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Sonntag, 26. Oktober 2014

Dinge, die man nicht verstehen muss

Am Mittwoch berichtete der Borbeck Kurier darüber, dass manche Menschen am Bahnhof Dellwig die Gleise als Bahnübergang nutzen, um zu dem Bahnsteig zu kommen, an dem die S2 Richtung Oberhausen/Duisburg hält - komisch, dafür gibt es seit Jahr und Tag eigentlich eine Fußgängerbrücke, die es den Menschen ermöglicht, diesen Bahnsteig gefahrlos zu erreichen. Die Güterzüge selbst fahren zwar auf den Gleisen hinter dem Bahnhof Dellwig, aber neben der S2, die einmal pro Stunde am Bahnhof Dellwig hält, gibt es dort öfter mal Durchfahrten von Personenzügen - und das eben auf den Gleisen, die überquert werden müssen, um den Bahnsteig Richtung Oberhausen zu erreichen. Oft hört man die Züge erst sehr spät, wobei jedoch meist vorher Durchsagen kommen, dass gleich eine Durchfahrt folgt und man bitte von der Bahnsteigkante zurücktreten möge. An den Bahnsteigkanten sind ja sogar extra Sperrflächen eingezeichnet, um sicher zu gehen, dass niemand durch den Sog eines Schnellzuges mitgerissen wird.

Es wäre ja vielleicht noch verständlich, die Gleise zu überqueren, wenn es die Fußgängerbrücke zum Bahnsteig Richtung Oberhausen nicht gäbe, aber diese Brücke ist dort schon seit vielen Jahren und m. W. auch gut gewartet, sodass sie problemlos benutzt werden kann, aber manche stehen offenbar darauf, sich in Gefahr zu bringen. Als ich während meines Studiums in der Beratungsstelle für Straffällige und deren Angehörige in Freisenbruch gearbeitet habe, konnte man auch am Haltepunkt Essen-Eiberg, wo die S1 hält, man früher oft beobachten, dass die Menschen, die Richtung Bochum wollten, zu faul waren, die Unterführung zu nutzen und dann den Bahnsteig Richtung Bochum zu betreten - viele sind auch lieber auf den näheren Bahnsteig Richtung Essen/Düsseldorf gegangen und haben von dort aus die Gleise überquert, weil sie keine Lust hatten, einen kleinen Umweg unterhalb der Bahntrasse in Kauf zu nehmen - dabei hätte der Umweg gerade mal 30 m betragen, haha. Okay, in Eiberg gab es keine Fußgängerbrücke wie in Dellwig, um den Bahnsteig Richtung Bochum zu erreichen, aber auch das war eigentlich kein Grund, sich unnötig in Gefahr zu bringen. Wenn jemand zu faul ist zum Laufen, sollte er vielleicht gar keinen ÖPNV nutzen, sondern ein eigenes Auto nehmen in der Hoffnung, dass er selbiges fast direkt vor der eigenen Haustür parken kann, denn wenn man erst noch 50 m zum fahrbaren Untersatz laufen muss, ist das ja für manche auch schon exorbitant anstrengend, weil manche ja ihr Auto am liebsten unterm Bett parken würden *kopfschüttel*.

Am Bahnhof Dellwig gibt es auch einen Park and Ride-Parkplatz, aber dort sind oft viele Parkboxen mit Müll zugestellt, z. B. alte Fernseher, alte Teppiche oder verrottende Autos, sodass der ohnehin nur begrenzte Parkraum noch weiter eingeschränkt wird. Darum kümmert sich komischerweise auch keiner, oder liegt das daran, dass Dellwig angeblich nicht so ein toller Stadtteil wie Bredeney oder Rüttenscheid ist? Am nahe gelegenen Haltepunkt Dellwig-Ost wurden die Probleme ja einfach dadurch gelöst, dass es jetzt nur noch einen Bahnsteig und einen Aufgang zum verbliebenen Gleis gibt - das war früher nämlich auch anders, aber in angeblich wenig attraktiven Stadtteilen spart die Bahn sich offenbar gerne kaputt. Das sieht man auch ganz gut am S-Bahn-Haltepunkt Frohnhausen, was ja auch schon viele Nutzer und Anwohner monieren. Seit das Freizeitbad Oase an der Nöggerathstraße geschlossen wurde, wird der Haltepunkt auch immer mehr sich selbst überlassen, obwohl dort direkt zwei S-Bahn-Linien halten (S1 und S3). Für Menschen mit Behinderung, Kinderwagen oder gebrechliche Personen ist Frohnhausen jedenfalls nicht geeignet, zumal auch die Rolltreppe am Eingang Onckenstraße wohl öfter ihren Dienst versagt.

Ich kann Leute nicht verstehen, die ihren Müll einfach auf Park and Ride-Parkplätzen ablaichen und/oder die zu faul sind, drei Schritte mehr zu laufen und sich dadurch in unnötige Gefahr zu begeben, aber ich kann auch die Bahn nicht verstehen, dass sie manche Haltepunkte in Essen und Umgebung immer mehr verrotten lässt, auch wenn die nicht in den sog. besseren Stadtteilen wie Bredeney, Hügel, Kettwig oder Rüttenscheid liegen.


Bahnhof Dellwig mit Fußgängerbrücke - (c) Stefan K.



Montag, 19. Mai 2014

Bitte nicht hupen...:o)

..."Fahrer träumt von Schalke 04/Borussia Dortmund/Rot-Weiß Essen/HSV etc." - je nachdem, welcher Verein gerade beim Fahrer des jeweiligen fahrbaren Untersatzes angesagt war :o). Da gab es insbesondere zwischen Mitte der 80er und Mitte der 90er viele Autos, die mit derartigen Aufklebern herum fuhren. Im Gegensatz zu vielen heutigen Auto-Aufklebern, bei denen Eltern meinen, sie müssten die bescheuerten Namen ihrer Sprösslinge auf dem Heck spazieren fahren, hatte das ja wenigstens noch was Originelles, doch das ist jetzt hier nicht Thema :o)).

Ich bin schon froh, dass mein Stofftier Thorsten das tapernde Nashorn nicht Auto fährt, sondern lieber mit dem ÖPNV oder zu Fuß unterwegs ist, denn wenn das kleine Rhinozeros Auto fahren würde, bin ich mir ziemlich sicher, dass folgender Aufkleber das Heck seines fahrbaren Untersatzes zieren würde:

Bitte nicht hupen, Fahrer träumt von Roman Weidenfeller!

Jaja, seit Thorsten das tapernde Nashorn zusammen mit mir und den anderen Stoffies das Spiel zwischen Bayern München und Dortmund am Samstag gesehen hat, fährt der Kleine voll auf den BvB-Keeper ab :o)). So wie auf dem Foto unten sieht es aus, wenn Thorsten von Herrn Weidenfeller träumt:

 
Thorsten das tapernde Nashorn und weitere Stoffies auf
dem Balkon meiner Eltern - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Rechts hinten sieht man Thorsten das tapernde Nashorn, wie er so ganz versonnen an Roman Weidenfeller denkt. Besonders glücklich war Thorsten heute, weil ein Bild von seinem Lieblings-Torwart in der WAZ war - wenn auch leider nur von hinten. Über Thorstens Schwärmereien können der Haribo-Goldbär (ganz links am Bildrand), Monchhichi-Mädchen Melanie (Bildmitte) und der Hahn Racker (neben Melanie) nur freundlich schmunzeln. Die anderen Stoffies finden Herrn Weidenfeller zwar auch sympathisch, aber so weit wie bei Thorsten geht es doch nicht.
 
Thorsten das tapernde Nashorn möchte Roman Weidenfeller sogar gerne besuchen, aber ich kann ihm nicht sagen, wo er wohnt, und ich glaube auch kaum, dass Herr Weidenfeller als bekannter Profi-Fußballer irgendwo im Telefonbuch eingetragen ist. Auch wenn er für den BvB spielt, muss er ja nicht zwingend in Dortmund wohnen, da gibt es ja noch genug andere Städte, die direkt an Dortmund angrenzen, wie z. B. Castrop-Rauxel, Unna, Holzwickede (Quellort der Emscher) oder Bochum. Und selbst, wenn Herr Weidenfeller in Dortmund wohnt: Dortmund ist ja nicht gerade eine kleine Stadt und hat Essen einwohnerzahlenmäßig schon seit einigen Jahren bei weitem überholt, also gäbe es auch da genug Möglichkeiten, wo er in Dortmund wohnen könnte: Dellwig (ja, außer Essen-Dellwig gibt es auch Dortmund-Dellwig), Hörde (Westfalenpark), Kirchhörde, Stadtmitte, Marten, Wischlingen (Revierpark), Huckarde, Bodelschwingh, Aplerbeck, Eichlinghofen (Uni Dortmund), Brechten...
 
Auf jeden Fall hat mich das kleine Nashorn schon gefragt, wie man denn mit dem ÖPNV nach Dortmund kommt. Hm...ab Dellwig Bahnhof könnte er mit der S2 ohne Umsteigen bis Dortmund Hbf fahren, ansonsten könnte er mit der S9 ab Haltepunkt Dellwig-Ost bis zum Essener Hbf fahren und dort wahlweise in die S1 nach Dortmund umsteigen (hält aber an jeder Milchkanne...) oder in den RE1 Richtung Bielefeld, der auch am Dortmunder Hauptbahnhof Station macht, was die wesentlich schnellere Alternative zur S1 wäre. Thorsten ist in der Beziehung offenbar ziemlich unternehmungslustig, aber er hat ja ein Stofftierticket, das auch Dortmund mit einschließt, hihi.