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Freitag, 17. Januar 2014

Ganz witzige Vollmond-Träume :o)

Meine Freundin Renate - Autorin des Jugendbuchs "Glück bedeutet, ein Pony zu haben" - sagt es ja immer wieder: An Vollmond drehen alle durch! :o) Vielfach sind die Träume natürlich entsprechend und das galt auch für meinen Vollmond-Traum heute Nacht.


                                 Vollmond September 2013 - (c) Alexandra Döll, Essen

Also...ich hatte eine Band, an deren Namen ich mich leider nicht erinnern kann. Ich war die Sängerin, Zeno und Groupie Thomas meine Gitarristen, am Bass war mein ehemaliger Kollege Christoph, Keyboarderin war Marina und am Schlagzeug saß ein mir unbekannter Mann von ca. 50 Jahren mit langen dunklen Haaren.

Auch andere Menschen aus meinem Dunstkreis waren mir beim Auftritt bzw. beim Konzert behilflich. Renate sah aus wie ein Zigarettenmädchen aus einem Gangsterfilm der 40er Jahre :o) (könnte ihr im normalen Leben nicht passieren...), bot aber keine Zigaretten in ihrem Bauchladen feil, sondern Abend-Kaugummis und Kondome, hihi. Eva saß gemeinsam mit Sammy am Mischpult, um einen guten Sound zzgl. toller Licht- und Nebeleffekte zu gewährleisten. Uli hatte ihren kleinen Hund Herkules in einem Plüschrucksack in Affengestalt, denn sie ist per Strickleiter zu den Scheinwerfern direkt über der Bühne hoch geklettert, denn manche Scheinwerfer werden ja auch manuell gesteuert. Timo, Tim und Steffiiiii waren für den Einlass verantwortlich, wobei ich insbesondere Steffi gebeten habe, Gesichtskontrollen durchzuführen, hihi. Offenbar war ihre Gesichtskontrolle in einem Fall aber nicht gründlich genug, denn im Publikum, dessen Altersklasse sich zwischen zehn und 100 bewegte, befand sich leider auch der Typ, der mal bis vor kurzem mein Freund war *nerv*. Für ein Rockkonzert war er mit Anzug und Krawatte aber nicht ganz passend angezogen *kicher*.

Thomas trug ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift "Ich bin ein Groupie!" (klar, er ist ja auch eins meiner Groupies!) und ne blaue Jeans, Zeno war ganz in schwarz gekleidet und hatte auf seinem T-Shirt in neonpinkfarbenen Lettern stehen "Ich bin kein Groupie, habe aber welche!" :o). Unser Drummer und ich waren stilecht ganz in schwarz gekleidet und muteten auch schwermetallisch an, während Marina eher wie eine Hip-Hopperin aussah und auch noch schwarze Extensions bis zum Hintern hatte, was sich bei ihren ansonsten blonden, schulterlangen Haaren natürlich total gut macht :o). Tim kam nicht umhin, angesichts Thomas' Bühnenoutfit öfter mal "Nacktmull!" in die Gegend reinzurufen, denn mein liebes Groupie hatte auch noch Nippelalarm, hihi. Steffi trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Ich bin kein Groupie, aber ein Fan!" :o)).

Irgendwie stand auch mein schwarzer Clio auf der Bühne rum. Seine Außenspiegel waren mit ebenfalls schwarzen Luftballons dekoriert - na, darüber wird sich mein fahrbarer Untersatz sicherlich sehr gefreut haben, höhö. Die Saw-Puppe kreiste häufiger mit ihrem Dreirad auf der Bühne rum und krähte: "Ich möchte ein Lied mit euch singen!"

Zunächst haben wir ein Medley zum Besten gegeben, bestehend aus den Songs

  • Kiss "I was made for lovin' you"
  • Metallica "King Nothing"
  • Gary Moore "Back on the streets"
  • Judas Priest "Livin' after midnight"   
  • Rammstein "Engel".
Eva lachte sich zusammen mit Sammy hinter ihrem Mischpult scheckig, denn sie hatte offenbar ES als Gaststar organisiert. Daraufhin sank eine Gruppe von etwa zwölfjährigen Mädchen direkt in Ohnmacht (????). ES hat die Triangel gespielt - passt ja :o). Zum Glück hat ES nach einem Song wieder die Bühne verlassen, wobei die Triangel ohnehin überflüssig gewesen wäre, denn die macht bei Metal nicht ganz soviel Sinn. Sammy hat Eva unterdessen was von Herrn Vettel, Herrn Hamilton und Herrn Alonso erzählt.

Renate lief derweil durchs Publikum und verteilte wahlweise Abend-Kaugummis oder Kondome aus ihrem Bauchladen, nur den Typen, der mal mein Freund war, dekorierte sie mit einem Schild, auf dem geschrieben stand "Sind wir nicht alle ein bisschen dusselig?!" :o). Das sorgte insbesondere bei den Menschen, die hinter dem Typen standen, für Heiterkeitsausbrüche. Renate bekam sogar Standing Ovations deswegen. Ach ja, und ihr war es auch noch gelungen, den Vollmond unter Vertrag zu nehmen, denn der leuchtete an diesem Abend nicht am Firmament, sondern bei uns in der Konzerthalle.

Als wir zusammen den Instrumental-Klassiker "Orion" von Metallica auf der Bühne intonierten, habe ich Blockflöte gespielt (kann ich übrigens tatsächlich!). Danach wollten irgendwelche pubertierenden Burschen direkt ein Kind von mir (GNADE!!!!). Die Saw-Puppe lachte dreckig auf ihrem Dreirad und fuhr Thomas übern Fuß.

Tja, und zum Schluss kam irgendein mir nicht bekannter Song, den wohl Thomas und Zeno komponiert und getextet haben. Den habe ich auch noch in einem leidenschaftlichen Duett mit Stinki gesungen (herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag übrigens!), der da plötzlich wie von Geisterhand in Anzug und Krawatte neben mir auf der Bühne stand - außer dem Typen im Publikum, der mal mein Freund war, war er auch der Einzige im Saal, der Anzug und Krawatte trug. Nach dem Song hat Stinki mich plötzlich mitten auf der Bühne mit Zunge geküsst (?!?!) und das Publikum johlte. Eva lachte 10 db zu laut und ich hab mich zunächst gewundert, dann aber doch freudig-überrascht mitgemacht. Renate drückte mir plötzlich, während ich mit Stinki knutschte, zwei Kondome in die Hand, das Publikum machte "ein kleines Lärm" und raste und Eva lachte immer noch 10 db zu laut :o). Marina gackerte hinter ihrem Keyboard und rief: "Mehr Zunge bitte!" Dann wurde ich wach.

Soviel also zum Thema "Vollmond-Träume" :o).

Freitag, 25. November 2011

Fröhliche morgendliche Albereien

Heute früh, als ich um 7.15 Uhr in unserem schönen Büro an der Hohen Straße in Düsseldorf aufschlug, fand ich auf meinem Schreibtisch die aktuelle Ausgabe der Hörzu vor - hm, was es damit auf sich hat bzw. wer der nette Mensch war, kann ich nicht sagen; es war auch kein entsprechender Artikel markiert, den ich als Alex mal unbedingt lesen soll. Neben dem Fernsehprogramm ist dort ein Artikel über den menschlichen Körper, die Tricks der Pinguin-Küken beim Überleben, Statistiken zu dem, was die Deutschen romantisch finden u. ä. enthalten. Hm, Marina hat sie mir dort definitiv nicht hingelegt - zumal sie ja auch so gut wie nie Fernsehen guckt, hihi - also können das eigentlich nur Zeno und/oder Ecki gewesen sein. Marina hatte allerdings die skurrile Idee, dass nachts mein heimlicher Verehrer in unser Projektbüro geschlichen ist und mir die Hörzu auf den Tisch gelegt hat, damit ich demjenigen zuhöre...ah ja! :o) Ja, nee, ist klar - nachts sind unsere Räumlichkeiten eigentlich nicht zugänglich, weil abgeschlossen und als ich heute Morgen die heiligen Hallen betrat, war unsere Eingangstür auch definitiv verschlossen. Was mir die Hörzu nun sagen soll, weiß ich somit immer noch nicht, aber nett...

Um Rückfragen vorzugreifen, was die Deutschen denn derzeit besonders romantisch finden, folgt die kleine Auflistung aus der Hörzu 47/2011:

  • Plätzchen backen: 2 % (das ist zwar nett, aber romantisch...?)
  • Im Bett fernsehen: 3 % (tolle Wurst!)
  • Sterne beobachten: 6 % (DAS kann ich schon eher nachvollziehen)
  • Besuch einer Badelandschaft mit Sauna: 6 % (kommt auf die Begleitung an)
  • Einkaufsbummel: 7 % (ja, das macht mich total an, haha!!)
  • Fahrt im Pferdeschlitten: 10 % (auch das kann ich gut nachvollziehen - Dr. Schiwago lässt grüßen)
  • Besuch einer einsamen Hütte in den Bergen: 11 % (finde ich auch  zutreffend)
  • Fotoalben durchsehen: 1 % (kommt auch auf die Motive an)
  • Vorlesen: 1 % (kann unterhaltsam sein, aber romantisch...kommt auf die Geschichte an)
  • Schlittschuh laufen: 1 % (besonders romantisch für kesse Kufenmöpse!)
  • Gemütlicher Abend vor dem Kamin: 22 % (das sehe ich wiederum genauso)
  • Winterspaziergang: 19 % (je nach Wetter und Begleitung stimmt das auch)
  • Über den Weihnachtsmarkt schlendern: 12 % (geht so).
Meinen Jobsearch für die Kundin habe ich auch erfolgreich beendet und werde mich nun wieder in eigener Sache in die Tiefen des Internets begeben :o).

Donnerstag, 24. November 2011

E-Mail-Korrespondenz mit meinem Groupie aus Gießen

Groupie Thomas schrieb mir gestern Abend ne kurze E-Mail, die ich soeben beantwortet habe, und unterrichtete mich über die neuesten Vorkommnisse in Gießen und Umgebung. Er findet die Story mit dem Herzchenmaler auch absolut niedlich bis amüsant und hofft sehr für mich , dass sich derjenige mal outet - wie schon gesagt: von stummer Anbetung hat keiner was, weder ich noch derjenige welche. Ich hab nen vagen Verdacht, wer derjenige sein könnte, aber zum einen weiß ich nicht, welches Auto er fährt und zum anderen habe ich auch keine Möglichkeit, ihm habhaft zu werden :o/. Schade aber auch...vielleicht wäre es etwas einfacher für ihn, wenn er statt Herzchen mal die freundliche Frage nach nem gemeinsamen Kaffee an meinem Clio inkl. Kontakdaten wie z. B. Telefonnummer hinterlässt?! Ich kann nur sprechenden Menschen helfen.

Wenn wir nicht langsam auf den Winter zusteuern würden  und die Nächte nicht immer so kalt wären, könnte ich mich ja gemeinsam mit meinen Spießgesellen/-innen auf die Lauer legen, z. B. hinter Hecken oder in Autos, die keiner mit mir in Verbindung bringt. Das wäre dann wie in einer Comic-Verfilmung, in der Büsche plötzlich Beine und Augen haben :o). Solche Freilandaktionen funktionieren aber doch eher in der warmen Jahreszeit - jetzt wäre die Gefahr von Erkältungen und grippalen Infekten doch entsprechend groß, auch wenn der diesjährige November nicht besonders kalt und regnerisch ist.

Nun kümmere ich mich um den Bewerbungswunsch eines sehr netten Kölner Kunden, der mir aber leider entgegen aller Versprechungen immer noch keinen 6er BMW vor die Tür gestellt hat - meine Kollegin Astrid in Wehrheim findet auch, dass manche Leute wirklich kleinlich sind :o). Das Auto kostet ja neu nur schlappe 78.500 Euro Basispreis - mit Extras auch schon mal über 80.000. Ich werde das jedenfalls bei dem Kunden monieren, wenn er heute Nachmittag zu Zeno in die Beratung kommt, hihi.

Freitag, 11. November 2011

Surreale Dialoge zwischen Marina, Zeno und mir

Marina hatte gestern mal wieder nen Clown bzw. ne Sau gefrühstückt :o). Am Nachmittag erwarteten wir noch einen super-netten Kunden aus Köln, der zu Zeno zur Beratung kommen wollte und für den ich noch ein Zertifikat einscannen sollte. Da ich einen guten Draht zu ihm habe - Marina aber auch - und ihn immer noch zu überreden versuche, mir nen 6er BMW zu schenken (hihi), meinte meine liebe Gattin grinsend, bevor sie zum Carlsplatz ging, um sich noch ein Fischbrötchen zu kaufen: "Soll ich überhaupt wiederkommen? Dann bist du ja mit ihm alleine...!" Ich hab darauf ebenso scherzhaft geantwortet, dass ich, falls sie unser Büro nicht betreten sollte, vorher nen roten Schlüppi an die Türklinke binde, hahaha! Marina lachte und meinte, dann wüsste sie ja Bescheid. Anschließend latschte sie dann fröhlich zu ihrem Fischbrötchen.

Zwischenzeitlich traf Zeno ein, mit dem ich in der Küche gelabert habe, als er sich einen Kaffee machte. Wir redeten u. a. übers Wetter und den Nebel, der gestern früh nach fünf völlig überraschend über E-Gerschede aufzog. Als Zeno hörte, dass ich morgens um halb fünf in der Gegend rumkrebse, grinste er und meinte, dass er oft erst um diese Zeit nach Hause käme - kein Wunder, im Nebenberuf ist er ja auch noch Gitarrist in einer Rockband. Ich lachte und habe geantwortet, dass das bei mir gelegentlich auch vorkommen kann, aber nicht, wenn ich arbeiten müsste, denn das wäre doch etwas blöd für die Kunden, wenn ich hier direkt nach ner Party zerzaust, mit verlaufener Wimperntusche und womöglich noch mit Knutschflecken am Hals auflaufen würde, hihi!! Zeno grinste und sagte unvermittelt: "Apropo Knutschfleck! Hast du Interesse an einem Seminar beim TÜV Nord am 15./16. November?" Der Zusammenhang war einfach klasse - Knutschfleck und Seminar, hahaha! Ich hab dann mal vorsichtig mit breitem Grinsen nachgefragt, ob die Leute vom TÜV Nord bzw. andere Seminarteilnehmer dort mal über ihn hergefallen wären, um ihm einen Knutschfleck zu machen, aber das konnte Zeno lachend verneinen mit den Worten, dass es da doch nicht so wild zuginge :o). An dem Seminar kann ich aus terminlichen Gründen übrigens nicht teilnehmen. Als ich Marina später davon erzählte, hat sie sich zusammen mit ihrem angenagten Fischbrötchen tot gelacht :o)).

Marina hat auch schon eine Liste mit potentiellen Verdächtigen aufgestellt, die mir mit dem Finger ein Herzchen auf die Heckklappe meines Clios gemalt haben könnten - da kamen ja neben potentiellen Kandidaten auch die abstrusesten Vorschläge, wer das getan haben könnte, hihi. Kinder können es nicht gewesen sein, weil es wohl nachts passiert ist, außer meinem war kein anderes Fahrzeug in der näheren Umgebung mit dem Symbol verziert und ich bin auch die Einzige bei uns in der Straße, die nen schwarzen Clio Baujahr 2007 fährt - anhand der Initialen meines Kennzeichens kann man auch gut Rückschlüsse auf die Besitzerin ziehen, hihi. Es gibt zwar noch nen dunkelblauen Clio bei uns, aber der ist wesentlich älter als meiner (schätzungsweise Baujahr 1996), sieht somit anders aus und hat natürlich auch ein anderes Kennzeichen, höhö. Mein Clio kennt den Kerl ja immer noch nicht, der das war - er meinte nur, dass derjenige nett war. Dann soll sich der heimliche Verehrer doch mal outen :o).

        Mein Clio - damals noch in Frohnhausen-Süd - (c) Alexandra Döll, Essen

Mittwoch, 10. August 2011

Sternschnuppen und Vollmond

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2011 veranstaltet Alex in ihrer Hütte in E-Gerschede eine Party zwecks Betrachtung von Sternschnuppen und des Vollmonds. Renate hat extra ihren Besen mitgebracht, damit sie im Mondschein stilecht eine Vollmond-Hexe mimen kann. Sammy und Ecki postieren sich auf dem Balkon. Schließlich ruft Sammy begeistert aus: "Es möndelt!", denn der Mond geht über den Bäumen der Nachbarplantage auf. Das Sternbild Geile Gewürzgurke zeigt sich ebenfalls am Himmel, behält aber alle dazugehörigen Sterne bei sich. Der Abendstern hält sich in unmittelbarer Nähe des Vollmondes auf und grölt "Evening Star" in die Gegend rein - also alles wie immer :o).

Uli findet es viel spannender, "Hells Bells" von AC/DC durch Alex' Boxen zu jagen, während ihr Hund Herkules übermütig herum tanzt. Marina futtert eine Gemüsesuppe und sinniert über das Sternbild Geile Gewürzgurke. Steffi ist frustriert, weil sie bis dato noch nicht eine Sternschnuppe gesehen hat und freut sich eher auf ihren nächsten Fahrrad-Fahrschulkurs im Jahr 2012, wenn ihr Kind auf der Welt ist. Dennoch gibt sie die Hoffnung auf Sternschnuppen nicht auf. Sammy guckt in den Mond und winkt.

Alex sitzt mit Olli im Garten hinterm Haus, denn sie bauen gemeinsam eine Sandburg - schließlich hat Alex ihrem ehemaligen Kunden nicht umsonst das Zertifikat Sandburgenbaumeister verliehen :o). Die Kinder im Haus plärren, weil Olli und Alex in ihrem Sandkasten spielen und Marina sich auch noch erdreistet, die Kinderrutsche zu benutzen, während sie dem Sternbild Geile Gewürzgurke zuwinkt. Die Fledermäuse sausen durch die Luft, fangen zufrieden rülpsend Mücken und beobachten das Treiben auf dem mittleren Balkon in der ersten Etage sowie im Sandkasten. Thomas dreht unsichere Pirouetten auf dem Balkon, denn er weiß gar nicht, wo er zuerst hingucken soll - Richtung Bottrop zum Tetraeder und zur Kokerei Prosper-Haniel, in den Himmel, in den Garten...? Uli dudelt abermals "Hells Bells". Renate probiert ihren Besen aus und landet fast im Kirschbaum im Garten, weil die Startbahn etwas zu kurz war. Der Mann im Mond kichert albern. Steffi kräht begeistert los, als sie die erste Sternschnuppe über dem Hochhaus am Reuenberg fallen sieht. Alex und Olli sehen die Zweite, als sie Richtung Bottrop schauen.

Plötzlich und unverhofft steht Alex' Stationsarzt am Sandkasten und fragt linkisch nach, ob er mitspielen darf - natürlich darf er :o). Da er sich Sorgen um Alex macht, fragt er nach, ob er ihr Fieber messen darf. Alex grinst und antwortet: "Klar, aber nur mit dem Fieberthermometer, auf dem keine Zahlen stehen!" Olli lacht los, während der Stationsarzt zum wiederholten Male knallrot anläuft. Marina ruft kichernd von der Rutsche rüber: "Du Sau!" Mit Steffis Hilfe baut Marina ein Erste-Hilfe-Zelt auf, damit die Doktorspiele auch richtig gemütlich und kuschelig sind :o)). Marina trällert gedankenverloren "F*** you all" von Insane Clown Posse. Steffi macht das betretene Gesicht und füttert Fledermäuse aus der Hand. Zeno erscheint schließlich als Überraschungsgast und spielt auf seiner E-Gitarre das weltberühmte Riff des Deep Purple-Klassikers "Smoke on the Water". Ecki singt natürlich fröhlich mit, wenn auch nicht besonders gut. Sammy guckt heimlich ins Zelt, was die Doktorspiele so machen, haha! Danach freut sie sich nen Ast, vor allem, als ihre Mutti zu dem knallroten Arzt spricht: "Du hast dich so gefürchtet - und jetzt ist er drin!"

Donnerstag, 16. Juni 2011

Abgedrehtes aus dem Südpazifik

Gestern habe ich im Fernsehen auf 3Sat zwei spannende Sendungen über Inseln im Südpazifik sowie ihre Flora und Fauna gesehen. Dazu ist mir natürlich auch eine Story eingefallen - die Mondfinsternis gab es ja gestern Abend nicht zu bewundern, da der Himmel überm Pott wolkenverhangen war :o(. Meine Stofftiere haben auch rumgenöhlt.

Marina, Alex, Timo und Steffi machen mit einigen Freunden, Kollegen und Kunden ein wenig Urlaub auf einer Insel im Südpazifik, die direkt an einem Korallenriff liegt. Leider trifft wenig später auch das Feuerwerk der guten Laune mit seiner neuen Flamme ein - klar, der unnötige Mensch hat sich mal wieder selbst eingeladen :o/ (freiwillig würde ihn ja auch kein vernünftiger Mensch zu seiner Party kommen lassen...). Marina ist schon nach zehn Minuten total frustriert, weil das Feuerwerk der guten Laune ständig über den feinen Sandstrand nöhlt: "Marinaaaaa....! Marinaaaaaa, ich bin fast in ne Muschel getreten! Marinaaaaaaaa, gibt's hier Bananen?! Marinaaaaaa, sag der Alex mal, sie soll googeln, was es hier für Haiarten gibt! Marinaaaaa...!"



         Maui - (c) Michaela Schöllhorn, Pixelio


Marina tut das einzig Richtige und ignoriert das Feuerwerk schließlich einfach - sie findet es viel spannender, Unterwasser-Fotos zu schießen und nebenbei den Büffelkopf-Papageienfischen, die am Riff nagen, auch noch Fremdsprachen beizubringen. Auch einige Schwarzspitzen-Riffhaie finden sich zum Sprachunterricht ein, denn sie finden Marinas Unterwasser-Schulung sehr spannend.



        Schwarzspitzenriffhai - (c) Margit Völz, Pixelio


             Papageienfisch - (c) brischnitte, Pixelio


Steffiiiii sitzt zufrieden am Strand, lässt ihre Füßchen vom türkisblauen Wasser umspülen und betrachtet ihre Aufkleber aus Kindertagen, die sie liebevoll katalogisiert hat. Wenn das Feuerwerk der guten Laune allerdings über den Strand plärrt ("Marinaaaaaaa...!") oder mit seiner neuen Flamme in die Palmen verschwindet, macht sie eher das betretene Gesicht. Die Loris, die bis dato friedlich schnäbelnd in den Palmen saßen, sind ebenfalls genervt von diesem Ausbund an nicht vorhandenem Benehmen und miesem Sexismus.



            Lori - (c) Andreas Zöllick, Pixelio

Während das Feuerwerk der guten Laune alle nervt und seine Perle dazu verdonnert, drei Schritte hinter ihm zu gehen, wenn er am Strand entlang geht und sich als Insel-King fühlt, bauen Olli und Alex gemeinsam Sandburgen am Strand, was unser Feuerwerk der guten Laune natürlich nicht unkommentiert lassen kann. Olli und Alex ignorieren das dumme Gelaber einfach - wer überall seinen Senf dazu gibt, gerät eben leicht in den Verdacht, ein Würstchen zu sein :o).

Da es sehr warm ist, gehen außer Marina auch alle anderen ins Wasser - Olli, Alex, Thomas, Thorsten, Steffiiiiii, Timo, Renate, Uli, die neue Flamme und natürlich auch das Feuerwerk der guten Laune selbst. Zum Glück hält er ab und zu mal die Backen und verschwindet plötzlich und unverhofft hinter einer Inselspitze. Alle atmen erleichtert auf, weil endlich mal Ruhe im Karton ist. Thomas freut sich erst über seinen Nippelalarm und muss sich dann eines Papageien-Fisches erwehren, der sich in ihn verliebt hat und an den Nippeln knabbern will. Steffi kichert ausgelassen. Marina hat den Büffelkopf-Papageienfischen schon die Worte "Ja", "Nein", "Kult" und "Cool" beigebracht und ist auf diesen Anfangserfolg sehr stolz. Alex' Lieblingsstofftier Sammy kreist mit ihrem eigenen roten Luftschiff über dem Pazifik und lässt dabei den Led Zeppelin-Klassiker "Stairway to Heaven" übers Meer erschallen. Ihr Brüderchen Ecki fliegt mit einem blau-weißen Doppeldecker mit Albatrossen um die Wette.

Plötzlich kreischt Zeno los: "Ein Hai! Ein Hai!" Tatsächlich - dem Strand nähert sich eine riesige, graue Dreiecksflosse, die eindeutig für einen Weißen Hai spricht - auch wenn die im Südpazifik eigentlich nicht vorkommen. Alle flüchten aus Sicherheitsgründen aus dem Wasser - bis auf eine. Als alle total verängstigt am Strand stehen und zitternd zusehen, wie die riesige Rückenflosse um die Inselspitze herum schwimmt, fragen sie sich, wo Alex ist. Thomas als Groupie jammert, weil er befürchtet, dass sie dem Hai zum Opfer gefallen ist. Auch ihre Freunde sind sehr betrübt. Olli fragt sich traurig, wie er seine Riesen-Sandburg ohne Alex weiterbauen soll.

Hinter der Insel-Spitze taucht das Feuerwerk der guten Laune schließlich unter der aus Pappe gebastelten Rückenflosse auf und lacht sich über seinen eigenen abgedroschenen Scherz kaputt - das hat ihm viel sadistischen Spaß bereitet, als alle panisch aus dem Wasser geflüchtet sind, weil sie dachten, es mit einem großen Weißen zu tun zu haben. Plötzlich jedoch nähert sich Alex mit einem rot-weiß gepunkteten Ball in der Hand, den sie fröhlich in die Luft wirft und wieder fängt. Das Feuerwerk der guten Laune bekommt Stielaugen, weil sie oben ohne durchs Wasser treibt und einladend grinst.
"Na, du Scherzkeks?" sagt sie ganz freundlich, denn sie weiß etwas, was er nicht weiß. Das notgeile Feuerwerk der guten Laune schwimmt auf Alex zu, der er bis dato eigentlich nicht besonders zugetan war, aber wenn man(n) geil ist, bekommt man(n) auch nix mehr mit. Wenige Minuten später hat ein über fünf Meter langer Tigerhai seinen Hunger gestillt und Alex mit dessen Hilfe eine Dauer-Nervensäge beseitigt. Tja, Tigerhaie sind nun mal Allesfresser, wenn sie hungrig sind :o). Der Hai klatscht mit einer seiner Brustflossen in Alex' Hand und macht vor Freude Headbanging, zumal im Hintergrund sein Lieblingssong von Metallica läuft: "Die, die, my Darling".

Alle jubeln, als Alex auf des Hais Rücken auf den Strand zugeritten kommt - mittlerweile jedoch mit freigegebener Rückenflosse - und winkt, denn sie hat sich mit dem imposanten Raubfisch angefreundet, der ihr gerne behilflich war, das Feuerwerk der guten Laune dauerhaft zu beseitigen. Er rülpst zufrieden, genau wie die anderen, als sie hören, dass der Tigerhai das Feuerwerk nach einem üblen Scherz verspeist hat.



Vollmond - (c) Christina Kada, Pixelio


Abends grillt die Truppe gemütlich - bis auf die neue Flamme, die in den Palmen sitzt und sich von den Loris eine Therapie-Stunde geben lässt, um ihren IQ aufzupeppen. Der Tigerhai nimmt dankbar Fische an, die Timo vorher geangelt hat - auf Wels konnte er ja leider nicht gehen - und abgenagte Knochen von Steaks und Kotletts. Olli und Alex haben ihre Sandburg mittlerweile fertig, sodass sie mehr als stolz auf sich sind. Der Vollmond strahlt zufrieden auf den Strand herab, sein Licht bricht sich wie ein zerbrochener Teller in den Wellen. Der Abendstern grölt "Evening Star" in die Gegend rein. Sammy und Ecki essen Bambus-Bratlinge, die Steffi ihnen extra zubereitet hat. Zeno und Thomas nehmen ihre Gitarren, dazu singen alle "Aloa-he" in der Version von Achim Reichel, "Smoke on the Water" von Deep Purple und "Seasons in the Abyss" von Slayer.

Happy End!

Die Rechte an allen Fotos liegen bei den jeweiligen Fotografen!

Mittwoch, 8. Juni 2011

Verrückt- und Versautheiten - viermal in fünf Minuten

Vor etwa 15 Minuten hauten wir Drei - also Marina, Steffi und ich - unabhängig voneinander mehrere Klopper raus, die hier für einige Heiterkeit sorgten :oD.

Horror vom Feinsten

Als Marina einige Fotos von Kurzprofilen ablöste und einsortierte, da noch ein zweites Mal verwendbar, kommentierte Steffi dies mit den Worten: "Ach, das Horror-Kabinett!"

Wunder der Technik - oder Das Leben des Brian

Einer meiner Lieblingskunden mailte mir zwei Anschreibenentwürfe mit der Bitte um Prüfung und Korrektur. Beim zweiten Entwurf ließen sich jedoch die gelben Markierungen nicht entfernen - als ich es versuchte, ging es bei mir auch nicht, sodass ich die markierten Wörter noch mal tippte, damit die Markierung verschwindet, denn mit "Ohne Farbe" ließ sich das nicht entfernen, was ja sonst eigentlich problemlos möglich ist und was mein Kunde auch schon versucht hatte, bevor er mir das Anschreiben gemailt hat...mussten wir nicht verstehen. Als das Anschreiben lektoriert war, habe ich ihm selbiges mit einer humorvollen Begleitmail zurückgemailt, die u. a. den Satz "Pöse Purschen!" enthielt - Das Leben des Brian lässt grüßen :o). Als ich meinen beiden weiblichen Groupies von meiner Mail berichtete, kicherten sie ziemlich albern. Pöse Purschen! :o)

Der Mann, der nur nachmittags kann
Da unser Beraterkollege Zeno seine Termine meist am Nachmittag in unserem Hause wahrnimmt, kommentierte Marina diesen Umstand mit den Worten: "Der Mann, der nur nachmittags kann!" Danach hatte erst ich einen Lachflash - dann auch Marina, weil ihr aufging, was sie da gesagt hatte :o). Hm, das ist dann aber sicherlich frustrierend für seine Frau, wenn sie schon morgens was von ihm will und er nur nachmittags kann, hihi. Steffi machte angesichts dieser Zoten das betretene Gesicht :o).

Steffis schöne, neue Filmtitel
KuMi war so nett und ist zum Rewe am Carlsplatz gelaufen, um Steffi und Marina Bio-Vollmilch mitzubringen und sich und mir einen Schokopudding mit Sahne. Ich meinte schließlich, dass ich mal eben zum Rauchen runter gehe. Steffi scherzhaft: "Jo, aber pass auf, wenn der Milchmann zweimal klingelt!" Okay, es war "Wenn der Postmann zweimal klingelt", aber egal...:o)).

Donnerstag, 29. Juli 2010

Stressfrei? - Nein, danke!

Hm, da ich ja Anfang des Monats einen Hörsturz hatte, raten mir sämtliche Ärzte natürlich, dass ich Stress vermeiden und mich nach Möglichkeit nicht aufregen soll. Das würde auch perfekt funktionieren, wenn nicht immer ständig irgendein Scheiß passieren würde, auf den ich keinen Einfluss habe. Gestern Morgen gegen 7 Uhr ist vor unserem Nachbarhaus Nr. 18a ein Wasserrohr geplatzt - bei den Bewohnern des Hauses stand der Keller bis zur Decke unter Wasser und bei uns im Haus, das ja unmittelbar an Nr. 18a angrenzt, stand es auch bis zu 40 cm hoch. Der Bürgersteig ist komplett aufgebrochen. Unser Vermieter hat uns per Brief, den er an die jeweiligen Wohnungstüren geklebt hat, über den Vorfall informiert. Die Feuerwehr hat das Wasser zwar weitestgehend abgepumpt, aber trotzdem hatte ich gestern Abend das Gefühl, die Emscher hätte sich zu uns in den Keller verirrt. Wir sollten unbrauchbar gewordene Gegenstände in den Hof stellen und etwaige Schäden unserer jeweiligen Hausratversicherung melden. Der Hamsterkäfig, in dem mein Goldhamster Fred zwischen Dezember 2006 und Juli 2008 gelebt hat, war unbrauchbar geworden - in der Wanne stand immer noch braunes Wasser. Auch das ganze Zubehör ist nicht mehr zu verwenden, aber für so eine Kleinigkeit belämmere ich jetzt nicht meine Hausratversicherung. Meine E-Gitarre stand ganz hinten in der Ecke und mein freundlicher, schwermetallischer Nachbar, der schräg über mir wohnt, will mal im Studio testen, ob sie noch verwendbar ist, denn er spielt in seiner Freizeit in einer Black Metal-Band *Teufelsforke*. Er war auch so nett, mir einige Plörren über unsere selbstmörderische Kellertreppe nach oben zu tragen, weil mein Gleichgewichtssinn links ja immer noch nicht vollständig regeneriert ist und diese Kellertreppe eigentlich lebensgefährlich ist - alte, ausgetretene Holzstufen, unter denen die Kohlenschütte verläuft (selbige ist natürlich seit Jahrzehnten nicht mehr in Gebrauch). Wenn ich mal runter in den Keller gehe, ziehe ich immer feste Schuhe an, denn es macht wenig Sinn, da mit Schlappen runter zu balancieren. Einige Mieter haben diese Treppe auch schon mal moniert, aber passiert ist nix...vielleicht muss sich da erst einer die Knochen brechen, damit mal reagiert wird :o/.

Einige Umzugskartons mit Stofftieren waren auch durchweicht und die haben wir dann erst mal zum Trocknen auf Kartons gelegt, die nicht trocken waren. Jedenfalls hatte ich mir meinen Feierabend etwas beschaulicher vorgestellt, aber ich soll mich ja nicht aufregen...

Der Wasserrohrbruch ist gegen 7 Uhr morgens passiert, aber fließendes Wasser hatten wir gestern Abend immer noch nicht. Die Firma Hirsch war da am basteln, sofern nicht gerade einer ihrer Mitarbeiter desorientiert die Adelkampstraße entlang schlich wie ein Zombie, einer sich den Kopf an der Baustellenabsperrung eingehauen hat, zwischendrin wurde auch mal gebrüllt und geprollt, ein Mitarbeiter der Stadtwerke Essen, die gegen 22 Uhr auch noch dazu kamen, stand blöd in der Gegend rum und hielt sich am Kompressor fest, der Zweite befand es nicht für nötig, mal zumindest Standlicht wegen der aufziehenden Dunkelheit einzuschalten und stand unschlüssig vor dem 3,5-Tonner rum. Ach ja, als die Mitarbeiter der Stadtwerke eintrafen, gab es unten auch noch lautes, freudiges Begrüßungsgeschrei inklusive wilder Umarmungen.

Prinzipiell finde ich, dass fließendes Wasser und Nachtruhe selbstverständlich total überbewertete Dinge sind. Die Frau unseres persischen Pfarrers, die schräg gegenüber wohnt, erdreistete sich gegen 21 Uhr, mal höflich nachzufragen, wann wir denn wieder fließendes Wasser hätten - ihre beiden Kinder (5 und 8 Jahre) hätten Durchfall und da wäre Wasser sicherlich nicht so das Allerverkehrteste, z. B. für die Klospülung. Eine pampige Antwort war die Folge. Wie gesagt: Fließendes Wasser ist ja total überbewertet und wieso müssen die Kinder auch ausgerechnet gestern Durchfall bekommen? Sie hätten ihren Durchfall ja auch nach dem Arbeitstempo der Stadtwerke/Firma Hirsch und einem Terminplan, der ihnen genau sagt, wann es wo nen Wasserrohrbruch gibt, ausrichten können. Selig die Armen im Geiste...um punkt 22 Uhr wurde dann der Kompressor angeschmissen, aber da ich in meiner Wohnung alle Fenster zugemacht habe und ich auf dem linken Ohr immer noch nicht soviel höre, bin ich irgendwann dann trotz Geprolle und Kompressorlärm eingeschlafen. Heute Morgen war wenigstens wieder fließendes Wasser da, denn sonst hätte Slayer - dem das ganze Theater auch sichtlich auf den Keks ging - kein frisches Trinkwasser bekommen und ich hätte ohne Kaffee und Frühstücksei auskommen müssen.

Hm, ich stelle mir gerade vor, wie es wäre, wenn Marina, Steffi und ich unsere Arbeitsweise an die der oben beschriebenen Herren anpassen würden. In der Praxis sähe das dann SO aus:

Marina würde sich den Kopf an sämtlichen Schranktüren und Schubladen einhauen, die unser Büro zu bieten hat und würde dann in der Gegend rumprollen ("Verdammt!", "Du Sau!", "Fuck!"), zwischendurch würde sie dann z0mbiemäßig mitten in unserem Sekretariat stehen und sich keinen Meter bewegen. Falls ihr das Stehen zu anstrengend wird, kann sie sich ja an einer Schranktür festhalten und stehenden Fußes wegpennen ;o). Dann haut sie sich wieder den Kopf ein und das Ganze geht von vorne los...

Steffi würde zombiemäßig die Hohe Straße zwischen Bastionstraße und Carlsplatz entlang schlurfen, wobei sie dann das betretene Gesicht macht. Wenn sie mal zwischendurch hoch gewankt käme, würde sie Marinchen erblicken, die entweder gerade im Stehen stirbt oder sich den Kopf fluchenderweise irgendwo einhaut, sodass Steffili dann wieder runterwanken würde auf die Hohe Straße, um dort den Zombie zu mimen.

Ich würde rumgrölen, Kunden barsch am Telefon und per Mail abwimmeln ("Seien Sie doch froh, dass wir überhaupt hier sind!") und meine zarten, kleinen Krabbelhändchen über die Oberarme, Bäuche und Hüften unserer Berater gleiten lassen - in diesem Fall wären es Zeno und Thomas. Nebenbei würde ich Thomas noch ein paar sexistische Witze und Zoten beibringen, bei Zeno bräuchte ich das nicht, denn der steht mir in dem Punkt in nix nach, hihi. Wenn dann beide ihre Streicheleinheiten bekommen haben, würde ich zombiemäßige Pirouetten in unserem Sekretariat drehen und aufpassen, dass ich nicht mit Marinchen kollidiere, die ja entweder in unserem Büro stirbt oder sich den Kopf einhaut.

Timo, unser neuer Jobsearch-Kollege ab 2. August, sitzt währenddessen in seinem Kabuff und trinkt Rheinsdorfer Kölsch, gleichzeitig schwenkt er eine grelle Grubenlampe - passenderweise gießt er sich ja einen auf selbige. Wenn es keine Berater zu begrüßen und zu herzen gibt, wanke ich auch in sein Zimmer und trinke ne Pulle Kölsch - natürlich nur unter der Prämisse, dass ich vorher keine Medikamente eingenommen habe. Wenn der Kasten leer ist, schreie ich nach Nachschub und schicke Timo los, selbigen zu organisieren, denn wenn er hier ohne Rheinsdorfer Kölsch aufläuft, kriegt er Düsseldorf-Altstadt-Verbot, haha. Marina diskutiert stocksteif stehend in unserem Sekretariat mit Schränken und Schubladen über das Dasein. Steffili wankt immer noch über die Hohe Straße, macht zwischendurch asoziale Kaugummi-Blasen und mäht alles um, was ihr in die Quere kommt - Zombies sind ja ferngesteuert. Sollte sie sich mal auf die Fahrbahn verirren, haben die Autofahrer Pech gehabt, denn dann ist eine Geschwindigkeit von maximal 1 km/h angesagt ;o).

Im Ernst: Ich kann so nicht arbeiten! :o))))