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Sonntag, 24. September 2017

Sammys 25. Geburtstag :o)

Heute wird Sammy 25 - am 24.09.1992 kam sie im Parkstadion auf Schalke zur Welt (die Arena gab es damals noch nicht) und zwar an der Eckfahne bei einem Fußballspiel zwischen Schalke und Werder Bremen :o). Als Sammy auf der Welt war, war das Spiel kurzfristig unterbrochen, denn die Fans jubelten, weil ein kleines Stofftier das Licht der Welt erblickt hat. Das galt sowohl für Schalke- als auch für Werder-Fans.
 
Sammy mit ihrem Brüderchen Ecki - (c) Alexandra Döll, Essen
 
Sammy hat heute schönes, sonniges Geburtstagswetter und hat gestern Abend in der Küche für sich und ihre plüschigen Freunde eine schicke Sahnetorte gemacht - und sogar meine Küche aufgeräumt! :o) Das ist bei der Kleinen leider nicht immer selbstverständlich. Heute Morgen habe ich auch ein Stück Torte bekommen.
 
Am 24.12.1992 kam Sammy als Weihnachtsgeschenk zu mir in die Familie und war von Anfang an sehr liebevoll. Immer, wenn sie ihre Omi, also meine Mama sah, krähte sie: "Ich fühle Seelenverwandtschaft!" Seit Sammy in unsere Familie kam, ist sie mein Lieblingsstofftier und - wie der Borbeck Kurier in einem Artikel über mein Buch "Mein Leben mit Sammy" feststellte - seither sind wir ein unzertrennliches Team.
 
Leider ist heute auch Wahltag und ich muss sagen, an der Ripshorster Straße, wo sich mein Wahllokal befindet, war es heute sehr voll. Sammy und Ecki liefen immer mit einem Transparent herum, auf dem stand "Merkel muss weg!", aber zum Glück waren die CDU-Wähler heute offenbar in der Minderheit. Dafür waren aber geneigte NPD-Wähler da *urgh* und mein Bebichichi Bubi hat sie nach ihrem Lieblingsbuch gefragt - hm, das war bestimmt "Mecki in der Waffen-SS" :o). Die NPD-Anhänger haben zustimmend gegrölt und ihren Arm erhoben, sodass Bubi ihnen das verboten hat.
 
Er wollte ja auch zusammen mit seiner Ehefrau Melody wählen, aber leider gibt's immer noch kein Wahlrecht für Stofftiere - was Sammy ja eingefordert hatte und von Frau Merkel nur die Antwort bekam "Sehr geehrtes Stofftier, (...) leider ist ein Wahlrecht für Stofftiere in der Bundesrepublik nicht vorgesehen:" Sammy war darüber stinksauer, zumal sie mit ihrem vollen Namen unterschrieben hatte und auch meine beiden Bebichichis waren enttäuscht, weil sie nicht ins Wählerverzeichnis eingetragen waren. Auf jeden Fall waren diesmal ungewöhnlich viele Wähler an der Ripshorster Straße - selbst mein Honda wollte wählen, aber auch er war leider nicht ins Wählerverzeichnis eingetragen.
 
Um 16.30 Uhr treffe ich mich mit Sarah, damit wir mit Osito in Duisburg-Homberg spazieren gehen und anschließend noch Gutscheine von Maces verheizen können. Morgen gehe ich dann wieder arbeiten und bin mal gespannt, was die kommende Woche bringt - auf jeden Fall mein erstes Gehalt :o).


Montag, 26. Mai 2014

Ungenialer Rechtsruck in Essen :o/

Im Vergleich zu den etablierten Parteien haben die Rechten bei der Kommunalwahl zwar nicht soviele Stimmen bekommen - die Republikaner nur etwas über 700, die NPD über 1.200 und ProNRW über 3.300 - aber gerade die letztgenannte Zahl sollte einem zu denken geben. Gerade im Ruhrgebiet, der ja von jeher ein Schmelztiegel der Kulturen ist, hatten die rechten Parteien kaum Zulauf, aber die Zahlen der NPD und von ProNRW sind ziemlich erschreckend, auch wenn manche Gutmenschen das jetzt als Peanuts abtun mögen. Es zeigt offenbar, dass manche Wähler sich von den etablierten Parteien ent- und getäuscht fühlen und sich deshalb rechten Parteien zuwenden, deren einziges Ziel aus der Angstmache durch verkürzte Parolen besteht.

Um es vorweg zu nehmen: Auch viele Menschen, ich eingeschlossen, die nichts gegen Ausländer haben und Neofaschismus einfach blöd finden, sind nicht nur erschrocken über den Zulauf, den die Rechten zu verzeichnen haben, sondern auch darüber, wie Fremdenhass und Angst vor Überfremdung durch das Versagen Einzelner geschürt werden. Aktuell wird ein 14-jähriger Intensivtäter aus Russland von einem privaten Sicherheitsdienst überwacht und sogar zu Treffen mit seinen Kumpels gefahren, weil angeblich keine pädagogische Einrichtung mit ihm fertig geworden ist - dass das ein vollkommen falsches Signal ist an die Menschen, dürfte einleuchten. Leute mit rechter Gesinnung fühlen sich dann noch in ihren Parolen bestätigt und manch ein Ausländer mit krimineller Energie mag das jetzt noch als Freibrief für weitere Straftaten werten - mir passiert ja nix, wenn ich mich nur scheiße genug benehme, stattdessen bekomme ich sogar noch eigenes Personal vom Sicherheitsdienst, das der Steuerzahler bezahlen muss. Das ist auch ein Schlag ins Gesicht für alle ausländischen Mitbürger, die nicht kriminell sind, hier gut integriert sind, einem Beruf nachgehen usw. Da frage ich mich als Deutsche ehrlich gesagt auch, wofür unsere Steuergelder verschwendet werden - das würde ich mich aber auch fragen, wenn ein deutscher Intensivtäter einen privaten Sicherheitsdienst zur Seite gestellt bekäme, weil ihm angeblich keiner Herr werden kann. Stadt und Jugendamt haben hiermit jedenfalls eine Bankrott-Erklärung an ihr eigenes System abgegeben, unabhängig von der Nationalität des Täters.

Jedenfalls schüren sie damit noch bei manchen Gruppen mit rechter Gesinnung die Angst vor Überfremdung und den Hass gegen Ausländer. Bei solch einer "Politik" (?) wundert es nicht, dass die Rechten sich langsam aber sicher auch im Pott, wo Menschen verschiedenster Nationalitäten leben (Deutsche, Polen, Spanier, Portugiesen, Türken, Marokkaner, Russen, Libanesen, Chinesen, Rumänen, Inder u. v. m.), etablieren können.

Auch wenn der Junge bis vor kurzem noch nicht strafmündig war, hat er aber Eltern. Da fragen sich viele, warum die nicht in die Pflicht genommen wurden. Einfach nur auf der Mitleidsmasche rumzureiten, weil sich die Eltern nicht um ihr Kind gekümmert haben und der Junge es auch nicht immer leicht hatte, bringt gar nix und ist eine billige Entschuldigung für das eigene Versagen. Viele Kids - egal, ob deutsch oder aus einem anderen Land - wachsen nicht in den allerbesten Verhältnissen auf, werden deshalb aber auch nicht alle kriminell. Ein schlechtes Elternhaus ist keine Entschuldigung für alles - von Menschen mit krimineller Energie wird dies aber gerne als Entschuldigung für alles genommen, unabhängig von der Nationalität des Täters.