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Montag, 18. September 2017

Ein überraschendes Gewitter und Regenbögen


Gestern Nachmittag habe ich mich mit Sarah und Osito getroffen. Das Wetter war zwar noch schön, aber es trübte sich schon ein wenig ein, da die Bewölkungsdichte zunahm. Am Läppkes Mühlenbach in Unterfrintrop schien zunächst die Sonne und Osito hatte Spaß daran, mit anderen Hunden zu spielen. Die Sonne schien immer noch.

Plötzlich, als wir eine gute Stunde auf der Hundewiese am Läppkes Mühlenbach waren, grummelte es, wobei wir uns zunächst gar nicht sicher waren, ob es tatsächlich ein Donner war, denn die Sonne schien immer noch. Eine Minute später zeigte sich, dass das Grummeln tatsächlich ein Donner war, denn wir hörten ihn alle. Es folgten noch vier oder fünf moderate Donner, dann war es zunächst wieder vorbei. Als wir zu meinem Auto, das auf der Frintroper Straße kurz vor der Oberhausener Stadtgrenze, zurückliefen, sahen wir über den Bäumen das Bruchstück eines Regenbogens. Die Sonne war mittlerweile hinter Wolkentürmen verschwunden und in den Wolken konnten wir in einiger Entfernung die Fallstreifen sehen. Auch über Oberhausen und Duisburg sah es mittlerweile arg nach Gewitter aus.

Auf der Unterstraße in Frintrop war alles noch knochentrocken, aber als wir der abknickenden Vorfahrt auf die Dellwiger Straße folgten, war die Straße regennass – und so blieb es auch, als wir weiter fuhren zur Bottroper Straße nach Maces. Die Sonne schien zwar, sodass wir erneut einen Regenbogen sahen, aber es regnete immer noch über Dellwig und Bergeborbeck. Als wir ins Maces gingen, um unsere Bestellung aufzugeben, hatte der Regen fast aufgehört.

Nach dem Essen haben wir noch einen Zwischenstopp am Jahnplatz in Altendorf  eingelegt, damit Osito noch mal Pipi machen konnte. Sarah kam gerade mit ihm zurück zum Auto, als ich links von mir einen Blitz wahrnahm, dann donnerte es auch schon. Zwei weitere Blitze sahen wir, als wir durch Altendorf nach Frohnhausen rein fuhren, die Donner waren auch nicht zu überhören. Obwohl es donnerte, sahen wir ganz im Westen die glühende Sonne, die schon fast unterging.

Den grellsten Blitz und den lautesten Donner hörte ich auf dem Heimweg auf der Wüstenhöferstraße, als ich den Borbecker Mühlenbach überquerte. Ein imposanter Zickzackblitz ging in Höhe von Altenessen runter, dann donnerte es wieder hörbar. Weitere Gewitteraktivitäten gab es nicht, auch nicht, als ich von meinem Auto zurück zu meinem Haus lief. Das Wetter hat Sarah und mich gestern an den April erinnert.

Sonntag, 10. September 2017

Wetterkapriolen

Gestern hat es den ganzen Vormittag geregnet, aber am Nachmittag kam zwischenzeitlich die Sonne wieder raus, einmal gepaart mit einem Starkregenschauer. In Höhe des Frintroper Wasserturms konnte ich einen wunderschönen Regenbogen sehen - natürlich habe ich mir auch etwas gewünscht :o).

 
Frinti mit Regenbogen - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Nachher hörte der Regen auf und die Sonne blieb, aber als ich nach Hause fahren wollte, zogen dicke Wolken von Mülheim her auf. Ich habe mein Auto noch im Trockenen gegenüber meines Hauses abstellen können, aber zehn Minuten später donnerte es häufiger, nicht besonders laut, aber hörbar. Sammy hatte schon wieder Angst, aber Bubi kommentierte die Donner nur mit dem Wort "Hallo!" :o). Das war ja auch das erste Wort, das er sprechen konnte, noch bevor er Mama sagen konnte :o)). Zur gleichen Zeit sah mein Vater über Mülheim-Dümpten einen Blitz.
 
 
                          Bubi als Baby in meinen Erdbeerpflanzen - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Nach einem Starkregenschauer beruhigte sich das Wetter wieder - am späteren Abend war der Himmel sogar ganz klar, sodass wir den abnehmenden Mond sehen konnten. Bubi begrüßte ihn zusammen mit seiner Gattin Melody mit dem Wort "Hallo!", während Sammy wieder lange Haare mit Reißzähnchen hatte. Mich hat der Mond nur frech angegrinst. Sarah hat währenddessen in Frohnhausen unheimlich gefroren - man merkt, dass Herbst wird.
 
Heute früh startete der Tag strahlend sonnig, aber jetzt ist es wieder heiter bis wolkig. Angeblich soll es heute trocken bleiben, aber wir warten ab. Als Sarah gestern mit Osito im Mühlbachtal war, ist sie sehr nass geworden :o(.  
 
 


Freitag, 25. September 2015

Wenn dich dat Mäusken beißt...:o)

Schade, leider kann ich vom Cover der CD kein Bild hochladen - seit einer Systemumstellung will mein Blog keine Bilder mehr hochladen *nerv* - aber wenn Ihr wissen wollt, wie "dat Mäusken" aussieht, schaut morgen auf die Titelseite der WAZ in die rechte untere Ecke oder schaut unter Google unter dem Suchbegriff nach "Wenn dich dat Mäusken beißt Cover".

Ich komme darauf, weil mir diverse Menschen aus meinem Dunstkreis sagen, dass ich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Mäusken hätte - nicht, dass ich so rundlich wäre, aber dieses hintersinnige Grinsen des kleinen, im Tretboot sitzenden Nagers wird auch mir zugeschrieben, hihi.

Ja, ich glaube, heute Nacht hat mich nicht dat Mäusken gebissen, sondern irgendwas anderes, denn meine Träume waren entsprechend: Ich bin nach Herne umgezogen - okay, da habe ich zwischen März 2012 und April 2013 ja tatsächlich gearbeitet - und passenderweise bin ich mit Stinki zusammengezogen (?!?!?!), den ich ja gerade dort kennen gelernt habe, haha! Wir kommen ja beide aus Essen, wobei ich aus dem Nordwesten der Stadt stamme und er ja bekanntermaßen im Süden im Heissiwald wohnt. Das wäre doch ein schöner Stoff für eine neue Fernsehserie - Zwei Essener in Herne :o))). In den 80ern gab's doch mal ne Serie mit dem Titel "Zwei Münchener in Hamburg" mit Elmar Wepper und Uschi Glas in den Hauptrollen.

Zunächst waren Stinki und ich im Schlafzimmer und haben auf dem Bett über unsere neue Schlafzimmereinrichtung diskutiert - ja, unser Schlafzimmer im Traum sah doch arg nach 70er Jahre aus :o)). Muss ich mir getz Sorgen machen? *glucks*

Schräg gegenüber von dem Haus, in dem ich mit Stinki in einer Wohnung gewohnt habe, stand ein Automat, in dem man für 50 Cent Kaffee und/oder Zigaretten ziehen konnte (schön wär's - die Fluppen sind doch um einiges teurer...). An einem Morgen funktionierte der Automat aber nicht, sodass Stinki unter der Straßenlaterne in Herne rumgemeutert hat :o)). Wie auf's Stichwort erschien am Himmel ein Regenbogen - und bei einem Regenbogen darf man sich ja bekanntermaßen etwas wünschen. Das hat Stinki offenbar auch getan, denn plötzlich spuckte der an sich leere Automat Kaffee und Fluppen im Überfluss aus :o).

Dienstag, 15. September 2015

Aprilwetter im September

Gestern war das Wetter ja schon recht aprilig, wobei es heute nicht viel anders ist. Gestern Nachmittag, als ich Clio am Nachbarhaus abgestellt hatte und gerade die Haustür aufschloss, donnerte es zum ersten Mal. Es folgten noch mehrere, gut hörbare und nicht besonders leise Donner, bevor ein Starkregenschauer über Gerschede/Dellwig niederging, der schließlich weiterzog nach Bottrop/Altenessen.

Wenig später kam wieder die Sonne zum Vorschein, sodass ich in nordöstlicher Richtung einen wunderschönen Regenbogen sehen konnte.

Heute hat's bis dato noch kein Gewitter gegeben, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Entsprechend wechselhaft ist das Wetter ja bereits - jetzt bewölkt es sich wieder, vorhin schien die Sonne, davor ging ein Starkregenschauer nieder.


                           Wolkenbank im Norden im April 2014 - (c) Alexandra Döll, Essen

Mittwoch, 10. Juni 2015

Morgen 28°C?!

Morgen soll es im Ruhrgebiet 28°C geben - momentan kann ich das fast nicht glauben. Wir haben zwar auch jetzt annähernd 20°C, wobei es heiter bis wolkig und trocken, dafür aber auch recht windig ist - und morgen sollen die Temperaturen dann sprunghaft ansteigen?!

Gestern Morgen war es sehr frisch, als ich auf dem Balkon war, um eine Zigarette zu rauchen - im Nordosten konnte ich sogar unweit der gerade aufgegangenen Sonne das Bruchstück eines Regenbogens ausmachen. Natürlich habe ich mir auch etwas gewünscht :o).

Heute Morgen war es nicht mehr ganz so frisch, dafür lag das Tal im Norden in Morgendunst gehüllt, durchbrochen von den Sonnenstrahlen. Kein Wunder, dass es im Norden dunstig ist, denn dort sagen sich Rhein-Herne-Kanal, Emscher und einige ihrer Zuflüsse Gute Nacht bzw. Guten Morgen :o).

                              Sonnenstrahlen an einem Sommermorgen - (c) Alexandra Döll, Essen

Dienstag, 27. Januar 2015

Clio als teuflischer Gute-Laune-Botschafter o)

Heute Morgen hatten Clio und ich ja einiges zu tun - zunächst sind wir zu meinem Doc an der Bergheimer Straße gefahren, um dort die Überweisung für die Rheumaambulanz in Werden und das Rezept über meine Marcumar abzuholen, und von dort aus ging es dann weiter in den Essener Süden nach Werden. Diesmal konnte ich allerdings nicht auf dem großen Parkplatz der Werdener Feintuchwerke - direkt neben der Folkwang-Musikhochschule - parken, sondern musste eine Straße weiter rechts rein, um am Potthoffplatz zu parken. Das hat Clio und mich aber weniger tangiert.

Als ich mich heute Morgen gegen 9.35 Uhr in Clio setzte, um zunächst zur Bergheimer Straße in Gerschede zu fahren, sahen wir über Bottrop im Norden einen wunderschönen, breiten Regenbogen - im Südosten schien also die Sonne, aber weiter im Norden war bereits eine Wolkenfront zu sehen. Wenig später, als wir noch nicht mal ganz an der Bergheimer Straße angekommen waren, fing es auch prompt an zu plästern. Zum Glück hat Clio keine Probleme mit Regen - und ich auch nicht, denn es gibt ja Schirme :o).

Allerdings hatten Clio und ich auch noch blinde Passagiere an Bord: Bubi und seine kleine Freundin Melody hatten sich heimlich in meinen fahrbaren Untersatz geschmuggelt und fummelten die ganze Zeit auf dem Rücksitz :o)). Clio kennt das ja schon - und hat es entsprechend gelassen genommen.

Als wir den Werdener Berg runter fuhren, krähten Bubi und Melody aus aktuellem Anlass: "Hallo, Herr U*****!" (Nachname von Stinki) Passend dazu betätigte Clio seinen heimlichen Schleudersitz und ließ ein freundliches Püppchen mit Hörnchen, breitem Grinsen, String-Tanga und Auspuff in die Siedlung im Wald fliegen, haha! Auch auf dem Rückweg von Werden krähten die beiden Mini-Monchhichis entsprechend Stinkis Namen in die Gegend rein - da ich davon ausgehe, dass er arbeitet und somit wahrscheinlich nicht zuhause war, gehe ich davon aus, dass er das freundliche Gekrähe auf der B224 nicht gehört hat :o).  Wenn er's doch gehört haben sollte, wird er wahrscheinlich gesagt haben: "Wat is'n hier eigentlich los?! Ich glaub, ich steh im Wald...!" (Passt zu seinem Domizil, hihi!)

Mein Termin in der Rheumatologie dauerte nicht allzu lange - Specki hat ja hauptsächlich wieder ein paar Blut- und eine Urinprobe von mir genommen, damit er schauen kann, wie sich meine blöde Blutgerinnungsstörung entwickelt. Da ich jetzt ständig bei einer Wochendosis von drei Marcumar-Tabletten einen zu hohen INR habe - heute Morgen lag er bei 3,8, d. h. mein Blut ist in dem Sinne zu dünn - und das aber in der Vergangenheit immer okay war, sodass ich im therapeutischen Bereich von 2,8 - 3,2 lag, kann es ja jetzt sein, dass meine Krankheit sich entschlossen hat, mal wieder vorübergehend Ruhe zu geben - das hat sie ja zwischen Juni 2004 und Juni 2010 auch weitestgehend getan. Ich habe deshalb, was ich Specki auch heute Vormittag gesagt hatte, meine Wochendosis jetzt auf 2,5 Tabletten reduziert, denn zuviel Marcumar ist genauso schlecht wie zu wenig, auch wenn die Folgen dann entsprechend anders sind. In den nächsten Wochen wird ja auch sein Arztbrief mit den Blutwerten inklusive Antikörper, die zu meiner Blutgerinnungsstörung gehören, bei mir im Briefkasten eintreffen.

Ansonsten hatte Clio heute eine Hasskappe auf Audi A6 Avant und Ford aller Art, denn die fuhren mal wieder wie die letzten Henker. Tja, ein großes Auto - im Falle des Audi - ersetzt eben kein Hirn und keine Fahrkünste, aber das konnten wir heute von vielen Ford-Fahrern leider auch sagen :o).

          Mein teuflischer Gute-Laune-Botschafter im Herbst 2014 - (c) Alexandra Döll, Essen

Donnerstag, 13. November 2014

Eine Sendung über Wetterphänomene

Gestern Abend lief am späteren Abend auf n-tv eine Dokumentation über bestimmte Wetterphänomene, z. B. das Elmsfeuer (hierüber hatte ich mal im Frühling 2011 einen Artikel unter Suite101.de veröffentlicht und auch in der Geschichte "Sommernacht auf dem Kanal" aus meinem 2011 erschienenen Werk "Hart wie Krupp-Stahl" spielen die "blauen Blitze" eine Rolle), große Hagelkörner und Firenados, also Tornados, die einen bereits bestehenden Waldbrand noch weiter anfachen und somit einen Feuertornado erzeugen. Diese Doku war jedenfalls um einiges interessanter als der Schwachsinn, mit dem das Fernsehen seine Zuschauer sonst zu verarschen versucht.

Wetterextreme und Unwetter habe ich auch schon einige mitgemacht, aber Elmsfeuer und Firenados zählten bis dato nicht dazu. Das Beeindruckendste was ich bis dato gesehen habe, war die Super-Zelle, die am Pfingstmontag 2014 aus südlicher Richtung über Gerschede aufzog und ja auch Gewittersturm Ela im Gepäck hatte.


Super-Zelle am 9. Juni 2014 über Gerschede - (c) Alexandra Döll, Essen

Ich habe zwar schon mal häufiger dunkle Wolken gesehen, wenn ein Gewitter aufzog, aber das hier hat bis jetzt alles übertroffen, was mir an Gewitterwolken untergekommen ist.

Großkörnigen Hagel gab es im Mai 2003 über dem Essener Nordwesten, denn die Hagelkörner hatten mindestens die Größe von Tischtennisbällen, vereinzelt jedoch von Tennisbällen. Es hatte am frühen Abend ein Gewitter gegeben, das aus Westen über Essen-Schönebeck, wo ich damals gewohnt habe, herangezogen kam - und die vielen naturgemäß immer ein bisschen heftiger aus. Gegen 19 Uhr hatte der Himmel aber schon wieder aufgeklart, wobei er aber nicht so richtig klar war, denn die Farbe war eher schwefelgelb. Die Sonne zeigte sich als milchiger Schein. Gegen 19.30 Uhr, als ich mit meinen Eltern zu Abend aß, machte es plötzlich laut PLONG!, dann noch einmal und dann prasselte der großkörnige Hagel über die Herbrüggenstraße nieder. In der Motorhaube meines schwarzen Twingo, den ich damals noch hatte, zeigte sich eine Reihe von Einschlägen - auf der Motorhaube des Toyota Carina, den meine Eltern damals fuhren, hat der Mechnaniker, der die Einschläge wieder ausgebeult hat, 59 Einschläge gezählt.

So schnell, wie der großkörnige Hagel aufgezogen war, so schnell zog er auch weiter. In Schönebeck und Borbeck waren jedenfalls eine Reihe von Fahrzeugen betroffen, in Gerschede, Bedingrade, Frintrop und Dellwig wiederum, die ja auch zum Großraum Borbeck gehören, war nicht ein einziges Fahrzeug betroffen, d. h. der Hagelschlag hat nur eine schmale Schneise der Verwüstung gezogen.

Obwohl sowohl das Gewitter als auch der Hagelschlag schon längst Richtung Norden abgezogen war, konnte ich bis 20.30 Uhr immer noch einzelne Wolkenblitze über dem Birkenhain an der Schlacke sehen. Ein weiteres Gewitter folgte an dem Abend jedoch nicht.

Im Sommer 1999, der sehr heiß und sonnig war, war ich oft mit meinem damaligen Freund im Freibad Dellwig, auch als Hesse bekannt, schwimmen - so auch an einem Sonntagnachmittag im Juli. Das Wetter war zwar nicht so echt, denn in westlicher Richtung zeigte der Himmel bereits eine schwefelgelbe Farbe, aber wir sind extra mit dem Auto nach Hesse gefahren, um schnell wegzukommen, falls ein Gewitter aufziehen sollte.

Erst war alles okay - die Sonne brutzelte vom Himmel, mein Freund aalte sich wahlweise auf der Decke oder hüpfte mal in den Schwimmer, während ich versucht habe, einem dreijährigen Mädchen im seichten Teil des Nichtschwimmerbeckens das Schwimmen beizubringen :o). Gegen halb vier grummelte es einmal hörbar von Altenessen her, aber der damalige Chef-Bademeister gab durch, dass wir erst mal abwarten sollten, denn oft genug sind die Gewitter an Hesse vorbei gezogen, ohne Badegäste und Personal ernsthaft in Gefahr zu bringen. Plötzlich hallte jedoch ein lauter Donner den angrenzenden Rhein-Herne-Kanal entlang, sodass entsetztes Kreischen ausbrach und die Menschen im Schwimmerbecken synchron aus dem Wasser hechteten - nur mein damaliger Freund hatte auf einmal das Gemüt eines Nilpferds und paddelte weiter im Schwimmer rum, so als wenn ihn der laute Donnerschlag nix anginge :o). Ein Bademeister hat ihn schließlich auch gebeten, das Wasser zu verlassen, während ich das kleine Mädchen bei seiner Mutter an der Decke abgeliefert habe. Von Altenessen her zog eine bleigraue Wolkenfront den Kanal entlang, der nächste laute Donner folgte. Mein Freund und ich haben uns schnell angezogen und sind dann zu seinem Auto geflitzt, das in etwa 150 m Entfernung auf dem Klaumerbruch abgestellt war. Kaum, dass wir drin saßen, donnerte es noch einmal laut und dann prasselte der Regen los.

Eine halbe Stunde später, als wir bereits zuhause waren, regnete es zwar immer noch, aber das Gewitter war weitergezogen. Als die Sonne trotz des starken Regens raus kam, konnten wir vom Fenster seiner Dachgeschosswohnung aus einen wunderschönen Regenbogen über dem Rot-Weiß-Stadion sehen.

Sonntag, 17. August 2014

Meine Pferdchen und der April im August

Komisch, erst beschweren sich alle Meteorologen, dass der Sommer zu heiß und trocken ist - jetzt, wo die Temperaturen moderat sind und es auch mal regnet, ist es aber auch wieder nicht richtig. Darüber können meine Pferdchen und ich nur noch den Kopf schütteln - das Wetter kann es wirklich nur verkehrt machen :o).

Als ich meine Pferdchen am Freitagabend abkassiert habe, hat Sammy mich natürlich begleitet und meine Pferdchen mit von den Stoffies gestrickten Eierwärmern versorgt, hihi - meine Stofftiere engagieren sich halt gerne für einen guten Zweck. Leider vertragen nicht alle besten Stücke der Herren die Wolle, sodass der Juckreiz zumindest bei Stinki und ES überproportional zugenommen hat. Bei Stinki ist es aber eigentlich kein Problem, wenn er sich öfter in den Schritt greift, denn nicht umsonst habe ich ihn früher zu Beginn unserer Bekanntschaft auch gerne "Herr-Finger-inne-Nase-Hand-am-Sack" genannt :oD. Für freche Kinder, die in den Gerscheder Weiden wohnen und meine Pferdchen ab und zu mal necken, hat das den Vorteil, dass er keine Hand frei hat, um ihnen eine zu langen, denn der Zeigefinger der linken Hand steckt ja in der Nase, die rechte Hand ist komplett am Sack *glucks*. ES plärrt und faselt was von "des puces à la cuille", also Sackflöhen. Timo empfindet ES' und Stinkis Benehmen natürlich mal wieder als Mobbing, hihi, genau wie die Windböen, die öfter mal durch die Unterführung zwischen Gerscheder Weiden und Weidenstraße pfeifen.

Thorsten und der Stationsarzt scheinen mit ihren Sackwärmern keine Probleme zu haben, aber zur Sicherheit hat der Arzt in einer Apotheke seines Vertrauens schon mal den neuen Linola Intim-Balsam gekauft. Thomas dreht Pirouetten, um sich warm zu machen, wird dabei aber öfter leider fast von einer kräftigen Windböe umgeschubst. Wenn sich bei dem ständigen Wechsel von Sonne, Wolken und Regen ein Regenbogen am Himmel zeigt, wünschen sich meine Pferdchen alle was - ich gehe mal von gestopptem Juckreiz am Sack, gestopptem Mobbing und weniger Wind aus.

Sonntag, 3. August 2014

Ein Gewitter gestern Nachmittag

Gestern fing es nach 15 Uhr bei uns in der Ferne an zu grummeln. Gegen 16 Uhr war mal kurz Pause, dann tummelten sich im Süden und Westen direkt zwei Gewitter über dem benachbarten Mülheim, wobei es sich diesmal wirklich eher um ganz normale Sommergewitter handelte. Von den 20.000 Blitzen, die in NRW zu dem Zeitpunkt niedergegangen sein sollten, waren im Essener Nordwesten maximal 30 zu sehen. Der Landregen setzte nach 16.30 Uhr ein, war aber auch nicht besonders heftig.

Gegen 18 Uhr klarte es von Süden wieder auf, aber im Norden und Nordosten war es immer noch dunkel. In südöstlicher Richtung blitzte es ab und zu noch mal, was besonders surreal vor dem Hintergrund wirkte, dass die Sonne auf die dunkle Front und den Regenbogen schien, der sich im Zuge des abziehenden Gewitterschauers gebildet hatte.


(c) Alexandra Döll, Essen

Der Regenbogen blieb etwa fünf Minuten sichtbar, ab und an blitzte es immer noch und es folgten einzelne Donner, aber das war es dann auch mit den Gewittern im Essener Nordwessten. Gestern sah es am Abend gegen 21 Uhr noch mal nach Gewitter aus, aber trotz der dunklen Wolken am Himmel kam nix mehr. Als ich gegen Mitternacht schlafen ging, war der Himmel sogar klar, sodass ich die Sterne funkeln sehen konnte.

Hm...gestern habe ich ja den Regenbogen gesehen und das war auch bei weitem nicht der erste in meinem Leben. Trotzdem sollten sich die Eltern in Geneva im Bundesstaat New York jetzt keine Sorgen machen, dass ich lesbisch geworden sein könnte, da so ein Regenbogen in deren beschränktem Weltbild ein Symbol für Homosexualität ist :o)). Keine Sorge, ich bin nach 40 Jahren und etlichen Regenbögen immer noch hetero und die NSA hat wieder was zum sammeln und auswerten, haha. Regenbogenfotografien machen mich jetzt bestimmt verdächtig, hahaha!!

Übrigens: Passend zum Regenbogen am Himmel fand gestern auf dem Essener Kennedyplatz der Ruhr-CSD statt. Ich finde, überbesorgte Eltern sollten jetzt ihrem Nachwuchs Augenklappen auf beide Augen setzen bzw. die Augen mit Möhrenscheiben abdecken, denn ein Regenbogen am Himmel und dann noch der Christopher Street Day Ruhr könnten die lieben Kleinen sicherlich ordentlich verderben *ironieoff*. Eigentlich ist der Regenbogen ja ein Symbol Gottes dafür, dass keine weitere Sintflut mehr kommt, in anderen Kulturen hat er teilweise andere Bedeutungen, aber bei manchen amerikanischen Eltern ist der Regenbogen ja lediglich ein Symbol für Homosexualität. Bei soviel Intelligenzallergie packt man/frau sich echt an den Kopf. Soweit ich weiß, hat Greenpeace zumindest früher auch den Regenbogen als Symbol für ihre Arbeit gehabt und die hatten mal ein Schiff, das "Rainbow Warrior" hieß, aber daraus jetzt abzuleiten, dass alle Mitglieder und Mitarbeiter von Greenpeace schwul bzw. lesbisch sind, halte ich für arg weit hergeholt. Wenn man ganz bekloppt ist, kann man auch das harmloseste Symbol missdeuten und ein Geschiss um Dinge machen, die es überhaupt nicht wert sind.

Freitag, 23. Mai 2014

Als sich der Himmel zuzog...

Gestern sind die befürchteten und angekündigten Unwetter über Essen zwar ausgeblieben, aber einen kurzen Starkregenschauer mit einem Blitz und Donner nebst entsprechenden Windböen gab's trotzdem. Bis nach halb fünf bruzzelte die Sonne noch vom Himmel, aber im Laufe der Zeit zog es sich von Südwesten her immer mehr zu.

 
Gewitterstimmung über Essen-Bedingrade - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Das Wetter zog binnen Minuten auf. In kurzer Zeit wurden Bäume und sogar Äste von einigen Bäumen gefegt, z. B. Am Kreyenkrop unweit des Frintroper Wasserturms.
 
Gestern Abend kam nach 21 Uhr sogar noch mal die Sonne blutrot zwischen den Wolken durch und tauchte alles in der Umgebung in ein warmes Rotlicht - sogar ein Regenbogen war im Osten zu sehen :o). Natürlich habe ich mir auch etwas gewünscht.
 
Oops...gerade hat es sogar hier über Bedingrade gedonnert. Geregnet hat es heute ja schon häufiger - auch in Bochum und Dortmund *grummel* - aber das Grummeln hier war gerade deutlich zu hören. Keine zwei Minuten später folgte der nächste Donner. 

Samstag, 10. Mai 2014

Ein Regenbogen über Gerschede

Nachdem das Unwetter gestern Abend allmählich Richtung Osten abzog, kam die Sonne raus, obwohl es weiterhin stark geregnet hat. Schließlich zeigte sich im Osten über Gerschede ein wunderschöner Regenbogen am Himmel, an dem wir leider nicht allzu lang Freude hatten, weil aus Süden schon das nächste Gewitterchen heranzog - was aber wirklich relativ harmlos war im Vergleich zu dem Unwetter zuvor.

 
Regenbogen über Gerschede - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Auch meine Stoffies haben sich für wenige Minuten an dem Regenbogen erfreut - insbesondere Sammy, die aufgrund des vorher niedergegangenen Unwetters ziemlich verstört war, denn die Kleine hat nun mal panische Angst vor Gewitter. Auch gestern Abend hatte ich wieder ein plüschiges Geschwür mit Haarschleife am Bein, während es donnerte und blitzte :o). 

Ein Unwetter über Gerschede

Nachdem der Wind also von Süd/Südwest gedreht hatte, vereinigten sich die bleigraue Wolkenfront aus Norden/Nordwesten mit der über Oberhausen im Süden und dann zog ein kurzes, heftiges Gewitter über Gerschede hinweg, das sich mit näher kommenden Donnerschlägen und Blitzen ankündigte, bevor schließlich der Hagel einsetzte.

 
Heranziehendes Unwetter - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Schließlich setzte der Starkregen ein, begleitet von lautem Donnergrollen und teilweise grellen Blitzen. Gerade zu Beginn des Schauers war der Regen mit Hagel vermischt, sodass meine Nachbarin und ich unsere Blumen an der Balkonbrüstung in Sicherheit gebracht haben.
 
Besonders schade war das Unwetter natürlich für die Besucher der Happy Days an der Donnerstraße in Dellwig, denn ab 18 Uhr startete ab der Pfarrkirche St. Michael am Langhölterweg die Prozession zum Festplatz, wo der Priester dann auch seinen Segen spricht. Diese Prozession dürfte in diesem Jahr wohl buchstäblich ins Wasser gefallen sein.
 
Gegen 18.30 Uhr war das Gewitter mit seinen Begleiterscheinungen abgezogen, aber bis nach 19.30 Uhr grummelte und blitzte es immer noch vereinzelt aus südwestlicher Richtung. Zwischenzeitlich kam sogar die Sonne raus, sodass sich im Südosten ein schöner Regenbogen zeigte.  

Samstag, 12. Oktober 2013

Ein Herbstregenbogen

Gestern schiffte es seit 11.20 Uhr ununterbrochen überm Pott und sogar, als ich um 16 Uhr Feierabend machte und zum Parkhaus rüber lief, nieselte es immer noch ordentlich. Heute Morgen war der Himmel heiter bis wolkig, sodass ich sogar das Bruchstück eines Regenbogens in den Federwolken ausmachen konnte:


                               Bruchstück Regenbogen in den Wolken - (c) Alexandra Döll, Essen

Genau in der Bildmitte über einigen Zweigen kann man das Bruchstück des Regenbogens noch in den Wolken erkennen. Natürlich habe ich mir auch etwas gewünscht :o)).

Mittlerweile ist der Himmel überm Pott wieder bewölkt, aber angeblich soll es trocken bleiben. Das will ich auch hoffen, denn auf dem Balkon habe ich noch einen Ständer mit frisch gewaschenen Handtüchern stehen, denn als ich gegen 12.30 Uhr das Haus verließ, schien noch die Sonne.

Mein Fernseher hat auch gestern Abend seinen Geist aufgegeben, als ich gerade "Der Alte" schaute. Vermutlich ist's die Bildröhre. Mein Fernsehtechniker war heute Vormittag schon da und guckt sich das Ganze mal an. Falls sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, würde ich natürlich einen Neuen nehmen - und als Wartungskundin sogar noch 10 % Rabatt bekommen. Ich warte mal ab, was er am Montag sagt, wenn er mich anruft. So schlimm ist das jetzt auch nicht, wenn ich mal ein paar Tage fernsehlos bin, denn das Programm, das die einem teilweise zumuten, ist mehr als fragwürdig.

Samstag, 5. Oktober 2013

Frinti und der Regenbogen

Meine Eltern wohnen etwa 2,5 km von mir entfernt in Bedingrade, mit schönem Blick auf den Frintroper Wasserturm, auch liebevoll "Frinti" genannt. Frinti steht auf der Ecke Frintroper Straße/Am Kreyenkrop und überragt alles in der näheren Umgebung.

Wie in einem Wikipedia-Beitrag richtig erläutert wird, steht Frinti in Bedingrade, wird aber "Frintroper Wasserturm" genannt, weil Frintrop unmittelbar an Bedingrade angrenzt und auch zum gleichen Postleitzahlenbereich (45359) gehört. Der Wasserturm wurde 1897 erbaut und steht seit 1995 unter Denkmalschutz. Seine Höhe wird unter Wikipedia mit 44,15 m angegeben.

Das nachfolgende Foto ist am 16. September 2013 nach einem Regenschauer entstanden.


                              Frinti lugt noch hinter dem Baum hervor - (c) Alexandra Döll, Essen

Donnerstag, 20. September 2012

Aprilwetter im September

Gestern mutete das Wetter wirklich eher wie April an - Sonne und Regen wechselten sich ab, manchmal war ein wunderschöner Regenbogen zu sehen, dann klarte es wieder auf zum Wolkenbruch...in Herne hat's gestern Vormittag sogar dreimal gedonnert.

Auch als ich nach Hause fuhr, musste ich in Gelsenkirchen einen Starkregenschauer durchqueren. In E-Altenessen angekommen, hatte der Regen zwar aufgehört, aber die Wolkentürme am Horizont versprachen nix Gutes. Als ich die A42 in Bottrop verließ, schien zwar immer noch die Sonne, aber im Norden und Nordosten zeigten sich Gewitterwolken. Fünf Minuten später kam ich zwar bei Sonnenschein im Hof an, aber nur 30 Minuten später donnerte es zweimal aus nördlicher Richtung. Der gesamte Norden - das Tetraeder, die Kokerei Prosper-Haniel, die Halden - waren unter einer schwarzen Front. Metallica war beim ersten Donner sehr unwirsch und schaute mich vorwurfsvoll an, beim zweiten errichtete sie eine kleine Lärmschutzwand vor ihrem Schlafhäuschen, weil sie mit den Geräuschen da draußen wohl nix zu tun haben wollte. Sammy drehte wegen der zwei mäßig lauten Donner direkt durch, aber das kennen wir ja schon von der Kleinen :o).

Wenig später prasselte der Regen los, aber nach nicht mal drei Minuten kam die Sonne wieder raus. An der Pfarrkirche St. Michael am Langhölterweg in Dellwig zeigte sich ein wunderschöner Regenbogen, der die Kirche in einen sanften, rötlichen Film tauchte und der aussah, als wenn er direkt aus einem Baum in den Himmel wachsen würde. Die perfekte Dopplung dieses Regenbogens war etwas weiter nordwestlich, schätzungsweise in den Wiesen und Feldern hinter der Schilfstraße. Über der Donnerstraße sah man die Fallstreifen des Regens. Lange war mir dieses wunderschöne Naturschauspiel leider nicht vergönnt, denn dann zog schon der nächste Schauer auf - aber diesmal ohne Donner.

Heute Morgen hatten wir zwar klaren Himmel, aber es wird immer kälter *bibber*. Heute früh bin ich um 6.20 Uhr bei 7°C los gefahren. Bis dato scheint aber kein neuer Regen nachzukommen, denn der Himmel ist immer noch strahlend blau.

Montag, 10. September 2012

Verrücktes vom Wochenende

Metallica flitzte Samstagabend durch meine Diele - obwohl ich den Durchgang zum Wohnzimmer und zum Kleiderschrank gesichert hatte, versuchte sie trotzdem, unter den Holzstreben in meinen Kleiderschrank zu krabbeln, aber daran konnte ich die Kleine zweimal erfolgreich hindern, was mir einen vorwurfsvollen Blick der Marke "Manno! Nix darf man hier!" einbrachte :o). Ansonsten liebt sie es mittlerweile, auf mir rumzuklettern - und sie liebt grüne Paprika!

Sammy ist krank, weil sie ein "fiebriges Schnüpferchen" hat. Sie liegt nun bei mir im Bett und kuriert sich aus. Ihre Assistentinnen Barbara und Doris haben schon ihre heutigen Fußpflegetermine abgesagt, damit sie sich unter meiner Bettdecke erholen kann. Ihr Freund Sam kümmert sich liebevoll um die Kleine, während ich in Herne arbeite.

Der Mond hatte heute Morgen einen Hof, was einen nahenden Wetterwechsel ankündigt. Vorhin habe ich, als ich nach oben ging, um mir Kaffee zu holen, vom Panorama-Fenster an der Treppe aus in der Nähe der Sonne das Bruchstück eines Regenbogens gesehen, was ebenfalls ein Vorbote für Schauer und Gewitter sein kann.

Gestern war ja schönes, hochsommerliches Wetter, dennoch haben Eva und Uwe, als sie nachmittags in Castrop-Rauxel am Dortmund-Ems-Kanal spazieren gegangen sind, am anderen Ufer des Kanals, wo auch ihr Auto stand, einen kleinen Tornado gesehen, der vom Land schließlich ins Wasser hüpfte und dort die Gestalt einer Wasserhose annahm - und das, obwohl keine Gewitterwolken da waren und es zudem absolut windstill war! Ihr Auto sah nach diesem Mini-Tornado jedenfalls entsprechend lecker gesprenkelt aus.

Samstag, 4. August 2012

Vollmond

Am Donnerstagabend war "La luna piena", wie mir Renate schon morgens per Mail mitteilte, damit wir uns um Mitternacht wieder auf'm Blocksberg treffen konnten, hihi. Donnerstagabend habe ich den Mond zwar nicht gesehen, weil ich da wohl schon geschlafen habe, dafür wurde aber Sammy zwischendurch wach, bekam lange Haare im Nacken und wollte Wölfe verprügeln, die es bei uns in Essen zwar nicht gibt, aber der Mond sorgt doch manchmal für die eine oder andere Verrücktheit :o). Gestern Abend konnte ich den Vollmond sehen, als er gegen 22 Uhr im Südosten aufging.

                      Mondaufgang am 3. August 2012 - (c) Alexandra Döll, Essen


Ich hatte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ziemlich wilde Vollmond-Träume, von denen ich Eva auch gestern im Büro erzählt habe. Sie hat sich natürlich königlich amüsiert, zumal sie ja auch in meinem Traum vorkam.

In meinem Traum waren Eva und ich auf ner Party in irgendeinem Club. Dort waren u. a. auch ES, Herr "Finger inne Nase, Hand am Sack", mein Stationsarzt und noch einige andere Kollegen zugegen. Eva fand es an dem Abend ganz toll, mich mit Aprikosen-Bowle abzufüllen und Herrn "Finger inne Nase, Hand am Sack" in den Whirlpool zu schubsen, um ihn dort unterzutauchen, hähä. Erst habe ich mit Eva auf Alphavilles "Big in Japan" aus den 80ern getanzt, später - nach einigen Gläsern Aprikosen-Bowle - habe ich mit ES auf den Hit von J. Lo und Pitbull "On the floor" aus dem Jahr 2011 getanzt und natürlich auch zwischendurch gehickst - kein Wunder nach mehreren Gläsern Bowle :o). Später habe ich dann, was Eva sehr zum Kichern fand (sowohl im Traum als auch im realen Leben) mit ES und dem Stationsarzt getanzt - ich weiß nicht mal mehr, auf welchen Titel; ich meine aber, es war etwas Schwermetallisches. Eva hat Herrn "Finger inne Nase, Hand am Sack" immer wieder zurück in den Whirlpool geschubst. Wahrscheinlich wollte sie verhindern, dass der Typ die ganze Party versaut, haha - damit hatte sie durchaus Recht :o))).

Der Traum endete damit, dass ich, ohne zu wissen, wie ich nach der Party dort hingekommen bin, morgens in meinem Bett zwischen ES und dem Stationsarzt aufgewacht bin, während die Morgensonne ins Zimmer schien. Wir waren zwar alle fast vollständig bekleidet, kuschelten aber, als wenn es draußen wer weiß wie kalt wäre. Sammy nöhlte rum, weil sie mit ihren plüschigen Freunden auf der Couch nächtigen musste. ES wurde als Erster wach und fragte mich ganz sanft, ob er ein Croissant holen sollte. Ich hab ihm faul und zufrieden geantwortet, dass ES direkt bitte mehrere Croissants kaufen sollte, weil wir ja auch zu Dritt waren. Dann erwachte ich, weil der Wecker klingelte *frust*. Draußen war es noch dunkel - kein Wunder um halb fünf morgens - und am klaren Himmel sah ich neben Merkur die Venus leuchten, die "Tainted Love" in der Version der Scorpions in die Gegend grölte.

Meine Nachbarin, die ja eine Seele von Mensch ist und auch eine sehr nette Tochter hat, hatte ihren Enkel zu Besuch. Das 11-jährige Ätzblag ist leider nicht so nett wie seine Eltern. Die Seifenblasen, die er am Donnerstagabend auf dem Balkon produziert hat, waren ja wirklich hübsch, aber der Rest...

                    Seifenblasen in den Bäumen am 2. August 2012 - (c) Alexandra Döll, Essen

Das Kind fand es ja total witzig, dass sich Titus Witus vor den Seifenblasen fürchtete und sich in die letzte Ecke des Gartens verkrümelte. Dann verkündete er noch, dass die Katze ja froh sein sollte, dass er seine Wasserpistole nicht mit hätte, denn sonst würde er sie damit nass spritzen *kotz*. Clio knurrte unten im Hof schon gereizt - hätte das Ätz-Blag wirklich ne derartige Aktion gebracht, hätte ich ihm ein Schild um den Hals gehängt mit der Aufschrift "Ich bin ein Tierquäler" und hätte ihn mit Clio mal quer durch Gerschede gescheucht. Wir haben ja als Kinder auch getobt und waren nicht immer total artig, aber auf die Idee, Tiere zu ärgern oder gar zu quälen, sind wir nie gekommen *grummel*. Später legte er unten im Garten dann da ne Szene hin, die eher nem Action-Film mit viel Ballerei angemessen gewesen wäre, weil er wohl nix anderes als ballern und sich blöd benehmen kennt. Gestern Abend hat er auf mit Gummi-Geschossen auf Anjas Vögel gezielt, die da friedlich in ihrem Käfig auf dem Fensterbrett saßen, was Anja aber auch zu ner entsprechenden Reaktion veranlasste. Wie dieses missratene Blag trotz seiner netten Eltern an lauter Einsen und Zweien auf'm Zeugnis kommt, ist uns ein echtes Rätsel, aber heute kriegt man ja noch mit fünf Fehlern im Diktat ne Eins - früher wäre das höchstens ne Zwei minus gewesen. Auch meine Nachbarn zu meiner Linken waren mehr ent- als begeistert von diesem missratenen Jungen. Zum Glück ist das Blag wieder mit seinem Papa nach Hause abgedampft. Das Kind hat mich schon letztes Jahr mit seinem nicht vorhandenen Hirn genervt. Um mal Groupie Marina zu zitieren: "Ist das Blag dusselig?!" :o/ Ich glaube, ja...meine Stofftiere durften erst wieder runter in den Garten zum Spielen, als das Ätz-Blag abgedampft war.

Ich habe jetzt ein weiteres Stofftier, das mir Eva und Uwe aus ihrem Urlaub an der Nordsee mitgebracht haben. Es handelt sich dabei um ein Schaf *blök*, das ich nach ES benannt habe - es heißt also Sébastien :o), was Eva wiederum auch sehr lustig fand. Ich hab mich zwar schon bei ihr bedankt, als sie mir das kuschelige Schaf überreichte, aber trotzdem noch mal: DANKESCHÖN! :o)

Da Sébastien ein Springschaf ist, hat sich Sammys Sohn Rudolf-Dieter mit ihm zu einem Springreitturnier in Altenessen angemeldet, an dem auch Plüsch-Pferde und -Ponys teilnehmen.


       Rudolf-Dieter und Sébastien in meinem Wohnzimmer - (c) Alexandra Döll, Essen


Im Fernsehen läuft gerade "Hauptsache gesund" im MDR (Donnerstagabend, 21 Uhr) und auf meinem Rattan-Stuhl liegen die Auflagen für meine Balkonstühle, aber die hole ich abends immer rein, zumal das Wettter ohnehin derzeit recht unbeständig ist. Rechts im Hintergrund kann man noch einen Blick auf meine Küche erhaschen und die Balkontür links ist natürlich auch offen.

Apropo Wetter: Gestern Abend gab es über Gerschede tatsächlich einen kurzen Schauer, aber ohne Blitz und Donner. In Herne auf der Cranger Kirmes, die ja nur etwa 16 km von meinem Domizil entfernt liegt, war gar nix mit Regen, denn meine Nachbarin war gestern Abend dort mit ihrem Schwiegersohn und ihrem Enkel. Kurz vor dem Schauer hatte ich über Gelsenkirchen sogar noch einen Heißluftballon gesehen, der weiter Richtung Herne schwebte. Nach dem Schauer zeigte sich im Südosten ein wunderschöner Regenbogen am Abendhimmel. Heute ist es schwülwarm - zumindest, wenn die Sonne draußen ist - und das Wetter kann sich noch nicht entscheiden, was es tun sollte. Heute Vormittag bin ich gegen 10.45 Uhr eben zum Kiosk bei uns auf'm Reuenberg gelaufen und da war es noch einigermaßen angenehm, aber mittlerweile hat sich die Luft ganz schön aufgepulvert.

Gestern Nachmittag, als ich von der Arbeit kam, lag eine hübsche Metalldose mit Pfefferminz-Bonbons auf meiner Fußmatte. Hm, ich weiß nicht, von wem das kleine Präsent ist - von Anja ist es nicht und von meiner Nachbarin auch nicht, zumal die mir sowas persönlich übergeben würden *grübel*. Sonst wüsste ich nicht, wer im Haus mich mit einem Geschenk beglücken sollte. Ich hab jedenfalls keine Ahnung, wer der nette Spender ist.



Samstag, 14. Juli 2012

Apriluli...

...so hat es ein Meteorologe treffend formuliert angesichts der derzeitigen Wetterlage. Gestern Morgen schwamm ich im strömenden Regen mit Clio nach Herne zum Hotel, auch zwischendurch gab's immer wieder Schauer, teilweise auch kräftig. Als ich nachmittags nach Hause gondelte, kam sogar mal die Sonne raus, aber am Abend regnete es wieder schauerartig verstärkt, teilweise begleitet von einigen Donnern. Blitze habe ich keine gesehen.

Am Donnerstagabend, als ich von Herne-Horsthausen zurück nach Hause fuhr, hatte der Himmel nach einem verregneten Tag ebenfalls aufgeklart. Zwischen den Wolken konnte ich sogar das Bruchstück eines Regenbogens am Abendhimmel erkennen, das mich zwischen Gelsenkirchen-Bismarck und Essen-Altenessen auf meinem Weg begleitete, aber nachts hat's dann wieder geschüttet bzw. auch noch gestern Morgen.

Meine Friseurin erzählte mir vorhin, dass ihre Schwester, die in Bochum wohnt, gestern Abend ein ziemliches Unwetter mit Sturm, Blitz und Donner hatte. Davon sind wir in E-Gerschede zwar verschont geblieben, aber die Regenfälle gestern und heute inkl. leichter Gewitter reichten auch schon. Auch heute wechseln sich Sonne und Regen inkl. gelegentlichen Donnern teilweise minütlich ab. Da stimmt die Wortschöpfung aus April und Juli (= Apriluli) schon. Während ich beim Friseur saß, schien noch die Sonne, aber als ich den Salon in Borbeck verließ, kübelte es wieder wie aus Eimern.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Waschküchen-Luft

Die für gestern angekündigten Gewitter sind ausgeblieben - bis auf ein paar Regenschauer hat sich nix getan. Gestern Abend konnte ich sogar von meinem Balkon aus noch einen wunderschönen Regenbogen sehen, wobei die Luft aber immer schwüler wurde.

Auch heute Morgen ist draußen Waschküchenluft. Leicht geregnet hat es schon, aber für heute Nachmittag sind auch wieder Gewitter mit Unwetterpotential (Starkregen, hohe Blitzintensität, Hagel, Tornados) angekündigt. Bewölkt ist es immerhin schon und, wie gesagt, tierisch schwül. Selbst nach sechs, als ich auf'm Balkon saß, um meinen Kaffee auszutrinken und eine zu rauchen, war da draußen schon die reinste Waschküche *schwitz*. Meine Stofftiere, die mir Gesellschaft leisteten, haben auch schon rumgenöhlt. Meine beiden Haiopeis Haio und Schnarcho wollten nachher zu den Bottroper Stadtteichen am Stadtgarten/Grenze Köllnischer Wald fahren, um dort Karpfen zu fressen und/oder zu pimpern.

Passend zur Gewitterluft hatte ich auch schöne Träume: Eva und ich waren im Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim/Ruhr shoppen und trugen bereits eine Reihe von Tüten, als uns der Typ aus der aktuellen Colgate-Werbung ansprach ("Ich hab doch heute Morgen Zähne geputzt!" *GRMPH!*) und nen Bakterien-Test machen wollte. Eva hat das rundweg abgelehnt und ich habe genervt gesagt, dass ich total darauf stehe, wenn ich einkaufen gehe und dann von Werbefiguren angelabert werde. Unvermittelt tauchte ES mit nem riesigen Baguette auf und wollte mit mir nen Kaffee trinken gehen. Ich habe zugestimmt, aber gesagt, dass Eva auf jeden Fall mitkommt. Das hat ES dann leicht frustriert akzeptiert und hat sich mit uns in das Café an dem Brunnen vor P & C gesetzt, also dort, wo die Holztreppe ins Obergeschoss führt. Da Eva kein Englisch spricht und ES kein Deutsch, war ich neben normaler Konversation auch mit Übersetzungen beschäftigt :o). Eva lachte sich gerade schon platt, als ich ihr davon erzählte.

Bevor ich gerade mit Clio nach Herne düste, traf ich unten im Hof Anja, die am Fenster stand und rauchte sowie auch Titus Witus und seinen Büchsenöffner. Da Titus Witus neulich über die Plantagen abgehauen ist und sich im Sumpf gewälzt hat, hat er jetzt immer ne Leine - er ist bis in den Garten des Schönheits-Salons auf der Ecke Reuenberg/Bergheimer Steig gelaufen, sodass die Mitarbeiterinnen des Salons schon dreieckig guckten. Sein Büchsenöffner hat sich beim Übersteigen von Stacheldrahtzäunen, um seinen Kater wieder einzufangen, auch noch die Hose eingerissen, was Anja kichernd mit den Worten kommentierte: "Damit kannste im Zirkus auftreten!"

Titus Witus guckte richtig traurig, als ich mich in meinen Clio setzte und von dannen fuhr - irgendwie mag er mein Auto und mich natürlich auch (kein Wunder, hihi). Clio steht jetzt im Hof in Herne zusammen mit anderen Autos und findet es auch schwül.

Sonntag, 12. Juni 2011

Ein Juni, der sich als April versucht

Eigentlich ist der April in diesem Jahr ja schon gut 1,5 Monate vorbei, aber das Wetter am Freitag und Samstag des Pfingstwochenendes nimmt sich eher aus wie typisches Aprilwetter - Sonne, Regen, Gewitter, Sonne, dann wieder Gewitter und Regen...

So sah die Wolkenfront eines aufziehenden Gewitters am Freitagabend aus:


(c) Alexandra Döll, Essen - 10. Juni 2011

Über das Gewitter vom Freitagabend hatte ich ja schon was geschrieben. Gestern wechselten sich zunächst Sonne und Wolken ab. Bevor ich nachmittags zu meinen Eltern fuhr, habe ich sicherheitshalber die Wäsche vom Balkon geholt, die dort bis dato zum Trocknen auf meinem Wäscheständer hing, damit sie in Ruhe weiter im Wohnzimmer trocknen konnte. Das habe ich auch richtig gemacht, denn gegen 17 Uhr war ich wieder zuhause und es zeigten sich einige Wolkentürme am Himmel. Keine 15 Minuten später war der erste Donner zu hören. Das Gewitter war etwa zwei bis zweieinhalb Kilometer entfernt - einen Naheinschlag gab es auch, aber zum Glück ohne weitere Folgen.

Alle Vögel hatten sich ins Innere der Baumkronen geflüchtet, nur eine Taube saß im Kirschbaum auf einer Astspitze, wo sie im ungünstigsten Fall ein gutes Ziel für den Blitz abgegeben hätte. Meine Mom mutmaßte am Telefon, es könnte sich um eine Lemming-Taube handeln - also um eine Taube, die an akuter Suizidgefährdung leidet. Die Taube hat das Gewitter jedoch unbeschadet überstanden und erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit :o).

Das Gewitter war gegen 17.45 Uhr abgezogen und ließ nur einen heftigen Regenschauer zurück, der sich etwas länger hinzog. Kurz vor 20 Uhr kam die Sonne hinter den Wolken hervor, sodass sich am Osthimmel ein wunderschöner Doppelregenbogen zeigte:


                (c) Alexandra Döll, Essen - 11. Juni 2011

Der Regenschauer war nach Norden weitergezogen. Eigentlich sah es recht faszinierend aus, dass Bottrop und Gladbeck unter einer dunklen Front lagen, während Gerschede und Dellwig wieder freundlich aussahen. Ein ähnliches Phänomen gab es auch bei einem Starkregen später am Abend, etwa gegen 21.45 Uhr zu beobachten - der Regen war so stark, dass ich noch nicht mal mehr die Halde mit Tetraeder und den Gasometer der Kokerei Prosper-Haniel sehen konnte, denn beides war in der Front verschwunden.

Ich bin kurz vor Mitternacht ins Bett gehüpft. Als ich mir um 23.45 Uhr in der geöffneten Balkontür noch die letzte Zigarette des Tages rauchte - draußen regnete es mal wieder stärker, deshalb habe ich auf meinen üblichen Sitzplatz im Gartenstuhl verzichtet - blitzte es noch einmal schwach am Osthorizont, dann folgte ein einziger, nicht besonders lauter Donner. Sammy flippte mal wieder wegen des einen Donners aus, aber es folgten auch keine weiteren. Nachts hat es wohl auch weitergeregnet, denn meine Balkonbrüstung war heute Morgen noch ziemlich nass, aber die Sonne scheint - obwohl eine Reihe von Quellwolken am Himmel sind. Mich erinnert das Ganze jedenfalls eher an Aprilwetter.