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Donnerstag, 6. Oktober 2011

Neues PC-Spiel: Butterfly's Paradise

Ziel des Spiels

Ziel ist es, möglichst viele Schmetterlinge in unterschiedlicher Umgebung zu fangen und sie auf eine paradiesische Wiese zu bringen, wo sie frei von Insektiziden leben können und einen besonderen Schutz genießen. Gewinner ist, wer die meisten gesunden Schmetterlinge zu der o. g. Wiese, dem Butterfly's Paradise, gebracht hat.

Das Spiel kann sowohl alleine am heimischen PC als auch interaktiv als Online-Game mit mehreren Teilnehmern gespielt werden.

Level

Für die Jagd stehen mehrere Umgebungen zur Auswahl - Bergwiese in den Alpen, Emscherufer, die Serengeti, die Wolkenkratzer-Schluchten von Manhattan und final der Regenwald in Brasilien inklusive pyramidenähnlichen Tempeln früherer Kulturen.

Spielfiguren

Wahlweise können als Identitäten ausgewählt werden:

  • Alex: hopst zwar teilweise humpelnd, aber fröhlich und ganz in schwarz gekleidet durch die Gegend. Ihre Energie-Reserven können mit Kippen, Milchkaffee, Fleischwurst mit Knoblauch sowie einem Salat-Cup "Schinken & Käse" von Aldi wieder aufgeforstet werden. Im Rucksack führt sie ihre beiden Mini-Berggorillas Sammy und Ecki aus Plüsch mit, die munter in die Gegend lünkern und nebenbei noch Bambus-Bratlinge, Käseküchelchen sowie Bananen-Mandarinen-Kompott konsumieren
  • Marina: trägt Jeans und T-Shirt, benutzt auch schon mal gerne ihr BMX-Rad und trägt ne Ananas spazieren. Ihre Energie-Reserven können mit stillem Mineralwasser, Obst und leckerem Eintopf des Suppenstandes Dauser am Carlsplatz wieder aufgefüllt werden.
  • Steffi: trägt weite Klamotten und jagt Schmetterlinge wahlweise mit einem Fahrrad oder Kickboard. Ihre Energie wird durch Milch, Wasser, Salat, Gemüse und Fisch wieder aufgefrischt.
  • Timo: läuft in Trainingsjacke von Adidas, T-Shirt und Jeans durch die Level. Seine Energie-Reserven können mit Kölsch, Döner, Gyros mit Tzatziki und Nacktfotos von Balloonhead und Babyface wieder aufgestockt werden.
  • Thomas: trägt ein zu enges T-Shirt und Jeans. Um ihn wieder mit der nötigen Energie auszustatten, stehen Rotwein, Kaffee, Eiersalat, Prostagutt Forte und ein halbes Schwein auf Toast zur Verfügung.
  • Thorsten: läuft als ehemaliger Kunstturner auch in einer solchen Kluft herum, so als wenn er gleich Sechskampf machen wollte. Für seinen Energie-Haushalt sind Kaffee, Lachs, Bratwurstschnecke und Joints besonders zuträglich.
  • Renate: trägt Pulli und Jeans. Sie geht mit einem Island-Pony auf die Schmetterlings-Jagd. Um ihre Energie wieder aufzuforsten, helfen Kaffee, Zitronensprudel, Bilderbücher mit Taschenkrebsen, Pfannkuchen und Pizza. 
  • Uli: trägt T-Shirt und Jeans. Bei der Jagd wird sie von ihrem Hund Herkules begleitet. Damit sie nicht ganz energielos da steht, sind viel Kaffee, Wasser, Mangold, Nudeln und Pizza vom Garagen-Italiener in D'dorf-Golzheim notwendig. 
  • Charmin Bear: trägt Anzug und Krawatte, während er verträumt durch die Level tapert. Für ihn und seinen Energie-Haushalt sind Kaffee, Wasser, Currywurst mit Pommes Rot-Weiß, eine Charmin-Klorolle und Lasagne von essentieller Bedeutung. 
Alle Spielfiguren bekommen ein Schmetterlingsnetz, um die Tierchen einfangen zu können. Gleichzeitig verfügen alle über sieben Leben.

Aufpassen! Gefahr droht für die Spielfiguren bei folgenden Erscheinungen:
  • Frösche hopsen dumpf unkend durch die Gegend. Die Spieler müssen peinlich genau darauf achten, nicht mit den Amphibien in Berührung zu kommen, denn dann verliert die Figur ein Leben.
  • Schlangen aller Art, wie z. B. Anaconda, Python, Kobra, Klapperschlange, Kreuzotter. Beißt eine der Schlangen zu oder nimmt ne Figur in den Würgegriff, ist das tödlich und kostet direkt zwei Leben.
  • Krokodile sind unterwegs - sogar in Manhattan! Wer von einem Kroko gebissen wird, verliert ein Leben, wer von einem Kroko verschlungen wird, sogar zwei.
  • Ameisen pinkeln Spielfigur an: Abzug von 30 Punkten
  • Geistesgestörte Spechte verwechseln eine der Figuren mit einem Baum. Für jeden Schnabelhieb gibt es drei Punkte Abzug, beim Austritt von Blut sogar 20 Punkte Abzug. Wer durch den Abzug in den Minus-Bereich gerät, verliert ein Leben.
  • Tollwütige Skelette versuchen, die Figuren zu beißen. Wer von einem Skelett gebissen wird, muss schnellstmöglich das Gegenmittel finden, das aber nur zweimal pro Level auftaucht - wenn die Spielfigur nervöse Zuckungen nebst Schaum vor dem Mund bekommt, verliert sie ein Leben.
Pluspunkte:
  • Die o. g. Kreaturen werden erfolgreich verscheucht oder abgewehrt: 20 Punkte
  • Je nach Schmetterlingsart werden pro gefangenem Falter zwischen 5 und 50 Punkte vergeben
  • Fütterung von Vögeln, die dann anfangen zu singen: 15 Punkte
  • Löschung eines Buschbrandes - egal, ob nun der Busch einer männlichen Spielfigur :o) oder ein Busch in der Prärie brennt: 25 Punkte
  • Spielfigur klettert erfolgreich an einer Liane hoch in die Bäume bzw. auf einen Wolkenkratzer: 50 Punkte
  • Affen werden mit Bananen gefüttert: 5 Punkte pro verfütterter Banane, 10 Punkte, wenn der Affe grinst, 20 Punkte, wenn der Affe grinst und die Spielfigur liebevoll zu lausen beginnt
  • Taschenkrebse werden erfolgreich zur Adoption an Flusskrokodile vermittelt: 15 Punkte pro adoptiertem Taschenkrebs
  • Schmetterlinge werden auf der Wiese Butterfly's Paradise erfolgreich ausgewildert und flattern gesund und munter dort herum: pro Schmetterling 100 Punkte, bei verletzten Faltern lediglich 15 Punkte pro Tier.

Montag, 26. September 2011

Lustiger Horror-Film aus Australien

Da das Fernsehprogramm am Samstagabend ja mal wieder bescheiden war - Carmen im Nebel im ZDF, die Volksverarschung "Das Supertalent" auf RTL, ein Krimi mit Familie Wepper in der ARD und ein Eifersuchtsdrama auf Pro7, unbekannte Schlagersternchen wie Yvonne König und Michael Wagner auf Center.tv Ruhr, die dort auf irgendnem Fest aufgetreten sind - sah ich mir zunächst eine Dokumentation über Haie und Krokodile auf DMAX an, bevor ich um kurz nach 22 Uhr mal auf Tele5 zappte, wo ein Horrorfilm mit dem Titel "Black Water" lief - ich habe mich so dermaßen gegruselt, dass ich fast vor Langeweile eingeschlafen wäre, wenn nicht die Dialoge ab und zu ziemlich witzig bis bekloppt gewesen wären. Wie man sieht, habe ich mich nicht gerade gegruselt, hihi.

Der australische Horror-Film aus dem Jahr 2007 trug den Titel "Black Water". Im Mittelpunkt standen drei Menschlein - ein Mann und eine Frau, die offensichtlich ein Liebespaar waren, sowie eine jüngere Dame, von der man aber nicht genau sagen konnte, in welcher Beziehung sie zu den beiden stand (Tochter, was aber eher unwahrscheinlich war, Freundin, Bekannte, Kollegin...). Die drei Herrschaften saßen im australischen Urwald in den Ästen eines Seitenarms von einem großen Fluss fest und diskutierten zunächst mal, wer denn jetzt den Weg aus der grünen Hölle auskundschaftet - der Mann sollte nicht gehen, weil verletzt, die junge Frau nicht, weil es ihr nicht gut ging und die Freundin des Mannes aus irgendwelchen Gründen auch nicht. Der Dialog war schon zum Schreien komisch. Die Freundin des verletzten Mannes ist dann trotzdem über die Äste gestiegen und hat sich durch das unübersichtliche Wasserlabyrinth bis zum Hauptstrom durchgekämpft - bis ihr plötzlich ein abgebissenes Ohr auffiel, das dort so bleich im trüben Wasser trieb. Danach flitzte sie barfuß über die Äste zurück und hatte nen Schreikrampf. Das war aber gruselig...:o/.

Hm, dazu ist mir natürlich eine kleine Geschichte eingefallen, wie es wäre, wenn ich mit meinen Spießgesellen irgendwo im Urwald im Flusslabyrinth festsäße :o).

Ich sitze also mit Thomas, Timo, Zeno, Olli, Marina, Renate und Uli in den Ästen irgendwo im Regenwald, wo wir uns verlaufen haben, zumal auch unser Boot von bösen Krokodilen zum Kentern gebracht wurde. Meine Stofftiere mit Eigenleben - also die beiden Mini-Berggorillas Sammy und Ecki - lugen aus meinem Rucksack und fragen sich, was sie hier eigentlich tun, zumal es im Urwald noch nicht mal Käseküchelchen gibt. Unter uns blubbern ab und zu Krokodile, die Piranhas spielen Nasenball mit Marinas gelbem Flummi, den sie natürlich bei der ganzen Aufregung verloren hat. Darauf kommt sie jetzt nicht klar.


          Krokodil - (c) Rafiki, Pixelio


Wir überlegen natürlich, wie wir wieder auf den Hauptstrom kommen und ein Indianerdorf finden, aber selbstverständlich will keiner, dass der Andere geht, um die Gegend auszukundschaften - Marina ist zu zierlich, Timo hat nen Rückenklaus, ich habe Rheuma in Verbindung mit nem APS, Renate hat auch Rheuma, Uli hat einen verstauchten Fuß, Thomas hat auch Rücken, Olli ist zu nervös - sodass sich Sammy und Ecki entschließen, als kletterfreudige Äffchen über die Äste weiterzuklettern. Sammy wirft den Piranhas vorher noch ein Stückchen Leberwurst ins Wasser, damit die kleinen Salmer sich darüber her manchen können.

             Piranha - (c) grs1305, Pixelio


Sammy und Ecki gelingt es schließlich nach einer kleineren Klettertour, den Hauptstrom wiederzufinden. Die Urwald-Indianer öden sich am anderen Ufer an, denn auf einer Bühne in der Flussmitte singen Yvonne König und Michael Wagner Schlager, die die Welt nicht braucht. Zwei Krokodile treiben genervt an der Bühne vorbei und machen das Daumen runter-Zeichen. Ecki übertönt die beiden Schlagersternchen mit seiner kräftigen Stimme, indem er "Smoke on the Water" kräht. Die anderen Menschen im Urwald müssen sich den Schlager-Scheiß auch anhören und sind entsprechend genervt - Marina kommt auf diesen Singsang überhaupt nicht klar und hört lieber per MP3-Player was anderes. Die anderen sind froh, als Ecki singt - zwar nicht gut, aber besser als diese beiden Möchtegern-Stimmungskanonen.

Thomas hat mal wieder ne Sextaner-Blase und muss pullern. Alex rät ihm, doch in das trübe Wasser zu pinkeln, da natürlich gerade keine Toilette in der Nähe ist. Thomas errötet zwar, sieht aber ein, dass das jetzt wohl nicht anders geht. Er packt vorsichtig seinen Dödel aus, denn er muss ja darauf achten, dass er nicht vom Ast kippt und ins Wasser plumpst zu hungrigen Tieren. Endlich kann er pullern, während die Damen natürlich Würstchenbeschau machen :o). Allerdings ist sein Pipi wohl im Wasser nicht überall willkommen, denn ein Skelett treibt vorbei und formt seine knochige Hand zum Stinkefinger. Thomas guckt sparsam aus der Wäsche. Marina kommt auf das Skelett nicht klar - noch weniger allerdings auf den Panther, der dort zwischen den Ästen herum schleicht und auf Nahrungssuche ist. Zum Glück nimmt er keine Notiz von den Menschen, die dort in den Bäumen hocken. Timo sehnt sich nach ner Flasche Kölsch, Olli nach Sandburgen.

Schließlich kehren Sammy und Ecki zurück, denn sie haben eine Brücke entdeckt, die zwar ziemlich baufällig ist, aber die sie nutzen können, um auf die andere Seite des Flusses zu kommen. Die beiden Stofftiere schlüpfen wieder in den Rucksack ihrer Mutti und weisen ihr und den anderen den Weg. Uli nörgelt rum, weil ihr Nagellack von ihren Fußnägeln abblättert. Renate futtert ein Kaugummi und fragt sich, ob es irgendwo im Universum intelligentes Leben gibt. Timo motzt über seinen Rückenklaus, genau wie Thomas. Marina kommt auf diese Klettertour nicht klar und auch nicht darauf, dass sie ihren gelben Flummi zurücklassen muss, denn mit Piranhas will sie sich lieber nicht anlegen, um ihren Flummi zurückzuerobern.

Nach qualvoll langen 15 Minuten sind sie an der Brücke angekommen, die über den etwa 50 Meter breiten Fluss führt.


          Urwaldbrücke - (c) Dieter Schütz, Pixelio

Die Herrschaften fangen an, sich langsam drüber zu hangeln, da die Brücke recht baufällig ist, wobei jeder Mann eine Dame beschützt, indem er hinter ihr geht. Alex hat Thomas' Nippel schon im Kreuz, so dicht ist er ihr auf den Fersen. Zeno bewacht Marina, die auf die Brücke nicht klar kommt und rummotzt. Olli fungiert als Renates Beschützer, während Timo auf Uli achtet. Unter der Brücke sperren freche Krokodile bereits einladend ihr Maul auf - vielleicht plumpst ja doch mal einer von den Menschen da oben runter, so hoffen sie zumindest. Sammy wirft einen Kringel Fleischwurst runter, die von den Repitilien mit Genuss verspeist wird. Auf der Flussbühne singt immer noch Yvonne König, die sichtlich genervt ist, weil sie die Urwald-Indianer nicht begeistern kann, genauso wenig wie ihre Landsleute, die sich über den Fluss hangeln und es vermeiden, nach unten zu gucken, denn mittlerweile hat sich auch noch ein nicht ganz vier Meter langer Bullenhai zu den Krokodilen gesellt, denn diese Haiart verfügt über die Fähigkeit, sowohl im Salz- als auch im Süßwasser leben zu können. Marina kommt auf die Rückenflosse des Hais, die die Wasseroberfläche durchschneidet, nicht klar. Zeno verdreht die Augen. Thomas jammert und muss schon wieder Pipi, aber Alex bittet ihn, damit zu warten, bis sie am anderen Ufer angekommen sind. Er ist zwangsweise damit einverstanden. Die Urwald-Indianer feuern die Touristen an, die sich dort langsam über die Brücke hangeln, denn auf Yvonne König und ihren Billig-Schlager haben sie nun wirklich keinen Bock. Der Bullenhai rammt die Holzpfähle, auf denen die Bühne steht, mehrfach, denn er mag die Musik auch nicht und hofft, diese Trällerelse fressen zu können, damit ein für alle Mal Ruhe im Karton ist und er mal wieder was im Magen hat. Die Piranhas wissen von den Plänen des großen Raubfischs und machen das Daumen hoch-Zeichen - vielleicht können sie ja noch die Reste von ihrem Skelett nagen, die der Hai ihnen übrig gelassen hat. Leider bleibt die Bühne jedoch stehen und Yvonne König singt irritiert weiter. Warum mag nur keiner ihrer Musik - und noch nicht mal die Tiere? Marina fragt sich, ob die Dame dusselig ist. Die Krokodile im Fluss machen nach wie vor das Daumen runter-Zeichen. Das ändert sich auch nicht, als die selbsternannte Stimmungskanone Michael Wagner die Bühne betritt und versucht, die Indianer zum Klatschen, Mitsingen und Tanzen zu animieren. Die sind jedoch mehr ent- als begeistert und tippen sich frustriert an die Stirn. Yvonne König hockt derweil frustriert am Bühnenrand.

Endlich haben wir es geschafft und sind am anderen Ufer angekommen. Die Urwald-Indianer sind so freundlich und laden uns zum Essen ein, denn einige der Männer haben Riesen-Piranhas geangelt, die auch noch sehr bekömmliche Speisefische sind. Sammy und Ecki bekommen Käseküchelchen, denn die Dorfälteste backt für ihr Leben gerne - auch Torten und Kuchen, die im Urwald eigentlich nicht üblich sind. Besonders zufrieden sind alle, als der Singsang auf der Bühne endlich beendet ist und die beiden Schlager-Sternchen mit einem Motorboot weit weg gebracht werden.

Happy End!

Alle Rechte der Fotos liegen bei den jeweiligen Fotografen!