Posts mit dem Label Winter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Winter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 11. Oktober 2015

Man merkt, dass Winter wird

Nach den trüben Tagen scheint heute endlich die Sonne von einem klarblauen, wolkenlosen Himmel, aber es ist doch schon recht frisch da draußen - lt. +Sven Krämer waren es heute Morgen nur 5°C. Als ich wenig später mit Clio zur Tanke fuhr, um die Reifen für den Rollstuhl meines Vaters mit
Luft zu befüllen, zeigte sein Thermometer lediglich 3°C, etwas später immerhin schon 4°C. Um die Mittagszeit herum hatten wir immerhin 12°C.

Morgen fahre ich mit meinem Papa zu seinem Neurologen in Frohnhausen, damit der wieder ein EEG durchführen kann - das ist regelmäßig so seit seinem Schlaganfall. Der Tumor meiner Mutter ist zwar wesentlich kleiner geworden und sie bekommt auch nur noch 1,5 Chemotherapien, aber da sie morgen zur Blutkontrolle nach Stoppenberg muss, lasse ich mich und meinen Papa mit dem Taxi nach Frohnhausen bringen und auch später wieder abholen.

Passend zum nahenden Winter möchte ich Euch meine E-Books

  • Wintereinbruch im März
  • Schnee in Bochold
  • Im Schatten von Frinti
ans Herz legen :o). In den Büchern gibt's zwar oft klaren Himmel, aber natürlich auch Kälte, passend zum Winter. Schnee darf natürlich ebenso wenig fehlen wie Schneemänner und auch Wintergewitter.

Samstag, 25. Juli 2015

Es ist Frühling, Sommer, Herbst und Winter...:o)

...so ging doch mal der Jingle für einen Werbespot für ein Energieunternehmen, ich meine sogar, es war das RWE in Essen (nicht zu verwechseln mit dem Fußballverein Rot-Weiß Essen, der ebenfalls mit RWE abgekürzt wird). Diesmal sind allerdings meine letzten vier E-Books gemeint, die im Sommer, Herbst und Winter spielen, namentlich

  • Das ultimative Katastrophenbuch aus Borbeck, ISBN: 978-3738-61699-6, Preis: 99 Cent - repräsentiert den Sommer
  • Wintereinbruch im März, ISBN: 978-3734-79209-0, Preis: 99 Cent - steht für den Winter, obwohl es schon kurz vor Frühlingsanfang ist
  • Indian Summer in Borbeck, ISBN: 978-3738-62390-1, Preis: 99 Cent - spielt im Herbst kurz vor der Wende im Jahr 1989
  • Eine gewittrige Nacht in Bergeborbeck, ISBN: 978-3738-62567-7, Preis: 49 Cent - spielt ebenfalls im Sommer.
Das nächste E-Book spielt dann entsprechend im Frühling, diesmal im Schlosspark unter Beteiligung des Borbecker Männergartens und natürlich auch mit Crazy Frog, hihi. Mit Crazy Frog meine ich jetzt wirklich den verrückten Frosch aus dem Video zum Remake des Songs "Axel F." aus Sommer 2005 :o).


                         Mondsichel über Bedingrade im November 2014 - (c) Alexandra Döll, Essen

Zu dem herbstlich-stürmischen Wetter da draußen mitten im Sommer passen insbesondere das erst- sowie das letztgenannte E-Book, denn in beiden Geschichten kommen Gewitter bzw. Unwetter vor, in der Kurzgeschichte "Eine gewittrige Nacht in Bergeborbeck" sogar in Kombination mit Lachmuskeltraining *grins*, denn da gibt's jede Menge Wind, und das nicht nur draußen im aufziehenden Gewitter *kicher*.

Das ultimative Katastrophenbuch aus Borbeck ist bereits erhältlich, die anderen drei sind offiziell ab 30. bis 31. Juli 2015 - also ab kommender Woche - käuflich. Vorbestellungen sind jedoch jetzt schon möglich.

Für Freunde von Frühlingsgefühlen empfehlen sich die Borbecker Geschichten

  • Frühlingsgefühle am Bahnhof Bergeborbeck, ISBN: 978-3734-74852-3, Preis: 99 Cent
  • Heckenschützen in Schonnebeck - Heckenverehrer in Gerschede, ISBN: 978-3734-75971-0, Preis: 99 Cent
  • Die Knutschkugel aus Essen-Borbeck, ISBN: 978-3734-79033-1, Preis: 1,49 EUR.

               Schaumkraut am Barchembach in Dellwig - (c) Alexandra Döll, Essen


Freitag, 6. Februar 2015

Die Sonne lacht, die Sonne sticht...:o)

...aber warm ist es da draußen nicht - oh, das reimt sich ja, und was sich reimt, ist gut, hihi!! Ich habe da mal den Pumuckl zitiert :o).

Der Wind ist nach wie vor eisig - deshalb habe ich sowohl gestern als auch heute Morgen vor der Weststadt-Akademie im Schnellverfahren geraucht. Auch in meiner Balkontür ist es beim Rauchen kaum auszuhalten, wenn der Wind so kalt weht. Als ich heute Morgen um 8.20 Uhr bei mir zuhause mit Clio los gefahren bin, zeigte sein Thermometer gerade mal -4°C. Tja, das ist halt der Winter :o). In den nächsten Tagen soll es ja milder werden - bis zu +6°C - dafür aber auch regnerischer.

Einigen Autofahrern bekommt offenbar gar kein Wetter, insbesondere Audi und Opel. Opel-Fahrern fällt es zunehmend schwer, eine Spur zu halten - und ganz problematisch wird es, wenn bekiffte junge Damen hinterm Steuer eines Corsa sitzen und damit schon überfordert sind und dann zusätzlich während der Fahrt auf ihrem Smartphone rumtippen, weil sie ansonsten das Gefühl haben, niemand denkt mehr an sie. Hm, mein Tipp wäre: Entweder rechts ranfahren und dann mit dem Smartphone spielen oder sich beim Autofahren nicht vom Smartphone ablenken lassen - Anrufe und Mails kann man auch beantworten, wenn man zuhause ist, aber bei Opel-Fahrerinnen scheint das ein echtes Problem zu sein oder einfach nur die Angst, dass sie etwas Unwichtiges verpassen könnten :o).

Da es draußen derzeit so kalt ist, schreibe ich ab morgen eine heiße Geschichte, die dann als E-Book erscheinen wird - natürlich über den Strip-Club in Dellwig, in dem Männer ihre Hüllen fallen lassen, hehe. Ansonsten empfiehlt sich mein E-Book "Heißes aus einer Apotheke in Unterfrintrop", denn die Geschichte spielt an einem schwülen Sommertag, genau wie die Geschichten "Ein Sommerabend bei Vollmond in Borbeck" und "Heckenschützen in Schonnebeck - Heckenverehrer in Gerschede". Für die zarteren Frühlingsgefühle empfiehlt sich mein E-Book "Frühlingsgefühle am Bahnhof Bergeborbeck". Und falls jemand von Schnee und Kälte gar nicht genug bekommen kann: Da passt dann mein E-Book "Schnee in Bochold" :o).

                                   Osterkirmes im Schlosspark Borbeck - (c) lokalkompass.de

Das E-Book "Essen - vom Winde verweht" ist passend für Unwetterfreaks und für Menschen, die sich ungern an Pfingststurm Ela zurückerinnern, während mein erstes E-Book "Rund um den Dellwiger Dom" sich insbesondere für Fans des Borbecker Männergartens, meiner Stoffies und von Schalke 04 bzw. dem BVB empfiehlt - passt auch zum Frühling.

Freitag, 26. Dezember 2014

Endlich mal Weihnachtswetter :o)

Seit gestern ist es wesentlich kälter geworden, dafür haben sich die Wolken mit dem Regen aber auch endlich verzogen, sodass die Sonne scheint - die Temperaturen liegen gerade nur  noch bei +4°C. Morgen soll es ja angeblich auch hier im Ruhrgebiet ein wenig schneien, wobei sich der Schneefall eher auf die südwestlichen und östlichen Landesteile von NRW konzentrieren soll. Wenigstens passen die Temperaturen jetzt mal endlich zu Weihnachten.

Auch meine Stoffies freuen sich über das sonnige Wetter am zweiten Weihnachtstag - insbesondere mein neuer Teddy Ulrich, der mit einem schicken, gestreiften Schal daher kommt :o). Das passt ja auch zum kalten Winterwetter. Mein Glücksbär Lucky und sein Kumpel Gary Gorilla müssen morgen wieder bei Kaufland in der Fisch- und Fleisch- bzw. Obst- und Gemüseabteilung schuften, aber nur halbtags.

Mal schauen, wie das Wetter zum Jahreswechsel wird - angeblich soll es an Silvester immer noch ziemlich winterlich sein.

Samstag, 16. Februar 2013

Tauwetter - aber Ende des Winters?

Im Pott taut es mittlerweile, die Temperaturen liegen bei +4°C. Der Blick nach draußen mutet aber eher wie November und nicht wie Mitte Februar an, denn es ist sehr nebelig. Von meinem Balkon aus kann ich gerade noch die Pfarrkirche St. Michael am Langhölterweg in Dellwig ausmachen (ca. 800 m entfernt), das Tetraeder mit der Halde, auf der es steht, ist im dichten Nebel verschwunden. Lt. UWZ soll es aber zumindest in den nördlichen, östlichen und südlichen Landesteilen weiterhin bzw. wieder winterlich bleiben/werden. NERV!! Ich kann die Suppe da draußen und den Schnee bald nicht mehr sehen.

Bei uns im Vorgarten blühen die Hagebutten und auch die Pflanzen auf meinem Balkon fangen an, sich auf Frühling einzustellen; insbesondere die Krokusse und Hyazinthen. Auch bei Eva im Vorgarten blüht schon irgendwas Frühlingshaftes, sie weiß aber noch nicht, was, hihi. Ehrlich gesagt wünschen wir uns jetzt alle mal allmählich echten Frühling und nicht so ein Schwanken zwischen Novemberwetter und Schnee.

Clio hat schon Frühlingsgefühle (hihi), denn erst nahm er gestern den neben ihm parkenden Polo von Andra, sodass wieder kleine Poclis über den Parkplatz flitzten und dann Stinkis 5er Touring, der weiter hinten an der Raucherecke abgestellt war. Ich hab den beiden Autos gesagt, dass das so nicht geht und dass Stinki sich bestimmt nicht freut, wenn er wieder lauter kleinen Clio Touring Fläschchen geben muss, bevor er nach Hause fahren kann, aber das hat die beiden schwarzen Autos nicht interessiert, denn die hatten Spaß zusammen :o)).


                            Clio nach einer Wäsche im Januar 2013 - (c) Alexandra Döll, Essen

Eva kicherte, als ich ihr davon berichtete und meinte, dass Stinki doch schon genug mit seinen Puppen zuhause zu tun hätte - und dann jetzt auch noch kleine Clio Touring...das wird ihn bestimmt irgendwann überfordern :o). Na ja, zuhause kann er ja dann mit Badepuppe Bethany in die Wanne gehen, um sich vom Fläschchen geben zu erholen.


                           Ich mit Evas Weihnachtsgeschenken - (c) Eva L., Recklinghausen

Samstag, 8. Dezember 2012

Immer dieser Schnee...

Meine Güte, das befürchtete Schneechaos ist gestern im Revier zwar ausgeblieben, aber es gab schon genug Verkehrsteilnehmer - insbesondere Opel-Fahrer - die sich ziemlich bewemmst angestellt haben, so als wenn wir überall spiegelblankes Eis gehabt hätten. In Herne konnte man ebenso problemlos fahren wie im Essener Nordwesten, aber in Herne taten sich Opel-Fahrer durch fortgesetzte Köttel in der Hose hervor *nerv*. Wenn ich so ne Angst habe, im Schnee zu fahren, dann lasse ich doch mein Auto stehen anstatt das stehende Verkehrshindernis zu mimen. Angst ist immer ein schlechter Beifahrer, und bei Schnee und Eis ganz besonders.

Clio hat mit dem Schnee keine Probleme gehabt, auch nicht am Donnerstagmorgen, als tatsächlich Schnee auf den Fahrbahnen lag. Als ich nach links in die Blitzstraße abbog, kam er einen Moment ins Rutschen, genau wie der Seat Ibiza, der vor ihm her fuhr, aber er fing sich sofort wieder, genau wie der Seat. Der Bahndamm hätte uns ja ohnehin abgefedert :o).

Am Ende der Blitzstraße, also am S-Bahn-Haltepunkt Dellwig-Ost, wollte wohl mal ne Fußgängerin nen Clio von unten sehen - komisch, ich hatte sowohl Abblendlicht als auch Nebelscheinwerfer an, aber für manche Fußgänger hört ja ihre Verantwortung auf, sobald sie los gehen. Clio stand auf einen Schlag und die Dame hat sich sogar entschuldigt - hm, Autos haben ja noch nicht mal bei trockener Fahrbahn nen Anhalteweg von 1 m, aber zum Glück war's an der Stelle nicht glatt. Und in den Massenmedien wird dann immer nur auf die bösen, bösen Autofahrer geschimpft, die ja nur rasen und rücksichtslos sind - wie viele Fußgänger durch unüberlegtes Handeln und puren, hirnlosen Egoismus aber Autofahrer in Schwierigkeiten bringen, davon reden die Propaganda-Sender dann nicht.

Gestern Morgen kam ich noch im Trockenen zur Arbeit, der Schneefall setzte in Herne erst kurz vor neun ein. Trotzdem benahmen sich die Opel-Fahrer wieder, als wenn wir zentimeterdickes Eis auf der Fahrbahn hätten *kopfschüttel*. In den Medien war der Wintereinbruch in NRW auch wieder Thema - komisch, früher nannte man das Winter, heute ist das wohl eine Sensation, wenn im Winter Schnee fällt.

Die Nacht heute war klirrend kalt. Meine Lichterkette auf dem Balkon sah im eingeschneiten Zustand jedenfalls besonders schön aus:


               Lichterkette auf meinem eingeschneiten Balkon - (c) Alexandra Döll, Essen

Die Licherkette strahlte durch den Schnee hindurch, wenn wirklich einige Lämpchen im Schnee lagen. Der Winter hat also auch seine schönen Seiten, wie ich auch heute früh wieder sehen konnte.


               Verschneite Landschaft im Norden - (c) Alexandra Döll, Essen



                               Winterhimmel vor meinem Küchenfenster - (c) Alexandra Döll, Essen


Am Morgen waren die Wolken noch nicht ganz weg, aber je später es wurde, desto klarer wurde der Himmel. So einen klaren Himmel hat man im Sommer leider nur selten. Heute früh, als ich gegen sechs Uhr mal pullern musste, stand der Halbmond an einem klaren Himmel. Meine Träume waren entsprechend, denn ich habe, nachdem ich mich wieder hingelegt und mir Sammy zum Kuscheln geschnappt hatte, erst von Thorsten und dann zweimal von Stinki geträumt *schmacht*. Weihnachten ist ja nun mal das Fest der Liebe.

Auch mein Weihnachtsbaum auf dem Balkon war zwar nicht eingeschneit, passte aber trotzdem schön in die Landschaft:


                            Weihnachtsbaum in der Mittagssonne - (c) Alexandra Döll, Essen


Derzeit taut es leicht, zumal die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt liegen und die Sonne scheint. Dennoch habe ich meinen Clio prophylaktisch abgedeckt, und morgen soll es ja ohnehin nach kräftigem Schneefall Tauwetter geben - also kein Grund für etwaige Hysteriker, nen Rappel zu bekommen.






Sonntag, 2. Dezember 2012

Es wird Winter...und einige dafür ganz pervers

Gut, der Winter ist bekanntermaßen die kalte Jahreszeit, wo man gerne kuschelt, küsst und auch miteinander ins Bett geht (das kann man allerdings auch in allen anderen Jahreszeiten, siehe mein Buch "Vier Jahreszeiten" mit vier Liebesgeschichten), aber einigen bekommen die Weihnachtszeit und der nahende Winter wohl gar nicht, wenn ich mir so die Suchbegriffe zu meinem Blog anschaue:

  1. Beim Fiebermessen Po versohlt Kurzgeschichte
  2. Lesben versohlen mein kleines rosa Po
  3. Bums Geschichten
Hm, wenn jemand beim Fiebermessen im Po geil wird, nennt man das wohl "Weißen Sex". Hm, wie sieht denn dann Schwarzer Sex aus?! Macht man dann SM-Spielchen und anderen Schweinkram auf dem Friedhof oder in einer Kirche? Wie dem auch sei: Ich werde nicht geil, wenn man mir Fieber im Hintern misst - da gibt's Dinge, die wesentlich geiler sind, haha.

Wow...schön, wenn einer nen rosa Po hat, haben sicherlich viele, wenn sie den Hintern versohlt bekommen, haha. Passend dazu können sich diejenigen ja noch nen rosa Tutu bestellen, hähä, damit dann auch alles rosa ist. Die Grammatik stimmt auch nicht ganz, aber was erwartet man von Sexomanen? Niveau und Hirn bestimmt nicht...

Bums Geschichten: Schön, wenn einer offenbar sein Hirn in der Hose hat und deshalb nicht mal fehlerfrei schreiben kann :o)).

Sonntag, 1. April 2012

Das Wetter - Frühling oder doch Winterrückfall?

Heute Morgen schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel, aber dennoch hatte es heute Nacht leicht gefroren. Dies hindert jedoch eine dritte Tulpe unterm Kirschbaum nicht daran, eine Blüte zu entwickeln - Rudolf-Dieter stand bereits wieder unten im Garten bei den Tulpen und hat sie besprochen, damit sie weiter blühen bzw. zu blühen beginnen, hihi. An einer Reihe von Bäumen, so auch am Kirschbaum, entwickelt sich mittlerweile zartes, grünes Laub. Die Magnolien in der Umgebung blühen sowieso, genau wie die Blumen auf meinem Balkon, die ja auch frostresistent sind. Clios Frontscheibe war heute Morgen jedenfalls auch leicht befroren, genau wie die von den beiden neben ihm stehenden Autos.

Seit 11.30 Uhr nimmt die Bewölkung hier zu, aber die Sonne scheint zwischendurch immer noch. Allerdings ist es nicht gerade warm, schätzungsweise 10°C. Letzte Woche lagen die Werte noch beim Doppelten.

Da die Sonne so schön schien, habe ich auch direkt meine Fliesenböden in Bad und Küche gewischt, denn das musste halt auch mal wieder sein. Die Parkettböden in Diele und Wohnschlafzimmer waren ja erst letzte Woche dran. Gestern Abend wurde es jedenfalls so kalt, dass ich doch wieder im Wohnzimmer die Heizung angemacht habe. Das Wetter weiß wohl noch nicht so genau, ob es jetzt zum Frühjahr tendiert - der Frühling hat ja schon vor elf Tagen angefangen - oder doch noch zum Winter. Gestern Abend leuchtete auch der Halbmond, genau wie eine Reihe von Sternen. Die Wintersternbilder wie z. B. der Große Wagen entfernen sich allmählich, dafür leuchtet das Sternbild Geile Gewürzgurke wieder in einem satten Grün im Süden vor sich hin :o). Meine Stofftiere sind natürlich begeistert.

Samstag, 11. Februar 2012

Lampion am Himmel

Als gestern Abend um nach 22 Uhr der mittlerweile abnehmende Mond im Südosten aufging, erinnerte er verdächtig an einen überdimensionierten Lampion, der an einer unsichtbaren Leine am Firmament hängt. Zunächst hatte er eine schöne goldgelbe Farbe, die sich jedoch zusehends in Weiß wandelte. Sammy und ihr Sohnemann haben den Mond natürlich von meiner Fensterbank im Wohnzimmer aus angehimmelt :o).

Im Fersehen habe ich mir, während der Mond dazu leuchtete, die heute-Show im ZDF angeschaut, denn das ist so ziemlich das einzig Gescheite, was man sich auf diesem Senioren-Sender mit seinen zahlreichen Medikamenten-Spots anschauen kann. Gut gefiel mir insbesondere die Satire zu den (Sonder-)Sendungen, die bezüglich des derzeit vorherrschenden kalten Winterwetters gebracht wurden. Ich hab ja schon mal geschrieben: Früher nannte man das Winter, aber heutzutage scheinen kalte Temperaturen ja so exklusiv und sensationell selten zu sein wie ne Sonnenfinsternis, haha. Vor allem "Hallo Deutschland" tut sich bzgl. des für Februar an für sich normalen Wetters mit Beiträgen hervor, die in etwa das Niveau der BILD haben. Danke für den Hinweis, dass dünne Kleidung einen schneller auskühlen lässt als dickere bzw. das Zwiebel-System und danke für das pseudobetroffene Gesicht von Yvonne Ransbach :o/. Der vorgenannte Beitrag wurde binnen einer Woche sogar direkt zweimal gesendet. Das ZDF tut ja richtig was für die Bildung seiner Zuschauer, hahaha!!! Offenbar halten die Programmverantwortlichen ihre Zuschauer wohl für ziemlich gehirnamputiert, denn sonst würde so ein Schwachsinn wohl kaum am laufenden Meter gezeigt, genauso wenig wie ätzende Medikamenten-Werbung.

Wenn die eisigen Temperaturen im Mai oder Juni auftreten würden, wäre das sicherlich nicht normal, aber im Februar, der ja bekanntermaßen zu den Wintermonaten zählt, sind Kälteeinbrüche tatsächlich normal, auch wenn die Journaille das anders sehen mag, da ihnen sonst nix Besseres als Volksverdummung einfällt. Im Kinderchor in der Grundschule haben wir ein Lied gelernt, in dem es u. a. zum Februar hieß "Der Winter wird kräftig, das Wasser wird kalt..." Da ich die Grundschule zwischen 1980 und 1984 besucht habe, wusste wohl offensichtlich der Texter des Liedes damals mehr als die Redakteure vom ZDF heute. Der Mond am Himmel konnte angesichts solcher schwachmatischen Sondersendungen auch nur noch den Kopf schütteln.

Nun werde ich mich mal um eine Bewerbung kümmern - viel Passendes stand zwar nicht in der Zeitung, aber eine Annonce hört sich immerhin relativ treffend an.

Samstag, 4. Februar 2012

Spaziergänge mit den Männergärtnerinnen

Angesichts des derzeit sonnigen, aber bitterkalten Wetters gehen die Männergärtnerinnen Steffi und Alex mit ihren Schützlingen im Schlosspark spazieren. Klein-Aaron ist natürlich besonders warm eingepackt, was bei Temperaturen von minus 8°C auch viel Sinn macht.

Der Charmin Bear nöhlt angesichts der Eiseskälte rum und wartet auf den Frühling, wobei die ersten Frühlingsboten, die sich gerade aus der Erde recken, natürlich noch keine weitere Entwicklung unternehmen, weil es fürs Blühen natürlich viel zu kalt ist. Um den Frühlingsboten etwas Gutes zu tun, bedeckt er sie leicht mit Charmin-Toilettenpapier, damit sie nicht frieren. Die Blumen bzw. das, woraus mal welche werden sollen, wissen nicht, ob sie das jetzt gut finden sollen oder nicht. Eine Hyazinthe im Frühstadium zeigt dem Charmin Bear nen Vogel.

Timo hat seinen Kopf besonders gut eingepackt, damit seine Vokuhilas nicht vereisen. Thomas will doch glattweg auf den Teich, der mittlerweile zugefroren ist, doch seine Männergärtnerinnen hindern ihn natürlich daran, denn es ist kaum davon auszugehen, dass die Eisdecke jetzt schon trägt. Die Enten quaken genervt wie zur Bestätigung. Thomas dreht ne Pirouette und stolpert fast über einen verfrühten Krokus, der ihm drohend die Faust zeigt. Erpel Dieter watschelt mit Fluppe im Schnabel an ihm vorbei und grummelt: "Du bist bestusst!" Thomas findet das auch nicht gerade witzig.

Thorsten und der Stationsarzt versuchen, im Sandkasten auf dem Spielplatz am Teich im neuen Teil des Schlossparks zu spielen, aber leider ist der Sand auch total vereist. Thorsten lacht hämisch, als er unter einer dicken Eisscholle doch ein wenig Sand abgreifen kann, den er zum Stationsarzt rüber wirft. Der findet Thorstens Aktion natürlich total bescheuert und zückt abermals seine Nadel, um Thorsten z stechen. Männergärtnerin Alex muss mal wieder schlichten. Steffi gibt ihrem Sohn etwas zu trinken. Aaron brabbelt vergnügt in seinem Kinderwagen. Thomas gesellt sich zu den beiden großen Kindern und schlägt vor, dass man doch die lange Röhrenrutsche nutzen könne. Alex und Steffi legen Protest ein, da sie befürchten, dass sich ihre Schützlinge die Blase erkälten bzw. überhaupt nicht durch die für Kinder gedachte Röhre passen, aber die drei Männer stürmen los und rennen den kleinen Hügel hinauf. Alex will hinterher hechten, doch sie stolpert über Ente Marianne und ihre Küken, wobei sich zum Glück weder Mensch noch Tier verletzen. Ente Marianne quakt genervt und gibt ihrem Gelege ein Zeichen, ihr zu folgen, sodass die kleinen flauschigen Küken über Alex' Schuhe hinweg trappsen. Erpel Dieter bildet das Schlusslicht und grummelt: "Du bist bestusst!", während er Rauchwölkchen in die kalte Mittagsluft pustet. Steffi hilft ihrer Freundin auf.

Während Alex' unfreiwilligem Bauchflatscher ist es natürlich passiert: Thorsten, der Stationsarzt, sein Namensvetter Christoph und Thomas haben entgegen der Anweisung ihrer Männergärtnerin die Röhrenrutsche benutzt - und obwohl drei der vier Herren schlank bis sehr schlank sind, sind alle vier in der Röhre stecken geblieben, sodass es für sie weder Vor noch Zurück gibt. Steffi und Alex stöhnen genervt, während der Charmin Bear netterweise sein Handy zückt und die Feuerwehr anruft. Zum Glück ist die Feuerwache an der Wüstenhöferstraße kaum mehr als fünf Minuten entfernt. Timo, der bis dato die Wasservögel auf dem Teich besprochen hatte, bezeichnet die vier Verunfallten als Ottos.

Nun ist das Gejammer in der Röhre aber groß. Thomas, der als Letzter rutschen wollte, fühlt sich in seinen eigenen Geburtsvorgang zurück versetzt, obwohl er an den natürlich keine Erinnerungen haben kann. Christoph flucht, denn ab und zu tritt Thomas ihm unfreiwillig auf den Kopf. Der Stationsarzt jammert dumpf aus der Röhre, dass er ne Nierenbeckenentzündung befürchtet, weil natürlich alles unterkühlt wird. Alex bietet ihm an, sein Würstchen wieder anzuwärmen, was für einen unartikulierten Laut aus der Röhre sorgt - ob das Angst oder Leidenschaft ist, lässt sich nicht so genau feststellen. Steffi macht das betretene Gesicht, während Thomas nach Alex jammert. Thorsten meckert in der Röhre rum - einmal weil Alex das zweideutige Angebot dem Arzt und nicht ihm gemacht hat und auch, weil seine Füße und Unterschenkel draußen in der Eiseskälte hängen, der Rest von ihm aber noch in der Röhre fest hängt. Alex packt ihm freundlich an die Füße, damit wenigstens die nicht total auskühlen. Thorsten stellt kichernd fest, dass weiter oben mehr Leben in seinem Körper ist als in seinen Füßen. Steffi macht erneut das betretene Gesicht, während Alex breit grinst. Der Stationsarzt nörgelt, dass Thorsten froh sein kann, dass er ihn jetzt nicht pieksen kann. Thorsten lacht trotz der Notlage dreckig. Der Charmin Bear bespricht lieber eine verfrühte Ansammlung von Frühlingsblumen, die vermutlich mal Tulpen werden wollen, denn ihm ist das alles zu sexistisch. Thomas stellt fest, dass der Angstschweiß zwar Pfützchen unter seinem Po verursacht, die aber sofort wieder zu Eis gefrieren. Christoph kommentiert dies mit den Worten "Halt die Klappe und stirb wie ein Mann!" Aaron brabbelt vergnügt vor sich hin.

Nach einer qualvoll langen Viertelstunde, die Steffi, Alex und dem Charmin Bear aber mindestens wie zwei Stunden vorkommen, erscheint endlich die Feuerwehr mit schwerem Gerät, um die Herren aus ihrer misslichen Lage zu schneiden und zu schweißen. Thomas erblickt als Erster wieder den blauen Himmel und faselt was von einer Kaiserschnittgeburt, sodass sich zwei Feuerwehrmänner nur noch entgeistert anstarren können und sich an die Stirn tippen. Als Nächstes stehen Christoph und Christoph wieder im strahlenden, aber kalten Sonnenschein, Thorsten folgt zum Schluss. Bevor es zurück zum Männergarten geht, entschuldigen sich die Männergärtnerinnen bei den Feuerwehrleuten für ihre großen Kinder und falten die vier leichtsinnigen Männergartenkinder anschließend gehörig zusammen. Die Vorlesestunde auf der Kuschelmatte mit Alex ist für heute jedenfalls gestrichen!   

Freitag, 3. Februar 2012

Es ist Winter - dann ist es auch nicht in Ordnung

Derzeit hat eine Kältewelle aus Sibirien ja ganz Europa im Griff, wobei das Tragischste daran ist, wenn Menschen erfrieren. Das scheint aber für die Medien eher Nebenkriegsschauplatz zu sein, dass der strenge Frost in ganz Europa für eine Reihe von Todesfällen sorgt - nein, im Vordergrund stehen lediglich die eisigen Temperaturen und die Tatsache, dass einige Wasserstraßen zufrieren bzw. von Eisbrechern frei gehalten werden müssen. Komisch, früher nannte man sowas Winter, heute wird da ein Geschiss drum gemacht, als wenn strenger Frost hier zum ersten Mal seit 300 Jahren vorkommt. Letztes Jahr, als über Deutschland wirklich richtig viel Schnee niederging, gab es ja sogar eine Reihe von Sondersendungen zum Schnee. Hm, wenn ich mit Leuten spreche, die heute älter als 60 sind, erzählen die mir stets, dass solche Winter früher, als sie jung oder sogar noch Kinder waren, normal waren, aber heute scheinen Winterphänomene ja so exklusiv zu sein wie eine Sonnenfinsternis. Bis vor einer Woche jedoch wurde wiederum genörgelt, dass der Winter 2011/2012 eigentlich viel zu warm sei. Ja, wat denn nu?! Erst mutet der Winter wie Frühling an, dann ist es nicht richtig, jetzt haben wir der Jahreszeit entsprechende Eiseskälte, teilweise auch mit Schnee (hier im Pott so gut wie gar nicht), und dann wird da auch ein Geschiss drum gemacht, als wenn das aber auch nicht in Ordnung ist.

Man muss gar nicht über 60 sein, um Erfahrungen mit strengen Wintern zu haben, 37 reicht da vollkommen aus. Als ich fast fünf Jahre alt war - also im Winter 1978/1979 - hatten wir auch eine längere Kälteperiode, teilweise auch mit Schnee. Auf dem Rhein-Herne-Kanal in Dellwig trieben etwa 40 cm dicke Eisschollen, sodass die Eisbrecher, die vom Essener Stadthafen in Bergeborbeck/Vogelheim ausrückten, vielfach Mühe hatten, den Kanal überhaupt frei zu halten. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass während meiner Kindheit und Jugend so ein mediales Theater um den Winter gemacht wurde, aber solche Naturphänomene lenken ja auch schön von den eigentlichen Problemen ab. Gestern Abend sah ich eher zufällig in "Monitor" in der ARD einen Beitrag, wie manche große Industriekonzerne die Festübernahme ihrer Leiharbeiter umgehen bzw. das Prinzip equal pay. Darüber werden aber keine Sondersendungen gebracht, stattdessen wird ein unangemessenes Geschiss um den Winter gemacht, der mal zu mild, mal zu kalt ist, um die Alzheimer-Erkrankung von Rudi Assauer (das ist zwar tragisch und tut mir für ihn persönlich auch leid, aber neben diesem prominenten Beispiel gibt es auch viele andere Menschen, die an Alzheimer leiden und da haben die Angehörigen oft genug mit Widrigkeiten aller Art zu kämpfen, wobei die Widrigkeiten nicht nur von der Erkrankung ihres Angehörigen selbst ausgehen), um die Trennung von Heidi Klum und Seal (auch das ist nicht schön, aber jeden Tag trennen sich auf der Welt auch viele andere Paare, die lediglich keinen Promi-Bonus haben), aber über die Ausbeutung vieler Arbeitnehmer durch Werkverträge und/oder Zeitarbeit, den ständig steigenden Druck, der viele Arbeitnehmer in den Vorruhestand zwingt, Dumping-Löhne, die Unsitte unserer Politiker, sich ständig zu bereichern und vollkommen an der Realität vorbei zu regieren, darüber gibt's dann keine Sondersendungen. Diese Missstände wären aber viel eher ne Sondersendung wert als der Winter, der einem Februar durchaus angemessen ist.

Montag, 30. Januar 2012

Es gibt ihn wirklich - den Winter im Pott im Jahr 2011/2012

Gestern Abend hat es doch ein wenig geflöckelt, sodass Wiesen, Straßen, Balkone usw. mit einer leichten Schneeschicht gepudert waren. Derzeit liegen die Temperaturen wieder bei +1°C, aber als ich heute Morgen mal zum Doc fuhr zwecks Blutabnahme im Rahmen eines Check-ups, lagen die Temperaturen noch bei -3°C. Als ich später mit meiner (Ex-)Chefin Sabine in Wehrheim telefonierte, sagte sie mir, dass im Taunus nicht ein Fitzelchen Schnee liegt. Zum Glück war es nicht glatt und Clio ist ja, obwohl er in der Steigung stand, sehr wintersportaffin. Da die Straßenmeisterei der Stadt Essen diesen Winter noch kaum Salz gebraucht hat, waren neben dem Reuenberg sogar Nebenstraßen wie Kraienbruch, Dachsfeld und Eggebrechtstraße geräumt - oh Wunder! Normalerweise schafft es die Stadt ja noch nicht mal, die Hauptstraßen zu räumen - zumindest nicht in den nördlichen Stadtteilen - sodass der Reuenberg im Gefälle zwischen Gerscheder Straße und Luthestraße auch schon mal gerne bei Schnee und Eis gesperrt wird, auch für Busse, die dort lang fahren.

Heute früh um kurz nach sieben hat es sogar einmal aus nordöstlicher Richtung geblitzt. Da jedoch kein Donner folgte, war der Blitz offenbar mehr als 15 km entfernt - vermutlich ist er irgendwo in Gelsenkirchen runter gegangen - denn ab der Distanz ist der Donner nicht mehr wahrnehmbar.

Heute Morgen, als ich mich gerade im Wohnzimmer ausgehfertig machte, saßen zwei wohl genährte Amseln auf der Balkonbrüstung - kein Wunder, bei den bis dato sehr milden Temperaturen haben sie sicherlich jede Menge Würmer in der Erde gefunden - und zwitscherten mich vorwurfsvoll an, so als wenn ich was an dem Schnee da draußen tun könnte :o). Keine Sorge, noch sind die Nächte nicht so kalt, dass ihr keine Würmer mehr aus der Erde ziehen könnt. Teilweise schmilzt die dünne Schneedecke ohnehin schon wieder.

Meinen Clio  konnte ich problemlos abfegen, unter der dünnen Schneeschicht waren noch nicht mal die Scheiben befroren. Trotzdem gefallen ihm die kalten Temperaturen auch nicht besonders, obwohl er wintersportaffin ist und wie ne Eins läuft. Heute früh hat er mir gesteckt, dass der Herzchenmaler Samstagnacht wieder unterwegs war und neben ihm hielt. Clio hat ihn mal ganz frech wegen ner Visitenkarte angehauen, damit wir mal endlich wissen, wer's ist, doch das hat den super-schüchternen Zeitgenossen so erschreckt, als mein Auto ihn ansprach, dass er direkt von dannen gefahren ist :o/. Hm, lieber Herzchenmaler: Sie kennen mein Auto, Sie wissen, wo ich wohne - also einfach mal bei mir klingeln, bei mir ne Tasse Kaffee trinken, freundliche Worte wechseln, glücklich sein.


Mein frisch gewaschener Clio in E-Bedingrade im März 2011 - (c) Alexandra Döll, Essen

Dienstag, 27. Dezember 2011

Jahresrückblick 2011

Es sind zwar noch ein paar Tage bis zum Jahreswechsel, aber trotzdem ist der Großteil des Jahres 2011 ja gelaufen, sodass ein Rückblick durchaus lohnt :o).

Januar 2011:
Nachdem ich im Dezember 2010 mal endlich vernünftige Ärzte aufgetan hatte, wurde ich am 17. Januar im Elisabeth-Krankenhaus Essen an der Arteria femoralis operiert, die sich dank meines APS in den Kopf gesetzt hatte, sich fast vollständig zu verschließen. Entgegen anderer medizinischer Prognosen konnte zum Glück auf den Bypass verzichtet werden, ein Ausputzen und Ausschälen des Blutgefäßes reichte. Auch meine erste Vollnarkose verlief besser als ich dachte. Leider ist mein Hamster Slayer einen Tag vor meiner OP verstorben :o( und der Anästhesist hat mir, als er den Beatmungsschlauch nach der OP rausgezogen hat, auch noch nen Schneidezahn abgebrochen *nerv*. Der Chef-Anästhesist entschuldigte sich jedoch am folgenden Tag sehr nett bei mir und am Donnerstag nach der Operation wurde der beschädigte Schneidezahn in der angegliederten Zahnklinik wieder gerichtet.

Am 24. Januar wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und verabschiedete mich von Slayer, den meine Mom in einer alten Tupper-Dose im Gefrierfach meines Kühlschranks aufbewahrt hatte. Anschließend haben wir den kleinen Kerl im Garten beerdigt, ganz in der Nähe seines Vorgängers James Hetfield.

Das Ruhrgebiet erstickt im Schnee, der Stadt Essen ist angeblich das Salz ausgegangen und die Essener sind total entnervt von diesem nicht vorhandenen Winterdienst. Der Einzige, der damit zufrieden war, war unser Oberbürgermeister, denn bis zu dem hat es der Winterdienst dann doch noch geschafft - alle anderen 578.000 Essener hatten eben halt das Nachsehen.

Februar 2011:
Hurra, ich kann wieder arbeiten gehen! Meinem Füßchen geht's immer besser und er verträgt mittlerweile auch wieder Badezusätze. Anfang des Monats besuche ich erstmals meinen neuen Hausarzt in Frohnhausen, der meinen INR auf 2,0 bis 3,0 festlegt, außerdem werde ich auch noch entklammert bzw. meine OP-Narben, das allerdings bei meinem Chirurgen auf der Meißener Straße.

Da ich voraussichtlich lebenslänglich auf Marcumar angewiesen bin, mache ich im Elisabeth-Krankenhaus am 23. und 24. Februar eine Gerinnungsselbstmanagement-Schulung bei dem Arzt mit, der den Gefäßverschluss auch diagnostiziert hat bzw. der auch die richtige Querverbindung zu meinem APS zog. Der Kurs war lehrreich, aber auch unterhaltsam. Erfolgreich bestanden habe ich ihn auch noch, sodass ich bei meiner Krankenkasse um Kostenerstattung bitten konnte - den Antrag für den Gerinnungsmonitor hatte die Sekretärin des Arztes dorthin gefaxt.

Meine Nachbarn unter mir ziehen aus, weil einige in meinem Haus in Frohnhausen ganz abdrehen, Drohungen im Hausflur aushängen und zudem trotz nicht vorhandener gesundheitlicher Einschränkungen noch nicht mal in der Lage sind, den Schnee zu räumen - manchen kann man Bewegung und körperliche Arbeit einfach nicht zumuten, haha. Danach habe auch ich keine Lust mehr, noch länger da wohnen zu bleiben - kackendreiste Lärmbrüder und -schwestern sollten unter sich bleiben. Am 21. Februar miete ich meine neue Wohnung in Gerschede an, gleichzeitig habe ich vormittags noch einen Dreh mit einem Studenten der FH Dortmund in meiner Wohnung, der eine Reportage über Blogger aus'm Ruhrgebiet machen möchte. Die DVD habe ich leider immer noch nicht. Am 28. Februar kaufe ich bei Möbel Boss in Borbeck eine neue Couch.

März 2011:
Mein Gerinnungsmonitor kommt per Paket an und ich kann meine ersten INR-Messungen selbst erfolgreich durchführen. Im Büro bricht der Frühling aus, denn wir heiraten uns alle gegenseitig, sodass ich fortan einen Ehemann, eine Ehefrau und eine Verlobte habe, hihi. Gegen Ende des Monats lädt meine Verlobte Steffi uns alle zum Essen beim benachbarten Portugiesen ein und verkündet gegen Ende des gemeinsamen Mahls, dass sie schwanger ist. Wir freuen uns alle mit ihr. Ich entwickele angesichts der Mails, die wir immer so von unseren Kunden bekommen, einen Langenscheidt mit dem Titel "Ominöse Sex-Mails - Deutsch; Deutsch - Ominöse Sex-Mails", der im Büro für große Heiterkeit sorgt. In Fukushima fliegt am 11. März nach einem verheerenden Tsunami das AKW in die Luft. Promi-Magazine in allen Medien nerven mit unmaßgeblichem Geseier.

April 2011:
Marina fliegt mit ihrem Schatz nach Korea, sodass Steffi und ich die einzigen verbliebenen Assistentinnen im Düsseldorfer Projektbüro sind. Am 27. April wird mir abends kurz vor Feierabend schwindelig und mein rechtes Ohr fällt zu, sodass ich schon befürchte, dass mich der nächste Hörsturz ereilt. Steffi packt mich in ein Taxi und fährt mit mir ins Evangelische Krankenhaus an der Kirchfeldstraße. Der HNO-Spezialist in der Notfallpraxis kann aber nix an meinen Ohren finden - dass ich ein APS habe, scheint wohl unmaßgeblich zu sein. Steffi fährt mich mit meinem Clio nach Hause, denn - O-Ton Steffi - "ich bin schwanger, aber nicht krank." Sie befürchtet, dass mich eine derartige Attacke noch mal auf der A52 ereilen könnte. Das finde ich bis heute total lieb von Steffi.

Am 28. April gehe ich zur Vertretung meines Hausarztes, der meine Innenohren abermals checkt und auch nix Ungewöhnliches findet - zur Sicherheit verschreibt er mir zusätzlich noch einen Beta-Blocker. Der Schwindel ist bis dato nicht mehr aufgetreten, aber am 29. meldet er sich noch einmal zurück, als ich von der Kö zum Büro laufe. Danach ist erst mal Ruhe im Karton.

Mai 2011:
Ich werde 37 und feiere zum letzten Mal in meiner Wohnung in Frohnhausen Geburtstag - da meine anderen Gäste wegen Krankheit oder Urlaub verhindert sind, ist Steffi in diesem Jahr mein einziger Gast.

Am 11. Mai ziehe ich von Frohnhausen nach Gerschede, wobei das von mir beauftragte Umzugsunternehmen bzw. dessen Mitarbeiter diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient haben. Bei denen hängt wohl das Motto überm Bett "Wie Arbeit? Von Arbeit war nie die Rede!" Meine Küche sieht danach aus wie ein Trümmerhaufen, sodass ein anderer Mitarbeiter zwei Wochen später erst mal nachbessern muss - aber auch erst, nachdem ich dem Saftladen telefonisch mit Anwalt und Verbraucherzentrale gedroht habe. Umzugskartons werden im Flur stehen gelassen, sodass ich und meine Mom das Zeug noch alleine schleppen können - wofür ich da ein Umzugsunternehmen beauftragt habe, ist mir bis heute ein Rätsel. Zeitweise fühle ich mich einem Herzkasper nahe. Einer der jungen Herren hatte wohl Angst, dass ein Schweißtropfen seine stylishe Nerd-Brille verschmieren könnte und seine Kommunikationsfähigkeit beschränkte sich meist auf Achselzucken und Geld fordern :o/.

Ich lebe mich schnell in meiner neuen Wohnung ein, zumal der Ausblick von meinem Balkon überwältigend schön ist. Auch meine Nachbarn zu meiner Rechten und zu meiner Linken sind sehr nett, wie eigentlich auch alle anderen Hausbewohner. Insbesondere die tierischen Tierchen in meinem Garten sind richtig cool, genau wie der Kater vom Papa meines Vormieters, Titus Witus. Titus Witus' Büchsenöffner hat zudem auch noch schnarchende Wachteln :o).

Juni 2011:
Am Nachmittag des 5. Juni geht ein schweres Gewitter über dem Essener Nordwesten nieder - die Dellwiger Straße am Bahnhof ist zeitweise überflutet, genau wie die Frintroper Straße in Bedingrade. Von der Mondfinsternis am 15. haben wir leider nix, weil Wolken das Schauspiel verdecken. Steffi wird am 13. Juni 36.

Im Januar hatte ich mir eigentlich vorgenommen, in diesem Jahr nicht mehr ins Krankenhaus zu gehen, aber das Schicksal wollte es anders: Am Abend des 20. Juni befallen mich auf der Bocholder Straße Doppelbilder und Schwindel, sodass ich auf der Otto-Brenner-Straße zunächst rechts ran fahre. Nach fünf Minuten geht's zunächst wieder, aber 600 Meter vor meinem Zuhause kommen die Doppelbilder wieder. Ich schaffe es zum Glück, meinen Clio unfallfrei 30 Meter oberhalb meines Hauses einzuparken. Ein Ehepaar in einem der Häuser sieht wohl, dass es mir nicht so prall geht, macht aber keine Anstalten, mir zu helfen oder zumindest mal nachzufragen - nein, stattdessen platzieren sie mit dümmlichem Gesicht ihre gelben Tonnen vor meinem Auto. KILL!!! Ich versuche dann, alleine den Berg runter zu kommen und laufe, als wenn ich mir in die Hose geschissen hätte. Zum Glück sieht dies ein anderes älteres Ehepaar, das mich vor meiner Haustür abliefert. Danke!

Meine Mom, die ich telefonisch über meine Beschwerden in Kenntnis gesetzt hatte, rief schließlich nen Krankenwagen, sodass die netten jungen Männer vom ASB mich schließlich in die Notaufnahme des Philippusstift in Borbeck gebracht haben. Ich machte mir zunächst Sorgen, was für ne Flachpfeife von Arzt ich da kriege, denn mit dem Krankenhaus habe ich in der Vergangenheit auch nicht immer die besten Erfahrungen gemacht, aber es stellte sich recht schnell raus, dass der zwar introvertierte, aber sehr nette Stationsarzt der Neurologie nicht nur menschlich, sondern auch fachlich kompetent war.  Er hat mich auf seiner Station ebenso kompetent, aufmerksam und umsichtig weiterbetreut - und nebenbei auch noch eine Schwärmerei für mich entwickelt, wie meine Zimmerpflanze aus Altenessen, die ich nach meiner Verlegung von der Stroke Unit auf ein normales Zimmer bekommen hatte, amüsiert feststellte. Leider konnte ich mich bei meiner überraschenden Entlassung nicht persönlich von ihm verabschieden und mich für alles bedanken, was er für mich getan hatte, denn er hatte an diesem Tag leider keinen Dienst :o(.

Meine Zimmerpflanze war sehr nett und fröhlich - wir haben immer Fledermäuse gefüttert, mit den Vögelchen gesungen und das Kreuz auf der Kirchturmspitze beobachtet, denn von unserem Zimmer aus hatten wir nen guten Blick auf die Pfarrkirche St. Dionysius. Wenn unser Stationsarzt uns manchmal gehört hätte, hätte er uns sicherlich in die Psychiatrie bringen lassen oder er hätte mich bei sich zuhause persönlich überwacht, hihi.

Fortsetzung zum zweiten Halbjahr folgt!   :o)


              Pfarrkirche St. Dionysius - (c) Alexandra Döll, Essen; 25. Juni 2011

Sonntag, 18. Dezember 2011

Schneeballschlacht im Männergarten

Hurra - es hat geschneit! Die Männergärtnerinnen Steffi und Alex laufen mit ihren großen männlichen Kindern zum Westerberg, damit sie dort Schlitten fahren oder einen Schneemann bauen können. Der Charmin Bear fürchtet sich schon auf dem Hinweg vor Raben, die in den Wipfeln der Bäume sitzen und "Spiel mir das Lied vom Tod" krächzen. Christoph schüttelt darüber den Kopf und zeigt den schwarzen Vögeln anerkennend die Teufelsforke. Alex grinst auch breit. Thomas hat schon mal ne Möhre eingesteckt, damit er seinem Schneemann auch ne schöne Nase verpassen kann - Steffi möchte die Möhre jedoch lieber futtern. Klein-Aaron brabbelt vergnügt in seinem Kinderwagen.

Thorsten lacht über ein desorientiertes Eichhörnchen, das den Charmin Bear ebenfalls ängstigt - darüber muss Thorsten noch mehr lachen. Der Stationsarzt will ihn gerade mit der Nadel pieksen, als Thorsten plötzlich wech ist - tja, er ist in ein Loch am Wegesrand geplumpst, das durch den Schnee nicht zu erkennen war. Als ehemaliger Kunstturner schafft er es jedoch, sich alleine wieder aufzurappeln. Der Arzt grinst schadenfroh, aber Thorsten hat sich ja nix getan, sodass der Arzt dann nicht mehr lächelt.

Endlich sind alle am Westerberg angekommen. Thomas fängt sofort mit Timos Hilfe an, einen Schneemann zu bauen, wobei Timo lieber ne Schneefrau mit mächtiger Oberweite bauen würde. Steffi versucht, Thomas die Möhre zu mopsen, aber er bewacht sie mit Argus-Augen, sodass Steffi da keine Möglichkeiten hat. Aaron pupst zufrieden. Der Charmin Bear backt Schneebälle, wirft sie aber nicht, sondern hält seinem Monchichi-Mädchen Silvia nen Vortrag über Schnee und dessen Konsistenz.

Thorsten, der Lenken und Bremsen immer noch überbewertet findet, will natürlich rodeln, genau wie Christoph und der Stationsarzt gleichen Namens. Alex mahnt schon zur Vorsicht, denn sie kennt ja ihre großen Kinder gut genug. Steffi schlürft nen Kakao und sieht schon alle möglichen Katastrophen vor sich, die natürlich auch nicht lange auf sich warten lassen.

Thorsten segelt als Erster den Hang runter und nimmt dabei nen Spaziergänger am Fuße des Berges auf die Hörner, obwohl er vorher als Warnhinweis "Vorsicht, Brennholz!" gerufen hat. Der Fußgänger rappelt sich fluchend auf, als er sich zwischen zwei Buchen im Schnee wiederfindet. Thorsten guckt erst verwirrt, lacht dann aber dreckig. Einige Tiere im Wald wie z. B. ein Eichhörnchen und mehrere Amseln zeigen ihm frustriert den Stinkefinger. Der Stationsarzt kommt neben ihm zum Stehen und piekst Thorsten mit der Nadel, was die Amseln jubeln lässt. Alex muss mal wieder schlichten und die Nadel konfiszieren bzw. den Stationsarzt nach weiteren Ersatznadeln absuchen. Er schwankt angesichts Alex' Leibesvisitation zwischen Freude, Faszination und Verlegenheit. Thorsten lacht immer noch, bis ihn ein Schlitten, besetzt mit zwei etwa achtjährigen Mädchen, von hinten anstupst, sodass Thorsten kopfüber in den Schnee fällt. Die Amseln zwitschern vergnügt, das Eichhörnchen tanzt auf einem Ast vor Freude Can-Can und der Stationsarzt lacht. Christoph hat sich mittlerweile um den Fußgänger gekümmert, dem aber zum Glück nix Weiteres passiert ist. Er hat wieder die Trench Open angesichts seiner Hilfsbereitschaft. Steffi macht das betretene Gesicht und schimpft mit ihm. Aaron macht ein Pfützchen in seine Windel, sodass Steffi ihn in einem heimeligen Gebüsch trocken legen muss. Alex hat Thorsten aufgeholfen, den Stationsarzt einer Durchsuchung unterzogen und mit Christoph geschimpft. Die Drei trappsen wieder den Hang hoch, um erneut zu rodeln, natürlich versehen mit Ermahnungen von Männergärtnerin Alex.

Auch der Charmin Bear will mit seinem Monchichi-Mädchen Silvia rodeln und geht einigen Kindern mit Schlitten tierisch auf den Wecker, weil er sie mit seiner langsamen, unsicheren Fahrweise behindert. Thorsten zeigt ihm, wie das richtig geht und übertreibt es etwas, sodass er schließlich mitten im Wald steht und gar nicht weiß, wie er dorthin gekommen ist. Erpel Dieter watschelt mit ner Fluppe im Schnabel vorbei und grummelt: "Du bist bestusst!"

Ha - Steffi ist es doch gelungen, Thomas die Möhre aus der Jackentasche zu mopsen, sodass er Pirouetten dreht und sowohl nach Alex als auch nach seiner Möhre jammert. Timo lacht wie Beavis and Butthead, während er ne Nase aus Schnee zu formen beginnt, die jedoch eher an ein männliches Gemächt erinnert. Thomas läuft dunkelrot an, Steffi macht das betretene Gesicht, ihr Sohn und Alex kichern.

Thorsten hat den Weg zurück zu den anderen mittlerweile gefunden und fängt Streit mit dem Stationsarzt an, der bis dato friedlich von Alex gekochten Kaffee geschlürft hatte. Eigentlich wollen Steffi und Alex rechtzeitig eingreifen, doch da fliegen schon die ersten Schneebälle zwischen den beiden. Christoph schaltet sich auch mit nem Schneeball ein - nach und nach beteiligen sich auch die anderen großen Kinder an der Schneeballschlacht, sodass die jüngeren Kinder am Westerberg sich fragen, was denn jetzt abgeht, weil "alte Leute" sich da ne Schneeballschlacht liefern. Die kleinen Mädchen Sybil-Luise und Laura (fünf und sieben Jahre alt) wissen gar nicht, zu wem sie halten sollen, fiebern aber mal für den, mal für den mit. Thomas hisst die weiße Flagge, nachdem ein großer Schneeball, den Timo nach ihm geworfen hatte, ihn im Gesicht getroffen hat, doch da der Rest der Umgebung auch weiß ist, fällt das nicht weiter auf. Timos noch nicht vorhanden Vokuhilas fühlen sich durch den Schnee gedüngt - er ist jedoch wiederum sehr frustriert, als ein vom Stationsarzt geworfener Schneeball ihn am Ohr trifft, denn das war einfach Ohren betäubend. Thorsten turnt durch den Schnee und versucht, dem Arzt nen Schneeball in die Jeans zu stecken, doch da ist schon Alex zur Stelle und trennt die beiden mit strengen Worten voneinander. Der Charmin Bear heult, weil Christoph die Trench Open hat und ihn und sein Monchichi-Mädchen mit eiskalten Schneebällen bewirft. Steffi fragt sich genervt, während sie Christoph Einhalt gebietet, ob der Charmin Bear jetzt allen Ernstes erwartet hat, dass Schnee warm ist. Thomas liegt entkräftet im Schnee und kreischt los, als Timo sich auf ihn wirft und ihn einseift. Steffi schmeißt sich stocksauer dazwischen, während ihr Sohnemann vergnügt brabbelt.

Endlich haben die beiden Männergärtnerinnen ihre Schützlinge unter Kontrolle und nötigen sie mit strengen Worten, mit ihnen zurück zum Männergarten in der Fürstenbergstraße zu gehen - aber bitte hintereinander und ohne einen Mucks. Der Schweigemarsch setzt sich frustriert in Bewegung, nur Aaron kichert amüsiert über die Bekloppten.  

Freitag, 25. November 2011

Abgefahrene Romantik

Derzeit ist Schnee zwar noch nicht mal in den klassischen Skigebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorhanden, aber wir tun jetzt mal so als ob...:o).

Nach einer Woche voller Schnee und klirrender Kälte im Ruhrgebiet gibt es wieder Sondersendungen im WDR, denn der Schnee ist eine absolute Katastrophe für das öffentliche Leben in diesen Breitengraden - komisch, früher nannte man das Winter bzw. in den Alpen sind die Menschen dankbar für Schnee wegen der Touristik-Industrie, aber nun gut...

Nach dieser schneereichen Woche hat der Himmel zumindest aufgeklart, sodass Freiluftaktivitäten auch wieder viel mehr Spaß machen. Die Sonne lässt die Eiskristalle der dichten Schneedecke glitzern. Rodeln, Skilaufen, Langlauf u. ä. ist jetzt sogar auf den Straßen möglich, denn entgegen der vollmundigen Ankündigungen der Stadt Essen war wieder nicht genug Salz in den Depots - und manche Straßen waren wegen des Schnees auch einfach nicht mehr zu erreichen, um die von der weißen Pracht zu befreien, haha!

Marina steht mit ihrem Baby-Bäuchlein auf der verschneiten Frintroper Straße an der Zufahrt zum Parkplatz am Westerberg - natürlich dick eingepackt, damit sie und ihr Nachwuchs nicht frieren - und verkauft an Spaziergänger, Langläufer, Schlittenfahrer usw. natürlich belebende, geistreiche Heiß- und Kaltgetränke wie etwa Grog, Irish Coffee, Wacholderschnaps, Milch mit Schuss...für die kleinen Schneefreunde hat sie natürlich auch antialkoholische Getränke im Angebot, an denen sie sich ja derzeit auch gütlich tun muss, auch wenn sie das manchmal frustriert.

Timo hat für sich und seine Kumpels Balloonhead, Babyface und Christoph ein Schlittengespann angemietet, damit es auch so richtig romantisch wird. Vier kräftige Haflinger ziehen den großen Schlitten über die verschneite Frintroper Straße. Bevor es in Richtung Westerberg weitergeht, hält Kutscher Johann an, damit er und seine Fahrgäste sich mit alkoholischen Getränken bei Marina versorgen können. Der Halt dauert etwas länger, denn schon nach dem zweiten Schluck Grog hicksen Balloonhead und Babyface ununterbrochen, gleichzeitig ist auch ihr Gleichgewichtssinn ein wenig von dem Alkoholgenuss betroffen. Timo singt Kölsche Liebeslieder. Nach gut 15 Minuten hieven sich die Vier wieder gegenseitig in den Schlitten, denn die Hafllinger scharren schon ungeduldig mit den Hufen. Johann sitzt wieder auf seinem Kutschbock, kichert angetrunken und lässt das Gespann den Westerberg hinauf laufen. Balloonhead, Babyface und Christoph kuscheln mit Timo, dem es ganz warm ums Herz wird - wenn jetzt noch ne geile Blondine mit große Oberweite am Start wäre, wäre sein Glück zu 110 % perfekt. Allerdings ist Christoph ein wenig sauer, weil Balloonhead immer von Timos Honigtopf naschen darf, aber er da noch nicht mal dran kommt. Seine Laune hebt sich auch nicht wirklich, als Johann sich ausgerechnet entschließt, den vereisten Todesberg hinunter zu segeln. Die Haflinger geraten glücklicherweise nicht aus dem Tritt, aber trotzdem droht das ganze Gespann umzukippen, da der Schlitten ins Schlingern gerät. Einer der Haflinger wiehert ängstlich. Timo bezeichnet das Tier als "Otto" und fällt schließlich mit dem Gesicht in seinen eigenen Honigtopf. Balloonhead platzt die Hose, als der Schlitten umkippt und die Haflinger das Gespann in Schräglage weiter Richtung Teich hinter sich her ziehen. Johann liegt betäubt unter einer Eiche, während Balloonhead, Babyface, Christoph und Timo eher unfreiwillig einen Turbo bilden. Die Haflinger stehen schließlich seelenruhig unten am Teich und beobachten interessiert die Enten, die auf der Eisfläche nicht auszurutschen versuchen. Timo plärrt weiter oben am Hang nach seinem Honigtopf, der irgendwohin verschwunden ist, denn nun mag Balloonhead ihn nicht mehr, sondern dafür ein Astloch in der Eiche, unter der Johann immer noch leicht benebelt liegt...Christoph hat Nasenbluten und wird schließlich von dem immer noch plärrenden Timo liebevoll verarztet, sodass Außenstehende das für ne Neuauflage des Films "Brokeback Mountain" mit Heath Ledger und Jake Gyllenhaal in den Hauptrollen halten. Babyface schweigt und will ne CD seines Namensvetters hören.

Marina darf zwar nicht trinken und ist auch mit der Bewirtung von Schneefreunden gut beschäftigt, wünscht sich aber mittlerweile ne Ananas unterm Schnee, die sie herzen kann.

Alex sitzt ein wenig fiebrig mit Thorsten, ihrem gemeinsamen Kollegen Christoph, Thomas, Renate und Uli in einem anderen Gespann, das mitten durch Borbeck über die Otto-Brenner-Straße saust und von Alex' ehemaliger Zimmerpflanze aus'm Philippusstift, die ja eigentlich in Altenessen wohnt, gesteuert wird. Insbesondere die Herren machen sich Sorgen um Alex, die sich zwar an dem Sonnenschein und dem klarblauen Himmel erfreut, aber weniger an ihrer Erkältung. Auf der Rückenlehne des Schlittengespanns nimmt ein fröhlicher Kolkrabe Platz, der auch noch die Melodie aus "Spiel mir das Lied vom Tod" krächzt. Alex nimmt es mit Humor, genau wie die anderen, nur Thomas ist das ziemlich unheimlich, sodass Alex schon für einen vagen Moment befürchtet, er könnte ein Pfützchen machen. Christoph hält dagegen und trällert "Am I Evil?" von Diamond Head. Der Rabe fliegt krächzend und kopfschüttelnd davon. Alex röchtelt mit zusitzender Nase und tränenden Augen, während sie sich an Thorsten lehnt: "Leute, ich fühl mich wie der sterbende Schwan! Es wird jeder enterbt, der jetzt einen Balletwitz macht!" Thorsten muss grinsen und antwortet: "Scheiße, und ich hatte einen so guten!" Danach muss Alex gleichzeitig lachen und husten.

Plötzlich hält die Zimmerpflanze unvermittelt an und spricht mit einem Mann, den Alex zunächst nicht erkennt, bis er in den Schlitten zusteigt. Er errötet, als er die sniefende Alex sieht, sodass Uli und Renate kaum noch ernst bleiben können. Sie fragt ihn fröhlich, ob er wieder gekommen ist, um sie zu stechen, sodass es endgültig um die Ernsthaftigkeit der Insassen geschehen ist. Der Arzt errötet und nickt, erklärt dann aber stimmbandwackelig, dass das bei ner fiebrigen Erkältung nicht nötig sei. Thorsten und Thomas machen ihm Platz, damit er neben Alex Platz nehmen kann. Alex bittet ihn freundlich, ihr doch mal Fieber zu messen - auch wenn auf seinem Thermometer vermutlich keine Zahlen stehen. Ihre Freunde lachen, aber er wird noch röter, strahlt jedoch  verhalten, sodass er beschließt, Alex zusammen mit den anderen nach Hause zu bringen und sie da nach allen Regeln der Kunst zu verarzten, denn die schlimmste Krankheit ist die Liebe - da müssen immer gleich zwei ins Bett! :o)

Happy End!!!

Dienstag, 25. Oktober 2011

Flammenlose Kerzen beim Rodeln

Der Winter nähert sich mit Riesen-Schritten - auch wenn es heute im Vergleich zu gestern milder ist, dafür aber auch regnerischer :o(. Gerade klärt der Himmel wieder ein wenig auf und morgen soll ja wieder sonniges Wetter herrschen.

Gestern Abend wurden auf HSE24 abermals die flammenlosen, mit LED-Technik betriebenen Kerzen präsentiert (Flambiance), die im Gegensatz zu normalen Kerzen den Vorteil bieten, dass kein Wachs runter tropft auf die Tischdecke oder den Unterschrank und bei denen natürlich auch keine Brandgefahr besteht, wobei die wirklich schön gearbeitet sind - trotzdem erhalten echte Kerzen weiterhin bei mir den Vorzug. Solche "kalten" Kerzen wären natürlich total gut, wenn meine Spießgesellen/-innen und ich im kommenden Winter - ob der wieder so schneereich wird wie die letzten beiden, darüber gehen die Meinungen noch auseinander - steile Straßen wie den Herskamp, den Reuenberg oder den Bergheimer Steig hinunter rodeln :o). Marina kann ja aufgrund ihrer Schwangerschaft und der beim Rodeln vorhandenen Unfallgefahr leider nicht mit rodeln, aber ich bin davon überzeugt, dass sie auf der Ecke Herskamp/Bergheimer Steig einen Stand aufbaut, an dem sie Glühwein, heißen Kaffee und Kakao sowie Kürbissuppe verkauft.

Die Kerzen würden schon alleine den Vorteil bieten, dass man Leute, die in eine hohe Schneewehe reingerutscht sind und unter selbiger begraben wurden, leichter orten kann, denn die Flamme leuchtet ja weiter und bringt somit Licht ins verschneite Dunkel. Das ist eine Arbeitserleichterung für die Rettungshunde - Bernhardiner, Schäferhunde und Golden Retriever. Klaus der Killer-Schneemann würde vor Neid erblassen, weil die Schneemann-Kerzen aus Wachs viel freundlicher gucken als er und nicht hinweg schmelzen, sobald die Temperaturen mehrere Tage hintereinander im Plus-Bereich liegen.

Sammy würde natürlich mit Ecki am Hang stehen und alle Rodler anfeuern, denn sie kann ja derzeit aufgrund ihrer Trächtigkeit auch keine allzu gefährlichen Freizeitaktivitäten betreiben. Marina würde sie sicherlich wieder mit Sigismund anquatschen und ihr öfter Kürbissuppe geben. Hamsterdame Steffi segelt mit ihrem Gleitschirmchen durch die verschneite Landschaft und macht Fotos von dem munteren Treiben - z. B. wenn Timo mit seinem Alien den Hang hinunter saust und mit seinem Schlitten einen Baum touchiert, weil der Alien ihm im falschen Moment die Augen zugehalten hat oder wenn Thorsten den Ärztinnen in der Notaufnahme des Philippusstift wieder alles zeigt, was sie sehen wollen, denn Bremsen und Lenken findet er ja immer noch total überbewertet :o). Für Thomas müssten wir eine mobile Toilette (toi-toi-toi) aufbauen, denn bei der Kälte verspürt seine Sextaner-Blase bestimmt noch häufiger den Wunsch, sich zu entleeren - vor allem, wenn er in einer Schneewehe landet und erst mal mühselig von einem Bernhardiner ausgebuddelt werden muss, wobei die Ortung durch die flammenlose Kerze ja auch für den Hund einfacher wird.

Uli brettert in Schlangenlinien den Herskamp mit ihrem Schlitten runter, begleitet von ihrem Wuffelwuff Herkules. In Höhe des Dachsfeldes gerät ihr Schlitten jedoch ins Schlingern. Herkules kann sich mit einem beherzten Sprung vom Schlitten ins Dachsfeld retten, aber Uli saust alleine schreiend weiter die Straße runter - bis der Bahndamm sie stoppt. Danach weiß sie als Schütze-Mädchen nicht, wo das Problem liegt, zumal ihr Licht auch noch brennt :o).


                                                   Herkules - (c) Marina Hong, Düsseldorf


Am Hang stehen natürlich neben meinen Stofftieren noch weitere Tiere, die dem munteren Treiben zuschauen - dumpf unkende Frösche mit Schal um den Hals, vegetarische Alligatoren, kältefeste Blindschleichen, Mambas im Pelzmantel...

Alex und Renate sausen mit einem Gummireifen den Herskamp hinunter, als plötzlich und unerwartet ein 3er BMW aus dem Dachsfeld kommt und ihren Weg kreuzt. Zum Glück hat ihr Gummireifen soviel Speed drauf, dass sie nicht einfach gegen das Auto donnern und sich ernsthaft verletzen bzw. den BMW massiv beschädigen - nein, aufgrund der Geschwindigkeit können sie die Motorhaube des 3er als Sprungschanze nutzen und dann noch relativ weich kurz vor dem Bahndamm aufsetzen. Renate jubelt und schwenkt eine Nikolaus-Kerze in der Gegend rum. Der 3er-Fahrer ist sprachlos.

Montag, 22. August 2011

Zwei weitere Bücher verkauft

Als ich heute früh einen Blick in meinen BoD-Account warf, stellte ich zu meiner großen Freude fest, dass ich zwei weitere Exemplare von "Vier Jahreszeiten" verkauft habe *freu*. Die vier Liebesgeschichten aus'm Ruhrgebiet, die in allen vier Jahreszeiten spielen - daher auch der Titel - verkaufen sich fast wie geschnitten Brot, wobei ich mich natürlich über jedes weitere verkaufte Exemplar freue und auch über verkaufte Exemplare anderer Bücher von mir :o). Diesmal sind "Vier Jahreszeiten" ausnahmsweise sogar mal über Amazon verkauft worden.



Derzeit aktuell ist ja die Sommergeschichte, da wir a) Sommer haben (auch wenn es im Juli/August vielfach nicht danach aussah) und b) in den letzten Tagen ja einiges an Gewittern runtergegangen ist und eins der Naturschauspiele kommt auch in der Sommergeschichte vor. Ab nächsten Monat wird dann die Herbstgeschichte aktuell, insbesondere ab Totenmonat November :o). Das Titelbild, das ich im Februar 2005 aufgenommen habe, ist im Winter entstanden - immerhin war der Winter 2005 im Gegensatz zu den letzten beiden Wintern relativ mild und schneefrei gewesen.

Im Büro albern wir gerade über Dampfreiniger, Timos Frage, ob man Velourssofas auch mit Dampfreinigern säubern kann und die frühere TV-Serie Derrick herum, vor allem wegen der abstrusen Dialoge, die teilweise zum Schreien komisch waren, wie z. B. dieser:

Harry: "Stefan, wir sollten Herrn XY [gerade aus der Haft entlassener Mörder] noch mal auf's Präsidium bestellen."
Derrick: "Das geht nicht, er ist gerade mit Fräulein AB [Tochter des vor vielen Jahren Ermordeten] an der Isar."
Harry: "Wie???? Der macht jetzt Ausflüge????" :o))))

Genauso komisch war jedoch auch die Eingangssequenz einer Folge, in der Derrick mit einem Freund aus der Oper kommt und Harry ihn auf dem Vorplatz anlabert mit den Worten: "Stefan, es tut mir leid, dass ich dich störe, aber wir haben einen Toten!" Darüber hat sich Marina gerade ziemlich beömelt :o)).

Donnerstag, 24. Februar 2011

Mehr oder weniger lustige Skurrilitäten

Gestern Abend habe ich den ersten Teil meiner Schulung zum Gerinnungsselbstmanagement hinter mich gebracht inklusive praktischer Übungen. Es gehörte zunächst etwas Überwindung dazu, sich selbst ne Nadel in den Finger zu schießen, um hierdurch einen Blutstropfen zur Bestimmung des Quick- bzw. INR-Wertes gewinnen zu können, aber nach dem ersten Mal ging's. Heute Abend gibt es dann noch weitere theoretische Grundlagen sowie eine "Prüfung", bei der man dreimal den Wert selbst bestimmen muss. Schafft man dies erfolgreich, gibt es das Zertifikat für die Krankenkasse. Selbige sendet einem dann das Gerät und erstattet die Kosten für den Kurs (immerhin 150 €), die Teststreifen und Piekser muss man sich allerdings vom Hausarzt verordnen lassen.

Da ich gestern natürlich nicht wusste, wo sich der Konferenzraum des Elisabeth-Krankenhaus befindet, in dem die Schulung stattfinden sollte, wartete ich geduldig am Empfang, um die Mitarbeiterin zu fragen. Dies hatte mir allerdings auch schon die Sekretärin des Arztes, der die Schulung durchführt, empfohlen, da die Konferenzräume natürlich ganz woanders liegen als die Stationen und OP-Säle im Haupthaus. Vor mir war jedoch eine libanesische Familie, die zwar ganz gut deutsch sprachen, aber erst mal eine stundenlange Diskussion über die Kopie eines Zettels, der aber nicht als Bescheinigung bei der Krankenkasse anerkannt wird, führen *nerv*. Nachfragen ist ja total okay, aber wenn Leute erst mal alles ausdiskutieren müssen, krieg ich Plaque - unabhängig von Nationalität, Alter und Geschlecht, wobei das Diskutieren ja häufiger eher ne Spezialität meiner Landsleute ist :o). Um die eigene Wichtigkeit auch noch zu unterstreichen, musste der Chef der Sippe sich dann noch nen tuntigen Pelzmantel überwerfen - ich hasse Pelzmäntel, zumal ich weiß, wie sehr die betreffenden Tiere dafür leiden müssen, wenn einer mit nem vermeintlichen Status-Symbol rumprotzen will. Auf jeden Fall zog die ganze Sippe nach fünf Minuten Dauer-Diskussion endlich ab, ich trat freundlich an den Schalter der Mitarbeiterin heran, die mich anstrahlte mit den Worten: "Puh, endlich mal ein normaler Mensch!" Hm, wie nett, aber sie kennt ja nicht meine abstrusen Geschichten, hihi.

Nachdem ich gestern Mittag aus der Rheumatologie im schönen E-Werden zurück war, bin ich im Restaurant Haferkamp essen gewesen, über das ich ja im Frühjahr 2010 einen Artikel bei Suite101.de veröffentlicht hatte. Da die Besitzer hierdurch weitere neue Besucher bekamen und sie meinen Artikel nett und gut geschrieben fanden, haben sie mir ja letzten Sommer eine Flasche Wein geschenkt. Gestern, als mich der Mann der Besitzerin bediente, bekam ich erneut eine Flasche Wein (wg. Genesung und weil ich ja bald umziehe) und mein Cappucino mit Sahne ging auch auf's Haus. Das fand ich total lieb, aber wenn man so nett ist wie ich...*selbstbeweihräucher* :o). Nein, Scherz beiseite, das Restaurant, das Personal und die dort angebotenen Speisen sind wirklich sehr zu empfehlen, bei warmem Wetter ebenso der dazugehörige, gemütliche Biergarten. Auch wenn ich demnächst nicht mehr im näheren Umkreis wohne, werde ich sicherlich häufiger noch mal dorthin fahren.

Hm, das Anliegen meiner Nachbarin gestern Abend, als ich von der Schulung kam, war allerdings nicht ganz so lustig und nett: Als sie neulich mit dem Auto an einem VW Bus auf unserer Querstraße vorbei fuhr, der dort mit laufendem Motor in der zweiten Reihe stand, hat sie sich noch nicht mal darüber aufgeregt, aber da sie Gegenverkehr hatte, den sie natürlich durchlassen musste, blieb sie genau in Höhe des Typen stehen, der wohl nicht gerade zur Menschenliebe angeregt hat. Er hat wohl auch irgendwas zu ihr gesagt, was sie aber nicht verstanden hat, und dann ist sie ganz normal weitergefahren, weil sie dem Vorfall keine Bedeutung zugemessen hat. Letzten Freitag kam sie jedoch mit dem Auto vom Einkaufen und der besagte Typ mit seinem VW Bus war schon im Begriff weiterzufahren, doch als er sie gesehen hatte, drehte er und fuhr ihr hinterher, auch als sie schon bei uns stand und ihre Einkäufe auslud, rollte er langsam vorbei.

Meine Nachbarin ist wirklich nicht jemand, der sich ständig belästigt, angebaggert, bedroht oder sonstwas fühlt, deshalb nehme ich das Ganze auch relativ ernst - auch wenn manche jetzt wieder sagen würden "Ach, manche glotzen einfach blöd.". Der Typ ist ihr ziemlich unheimlich, zumal er dort immer nur mit laufendem Motor steht, niemand in den VW-Bus ein- bzw. aussteigt und er ihr jetzt aus unerklärlichen Gründen folgt *kopfschüttel*. Sie hat mir jedenfalls zur Sicherheit mal das Kennzeichen gegeben. Ich werde das Ganze mal im Auge behalten - manche Leute sind schon für weniger von anderen verfolgt, bedroht und belästigt worden als für die Tatsache, neben einem Auto in der zweiten Reihe stehen bleiben zu müssen, weil Gegenverkehr kommt. In Leute mit psychischen Defekten und bösen Absichten kann man sich nicht immer reinversetzen. Ich werde auch noch mal meine Nachbarn bitten, ein Auge darauf zu haben, da die als Rentner natürlich mehr zuhause sind als ich. Jetzt fährt die Kurze zwar erst mal zu ihren Eltern nach Ostwestfalen, aber der Typ kann ja nu jederzeit wieder aufkreuzen, zumal er ja jetzt auch weiß, wo sie wohnt.

Der Winter ist ja auch in der Nacht zurückgekehrt, wenn auch in relativ harmloser Form. Dennoch konnten einige Autofahrer kaum wieder die paar Schneeflocken verkraften, dabei waren die Autos noch nicht mal befroren, die dünne Schneeschicht konnte man ohne Eiskratzen in nicht mal zwei Minuten vom Auto fegen. In Düsseldorf ist mittlerweile wieder alles abgetaut und immer noch regnerisch-trüb.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Abgedrehtes zum Winter 2010



Fotos: (c) Alexandra Döll, Essen
Oberes Foto: Sonnenuntergang über Essen-Haarzopf
Unteres Foto: Verschneiter Garten in Essen-Bedingrade
__________________________________________
So sieht der Winter über Essen aus - insbesondere das unterste Foto ist sehr aktuell, da erst an Weihnachten entstanden. Mittlerweile hat hier jedoch Tauwetter eingesetzt, wobei aber an den Fahrbahnrändern immer noch mehr als genug Schnee zu finden ist. Die EBE transportiert selbigen ja nicht ab...
Natürlich darf auch eine abgedrehte Geschichte zum Wintereinbruch im Ruhrgebiet nicht fehlen :o).
Alex trifft sich mit ihren Spießgesellen und -gesellinnen Thorsten, Thomas, Timo, Marina, Steffi, Uli und Renate an der Zeunerstraße, knapp oberhalb des Werdener Berges, der derzeit für den Autoverkehr gesperrt ist. Bevor es an eine Rodelpartie geht, werden natürlich noch Schneemänner am Fahrbahnrand gebaut. Steffi macht das betretene Gesicht und bezeichnet ihre Zimmerpflanzen Alex und Marina als geschmacklos, weil diese einen Schneemann mit einem 25 cm langen Gemächt bauen. Die Herren schauen eher neidisch aus der Wäsche. Timo und Thomas bauen eine Schneefrau mit mindestens 120 cm Oberweite, was insbesondere Thomas die Schamesröte ins Gesicht treibt. Steffi findet auch das geschmacklos. Renate mahnt Alex und Marina, doch an die Kinder zu denken, die den Schneemann mit Gemächt sehen könnten, doch Alex meint, dass die Blagen angesichts schlecht erzogener Eltern und niveaulosem Fernsehprogramm auf einigen Privatsendern nicht mehr weiter versaut werden können. Wo sie Recht hat...
Während einige Herrschaften also Schneegestalten mit signifikanten Geschlechtsmerkmalen bauen, trinkt Thorsten ein Bier und grinst. Uli und Renate bauen ein Schneehuhn ohne Geschlechtsmerkmal. Ulis Hund Herkules tobt übermütig durch die Schneehaufen am Fahrbahnrand. Alex' Stofftiere haben sich auch zum Rodeln an der Zeunerstraße eingefunden. Petra hat zusammen mit Rammstein-Frontman Till Lindemann einen Getränkestand aufgebaut, damit sich die Schneearchitekten und Rodler an heißem Kaffee oder Kakao, Grog, Bier, Rum etc. erfreuen können.
Uli und Renate sausen als Erste den etwa vier Kilometer langen Werdener Berg hinunter, und zwar im Doppel-Wok - Stephan Raab und seine Wok-WM lassen grüßen. Herkules bleibt bei Till und Petra, während er Frauchen und ihrer Begleiterin skeptisch hinterher schaut. Am Fuße des Berges an der Kreuzung am S-Bahnhof Werden machen sich bereits der Sensemann und der Zwerghamster des Todes startklar. Vielleicht gibt es ja hier wen zu holen...
Natürlich werden die beiden Damen immer schneller, sodass sie von dem Starenkasten auf halber Höhe kurz hinterm Meckenstocker Weg geblitzt werden, denn mit ihren Woks sind sie natürlich wesentlich schneller als die maximal erlaubten 60 km/h. Der Lokführer einer verträumten S6, der sich doch entschlossen hat, vom Essener Hauptbahnhof über den Stadtwald, Hügel, Werden, Kettwig, Ratingen, Düsseldorf und Leverkusen weiter nach Köln zu fahren - was in den letzten Tagen nicht selbstverständlich war - staunt nicht schlecht, als sein Zug aus dem Wald kommt und er auf der Straße neben den Gleisen zwei Damen mit ihren Woks den Berg hinunter sausen sieht, die seine S-Bahn sogar noch überholen. Der Zwerghamster des Todes jubiliert bereits, als er die beiden in weiter Ferne angesaust kommen sieht, doch er wird kopfüber in den Schnee getreten - mal wieder von Ente Marianne und ihren 13 Küken, die auf der Suche nach Erpel Dieter sind. Zum Glück bremsen Renate und Uli rechtzeitig, sodass sie sehr exakt am S-Bahnhof zum Stehen kommen. Der Sensemann ist stinkig und holt sich aus lauter Frust einen Flachmann am Kiosk, den er auf Ex und Hopp leert.
Alex versucht, gemeinsam mit Marina, Steffi und Thomas im Vierer-Bob den Berg hinunter zu segeln. Sie sitzt ganz vorne, hinter ihr Thomas, dessen Nippel sie wieder im Kreuz hat. Marina hat sich hinter ihm platziert und das steuernde Schlusslicht des Bobs bildet Steffi. Der Bob gewinnt rasch an Fahrt. Thomas quiekt angesichts der Geschwindigkeit und der gefährlichen Nähe zur Mittelmauer auf der B224. Marina findet ihn dusselig. Steffi macht das betretene Gesicht, insbesondere als auch sie auf halber Höhe in die Radarfalle sausen.
Der Zwerghamster des Todes hat sich mittlerweile wieder ausgebuddelt und sieht erfreut, dass sich ein Vierer-Bob mit hoher Geschwindigkeit nähert. Vielleicht kann er die Insassen ja mit ins Jenseits nehmen??? Er hat keine Zeit mehr, darüber nachzudenken, denn Ente Marianne und ihre 13 Küken sind zurückgekommen und treten ihn abermals kopfüber in den Schnee, dabei singen sie fröhlich den OOMPH-Hit "Augen auf". Der Zwerghamster des Todes prustet und als er gerade wieder sein Köpfchen aus dem Schnee erhoben hat, tritt ihm Erpel Dieter - wie üblich mit Fluppe im Schnabel - auf den Kopf und grummelt: "Du bist bestusst!" Derweil suchen Sammy und Ecki nach Tulpen am Weg zur Platte, doch dafür ist es noch ein bisschen zu früh. Steffi, der freundliche Hamster mit dem Umhängetäschchen, segelt mit dem Gleitschirm über den Werdener Berg hinweg und filmt die Abfahrt ihrer Mutti und deren Begleiter. Zum Glück ist ihr menschliches Pendant in der Lage, rechtzeitig zu bremsen, sodass der Bob sehr exakt am S-Bahnhof zum Stehen kommt. Der Sensemann ist abermals frustriert und holt sich noch nen Flachmann, den er auf Ex und Hopp leert. Der Zwerghamster des Todes kommt derweil zu dem Ergebnis, dass er Enten bei Winterwetter hasst und er nie wieder OOMPH! hören wird.
Derweil rodeln Thorsten und Timo als Doppelsitzer den Hang hinab. Timo liegt, da er größer ist als Thorsten, natürlich unten. Petra und Till Lindemann kichern und faseln was von Schwulentaxi. Thorsten findet Lenken mal wieder total überbewertet, sodass sie mehrfach die Mittelmauer touchieren, zum Glück ohne gesundheitliche Folgen, sehr zum Verdruss vom Sensemann und seinem Zwerghamster des Todes. Natürlich sausen auch sie in die Radarfalle. Sammy nöhlt rum, weil sie keine Tulpen findet. Ecki ist traumatisiert, da Krimhilde Krötenwutz ihn über den Haufen gerannt hat. Hamster Steffi wiederum traumatisiert mit ihrem Gleitschirm einen Mégane-Fahrer, vor dessen Windschutzscheibe sie auf der Brückstraße her schwebt.
Die beiden Herren bremsen nicht ganz so rechtzeitig, da Thorsten auch bremsen total überbewertet findet. Schließlich stoppen sie die massiven Hartschalenkoffer von Omma Plömmelköttel, die aus Köln gekommen ist und ihren Neffen, der in Werden wohnt, besuchen möchte. Danach kann Thorsten den Ärztinnen in der Unfallchirurgie des katholischen Krankenhauses Werden alles zeigen, was sie sehen wollen. Timo hat nach diesem Höllenritt einen Rückenklaus und muss ebenfalls in der Chirurgie verarztet werden. Draußen zieht die Entenfamilie inklusive Erpel Dieter vorbei und singt mal wieder "Augen auf".
The End

Montag, 27. Dezember 2010

Meine Stofftiere und der Schnee



Fotos: (c) Alexandra Döll, Essen
_______________________________________________
Meine Stofftiere mit Eigenleben genießen das Winterwetter auch - allerdings regt sich Sammy öfter mal auf, wenn sie in einen Schneehaufen fällt oder ihr ein Schneemann misslingt. Sie trägt bei Schneespaziergängen immer ihr rotes Mäntelchen, Ecki seinen blauen Schalke 04-Anorak. Steffi, die Hamsterdame auf dem Foto oben, fliegt immer mit ihrem Gleitschirm durch die Gegend - allerdings musste ich jedesmal meine Fensterbänke frei halten, die sie als Landebahn genutzt hat, denn die waren doch ziemlich vereist. Da es derzeit in Essen leicht taut, musste ich die Landebahn heute nicht mehr von Eis befreien. Steffi ist manchmal so freundlich und nimmt in ihrer Umhängetasche Streusalz mit, das sie dann sporadisch abwirft - die Stadt Essen streut ja nicht. Allerdings gucken die Leute immer dreieckig, wenn vor einem Geschäft ein kleiner sprechender Plüschhamster mit Gleitschirm landet :o).
Neulich sind meine Stofftiere sogar Schlitten gefahren, aber da sie über einen Buckel fuhren und der Schlitten ein kleines Hopserchen machte, fielen einige Stofftiere in den Schnee - u. a. auch Sammy, die sich mal wieder tierisch aufgeregt hat. Meine Schneeaktivitäten beschränken sich ja aus gesundheitlichen Gründen eher auf's Räumen (sofern möglich) und dem Fotografieren der verschneiten Landschaft.