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Sonntag, 28. Dezember 2014

Rodelwettbewerb auf dem Herskamp :o)

Hier im Essener Nordwesten setzt zwar derzeit dank Sonne und Temperaturen um den Gefrierpunkt gerade die Schneeschmelze ein :o) - von einigen glatten Stellen, die von der Sonne noch nicht erreicht wurden, mal abgesehen - aber wir tun jetzt mal so, als wenn der Herskamp noch total verschneit wäre :o)).

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Der Herskamp ist eine steile Straße, die am Bergheimer Steig beginnt und in der Ebene am Bahndamm an der Blitzstraße endet - bis zum Einmündungsbereich Tauweg verläuft der Herskamp abschüssig, dann wird er eben.

Auch der Borbecker Männergarten nimmt am Rodelwettbewerb im Essener Nordwesten teil. Oben auf der Ecke Herskamp/Bergheimer Steig steht Renate und bietet sowohl für die Rodler als auch für die Zuschauer am Fahrbahnrand Heißgetränke an, hierbei wird sie von Sammy und Ecki tatkräftig unterstützt. Alex steht auf halber Höhe auf der Ecke Dachsfeld und verkauft dort neben Heißgetränken auch Grillwürstchen - Hilfe bekommt sie von Thorsten dem tapernden Nashorn und dessen Lieblingstorhüter Roman Weidenfeller vom BVB ("Weidääääää!"). Unten am Bahndamm steht Steffi mit einigen fröhlichen Senioren aus der Luthestraße am Fuße des Berges und stoppt die Zeiten beim Zieleinlauf. Um zu verhindern, dass die Rodler unter dem Bahndamm durchsausen und gegen eines der Häuser in der Rahmannstraße auf der anderen Seite des Bahndamms prallen, haben sie extra eine Sperre in der Unterführung aufgestellt.

Die Teilnehmer des Rodelwettbewerbs können sich entweder von einem Schlittenhundegespann den Berg hinunter ins Tal ziehen lassen oder ganz normal auf einem Schlitten den steilen Herskamp hinunter rodeln, egal, ob einzeln oder als Doppelsitzer. Von den Schlittenhunden machen nur zwei Ehepaare Gebrauch, die auf dem Bergheimer Steig wohnen, die anderen Teilnehmer nutzen ganz normale Holzschlitten oder Gummireifen :o).

Der Charmin Bear fühlt sich auf einem voluminösen Gummireifen sicherer als auf einem Schlitten. Trotzdem stammelt er, als der Startschuss fällt und ihm da erst aufzufallen scheint, wie steil der Herskamp eigentlich gerade zwischen Bergheimer Steig und Dachsfeld ist: "Nee, möcht' ich nicht!" Da ist allerdings Männergärtnerin Renate gnadenlos, denn sie gibt dem Gummireifen einen freundlichen Tritt, sodass der Charmin Bear krähend und sich auch noch drehend den Berg hinunter saust. Er hat das Gefühl, bald einen Drehwurm zu bekommen - da nützt es auch nix, dass Alex' Clio, der in Höhe von Haus Nr. 14 abgestellt ist, ihm freundlich zuwinkt. Vor Angst macht er sich fast in die Hose und wünscht sich deshalb Charmin-Toilettenpapier. Kurz hinter dem Dachsfeld, wo er von Alex, Weide und Thorsten dem tapernden Nashorn angefeuert wurde, fällt er vom Reifen, der ein kleines Hopserchen gemacht hat, und bleibt erschüttert im Schnee liegen. Einige Sanitäter, die vor Haus Nr. 36/38 Stellung bezogen haben, eilen dem Charmin Bear zur Hilfe. Der Gummireifen hingegen saust weiter den Berg hinunter, touchiert einen Porsche Panamera  am Fahrbandrand und fährt dann ohne den Charmin Bear weiter. Steffi macht das betretene Gesicht, als der Gummireifen den Hang ohne Mensch hinunter gesaust kommt und schließlich die Altpapier- und Altglas-Container kurz vor dem Bahndamm touchiert. Zum Glück wird keiner der Ordner oder Zuschauer im Tal verletzt. Die Zeit des Charmin Bear zählt natürlich nicht, denn er ist ja nicht mit dem Reifen unten am Fuße des Herskamps angekommen.

Thomas kommt todesmutig mit einem ganz normalen Schlitten den verschneiten Berg hinunter gesaust. An der Ecke Dachsfeld winkt er Alex freundlich zu und ruft: "Hallo, Alex, grüß Dich!" Alex winkt freundlich zurück, ahnt aber schon, dass gleich noch etwas passieren wird, auch wenn bis jetzt alles gut aussieht für Thomas. Weide und Thorsten das tapernde Nashorn naschen derweil einträchtig von einer Bratwurst.

Normalerweise müsste Thomas bereits in Höhe des Tauweges anfangen zu bremsen, tut es aber natürlich nicht. Fakt ist: Er fängt an zu schreien, als er hinter der Kreuzung Luthestraße den Bahndamm mit hoher Geschwindigkeit auf sich zukommen sieht, die Zuschauer und Ordner springen schleunigst zur Seite. Thomas legt eine Notbremsung hin und fällt dabei vom Schlitten - selbiger wiederum saust angesichts seines Schwungs den Bahndamm hinauf auf die Gleise. Nur wenige Sekunden später wird das Gefährt von einer S9 zermalmt, die sich gerade vom Haltepunkt Dellwig-Ost auf den Weg zum nächsten Haltepunkt Gerschede gemacht hat. Thomas hatte also noch mal Glück - bis auf ein schimpfendes Wintergoldhähnchen in seinem Mund ist ihm nix passiert - der Schlitten aber allerdings nicht. Immerhin wird Thomas' Zeit gewertet. Thomas ruft zur allgemeinen Erheiterung: "Früher war weniger Wintergoldhähnchen!" Das kleine Vögelchen flitzt schimpfend von dannen.

Thorsten und der Stationsarzt mimen, obwohl heterosexuell, ein Schwulentaxi und machen einen Doppelrodler auf ihrem Schlitten - der Arzt liegt unten, Thorsten auf ihm. Thorsten freut sich über den blauen Himmel mit den singenden Engelchen (vielleicht weniger Hirschkäferkacke rauchen?), den er über sich sieht, findet Lenken und Bremsen aber mal wieder überbewertet, sodass auch die Ermahnungen des Stationsarztes nix mehr nützen :o). Zuschauer und Ordner rund um Luthe- und Blitzstraße müssen abermals zur Seite springen, denn die beiden durchbrechen mit Karacho die Sperre in der Unterführung des Bahndamms und werden erst von einer Häuserwand gestoppt. Danach müssen sowohl Thorsten als auch der Stationsarzt sowie auch der Schlitten wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden. In der Notaufnahme des Philippusstifts in Borbeck bekommen die Ärztinnen in der Notaufnahme von Thorsten alles gezeigt, was sie sehen wollen - der Stationsarzt wird nun gepiekst, weil er eine Spritze bekommt. Komisch, sonst piekst/sticht er ja lieber :o)).

Renate stöhnt, als ES sich unsicher auf den Schlitten setzt und versucht, im Schneckentempo den steilen Herskamp runter zu kommen, denn ES bremst mehr als dass ES fährt - nützt ES aber angesichts der Steilheit der Straße nicht viel, der Schlitten wird trotzdem ziemlich schnell. Weide fällt vor Erstaunen fast die Bratwurst aus dem Mund, als ES plärrend vorbei gesegelt kommt und Alex zuruft: "Mr. Dole, look at me!" Alex weiß schon, dass ES niemals den Bahndamm am Ende des Herskamps erreichen wird. Recht hat sie, denn ES landet in einem Busch vor Haus Nr. 45 und plärrt diesen zusammen - erst recht, als einige verärgerte Amseln aufflattern, die bis dato friedlich in eben jenem Busch gesessen hatten, und schimpfend von dannen fliegen.

Als Letzter der Truppe setzt sich Stinki mit breitem Grinsen auf den Schlitten, denn natürlich will er Alex imponieren und ihr zeigen, wie toll er rodeln kann. Alex' Clio hingegen schüttelt sich bereits vor Lachen, denn bei Stinki und seiner Tolpatschigkeit weiß man ja nie. Auch der hinter ihm parkende, lilafarbene Polo grinst bereits wissend.

Stinki saust den Herskamp hinab. Als er an Clio vorbei kommt, wirft der ihm bereits Blumen hinterher. Stinki ranzt: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!", hat aber bald keine Zeit mehr, sich über Clio aufzuregen, denn plötzlich und unerwartet fliegt ihm eine Plastiktüte ins Gesicht, die vom Wind aus den Gärten auf den Herskamp herüber getrieben worden war, sodass Stinki nix mehr sehen kann. Alex und ihre beiden Mitstreiter am Grill lachen sich tot, als Stinki krähend an ihrem Grillstand vorbei gesaust kommt, mit Plastiktüte im Gesicht und laut krähend. Schließlich gelingt es Stinki, sich der Tüte in seinem Gesicht zu entledigen, aber es ist zu spät: Fast ungebremst rast er auf den Bahndamm zu, sodass sich Ordner und Zuschauer am Fuße des Herskamps nur noch mit Hechtsprüngen in Sicherheit bringen können. Stinki prallt gegen den Bahndamm und bleibt betäubt im Schnee liegen. Der Schlitten rutscht rückwärts den Bahndamm hinunter und verwandelt Stinkis Gemächt kurzfristig in Rühreier. Stinki schwankt zwischen Ohnmacht und Schreikrampf, sodass ein hilfsbereiter Bernhardiner mit Schnapsfäßchen um den Hals angetrottet kommt und Stinki erst mal mit Schnaps abfüllt. Der hält sich anschließend zwar die Eier, steht aber lallend, torkelnd und hicksend auf, dabei fragt er undeutlich: "Wat is'n hier eigentlich los?!" Lange hat er keine Zeit mehr, sich darüber Gedanken zu machen, denn plötzlich und unerwartet kommt ein Ford Focus um die Ecke geschlingert und nimmt den abgefüllten Stinki mitsamt seinen Rühreiern auf die Motorhaube - eigentlich hätte das Auto um die Zeit gar nicht dort unterwegs sein dürfen, aber Verbote gelten für alle, nur nicht für Fahrer von Ford Focus, BMW, Audi, Mercedes und Porsche :o)). Der Bernhardiner bellt dem Focus hinterher und setzt sich schon mal prophylaktisch in Bewegung, um Stinki ggf. mit Schnaps helfen zu können. Am Ende der Blitzstraße fällt Stinki nicht nur vom Glauben, sondern auch vom Ford Focus ab und bleibt betäubt im Schnee am Fahrbahnrand liegen - wie gut, dass der hilfsbereite Bernhardiner abermals zur Stelle ist :o).

Happy End!!! :o) 


Mittwoch, 26. November 2014

Rodeln nach Sonnenuntergang unter der Mondsichel :o)

An einem kalten, verschneiten Abend mit klarem Himmel machen sich die Männergärtnerinnen mit ihren Schützlingen zzgl. einiger Schlitten auf dem Weg zum nicht allzu weit entfernten Westerberg, um dort eine Rodelpartie zu veranstalten - unter der Mondsichel und dem Sternenzelt macht das sicherlich doppelt soviel Spaß. Netterweise verkaufen einige Schülerinnen des MGB an der Fürstäbtissinstraße an einem Stand Heißgetränke für einen guten Zweck.

Obwohl die Sonne bereits untergegangen ist, ist noch einiges am Rodelhang oberhalb des ehemaligen Zirkusplatzes an der ehemaligen Jugendverkehrsschule Borbeck los, denn neben den Männergärtnerinnen und ihren großen männlichen Kindern sind auch noch jede Menge Eltern mit ihren Sprößlingen am Rodelhang anzutreffen.


Mondsichel gestern Abend nach Sonnenuntergang über Bedingrade - (c) Alexandra Döll, Essen

Der eigentliche Rodelhang liegt oberhalb eines Weges an einem kleinen Waldstück in unmittelbarer Nähe der Skater-Anlage am Abzweig Aktienstraße, aber es gibt noch den steilen, stets vereisten Todesberg, der Richtung Schlosspark liegt und den kleinen Anfängerhügel, der auf dem ehemaligen Zirkusplatz an der Frintroper Straße ausläuft. Alex und ihre beiden Mitstreiterinnen untersagen ihren Schützlingen streng, den vereisten Todesberg zu nutzen, denn bei den übermütigen Herren weiß frau ja nie :o).

Der Charmin Bear hat eigentlich gar keine Lust zum Rodeln - ihm hat es schon gereicht, dass er den Schlitten fast die ganze Fürstenbergstraße hinauf ziehen musste, dann noch 30 m weiter bis zum ehemaligen Zirkusplatz und auch noch den Anfängerhügel hinauf bis zu einer kleinen Baumgruppe in der Mitte des Hügels, sodass er lieber beginnt, einen Schneemann zu bauen - sehr interessiert beobachtet von zwei kleinen Mädchen, die viel lieber mit dem großen Mann mit der bärenhaften Figur und dem gutmütigen Gesicht rodeln möchten. Als das ältere der beiden Mädchen ihn bittet, doch mal mit ihr und ihrer kleinen Schwester den Anfängerhang hinunter zu rodeln, antwortet er: "Neeee, möcht' ich nich...ich kann nicht!" Das stört die beiden Mädchen aber gar nicht, dass der Charmin Bear weder möchte noch kann, sie bearbeiten ihn einfach weiter, bis der Charmin Bear seufzend nachgibt und sich mit den beiden Kindern auf den Schlitten setzt, um den Anfängerhang hinunter zu rodeln - der eigentliche Rodelhang wäre ihm zu wild und der Todesberg, den er ja ohnehin nicht benutzen soll, sowieso. Das ist das Ergebnis, dass der Charmin Bear wenig später an seine Versicherung melden muss:

Ich rodelte mit zwei kleinen Mädchen, die mich einfach angesprochen haben, den nicht sehr steilen Anfängerhang herunter. Unten auf dem ehemaligen Zirkusplatz angekommen, kippten wir zunächst vom Schlitten, der dann den dort abgestellten Porsche von Herrn Weidenfeller touchierte und schließlich einfach ohne uns weiterfuhr.

Steffi, die eigentlich nicht besonders grobmotorisch veranlagt ist, bekommt allerdings wenig später auch Probleme, die sich für ihre Versicherung folgendermaßen lesen:

Als ich den Hang am Westerberg in Essen-Borbeck hinunter rodelte, tauchte ein unsichtbarer zweiter Schlitten aus dem Nichts auf, stieß mit meinem zusammen und verschwand dann spurlos.

Jedenfalls hat Steffi sich bei diesem unfreiwilligen Zusammenstoß mit dem anderen, offenbar herrenlosen Schlitten den Fuß verstaucht :o(.

Der Stationsarzt nutzt zwar den normalen Rodelhang, genau wie Steffi, aber besonders geschickt ist er dabei nicht - jedenfalls nicht beim Bremsen, denn er saust einfach über den Weg hinweg in das kleine Waldstück hinein :o). Seiner Versicherung meldet er Folgendes:

Ich rodelte den Hang am Westerberg hinunter, konnte mich aber einfach nicht mehr erinnern, wie man bremst. Ich sauste über den Weg am Fuße des Hanges hinweg in das kleine Waldstück, fand dort ein großes Schlagloch und blieb in demselben. Später entdeckten mich so ein paar Eulen in meinem Loch. 

ES rodelt zu seiner eigenen Sicherheit begleitet von Renate den Hang hinunter, aber auch hierbei kommt es zu Missgeschicken - zumindest als Renate mal alleine rodelt und ES einfach nicht die Bahn frei gibt, obwohl Renate vorher laut und deutlich "Vorsicht, Brennholz!" gerufen hat. ES hat sie nur großäugig angestarrt und dann passierte das, was Renate ihrer Versicherung melden musste:

Da Monsieur T. [ES] sich einfach nicht entscheiden konnte, den Hang frei zu machen bzw. in die eine oder andere Richtung zu laufen, fuhr ich einfach über seinen Fuß - mein Schlitten benahm sich dabei wie ein Katapult. Ich sah Monsieur T.s trauriges Gesicht langsam vorüber schweben, dann schlug er hinter meinem Schlitten im Schnee auf. 

Alex bekommt Probleme mit Thomas, der einfach unentschlossen unten am Fuße des Hangs stehen bleibt und sich offensichtlich auch nicht entscheiden kann, was er tun soll - Alex' Warnung "Vorsicht, Brennholz!" hat da leider auch nix genützt. Also meldet sie ihrer Versicherung:

Schon bevor ich Herrn M. [Thomas] anfuhr, wusste ich, dass er den Rodelhang niemals unversehrt verlassen würde. 

Thomas hat sich bei dem Intermezzo leider den Fuß verstaucht, genau wie Steffi. Das liegt aber auch daran, dass Thomas sich einfach nicht entscheiden konnte, mal zur Seite zu gehen - stattdessen hat er lieber unentschlossene Pirouetten unten auf dem Weg gedreht und gestammelt: "Ja, hmm....ich weiß nicht...was meinst du denn?!" :o)

Eigentlich sollten die großen männlichen Kinder NICHT den Todesberg nutzen, aber Thorsten und Stinki sind mal wieder eigensinnig und rodeln trotzdem den vereisten Hang hinunter, was zu einigen Katastrophen und Blessuren führt, vom Anschiss durch die Männergärtnerinnen ganz zu schweigen :o).

Thorsten meldet seiner Versicherung Folgendes:

Ich rodelte den sog. Todesberg am Schlosspark Borbeck hinunter, gefolgt von Herrn U. [Stinki]. Da ich Lenken und Bremsen leider immer noch überbewertet finde, schlingerte mein Schlitten Richtung Teich am Fuße des steilen Berges und machte ein Hopserchen über die Mauer in den Teich, wo ich nach einem kurzen Flug mit dem Schlitten umkippte und dann ins Eis einbrach. Danach verlor ich die Herrschaft über meinen Schlitten. Bei der Gelegenheit habe ich leider auch noch ein Blesshuhn überfahren. Es gab seine Schuld zu, da ihm dies schon einmal passiert war.

Anschließend bekamen die Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstifts in Essen-Borbeck alles von mir gezeigt, was sie sehen wollten.  

Stinkis Erlebnisbericht an seine Versicherung nach der mörderischen Rodelpartie vom Todesberg durch den Schlosspark bis hinunter zum Teich ist allerdings auch nicht besser:

Ich folgte Herrn G. [Thorsten] mit meinem Schlitten und sang dabei übermütig Holadihiahoppsassa. Da wir heute den ganzen Tag aufgrund des bevorstehenden Weihnachtsfestes mit Tannenzweigen in unserem Männergarten an der Fürstenbergstraße hantiert hatten, wuchs mir plötzlich und unerwartet eine Tanne ins Gesichtsfeld, sodass ich nichts mehr sehen konnte. Ich landete schließlich aufgrund meiner tannenbedingten Sehbehinderung neben Herrn G. im Teich und wurde von einem Erpel mit Fluppe im Schnabel mit den Worten "Du bist bestusst!" bedacht. Später hörte ich von abendlichen Spaziergängern im Schlosspark, dass der Erpel schwachsinnig sei. Ich habe den Erpel auch gefragt, wat denn mit ihm eigentlich los ist.

Anschließend musste ich, genau wie Herr G und unsere Schlitten., wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden. Die Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstiftes bekamen alles zu sehen, was sie sehen wollten. 

Diese Dinge im Schlosspark Borbeck bzw. am Westerberg haben jedenfalls dafür gesorgt, dass der Mann in der Mondsichel erst mal ein Universums-Schnäpschen brauchte :o).   


Dienstag, 11. November 2014

Als man den Herskamp im Winter noch zum Rodeln nutzen konnte :o)

Da der Herskamp ja über weite Strecken steil bergab geht, bot er sich für Rodelpartien aller Art an, denn richtig flach wird er erst nach gut 300 m in Höhe des Tauwegs :o).

Früher, als es noch nicht so viele Autos gab wie heute, konnte man sogar auf der Fahrbahn rodeln, ohne dass es zu einer Kollision mit einem Auto gekommen wäre, noch nicht mal am Kreuzungsbereich Dachsfeld. Heute würde das leider nicht mehr gehen, denn auch wenn es sich immer noch um eine recht ruhige Seitenstraße handelt, wäre es doch zu gefährlich, weil das Verkehrsaufkommen auch dort gestiegen ist und ja an den Fahrbahnrändern zudem jede Menge parkende Fahrzeuge abgestellt sind.

Ich bin öfter mit meinem Cousin Ende der 70er vom Haus meiner Oma unterhalb vom Dachsfeld hoch gelaufen bis zur Ecke Bergheimer Steig und bin dann mit ihm den ganzen Herskamp runtergerodelt - allerdings musste man schon frühzeitig mit dem Bremsen beginnen, denn sonst wäre man unfreiwillig in den Bahndamm gerauscht oder durch die Unterführung des Bahndamms gesaust und nach wenigen Metern gegen eine Hauswand auf der Rahmannstraße geprallt :o).

Auch meine Mama ist als Kind zusammen mit ihren Freunden oft den ganzen Herskamp runter gerodelt. Eine Dame aus der Nachbarschaft meiner Großeltern war bei den Kindern verhasst, weil sie ihnen einfach nicht das Wintervergnügen gönnte, sondern stattdessen lieber Bürgersteig und Fahrbahn streuen ließ - auch wenn der Herskamp in Höhe des Hauses meiner Großeltern schon fast in die Ebene überging. Alternativ haben meine Mom und ihre Freunde dann den Pollerberg genutzt, der heute leider ebenfalls zugebaut ist - auf einem Teil befinden sich die Gärten hinter den Häusern mit den ungeraden Hausnummern am Herskamp, Mitte der 60er kam die katholische Kirche St. Hermann Josef dazu (mittlerweile ja abgerissen, im Jahr 2015 wird an gleicher Stelle eine Allbau-Siedlung fertig gestellt) und Mitte der 80er noch eine Neubausiedlung auf dem Dachsfeld, die der ehemaligen Kirche gegenüber liegt - also gibt es dort heute leider auch kein Rodelvergnügen mehr für die Kinder.


Der Herskamp von oben, allerdings im Sommer - (c) Alexandra Döll, Essen

Sonntag, 23. Dezember 2012

Winterliches vom Westerberg

Über Nacht sind im Ruhrgebiet 30 cm Neuschnee gefallen, was insbesondere Opel-Fahrer dazu veranlasst, sich im Straßenverkehr bewemmst zu benehmen. Unsere Protagonisten machen es sich dafür mit Schlitten am Westerberg in Essen-Schönebeck gemütlich.

Meine Stofftiere haben oben am Hang einen Kakao- und Glühweinstand aufgebaut und nehmen pro Becher 50 Cent. Glühwein mit Schuss kostet allerdings 1,00 EUR. Zur Sicherheit haben Sammy und Ecki auch Erste-Hilfe-Köfferchen am Stand positioniert, denn manche nutzen nicht den normalen Rodelhang, sondern den Todesberg, der meist ziemlich vereist ist, sodass ggf. Blessuren verarztet werden müssen.

ES traut sich zunächst gar nicht, den normalen Hang hinunter zu rodeln und beginnt, einen Schneemann zu bauen. Eva und ich werfen vor unserer ersten Rodelpartie LSD ein und rufen fröhlich "Halla!". Stinki hat neben einem Schlitten auch seine Badepuppe Bethany und seine Puppe Vivien mitgebracht - natürlich tragen beide Puppen einen Schneeanzug, damit sie sich nicht erkälten. Stinki hat Bethanys Quietscheentchen an seinem Gürtel befestigt, damit die Ente nicht verloren geht und man ihn schneller im Tiefschnee wiederfindet, falls es beim Rodeln ein Unglück geben sollte. Einige kleine Mädchen haben ihre Glücksbärchis mitgebracht, mit denen sie rodeln möchten.

ES singt leise vor sich hin, während er einen Schneemann baut, der größer ist als er selbst. Eva und ich rodeln total zugedröhnt auf einem Schlitten den Hang runter und rufen fröhlich "Halla!" bzw. "Vorsicht, Brennholz!", damit wir  nicht versehentlich Stinki oder andere Kinder auf die Hörner nehmen. Als wir den Hang erneut hinauf stapfen, empfängt uns Sammy mit zwei Bechern Kakao. Stinki starrt mich unsicher an und tätschelt den Schnee - laut Eva benimmt er sich wie Monk und muss jetzt mal was berühren. ES ruft: "Mr. Dole, look at me!" Ich kichere, zwinkere Stinki zu und nehme einen Schluck Kakao. Stinki errötet, sagt aber nix.

Stinki setzt sich auf seinen Schlitten. Vor ihm sitzen seine beiden Puppen, die er festhält, damit sie nicht vom Schlitten fallen. Vivien ruft: "Mami!", sodass Stinki fragt: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!" Bethany strahlt mit ihren blauen Glasaugen und freut sich, dass sie mit ihrem Papi rodeln darf. ES wirft mit nem Schneeball nach Stinki, verfehlt ihn aber und trifft stattdessen einen freundlichen Bernhardiner mit Schnapsfässchen um den Hals, der ihn frustriert anbellt. Eva kichert und ruft: "Halla!" Ich zünde mir ne Zigarette an und rede mit Sammy.

Die erste Rodelpartie von Stinki verläuft problemlos. Seine beiden Puppen freuen sich. Vivien ruft begeistert: "Mami!" Stinki stöhnt genervt und lässt sich von Sammy einen Glühwein geben. Da diese Rodelpartie ja so gut geklappt hat, entschließt sich Stinki, mit seinen Puppen nicht den  normalen Hang runter zu rodeln, sondern den vereisten Todesberg. Meine Warnungen schlägt er natürlich in den Wind, weil er mich beeindrucken möchte. Sammy nöhlt: "Maaaaaaaann!!!" Ich rufe nur: "Halla!" und warte auf die Dinge, die da kommen.

Es kommt, wie's kommen muss: Stinki gibt am Todesberg richtig Schwung und saust über die Eisfläche den Hang hinunter. Das Bremsen wird ziemlich schwierig, da ja alles vereist ist. Er kräht - wenn auch nicht vor Freude. Vivien ruft entsetzt: "Mami!" Einige Spaziergänger auf dem Weg, der runter zum Teich bzw. zum Schloss führt, hechten in die Büsche, als Stinki den Berg runtergesegelt kommt und "Vorsicht, Brennholz!" ruft. Zum Glück hat sich der Bernhardiner mit Schnapsfässchen um den Hals schon in Bewegung gesetzt und will Stinki helfen, der gar nicht weiß, wie er den Schlitten nun zum Stehen kriegen soll. Weitere Spaziergänger hechten in die Büsche und rufen Stinki irgendwas wenig Nettes hinterher. Eva und ich blicken Stinki und seinem Schlitten erschüttert nach und rufen: "Halla!" Sammy nöhlt: "Maaaaaaaaaaaaaaaaann!!" Eva und ich hangeln uns vorsichtig den Hang runter. ES ruft: "Mr. Dole, look at me, not at him!", aber das ignorieren wir einfach. ES baut frustriert weiter an seinem Schneemann.

Schließlich macht Stinki mit seinem Schlitten ein Hopserchen über die kleine Mauer am Teich. Seine Puppen fliegen auf eine Bank, die am Ufer steht und blicken ihrem fliegenden Papi alias Mami mit großen Augen hinterher. Vivien ruft entsetzt: "Mami!" Stinki hat keine Zeit zu antworten, denn nach einem kurzen Flug landet der Schlitten auf dem vereisten Teich. Der Zwerghamster des Todes steht am Ufer und scharrt schon aufgeregt mit den Pfoten - kann er den Typen vielleicht mit ins Jenseits nehmen?!  Stinki kräht, als er auf dem Eis aufschlägt und ins Eis einbricht (dabei gibt's dort gar nix zu holen). Goldfische knabbern interessiert an seinen Handschuhen, sodass er motzt: "Wat is'n mit Euch eigentlich los?!" Enten quaken verärgert und zeigen ihm einen Vogel. Der Zwerghamster des Todes wird kopfüber von Ente Marianne und ihren 13 Küken in den Schnee getreten, denn die Schar ist wieder auf der Suche nach Erpel Dieter. Der watschelt gerade mit ner Fluppe im Schnabel an Stinki vorbei und grummelt: "Du bist bestusst!" Stinki findet das nicht witzig und schnattert vor Kälte, sodass er sogar auf seinen Standard-Satz ("Wat is'n mit dir eigentlich los?!") verzichtet.

Eva und mir gelingt es mit Hilfe des freundlichen Bernhardiners mit Schnapsfässchen um den Hals, Stinki aus dem eiskalten Wasser zu bergen. Der arme Kerl liegt entkräftet und frierend am Ufer, sodass der Bernhardiner ihn erst mal mit Schnaps abfüllt, während Eva und ich per Handy einen Krankenwagen anfordern, der am zum Glück nicht weit entfernten Philippusstift stationiert ist. Stinki steht lallend, torkelnd und hicksend auf und wird von einem Schlitten, der mit zwei etwa zehnjährigen Jungs besetzt ist, auf die Hörner genommen, sodass er abermals betäubt in einem verschneiten Rhododendronbusch liegen bleibt. Der Bernhardiner füllt ihn noch mal mit Schnaps ab, achtet aber darauf, dass Stinki nicht mehr aufsteht, damit nicht noch mehr passiert. In der Zwischenzeit ist auch der Krankenwagen eingetroffen, der den hicksenden Stinki direkt ins Krankenhaus bringt. Eva und ich kümmern uns derweil um Stinkis Puppen, die traurig auf der Bank am Teich sitzen.

ES ist es mittlerweile unfreiwillig gelungen, Klaus den Killer-Schneemann zu reaktivieren, der auch direkt einige Kinder meucheln will. ES heult: "Mr. Dole, look at the snowman!", doch Klaus der Killer-Schneemann lässt sich nicht aufhalten, und ich bin sowieso viel zu weit entfernt. Zum Glück kommt aber ein Schneepflug vorbei, der den Killer-Schneemann einfach überfährt, sodass erst mal wieder Ruhe im Karton ist. ES wird vorläufig festgenommen wegen groben Unfugs und plärrt, u. a. nach mir. Stinki hickst in einem Einzelzimmer im Philippusstift weiter. Eva und ich haben ihm seine Puppen ins Krankenhaus gebracht, sodass er uns dankbar anlächelt, bevor er weiter hickst. Der Bernhardiner hat vom Stationsarzt ein Leckerchen bekommen. Die Kinder sind nach Hause gegangen, genau wie meine Stofftiere, die Klaus den Killer-Schneemann auch nicht besonders mochten. Eva und ich rufen vor dem Krankenhaus fröhlich "Halla!", bevor wir uns in einem Café am Germaniaplatz stärken.

Happy End!!!


                           Schnee auf meinem Balkon - (c) Alexandra Döll, Essen

Freitag, 28. Oktober 2011

Skurrile Rodelpartien auf dem Donnerberg

Der Donnerberg, der von Bedingrade über Gerschede weiter nach Dellwig verläuft, wo er kurz vor dem Dellwiger Bahnhof in die Donnerstraße einmündet, ist gerade zwischen Schnitterweg und der Einmündung Emscherblick sehr steil, sodass man ihn natürlich gut zum Rodeln nutzen kann, denn Autofahren könnte bei entsprechenden Schneemassen doch ein wenig schwierig werden, zumal die Stadt Essen ja vielfach nur bei den Reichen, Schönen und Bekloppten streut - angeblich soll das ja in diesem Jahr anders sein, weil mehr Streusalz eingekauft wurde. Wir dürfen gespannt sein :o).

Marina baut auf der Ecke Donnerberg/Schnitterweg abermals ihren mobilen Suppen- und Getränkestand auf, wobei sie tatkräftige Hilfe von meinen Plüschtieren Sammy und Ecki erhält. Der Sensemann und der Zwerghamster des Todes scharren schon im Schnee auf dem Feld mit den Pfötchen bzw. den Füßen, weil sie auf Todesopfer hoffen. Marina findet die beiden Gestalten ziemlich dusselig und kommt auf deren Anwesenheit nicht klar. Ecki geht zu den beiden hin und pullert, sodass sowohl der Sensemann als auch der Zwerghamster des Todes endlich das Weite suchen - Gorillapisse, nein danke!!

Uli als sympathisches Schütze-Mädchen mit fehlendem Problembewusstsein segelt als Erste den steilen Hang runter. Sie genießt noch einmal den Blick über den Essener Norden und das nördliche Ruhrgebiet, bevor sie mit Lenken und Bremsen beschäftigt ist bzw. auch damit, dumpf unkende Frösche mit Schalke 04-Schals um den Hals, die einfach mal zugestiegen sind, von ihrem Schlitten zu vertreiben. Deshalb bekommt sie auch nicht mit, dass sie am Fuße des Berges richtig kräftig bremsen müsste. Die Frösche retten sich auf der Donnerstraße mit einem beherzten Sprung in eine Schneewehe am Fahrbahnrand, während Uli gegen einen 7er BMW prallt - zum Glück, ohne sich dabei zu verletzen. Der Fahrer kommt bestürzt aus seinem Haus gerannt und hält Uli nen Vortrag über seinen 7er bzw. dessen Wert. Der 7er selbst tut so, als wenn ihn die ganze Geschichte nix anginge und Uli blickt den BMW-Besitzer mit großen Augen an. "Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt!"

Timo muss, bevor er ins Tal hinunter rauscht, erst Omma Plömmelköttel durchlassen, die den Donnerberg mit ihren Einkaufstaschen hinauf schnauft. Die arme Dame wird kurz vor ihrem Zuhause an der Schlossstraße von einem Waran überfallen, der ihr unbedingt an die Eier will. Sie überlässt dem Waran widerwillig ihre Eier aus Bodenhaltung. Einige Artgenossen des Warans haben die Netto-Filiale auf der Ecke Frintroper Straße/Schlossstraße überfallen, sodass es dort auch keine Eier mehr gibt, weil die Riesen-Echsen alle mitgenommen haben. Omma Plömmelköttel braucht erst mal nen Schnaps und grübelt darüber nach, wo sie neue Eier her bekommt...

Timo ist gut mit Kölsch getränkt den Hang runter gesegelt und hickst dauernd, was ein ausgebüchstes Krokodil auf den Plan ruft - hurra, Menschenfleisch mit Alkohol gefüllt! Das bekommt es auch nicht alle Tage. Leider stellt das Kroko sich nicht besonders intelligent an, sodass es sich total unauffällig mitten auf der Fahrbahn auf die Lauer legt, bevor Timo überhaupt mit seinem Schlitten an ihm vorbei gefahren ist. "Mach Platz, du Otto!" ruft Timo genervt und hickst noch einmal. Zu spät - er nimmt das Kroko auf die Hörner, sodass er nun auch unfreiwillig einen Fahrgast hat, der jedoch sichtlich Spaß an der Schlittenfahrt hat und erst mal nicht mehr ans Fressen denkt. Unten angekommen, bremst der angetrunkene Timo jedoch etwas zu heftig, sodass der Schlitten aus der Spur gerät und schleudert. Das Kroko fliegt in hohem Bogen in einen bis dato zugefrorenen Gartenteich und blickt verwirrt um sich, als es sich mit mehreren Goldfischen im eiskalten Wasser wiederfindet. Timo bleibt in Höhe des Emscherblicks verwirrt hicksend im Schnee liegen, während sein Schlitten unkontrolliert den 7er auf der Donnerstraße antippt. Der Besitzer ist der Verzweiflung nahe, zumal er noch nicht mal nen Verantwortlichen sehen kann. Wie soll er das seiner Versicherung erklären, wenn er den Schaden beheben lässt? - "Ein herrenloser Schlitten touchierte mein Auto..."??? Timo wird von zwei hilfsbereiten Erotik-Darstellerinnen, die das Ganze beobachtet haben, mit nach Hause genommen, damit sie ihn dort aufwärmen können :o).

Renate segelt gerade los, als eine finster drein blickende Mördermuschel auf ihren Schlitten springt. "Wenn du bekloppt fährst oder ich in den Schnee falle, DANN GNADE DIR GOTT!!!" Die Rüstige lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken, zumal sie das alles schon von ihrer Arbeitsstelle kennt, packt die Muschel beherzt und wirft sie möglichst weit weg. Die Mördermuschel bleibt prustend im Schnee liegen und zetert, während Renate sich schließlich unfreiwillig in einem Vorgarten am Fuße des Donnerbergs wiederfindet, denn ihr Gefährt ist ins Schleudern geraten, da zwei lebensmüde Fußgängerinnen, die sich langsamer bewegten als mancher Tote, einfach auf die Fahrbahn getreten sind, wobei die eine noch rumheulte, dass ihr ein Fingernagel abgebrochen ist und der Saum ihrer Jeans nicht richtig sitzt. Renate flucht und entschuldigt sich schließlich bei einem kleinen Busch, den sie unfreiwillig geplättet hat. Die Seele des Busches - ein translucides Abbild des Busches mit Engelsflügelchen - schwebt hinauf zum Himmel, wo er mitleidig von Gott und Petrus empfangen wird.

Thomas und Alex versuchen gemeinsam, unfallfrei den Donnerberg runter zu kommen - Alex sitzt vorne, Thomas mit seinem neckischen Stirnband hinten. Petrus im Himmel kann schon nicht mehr hinsehen, als die beiden sich kräftig mit den Füßen abstoßen und schnell an Fahrt gewinnen. Am Fahrbahnrand liegen gereizt zischelnde Schlangen aller Art, die von dem Treiben auf dem Donnerberg genervt sind - noch nicht mal im Tiefschnee hat man Ruhe vor den ganzen Menschen. Thomas jammert los, während Alex den Schlangen drohend die Teufelsforke zeigt, sodass die es bei einem gereizten Zischeln belassen anstatt einen Angriff zu starten - auf Flüche mit nicht absehebaren Konsequenzen haben sie jetzt keine Lust.

Thomas gelingt es irgendwie nicht, den Schlitten ruhig zu halten, sodass sie noch vor dem Erreichen der ersten Häuser in Höhe des Emscherblicks mit ihrem Gefährt umkippen und im Schnee landen. Ein Eichhörnchen und einige dumpf unkende Frösche schauen ihnen neugierig zu, als sie erst mit großen Augen im Schnee liegen bleiben und sich dann langsam gegenseitig aufhelfen. Thomas überlegt, was schlimmer ist - Zackenbarsche im Bodensee, die einem in die Weichteile beißen können oder diese ganzen merkwürdigen Viecher hier, denn die Frösche scheinen schadenfroh zu grinsen, zumal er sich auch noch nen blauen Fleck nebst einem Riss in der Hose geholt hat. Alex schüttelt grinsend den Kopf über ihr Groupie (und Berufskollegen) und nimmt Thomas mit zu sich nach Hause, das zum Glück nur zehn Gehminuten entfernt ist, damit er sich erst mal stärken kann. Sie hat sich zum Glück nix getan und muss sogar über diese skurrile Erlebnis kichern, während Thomas immer noch jammert und sich zunächst nicht aufheitern lässt, doch auch dafür kennt Alex Mittel und Wege...

Thorsten, der Lenken und Bremsen immer noch total überbewertet findet, saust todesmutig den Donnerberg hinunter, sodass er fast Erpel Dieter über den Haufen fährt, der dort mit ner Fluppe im Schnabel über die Straße trappst, aber schleunigst aufflattert, als er Thorsten heranrauschen sieht. '"Du bist bestusst!" grummelt Erpel Dieter, als Thorsten an ihm vorbei gefahren ist. Da er natürlich wieder zu spät lenkt und bremst, wird der 7er auf der Donnerstraße zum dritten Mal an diesem Tag von einem Schlitten touchiert, sodass dessen Fahrer bewusstlos zusammen bricht - drei Schlitten an einem Tag in seinem Auto, das geht nun wirklich nicht! Der 7er schnaubt verächtlich bis genervt. Thorsten fühlt sich unfreiwillig zum Fräulein befördert, was anlässlich seines Vornamens zu peinlichen Vermutungen Anlass geben könnte, dann muss er mal wieder wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden und zeigt den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstiftes mal wieder alles, was sie sehen wollen...:o).

Happy End!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Flammenlose Kerzen beim Rodeln

Der Winter nähert sich mit Riesen-Schritten - auch wenn es heute im Vergleich zu gestern milder ist, dafür aber auch regnerischer :o(. Gerade klärt der Himmel wieder ein wenig auf und morgen soll ja wieder sonniges Wetter herrschen.

Gestern Abend wurden auf HSE24 abermals die flammenlosen, mit LED-Technik betriebenen Kerzen präsentiert (Flambiance), die im Gegensatz zu normalen Kerzen den Vorteil bieten, dass kein Wachs runter tropft auf die Tischdecke oder den Unterschrank und bei denen natürlich auch keine Brandgefahr besteht, wobei die wirklich schön gearbeitet sind - trotzdem erhalten echte Kerzen weiterhin bei mir den Vorzug. Solche "kalten" Kerzen wären natürlich total gut, wenn meine Spießgesellen/-innen und ich im kommenden Winter - ob der wieder so schneereich wird wie die letzten beiden, darüber gehen die Meinungen noch auseinander - steile Straßen wie den Herskamp, den Reuenberg oder den Bergheimer Steig hinunter rodeln :o). Marina kann ja aufgrund ihrer Schwangerschaft und der beim Rodeln vorhandenen Unfallgefahr leider nicht mit rodeln, aber ich bin davon überzeugt, dass sie auf der Ecke Herskamp/Bergheimer Steig einen Stand aufbaut, an dem sie Glühwein, heißen Kaffee und Kakao sowie Kürbissuppe verkauft.

Die Kerzen würden schon alleine den Vorteil bieten, dass man Leute, die in eine hohe Schneewehe reingerutscht sind und unter selbiger begraben wurden, leichter orten kann, denn die Flamme leuchtet ja weiter und bringt somit Licht ins verschneite Dunkel. Das ist eine Arbeitserleichterung für die Rettungshunde - Bernhardiner, Schäferhunde und Golden Retriever. Klaus der Killer-Schneemann würde vor Neid erblassen, weil die Schneemann-Kerzen aus Wachs viel freundlicher gucken als er und nicht hinweg schmelzen, sobald die Temperaturen mehrere Tage hintereinander im Plus-Bereich liegen.

Sammy würde natürlich mit Ecki am Hang stehen und alle Rodler anfeuern, denn sie kann ja derzeit aufgrund ihrer Trächtigkeit auch keine allzu gefährlichen Freizeitaktivitäten betreiben. Marina würde sie sicherlich wieder mit Sigismund anquatschen und ihr öfter Kürbissuppe geben. Hamsterdame Steffi segelt mit ihrem Gleitschirmchen durch die verschneite Landschaft und macht Fotos von dem munteren Treiben - z. B. wenn Timo mit seinem Alien den Hang hinunter saust und mit seinem Schlitten einen Baum touchiert, weil der Alien ihm im falschen Moment die Augen zugehalten hat oder wenn Thorsten den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift wieder alles zeigt, was sie sehen wollen, denn Bremsen und Lenken findet er ja immer noch total überbewertet :o). Für Thomas müssten wir eine mobile Toilette (toi-toi-toi) aufbauen, denn bei der Kälte verspürt seine Sextaner-Blase bestimmt noch häufiger den Wunsch, sich zu entleeren - vor allem, wenn er in einer Schneewehe landet und erst mal mühselig von einem Bernhardiner ausgebuddelt werden muss, wobei die Ortung durch die flammenlose Kerze ja auch für den Hund einfacher wird.

Uli brettert in Schlangenlinien den Herskamp mit ihrem Schlitten runter, begleitet von ihrem Wuffelwuff Herkules. In Höhe des Dachsfeldes gerät ihr Schlitten jedoch ins Schlingern. Herkules kann sich mit einem beherzten Sprung vom Schlitten ins Dachsfeld retten, aber Uli saust alleine schreiend weiter die Straße runter - bis der Bahndamm sie stoppt. Danach weiß sie als Schütze-Mädchen nicht, wo das Problem liegt, zumal ihr Licht auch noch brennt :o).


                                                   Herkules - (c) Marina Hong, Düsseldorf


Am Hang stehen natürlich neben meinen Stofftieren noch weitere Tiere, die dem munteren Treiben zuschauen - dumpf unkende Frösche mit Schal um den Hals, vegetarische Alligatoren, kältefeste Blindschleichen, Mambas im Pelzmantel...

Alex und Renate sausen mit einem Gummireifen den Herskamp hinunter, als plötzlich und unerwartet ein 3er BMW aus dem Dachsfeld kommt und ihren Weg kreuzt. Zum Glück hat ihr Gummireifen soviel Speed drauf, dass sie nicht einfach gegen das Auto donnern und sich ernsthaft verletzen bzw. den BMW massiv beschädigen - nein, aufgrund der Geschwindigkeit können sie die Motorhaube des 3er als Sprungschanze nutzen und dann noch relativ weich kurz vor dem Bahndamm aufsetzen. Renate jubelt und schwenkt eine Nikolaus-Kerze in der Gegend rum. Der 3er-Fahrer ist sprachlos.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Abgedrehtes zum Winter 2010



Fotos: (c) Alexandra Döll, Essen
Oberes Foto: Sonnenuntergang über Essen-Haarzopf
Unteres Foto: Verschneiter Garten in Essen-Bedingrade
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So sieht der Winter über Essen aus - insbesondere das unterste Foto ist sehr aktuell, da erst an Weihnachten entstanden. Mittlerweile hat hier jedoch Tauwetter eingesetzt, wobei aber an den Fahrbahnrändern immer noch mehr als genug Schnee zu finden ist. Die EBE transportiert selbigen ja nicht ab...
Natürlich darf auch eine abgedrehte Geschichte zum Wintereinbruch im Ruhrgebiet nicht fehlen :o).
Alex trifft sich mit ihren Spießgesellen und -gesellinnen Thorsten, Thomas, Timo, Marina, Steffi, Uli und Renate an der Zeunerstraße, knapp oberhalb des Werdener Berges, der derzeit für den Autoverkehr gesperrt ist. Bevor es an eine Rodelpartie geht, werden natürlich noch Schneemänner am Fahrbahnrand gebaut. Steffi macht das betretene Gesicht und bezeichnet ihre Zimmerpflanzen Alex und Marina als geschmacklos, weil diese einen Schneemann mit einem 25 cm langen Gemächt bauen. Die Herren schauen eher neidisch aus der Wäsche. Timo und Thomas bauen eine Schneefrau mit mindestens 120 cm Oberweite, was insbesondere Thomas die Schamesröte ins Gesicht treibt. Steffi findet auch das geschmacklos. Renate mahnt Alex und Marina, doch an die Kinder zu denken, die den Schneemann mit Gemächt sehen könnten, doch Alex meint, dass die Blagen angesichts schlecht erzogener Eltern und niveaulosem Fernsehprogramm auf einigen Privatsendern nicht mehr weiter versaut werden können. Wo sie Recht hat...
Während einige Herrschaften also Schneegestalten mit signifikanten Geschlechtsmerkmalen bauen, trinkt Thorsten ein Bier und grinst. Uli und Renate bauen ein Schneehuhn ohne Geschlechtsmerkmal. Ulis Hund Herkules tobt übermütig durch die Schneehaufen am Fahrbahnrand. Alex' Stofftiere haben sich auch zum Rodeln an der Zeunerstraße eingefunden. Petra hat zusammen mit Rammstein-Frontman Till Lindemann einen Getränkestand aufgebaut, damit sich die Schneearchitekten und Rodler an heißem Kaffee oder Kakao, Grog, Bier, Rum etc. erfreuen können.
Uli und Renate sausen als Erste den etwa vier Kilometer langen Werdener Berg hinunter, und zwar im Doppel-Wok - Stephan Raab und seine Wok-WM lassen grüßen. Herkules bleibt bei Till und Petra, während er Frauchen und ihrer Begleiterin skeptisch hinterher schaut. Am Fuße des Berges an der Kreuzung am S-Bahnhof Werden machen sich bereits der Sensemann und der Zwerghamster des Todes startklar. Vielleicht gibt es ja hier wen zu holen...
Natürlich werden die beiden Damen immer schneller, sodass sie von dem Starenkasten auf halber Höhe kurz hinterm Meckenstocker Weg geblitzt werden, denn mit ihren Woks sind sie natürlich wesentlich schneller als die maximal erlaubten 60 km/h. Der Lokführer einer verträumten S6, der sich doch entschlossen hat, vom Essener Hauptbahnhof über den Stadtwald, Hügel, Werden, Kettwig, Ratingen, Düsseldorf und Leverkusen weiter nach Köln zu fahren - was in den letzten Tagen nicht selbstverständlich war - staunt nicht schlecht, als sein Zug aus dem Wald kommt und er auf der Straße neben den Gleisen zwei Damen mit ihren Woks den Berg hinunter sausen sieht, die seine S-Bahn sogar noch überholen. Der Zwerghamster des Todes jubiliert bereits, als er die beiden in weiter Ferne angesaust kommen sieht, doch er wird kopfüber in den Schnee getreten - mal wieder von Ente Marianne und ihren 13 Küken, die auf der Suche nach Erpel Dieter sind. Zum Glück bremsen Renate und Uli rechtzeitig, sodass sie sehr exakt am S-Bahnhof zum Stehen kommen. Der Sensemann ist stinkig und holt sich aus lauter Frust einen Flachmann am Kiosk, den er auf Ex und Hopp leert.
Alex versucht, gemeinsam mit Marina, Steffi und Thomas im Vierer-Bob den Berg hinunter zu segeln. Sie sitzt ganz vorne, hinter ihr Thomas, dessen Nippel sie wieder im Kreuz hat. Marina hat sich hinter ihm platziert und das steuernde Schlusslicht des Bobs bildet Steffi. Der Bob gewinnt rasch an Fahrt. Thomas quiekt angesichts der Geschwindigkeit und der gefährlichen Nähe zur Mittelmauer auf der B224. Marina findet ihn dusselig. Steffi macht das betretene Gesicht, insbesondere als auch sie auf halber Höhe in die Radarfalle sausen.
Der Zwerghamster des Todes hat sich mittlerweile wieder ausgebuddelt und sieht erfreut, dass sich ein Vierer-Bob mit hoher Geschwindigkeit nähert. Vielleicht kann er die Insassen ja mit ins Jenseits nehmen??? Er hat keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, denn Ente Marianne und ihre 13 Küken sind zurückgekommen und treten ihn abermals kopfüber in den Schnee, dabei singen sie fröhlich den OOMPH-Hit "Augen auf". Der Zwerghamster des Todes prustet und als er gerade wieder sein Köpfchen aus dem Schnee erhoben hat, tritt ihm Erpel Dieter - wie üblich mit Fluppe im Schnabel - auf den Kopf und grummelt: "Du bist bestusst!" Derweil suchen Sammy und Ecki nach Tulpen am Weg zur Platte, doch dafür ist es noch ein bisschen zu früh. Steffi, der freundliche Hamster mit dem Umhängetäschchen, segelt mit dem Gleitschirm über den Werdener Berg hinweg und filmt die Abfahrt ihrer Mutti und deren Begleiter. Zum Glück ist ihr menschliches Pendant in der Lage, rechtzeitig zu bremsen, sodass der Bob sehr exakt am S-Bahnhof zum Stehen kommt. Der Sensemann ist abermals frustriert und holt sich noch nen Flachmann, den er auf Ex und Hopp leert. Der Zwerghamster des Todes kommt derweil zu dem Ergebnis, dass er Enten bei Winterwetter hasst und er nie wieder OOMPH! hören wird.
Derweil rodeln Thorsten und Timo als Doppelsitzer den Hang hinab. Timo liegt, da er größer ist als Thorsten, natürlich unten. Petra und Till Lindemann kichern und faseln was von Schwulentaxi. Thorsten findet Lenken mal wieder total überbewertet, sodass sie mehrfach die Mittelmauer touchieren, zum Glück ohne gesundheitliche Folgen, sehr zum Verdruss vom Sensemann und seinem Zwerghamster des Todes. Natürlich sausen auch sie in die Radarfalle. Sammy nöhlt rum, weil sie keine Tulpen findet. Ecki ist traumatisiert, da Krimhilde Krötenwutz ihn über den Haufen gerannt hat. Hamster Steffi wiederum traumatisiert mit ihrem Gleitschirm einen Mégane-Fahrer, vor dessen Windschutzscheibe sie auf der Brückstraße her schwebt.
Die beiden Herren bremsen nicht ganz so rechtzeitig, da Thorsten auch bremsen total überbewertet findet. Schließlich stoppen sie die massiven Hartschalenkoffer von Omma Plömmelköttel, die aus Köln gekommen ist und ihren Neffen, der in Werden wohnt, besuchen möchte. Danach kann Thorsten den Ärztinnen in der Unfallchirurgie des katholischen Krankenhauses Werden alles zeigen, was sie sehen wollen. Timo hat nach diesem Höllenritt einen Rückenklaus und muss ebenfalls in der Chirurgie verarztet werden. Draußen zieht die Entenfamilie inklusive Erpel Dieter vorbei und singt mal wieder "Augen auf".
The End

Mittwoch, 13. Januar 2010

Ein Schlittenrennen auf dem Donnerberg

Das Schlittenrennen auf dem Donnerberg, der sich zwischen den Essener Stadtteilen Frintrop und Dellwig erstreckt, findet natürlich unter Beteiligung unserer allseits bekannten und beliebten Protagonisten statt. Statt handelsüblicher Schlitten kommen diesmal jedoch aufblausbare Boote, Schwimmtierchen oder Möbel zum Einsatz - Hauptsache, der fahrbare Untersatz ist aufblasbar! ;o)

Startpunkt ist am Kreuzungsbereich Donnerberg/Schnitterweg (wie passend), Ziel ist der Einmündungsbereich Donnerberg/Donnerstraße, wobei es sich empfiehlt, bereits etwa 100 m vorher ab der Einmündung Emscherblick zu bremsen.

Das Rennen findet ausgerechnet an dem Samstag statt, an dem Tief Daisy Deutschland beehren will und zudem auf der Zeche Zollverein das Kulturhauptstadtjahr 2010 eröffnet werden soll. Dennoch trotzen die zahlreichen Zuschauer auf den Feldern und Koppeln, die rechts und links vom Donnerberg liegen, dem Wetter und der Zeche Zollverein. Petra hat auf der Ecke Schnitterweg einen Stand mit Heißgetränken aufgebaut, wobei sie tatkräftig von Rammstein-Frontmann Till Lindemann unterstützt wird. Auch der Sensemann und sein Zwerghamster des Todes haben sich an der etwa 800 m langen Piste eingefunden - vielleicht gibt es ja etwas zu holen, zumal sich in unmittelbarer Nähe zwei Friedhöfe befinden, nämlich ein evangelischer und ein städtischer. Der Sensemann platziert sich etwa 200 m vom Schnitterweg entfernt und trinkt Grog, der Zwerghamster des Todes wartet auf halber Strecke an der steilsten Stelle am Rand auf mögliche Tote, die er direkt von der Piste in die Urne bringen kann.

Los geht das Schlittenrennen mit Marina und Steffi in einem handelsüblichen Schlauchboot. Sie stoßen sich mit den Händen ab und segeln krähend den Donnerberg hinunter. Steffi ist als Kind lieber die Halde an der Hafenstraße hinunter gerodelt, aber der Donnerberg ist noch viel steiler. Ihnen gefriert das Blut in den Adern, als nur wenige Meter vor ihrem Gefährt der Erpel Dieter den Weg kreuzt und im Gestrüpp auf der anderen Straßenseite eine Fluppe rauchen will. Das geht gerade noch mal gut - der Erpel Dieter flattert erschreckt auf und brummelt: "Ihr seid bestusst!" Marina schreit ihm noch "Du Sau!" hinterher. Steffi macht das betretene Gesicht - obwohl sie schließlich heil unten ankommen und von einer johlenden Zuschauermenge am Emscherblick empfangen werden.

Es folgen Thomas und Alex in einem aufblasbaren Kanu. Alex gibt Schwung, während Thomas hinter ihr stammelt: "Ja...hm...ich weiß nicht..." Er hat keine Zeit mehr, irgendwas zu wissen, denn das Kanu nimmt schnell Fahrt auf. Alex juchzt, Thomas quiekt wie ein Meerschweinchen und krallt sich verzweifelt an der Außenhülle fest, sodass das Kanu fast aus der Spur kommt. Alex meckert Thomas an, der sich mit dem Gesicht nach unten auf die vor ihm sitzende Alex wirft, sodass sie Mühe hat, die Spur zu halten. Der Zwerghamster des Todes wittert bereits Beute, doch er wird mal wieder von Ente Marianne und ihren 13 Küken kopfüber in den Schnee getreten, denn die sind mal wieder auf der Suche nach Erpel Dieter. Wie immer gilt: immer den Rauchwölkchen nach...! Auch die beiden kommen heil ins Ziel, wobei Thomas anschließend sehr verstört ist und vor Angst beinahe ein Pfützchen gemacht hätte. Stattdessen jammert er nach Alex, obwohl die direkt neben ihm steht und Kaffee trinkt.

Tim und Thorsten, die Lenken und Bremsen bekanntermaßen ziemlich überbewertet finden, legen sich wie die Doppelrodler auf einen großen Gummireifen. Tim liegt unten, Thorsten auf ihm. Einige Zuschauer kichern und erzählen was von "Schwulentaxi". Tim brüllt: "Spackos!", bevor es los geht. Die beiden gewinnen recht schnell an Tempo, stoßen jedoch immer wieder gegen die Fahrbahnränder. Sie kommen nicht ganz so heil ins Ziel, da sie beide von ihrem Gefährt fallen und auch ein bisschen zu spät bremsen. Dabei kommen ihnen eine Straßenlaterne und ein großer Busch schneller als erwartet entgegen. Tim muss danach wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden, Thorsten darf den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift mal wieder alles zeigen, was sie sehen wollen ;o).

Renate und Uli rodeln mit einer aufblasbaren, pinkfarbenen Couch, so wie sie Ende der 90er Jahre modern war, den steilen Donnerberg hinunter. Alles läuft gut, bis das antiautoritär erzogene Ätzblag (eigentlich heißt das ja Laissez-faire...) Marcel auf die Piste springt. Beide sehen das traurige, erstaunte Gesicht von de Pänz nur noch vorüber schweben, dann schlägt de Pänz hinter ihrer Couch im Schnee auf. Zum Glück gibt es auch diesmal keine Arbeit für den Zwerghamster des Todes, denn Marcel hat sich Gott sei Dank nix getan, brüllt aber wie am Spieß. Seine Mutter Jacqueline wird von einigen Ordnern von der Piste geholt, genau wie Marcel. Jacqueline, die sich für J. Lo. aus Bergeborbeck hält, brüllt: "Marzel, du bis ne echte Schandale für uns alle!" Renate und Uli haben währenddessen das Ziel unverletzt erreicht, auch wenn Renate sich mittlerweile fragt, ob sie irgendwie Pänze anzieht, die langsam über ihren Schlitten hinweg mit traurigem Gesicht an ihr vorbei schweben möchten. Uli versteht gar nicht, wo das Problem liegt und schon gar nicht, als sich am Ende des Wettbewerbs herausstellt, dass sie den dritten Platz belegt haben beim Rodelwettbewerb.

Marina und Steffi haben den zweiten Platz gemacht, weil sie noch drei hundertstel Sekunden schneller waren als Renate und Uli. Zu Siegern werden in Abwesenheit unsere Chaoten Tim und Thorsten erklärt, denn schneller ist keiner den Hang runter gekommen - allerdings war anschließend auch kein Rodler schneller im Krankenhaus. Alex und Thomas, die insgesamt Achte geworden sind, nehmen den Preis für die beiden entgegen. Thomas wird von einer Schneewehe erfasst und jammert lautstark nach Alex, zumal sich anschließend diverse Pfützchen auf seinem Anorak bilden und ihm kalt ist. Alex denkt sich ihren Teil ("Spacko!") und rollt mit den Augen.

Der Sensemann und sein Zwerghamster des Todes suchen frustriert die nächste Kneipe am Frintroper Wasserturm auf - schon wieder keine Beute!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Klaus der Killer-Schneemann Vol. 2

Nachdem Klaus der Killer-Schneemann und der Zwerghamster des Todes das Lied vom Tod gespielt haben, wirft Klaus der Killer-Schneemann unseren Protagonisten auf dem aufblasbaren Schlitten Giftpfeile hinterher, doch er zielt schlecht: statt die auf dem Schlitten Sitzenden zu treffen, trifft er die aufblasbare Hülle, sodass es lautstark POFF! macht. Das hat den Effekt, dass die Schlittenbenutzer durch den massiven Knall durch die Gegend geschleudert werden. Uli und Renate kippen nach hinten weg. Uli macht unfreiwillig einen Schneeadler und bleibt erst mal wie betäubt liegen, sodass ihr kleiner Hund Herkules besorgt angeflitzt kommt, um nach seinem Frauchen zu sehen. Die Rüstige verschwindet wortlos unter dem Schlitten eines Zwillingspärchens und guckt sparsam aus der Wäsche.

Steffi macht das betretene Gesicht und denkt ans Sterben, als sie den Himmel über sich sieht. Erst nach einigen Minuten wird ihr gewahr, dass ihre Zeit noch nicht gekommen ist, doch bis dahin überschlagen sich die Ereignisse.

Marina liegt nur zwei Meter entfernt von Steffi im Schnee und hat unfreiwillig ins Gras gebissen, das sich unter der dichten Schneedecke befindet. Sie hustet und prustet, bevor sie eine Schimpftirade ausstößt und den unbekannten Übeltäter als "dusselig" bezeichnet. Tim liegt mitten in einem Holzzaun, sodass der der Besitzer des Zauns nicht mehr alle Latten an selbigem hat. Bis auf ein paar blaue Flecken ist ihm jedoch nichts weiter passiert. Thorsten ist gegen einen zierlichen Baum geflogen und muss kurz darauf zwei Ärzten (!) in der Notaufnahme des Philippusstift alles zeigen, was sie sehen wollen ;o).

Thomas liegt auf dem Rücken im Schnee direkt neben einem Gebüsch am Fuße des Hangs, Alex fällt auf ihn drauf. Er fängt natürlich sofort an, nach Alex zu jammern, obwohl sie direkt auf ihm liegt, weil er jetzt wieder Rückenschmerzen hat und seine Hose bestimmt dreckig ist. Der Erpel Dieter, der bis dato ruhig im Gesträuch gesessen und eine Fluppe der Marke "Ente23" geraucht hat, kommt genervt angewatschelt und ranzt Thomas mit brummiger Stimme an: "Du bist bestusst!" Alex findet das nicht komisch und fühlt sich desorientiert- Thomas' Gejammer macht es nicht besser. Arno versucht, sich fluchend aus einem Schneehäufchen aufzurappeln, aber da er sich den Fuß verstaucht hat, bleibt es beim Versuch aufzustehen.

Der Zwerghamster des Todes wittert fette Beute und will gerade losrennen, um Tote mitzunehmen, als er kopfüber in den Schnee getreten wird - die Ente Marianne sowie ihre 13 Küken stiefeln über ihn hinweg und sind auf der Suche nach dem Erpel Dieter (immer den Rauchwölkchen nach). Der Zwerghamster des Todes rappelt sich schließlich prustend auf, muss aber erst mal seine Sense suchen, die auch irgendwo im Schnee liegt. Er entschließt sich, unverrichteter Dinge abzuziehen und den nächsten Bus Richtung Borbeck zu nehmen - soll sich der Sensemann morgen doch persönlich um bekloppte Rodler kümmern!

Klaus der Killer-Schneemann ist stinksauer, insbesondere als er sieht, dass es keine Toten gibt und der Zwerghamster des Todes einen Bus besteigt. Herkules zeigt ihm direkt, was er von ihm hält, denn er hebt dezent sein Beinchen und pullert Klaus an. Der flucht wie ein Rohrspatz, während Herkules fröhlich zu Frauchen zurück läuft, die sich mittlerweile erhoben hat.

Droben im Himmel hält Gott gerade eine Siesta, sodass Jesus, Petrus und der heilige Geist gut gelaunt herumalbern und mit dem Wetter spielen. Fazit: Von Westen her scheint die rotglühende Abendsonne auf Klaus den Killer-Schneemann hernieder, von Osten her nähert sich ein Wintergewitter mit wärmeren Temperaturen und Regenschauern. Klaus der Killer-Schneemann schmilzt erst dahin und läuft dann in flüssiger Form den Berg hinunter. Die Möhren werden von Erpel Dieter, Ente Marianne und den 13 Küken verspeist, die Machete liegt nutzlos in der Gegend herum. Unsere Protagonisten treten durchnässt, frustriert und mit kleineren Blessuren fluchend den Heimweg an.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Klaus der Killer-Schneemann

Da unsere Protagonisten ja nun alle Westerberg- und Herskamp-Verbot erhalten haben, müssen sie ein neues Rodelgebiet in Essen auftun. Diesmal ist es der kleine Hang an der Schlossstraße, schräg gegenüber vom Stensbeckhof und an die Moosstraße angrenzend. Der steile Hang liegt genau auf der Grenze der Essener Stadtteile Bedingrade/Gerschede.

Der Schneemann Klaus, der von einigen makaberen, morbiden und sexistischen Jugendlichen, die in der Umgebung wohnen, gebaut wurde, besticht durch seine vier Möhren - eine für die Nase, eine extragroße für das Gemächt sowie zwei kleine für die Nippel. Scheiße, da hat doch glatt jemand die Idee von Steffi, Marina und Alex geklaut! In der Hand hält Klaus eine Machete.

Klaus war ein handelsüblicher Schneemann, bis Ingo die Mördermuschel des Weges gefahren kam und dem Schneemann aus einer Laune heraus seinen Geist eingehaucht hat. Aus Klaus dem handelsüblichen Schneemann wird nun Klaus der Killer-Schneemann mit maliziösem Grinsen, Dauererektion, schlechtem Benehmen und angenagten Nippeln.

Als unsere Protagonisten am nächsten Tag zum Rodeln kommen, nehmen sie den Schneemann zwar wahr, aber eher nur am Rande. Kinder juchzen, als sie sich mit ihren Schlitten den Steilhang hinunter stürzen. Thorsten, Thomas und Tim betätigen den Blasebalg, um den für bis zu zehn Personen gedachten Riesenschlitten aufzublasen. Thomas jammert, weil er Rückenschmerzen hat, sodass Alex ihm schleunigst ein neues ThermaCare-Wärmekissen um die Hüften legt. Tim murmelt nur: "Spacko!" Marina ist genervt und lacht zur Ablenkung über die Dauererektion von Klaus dem Killer-Schneemann. Steffi macht das betretene Gesicht. Klaus denkt sich: "Euch wird das Lachen auch noch vergehen...wenn Ihr Euch den Hang runter stürzt, dann GNADE EUCH GOTT!" Steffi verpasst Klaus auch noch einen Aufkleber mit der Aufschrift "Heiß und kalt". Marina lacht und pupst dabei im Rhythmus. Klaus könnte Steffi jetzt schon killen, aber der Sensemann ist ja noch nicht da - kein Wunder, der 185er, der direkt am Rodelhang hält, hat ja mal wieder Verspätung!

Während Arno über die evolutionsbiologische Geschichte des Schlittenfahrens lamentiert und damit seine MitstreiterInnen unaussprechlich langweilt, trifft der 185er aus Borbeck ein. Ihm entsteigt jedoch nur ein kleiner Dsungarischer Zwerghamster mit Kutte und Sense. Klaus der Killer-Schneemann ist sehr erstaunt, als der kleine Nager ihn anquatscht.
"Frag nicht, ich bin der Zwerghamster des Todes! Ich mache heute die Vertretung!"
"Wieso das denn?" hakt Klaus ungläubig nach.
"Hm, der Sensemann hat heute mal keine Lust zu arbeiten und guckt sich auf der Couch mehrere DVDs an - Spiel mir das Lied vom Tod, Final Destination, The hills have eyes..."
"Ja, ja, schon gut," knurrt Klaus, dem es allmählich reicht und der endlich Leute meucheln will.

Alex & Co. bekommen von dem Dialog in ihrem Rücken zunächst nix mit, da sie viel zu sehr damit beschäftigt sind, sich auf dem aufgeblasenen Gefährt zu verteilen. Thorsten und Tim übernehmen das Steuer, obwohl sie Bremsen und Lenken bekanntermaßen total überbewertet finden. Steffi macht schon vor dem Start das betretene Gesicht. Thomas jammert und klammert sich an Alex. Arno meint ironisch: "Alex, kümmer dich mal um dein Baby!" Marina lacht und pupst. Thomas jammert weiter und will lieber nach Hause, um mit Alex auf der Couch Kakao zu trinken. Tim murmelt nur: "Spacko!" Uli und Renate haben es sich als Schlusslichter auf dem Schlitten gemütlich gemacht, Renate steckt sich ein Kaugummi in den Mund. Uli richtet ihre Handschuhe. Im Hintergrund feuern Klaus der Killer-Schneemann und der Zwerghamster des Todes leise die Gruppe an, damit es endlich was zu tun gibt. "Jaaaaa...jaaaaaaaaaaaaaaaaa...har, har, har!"

Endlich geht es los. Der Zwerghamster des Todes jubelt, genau wie Klaus der Killer-Schneemann. Der Schlitten nimmt Fahrt auf. Alle kreischen, bis auf Tim und Thorsten, aber die sind ja auch Gutes gewöhnt. Als Erstes mäht der aufblasbare Schlitten ein Kind um, da Tim und Thorsten Lenken und Ausweichen mal wieder total überbewertet finden und das Kind offensichtlich auch. Renate und Uli sehen das traurige Gesicht des Kindes langsam vorüber schweben, bevor es im Schnee aufschlägt. Steffi macht das betretene Gesicht. Marina lacht albern. Thomas hat schon sicherheitshalber die Augen geschlossen, Alex lacht auch. Arno jauchzt und ruft: "Schneller, schneller!" Da Arno jauchzt, Thomas jammert und die Mädels kichern (außer Steffi, die still vor sich hin leidet und nur das betretene Gesicht macht), bekommen sie auch nicht mit, dass Klaus der Killer-Schneemann und der Zwerghamster des Todes im Duett das Lied vom Tod spielen...

Fortsetzung folgt!

Sonntag, 27. Dezember 2009

Neues Rodelgebiet im Essener Nordwesten

Nachdem unsere Protagonisten sowohl von den Enten im Schlossparkteich als auch vom Ordnungsamt der Stadt Essen aus dem Schlosspark verbannt wurden wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, groben Unfugs und Sachbeschädigung, müssen sie sich ein neues Rodelgebiet suchen. Selbiges ist schnell gefunden, denn der Reuenberg in Gerschede bzw. Dellwig ist im Gefälle bzw. in der Steigung wegen der Schneemassen gesperrt. Auch in den umliegenden ruhigen Seitenstraßen wie Bergheimer Steig/Ripshorster Straße, Herskamp und Gerscheder Straße ist das Rodeln temporär möglich.

Die Herren Thomas, Thorsten, Arno und Tim entschließen sich, mit einem schlauchbootähnlichen Gebilde den Herskamp hinunter zu sausen. Das Gleiche gilt für Marina, Alex, Uli und Renate. Steffi möchte lieber alleine per Bauchfletscher auf einem handelsüblichen Schlitten den Herskamp ab Bergheimer Steig bis zum Bahndamm am Knotenpunkt Herskamp/Luthestraße/Blitzstraße/Rahmannstraße hinunter sausen.

Bevor die Herren den Herskamp hinunter rodeln, wärmen sie sich an Petras schwermetallischem Glühweinstand mit einem entsprechenden Getränk auf. Auf der Ecke Herskamp/Bergheimer Steig steht eine etwas merkwürdig anmutende Combo - ein wortkarger Mundharmonikaspieler, ein Banjospieler mit Goldzähnen, ein Gitarrist mit satanischem Make-up und ein Hornist mit Pausbacken. Als die Herren ihre Position auf ihrem Gefährt einnehmen, spielen die Musiker wie auf's Stichwort "Das Lied vom Tod". Alle finden das lustig, nur Thomas stehen die Haare zu Berge, als er die düstere Mundharmonika-Melodie hört. Tim und Thorsten finden das Ganze etwas überbewertet und setzen sich nach vorne, weil sie lenken und bremsen möchten. Arno und Thomas nehmen hinten Platz. Sie geben sich Anschub mit den Händen und rauschen los. Thomas hofft, dass sie die etwa 600 m lange Strecke heil überstehen. Arno sieht das wesentlich gelassener und die beiden Piloten sowieso.

Schon bevor die Herren den Kreuzungsbereich Dachsfeld/Herskamp auf halber Höhe erreichen, zeigt sich, wie unterbewertet Tim und Thorsten Lenken und Bremsen finden: Sie touchieren einen Porsche am Fahrbahnrand und fahren forthin ohne Arno weiter, der erstaunt mitten auf dem Dachsfeld liegen bleibt. Das Dachsfeld macht seinem Namen alle Ehre, denn ein Dachs stürmt direkt auf Arno zu, um sich mit ihm zu zoffen, der Andere springt auf den Schlitten auf und belästigt Thomas, der natürlich prompt nach Alex jammert. In Höhe des Tauwegs dröhnt aus irgendeinem Haus lautstark der AC/DC-Klassiker "Highway to Hell". Thomas ruft panisch, dass es jetzt wohl besser wäre zu bremsen, aber die beiden Piloten denken gar nicht daran: Sie brettern mit über 50 km/h in die Ebene über die Luthestraße hinweg - ja, und dann ist es zu spät: Sie kommen aus der Spur und rauschen volle Kanne gegen den Bahndamm. Tim fliegt in hohem Bogen darüber hinweg - wie gut, dass gerade keine S-Bahn kommt! - und landet auf der anderen Seite auf der Rahmannstraße in den Überresten eines Döners, den dort jemand wohl entsorgt hat. Danach hat er ne Zwiebel auf dem Kopf. Einige Kinder, die die Rahmannstraße entlang laufen, sehen das und singen: "Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner, denn Döner macht schöner..." Tim motzt ihnen hinterher: "Spackos!"

Thorsten hat unfreiwillig Bekanntschaft mit einer jungen Birke auf dem Bahndamm gemacht und liegt benommen in ihrem Geäst. Thomas wundert sich, dass er ein pelziges Gefühl im Mund hat - dabei hat er doch gar keine Oberföhringer Vogelspinne verkostet, original verkorkst von Palhuber & Söhne [Loriot lässt grüßen] - nein, er hat beim Sturz unfreiwillig dem Dachs in den Allerwertesten gebissen. Der Dachs knallt ihm eine und rennt unverletzt von dannen Richtung Dachsfeld. Thomas jammert lautstark nach Alex. Einige Anwohner auf der Blitzstraße haben zwei Rettungswagen alarmiert, damit die Beiden abtransportiert werden. Thomas jammert im Krankenwagen immer noch nach Alex, sodass der Notarzt ihm eine Beruhigungsspritze gibt, damit mal endlich Ruhe im Karton ist. Thorsten zeigt den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift mal wieder alles, was sie sehen wollen.

Arno hat sich mittlerweile aufgerappelt, doch da kommt Steffi den Hang hinunter gesegelt. Sie grinst maliziös, als sie Arno über den Haufen fährt und verpasst ihm im Vorbeifahren einen Aufkleber: "Ich bremse nicht für Männer!"

Tim hat sich mittlerweile auch aufgerappelt und humpelt frustriert den Herskamp hinauf. Wo sind denn bloß Thorsten, der Spacko Thomas und Vollpfosten Arno? Egal, er braucht gleich erst mal nen Glühwein bei Petra.

Mittlerweile sausen die vier Mädels den Herskamp hinunter und juchzen dabei übermütig. Netterweise spielt jemand "Seasons in the Abyss" von Slayer. Tim ist mittlerweile bei Arno angekommen und hilft ihm freundlicherweise auf. Kaum, dass beide auf ihren Füßen stehen, werden sie von den vier Damen auf die Hörner genommen. Alle jubeln und klatschen - weniger wegen Tim, sondern wegen Arno. Uli ist die Einzige, die heult. Alex dreht sich um und fragt sie, warum sie denn weinen müsse. Uli snieft: "Scheiße, ich hab nicht gehört, wie Arno im Schnee aufgeschlagen ist!" Die Rüstige lacht. Sie lacht weiter, als sie ein paar Pänze auf die Hörner nehmen, die unvorsichtigerweise den Herskamp überquert haben, als sie dort mit ihren Mitstreiterinnen den Berg hinunter gesaust kommt.

Das Ende vom Lied: Arno, Thomas, Tim, Thorsten, Alex, Renate, Uli, Marina und Steffi haben fortan nicht nur Westerberg-, sondern auch Herskamp-Verbot ;o).

Samstag, 26. Dezember 2009

Wenn man mit mehreren auf einem Schlitten sitzt...

...kann es auch da zu Katastrophen kommen! Ich würde mir meinen Schlitten gerne mit Thomas teilen, aber es ist besser, wenn er hinten sitzt und ich das Zepter in der Hand bzw. den totalen Überblick habe, damit wir nicht in irgendwelchen Rhododendronbüschen oder Ententeichen landen. Da Thomas öfter mal unentschlossen in der Gegend rumtanzt und Pirouetten dreht, müsste ich auch noch dafür sorgen, dass unser Schlitten aufgrund seines unruhigen Verhaltens nicht auch noch Pirouetten dreht und wir total unentschlossen auf irgendwelche Katastrophen zu rasen ;o). Sein zweiköpfiges Ding hinter der Lampe könnte uns ja beim Rodeln mit Heißgetränken versorgen und uns nach dem Rodeln ein Fußbad machen, sodass wir in der Fußwanne füßeln können. (Geile Scheiße!)

Wenn Marina und Steffi sich einen Schlitten teilen würden, wäre Steffi nur in einer Sache total entschlossen: Arno von der Piste mähen - was die Richtung betrifft, würden ansonsten sicherlich eher geteilte Meinungen herrschen. Marina würde wohl eher den Todesberg bevorzugen, die Steffi die ruhigere Variante, bei der sie nebenbei auch noch Bäume im Schlosspark mit Aufklebern bestücken könnte. Marina würde jeden Gegenstand oder Menschen, der sich ihr in den Weg stellt, als dusselig bezeichnen oder "Du Sau!" entgegen schreien.

Thorsten und Tim auf einem Schlitten: DAS wäre der Chaos-Schlitten schlechthin! Da beide Bremsen und Lenken total überbewertet finden, gäbe das sicherlich eine Bruchlandung am oder sogar im Ententeich. Die armen Enten fühlen sich bestimmt schon belästigt von mir und meinen Mitmenschen, sodass sie einen Umzug erwägen, z. B. in den neueren Teil des Schlossparks am Spielplatz, nicht allzu weit entfernt von der Dubois-Arena und der Notenkiste. Vermutlich könnten beide Herren den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift wieder alles zeigen, was sie sehen wollen ;o).

Uli und Renate hätten sicherlich gemeinsam viel Spaß beim Rodeln, aber Uli sollte darauf achten, ihrer altersbedingten Senilität nicht zuviel Raum zu geben, damit sie immer noch rechtzeitig bremsen kann. Vor den beiden müssten sich sämtliche Pänz in Sicherheit bringen, denn Renate auf einem Schlitten zieht wohl eher unfreiwillig Kinder an, die unter ihrem Gefährt verschwinden wollen.

Arno säße wohl erst mal alleine auf dem Schlitten, würde dann aber versuchen, eine nette, attraktive Mitfahrerin zu finden, der er die Schönheit des Schlossparks zeigen kann und mit der er nachher im Schnee versumpfen kann. Die Sau! ;o) Steffi würde sicherlich gemeinsam mit Marina versuchen, das erfolgreich zu verhindern.

Winterliche Schadensmeldungen die Zweite

Natürlich können beim Rodeln noch viele andere Dinge passieren als die, die ich schon vor einigen Tagen hier geschildert hatte. Es folgt Vol. 2 der originellsten Schadensmeldungen der Menschen aus meinem persönlichen Dunstkreis. Schauplatz ist wieder der Westerberg am Rande des Borbecker Schlossparks ;o).

Marina:
"Ein Pferd kreuzte plötzlich und unerwartet meinen Weg, ohne sich vorschriftsmäßig zu vergewissern, dass der Weg auch frei ist. Danach lief es weiter, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Später hörte ich, dass das Pferd dusselig sei."

Steffi:
"Erst nahm ich Arno auf die Hörner, dann fegte ich ihn seitlich ab. Ich glaube, Arno hatte danach Schmerzen. Ich habe ihm einen SOS-Aufkleber verpasst, damit andere sich um ihn kümmern können."

Uli:
"Ich sauste den Todesberg hinunter und bekam immer mehr Fahrt drauf, sodass ich wieder auf dem Teich landete bzw. in diesen einbrach. Ich konnte mich einfach nicht mehr daran erinnern, wie man bremst."

Renate:
"Schon bevor ich de Pänz anfuhr, wusste ich, dass es niemals heil nach Hause kommen würde."

Thomas:
"Ja...hm...ich weiß nicht, wie das jetzt passiert ist, aber ich sauste den Todesberg hinunter, weil Alex mir das empfohlen hat. Gerne habe ich diese Empfehlung wahrgenommen und bin den Todesberg auf Alex' Empfehlung hin hinunter gesaust. Ich sauste den Hang - bzw. Hügel oder Berg oder Abhang - vorschriftsmäßig hinunter, bis ich mit einem unvorschriftsmäßigen Rhododendronbusch kurz vor dem Ententeich kollidierte. Der Rhododendronbusch blieb schweigend stehen, ohne sich um den mir entstandenen Schaden zu kümmern. Weder mein zweiköpfiges Ding hinter der Lampe noch Alex waren in der Nähe, um mir zu helfen. Ich habe um Hilfe gerufen, aber Alex hat das nicht wahrgenommen. Später entdeckten mich ein paar Wasservögel, also Enten, so in meinem Busch, jedoch auch, ohne mir Erste Hilfe zu leisten."

Tim:
"Also, lenken wird ja total überbewertet, sodass ich geradeaus weiter fuhr, geradewegs in den Ententeich. Danach mussten sowohl mein Schlitten als auch ich abermals wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden."

Thorsten:
"Während der wohlbekannten Rodelabfahrt Todesberg sang ich übermütig "Holadihia-hoppsassasassa". Dabei kam mir eine massive Eiche schneller als erwartet entgegen."

Arno:
"Ein massiver Ahornbaum wuchs plötzlich mitten auf dem Abhang, sodass eine Kollision nicht mehr zu vermeiden war. Nicht nur der Schlitten sollte abgemahnt werden, sondern auch der Ahornbaum wegen vorsätzlicher Körperverletzung."

Alex:
"Da Thomas sich anscheinend nicht entscheiden konnte, in welche Richtung er mir aufweichen sollte, fuhr ich über ihn drüber. Er gab seine Schuld zu, da ihm dies schon einmal passiert war. Das Ende vom Lied: Thomas hat sich den Fuß verstaucht, ich hab mir den Kopf eingehauen - ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben."

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Steffi, Marina und Alex bauen einen Schneemann

Da ja neulich so toller Schnee hier im Ruhrgebiet lag, wollte Steffi unbedingt mit mir und Marina - die aber derzeit mit ihrem Schatz auf Hochzeitsreise in den USA weilt - einen Schneemann bauen. Jaja, Schneemänner bauen kann jeder, aber wir würden unseren sehr individuell gestalten! ;o)

Statt einer Möhre bräuchten wir direkt vier - eine große für die Nase, zwei kleinere für die Nippel und eine ganz große für das Gemächt. Steffi, die ja eigentlich keine behaarten Männer mag - insbesondere stören sie Männer mit Achselhaaren, Brusthaare sind in kleiner Anzahl für sie gerade noch erträglich - meinte, wir sollten dem Schneemann auch noch Achsel- und Brusthaare verpassen, damit ich mich da besonders dran erfreuen kann - der Anblick meines Lieblingskollegen neulich beim Weihnachtsessen (noch weiter konnte er sein Hemd auch nicht offen stehen haben...*jimper*) hat den Ausschlag gegeben. Ich war wohl die Einzige, die begeistert war - meine beiden Mitstreiterinnen waren eher ent- als begeistert ;o)).

Ich frage mich allerdings, wo wir die Haare herbekommen würden - okay, wir könnten das menschliche Vorbild rasieren oder auch diverse Besen und Handfeger, um hieraus die entsprechende Behaarung zu gewinnen. Danach würde Steffi wieder das betretene Gesicht machen.

Wahrscheinlich wäre es schwierig, dem Schneemann eine Sprechblase zu verpassen, aber wenn, würden folgende Worte drin stehen: "Hallo Alex, grüß Dich!" Dann fehlt nur noch die Tafel "Schneemann aus Gießen" *kicher*. Allerdings würde der Schneemann bei Plustemperaturen und Sonnenschein dann doch wieder recht dahin schmelzen, aber das wäre es uns wert.

Wenn wir dann mit dem Schneemann fertig wären, würden wir natürlich mit lieben Menschen rodeln, doch dazu gab es ja schon was in einem meiner letzten Blog-Einträge hier, hihi.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Ski und Rodel gut in Borbeck




Auch wenn im Ruhrgebiet und im Rheinland mittlerweile Tauwetter eingesetzt hat *tropf-tropf*, fände ich es lustig, mit einigen Menschen aus meinem persönlichen Umfeld am Westerberg in Borbeck in unmittelbarer Nähe zum Schlosspark Rodeln zu gehen - vor allem, wenn es dann zu Unfällen käme. Ich sehe schon die Schadenanzeigen an diverse Haftpflicht- und Krankenversicherungen vor mir ;o).

Marina, Düsseldorf:
"Ich sauste den Todesberg hinunter, rauschte dann haarscharf an den Bäumen weiter Richtung Ententeich und landete schließlich dort nach einem kleinen Hopserchen über eine Mauer mitten auf dem Eis. Die Enten quakten verärgert. Mein Schlitten kippte um, dann brach ich ins Eis ein. Danach verlor ich die Herrschaft über meinen Schlitten."

Steffi, Düsseldorf:
"Arno war überall und nirgends auf der Piste. Ich musste mehrfach kurven, bevor ich ihn traf."

Uli (ihres Zeichens übrigens Schütze, genau wie Marina - Schützemädchen haben oft ein fehlendes Problembewusstsein, hihi!), Düsseldorf:
"Nachdem ich den Todesberg hinunter gesegelt bin, nahm ich diverse Rhododendronbüsche mit und landete dann neben Marina im Teich - ich versteh gar nicht, wo das Problem liegt!"

Die Rüstige (Renate), Düsseldorf:
"Nachdem ich ein Kaugummi gekaut hatte, rodelte ich den Westerberg hinunter. Irgendwann auf halber Strecke sah ich das traurije Gesicht eines kleinen Jungen langsam vorüber schweben, dann schlug de Pänz hinter meinem Schlitten im Schnee auf."

Thomas, Gießen an der Lahn:
"Ja, hm, ich weiß nicht, wie das passieren konnte...als ich den Hang - es kann aber auch ein kleiner Berg oder Hügel gewesen sein, das ist jetzt eine Definitionsfrage - hinunter rodelte, tauchte plötzlich aus dem Nichts ein Kind auf - es war ein relativ kleines Kind, etwa drei oder vier Jahre und hatte so Pausbacken - und verschwand dann wortlos unter meinem Schlitten."

Arno, Friedrichsdorf (Taunus):
"Mein Schlitten entwickelte mitten auf dem Todesberg ein merkwürdiges Eigenleben, sodass er mich gegen einen Baum fuhr, der dort wie von Geisterhand plötzlich am Hang gewachsen war. Ich finde, der Schlitten sollte abgemahnt werden! Auch eine TÜV-Überprüfung hinsichtlich der Sicherheit des Schlittens wäre sicherlich angebracht."

Tim, Essen:
"Ich finde Bremsen grundsätzlich überbewertet, sodass mich irgendwann ein Baum stoppte. Danach mussten sowohl der Schlitten als auch ich wegen starker Beschädigung abgeschleppt werden."

Thorsten, Coesfeld:
"Nach meinem Unfall mit dem Schlitten am Essener Westerberg bekamen die Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift von mir alles gezeigt, was sie sehen wollten."

Alex, Essen:
"Eine Kollision zwischen meinem Schlitten und Thomas, der dort so desorientiert zwischen anderen Rodlern den Hang hoch trapste, konnte ich nicht mehr ganz verhindern. Er gab mir ein Zeichen zum Anhalten. Ich fand ein Gebüsch am Fuße des Berges. Nachdem ich Thomas umgemäht hätte, schluchzte er - mit seinem Unfall verließ das letzte Kind den Hang."

Sammy, Essen:
"Hih, ich bin die Sammy! Beim Rodeln habe ich erst meine rote Haarschleife und dann die Kontrolle über meinen Schlitten verloren. Tante Marina hat erst die Haarschleife und dann mich aufgelesen und mich mit Sigismund angequatscht. MAAAAAAAAAAAAAAAAANN!!!"


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Fotos:
Ente am Schloss Borbeck: (c) Thomas Max Müller, Pixelio

Naturrodelbahn (die eigentlich am Nebelhorn in Oberstdorf liegt): (c) Jürgen Nießen, Pixelio