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Samstag, 30. Dezember 2017

Unfälle mit Zombies

Gestern wollte ich meine Eltern zum Friseur nach Borbeck bringen - mein Papa saß neben mir und meine Mama hinten. Auf der Kreuzung Schlossstraße/Rabenhorst, wo ich als Geradeausverkehr unterwegs war, fuhr mir plötzlich eine Linksabbiegerin in meine Spur - ich habe noch eine Vollbremsung gemacht, aber plötzlich kam das Heck das Chevrolet rum, sodass ich die Dame leider doch noch erwischt habe :o(. Sorry, die Dame wollte sich wohl die Vorfahrt erzwingen, auch wenn sie behauptet hatte, mich gar nicht gesehen zu haben. Klar, mein Auto in knalligem Rot ist ja auch total übersehbar :o), wie auch einer der Polizisten fand, die den Unfall aufgenommen haben. Sie hat zwar Schuld an dem Unfall, aber ich habe schon Kontakt zu meiner Werkstatt aufgenommen, um den Schaden begutachten zu lassen. Mein Honda hat zwar keine Beulen im Kotflügel, da in ihm offensichtlich noch viel Blech verbaut wurde, aber der rechte Kotflügel ist halt total verkratzt und auch dreckig, wobei Dreck ja das kleinste Problem ist.

Meine Eltern habe ich mit einem Taxi zum Friseur bringen lassen und ich bin auch froh, dass mein Honda noch fahrbereit ist bzw. die Spur offensichtlich nix abbekommen hat. Auch beide Scheinwerfer funktionieren noch.


                       Gegenüber dieser Apotheke ist es passiert - (c) Geschäftsinhaber


Meine Mutter war nur dankbar über meine sehr gute Reaktion, denn ich denke, wenn ich ungebremst in den Chevrolet reingeknallt wäre, hätte es sicherlich einige Verletzte gegeben, mich eingeschlossen.

Von BMW, Audi, Volvo, Porsche und Mercedes bin ich ja öfter ein kackendreistes, dämliches Verhalten gewöhnt, aber bei einem kleinen Chevrolet Spark war ich doch ein wenig überrascht. Auf jeden Fall machte mir meine Unfallgegnerin den Eindruck, dass sie nicht ganz auf dieser Welt weilte (Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingeworfen?!) - jeder reagiert ja bei einem Crash anders, aber das Verhalten hat mich doch etwas befremdet. Das Kennzeichen kam mir bekannt vor, ich hatte die Dame schon mal im dichten Schneetreiben vor mir und da fuhr sie auch nicht besser als gestern.

Mit meinem Honda konnte ich meine Eltern wieder vom Friseur abholen, da die Unfallaufnahme zum Glück nicht so lange dauerte. Der Polizist hat auch meine Unfallgegnerin ermahnt, den Schaden binnen drei Werktagen ihrer Versicherung zu melden. Man weiß ja nie...der Polizist hat mir ja für meine Werkstatt den Tagebucheintrag bzw. dessen Durchschrift mitgegeben.

Gerade eben habe ich einen neuen Mobilfunkvertrag abgeschlossen, denn mit Vodafone will ich nix mehr am Brett haben, was viele übrigens gut verstehen können. Die wollen ja immer Geld sehen für Leistungen, die sie nie erbracht haben bzw. die durch mich gar nicht genutzt wurden. Sollten die weiterhin scheinheilig nach der Kündigungsfrist Beträge von meinem Konto abbuchen, werde ich mal einen freundlichen Brief an den Vorstand richten und fragen, ob sich da jemand bereichern möchte. Und ihre SMS mit dem Inhalt, dass sie angeblich sehr gut bewertet wurden, können die sich auch in die Haare schmieren, denn mehr Wert hat so ein luftleeres Gelaber leider nicht.

Soeben habe ich erfreut festgestellt, dass ich im Borbeck Kurier auf einem der Fotos auf der Titelseite abgebildet bin, wie ich mich freundlich über meinen Honda beuge :o). Dankeschön! :o)))

Mittwoch, 20. Juli 2016

Letzten Monat um diese Zeit...

...lag ich noch im Krankenhaus wegen einer Thrombose im rechten Bein, die sich trotz Marcumar bzw. ausreichendem INR von 2,6 mal eben eingeschlichen hatte und für Schmerzen im Bein sorgte.

An dem Tag, den 16.06., habe ich meinen Schatz von der Arbeit abgeholt - da war noch alles wie immer. Als ich jedoch nach links abbog, weil wir in der Teestube essen gehen wollten, hatte ich kein Gefühl mehr im rechten Fuß, sodass ich einem Baustellen-Lkw trotz gegenteiliger Versuche hinten reingefahren bin. Günni hat erst gar nicht kapiert, was los war - als er es verstanden hatte und ich von einer Fußlähmung sprach, hat er vorsichtig die Handbremse gezogen. Dennoch bin ich ganz eben in eine Baustellenbake reingefahren. Clios Scheinwerfer ist seither mit ein wenig Klebeband fixiert. Ursprünglich wollten wir in der Teestube Mittag essen, aber bei dem Ereignis haben wir darauf verzichtet, auch wenn der Fahrer des kleinen Lkw supernett war - er hatte ja auch kaum Schrammen an seinem Fahrzeug. Günni hat uns dann den knappen Kilometer nach Hause gefahren.

Weil ich Schmerzen kriegte im Bein, habe ich schließlich einen Notarztwagen gerufen, der mich ins evangelische Krankenhaus Mülheim gebracht hat. Mein Schatz saß in der Notaufnahme wie ein Häufchen Elend. Da angesichts meiner Beschwerden Eile geboten war, wurde ich binnen einer Stunde notoperiert, wobei mir zwei biologische Implantate eingesetzt wurden. Die Fäden an der OP-Narbe wurden mir am 30. Juni gezogen.

Drei Anästhesisten haben sich im OP um mich bemüht - einmal der Chef und zwei Anästhesistinnen :o). Als die eine mir eine Spritze in den Oberarm gegeben hatte, wurde es auch schon Nacht - das Letzte, woran ich mich erinnern kann, waren die grellen OP-Leuchten über mir.

Nach Heparin bin ich wieder auf Marcumar eingestellt, nehme zusätzlich ASS und halte meinen INR im Auge.

Der Herr in der Notrufzentrale Mülheim war sehr nett und hatte auch binnen weniger Minuten einen Krankenwagen los geschickt zu meinem Schatz. Von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft könnten sich die Essener Kollegen mal echt eine Scheibe abschneiden, denn die Mitarbeiter dort machen leider keinen motivierten Eindruck - und freundlich sind sie auch nicht gerade und diskutieren lieber alles aus.

Dienstag, 20. August 2013

Speiübel

Heute Morgen hab ich mich beim Zähneputzen ein wenig übergeben - ich hatte wohlgemerkt nicht die Zahnbürste im Mund und war damit zu weit nach hinten geraten. Es war aber wirklich nur minimal, aber der Nachgeschmack war natürlich alles andere als toll *frust*. Appetit habe ich auch - und hatte auch vorher mit Appetit gefrühstückt - aber wenn das noch mal auftritt, werde ich wohl doch mal meinen Doc aufsuchen, um die Ursache zu klären. Das hatte ich jedenfalls noch nie.

Uli muss jetzt zur Werkstatt, weil sie am Wochenende, als sie die Autobahn verließ, einen Unfall hatte :o( - zum Glück nur Blech- und kein Personenschaden. Jetzt muss geklärt werden, ob es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden handelt. Unfälle sind ja ohnehin nicht lustig, aber wirtschaftliche Totalschäden noch viel weniger, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.

Dienstag, 28. Februar 2012

Zwei Vorstellungsgespräche in einer Woche

Gestern ging es Schlag auf Schlag - heute war ich zu einem Vorstellungsgespräch mit sehr positivem Verlauf in Düsseldorf und am Freitag habe ich das Nächste in Herne. Wenn dann dabei noch ein Arbeitsvertrag rausspringt bzw. mal alles endlich konkreter wird, bin ich mehr als zufrieden.

Der Weg nach Düsseldorf gestaltete sich heute Morgen jedoch eher zeitraubend: Erst der obligatorische Stau im Autobahnkreuz DU-Nord, Seit 2005 ist in Höhe der Abfahrt DU-Zentrum an der A59 Maulwurfsarena (der Steuerzahler hat's ja...), am Ende der A59 in DU-Süd ist jetzt auch ne Baustelle...echt nervig. Dann sind in Düsseldorf derzeit auch noch zwei Messen, auf der KWS ist auch Maulwurfsarena. Ich bin um kurz vor acht in Essen-Gerschede los gefahren und kam erst um 9.10 Uhr auf der KWS an, von wo aus ich dann mit der U-Bahn weiter in die City gefahren bin. Der Termin war um zehn, sodass ich trotz hohem Verkehrsaufkommen um kurz nach halb zehn dort war. Ich hätte auch, wie bis vor kurzem üblich, über die A52 nach Düsseldorf fahren können, aber die basteln ja wieder in Höhe des Breitscheider Kreuzes zum gefühlten 800. Mal in zwei Jahren, sodass sich die Fahrt über die A52 vermutlich noch zeitraubender dargestellt hätte, weil die Autobahn da wohl auf eine Spur verengt ist. Auf dem Rückweg um kurz vor elf ging's wesentlich schneller, stress- und staufreier. Es war schon gut, dass ich für die Hinfahrt ausreichend Zeitpuffer eingeplant hatte, denn normalerweise benötigt man keine Stunde von Essen-Gerschede nach Düsseldorf-Golzheim.

Clio und ich gelangten heute Morgen, als wir auf die A42 in Bottrop Richtung Duisburg auffuhren, zu der Überzeugung, dass Citroen verboten gehören. Da hatte ein schlauer C3-Fahrer mitten auf der Auffahrt wohl ne 180°C-Drehung hinlegen wollen und ist dabei mit nem Taxi kollidiert, das wohl ebenfalls in Richtung Duisburg auffahren wollte. Wir kamen zwar problemlos an der Unfallstelle vorbei, aber es war deutlich zu sehen, dass der kleine Citroen offenbar wirklich der Meinung war, er könnte mitten auf einer Auf- bzw. Abfahrt drehen. Noch fataler wäre es allerdings geworden, wenn er das mitten auf der A42 veranstaltet hätte.

Auf der KWS war Clio u. a. im Stau auch von zwei Artgenossen umgeben, einmal in dunkelblau, einmal in weiß. Sein weißes Pendant litt allerdings eher an Unentschlossenheit, war sich jedoch hinsichtlich der Fahrstreifenwahl nicht ganz sicher. Mein schwarzer Clio glaubt, dass es an der Farbe gelegen haben könnte, denn: schwarze Autos sind sowieso die Besten :o).

Clio ist ja normalerweise aufgrund einer Identitätsstörung, die ihn glauben lässt, er sei ein 3er BMW in der falschen Karosserie, logischerweise sehr BMW-freundlich, insbesondere bei 3ern, 6ern und M3. Heute Vormittag auf dem Rückweg tuckerte ein schwarzer X1 mit gerade mal 120 km/h auf der mittleren Spur der A42, sodass Clio und ich uns entschlossen, ihn zu überholen. Das hat aber wohl das Ego des verstrahlten Fahrers gekränkt, denn kaum hatte ich ihn hinter mir gelassen und mich in mehr als ausreichendem Abstand wieder vor ihn gesetzt, musste er mir natürlich zeigen, dass er mehr PS hat als mein identitätsgestörter Clio. Wir haben beschlossen, soviel geistige Armut einfach nicht zu beachten - niemand bezweifelt, dass ein BMW schneller ist, aber manchen fällt das erst komischerweise ein, wenn sie von Klein- und Mittelklassewagen überholt wurden, hihi. Nicht umsonst steht BMW in vielen Fällen bei den Fahrern als Synonym für "Bin Maßlos Wichtig" :o)).

Hm, apropo Baustellen: Auch unsere Baustelle auf dem Reuenberg in Höhe des Hochhauses mit den roten Balkonen könnte so langsam mal fertig werden - diese Maulwurfsarena existiert jetzt auch schon über zwei Wochen, bisweilen wird auch dran gearbeitet, aber dennoch ist der Verkehr auf dem Teilstück per Baustellenampel geregelt, weil die Herren einfach nicht fertig werden. So ein Arbeitstempo könnte sich keiner in der freien Wirtschaft leisten, aber wie gesagt: Solange der Steuerzahler es bezahlt und das Bauunternehmen dafür nicht zur Rechenschaft gezogen wird, können wir ja auch über unserer Schüppe einschlafen...zzzzzzzzz.

Freitag, 25. November 2011

Noch ist es sternenklar

Heute früh war es sternenklar, sodass ich wieder 44 Sterne am Morgenhimmel gezählt habe. Auch jetzt ist der Himmel noch klar, aber es soll sich zum Mittag eintrüben und dann unwesentlich nieseln :o/.

Neben dem Sternbild Geile Gewürzgurke war natürlich auch der Große Wagen zu sehen. Die Leier sehe ich jetzt abends, morgens ist sie schon auf der anderen Seite des Dachs, genau wie die Venus. Heute ist zudem auch Neumond. Sammy ist deswegen ein wenig traurig, weil es nicht möndelt, aber spätestens Sonntag dürfte es ja wieder soweit sein, dass eine Mondsichel am Himmel steht.

Morgen ist leider auch nix mit ausschlafen, da Timo, Marina und ich uns um 9 Uhr am Büro treffen, um dann gemeinsam zu unserer Weihnachtsfeier nach Wehrheim im Taunus zu fahren. Zum Essen gibt es Gans - lecker! Hoffentlich quengelt Marina nicht wieder alle zehn Minuten, wann wir endlich da sind :o) - das hat sie nämlich 2008 getan, als wir vom Projektbüro Essen aus mit unserem damaligen Jobsearcher Tim nach Wehrheim gegondelt sind. Auf einem Parkplatz bei Meinerzhagen lag tatsächlich Schnee, sodass Tim und ich, während wir rauchten, die Seitenscheibe seines Autos mit Schneebällen bewarfen, hinter der Marina saß, hihi. Tim wollte sie schon am nächsten Rastplatz aussetzen, damit ein (enkel-)kinderloser Senior sie adoptieren kann :o). Ach ja, und wenn irgendwelche netten Bauwerke wie z. B. Schlösser oder Fachwerkhäuser von der A45 aus zu sehen waren, fragte Marina mich, wo wir sind bzw. wie der Ort heißt. Sorry, ich kann nicht jedes Dorf in Hessen kennen, hihi. Tim wollte mich in Gießen absetzen, damit ich mir mit Groupie Thomas - dem ich damals allerdings noch nicht so besonders zugetan war - einen netten Abend machen kann. Die Sau! :o)) Marina und er hatten jedenfalls ziemlichen Spaß bei der Vorstellung.

Auf der B8 gab es vorhin einen Unfall, zum Glück aber wohl ohne Personenschaden, soweit ich das sehen konnte. Ein Clio ist wohl mit nem BMW zusammengerauscht und dann war da noch ein Bus, der für ziemliches Chaos sorgte. Ich bin dann rechts abgebogen und über Stockum weiter nach Golzheim gegondelt. Hoffentlich war da nicht jemand sternhagelvoll...

Nachdem ich gestern den großen Tag des Lektorats hatte und zudem auch meinen Charme-Sessel gesattelt hatte, muss ich jetzt noch für eine Kundin Jobsearch machen.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Benebelt

Zwei total verzogene, verwöhnte Jüngelchen namens Marvin-Klaus und Pascal-Dennis, die offenbar an Wohlstandsverwahrlosung leiden, haben sich zunächst bei ihrem Lieblings-Dealer Harry Hackedicht Drogen gekauft und auch direkt heimlich auf dem finsteren Parkplatz an der Einbleckstraße in der Nähe der Kanalbrücke an der Stadtgrenze Essen/Bottrop eingeworfen. Sie versuchen, mit dem von Papi gesponsorten BMW M3 nach Hause zu eiern - wie gut, dass weit nach Mitternacht kaum noch andere Verkehrsteilnehmer auf der Straße sind. Der Vollmond blickt auf die beiden herab und fragt sich nicht zum ersten Mal, ob es auch intelligentes Leben in einem aufgemotzten BMW gibt...

Als sie vom Reuenberg nach links auf die Schlossstraße Richtung Borbeck abgebogen sind, zeigen die Drogen ihre volle Wirkung, sodass der am Steuer sitzende Marvin-Klaus Papis M3 nur noch in Schlangenlinien steuern kann. Beide Insassen halluzinieren tanzende bunte Punkte vor der Windschutzscheibe und haben das Gefühl, der Mond zeigt ihnen einen Vogel. Kurz hinter dem Kreuzungsbereich Bergheimer Straße wabern Nebelschwaden über die Straße - die Schlossstraße ist ebenso benebelt wie die beiden Jungs. Sie rollen mit hoher Geschwindigkeit auf die Steilkurve kurz hinter der Bushaltestelle Stensbeckhof zu, als ihnen endgültig das Lachen vergeht, denn direkt vor ihrer Windschutzscheibe sehen sie außer dem Nebel das hier wabern:

                                           (c) Alexandra Döll, Essen


Die beiden zugedröhnten Herren bekommen einen Schreikrampf, als der wabernde Geist sie mit bösem Kichern darüber informiert, dass er eine Wahnvorstellung sei. Das ist für sie das Zeichen zum Anhalten - sie und der M3 finden erst die Leitplanke und dann einen Baum...:o).

Freitag, 17. Juni 2011

Ein unappetitlicher Morgen

Eigentlich fing der Tag ja ganz schön an mit klarem Himmel, einem schönen Sonnenaufgang und schnarchenden Wachteln :o). Kurz nach halb sieben, als ich mich auf der A52 Richtung Düsseldorf befand, mussten wir jedoch kurz hinter Kettwig alle in die Eisen gehen, denn es hatte auf der rechten Spur einen schweren Unfall gegeben, an dem wohl auch ein Motorrad beteiligt war, denn die Maschine lag ziemlich havariert auf der rechten Spur. Auf dem Standstreifen waren neben dem Unfallgegner auch weitere Autofahrer, die halfen und versuchten, das Motorrad von der Fahrbahn zu kriegen. Den Motorradfahrer selbst habe ich nicht gesehen und ich hoffe, es geht ihm nicht allzu schlecht - obwohl das Ganze schon recht heftig aussah.

Als wir alle stark abbremsen mussten wegen der Unfallstelle und den Fahrzeugen, die von der rechten Spur kurzzeitig auf die linke wechseln mussten, da ja rechts noch die havarierte Maschine lag, kam ich sehr exakt hinter einem Pampers-Bomber (3er Touring) zum Stehen, aber der 3,5-Tonner hinter mir wäre mir dafür fast in den Kofferraum gerauscht - da fehlte nicht mehr viel. Die 3,5-Tonner gehen mir teilweise ohnehin auf den Keks mit ihrer bisweilen rücksichtslosen Fahrweise, weil sie nun mal mehr wiegen als ein handelsüblicher Pkw und deshalb meinen, sie können drängeln, dicht auffahren und sich noch mal eben reinquetschen - die Pkw werden schon Platz machen :o/. Na, das wär's jetzt noch gewesen - ein Unfall nach dem Unfall. Hinter der Unfallstelle rollte der Verkehr jedenfalls wieder.

An der Haltestelle Messe Ost/Stockumer Kirchstraße spielte die Anzeigetafel jedenfalls verrückt - für 7 Uhr wurde eine U78 avisiert mit dem Wort "sofort", obwohl um 7 Uhr gar keine da fährt (sondern um 6.54 Uhr und dann wieder um 7.04 Uhr). Schließlich erschien mit zwei Minuten Verspätung eine U79, die ich dann genommen habe. Im hinteren Waggon war eine komplette Vierersitzgruppe frei, auf die sich die neu zugestiegenen Fahrgäste natürlich stürzten - das ist für die U79 um 7 Uhr allerdings sehr ungewöhnlich, das dort ne ganze Sitzgruppe frei ist. Wenig später sahen wir auch den Grund: Jemand hatte dort auf den Boden gekotzt und sich nicht bemüht, sein Pfützchen ein wenig zu beschränken :o/. Lecker! Zum Glück wurde der Geruch des wenig appetitanregenden Pfützchens ein wenig durch Frischluftzufuhr beschränkt, wenn sich die Türen an den Haltestellen öffneten, und auch durch den Duft von Duftwässerchen (männlich/weiblich).

Okay, also nahm ich einen Stehplatz ein, wie einige andere Fahrgäste auch. Obwohl ich schon in den Türnischen und somit weit außerhalb des Mittelganges stand, meinte ein doof lachender Pommespanzer, der sich so cool vorkam, dass er (bzw. es war ne Sie) Eiswürfel pinkelte, mich und andere Menschen mal eben über den Haufen rennen zu müssen - Panzer war da also schon das richtige Wort. Höflichkeit ist eine Zier - weiter kommt man ohne ihr...!

Ich hoffe jedenfalls, dass der Tag nicht so unappetitlich weitergeht wie er angefangen hat. Nun werde ich mich mal um vier fröhliche Bewerbungswünsche einer Kundin kümmern, die sicherlich appetitanregender sind als Kotze in der U79, rücksichtslose, doof lachende Pommespanzer und schwere Unfälle auf der A52.

Wenigstens hat meine liebe Steffiiiiiii gestern noch was Appetitanregendes getan, bevor sie in ihr wohlverdientes Wochenende abgedampft ist: Sie hat mich auf der Homepage tag-des-schreibens.com bei der Wahl für den Online-Autoren des Jahres nominiert *knuddel*. Vom 20. bis 26. Juni, wenn die Nominierungsphase vorüber ist, darf für die einzelnen Nominierten abgestimmt werden.

Dienstag, 3. Mai 2011

Gute Planung!!

Gestern Abend gab es leider einen sehr schweren Unfall im Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord, sodass die linke Spur durch zwei havarierte Fahrzeuge, Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei gesperrt war. Der Ford sah ja noch einigermaßen aus, aber der kleine Fiat...:o(. Ich hoffe, die Opfer haben überlebt bzw. erholen sich schnell von den Folgen des Unfalls.

Das war ja auch nicht das Problem - für die Unfallbeteiligten sicherlich schon - aber dass jetzt zwischen Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord und Ratingen-Tiefenbroich ne Baustelle eingerichtet wird, wo die Schule wieder angefangen hat, finde ich den absoluten Witz! Ich meine, wir hatten zwei Wochen Osterferien mit entsprechend wenig Verkehrsaufkommen - nein, da müssen Dauerbaustellen und Fahrbahnverengungen dann eingerichtet werden, wenn alle Leute wieder arbeiten müssen. Gute Planung, wirklich. Deshalb muss ich immer über die Schilder schmunzeln, auf denen steht "Wir bauen für Sie!" - hm, eigentlich müsste es eher heißen "Wir stauen für Sie!", hihi. Mal gucken, wann zum gefühlten tausendsten Mal was an der Ruhrtalbrücke gemacht wird...

Wie ich gestern auf Radio Essen hörte, als ich die A52 verlassen hatte, hat es im U-Bahn-Schacht unterhalb der Altendorfer Straße einen kleinen Tagebruch gegeben, sodass für die Straßenbahnlinien 101, 103, 105 und 109 auf dem Teilstück ersatzweise Busverkehr eingerichtet wurde, weil der Schacht natürlich nicht mehr (gefahrlos) befahrbar ist. Nun gut, Tagebrüche sind im Ruhrgebiet nicht so selten, da wir ja früher ne Bergbauregion waren, aber dann sind doch wohl einige Schächte nicht richtig verfüllt worden. Bis dato haben die alten U-Bahn-Schächte, die es schon seit den 80ern bzw. 90ern gibt, ja auch alle ganz gut funktioniert - auf der neuen U-Bahn-Trasse Richtung Altenessen - Karnap - Gelsenkirchen-Horst passiert schon mal häufiger was, obwohl es sich dabei um die neueste unterirdische Strecke in Essen handelt; vorher fuhren die Straßenbahnen Richtung Essener Norden nämlich alle oberirdisch über die Altenessener Straße. Sowas passiert wohl, wenn der Bauleiter in der Grundschule gefehlt hat und/oder wenn statt Fachkräften Billiglöhner ohne Ausbildung und großartige Vorkenntnisse eingesetzt werden, denn manche Arbeitgeber meinen ja, dass Facharbeiten auch zu Dumping-Löhnen erledigt werden können und dass manche Dinge "ja jeder" kann bzw. dafür nicht zwingend ne abgeschlossene Ausbildung notwendig ist. Gut, ich würde mir trotz abgeschlossenen Hochschulstudiums jetzt nicht zutrauen, so nen U-Bahn-Schacht auszugießen usw., da ich ja nicht Bauingenieurwesen, sondern Erziehungswissenschaften studiert habe, aber nun gut.