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Freitag, 11. Juni 2010

Steffi muss töten ;o)



Fotos: (c) Marina Hong, Düsseldorf
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Auf dem obersten Foto tue ich gerade so, als wenn ich wenige Tage vor meinem 36. Geburtstag in unseren Gummibaum im Büro beiße, aber es sieht wohl eher so aus, als wenn ich die Topfpflanze anschreie und die bereits zurückweicht ;o). Auf dem unteren Foto ist Steffi an meinem Geburtstag in meinem Hausflur abgebildet - sie guckt, als wenn sie Marina killen wollte, weil Marina schon vor Betreten meines Hauses aberwitzige Fotos gemacht hat - sie hat Steffi nebst diverser parkender Fahrzeuge auf der Straße fotografiert, meine Hausnummer (so als wenn ich nicht wüsste, dass ich in der Nr. 20 wohne, haha) und auch die Nummer des Wasserzählers. Sowas nenne ich mal Liebe zum Detail!
Steffi macht auf jeden Fall kein betretenes Gesicht, sondern eher, als wenn in ihrem Kopf ein Programm abliefe mit dem Titel "Steffi muss töten". Letztes Jahr hatten Marina und ich Steffis Terminkalender im Büro spaßeshalber mit lustigen Terminen verschönert wie z. B. Ein Schiff wird kommen, Ein Schiff wird bleiben, Ein Schiff lässt sich treiben, Ein Schiff treibt's bunt, Ein Schiff wird gehen, GROMPH!!!, Beine rasieren auf der Herrentoilette in der 5. Etage (wir saßen damals auf der 6. und da haben einige auch gemeint, unser Klo wäre für jedermann da...), MIEPS, Onkel Thorsten küssen und eben Steffi muss töten! Wir fanden das lustig und zum Schreien komisch, Steffi jedoch nur partiell, vor allem, weil wir ihr die Termine auch noch zu unmöglichen Uhrzeiten eingetragen haben wie etwa 7.08 Uhr, 12.31 Uhr oder 17.17 Uhr, haha. Steffi hat die Termine jedenfalls ganz schnell wegge-xt, als sie "erledigt" waren ;o).
Auch wenn unsere Steffi öfter mal das betretene Gesicht macht, wenn Marina und ich hier unsere Zoten reißen, zweideutige Fotos schießen (z. B. Marina tut bei der Fotosession nach meiner Lesung so, als wenn sie das Horn der Skulptur in den Mund nehmen wolle...) oder ich "vollständige" (O-Ton Steffi) Bären mit Geschlechtsteil zeichne und sie solche Sachen als "pervers" oder "sexistisch" bezeichnet, haut sie öfter auch mal einen Klopper raus! Letztes Jahr kam sie plötzlich mit ner Stellenanzeige in der Hand in mein Büro gerannt, zeigte mir das Foto eines Anzugträgers und erklärt mir im Brustton der Überzeugung, dass der doch was für nen ONS wäre. Gut, das konnte ich jetzt nicht so wirklich finden, zumal ich auf solche Klamotten wie ONS überhaupt nicht stehe, aber Steffi, Marina und ich haben ohnehin einen sehr unterschiedlichen Geschmack, was Männer betrifft, hihi. Das ist wahrscheinlich auch besser so - vom Charakter haben wir zwar sehr ähnliche Vorstellungen, aber vom Äußeren her gehen unsere Geschmäcker doch weit auseinander ;o). Ja, ja, so sind meine Groupies und ich, aber - wie schon gesagt - dafür liebe ich sie ja!
Hm, was mein Groupie Thomas betrifft: Da sind die Reaktionen auf Zoten von mir sehr unterschiedlich - sie reichen von brüllendem Lachen über schüchternes Grinsen mit roten Bäckchen bis hin zu verständnislosem, fragendem Gesicht. Wenn Letzteres der Fall ist, weiß ich: Okay, diese Zote ist jetzt ins Leere gelaufen!! ;o)

Montag, 23. November 2009

Alex, Marina und Steffi bilden sich fort

Obwohl die drei Damen schon mehrere abgeschlossene Ausbildungen bzw. ein abgeschlossenes Studium haben - namentlich M. A. in Kommunikationswissenschaften und Versicherungskauffrau, M. A. in Amerikanistik und Kauffrau für Bürokommunikation sowie Diplom-Pädagogin, geprüfte Psychologische Beraterin und Europasekretärin - ist der Wissensdurst unserer drei Protagonistinnen ungebrochen.

Steffi hat auf ihrer kleinen feinen Insel neben ihrer Aufklebersammlung eine Wellness-Oase für Haustiere eröffnet - Massagen für Kleinnager, Solarien für Nacktmulls, Traumreisen für Hunde und Katzen sowie einen Vogelpuff mit dem Namen "Vögel vögeln". Natürlich bietet sie auch homöpathische Mittel für ältere und/oder chronisch kranke Tiere an. Derzeit bildet sich Steffi nämlich zur Tierheilpraktikerin und Tier-Wellness-Beraterin fort. Momentan steckt sie ihre Nase so oft in Bücher, sodass ihr erst abends wieder Zeit bleibt für die Katalogisierung und Betreuung ihrer Aufkleber.

Marina hat ganz große Ziele: Von der Magistra Artium zur Fachärztin für Neurochirurgie. Obwohl sie sehr gern liest, findet sie die ganzen medizinischen Fachbegriffe sowie die Abhandlungen, die teilweise auch noch in Fachchinesisch geschrieben sind, manchmal recht nervig. Zum Glück erklärt ihre sprechende Eule in ihrer unermesslichen Weiseit ihr alles laien- und marinagerecht. Sie freut sich sehr, dass sie in wenigen Tagen ihrer ersten Gehirn-OP beiwohnen darf in einer renommierten Klinik auf dem Festland. Selbst zum Skalpell greifen darf sie allerdings noch nicht.

Alex hat sich für den neuen Facharztstudiengang "Männerheilkunde" eingeschrieben (wie überraschend!) und hockt ebenfalls fleißig über ihren Büchern, wenn Thorsten sie nicht gerade befeudelt, Tim mit ihr rumalbert oder Thomas wieder ihre Aufmerksamkeit und Fürsorge beansprucht, beispielsweise weil seine Nippel wund sind (der Vibrationsalarm der Handys in seinen beiden Brusttaschen war doch etwas heftig...) oder weil er ein Pfützchen gemacht hat.

Natürlich entwickelt sie auch Salben und Cremes auf pflanzlicher Basis, damit es den Männern auch rundum gut geht. Schon nach einer Woche hat sie drei hübsche Produkte entwickelt, die bereits wenige Tage später reißenden Absatz finden:

    • Nippel-up (c) gegen wundgescheuerte Brustwarzen - sorgt für eine schonende Heilung und wohltuende Kühlung!
    • Palmenwedel (c) - gegen wunde Geschlechtsteile und Umgebung. Als Ergänzung gibt es samtweiche Feudel für die Intimhygiene
    • Clean Navel (c) - Duschschaum gegen Fusseln und Bakterien im Bauchnabel.

Sie bekommt sogar ihr eigenes Label mit dem Namen "Dr. Alex aus'm Pott". Steffi hat gerade ihre eigene Marke "Dr. Steffi & The Animals" beantragt und hat wohl auch gute Chancen, den Markennamen patentiert zu bekommen. Als Logo wählt Alex einen Förderturm, Steffi hingegen eine Distel. Über die beiden wird in der nächsten Ausgabe der Apotheken-Umschau exklusiv berichtet. Marina gibt Anfang Dezember Exklusiv-Interviews in den Zeitschriften "Frau im Spiegel", "Gala", "Unicum" und "Marine Medizin im maritimen Raum", kurz MMimM.

Steffi hat bereits einen prall gefüllten Terminkalender, den sie eigentlich selbstständig führt. Marina und Alex bieten ihr jedoch weitere Hilfe an und verzieren den Kalender mit sinnfreien Eintragungen wie blib, brohm, SCHWAMPF!, MIEPS!, TOE/AOE (= Thomas ohne Eier/Arno ohne Eier), Ein Schiff wird kommen, Ein Schiff wird bleiben, Ein Schiff lässt sich treiben und Ein Schiff geht. Marina und Alex finden das total lustig, aber Steffi hält die beiden einfach nur für verrückt ;o). Deshalb macht sie auch wieder das betretene Gesicht.

Auch Alex hat viele Patienten, wobei ihr bester Patient natürlich - wie könnte es anders sein! - Thomas heißt, denn der hat ständig irgendwas - wunde Nippel, verbrühte Eier, hartnäckige Flusen im Bauchnabel, eine Brandblase auf der Sitzfläche...

Wenn Marina nicht gerade mit der Interview-Vorbereitung und weiteren Verhandlungen mit Zeitschriften und Magazinen beschäftigt ist, fiebert sie ihrer ersten Gehirn-OP entgegen. Henry hat dieser Episode bereits ein 200-seitiges Kapitel in seinem Roman gewidmet.