Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
Freitag, 4. Dezember 2015
Jaja, wenn ich nicht dabei bin...:o)
ES wurde zwar, da ES der Kleinste der Truppe ist, in den nur maximal 90 cm tiefen Whirlpool verfrachtet, fand dort aber auch keine Ruhe, da einige Kinder ES mit einem Schwimmtierchen verwechselt hatten - manchmal wollten auch ältere, geschwätzige Damen ES als Enkelkind adoptieren, und das natürlich in wortreicher Weise. ES hat zwar kein Wort verstanden, hat aber trotzdem aus dem Ohr geblutet - das war ES zuviel Gerede :o)).
Stinki belaberte eine Palme auf der Insel zwischen Solebecken und Wildwasserkanal, sodass die Palme heimlich ein Motorboot charterte und abhaute, denn sie wollte nicht weiter von Stinki zugetextet werden. Thorsten, Christoph und der Stationsarzt spielten Ball im Solebecken und verursachten dort einen derartigen Wellengang, sodass fast einige Kleinwüchsige ertrunken wären. Timo fühlte sich vom Wassertretbecken bzw. dessen Inhalt gemobbt, weil das Wasser natürlich sehr kalt ist :o)). Thomas lag derweil auf einem Liegestuhl am Beckenrand und diskutierte mit selbigem über den Sinn des Daseins.
Schließlich sind meine Pferdchen ebenfalls in den Whirlpool gegangen und haben dort Brusthaarvergleich gemacht - na ja, immerhin kein Schwanzvergleich, hihihi. ES plärrte los, weil ES kein einziges Haar auf seiner Brust beitragen konnte. Stinki platzte wenig später unter der Dusche fast vor Neid, weil Thorsten das Brusthaarshampoo "Gliss Kur für Brusthaare" verwendete und die Shampoo-Flasche stolz rumschwenkte. Stinki ranzte: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!", bevor er sich mit Sauberer-Stinki-Seife duschte....:o). Der Stationsarzt zückte eine Nadel (wo er die vorher hatte, weiß ich nicht) und piekste Stinki, damit mal endlich Ruhe unter der Nachbarbrause ist, aber natürlich war das Gegenteil der Fall...
Montag, 24. November 2014
Der Männergarten im Solbad Vonderort - Teil 1
Für ES ist das Solbecken allerdings keine gute Idee, denn da ES ohnehin nicht gerade groß ist, behagt ES die Wassertiefe von 1,35 m überhaupt nicht - Schwimmflügelchen sind wegen der Sole im Wasser leider nicht erlaubt. Stinki ist zwar nicht viel größer als ES, kann aber wenigstens schwimmen und zieht mit Badepuppe Bethany auf dem Rücken freundliche Bahnen durch das Becken - wenn ihn nicht gerade Sammy anquakt und gerettet werden muss, wenn sie nach drei Schwimmzügen mit einem Schrei untergeht. Stinki rettet Sammy jedesmal seufzend und Alex nimmt sich anschließend ihr Lieblingsstofftier zur Brust, aber Sammy schleicht sich trotzdem immer wieder ins Solbecken, obwohl sie gar nicht richtig schwimmen kann.
Thomas als ganzer Kerl probiert das angrenzende, eiskalte Wassertretbecken aus, bekommt aber augenblicklich Super-Nippelalarm, weil das kalte Wasser ihn erschaudern lässt. Steffi macht das betretene Gesicht und guckt lieber woanders hin. Alex hingegen demonstriert Thomas, wie man/frau im Storchenschritt durch das Wassertretbecken trappst, ohne direkt Nippelalarm zu bekommen :o). Renate gibt währenddessen Schwimmunterricht für Stofftiere im nur 90 cm tiefen Whirlpool, gestört von Thorsten und dem Stationsarzt, die sich um eine Massagedüse streiten und balgen, obwohl von sechs Stück noch vier frei sind. Renate fühlt sich echt wie im Kindergarten, aber das liegt nicht an den Stofftieren :o). Der Charmin Bear paddelt durch das Solbecken und findet es nicht witzig, wenn nicht Stinki Sammy retten muss, sondern er. Nach drei Runden beschließt er, sich lieber auf einem der Liegestühle am Beckenrand zu erholen, denn zuviel Bewegung schadet und ist anstrengend.
Solbad Vonderort - (c) bottrop.de
Thomas lässt sich immer noch mit Super-Nippelalarm auf einen freien Liegestuhl neben dem Charmin Bear plumpsen, doch der Charmin Bear hat keinen Bock auf menschliche Gesellschaft, sodass er Thomas anmeckert: "Nein! Jetzt lassen Sie mich aber mit ihrem Nippelalarm in Ruhe!" Thomas guckt sparsam aus der Wäsche und setzt sich zwei Liegestühle weiter, wobei er hofft, von einigen Damen angehimmelt zu werden, doch die interessieren sich alle nicht für seinen Nippelalarm, denn den haben sie schon häufiger selbst und brauchen jetzt kein männliches Pendant :o).
Alex hilft Stinki dabei, Badepuppe Bethany und das Quietscheentchen zu trösten, denn beide haben ein wenig Salzwasser in die Augen bekommen :o(. Stinki wird heiß, als Alex ihn anlächelt und ihn fragt, ob er mit ihr in den Whirlpool verschwindet. Er fächelt sich mit der Hand verlegen bis verstört Luft zu, bis er abermals Sammy retten muss, die anschließend erneut von ihrer Mutti gemaßregelt wird, aber Sammy ist nun mal eigensinnig und hört auf niemanden, noch nicht mal auf ihre geliebte Mama Alex. Der kleine Miniberggorilla aus Plüsch bleibt frustriert unter den Palmen auf der Insel am Wildwasserkanal sitzen und nöhlt "Mahaaaann!".
Stinki, der immer noch ne Hitzewelle hat und knallrot im Gesicht ist, bittet Alex schüchtern, auf Badepuppe Bethany und das Quietscheentchen aufzupassen, denn die Duschdüsen am Beckenrand wurden gerade angeworfen und dort würde er sich gerne abkühlen, weil ihm doch so heiß ist - die Duschdüsen speien zwar auch warmes Wasser und sind damit nicht zur Abkühlung des in Flammen aufgehenden Stinki geeignet, aber egal. Alex grinst und verspricht, neben Sammy auch auf Stinkis Puppe nebst Quietscheentchen aufzupassen. Stinki paddelt verlegen guckend und hektisch Alex zunickend unter eine Dusche, wird aber fast augenblicklich von dem übermütig kreischenden Thorsten zur Seite geschubst. Stinki ranzt: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!", und schubst Thorsten zurück unter die nächste freie Duschdüse. Thorsten lacht dreckig. Auch der Stationsarzt hat noch eine freie Duschdüse gefunden und beäugt den tänzelnden und kichernden Thorsten skeptisch - leider kann er in seiner Badehose keine Nadel mitführen, um Thorsten zu pieksen. ES plärrt im Whirlpool nach Mr. Dole alias Alex, aber Renate hilft ES schon, denn der Kleine stand schon fast kurz vor dem Ertrinken - und das in 90 cm Wassertiefe! :o)
Fortsetzung folgt!! :o)
Samstag, 12. April 2014
Die Ideen des Fiesen Fiete :o)
Dienstag, 18. Februar 2014
Merkwürdige Vorgänge im Solbad Vonderort
Sammy war allerdings nicht der einzige Hemmschuh im Schwimmbad, denn die Kleine verbrachte die meiste Zeit auf meinem Rücken, weil sie ja nicht so gut schwimmen kann und sich die Wassertiefen im Solbad Vonderort zwischen 90 cm und 130 cm bewegen - also nix für kleine Stoffies, die knapp 20 cm an die Messlatte bringen :o).
Es ist ja schön, wenn auch Rentner/innen etwas für ihre körperliche Ertüchtigung tun, aber manche schienen der Auffassung zu sein, dass ihnen das Bad alleine gehört, nachdem sie Eintritt bezahlt hatten und erwiesen sich als echter Hemmschuh beim Schwimmen - quasseln und dummes Zeug erzählen kann ich auch im Trockenen, dafür muss ich kein Schwimmbecken mit meiner Gestalt blockieren. Im Whirlpool saßen als Dauergäste zwei junge Pärchen, die offenbar schon je eine Massagedüse für sich gepachtet hatten - hm, die heimische Wanne zuhause hätte es bei dem bewegungsarmen Schwachsinn auch getan.
Da es ja im Solbad fast unmöglich war zu schwimmen, bin ich dann häufiger ins Winterfreibad gewechselt, dem alle drei Stunden Selen zugesetzt wird. Da konnte ich wenigstens meine Bahnen drehen, ohne dass dauernd irgendwelche egomanischen Verkehrshindernisse im Becken rumstanden - unmaßgebliches Zeug haben manche dort natürlich trotzdem gequasselt. Ist ja jetzt ganz up to date, wie man an Sendungen wie "Leute heute", "Germany's next Top-Model" oder "Prominent" sieht, haha.
Die Leute im Winterfreibad guckten natürlich dreieckig, wenn sich auf meinem Rücken die kleine, krähende Sammy tummelte und freundlich "Hallooo!" rief. Racker hatte zwischenzeitlich Bubi und dessen kleine Freundin Melody aus der KiTa in Gelsenkirchen entführt und saß fröhlich auf dem Zaun, der das Solbad vom Parkplatz abgrenzt - Bubi und Melody haben natürlich wieder auf seinem Rücken gefummelt. Die Säue! :o)
Bubi und Melody waren allerdings nicht die einzigen Säue in Vonderort, denn im Whirlpool saß zwischenzeitlich u. a. auch ein Typ von etwa Mitte 50, der sich von der Massagedüse sein bestes Stück massieren ließ. Anders kann es ja nicht zu erklären sein, dass der Typ da ständig breitbeinig hockte, sein Gemächt in der Badehose beglotzte und in gleicher Pose auf dem Massagestrahl verharrte...
Ich hab auch nix gegen übergewichtige Menschen - auch wenn uns die Massenmedien suggerieren wollen, dass Essstörungen im Sinne von Magersucht und Bulimie ganz toll sind und Frauen mit Kleidergröße 38 oder 40 schon zur Fettleibigkeit neigen *kotz* - aber wenn manch übergewichtige Dame in den Duschen nichts und niemanden mehr vorbei lässt bzw. alles blockiert, ohne anderen die Chance zu geben, an ihr vorbei zu kommen, denke ich auch nur noch "Lasst mich dick, ich bin durch!" :o). Es gibt ja wohl schon das Buch "Lasst mich durch, ich bin Mutter!", aber diesen Titel könnten wir noch um zwei weitere Ausgaben ergänzen: "Lasst mich durch, ich bin dick!" oder "Lasst mich durch, ich bin Rentner!" Echt, manche bestätigen auch noch jedes schlechte Klischee, das über die eine oder andere Personengruppe kursiert...
Samstag, 8. Februar 2014
Messe "Haus, Garten, Genuss" in Essen
Steffiiiii und Eva (Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag noch mal!) bieten an einem Stand selbstgemachte Waffeln und Crêpes sowie Pommes, Getränke und Eis an, damit auch für das leibliche Wohl der Messebesucher gesorgt ist. Die Saw-Puppe, Männergärtnerin Alex, ihre Stoffies und die großen männlichen Kinder bewerben natürlich tolle Produkte für Haus, Garten und Genuss.
Alex' Stoffies bieten für den geneigten Pflanzenfreund Frühblüher aller Art an - also Tulpen, Krokusse, Narzissen, Primeln Osterglocken und Schneeglöckchen. Passenderweise heißt der Stand auch "Frühblüher für Frühaufsteher", denn der Stand hat als Erster eröffnet, schließt dafür aber auch schon eine Stunde, bevor die Messe ihre Pforten für Besucher schließt :o). Sammy verhätschelt insbesondere ihre Lieblingsblumen, die Tulpen, und freut sich jedesmal lautstark darüber, dass es tulpt. Wenn Messebesucher Tulpen oder Tulpenzwiebeln kaufen, ermahnt sie die Käufer jedes Mal, auch gut mit den Gewächsen umzugehen, damit es auch weiterhin auf dem Balkon oder im Garten tulpt. Bubi kräht tolle Wörter in die Gegend rein wie "Blumenwiese", "Ständer" oder "Fi****" :o). Da können manche Messebesucher nicht ganz so gut mit umgehen, hihi.
Stinki sitzt im Whirlpool "Heißes Geblubber", der wahlweise im heimischen Garten oder auch im Badezimmer eingebaut werden kann. Je nach Gusto kann die Wassertemperatur in den Modi "Gebirgsbach", "Südsee" oder "Brühwürstchen" gewählt werden, für die Whirlpool-Funktion stehen die Modi "Stille Wasser", "Vulkanische Aktivität" oder "Pupssalve nach Bohnengenuss" zur Verfügung. Ab und an ist Alex, die am Nachbarstand mit Thorsten, Thomas und dem Stationsarzt ein gleich näher beschriebenes Produkt bewirbt, so freundlich und reicht Stinki ab und zu ne Fluppe nebst einer Dose Schwarzbier.
Am Nachbarstand bewerben Alex, Thomas, Thorsten und der Stationsarzt die Schrankbetten "Inkognito verschwinden". Alex im kurzen Etui-Kleid spielt die untreue Ehefrau, Thomas den betrogenen Ehemann und die anderen beiden die Liebhaber der wilden Alex :o). Immer, wenn Thomas plötzlich nach Hause kommt, klappt Alex schnell die Schrankbetten ein, die dann wie normale Schränke aussehen - zum Glück sind die Betten so konzipiert, dass die jeweiligen Liebhaber keinen Schaden nehmen, wenn sie mitsamt Bett in den Schrank geklappt werden, allerdings sollten die Liebhaber keine Probleme mit einem Kopfstand haben :o). Die Betten werden meist von Messebesucherinnen erstanden, aber natürlich auch von Herren, die es mit der Treue nicht so genau nehmen. Alex ist jedenfalls froh, dass sie nur eine Rolle spielen muss und nicht wirklich so drauf ist.
ES bewirbt die Spielplatzserie "Spielen ohne Schwielen" für den heimischen Garten. Schaukel, Rutsche und Sandkasten sind für Kinder ab 18 Monaten geeignet. Leider bekommt ES entgegen des Namens der Produktpalette doch recht schnell Schwielen am Hintern, wenn ES immer wieder rutscht, sodass ES öfter ruft "Mr. Dole, look at me!", doch Alex alias Mr. Dole klappt dann meist ohnehin wieder Thorsten und/oder den Stationsarzt in den Schrank :o).
Der Charmin Bear als echter Genussmensch macht Werbung für den Holzkohlegrill "Würstchenglück", auf dem natürlich neben Bratwürstchen auch anderes Grillgut wie Steaks, Kotletts, Fisch, Bauchfleisch und Gemüse zubereitet werden kann. Der Grill hat ne Sprechfunktion und informiert den jeweiligen Grillmeister darüber, wenn die Würstchen gut sind oder wenn die Steaks mal gewendet werden müssen, ist also gut geeignet für Dummies, die auch mal grillen wollen. Passend zum Grill gibt's natürlich auch Anzünder mit dem klangvollen Namen "Stichflamme" - für zartere Gemüter gibt's auch Anzünder mit dem Namen "Schwelbrand".
Bis zwölf Uhr mittags (High Noon!) ist auch alles okay auf der Messe "Haus, Garten, Genuss", doch dann geschehen eine Reihe obskurer bis abgefahrener Dinge, hihi.
Der Charmin Bear referiert gerade zum x-ten Male über den Holzkohlegrill "Würstchenglück", als er unter den Messebesuchern eine wohlbekannte Seniorin erblickt, die - wie sollte es anders sein - auch wieder ihren Plüsch-Charmin Bear an der Leine mit sich führt. Er erbleicht vor Schreck und hofft, dass der Plüsch-Charmin Bear ihn nicht sieht, doch zu spät: Der kleine, geile Plüschgeselle fängt erneut an, Charmin Bears Unterschenkel zu berammeln, sodass sein menschlicher Namensvetter Schweißausbrüche bekommt und rumzetert: "Jetzt lass mich aber in Ruhe!" Manche Messebesucher glauben wahlweise, dass der Charmin Bear an Hallus leidet (wenn sie den kleinen rammelnden Charmin Bear aus Plüsch nicht sehen) oder auch an einem Tourette-Syndrom.
Am Stand von Alex, Thomas, Thorsten und dem Stationsarzt ist gerade mal eine kurze Pause angesagt, denn Alex und Thomas stehen an einem der Stehtische und genießen Steaks vom Grill "Würstchenglück", während Thorsten und der Stationsarzt, nur mit Badehosen bekleidet, auf ihren ausgeklappten Schrankbetten vor sich hin dösen. Deshalb bekommen sie auch nicht mit, als einige junge, neugierige Mädchen sich an ihnen zu schaffen machen und ihnen die Badehosen ausziehen, um damit auf die Toilette zu verschwinden und dort daran zu schnuppern :o). Einige Feministinnen bekommen einen Schreikrampf, als sie Thorsten und den Arzt nackt in der Gegend rumliegen sehen, andere Damen hingegen werden rattendoll. Als den beiden gewahr wird, dass sie nackt sind, bedecken sie verschüchtert ihre besten Stücke mit den Händen und bekommen wenig später von der Messeleitung Hausverbot wegen Exhibitionismus - Alex und Thomas fliegen direkt mit raus, weil sie nicht gut genug auf ihre Kollegen aufgepasst haben.
Da die Rutsche ja total belastbar ist, hat ES mittlerweile nicht nur Schwielen am Hintern - nein, die Rutsche bricht auch noch ächzend zusammen! ES wird ebenfalls der Messe verwiesen, darf sich aber vor dem Verlassen der Hallen wenigstens noch einen Erbseneintopf mitnehmen. Natürlich plärrt ES hinaus in die Landschaft: "Mr. Dole, look at me!", doch die liebe Alex muss erst mal in ihrem Clio wieder dafür sorgen, dass Thorsten und der Stationsarzt sich wieder anziehen, bevor sie und ihre kleinen Freunde sich erkälten :o)). Thomas dreht Pirouetten im Regen und ist frustig wegen des Rauswurfs.
Stinki döst im Whirlpool vor sich hin, nachdem Eva ihn mit einem Crêpe gefüttert hat, und bekommt deshalb auch nicht mit, dass zwei Schildkröten den Whirlpool entern, um dort zu pimpern. Das tun sie auch, fühlen sich aber gestört, als Stinki sich mal mit geschlossenen Augen bewegt und die beiden versehentlich mit den Füßen tritt. Stinki fragt: "Wat is'n...", doch weiter kommt er nicht, denn die Schildkröten sind so gereizt, dass sie dem armen Kerl direkt in die Weichteile beißen. Stinki bekommt einen Schreikrampf - bitte nicht schon wieder! Der Charmin Bear hat zwar mittlerweile auch Hausverbot bekommen, weil er wirres Zeug rumschreit und von einem Plüsch-Charmin Bear am Unterschenkel berammelt wird, hat aber vorher noch von Steffiii ein Eis bekommen, das er Stinki nun in die Badehose steckt, denn die Schildkröten setzen ihr Liebesspiel mittlerweile am Stand mit den Frühblühern fort, was Sammy zum Nöhlen bringt. Bubi kommentiert das mit dem Wort "Fi****". Stinki hat ne untergehende Sonne in Stabform und schreit weiter, sodass auch er Hausverbot bekommt, zumal er sich vor Schmerzen die Weichteile hält - kein Wunder bei dicken Eiern :o).
Das Ende vom Lied: Bis auf Alex' Stofftiere, Steffiiii und Eva sind alle der Messe verwiesen worden und müssen draußen auf dem Parkplatz erst mal ihre Blessuren verarzten, wobei der Charmin Bear immer noch keine Idee hat, wie er das plüschige Knäuel, das seinen Unterschenkel berammelt, los werden soll :o). Stinki ranzt den Charmin Bear an, während er sich anzieht und zwischendurch seine Weichteile verhätschelt: "Wat is'n mit Ihnen eigentlich los?!", aber der Charmin Bear hat ja nu ganz andere Sorgen :o).
Morgenhimmel an einem heißen Sommertag
- (c) Alexandra Döll, Essen
Freitag, 18. März 2011
Hochzeitsplanungen :o)
Meine Ehefrau Marina wird als Blumenmädchen rekrutiert, meine Verlobte Steffi als Brautjungfer. Dat Yusuf - ein sehr sympathischer türkischer Kunde von uns - wird als Chauffeur engagiert, er soll uns dann mit nem 3er BMW Cabrio durch die Gegend kutschieren - aber bitte in schwarz. Da mein Papa ja leider seit seinem Schlaganfall im Dezember 2004 halbseitig gelähmt ist :o(, kann er mich eher schlecht zum Traualtar führen, deshalb haben Timo und ich einstimmig beschlossen, dass dat Yusuf als unser Chauffeur mich auch vorne bei ihm am Altar abliefert. Yusuf weiß zwar noch nix von seinem Glück, aber das wird sich sicherlich bald ändern - spätestens, wenn er einen Bewerbungswunsch an mich hat oder Timo Rückmeldung zu seinen Jobsearch-Ergebnissen gibt, hihi.
Timo und ich malten uns auch schon unser Zusammenleben in den tollsten Farben aus: Riesiger Whirlpool für uns Zwei, meine Stofftiere akzeptiert er auch und er kocht am Wochenende für uns. So muss das sein, mein lieber Ehemann in spe! :o) Dafür massiere ich ihn am Wochenende und geh mit ihm in seine Lieblingskneipe. Da mein Göttergatte auch nicht bügeln kann, übernehme ich das dann mal freundlicherweise - meinem Ex-Freund, mit dem ich immerhin fast sieben Jahre zusammen war, habe ich auch früher die Arbeitsklamotten gebügelt, und da werde ich das natürlich auch für meinen Ehemann tun, hehe.
Als Trauzeugen kommen Timos Kumpel Christoph in Betracht, der auch ein ehemaliger Kollege von mir, meiner Frau und meiner Verlobten ist, sowie meine beste Freundin Uli mit ihrem kleinen Wuffelwuff Herkules. Allerdings möchte mein Gatte nach der Trauung mit mir in Köln wohnen, hehe. Na ja, Köln ist auch die einzige Stadt, in die ich noch außer den Ruhrgebietsstädten hin ziehen würde. Meine Frau ist manchmal leicht eifersüchtig, weil ich neben ihr auch meinen Mann beflirte :o). Meine Verlobte ist da etwas gelassener.
Montag, 6. Juli 2009
Wilde Träume
Erst stand ich zusammen mit Petra, Tim und Zeno (einer unserer Berater) auf einer Bühne vor 3.000 Leuten in einer nicht näher spezifizierten Halle. Unsere Band nannte sich die Metal Fuckers und das Line-up sah folgendermaßen aus:
- Petra, Gesang/Bass
- Ich, Gesang/Gitarre
- Zeno, Gitarre
- Tim, Schlagzeug
Wir trugen alle mit Nieten besetzte Lederklamotten, waren geschminkt wie die Kult-Band KISS und haben passenderweise auch noch "I was made for lovin' you" gesungen. Tim trug keine Metaller-Klamotten, sondern saß lediglich mit schwarzen Boxershorts bekleidet hinter seinem Drumkit und trommelte sich hinter seiner Schießbude fast ins Koma. Die Zuschauer rasteten aus und es wurden etliche Plakate hochgehalten mit Aufschriften wie
- Tim, ich will ein Kind von dir!
- Alex, heirate mich!
- Zeno!!! (mit Herzchen dahinter)
- Petra, du bist toll! uvm.
In der ersten Reihe standen Marina und Steffi, wobei Marina sowohl verbal als auch per Schild mal wieder quengelte: "Ich will ein Eis!" Andrea bahnte sich schließlich als Zigarettenmädchen mit Bauchladen den Weg durch die tobenden Massen und verkaufte Eiskonfekt sowie Kippen an die Konzertbesucher - Marina hat natürlich direkt drei Päckchen Eiskonfekt erstanden. Dann haben wir auch noch von Rammstein "Bück dich" gespielt, während unser Chef, der in der vierten Reihe stand, ein Schild hochhielt mit der Aufschrift "Alex, Tim, Zeno, Petra! Betrachtet das jetzt als Abmahnung!"
Plötzlich wechselte die Szene und ich stand mit meinem Verehrer in Marinas Büro. Während sie da über irgendwas dozierte, ging ER mir immer heimlich an den Hintern und streichelte selbigen. Ich hab seine Hand immer sanft weggeschoben - nicht weil mir diese Art von Zärtlichkeiten nicht gefallen hätte, sondern weil ich nicht gerade in Marinas Gegenwart befingert werden wollte. Selbige guckte auch ganz dreieckig, weil sie wohl merkte, dass da irgendwas lief.
Wenig später stand ich dann mit IHM in seinem Büro und ich sagte: "Bist du verrückt?! Ich fand das zwar total schön, aber doch nicht in Marinas Büro...!" Er strahlte mich an, sagte mir, dass er mich toll fände und hat mir mal eben einen Ring an den Finger gesteckt und ich hab ihm dann auch einen an seinen gesteckt, als die Szene plötzlich wieder wechselte - ich fand mich in einem Berliner Hotel wieder, ganz in schwarz gekleidet (ist ja auch im Wachleben keine Seltenheit...) und ich hab ein Zimmer für Petra und Till Lindemann (Sänger von Rammstein) hergerichtet, damit die beiden mal ganz privat sein konnten. Plötzlich kam Marina rein, spielte wie üblich ihre Rolle als sterbende Sybille, die einem noch mal eben ein paar düstere Prophezeiungen zuraunt. Sie sprach: "Alex, unser Chef kommt gleich!", woraufhin ich nur meinte, dass der mich mal könnte. Sie ging und dann tauchte ne frühere Freundin von mir auf, zu der ich aber seit fünf Jahren gar keinen Kontakt mehr habe, um mir mitzuteilen, dass Petra unten in einer Stretch-Limo auf mich wartet und wir nach Herne fahren würden - dort würden Metallica auf uns warten. Das hat mich als Fan natürlich gefreut, aber ich hab mich gefragt, warum ich mir jetzt soviel Mühe mit dem Zimmer für Petras und Tills Tête-a-tête gegeben hätte. Ich wollte gerade mitsamt meinem Hamster Slayer das Zimmer verlassen, als mein Chef in Rentierpulli und mit Krawatte um den Hals auftauchte, dabei hielt er Stricknadeln und ein Wollknäuel in der Hand. Sein üblicher Spruch: "Alex, betrachte das jetzt als Abmahnung!" Ich hab nur erwidert: "Strick dir doch'n Loch ins Knie!" und bin raus auf die Straße, wo die Stretch-Limousine bereits auf mich wartete. Petra und ich saßen hinten, hatten Spaß inne Backen und haben Champagner geschlürft - im Übrigen haben wir die Strecke von Berlin nach Herne in nur 60 Minuten geschafft, aber das ist wirklich nur im Traum möglich ;o).
In Herne angekommen, wurden wir total nett von Metallica empfangen, die uns dann auch zum Essen eingeladen haben - sie hatten uns wohl in einem Video gesehen und wollten jetzt, dass Petra und ich die Backing Vocals für ihren neuen Song eingrölen. Das haben wir nach dem Abendessen auch getan, während Andrea am Mischpult saß, unseren Text nicht subtil genug fand und Slayerchen aufgeregt zwischen den Reglern am Mischpult hin- und herwetzte.
Am nächsten Tag haben wir dann das Video zum Song gedreht - die Jungs von Metallica standen zwischen den Grabsteinen rum und spielten ihren Song, ich bin als bleich geschminkte Gothic-Braut mit roten Lippen aus einem Sarg geklettert und Petra stand sehr dekorativ in der Gegend rum, während sie eine große, schwarze Krähe auf dem Unterarm sitzen hatte.
Plötzlich wechselte die Szene wieder - ich befand mich im Garten meines Luxushauses, es war Nacht und ich saß zusammen mit IHM (also meinem Verehrer) im Whirlpool im Garten, während wir Sekt getrunken und uns innig geküsst haben. Dann wurde ich leider wach und wunderte mich etwas...
Den Traum hätte ich mal gerne von einem professionellen Traumdeuter gedeutet - ich hab davon zwar auch in gewisser Weise Ahnung, aber ich denke, da gibt es noch bessere Profis und es ist auch immer schwer, für sich selbst etwas zu deuten. Petra und Andrea haben sich jedenfalls scheckig gelacht, wenn Petra auch sehr enttäuscht war, nicht mit Till in einem Hotelzimmer gewesen zu sein ;o).

