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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Telefonate, Telefonate…


Heute Morgen hänge ich ständig am Telefon – entweder kommen Anrufe rein oder ich habe vorhin versucht, eine Betriebsbesichtigung in meinem Autohaus zu vereinbaren. Leider war jedoch heute der Betriebsleiter nicht im Hause, sodass ich es morgen noch mal versuchen soll lt. meinem freundlichen Autoverkäufer :o). Gestern hat mein Honda aber Werk seinen Fahrerairbag getauscht bekommen.
 
Das Wetter könnte besser sein, wobei sich der Nebel allmählich lichtet.  Heute Morgen fuhr ich durch eine dichte Suppe zur Arbeit. Leider musste ich auch noch einen Umweg über die Bocholder Straße fahren, da die Krablerstraße gesperrt ist, weil dort ein Neubau ans Kanalsystem angeschlossen wird und das Ganze lt. essen.de bis 27.10, dauern soll :o((. Heute Nachmittag fahre  ich mal über die Walkmühle nach Hause und schaue mal, ob das kürzer ist.

Ansonsten hatte ich heute Morgen wieder Theater, als ich in die Hülsenbruchstraße abgebogen war, denn: die Bahnschranken waren  wieder geschlossen! Das Signal war bereits auf grün, aber die S2 Richtung Dellwig kam erst nach fünf Minuten *schnarch*. Als ich dort ankam, standen mir gegenüber schon zwei Autos, die bereits an der geschlossenen Bahnschranke gewartet haben. Die S2 war mal wieder nicht pünktlich, aber das scheint bei der Bahn ja zuviel verlangt zu sein, dass Züge überhaupt fahren, geschweige denn, pünktlich kommen. Die Bahn hat mal in den 70ern damit geworben, dass sie bei jedem Wetter fahren, aber davon kann in keinster Weise die Rede sein. Herbstlaub war jedenfalls keins auf den Schienen, aber die Bahn findet bestimmt wieder einen irrwitzigen Grund, warum sie diesmal Verspätung hat. Ich bin jedenfalls froh, dass ich auf den Saftladen nicht angewiesen bin.  
 
 

                         Lok auf der Bahntrasse in Dellwig - (c) Michael Gottlieb
 
 
Gestern Abend habe ich nach der Sendung Visite im NDR noch einen Bericht gesehen, der die Berufspendler vom Festland nach Sylt betraf. Die Leute haben echt Glück, wenn dort überhaupt ein Zug kommt bzw. der, der fährt, ist hoffnungslos überfüllt. Pendler sein ist nicht lustig – ich bin auch zehn Jahre meines Berufslebens zwischen Essen und Düsseldorf hin- und hergependelt – aber das, was der Staat bzw. deren Betrieb abliefert an nicht vorhandener Qualität, geht gar nicht. Angeblich sollen doch alle Arbeitswilligen eine Pendelei bis zu 90 Minuten in Kauf nehmen – hm, Voraussetzung ist aber, dass die zweite Partei, in dem Fall die Bahn, nicht immer Verspätungen bzw. Zugausfälle hat. Der Staat lässt die Pendler mit ihren teilweise irrwitzigen Fahrtzeiten zur Arbeit schön alleine, aber kriminelle Flüchtlinge bzw. deren Ignoranz und die eigene Brieftasche füllen sind ja auch wichtiger als Berufspendler :o((.

Dienstag, 10. März 2015

Eine spannende, aber traurige Sendung gestern

Gestern ging es ab 21 Uhr im NDR um Ärztefehler und die Möglichkeiten des Patienten, sich juristisch gegen Fehldiagnosen und ihre Konsequenzen zu wehren. Die dort gezeigten Fälle waren wirklich mehr als traurig - bei dem einen Herrn wurde nicht erkannt, dass er einen Ohrspeicheldrüsentumor hatte, stattdessen wurde er von mehreren Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen als Simulant und überempfindlich abgetan. Mit den Folgen ärztlicher Inkompetenz muss er aber leider bis heute leben - das eine Auge muss er zum Teil manuell schließen, der Mund ist noch schiefer wie bei manche Schlaganfallpatienten, aber Hauptsache, die Halbgötter in Weiß kamen sich mal wieder wichtig vor auf Kosten der Patienten.

Bei der anderen Dame haben weder die Notärztin, die vom Sohn gerufen wurde, noch die behandelnden Ärzte im ersten Krankenhaus erkannt, dass sie Hirnbluten nach einem geplatzten Aneurysma hatte - der Oberarzt meinte hochnäsig, dass die Störungen durch zuviel Alkohol kämen. Hahaha, die Dame hatte keinen Tropfen Alkohol getrunken, aber plötzlich heftige Kopfschmerzen auf der Arbeit bekommen und war zuhause bewusstlos kollabiert, weil das Blut immer mehr ins Gehirn sickerte. Erst auf Drängen ihrer Angehörigen wurde sie in ein anderes Krankenhaus verlegt, wo die Ärzte in der Notaufnahme sofort gemerkt haben, was los ist und nicht mit Allerweltsdiagnosen von der Straße kamen im Sinne von "Hat einen zuviel getrunken." Die Dame ist seither berufsunfähig und musste erst alles mühsam wieder lernen (Laufen, Sprechen usw.) - und das alles, weil einige Ärzte in ihrer Arroganz kaum über ihren Tellerrand hinaus blicken. Ihr Anwalt kämpft bis heute, dass sie eine angemessene Rente bekommt - sie wird bis dato nämlich mit einer "Hungerzahlung" abgespeist. Logo, die Klinik und die dort tätigen Ärzte müssen ja auch nicht mit den Folgen ihrer eigenen Unfähigkeit und Arroganz leben...*grummel*.

Von ärztlichen Fehldiagnosen, die zum Glück folgenlos geblieben sind, kann ich ja auch ein Lied singen. Bis zu dem Zeitpunkt, als mal endlich ein fitter Gefäßchirurg in Frohnhausen merkte, dass meine komplette Arteria fermoralis im linken Bein so gut wie verschlossen ist, bin ich ja auch mit Schmerzen und einer viel zu kurzen Gehstrecke von nicht mal 50 Metern, bis die Schmerzen einsetzten, von Arzt zu Arzt gerannt, aber keiner hat gemerkt, dass mein Antiphospholipid-Syndrom sich da freundlich zurückgemeldet und eine Arterie fast komplett durch ein Blutgerinnsel nach dem anderen verschlossen hat. Wenn dieser niedergelassene Chirurg nicht gewesen wäre und der mich nicht sofort ins Elisabeth-Krankenhaus auf die Gefäßchirurgie überwiesen hätte, könnte ich wohl heute nur noch Clio mit Automatikgetriebe fahren, weil man mir das linke Bein zumindest bis zum Knie hätte abnehmen müssen - vier bis sechs Wochen später wäre der Gewebstod unweigerlich eingetreten und mein linkes Bein damit nicht mehr zu retten gewesen.

Auch mein Schwindel nach meinem Hörsturz im Juli 2010 war für einige Ärzte vollkommen normal bzw. ich wurde auch gerne schon mal als hysterisches Weibsbild abgestempelt, weil keiner merken wollte, dass in meinem Gehirn kleine Mikrogerinnselchen unterwegs waren, die diesen Schwindel ausgelöst haben. Angeblich war ja nie etwas auf den MRT-Aufnahmen vom Schädel zu sehen - bis ich am 20. Juni 2011 mit den Symptomen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus kam und sich mein damaliger Stationsarzt die Mühe gemacht hat, meine MRT-Aufnahmen mit Lupe und Mikroskop anstatt nur mit dem bloßen Auge anzuschauen. Komisch, er hat mehrere Einschläge im Hirnstamm gefunden, teilweise auch älteren Datums, aber vorher war da nie die Rede von - da war ich einfach nur hysterisch oder sollte lernen, mit dem Schwindel zu leben *säuerlichgrins*. Der Oberarzt im Philippusstift in Borbeck sagte letztes Jahr, als wohl ein Gerinnselchen durch meinen Sehnerv gesaust war, dass es eigentlich ein Wunder sei, dass ich hier so munter und ohne weitere Behinderungen in meinem Bett sitze und normal mit ihm sprechen kann. Das Wunder habe ich z. T. wohl mir selbst und meiner guten Konstitution zu verdanken, aber z. T. auch einigen Ärzten, die glücklicherweise mal über ihren Tellerrand hinaus geblickt und nicht alle Symptome einfach nur als Spinnerei, Hysterie u. ä. abgetan haben.

Eigentlich geht man ja zum Arzt, um sich bei gesundheitlichen Problemen helfen zu lassen - manche gehen aber leider hin, um danach kränker wieder zurück in ihren Alltag zu kehren, als sie vorher waren, und das ist das wirklich Traurige. NOch trauriger ist allerdings, dass die Betroffenen mit einer mageren Entschädigung abgespeist werden sollen und teilweise jahrelang um ihr Recht kämpfen müssen - auch wenn sie ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Arroganz und Inkompetenz mancher Ärzte zu verdanken haben.

Donnerstag, 25. September 2014

Warum man mich spätabends nicht vor dem Fernseher parken sollte :o)

Gut, ich bin zwar schon 18 Jahre alt bzw. um einiges älter, hihi, aber trotzdem sollte man mich spätabends nicht vor dem Fernseher parken, denn angesichts einiger Beiträge im TV passiert es schon häufiger, dass meine Höllenmaschine namens Gehirn anfängt zu ticken und ich auf abstruse Ideen komme :o).

Gestern Abend schaute ich im NDR zunächst Extra 3 und anschließend noch das Medien-Magazin Zapp. In einem Beitrag bei Zapp ging es u. a. um einige Autoren, deren Beiträge bis heute nicht vergütet wurden, obwohl in der damals noch existierenden Zeitschrift veröffentlicht - heute sind dafür einige neue Zeitschriften verfügbar, die von eben jenem Redakteur herausgegeben werden, aber offenbar scheint der Herr leider immer noch nicht in der Lage zu sein, die Autoren zu vergüten. Um diese Unverschämtheit an sich soll es jetzt auch gar nicht gehen, sondern um die Titel der vorgestellten Zeitschriften, wie z. B. LandLust, Romantisches Wohnen oder LandGang.

Hm...bei dem Wort LandGang fiel mir direkt wieder eine Geschichte ein. Dazu muss man das Wort "Landgang" allerdings nicht deutsch aussprechen, sondern den Wortteil "Gang" amerikanisch, d. h. aus dem Gang wird eine Gang, hihihi. Da hatte ich direkt eine Idee zu einer fröhlichen Geschichte auf dem Land mit meiner Gang in Gestalt meiner Pferdchen :o).

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Meine Gang auf dem Land

An einem sonnigen Herbsttag schnappe ich mir meine Pferdchen und fahre mit ihnen auf's Land, genauer gesagt ins nicht allzu weit entfernte Bottrop-Kirchhellen. Da in meinem Clio außer dem von mir belegten Fahrersitz nur noch vier weitere Sitzplätze zur Verfügung stehen, die von Stinki, ES, Thorsten und dem Stationsarzt belegt werden, folgt mir Thomas in einer A-Klasse, in der er noch Timo und Christoph transportiert. Den grinsenden Leichenwagenfahrer haben wir zu unserer Sicherheit auf der anderen Seite des Bahndamms in der Weidenstraße zurück gelassen.

In Bottrop-Kirchhellen ist alles friedlich - die Schafe auf den Weiden blöken zufrieden in den blauen Himmel (Blök!), die Pferde traben ein wenig über ihre Koppeln und wiehern ab und an (Wieher!), Bienen und Hummeln suchen in den noch blühenden Blumen nach Nektar. Es hätte alles so schön sein können, wenn ich nicht plötzlich mit meinem schwarzen Clio um die Ecke gebogen wäre, gefolgt von Thomas' blauer A-Klasse. Nachdem wir unsere fahrbaren Untersätze geparkt haben, streife ich mit meiner Gang durch die Felder und Wiesen Kirchhellens.

ES plärrt bereits nach wenigen Minuten (ist ja nix Neues...), denn ES war so verrückt, mit einem wunderschönen schwarzen Hengst Schwanzvergleich zu machen. Als der Hengst ES' kleines bestes Stück endlich entdeckt hat, wiehert es nur fröhlich und gestattet ES einen Blick auf sein natürlich viel mächtigeres Geschlechtsteil. Danach ist der Vormittag für ES gelaufen. Timo fühlt sich von dem Hengst gemobbt, obwohl er überhaupt nicht am Schwanzvergleich teilgenommen hat.

Stinki will mit mir in den Wald, Pilze mähen, aber auf Stinkmorchel habe ich jetzt gar keine Lust. Stinki verspricht mir zwar hoch und heilig, mir andere Pilze zeigen zu wollen (wirklich?), aber ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll und ob Stinki überhaupt ein Pilzkenner ist. Natürlich legt er sich auf den Boden, um mir ein ganz tolles Exemplar von Fliegenpilz zu zeigen, doch als er den Pilz vorsichtig pflücken will, um ihn gemeinsam mit mir zu rauchen (Halla!), fühlen sich einige Schlümpfe in ihrem Wohnumfeld gestört und beginnen, Stinki zu vermöbeln. Danach ist seine Laune auch im Keller, obwohl ich mich bemühe, ihn bei Laune zu halten, indem ich ihn verarzte.

Thorsten - Sternzeichen Widder - ist frustig, als ihn ein Widder umrennt, denn der Widder platzt fast vor Neid, als Thorsten die Trench Open hat und dem Widder sein bestes Stück zeigt. Die weiblichen Schafe blöken amüsiert, wobei nicht klar ist, ob sie über Thorstens bestes Stück blöken oder das Geschlechtsteil des Widders. Thorsten findet das alles nicht komisch und lechzt nach Bratkartoffeln mit Speck (vielleicht war es auch die Lachsschaumspeise, hihi).

Thomas und der Stationsarzt wollen Blumen pflücken, lassen sich jedoch von einer gereizt summenden Hummel einschüchtern, denn die Hummel macht den beiden Herren unmissverständlich klar, dass nur sie fummeln darf - zumindest an den Blumen. Christoph singt einigen Brummsummsen das Lied von den Schlümpfen. Als er sie fragt: "Soll ich Euch ein Lied beibringen?", antworten die Bienen und Hummeln: "Nein, ich könnt' vor Wut zerspringen!" Christoph findet das nicht nett und beschließt, bei einigen Bäuerinnen in der Umgebung auch die Trench Open zu haben, ganz nach dem Motto "Ist die Bäuerin scharf wie Chili, zeigt Christoph ihr seinen Willi!" :o). Da haben allerdings die Bauern was gegen...

Da meine Pferdchen nach kurzer Zeit Frust schieben, weil sie niemandem ihre Dödel ungestraft zeigen dürfen bzw. weil keine Pilze gemäht und gepflückt werden dürfen, ohne dass das Zoff gibt, beschließe ich als ihre Zuhälterin, lieber mit ihnen in den nicht mehr weit entfernten Movie Park Germany im Ortsteil Feldhausen zu fahren. Meine Hoffnung besteht darin, dass sie dort nicht direkt alles mit ihren besten Stücken aufmischen und ihre überschüssige Energie auf Fahrgeschäften aller Art abbauen :o).

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Montag, 25. August 2014

Der Herbst im Sommer...

Wir haben zwar immer noch August - also Sommer - aber heute Morgen war es da draußen richtig herbstlich, auch von den Temperaturen her. Im Tal, also in Dellwig, Bottrop, Gladbeck und im Essener Norden, zeigte sich sogar eine richtige Nebelbank.


Morgennebel heute früh um halb acht - (c) Alexandra Döll, Essen

Bei uns am Steilhang schien bereits die Sonne, aber warm wurde es dadurch nicht wirklich. Auch an vielen Bäumen zeigen sich bereits erste Anzeichen des Herbstes, denn einige Blätter nehmen schon eine gelbe und/oder rote Verfärbung an. Da hoffen wir doch mal, dass an St. Martin - also am 11. November - noch genug Laub an den Bäumen ist, denn eine alte Bauernregel besagt, dass es einen strengen Winter gibt, wenn die Bäume an St. Martin kahl oder zumindest so gut wie kahl sind. Letzten Herbst hatten die Bäume ja noch teilweise bis in den Dezember rein ausreichend Laub - und der letzte Winter war ja nun wirklich mild. Bei den strengen Wintern mit viel Schnee in den Jahren 2009/2010, 2010/2011 und 2012/2013 waren die Laubbäume an St. Martin wirklich schon so gut wie kahl.

Ansonsten habe ich gerade noch zwei freundliche Bewerbungen versendet und soeben eine wirklich nette Rückmeldung von der Visite-Redaktion des NDR auf meine Zuschauer-Mail bekommen, die ich vor knapp zwei Wochen verschickt hatte in Bezug auf die Sendung, die sich mit Blutgerinnungshemmern beschäftigt hatte. Die Redakteurin, die meine Mail beantwortet hat, hatte den Inhalt meiner Mail wohl als Themenvorschlag weitergeleitet. Na, das ist doch schon mal etwas :o).

Donnerstag, 14. August 2014

Jubel, Trubel, Bewerbungen und Zuschauerbriefe

Soeben habe ich noch eine Bewerbung nach Düsseldorf geschickt und vorher noch einen Zuschauerbrief an die Visite-Redaktion im NDR gemailt. Dort wurde am Dienstagabend über die neuen Blutgerinnungshemmer berichtet, wie z. B. Pradaxa, aber leider sind als Zielgruppe wieder alle Menschen, die Marcumar, Falithrom und Co. aufgrund einer Blutgerinnungsstörung einnehmen müssen, rausgefallen - es ging mal wieder hauptsächlich um die "Klassiker" wie Vorhofflimmern, Herzinfarkt, tiefe Venenthrombose und Klappenersatz. Das sind zwar auch alles bekannte und ernst zu nehmende Erkrankungen, aber die Patienten mit angeborenen oder erworbenen Blutgerinnungsstörungen fielen mal wieder ganz aus der Berichterstattung raus, so als wenn es die gar nicht gäbe.

Der Experte im Studio sagte z. B., dass Menschen mit künstlicher Herzklappe nicht von Marcumar auf einen der neuen Blutgerinnungshemmer umsteigen dürften - tja, das dürfte ich mit meinem Antiphospholipid-Syndrom auch nicht. Darauf hatte Specki mich extra noch mal bei unserem letzten Termin im Juli 2014 hingewiesen, weil noch gar kein ausreichendes Erkenntnismaterial zu den neuen Antikoagulantien in Verbindung mit dem APS vorliegt. Zum Glück sind er, ich und auch mein Hausarzt uns ohnehin darüber einig, dass wir nicht mit meinem Blutgerinnungshemmer rumexperementieren wollten, zumal ich Marcumar bis jetzt gut vertrage :o) - schade ist nur, dass die Zielgruppe derjenigen, die an einer Blutgerinnungsstörung leiden, wozu ja nicht nur das APS zählt, immer wieder aus der Berichterstattung rausfallen. Dazu hatte ich dem NDR eine freundliche Mail geschickt.

Zum Vergleich: In dem Buch "Mit Gerinnungshemmern leben", das ich damals im Rahmen meiner Gerinnungssselbstmanagement-Schulung bekommen hatte, steht, dass 100.000 Menschen in der BRD eine künstliche Herzklappe haben, wobei wohl jedes Jahr ca. 18.000 Personen dazu kommen. Die Zahl derjenigen, die am APS leiden und bei denen es schon diagnostiziert wurde, liegt bei etwa 150.000 bis 450.000 Menschen - diese wahrlich auch nicht kleine Zahl ist aber offenbar kein Grund, mal darüber zu berichten.

Natürlich gibt es immer wieder "Besserärzte", die meinen, das APS sei was zum essen oder es als "irgendeine abgefahrene Gerinnungsstörung" gering schätzen, wie z. B. die Internistin, die mich vor über zehn Jahren in der Deutschen Paracelsus-Schule als HP für Psychotherapie/geprüfte Psychologische Beraterin mit ausgebildet hat. Die Dame hat mich nämlich ziemlich angeblafft, als ich das im Kurs erwähnte - das fanden weder ich noch meine Mitschüler/innen toll. Ich kann doch nix dafür, wenn manche sich für nen Halbgott halten und sich ausdauernd weigern, was dazu zu lernen. Schlecht ist es nur für diejenigen, die dann an einer angeblich "abgefahrenen Gerinnungsstörung" leiden, weil sich dann bis auf ein paar wenige Ausnahmen kaum jemand damit auskennt. Was das für Folgen haben kann, darüber hatte ich hier ja schon mehrfach gebloggt. Als Internistin sollte sie das APS eigentlich kennen, denn es zählt zum weiten Kreis der internistischen Erkrankungen, aber frau muss ja nicht alles wissen, sondern stattdessen Betroffene lieber anranzen und herabwürdigen. Na ja, ich hab mir damals nur gedacht, dass sie doch glücklich werden soll mit ihrer Arroganz :o)).

Heute standen in der WAZ zwei Leserbriefe zum befürchteten Fachkräftemangel im Revier, wozu ich hier ja auch neulich häufiger gebloggt hatte. Ein junger Mann aus Bottrop schrieb, dass er trotz abgeschlossener Ausbildung, abgeschlossenem Studium und absolvierter Weiterbildung sowie etlichen Bewerbungscoachings und mittlerweile 260 Bewerbungen immer noch arbeitslos ist - damit stellen sich die Arbeitgeber im Revier ein echtes Armutszeugnis aus. Ich kann nicht über Fachkräftemangel jammern und dann Bewerber pauschal wie kleine Döfchen oder den letzten Dreck behandeln. Diese fragwürdige Art des Umgangs mit Bewerbern hat übrigens auch nix damit zu tun, ob derjenige sich aus einer ungekündigen Anstellung heraus bewirbt oder aus der Arbeitslosigkeit heraus - manche können offenbar nicht anders. Kein Wunder, dass Richard Bolles die klassische Stellensuche über die Lektüre von Stellenangeboten "Neandertal" nennt - deshalb habe ich mir da schon einige Alternativen gesucht, um nicht im Neandertal stecken zu bleiben. Teilweise scheint dies aber im größten Provinzdorf der Repbulik, nämlich der 580.000- Einwohner-Stadt Essen, aber auch nicht immer zielführend zu sein - Offenheit und Kundenorientierung sehen jedenfalls anders aus. Manche sind ja ganz erstaunt bis unangenehm berührt, wenn man ihnen sagt, wer man ist, was man kann und ob jemand mit diesen Fähigkeiten in ihrem Unternehmen gebraucht wird - sorry, Essen entwickelt sich trotz seiner Größe offenbar wirklich zum Neandertal, deshalb schließe ich ja auch nicht mehr aus, dass ich dem Revier den Rücken kehre.

Wie rückständig Essen ist, sieht man schon an dem kleinen Artikel mit der Begründung, warum einige Schwimmbäder ab der kommenden Woche in Essen erst ab 6.30 Uhr ihre Pforten für Frühschwimmer öffnen - angeblich aufgrund der immer schlechter werdenden Sichtverhältnisse :oD. Sonst geht's aber noch?! Ich denke, dass jeder Frühschwimmer seinen Weg zum Schwimmbad mittels Augen, Straßenbeleuchtung, Scheinwerfern am Pkw bzw. Licht am Fahrrad findet, aber wie sollen die Essener Stadtväter ihren Einwohnern sonst erklären, dass sie lieber an ihren Einwohnern sparen anstatt an sich selbst. Okay, im Winter fängt die Schule dann für Kinder und Jugendliche erst ab 11 Uhr an aufgrund der immer schlechter werdenden Lichtverhältnisse, Arbeitnehmer - auch die, die Vollzeit beschäftigt sind - arbeiten dann in der dunklen Jahreszeit nur noch zwischen 11 und 15.30 Uhr, bevor es dunkel wird...:o). Lächerlicher geht's echt nicht mehr, liebe Stadt Essen.

Dienstag, 22. Juli 2014

Der Abend des Froschs :o)

Gestern Abend wurden bei "Markt" im NDR u. a. Reiniger miteinander verglichen, z. B. Haushaltsreiniger der Marke "Frosch" mit Meister Propper und Der General.

Nach NDR aktuell kam dann eine neue Show mit dem Titel "Kaum zu glauben" - einer der Kandidaten, der sich einen kleinen Chip in seine linke Hand hatte implantieren lassen, um Haus- und Wohnungstür ohne Schlüssel öffnen zu können, kam aus Stuttgart und hieß Steffen Fröschle, hihi.

Auch in meinem Raumteiler befindet sich ein sehr hübscher Frosch, den uns damals die im Haus ansässige Werbeagentur als Willkommenspräsent nach unserem Umzug von der ehemaligen WestLB zur Hohen Straße geschenkt hatte - Steffi und ich haben den kleinen Kerl Kussmundi getauft :o). Der Frosch ist mit dem Einverständnis meiner beiden damaligen Zimmerpflanzen Marina und Steffi in mein Zuhause übergesiedelt, wo er sich jetzt sein Fach im Raumteiler mit einigen Büchern, einem kleinen Kunststofffrosch (der mal auf einem Lineal saß, das ich im Jahr 1988 von einer Schulfreundin geschenkt bekommen habe)und DHON (steht für "Das Huhn ohne Namen", hihi) teilt.



Kussmundi, der Kunststofffrosch und DHON - (c) Alexandra Döll, Esssen

Wenn sich mal Fliegen bei geöffneter Tür in mein Wohnschlafzimmer verirren, hat Kussmundi auch direkt entsprechende Nahrung. Der kleine Frosch ist sehr friedlich und war damals für die Düsseldorfer Werbeagentur bestimmt ein gutes Marketing-Instrument.

Donnerstag, 24. April 2014

Schicke Lügen aus der Werbewelt

Bzgl. MMS (Miracle Minerals Supplement) wurde neulich auf Google + geschrieben und auch die Sendung "Visite" vom 22. April 2014 nahm sich des Themas an, wobei berechtigterweise nachdrücklich davor gewarnt wurde. Abgesehen davon, dass unrealistische Versprechungen gemacht werden, dass MMS Autismus, Krebs und AIDS heilen kann, ist es bei Konsum dieses MMS offenbar genau so, als wenn pure Chemikalien bzw. Bleichmittel in den Körper des Patienten kippt - kein Wunder, dass viele Konsumenten, die auf den Schwindel herein gefallen sind, anschließend über Übelkeit und Erbrechen klagten. Von den geldgeilen Vertrieblern dieses Produkts wurden solche Symptome natürlich als Beleg für deren Wirksamkeit herangezogen, haha.

Genauso wie bei MMS handelt es sich bei der angeblichen Wunderwaffe Coral Care gegen Rheuma um nichts als überteuerten Schwindel, der zwar den Vertrieb des Produktes reich macht, aber bei den Rheumatikern leider nix ändert - im Gegensatz zu MMS schadet es zwar wenigstens nicht, aber es nützt auch nix. Deshalb kriege ich immer einen Brechreiz auf diese bekloppten Zeitschriften-Anzeigen, in denen mit ewig gleichem Wortlaut von angeblich Betroffenen behauptet wird, dass sie seit der Einnahme von Coral Care keine rheumatischen Beschwerden mehr haben. Wer das glaubt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten. Ich hab's zwar noch nie selbst ausprobiert - muss auch nicht sein - aber selbst Mediziner sagen, dass solche Präparate gar nix nützen. Wenn Rheuma durch so ein Mittelchen so leicht zu behandeln wäre, wären alle Rheumastationen in Krankenhäusern bzw. Praxen von niedergelassenen Rheumatologen leer - komisch, dass Anfang April 2014 eine weitere Rheuma-Klinik in Herne-Wanne eröffnet hat.

Offenbar scheinen die Werbefritzen und der Vertrieb solcher ominösen Produkte zu glauben, dass die Deutschen blind alles fressen, wenn man ihnen nur lang genug die Hucke volllügt und das Ganze überzeugend genug abfasst. Rheuma ist eine degenerative Erkrankung - egal, ob es sich um Gelenkrheuma, Weichteilrheuma oder was für eine der auch immer 450 bekannten Formen handelt -  und das wird auch nicht besser durch die Einnahme von angeblichen Wundermittelchen. Was dem Einzelnen gegen seine rheumatischen Beschwerden hilft, ist individuell - bei manchen sind es leider mehr oder weniger starke Schmerzmittel, bei dem Einen helfen kalte Umschläge, bei dem Anderen Wärmeumschläge, bestimmte Salben oder was auch immer.

Die Sendung gestern Abend im RBB war zwar eine Wiederholung einer Sendung vom NDR, aber dort ging es um die Lügen der Abnehm-Industrie. Deshalb muss ich immer schmunzeln, wenn ich z. B. den Werbe-Spot für XLS Medical sehe, der ja mit dem Satz beginnt "Es ist echt anstrengend, immer gut auszusehen...". Eigentlich müsste der Einstiegssatz so lauten: "Es ist echt anstrengend, den Leuten immer die Hucke voll zu lügen - aber ich krieg ja auch Geld dafür, hihi!!" Solche Abnehmwundermittelchen behaupten zwar immer von sich, klinisch und mit Studien belegt zu sein, aber auch das ist schon gelogen, denn solche Mittelchen machen nicht den Anwender schlank, sondern höchstens deren Geldbeutel. Dafür fahren dann die Hersteller solcher Produkte dicke Gewinne ein mit der Leichtgläubigkeit mancher Menschen.

Manche Zeitschriftenanzeigen für Abnehmwundermittelchen werben ja gerne mit Vorher-Nachher-Aufnahmen und verbürgen sich dann für die Echtheit ihrer Fotos - auch wenn schon auf den Fotos zu erkennen ist, dass es sich um zwei verschiedene Personen handelt oder wenn geschickt retouchiert wurde, Photoshop sei Dank. Sich für etwas oder jemanden verbürgen kann jeder - eine eidesstattliche Versicherung, die aber natürlich kein Hersteller solcher Produkte abgibt, ist da auch aus juristischer Sicht schon was ganz anderes, denn auf Meineid kann u. U. auch eine Haftstrafe stehen. Deshalb verzichten die Hersteller solcher ominösen Mittel wohl sicherheitshalber auf eidesstattliche Versicherungen, damit sie juristisch nicht belangt werden können.

Mittwoch, 26. März 2014

Manchmal kriege ich echt das Kotzen

Normalerweise schaue ich total gerne die Sendung "Panorama3" im NDR, weil dort kritische, aber fundierte Beiträge gesendet werden, aber als es gestern Abend um das Thema ging, höhere Rentenversicherungsbeiträge von Kinderlosen kassieren zu wollen, habe ich doch bald nen Ausraster gekriegt. Familie Tumb - er Zimmermann, sie Grafik-Designerin, die aufgrund ihrer Kinderschar nicht arbeiten gehen kann - schafft sich sieben Kinder an und nöhlt dann rum, dass sie sich aufgrund ihrer Kinderzahl einschränken müssen und deshalb die Kinderlosen für sie bezahlen sollen durch höhere Beiträge, weil das sonst mit dem Generationenvertrag - der ohnehin immer mehr von der Politik aufgeweicht wird - nicht mehr hinhaut.

Klar, Kinder bedeuten eine Einschränkung, das streite ich gar nicht ab, aber ich muss mir ja nicht gleich sieben Stück davon anschaffen, denn - um es mal brutal auszudrücken - beim Poppen kann man auch verhüten anstatt sich einfach nur wie die Karnickel zu vermehren und dann rumzuheulen, dass die Kohle knapp ist. Vor allem ist ja nicht jeder, der keine Kinder hat, gewollt kinderlos - manchmal ist einer der Partner zeugungs- bzw. gebärunfähig, Krankheiten sprechen dagegen oder Singles schaffen sich nicht einfach nur Kinder an, weil es gerade modern ist, und suchen sich dann einen Zuchtbullen, der sie schwängert. Wenn es nach Papa Tumb geht, haben Singles ja alle bewusst diese Lebensform gewählt. Daran sieht man, dass der Herr wohl nicht ganz von dieser Welt ist. Ich denke, viele Singles wünschen sich einen Partner, aber wenn der oder die Richtige nicht dabei ist, hat eine Beziehung auch keinen Zweck. Ich hätte keinen Bock, statt eines Begrüßungskusses an der Wohnungstür erst mal einen die Fresse zu kriegen, nur damit ich sagen kann "Ich habe einen Freund, und auch, wenn der mich dauernd vermöbelt, habe ich wenigstens einen Partner". Solche Leute, die einfach meinen, dass Singles sich ganz bewusst für diese Lebensform entschieden haben, sind aber die Ersten, die den moralischen Zeigefinger heben, wenn z. B. eine Frau in ihrer Nachbarschaft dauernd von ihrem Mann geschlagen wird und sich fragen, warum die Frau den Mann nicht einfach verlässt. Sowas kann nämlich u. a. daraus resultieren, wenn Frauen sich an den falschen Mann klammern, nur um nicht allein zu sein - und bei sowas sind Kinder, sofern vorhanden, auch noch die Leidtragenden.

Sorry, meine ehemalige Kollegin Verönchen ist Mutter einer mittlerweile erwachsenen Tochter, aber als ihre Tochter volljährig war, hat sie genauso den erhöhten Satz zur Pflegeversicherung zahlen müssen wie komplett Kinderlose auch - also so, als wenn sie nie ein Kind geboren und großgezogen hätte. Das hat dieser populistische Beitrag nebst Familie Tumb aber netterweise verschwiegen.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Das nennt man mal nicht lustig

Eva hatte mir gestern Abend noch gemailt, weil ihr Schwiegerpapa einen Herzinfarkt hatte :o(((. Zum Glück geht es ihm wohl aber mittlerweile schon wieder besser. Trotzdem sind solche Vorgänge nicht wirklich schön.

Als ich gestern Abend Panorama3 im NDR schaute, kam u. a. ein Bericht über deutsche Arbeitnehmer aus medizinischen Berufen, die lieber im benachbarten Ausland - im konkreten Fall Dänemark - arbeiten, weil sie dort weniger Stress, aber mehr Verantwortung, Lohn und Anerkennung für ihre Tätigkeit bekommen. Auch ausländische Pflegefachkräfte machen um Deutschland lieber einen großen Bogen - da nützt auch das leere Gelaber von unserem Bundesgesundheitsminister und unserer Kanzlerin Untätig nix.

Das bezieht sich allerdings nicht nur auf medizinische und pflegerische Berufe, sondern auch auf andere Berufsgruppen, die lieber ins Ausland abwandern aus den vorgenannten Gründen - egal, ob es Banker, Lokführer, Busfahrer oder was auch immer sind. Da sollte sich die deutsche Politik mal Gedanken drüber machen anstatt in ihrer Schockstarre und ihrer Ablehnung von Mindestlöhnen zu verharren - auch wenn die senile Krawattenträgerpartei FDP jetzt im Wahlk(r)ampf so tut, als wenn sie sich in manchen Branchen dafür öffnen würde. In Deutschland sind Arbeitnehmer in vielen Unternehmen leider keine Menschen mehr, sondern nur noch lästige Kosten-Nutzen-Analysen, die erst mal daraufhin überprüft werden, ob sie sich für fragwürdige Unternehmenskulturen und unterdurchschnittliche Bezahlung rekrutieren lassen. Natürlich gibt es auch noch viele sehr gute Arbeitgeber, aber bei vielen herrscht leider schon die Hire-or-Fire-Mentalität vor, weil manche die Situation auf dem Arbeitsmarkt für ihren Geldbeutel und ihre unterbelichtete Psyche ausnutzen möchten.

Gestern "freute" ich mich  über den hysterischen Brief einer NRZ-Leserin, die gegen Raucher wetterte und zum Abschluss schrieb, dass Rauchen in der Öffentlichkeit in Indien ne Straftat darstellt. Hm...wenn sie das so toll findet, dass Rauchen in Indien ne Straftat ist, kann sie ja nach Indien ziehen und ihr militantes, intolerantes Nichtraucher-Gehabe ausleben - und dann rumheulen, wenn ihr die indische Polizei nicht hilft, wenn sie Opfer einer ernsthaften Straftat, wie z. B. einer Vergewaltigung, wird oder ihr sogar Geld dafür bietet, wenn sie den oder die Täter nicht anzeigt. Da weiß ich echt nicht, was schlimmer ist - Rauchen in der Öffentlichkeit oder als Opfer einer Straftat keine Hilfe durch die Polizei zu bekommen. In Indien hat es ja diesbezüglich in der jüngsten Vergangenheit genug schlimme Vorfälle gegeben.

Ich hab weder was gegen Nichtraucher, Nichttrinker, Vegetarier noch gegen Veganer - solange die mich mein Leben leben lassen, denn ich lasse sie auch ihr Leben leben. Wenn's aber militant bis hysterisch wird und mich jemand sektenmäßig bekehren will, dann ist bei mir der Ofen aus. Ich hab auch nie versucht, Steffi von der Vegetarierin zur Fleischfresserin umzuerziehen - umgekehrt hat sie aber auch nie nen Aufriss gemacht, wenn mein Essen Fleisch enthielt. Mit einem bisschen Toleranz und gesundem Menschenverstand geht's auch - der aber manchen Menschen in der BRD leider völlig abgeht. Der deutsche Lobbyist braucht eben seine Sündenböcke - im Dritten Reich waren's die Juden, Homosexuelle und Behinderte, nach dem Zweiten Weltkrieg die Gastarbeiter, jetzt sind's die Raucher und die Muslime - nur der Neofaschismus, der wird von vielen Teilen der Bevölkerung nach wie vor toleriert oder bagatellisiert. Zum Glück gibt's auch da eine Reihe positiver Ausnahmen, denn es gibt Gott sei Dank genug Menschen, die gegen Rechts auf die Straße gehen - nur unsere Politik ist nach wie vor auf dem rechten Auge blind...   

Sonntag, 28. Oktober 2012

Tolle Trendforschung

Die neue Mode besteht ja darin, die Zuschauer in den Massenmedien mit Dingen zu langweilen, die nur nen Toten interessieren (und den vermutlich auch noch nicht mal) und Menschen zu Wort kommen zu lassen, die sonst keiner wahrnehmen würde. So ging es mir neulich mit ner Trendforscherin aus Hamburg, die ich auf NDR aktuell gesehen habe. Demnach geht der Trend dahin, dass junge Leute im Großraum Hamburg sich nicht mehr über ihr Auto definieren - komisch, warum es dann immer noch Foren gibt wie z. B. das BMW-Forum oder Clio-Forum, die auch junge Menschen aus ganz Deutschland (und sicherlich auch aus Hamburg) zu ihren Mitgliedern zählen - sondern über ihr Smartphone. Ah ja...!!

Okay, es ist eigentlich egal, ob sich manche Kleingeister über ihr Smartphone, ihr Auto oder ihre Markenklamotten definieren, oberflächlich ist das in jedem Fall, aber eine Sache scheint - von diesen reinen Äußerlichkeiten und Statussymbolen mal abgesehen - ganz aus dem Trend zu sein: Eigenes Hirn. Das sieht man schon daran, dass so genannte Trendforscher nur über solche Statussymbole schwafeln und andere Dinge wie Familie, Freunde, Persönlichkeit usw. hintenan stellen. Entweder ist jemand nett und intelligent, egal, welches Auto er fährt oder welches Smartphone er besitzt, oder er ist ein A...loch, daran würde sich aber auch bei nem tollen Auto und nem Smartphone nix ändern. Statussymbole ersetzen nämlich keinesfalls innere Werte, aber das ist ja bei manchen Trendforschern noch nicht angekommen, deshalb muss man (oder frau) sich dann auch mit so nem Mist beschäftigen. Obwohl: Wenn sich niemand mit solchen materiellen Trends beschäftigen würde und dafür nicht noch extra Stellen geschaffen würden, wäre die Arbeitslosenquote hierzulande wohl noch höher. Ist das jetzt Trend-Forschung oder ne ABM-Maßnahme? Diese Frage drängt sich einem bei solchen "tollen" Beiträgen wirklich auf.

Mittwoch, 15. August 2012

Werbung - früher und heute

Am Sonntagabend sah ich mir im NDR die interessante Quiz-Sendung "Wer hat's gesehn?" an, die sich mit Fragen rund ums Fernsehen und TV-Werbung beschäftigt. Gewonnen hat übrigens  Dennis Wilms (Kochschüler von Cornelia Poletto), der in einer der Buzzer-Runden sagte, dass er früher als Kind lieber die Werbung geschaut habe als den eigentlichen Film :o). Bis in die 80er Jahre hinein ging's mir da ähnlich, zumal es damals auch noch richtige Werbefiguren gab, die man mit nem Produkt assoziieren konnte, wie z. B. Tilly und die Spülhände (Palmolive Geschirrspülmittel), Clementine für das Waschpulver Ariel oder Frau Antje für Käse aus Holland. Auch die Werbemusik in der Ära war vielfach okay bis gut und mutierte sogar zu Welthits wie etwa Robin Becks "First time" aus dem Jahr 1988, die bei einer Werbung für Coca-Cola gespielt wurde. Selbst Werbe-Jingles wie "Schönes Haar ist dir gegeben, lass es leben mit Gard..." (von uns in der Schule umgedichtet in: "Fettig Haar ist dir gegeben, lass es kleben mit Quark..." - hähähähä) hatten mehr Charme wie einige heutige Werbe-Spots und -Melodien, die man vielfach nur vom Weghören kennt.

Neben meinen Allzeit-Wegguck-Favoriten für Werbung für Medikamente im ZDF, Vodafone, Formoline 112 (fällt im weitesten Sinne auch unter Medikamente), Syoss und Mamas Allerlei von Knorr :o), worüber ich ja auch schon mal gebloggt hatte, nerven auch Dauerwerbesendungen vielfach tierisch, und das nicht erst seit gestern. Aktuell geht's mal wieder um ne Enthaarungscreme aus den USA. Ich weiß nicht, ob die amerikanischen Schauspielerinnen im Original-Spot auch so blödsinniges Zeug labern oder ob es sich einfach nur um ne grottige Synchron-Fassung handelt, aber die Trusen nerven da mit Aussagen wie "Zeig uns deine schönen Arme!" oder "Toll!". "Hihi" fehlt dort, glaube ich, noch. Ähnlich nervig war auch die Werbung für das Restform Highrise-Luftbett in der deutschen Fassung - eine Zeit lang konnte man selbiges sogar bei nem Kiosk in Duisburg-Hamborn bestellen *glucks*. Die Werbung für irgendne Super-Bratpfanne ist zwar ein deutsch-österreichisches Gemeinschaftswerk, aber genauso nervtötend - und die Werbung für KnobiVital grenzt für mich schon an irreführende Werbung, weil da der Eindruck erweckt wird, als wenn man bei Einnahme des Produkts auf eventuell notwendige Medikamente wie Insulin, Marcumar, Betablocker etc. verzichten könne. Heute muss Werbung offensichtlich nicht mehr intelligent sein, sondern gleicht sich eher an Volksverdummung und dem geistigen Niveau mancher vermeintlicher Promis an. Auch dieses ewige "Bestellen Sie JETZT!" nervt total.

Diese Dauerwerbesendung aus dem Jahr 1997 war zwar auch total gaga, aber so gaga, dass sie schon wieder zum Schreien komisch war: Die Werbung für den Relax Maxx (Massageunterlage mit Fernbedienung), bei dem neben einem älteren Herrn eine vermeintliche Ärztin im weißen Kittel, auch noch mit zwei unterschiedlichen Ohren (eins normal geformt und normal groß, das andere wesentlich größer und abstehend) total professionell bis emotionslos vom Teleprompter ablas *gacker*. Wenn mein Papa Mittagschicht hatte und das per Zufall im Vormittagsprogramm sah, hat der sich auch weggegackert.

Dienstag, 22. November 2011

Neuer Hass-Werbespot

Werbung im deutschen Fernsehen ist ja selten gut gemacht und es gibt zahlreiche Werbe-Spots, die nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Zuschauern gehörig auf die Nerven gehen. Der neue Commerzbank-Werbespot mit diesem stylishen Anzugträger mit seinem Coffee to go in der Hand zählt dazu, insbesondere wegen seinem Gelaber zu dem Satz "Weniger ist mehr". Das Konterfei muss man auch in Schaukästen an Commerzbank-Filialen in Düsseldorf ertragen, wenn man dran vorbei läuft. Bekloppt ist das vor allem vor dem Hintergrund, dass etliche Banken - u. a. auch die Commerzbank - Anleger falsch beraten haben, sodass die Kohle nun futsch ist; besonders beliebt war die Methode bei Senioren, die ja nach Meinung vieler dubioser Anzugträger eh zu senil sind, um noch irgendwas zu raffen. Zum Glück gibt's genug pfiffige Senioren, die diese kriminelle Denkungsweise Lügen strafen.

Auch für Vergleichsportale wird ja verstärkt im Fernsehen geworben, u. a. für transparo.de. Das kann man genauso vergessen wie kommerziell betriebene Beurteilungsportale für Ärzte und Krankenhäuser. Manche Versicherungen haben sich nämlich sozusagen in die entsprechende Homepage eingekauft, sodass ihre Tarife natürlich als Erstes gelistet werden, manche Versicherer dort gar nicht erst auftauchen und das entsprechende Vergleichsportal erhält ne Provision pro abgeschlossenem Vertrag - im Grunde genommen handelt es sich eher um Maklerdienstleistungen als um unabhängige Portale. Über diese ominösen Online-Vergleichsportale gab's gestern Abend noch nen Beitrag in der Sendung "markt" im NDR.

Es ist ja nett, wenn man angeblich bei der Kfz-Versicherung Geld sparen kann. Es nützt mir aber nix, wenn ich monatlich statt z. B. 100 Euro nur 60 Euro für meine Versicherung zahle, die billigere Versicherung sich aber im Schadensfall als Mogelpackung entpuppt, weil der Versicherer dann alle möglichen Gründe findet, meinen und/oder den gegnerischen Schaden nicht oder nicht vollumfänglich zu begleichen. Geld sparen ist eine Sache - Seriosität und Leistung oft eine ganz andere. Was die vermeintliche Sparerei für Stromkunden gebracht hat, sieht man an der unsäglichen Story zu Teldafax.