dem Dachs in den Allerwertesten gebissen. Der Dachs knallt ihm eine und rennt unverletzt von dannen Richtung Dachsfeld. Thomas jammert lautstark nach Alex. Einige Anwohner auf der Blitzstraße haben zwei Rettungswagen alarmiert, damit die Beiden abtransportiert werden. Thomas jammert im Krankenwagen immer noch nach Alex, sodass der Notarzt ihm eine Beruhigungsspritze gibt, damit mal endlich Ruhe im Karton ist. Thorsten zeigt den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift mal wieder alles, was sie sehen wollen.

Arno hat sich mittlerweile aufgerappelt, doch da kommt Steffi den Hang hinunter gesegelt. Sie grinst maliziös, als sie Arno über den Haufen fährt und verpasst ihm im Vorbeifahren einen Aufkleber: "Ich bremse nicht für Männer!"

Tim hat sich mittlerweile auch aufgerappelt und humpelt frustriert den Herskamp hinauf. Wo sind denn bloß Thorsten, der Spacko Thomas und Vollpfosten Arno? Egal, er braucht gleich erst mal nen Glühwein bei Petra.

Mittlerweile sausen die vier Mädels den Herskamp hinunter und juchzen dabei übermütig. Netterweise spielt jemand "Seasons in the Abyss" von Slayer. Tim ist mittlerweile bei Arno angekommen und hilft ihm freundlicherweise auf. Kaum, dass beide auf ihren Füßen stehen, werden sie von den vier Damen auf die Hörner genommen. Alle jubeln und klatschen - weniger wegen Tim, sondern wegen Arno. Uli ist die Einzige, die heult. Alex dreht sich um und fragt sie, warum sie denn weinen müsse. Uli snieft: "Scheiße, ich hab nicht gehört, wie Arno im Schnee aufgeschlagen ist!" Die Rüstige lacht. Sie lacht weiter, als sie ein paar Pänze auf die Hörner nehmen, die unvorsichtigerweise den Herskamp überquert haben, als sie dort mit ihren Mitstreiterinnen den Berg hinunter gesaust kommt.

Das Ende vom Lied: Arno, Thomas, Tim, Thorsten, Alex, Renate, Uli, Marina und Steffi haben fortan nicht nur Westerberg-, sondern auch Herskamp-Verbot ;o).

Samstag, 26. Dezember 2009

Wenn man mit mehreren auf einem Schlitten sitzt...

...kann es auch da zu Katastrophen kommen! Ich würde mir meinen Schlitten gerne mit Thomas teilen, aber es ist besser, wenn er hinten sitzt und ich das Zepter in der Hand bzw. den totalen Überblick habe, damit wir nicht in irgendwelchen Rhododendronbüschen oder Ententeichen landen. Da Thomas öfter mal unentschlossen in der Gegend rumtanzt und Pirouetten dreht, müsste ich auch noch dafür sorgen, dass unser Schlitten aufgrund seines unruhigen Verhaltens nicht auch noch Pirouetten dreht und wir total unentschlossen auf irgendwelche Katastrophen zu rasen ;o). Sein zweiköpfiges Ding hinter der Lampe könnte uns ja beim Rodeln mit Heißgetränken versorgen und uns nach dem Rodeln ein Fußbad machen, sodass wir in der Fußwanne füßeln können. (Geile Scheiße!)

Wenn Marina und Steffi sich einen Schlitten teilen würden, wäre Steffi nur in einer Sache total entschlossen: Arno von der Piste mähen - was die Richtung betrifft, würden ansonsten sicherlich eher geteilte Meinungen herrschen. Marina würde wohl eher den Todesberg bevorzugen, die Steffi die ruhigere Variante, bei der sie nebenbei auch noch Bäume im Schlosspark mit Aufklebern bestücken könnte. Marina würde jeden Gegenstand oder Menschen, der sich ihr in den Weg stellt, als dusselig bezeichnen oder "Du Sau!" entgegen schreien.

Thorsten und Tim auf einem Schlitten: DAS wäre der Chaos-Schlitten schlechthin! Da beide Bremsen und Lenken total überbewertet finden, gäbe das sicherlich eine Bruchlandung am oder sogar im Ententeich. Die armen Enten fühlen sich bestimmt schon belästigt von mir und meinen Mitmenschen, sodass sie einen Umzug erwägen, z. B. in den neueren Teil des Schlossparks am Spielplatz, nicht allzu weit entfernt von der Dubois-Arena und der Notenkiste. Vermutlich könnten beide Herren den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift wieder alles zeigen, was sie sehen wollen ;o).

Uli und Renate hätten sicherlich gemeinsam viel Spaß beim Rodeln, aber Uli sollte darauf achten, ihrer altersbedingten Senilität nicht zuviel Raum zu geben, damit sie immer noch rechtzeitig bremsen kann. Vor den beiden müssten sich sämtliche Pänz in Sicherheit bringen, denn Renate auf einem Schlitten zieht wohl eher unfreiwillig Kinder an, die unter ihrem Gefährt verschwinden wollen.

Arno säße wohl erst mal alleine auf dem Schlitten, würde dann aber versuchen, eine nette, attraktive Mitfahrerin zu finden, der er die Schönheit des Schlossparks zeigen kann und mit der er nachher im Schnee versumpfen kann. Die Sau! ;o) Steffi würde sicherlich gemeinsam mit Marina versuchen, das erfolgreich zu verhindern.

Freitag, 25. Dezember 2009

Kinderbetreuung auf den Trauminseln

Da eine Kindergartengruppe aus Essen einen Ausflug auf Alex' Insel macht, kümmern sich die Bewohner natürlich um die lieben Kleinen. Alex spielt mit den Kids im seichten Wasser, Thorsten backt mit ihnen Kekse und feudelt danach wieder die Küche mit den Kindern sauber. Tim bringt ihnen todesmetallisches Gegrowle bei. Das kommt besonders bei Jungs zwischen 5 und 6 Jahren gut an.

Thomas ist der absolute Renner bei den kleinen Mädchen. Mit vereinten Kräften befördern sie ihn in den Sand unter einer Palme, wo er dann genötigt wird, wolkenweiche Geschichten vom Charmin Bear vorzulesen. Ihn verunsichert es total, dass die kleinen Mädchen sich an seinem Hosenbein festklammern, mit ihm kuscheln wollen oder ihn einfach erwartungsvoll anblicken. Die freche Fiona hopst sogar auf seinem Bauch rum und kräht: "Onkel Thomas, du musst uns jetzt wat vorlesen!" Bevor es Alex gelingt, ihn davon zu überzeugen, den Kindern doch die wolkenweichen Geschichten vom Charmin Bear vorzulesen, jammert er erst mal nach ihr. "Jaaaaaaaa...hm...ich weiß nicht...ALEX!" Nachdem Alex pädagogisch-liebevoll auf ihren Thomas eingewirkt hat, liest er schließlich die vier Geschichten, auch wenn es ihm nach wie vor nicht behagt, dass die Kinder mit ihm kuscheln wollen und die kleine Nadja ihn sogar heiraten will, wenn sie groß ist. Marina, die zu einem kurzen Besuch da ist, hält die kleine Nadja für genauso pervers wie Alex.

Abends sind die KindergärtnerInnen total geschafft. Thorsten sinkt zusammen mit seinem neuen Feudel-Sortiment ins Bett und schläft auf der Stelle ein. Tim lutscht Halsbonbons - kein Wunder, nach der Growl-Orgie - und schlummert danach auch recht schnell ein. Thomas kann erst schlafen, nachdem Alex ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen und durch seine Brusthaare gekrault hat. Danach schlafen beide friedlich ein, auch wenn Thomas beunruhigende Träume von zweiköpfigen Dingern hinter der Lampe, anhänglichen Kindern und wilden Bären hat. Zum Glück ist ja Alex da, die ihm morgen hoffentlich ein Fußbad macht und zweiköpfige Dinger hinter der Lampe von ihm fern hält.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Weihnachten auf den Trauminseln

Auf Alex' Insel findet ein großes Weihnachtsgrillen inklusive Geschenkübergabe statt. Steffi lacht schon schadenfroh, als sie mit ihrem Jetski zu Alex' Insel fährt, denn sie hat mit Marina zusammen geschmissen und für Thomas einen Schlafanzug mit Enten drauf gekauft. Alex bekommt diverse Buchgutscheine und einen Gutschein über ein erotisches Fotoshooting - die Idee stammt natürlich von Marina (die Sau!).

Als erst Steffi und dann wenig später Marina eintreffen, brutzelt über dem Feuer bereits eine leckere Gans aus biologischer Zucht - diese osteuropäischen Gänse, die bei lebendigem Leib gerupft werden, widersprechen der tierlieben Art unserer Protagonisten. Slayer und Metallica spielen schwermetallische Versionen von "Jingle Bells", "Santa Claus is coming to town" und "Silent Night". Steffi macht das betretene Gesicht und freut sich auf ihre Geschenke.

Während die Gans über dem Feuer brutzelt, gibt es eine Bescherung- Renate hat sogar extra die Weihnachtsbeleuchtung an Alex' Lieblingspalme eingeschaltet. Lars Ulrich schenkt seiner Brieffreundin neues Briefpapier und einen edlen Füller, Renate hat ihm neue Drumsticks und einen Kuli gekauft, auf dem sein Name eingraviert ist. Thomas jammert nach Alex, nachdem er das Geschenk von Marina und Steffi ausgepackt hat, denn beim Anblick eines Schlafanzugs mit Enten kommt er sich doch ziemlich verarscht vor. Seine Miene hellt sich erst wieder auf, als Alex ihm eine neue Badehose und eine Karabiner-Kette schenkt - dafür macht Steffi dann wieder das betretene Gesicht. Alex bekommt von Thomas Parfum, ein Herz aus Schokopralinen und einen neuen Bikini. Steffi ist ganz begeistert, dass ihre Freunde und Kollegen ihr Aufkleber schenken.

Da es auf den Trauminseln am Strand natürlich keinen Schnee gibt, bauen die Herrschaften aus Sand diverse Sandmänner - das Ganze hält auch nur mit einer gehörigen Portion Meerwasser. Thomas jammert, als er sieht, dass Alex, Marina und Steffi ihrem Sandmännchen vier Möhren verpassen - Nase, Nippel und Gemächt - und sie ihn noch mit Brust- und Achselhaaren dekorieren. Thorsten und Tim kreieren einen Besen mit langem Stiel. Passend zum Sandmännchen bauen spielen die Jungs von Metallica einen ihrer größten Hits vom Schwarzen Album - Enter Sandman. Petra nimmt sich ein Bier und zeigt allen die Teufelsforke. Thomas versucht, aus Sand und Wasser eine Mercedes A-Klasse zu basteln. Tim murmelt nur: "Spacko!" Thorsten probiert zwischendurch direkt sein neues Feudelsortiment aus, das er geschenkt bekommen hat.

Endlich ist die Gans gar und es geht in unmittelbarer Nähe von Alex' Whirlpool ans Essen. Thomas stößt sein Wasserglas um und jammert nach Alex, weil er ein Pfützchen gemacht hat, Thorsten feudelt selbiges netterweise auf. Tim murmelt nur: "Spacko!" Marina lacht sich scheckig. Steffi macht das betretene Gesicht und würde Thomas am liebsten nach Gießen oder in die Wetterau schicken, wo er ja ursprünglich herkommt, aber dann hätte sie sicherlich Stress mit Alex aus Essen, die nachher noch mit Thomas aus Gießen in den Whirlpool will. Also belässt Steffi es bei ihrem betretenen Gesicht und berichtet allen von ihrer großen Jugendliebe, als sie 16 war - einem Priester, der 50 Jahre älter war als sie! Alex hält Steffi für pervers. Steffi gibt das Kompliment an Alex zurück, denn wer schon mit Thomas aus Gießen in einen Whirlpool steigt und sich mit ihm das Bett teilt, kann in ihren Augen auch nicht ganz normal sein. Marina hält Alex UND Steffi für pervers. Thomas kann Steffis Empfindungen nicht nachvollziehen und will über Altersunterschiede lamentieren, aber Alex ist ja auch 14 Jahre jünger als er. Damit es nicht zu unglücklichen, umständlichen Äußerungen seinerseits kommt, drückt Alex ihm einen Kuss auf und steckt ihm ein Stück Gans in den Mund. Thomas strahlt.

Nach dem Essen gehen die Gäste unterschiedlichen Beschäftigungen nach: Alex und Thomas sitzen zufrieden im Whirlpool, trinken Wein und gucken sich das Sternbild Geile Gewürzgurke an - wenig später zeigt Thomas seiner Alex auch seine Gewürzgurke. Marina und ihr Schatz sind wieder auf ihre Insel abgedampft, genau wie Steffi, die erst mal ihre neuen Aufkleber katalogisieren muss. Renate und Lars Ulrich quatschen unter der Weihnachtspalme, Uli und Herkules machen zusammen mit Tim einen langen Spaziergang über die Insel. Thorsten feudelt und spült, bevor er es sich mit einer Flasche Bier auf der Terrasse gemütlich macht. Gesellschaft erhält er von James Hetfield, Robert Trujillo und Tom Araya.

Die Planeten halten's wieder im Kopf nicht aus: Neptun säuft den Glühwein auf Ex und Hopp. Die Venus beflirtet den Mann im Mond, der sich per Striptease seines Weihnachtsmann-Kostüms entledigt. Uranus schluckt Prostagutt Forte, das er geschenkt bekommen hat, damit er nicht wieder alle Inseln vollpinkelt. Von Jupiter regnet es abgenagte Honigkräcker, vom Mars Schokokaramell-Riegel gleichen Namens mit Winterapfelgeschmack. Das Sternbild Geile Gewürzgurke strahlt auf Thomas und Alex herab, die im Whirlpool Liebe machen. Die Milchstraße feiert Weihnachten bei einem Glas Vollmilch mit Schuss. Pluto winkt mit seinem Knochen ins All.

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Ein Männergarten in Borbeck

Steffi und ich haben gestern die Idee entwickelt, für Männer über 30 Babysitting anzubieten, damit deren Frauen auch mal ungestört shoppen können. Auch für Single-Männer über 30 kann es durchaus interessant sein, wenn sie ihr Kind in sich mal unter fachkundiger Aufsicht ausleben können.

Steffi und ich stammen beide aus E-Borbeck - sie ist allerdings eher im nördlichen Teil des Großraums aufgewachsen (Bochold). Dort habe ich zwar auch die ersten drei Jahre meiner Kindheit verbracht, bevor ich anschließend mit meinen Eltern in den südlichen Teil des Großraums Borbeck, genauer gesagt Schönebeck, gezogen bin. Da die Steffi und ich also alte Borbeckerinnen sind, möchten wir auch dort unseren MÄNNERGARTEN eröffnen, der alles bietet, was das Herz begehrt: Spiel- und Bastelmöglichkeiten, warmherzige Betreuung von 8 bis 16 Uhr, warmes Mittagessen, Mittagsschläfchen, Herumtollen auf dem Spielplatz, der natürlich männergerecht umgebaut werden muss, da die meisten Spielgeräte ja für Kinder zwischen 1 und 12 Jahren konzipiert sind.

Gerne würden wir unsere Einrichtung in der Nähe einer Kirche eröffnen, denn dann ist der Pfarrer direkt in der Nähe, falls mal ne letzte Ölung für einen Mann erforderlich werden sollte - Männer mögen das ja so, wenn sie Schnupfen haben ;o). Auch eine gewisse Nähe zu einer Polizeiwache kann nicht verkehrt sein - nicht, weil unsere Schützlinge soviel kriminelle Energie haben, sondern falls mal einer über die Stränge schlägt und mit seinem Pipimann am Gartenzaun rumprahlt...;o)). [Steffi würde dann wieder das betretene Gesicht machen!]

Steffi und ich würden die Gruppe "Hilflose Heuler" betreuen, die neben unserer Wenigkeit aus unseren Schützlingen Thomas, Thorsten, Tim, Charmin Bear und Volker besteht. Unterstützt werden wir von Uli in der Küche, die mit unseren Männern jeden Tag ein gesundes, schmackhaftes Essen kocht, Zeno kommt um 11.30 Uhr für 30 Minuten und singt mit den großen Kindern, Petra hilft bei der Administration und der Männererziehung und die Rüstige bietet einen Kurs in Tierhaltung an - Ziegen, Zwergkaninchen, Meerschweinchen usw.

Unser Gruppenraum besteht aus:

  • einer Puppenecke, in der die Männer die Puppen kämmen, an- und ausziehen und mit ihnen Vater - Mutter - Kind spielen können. Gummipuppen würden wir nur für Tim anschaffen *gröl*. Auch Moncchichis und Stofftiere zum Liebhaben dürfen nicht fehlen!
  • einem Spielteppich, auf dem die Männer mit kleinen Autos spielen können oder mit Steffi und Lego basteln können
  • einem Tisch mit Stühlen, an dem gefrühstückt, gemalt und gebastelt wird
  • einer Kuschelmatte, auf der ich von meinen Schützlingen umringt bin und ihnen wolkenweiche Geschichten vom Charmin Bear oder makabere Geschichten aus meinen Büchern vorlese (Thomas kann danach wahrscheinlich wieder nicht schlafen und liegt stattdessen mit tellergroßen Augen in seinem Bettchen...).

Zum Männergarten gehören sonst noch eine kleine Turnhalle für die körperliche Ertüchtigung, ein Schlafraum und natürlich Toiletten. Nach jedem Mittagessen werden die Zähne mit Blendi-Kinderzahncreme geputzt! Petra und Alex achten sehr genau darauf, dass sich jedes große Kind die Zähne nach dem Essen putzt. Jeder Mann hat seine eigene Kinder-Zahnbürste - Thomas eine mit Robbenkopf, Thorsten eine mit Hundekopf, Tim eine mit Nacktmullkopf, Charmin Bear eine mit Bärenkopf und Volker eine mit Katzenkopf. Die Zahnputzbecher sind liebevoll mit den Namen ihrer Besitzer beschriftet. Auch hat jeder sein eigenes besticktes rotes Turnbeutelchen - Thomas hat eins mit Schildkröte, Thorsten eins mit Bohrinsel, Tim eins mit Auto, Charmin Bear eins mit einer Biene und Volker eins mit einer Sonne.

Ansonsten wäre es sicherlich nicht verkehrt, noch einige gute gefüllte Erste Hilfe-Schränkchen vor Ort zu haben - wenn Männer spielen, können sie sich auch schon mal weh tun, vor allem, wenn sie so unbeholfen sind wie unser Charmin Bear oder Thomas ;o)).

Der Tagesablauf

9 - 10 Uhr:

gemeinsames Frühstück, wobei ich befürchte, dass der Tim geneigt wäre, dem "Thomas seine Brust" mit Nutella einzuschmieren und ihn "Spacko" zu nennen ;o)

10 - 11 Uhr:

Spülen und Freispielangebot (Malen, Basteln, Lesen, Spielen...)

11 - 11.30 Uhr:

Vorbereitung des Mittagessens in der Küche mit Uli und Steffi

11.30 Uhr - 12 Uhr:

Stuhlkreis mit Zeno und das Singen von freundlichen Songs wie The Antichrist (Slayer), Damage Inc. (Metallica), Mein Teil (Rammstein), Fear of the Dark (Iron Maiden) u. v. m.

12 - 12.30 Uhr:

Spielen im Freigelände, wobei wir Männergärtnerinnen peinlich genau darauf achten müssen, dass keiner Thomas' Sandburg kaputt macht oder an Charmin Bears Honigtöpfchen geht! Auch ist es ratsam, den Zaun zur Straße im Auge zu behalten, damit einige große Kinder nicht auf die Idee kommen, mit ihren Pipimännern in der Gegend rumzuprahlen!

12.30 Uhr - 13.15 Uhr:

Gemeinsames Mittagessen. Hoffentlich macht Thomas dabei nicht ständig Pfützchen, wenn er seine Milch umwirft, denn dann bin ich wieder gefragt ("Alex, ich hab ein Pfützchen gemacht!")

13.15 Uhr - 13.30 Uhr:

Zähneputzen, Toilettengang (= Stange Wasser in die Ecke stellen, Möhre auswringen)

13.30 Uhr - 15 Uhr:

Mittagsschläfchen im Schlafraum, Ruhepause für die Männergärtnerinnen in der Küche

15 Uhr - 16 Uhr:

je nach Wetter Spielen im Freien, körperliche Ertüchtigung in der Turnhalle oder Tierhaltungskurse mit Renate. Danach fahren alle Männer nach Hause oder werden von ihren Frauen abgeholt.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Weihnachtsmarktbummel auf dem Festland

Nachdem Marina mit ihrem Schatz erst mal in die Flitterwochen in die USA entschwunden ist, sind Steffi, Alex und ihre Mitbewohner allein auf weiter Flur. Steffi designed natürlich neue Aufkleber, unter anderem einen mit der Aufschrift "Ich bin Pazifist!" Die Message konterkariert sie jedoch zwei Stunden später, als sie zu Alex auf die Insel kommt und ihr sowie diversen anderen Herrschaften sehr überzeugend darstellt, wie man Leuten das Genick bricht. Thomas ist erschüttert und sucht nach Alex' Hand, denn Steffis Ausführungen beunruhigen ihn doch sehr.

Mit dem Boot geht es wenig später auf's Festland auf einen Weihnachtsmarkt, wobei es für Europäer und Amerikaner fast surreal wirkt, wenn bei strahlendem Sonnenschein bei 35°C Weihnachtsleckereien, Deko-Artikel usw. angeboten werden. Steffi macht mal wieder das betretene Gesicht, denn Thomas trägt zu seiner Jeans ein hellblaues Hemd, das er so weit aufgeknöpft hat, sodass man seine Brusthaare sehen kann. Alex ist die Einzige, die sich über diesen Anblick freut und lässt von Zeit zu Zeit ihre Krabbelfingerchen über seinen Oberkörper gleiten. Thomas strahlt. Da Marina nicht da ist, hält Steffi Alex vertretungsweise für pervers.

Uli liebäugelt mit einem kitschigen Hirsch mit violettem Glitzerüberzug. Alex hält ihre Freundin für pervers und rät ihr, den Hirsch als Rausschmeißer-Deko vor ihre Wohnungstür zu stellen. Uli kichert albern. Renate kauft sich währenddessen einen Pulli aus Alpaca-Wolle. Steffi macht das betretene Gesicht, als Thomas und Alex sich eine XXL-Bratwurst teilen. Thorsten ersteht ein weiteres Feudelsortiment auf dem Weihnachtsmarkt, Tim kauft sich Boxershorts mit Rollmopsmotiven.

Normalerweise ist Steffi ja der absolute Frauenmagnet, aber am Glühweinstand wird Alex diesmal von einer 45-jährigen Dame in Beschlag genommen. Thomas guckt hilflos bis eifersüchtig aus der Wäsche, obwohl Alex überhaupt nicht auf Frauen steht. Sie lässt ihre Fingerchen über seine Brust gleiten. Er strahlt, während die Dame einfach nicht von Alex lassen kann, bis die ihr ziemlich energisch einen Klaps auf die Finger gibt. Das ewig gleiche Gelaber über Baltrum und Strandkörbe, die Blödsinnigkeit, einen Rüden als Hündin ("Das ist aber eine Süße!") zu deklarieren und begehrliche Blicke überschreiten Alex' Toleranz-Grenze doch um einige Nuancen. Thomas ist glücklich, als die Truppe weiterzieht und Alex nicht mehr von dieser blöden Zippe zugetextet wird - nun kann sie ihm wieder ihre volle Aufmerksamkeit schenken und ihn betüdeln!

Dienstag, 8. Dezember 2009

Styling-Beratung mit Kerry King (Slayer)

Kerry King hat sich freundlicherweise bereit erklärt, auf Alex' Insel eine Styling-Beratung für geneigte Herren durchzuführen. Die Damen in Gestalt von Alex, Marina, Petra, Steffi, Uli nebst Herkules und Renate sitzen derweil grinsend zu Kerry Kings Füßen und hören, was er so zum Thema beizutragen hat.

Kerrys erster Tipp bezieht sich weniger auf das Styling, sondern auf die Flirtstrategie - schwarzen Kaffee trinken und dabei den großen Schweiger mimen. Thomas hat auch sofort einige wortreiche Einwände. "Ja, aber...hm...ich weiß nicht...weiß meint Ihr? Ich möchte doch auch beeindrucken, indem ich rede und vor allem mit dem, was ich rede..." "Eben!" fährt ihm Kerry in die Parade, "manchmal ist Reden Silber und Schweigen Gold!" Alle lachen, nur Thomas rafft Kerrys dezenten Hinweis nicht und guckt kreuzunglücklich aus der Wäsche.

Kerry zeigt Thomas, dass es normalerweise kein Problem ist, einen Bauch zu haben und trotzdem T-Shirts und Hemden zu kaufen, die etwaigen Nippelalarm kaschieren. Thomas versteht auch das nicht und lamentiert mit Kerry über Sexappeal und Konfektionsgrößen, sodass Kerry plötzlich das Bedürfnis bekommt, Thomas mit ner Stahlsaite zu würgen. Marina fragt gefrustet: "Ist der dusselig?" Tim murmelt: "Spacko!" Steffi macht das betretene Gesicht und Petra empfiehlt Kerry eine PowerPoint-Präsentation, damit Thomas mal endlich rafft, wieso es nicht falsch ist, keinen Nippelalarm zu haben. Selbst Alex stöhnt genervt und grummelt "Tittenbär" in ihren nicht vorhandenen Bart. Uli kichert albern und gibt Herkules ein Leckerchen. Renate setzt Kaffee für sich und ihren Brieffreund Lars Ulrich auf. Thorsten hat das Bedürfnis, Thomas mit nem nassen Feudel zu schlagen.

Auch mit Kerrys Hosenauswahl ist Thomas nicht einverstanden - wer trägt denn schon abgeschnittene Camouflage-Hosen? Kerry nimmt noch einen großen Schluck schwarzen Kaffee aus seiner Tasse und mimt den großen Schweiger, was seinen Unmut andeutet. Thomas lamentiert sich mal wieder um Kopf und Kragen. "Ja, hm, ich weiß nicht, du sollst das ja jetzt auch nicht persönlich nehmen, aber...ich bin da so eher der konservative Typ, zum Vorstellungsgespräch würde ich sowas nicht empfehlen, da würde ich eher zu nem Anzug oder nem Kostüm raten..." Marina motzt los: "Wer redet denn von nem Vorstellungsgespräch, du Vollhorst?!" Thomas macht ein noch betreteneres Gesicht als Steffi. Alex verbietet ihm eiscool den Mund und steckt ihm ein Ed von Schleck in selbigen, damit endlich mal Ruhe im Karton ist. Steffi hält einen Aufkleber hoch, auf dem geschrieben steht: "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal die Fresse halten!" (Stammt ursprünglich mal von Dieter Nuhr) Thomas versteht nix mehr und nuckelt an seinem Eis. Alex schleift Thomas schließlich zum Whirlpool und verpasst ihm dort mal ne richtige Styling- und Kommunikationsberatung...