Es ist ja nicht so, dass ich Automobile der Marke BMW prinzipiell ablehne - die Fahrer hingegen schon mal öfter, wenn sie sich wieder für maßlos wichtig halten - aber als ich heute in der ADAC Motorwelt einen Beitrag zum neuen BMW M5 las, fragte ich mich ehrlich gesagt, wer mindestens 103.000 Euro Basispreis berappen kann und wo man 440 PS voll ausfahren kann, zumal der Autofahrer an sich ja ohnehin schon zur Melkkuh der Nation verkommt und die Entlohnungen, die manche Arbeitgeber anbieten, schon die Finanzierung und den Unterhalt wesentlich günstigerer Fahrzeuge für viele Arbeitnehmer schwierig machen. Gleichzeitig verlangen aber die meisten Firmen schon in der Ausschreibung mindestens einen Führerschein, vielfach noch zusätzlich auch einen eigenen Pkw - und wenn jemand in einem Gewerbegebiet in der Wallachei arbeitet, das mit dem ÖPNV nicht oder nur sehr schlecht zu erreichen ist, ist er auf nen fahrbaren Untersatz angewiesen. Wie jemand von Stundenlöhnen unter zehn Euro, was bei ner Vollzeitstelle brutto maximal 1.680 Euro macht, zusätzlich zu Miete, Strom und sonstigen finanziellen Verpflichtungen noch ein Kraftfahrzeug finanzieren soll - Monatsrate, Versicherung, Sprit, Wartungskosten - bleibt wohl ein Geheimnis mancher Arbeitgeber und Politiker, die in der Regel mit den dicksten Benzinschleudern durch die Gegend kutschiert werden und bei denen die Anschaffungs- und laufenden Kosten fürs Fahrzeug noch übernommen werden, obwohl sie locker in der Lage wären, für die Verpflichtungen, die mit einem Auto zusammen hängen, selbst aufzukommen.
Ähnlich ätzend ist das Paradox, dass ausgerechnet jene Arbeitnehmer, die ohnehin schon Hungerlöhne verdienen (also weit weniger als 2.000 Euro brutto im Monat), meist auch noch die weitesten Pendelstrecken zum Arbeitsplatz bewältigen müssen, wobei die Spritkosten in Deutschland ja auch stetig steigen - nun natürlich unter dem Vorwand, dass der Iran nach dem Embargo die Straße von Hormus dicht macht. Bis dato ist die zwar noch offen, aber rein prophylaktisch kann man ja mal die Spritpreise anheben, denn Politiker finden immer einen scheinbar guten Grund, um Ottonormalbürger zu schröpfen bzw. Autofahrer. Einerseits wird das Auto in Deutschland von vielen Menschen nicht nur als Transportmittel, sondern auch als Statussymbol gesehen - für manche Schwachmaten fangen andere Menschen ja gar nicht erst unter nem 1er BMW an - andererseits werden den Autofahrern aber immer mehr Verpflichtungen auferlegt, wie auch in dem Buch "Deutschland schafft das Auto ab" dargelegt wird.
Wenigstens sind aber einige Firmen so vernünftig und schreiben schon in die Stellenanzeige rein, dass sie ausschließlich Bewerber aus einem Umkreis von maximal 20, 30 oder 50 km wünschen. Meine letzte Pendelstrecke betrug exakt 47 km und mehr möchte ich auch nicht unbedingt haben. Von elf Berufsjahren habe ich mehr als acht Pendelstrecken von mehr als 40 km zu bewältigen gehabt (einfache Strecke) - und auf die Dauer kann auch das ganz schön schlauchen, wie viele (ehemalige) Berufspendler bestätigen. Deshalb konnte ich neulich gelinde gesagt bei einem nacherzählten Fall bei "Mieten, Kaufen, Wohnen" auf VOX nur noch schmunzeln, weil der Dame neun Kilometer Weg zur Arbeit schon zu weit waren - bei angehenden Wirtschaftssoziologinnen und Lehrerinnen wundert mich diese Haltung aber nicht, da die oftmals ganz an der Realität vorbei leben bzw. das Leben auch nur aus der Theorie kennen (rühmliche Ausnahmen bestätigen die Regel).
Die Politik preist die Zeitarbeit als Jobmotor - welchen Preis aber viele Leiharbeiter dafür zahlen müssen, darüber wird leider nicht sehr häufig gesprochen, denn neben den wenigen Zeitarbeitsfirmen, die ihre Leiharbeitnehmer vernünftig entlohnen, gibt es auch eine ganze Reihe von schwarzen Schafen in der Branche, die es vollkommen normal finden, gut ausgebildete Fachkräfte für Stundenlöhne von 7,49 Euro auf die Piste zu schicken, am besten noch ohne Fahrtkostenzuschuss und Verpflegungsmehraufwendungen. Mittlerweile schießen die Zeitarbeitsfirmen auch wie Pilze aus dem Boden, denn es gibt kaum noch eine Branche, in der es keine Arbeitnehmerüberlassung gibt - selbst bei Ärzten und medizinischem Fachpersonal ist diese Unsitte jetzt schon angekommen. Lang lebe die Aufweichung von Kündigungsschutz und equal pay! *kotz*
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Sonntag, 5. Februar 2012
Freitag, 27. Januar 2012
Rote Karten
Heute wurden sowohl in Essen als auch in Düsseldorf rote Karten gegen unsere Landesregierung verteilt, weil diese plant, sich ihre Diäten für die Altersvorsorge eigenmächtig um 500 Euro zu erhöhen. Angesichts der Vielzahl prekärer Arbeitsverhältnisse, immer weiteren Sozialkürzungen, Lohn-Dumping usw. ist das nicht nur unsensibel, sondern egoistisch und vollkommen an der Realität vorbei. In den meisten Branchen meckern die Arbeitgeber schon bei ner Lohnerhöhung von 2 oder 3 Prozent - nur unsere Politiker machen sich weiter die Taschen voll, auch wenn zunehmend immer mehr Menschen auf die Tafeln angewiesen sind; auch Rentner, die ihr Leben lang gearbeitet haben, Arbeitslose, Familien mit Kindern...offensichtlich vertritt die Politik das Volk nicht mehr, sondern regiert nur noch den eigenen schnöden Mammon. Einen dramatischen Gehaltssprung von 500 Euro habe ich jedenfalls in der regulären Arbeitswelt noch nicht erlebt, zumindest nicht bei normal sterblichen Arbeitnehmern (Vorstände mal ausgenommen).
Frau von der Leyen redet sich die Zahlen schön, weil ja angeblich weniger Kinder auf Hartz IV angewiesen sind. Zum Einen gibt es weniger Kinder, weil manche Paare sich angesichts der Lage hierzulande mehr als dreimal überlegen, ob sie wirklich noch ein Kind bekommen sollen und zum Anderen fängt Armut nicht unbedingt erst bei Hartz IV an - viele Eltern bekommen sicherlich kein Hartz IV und müssen aufgrund von schlechter Entlohnung trotzdem knäppern, möchten aber kein Hartz IV in Anspruch nehmen, haha.
Ab und an reden die Politiker mal von Sozialneid innerhalb der Bevölkerung. Hm, was ist daran sozialneidisch, wenn ne Sekretärin, die über die Zeitarbeit beschäftigt ist, mit derselben Qualifikation und Berufserfahrung und gleicher Arbeitsleistung bis zu 700 Euro brutto weniger bekommt als ihre festangestellte Kollegin? Die Leiharbeiterin wird ihrer festangestellten Kollegin sicherlich ihren Verdienst gönnen, den Gehaltsunterschied aber berechtigterweise trotzdem als ungerecht empfinden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, so sollte es eigentlich sein, aber manche Arbeitgeber nutzen die Zeitarbeit ja nicht, um Auftragsspitzen oder längerfristige Erkrankungen ihrer Mitarbeiter aufzufangen, sondern um den Kündigungsschutz aufzuweichen (Hire or Fire-Mentalität) - Lohndumping inklusive. Natürlich gibt es Personaldienstleister, die ihre Zeitarbeiter fair bezahlen, aber die schwarzen Schafe der Branche neigen leider dazu, auch gut qualifizierten Kräften Stundenlöhne zwischen 5 und unter 10 Euro anzubieten. Und wenn die FDP das so in Ordnung findet bzw. gegen flächendeckende Mindestlöhne ist - wie Herr Rösler ja immer wieder betont - können deren Mitglieder ja mal für 6 Euro die Stunde arbeiten gehen und locker auf ne Diätenerhöhung verzichten. Dann wäre das Geschrei nämlich groß, aber dem Stimmvieh kann man das ja wohl offenbar zumuten. Kein Wunder, dass die FDP bei diesen unsozialen Gedanken nur noch bei 2 % vor sich hin dümpelt.
Die Banken bekommen auch wieder ihre Rettungspakete - ein Ottonormalbürger, der unverschuldet in Not geraten ist, bekommt auch kein Rettungspaket vom Staat, sondern muss gucken, wie er da raus kommt bzw. wird dann teilweise noch als Sozialschmarotzer beschimpft, auch wenn er viele Jahre zuvor ununterbrochen und vernünftig entlohnt gearbeitet hat.
Nach der Bankenkrise wurden auch nicht die Verantwortlichen rausgeschmissen - oh, nein! Es mussten wieder die kleinen Angestellten dafür bluten, die mit der Geldgeilheit ihrer Bonzen überhaupt nix zu tun hatten, weil sie z. B. in der Verwaltung, Poststelle oder in der Privatkundenberatung gearbeitet haben.
Und der ganz große Hohn ist, dass jetzt einige europäische Staaten in der finanziellen Schieflage Deutschland auch noch auffordern, noch mehr Geld für den Rettungsschirm aufzuwenden; da hat sich ja ein Herr aus Spanien gestern richtig mit Ruhm bekleckert. Sorry, das deutsche Volk ist nicht die Melkkuh Europas, auch wenn die Pleite-Staaten das gerne so hätten, damit sie aus der Verantwortung raus sind.
Frau von der Leyen redet sich die Zahlen schön, weil ja angeblich weniger Kinder auf Hartz IV angewiesen sind. Zum Einen gibt es weniger Kinder, weil manche Paare sich angesichts der Lage hierzulande mehr als dreimal überlegen, ob sie wirklich noch ein Kind bekommen sollen und zum Anderen fängt Armut nicht unbedingt erst bei Hartz IV an - viele Eltern bekommen sicherlich kein Hartz IV und müssen aufgrund von schlechter Entlohnung trotzdem knäppern, möchten aber kein Hartz IV in Anspruch nehmen, haha.
Ab und an reden die Politiker mal von Sozialneid innerhalb der Bevölkerung. Hm, was ist daran sozialneidisch, wenn ne Sekretärin, die über die Zeitarbeit beschäftigt ist, mit derselben Qualifikation und Berufserfahrung und gleicher Arbeitsleistung bis zu 700 Euro brutto weniger bekommt als ihre festangestellte Kollegin? Die Leiharbeiterin wird ihrer festangestellten Kollegin sicherlich ihren Verdienst gönnen, den Gehaltsunterschied aber berechtigterweise trotzdem als ungerecht empfinden. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, so sollte es eigentlich sein, aber manche Arbeitgeber nutzen die Zeitarbeit ja nicht, um Auftragsspitzen oder längerfristige Erkrankungen ihrer Mitarbeiter aufzufangen, sondern um den Kündigungsschutz aufzuweichen (Hire or Fire-Mentalität) - Lohndumping inklusive. Natürlich gibt es Personaldienstleister, die ihre Zeitarbeiter fair bezahlen, aber die schwarzen Schafe der Branche neigen leider dazu, auch gut qualifizierten Kräften Stundenlöhne zwischen 5 und unter 10 Euro anzubieten. Und wenn die FDP das so in Ordnung findet bzw. gegen flächendeckende Mindestlöhne ist - wie Herr Rösler ja immer wieder betont - können deren Mitglieder ja mal für 6 Euro die Stunde arbeiten gehen und locker auf ne Diätenerhöhung verzichten. Dann wäre das Geschrei nämlich groß, aber dem Stimmvieh kann man das ja wohl offenbar zumuten. Kein Wunder, dass die FDP bei diesen unsozialen Gedanken nur noch bei 2 % vor sich hin dümpelt.
Die Banken bekommen auch wieder ihre Rettungspakete - ein Ottonormalbürger, der unverschuldet in Not geraten ist, bekommt auch kein Rettungspaket vom Staat, sondern muss gucken, wie er da raus kommt bzw. wird dann teilweise noch als Sozialschmarotzer beschimpft, auch wenn er viele Jahre zuvor ununterbrochen und vernünftig entlohnt gearbeitet hat.
Nach der Bankenkrise wurden auch nicht die Verantwortlichen rausgeschmissen - oh, nein! Es mussten wieder die kleinen Angestellten dafür bluten, die mit der Geldgeilheit ihrer Bonzen überhaupt nix zu tun hatten, weil sie z. B. in der Verwaltung, Poststelle oder in der Privatkundenberatung gearbeitet haben.
Und der ganz große Hohn ist, dass jetzt einige europäische Staaten in der finanziellen Schieflage Deutschland auch noch auffordern, noch mehr Geld für den Rettungsschirm aufzuwenden; da hat sich ja ein Herr aus Spanien gestern richtig mit Ruhm bekleckert. Sorry, das deutsche Volk ist nicht die Melkkuh Europas, auch wenn die Pleite-Staaten das gerne so hätten, damit sie aus der Verantwortung raus sind.
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Warum viele Arbeitsuchende nicht zur Zeitarbeit möchten
Personaldienstleistern aller Art stehen die meisten Arbeitsuchenden grundsätzlich offen und positiv gegenüber, wobei es ja neben den klassischen Zeitarbeitsfirmen auch Personalvermittlungen/-beratungen gibt, die direkt an Unternehmen vermitteln. Natürlich gibt es auch Zeitarbeitsfirmen, die zur Festanstellung beim Kundenunternehmen vermitteln, aber die meisten haben was gegen Arbeitnehmerüberlassung, was anhand der Realität auch gut nachzuvollziehen ist:
Ich bin bestimmt nicht der Verfechter der Theorie "Unter 50.000 Euro Jahresgehalt stehe ich gar nicht erst auf", aber alles hat seine Untergrenze und die ist bei mir bei 30.000 Euro Jahresgehalt definitiv erreicht - alles, was darunter liegt, ist für mich nicht interessant und wäre es auch für viele meiner Kunden nicht, die z. T. wesentlich mehr verdient haben.
Ich weiß zwar, dass die Personaldisponenten in den Zeitarbeitsfirmen auch ein eher durchschnittliches Gehalt bekommen (bei 2.500 Euro brutto in Vollzeit ist da definitiv Schluss), aber das rechtfertigt noch lange nicht, andere für nen Hungerlohn auf die Bretter zu schicken, aber manche spielen ja "Man kann es ja mal versuchen."
Im kaufmännischen Bereich werden viele Stellen zumindest hier in den Ballungszentren ohnehin nur noch über Zeitarbeit ausgeschrieben, teilweise mit Übernahmeoption (haha). Komisch, früher ging es doch auch, dass Firmen direkt eingestellt haben, ohne dass da jemand von der Zeitarbeit geholt wurde - Leiharbeiter waren ursprünglich dazu da, bei personellen Engpässen einzuspringen und Auftragsspitzen abzufedern, doch seit die Bundesarbeitsagentur gestattet hat, dass Leiharbeiter auch zeitlich unbefristet beschäftigt werden dürfen, sind manche Firmen dazu übergegangen, das auch weitlich auszunutzen - mit traurigen Konsequenzen für den Leiharbeitnehmer. Und da beschwert sich unsere Regierung, dass angeblich so wenig in die Rentenkassen gespült wird? - Klar, die Arbeitslosenquote ist hoch - auch wenn sie natürlich geschönt wird, indem manche Arbeitslose in z. T. überflüssigen Qualifizierungs- und Umschulungsmaßnahmen verschwinden - aber wenn ein Teil der Bevölkerung trotz Vollbeschäftigung nur Bruttolöhne zwischen 800 und 1.600 Euro verdient, ist es logisch, dass da auch weniger Sozialabgaben gezahlt werden, da die sich nun mal am Bruttogehalt bemessen. Es ist ein Unterschied, ob der Beitrag zur Rentenversicherung auf der Grundlage von 2.500 Euro brutto oder 1.500 Euro brutto berechnet wird. Willkommen in der Realität, liebe Politiker mit Visionen!
- wesentlich weniger Geld für die gleiche Arbeit wie die Festangestellten - rühmliche Ausnahmen bestätigen die Regel
- Übernahme-Option oft lediglich Lockmittel und nicht wirklich ernsthaft vom Entleiher geplant
- subtile Aufweichung des Kündigungsschutzes
- oft noch nicht mal Antworten auf Bewerbungen und wenn, hört man nach dem Vorstellungsgespräch nie wieder was, auch wenn passende Vakanzen ausgeschrieben sind
- moderne Ausbeutung/Sklaverei.
Ich bin bestimmt nicht der Verfechter der Theorie "Unter 50.000 Euro Jahresgehalt stehe ich gar nicht erst auf", aber alles hat seine Untergrenze und die ist bei mir bei 30.000 Euro Jahresgehalt definitiv erreicht - alles, was darunter liegt, ist für mich nicht interessant und wäre es auch für viele meiner Kunden nicht, die z. T. wesentlich mehr verdient haben.
Ich weiß zwar, dass die Personaldisponenten in den Zeitarbeitsfirmen auch ein eher durchschnittliches Gehalt bekommen (bei 2.500 Euro brutto in Vollzeit ist da definitiv Schluss), aber das rechtfertigt noch lange nicht, andere für nen Hungerlohn auf die Bretter zu schicken, aber manche spielen ja "Man kann es ja mal versuchen."
Im kaufmännischen Bereich werden viele Stellen zumindest hier in den Ballungszentren ohnehin nur noch über Zeitarbeit ausgeschrieben, teilweise mit Übernahmeoption (haha). Komisch, früher ging es doch auch, dass Firmen direkt eingestellt haben, ohne dass da jemand von der Zeitarbeit geholt wurde - Leiharbeiter waren ursprünglich dazu da, bei personellen Engpässen einzuspringen und Auftragsspitzen abzufedern, doch seit die Bundesarbeitsagentur gestattet hat, dass Leiharbeiter auch zeitlich unbefristet beschäftigt werden dürfen, sind manche Firmen dazu übergegangen, das auch weitlich auszunutzen - mit traurigen Konsequenzen für den Leiharbeitnehmer. Und da beschwert sich unsere Regierung, dass angeblich so wenig in die Rentenkassen gespült wird? - Klar, die Arbeitslosenquote ist hoch - auch wenn sie natürlich geschönt wird, indem manche Arbeitslose in z. T. überflüssigen Qualifizierungs- und Umschulungsmaßnahmen verschwinden - aber wenn ein Teil der Bevölkerung trotz Vollbeschäftigung nur Bruttolöhne zwischen 800 und 1.600 Euro verdient, ist es logisch, dass da auch weniger Sozialabgaben gezahlt werden, da die sich nun mal am Bruttogehalt bemessen. Es ist ein Unterschied, ob der Beitrag zur Rentenversicherung auf der Grundlage von 2.500 Euro brutto oder 1.500 Euro brutto berechnet wird. Willkommen in der Realität, liebe Politiker mit Visionen!
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