Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Samstag, 30. März 2013
Schnee Ende März
Schnee Ende März - (c) Alexandra Döll, Essen
So sah unser Garten und die benachbarte Plantage heute Morgen aus, nachdem es gestern Abend wieder mal kräftiger geschneit hatte. Als ich am frühen Abend noch eine Primel, die mir eine Kollegin zu Ostern geschenkt hat, aus meinem Clio holte, konnte mein fahrbarer Untersatz auch nur noch den Kopf schütteln. Er stand Schnauze an Schnauze mit einem schwarzen Artgenossen, wobei der Artgenosse aber ein Clio Grandtour ist und keine Schräghecklimousine, so wie meiner. Die Familie, die den Grandtour fährt, ist weder mir noch Clio sympathisch - asoziales Parken in Einfahrten und Prollen ("Boa ey, dat Wetter is bekifft! Ey boa ey...!" - da fragten wir uns echt, wer da bekifft ist, das Wetter oder der Fahrer des Grandtour zzgl. Familie...) geht bei denen Hand in Hand, haha.
Heute Vormittag schien meist die Sonne, deshalb ist der Schnee auch größtenteils weggeschmolzen. Als ich kurz nach zehn mit Clio tanken fuhr, war er auch schon komplett abgetaut. Zwischendurch hat es auch wieder leicht geflöckelt, aber jetzt ist die Sonne wieder da. Ich kann den Schnee auch bald nicht mehr sehen, aber deshalb prolle ich nicht in asozialer Weise die ganze Straße zusammen...
Sammy befürchtet schon, dass sie die Ostereier für die Kinder im Garten bei Schnee verstecken kann und nöhlt entsprechend rum, außerdem will sie wieder mit Stinki schaukeln gehen, hihi. Heute Vormittag war der Spielplatz am Emil-Bredt-Weg jedenfalls verwaist, als ich Clio dort abgestellt hatte - nein, ich wollte nicht mit Stinki und/oder Sammy schaukeln :o), sondern zur Sparkasse wandeln, die ja nur wenige Meter entfernt ist. Derweil kümmerte sich meine Waschmaschine freundlich um Handtücher, die mal wieder gewaschen werden mussten.
Die Primel steht jetzt freundlich zusammen mit anderen Frühblühern wie Krokussen, Narzissen und Schneeglöckchen auf dem Fensterbrett am Balkon und freundelt alle an. Ich habe Sammy schon untersagt, an der Primel zu friemeln - wenn die Kleine frustriert ist wegen Schnee oder weil Stinki nicht da ist, um mit ihr zu schaukeln, hat sie manchmal verrückte Ideen :o).
Sonntag, 17. Februar 2013
Erst spielten sie am Teich ein Weilchen...
...dann spielten sie an weichen Teilchen :o), so lautet ein berühmter Spruch aus den 60ern oder 70ern, den ich mal von meinem Vater gelernt habe, hihi. Dazu gibt's natürlich auch ne passende Geschichte, erdacht von mir :oD.
Ich sitze im Sonnenschein am Teich im Borbecker Schlosspark und füttere Enten (ist zwar mittlerweile verboten, aber in meiner künstlerischen Freiheit natürlich nicht). Die Rhododendronbüsche fangen an zu blühen, Frühlingsboten wie Narzissen, Hyazinthen, Tulpen und Krokusse sprießen überall aus der Erde. Die Enten auf dem Teich quaken zufrieden, Fische kommen dankbar an die Oberfläche, um auch ein wenig Brot zu mampfen.
Plötzlich und unerwartet betritt Stinki die Szenerie, der einen Kinderwagen vor sich her schiebt, in dem Badepuppe Bethany und Vivienne sitzen. Er errötet zwar, als er mich sieht (ist ja auch im wahren Leben nix Neues), lässt aber den Kinderwagen in Sichtweite stehen und hockt sich zwecks vorsichtiger Kontaktaufnahme neben mich. Wir freundeln uns vorsichtig an, als uns eine wohlbekannte Stimmte aus unseren Gedanken reißt, die ruft: "Mr. Dole, look at me!" Stinki stöhnt genervt, Vivienne ruft: "Mami!" und ich rolle mit den Augen. Die Enten quaken frustriert. ES nähert sich, eine aufblasbare, grinsende Biene in der Hand. Ein Karnickelkind poppt neben einer Ansammlung Narzissen eine Karnickelkinddame. Stinki ranzt: "Wat is'n hier eigentlich los?!" und zündet sich ne Zigarette an. Danke, ES, du bist gerade sehr unpassend...
ES zeigt uns ungefragt und ungewollt seine aufblasbare Biene und fragt Stinki, ob die Biene aus Polypropylen ist. Stinki schüttelt gereizt den Kopf und wendet sich von ES ab. Die ersten echten Bienen platzen fast vor Neid über die Größe ihrer aufblasbaren Artgenossin und attackieren ES mit gereiztem Summen. Der kreischt: "Mr. Dole, look at me!" und rennt quer über die Wiese Richtung Schloss, gefolgt von den Bienen, dabei stolpert er fast über die poppenden Karnickelkinder. Ich bleibe seelenruhig neben Stinki am Teich sitzen, der schadenfroh kichert. ES weiß gar nicht, was die echten Bienen plötzlich für ein Problem haben. Die Enten quaken wieder zufrieden, weil ES sich eiligst entfernt und auch noch nem Pärchen, das kurz zuvor im Schloss Borbeck standesamtlich geheiratet hat, die Hochzeitsaufnahmen versaut. Wer will schon auf seinem Hochzeitsfoto ein ES mit ner aufblasbaren, grinsenden Biene inklusive gereiztem Bienenschwarm im Schlepptau?
Stinki und ich wechseln die Location, weil wir das ganze Brot an die Enten und Fische verfüttert haben und gehen zum nahe gelegenen Spielplatz, damit Vivienne und Badepuppe Bethany dort mit uns im Sandkasten spielen können. Am Bach flucht das Brautpaar, nachdem sie fast von ES und seiner aufblasbaren Biene über den Haufen gerannt wurden. Einige Kinder plärren, weil Stinki und ich für die Puppen Sandkuchen backen und "Vater - Mutter - Kind" spielen :o). ES kreischt - vermutlich mittlerweile auf der Polizeiwache Borbeck auf der Ecke Schlossstraße angekommen: "Mr. Policeman, look at me!" Wir lachen amüsiert. Stinki ist so gut drauf, dass er mit Badepuppe Bethany rutschen geht und weitere Kinder zum Heulen bringt. Er fragt: "Wat is'n mit euch eigentlich los?!", so als wenn's das Normalste der Welt wäre, dass ein 51-jähriger Mann mit ner Puppe im Windelhöschen und Quietscheentchen rutschen geht. Ich mache davon ein freundliches Handy-Foto, während Vivienne begeistert "Mami!" ruft, als sie ihren Papi mit Bethany rutschen sieht. Die anderen Kinder plärren immer noch und beschweren sich über den "bösen Onkel mit der Puppe".
Schließlich müssen Stinki und ich zurück zum Teich, weil Vivienne ihre Windel eingenässt hat und Stinki somit die Windel erst mal wechseln muss. Er fragt: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!", doch Vivienne antwortet nur: "Mami, Durst!" Stinki seufzt, während ich Bethanys Quietscheentchen ein wenig auf dem Teich treiben lasse. Das finden aber die Entenmütter nicht lustig, sodass ich das Quietscheentchen schleunigst wieder einsammele, bevor es zu einem Quietscheentchen-Massaker kommt. Stinki gibt Vivienne nach der Wickelorgie etwas zu trinken, auch wenn damit abzusehen ist, dass er die Windel wohl bald wieder wechseln muss. Eva kommt mit nem Ghetto-Blaster vorbei und spielt passenderweise den Prince-Klassiker "KISS", damit an dem Spruch "Erst spielten sie am Teich ein Weilchen, dann spielten sie an weichen Teilchen" schließlich auch was dran ist :o). ES sitzt derweil heulend und zerstochen auf der Polizeiwache Borbeck, während die Bienen draußen vor sich hin summen. Eva füttert derweil die Karnickelkinder mit ner Möhre, während Stinki und ich uns anfreundeln unter den freundlichen Blicken von Vivienne und Bethany.
Happy End!!!
Ich sitze im Sonnenschein am Teich im Borbecker Schlosspark und füttere Enten (ist zwar mittlerweile verboten, aber in meiner künstlerischen Freiheit natürlich nicht). Die Rhododendronbüsche fangen an zu blühen, Frühlingsboten wie Narzissen, Hyazinthen, Tulpen und Krokusse sprießen überall aus der Erde. Die Enten auf dem Teich quaken zufrieden, Fische kommen dankbar an die Oberfläche, um auch ein wenig Brot zu mampfen.
Plötzlich und unerwartet betritt Stinki die Szenerie, der einen Kinderwagen vor sich her schiebt, in dem Badepuppe Bethany und Vivienne sitzen. Er errötet zwar, als er mich sieht (ist ja auch im wahren Leben nix Neues), lässt aber den Kinderwagen in Sichtweite stehen und hockt sich zwecks vorsichtiger Kontaktaufnahme neben mich. Wir freundeln uns vorsichtig an, als uns eine wohlbekannte Stimmte aus unseren Gedanken reißt, die ruft: "Mr. Dole, look at me!" Stinki stöhnt genervt, Vivienne ruft: "Mami!" und ich rolle mit den Augen. Die Enten quaken frustriert. ES nähert sich, eine aufblasbare, grinsende Biene in der Hand. Ein Karnickelkind poppt neben einer Ansammlung Narzissen eine Karnickelkinddame. Stinki ranzt: "Wat is'n hier eigentlich los?!" und zündet sich ne Zigarette an. Danke, ES, du bist gerade sehr unpassend...
ES zeigt uns ungefragt und ungewollt seine aufblasbare Biene und fragt Stinki, ob die Biene aus Polypropylen ist. Stinki schüttelt gereizt den Kopf und wendet sich von ES ab. Die ersten echten Bienen platzen fast vor Neid über die Größe ihrer aufblasbaren Artgenossin und attackieren ES mit gereiztem Summen. Der kreischt: "Mr. Dole, look at me!" und rennt quer über die Wiese Richtung Schloss, gefolgt von den Bienen, dabei stolpert er fast über die poppenden Karnickelkinder. Ich bleibe seelenruhig neben Stinki am Teich sitzen, der schadenfroh kichert. ES weiß gar nicht, was die echten Bienen plötzlich für ein Problem haben. Die Enten quaken wieder zufrieden, weil ES sich eiligst entfernt und auch noch nem Pärchen, das kurz zuvor im Schloss Borbeck standesamtlich geheiratet hat, die Hochzeitsaufnahmen versaut. Wer will schon auf seinem Hochzeitsfoto ein ES mit ner aufblasbaren, grinsenden Biene inklusive gereiztem Bienenschwarm im Schlepptau?
Stinki und ich wechseln die Location, weil wir das ganze Brot an die Enten und Fische verfüttert haben und gehen zum nahe gelegenen Spielplatz, damit Vivienne und Badepuppe Bethany dort mit uns im Sandkasten spielen können. Am Bach flucht das Brautpaar, nachdem sie fast von ES und seiner aufblasbaren Biene über den Haufen gerannt wurden. Einige Kinder plärren, weil Stinki und ich für die Puppen Sandkuchen backen und "Vater - Mutter - Kind" spielen :o). ES kreischt - vermutlich mittlerweile auf der Polizeiwache Borbeck auf der Ecke Schlossstraße angekommen: "Mr. Policeman, look at me!" Wir lachen amüsiert. Stinki ist so gut drauf, dass er mit Badepuppe Bethany rutschen geht und weitere Kinder zum Heulen bringt. Er fragt: "Wat is'n mit euch eigentlich los?!", so als wenn's das Normalste der Welt wäre, dass ein 51-jähriger Mann mit ner Puppe im Windelhöschen und Quietscheentchen rutschen geht. Ich mache davon ein freundliches Handy-Foto, während Vivienne begeistert "Mami!" ruft, als sie ihren Papi mit Bethany rutschen sieht. Die anderen Kinder plärren immer noch und beschweren sich über den "bösen Onkel mit der Puppe".
Schließlich müssen Stinki und ich zurück zum Teich, weil Vivienne ihre Windel eingenässt hat und Stinki somit die Windel erst mal wechseln muss. Er fragt: "Wat is'n mit dir eigentlich los?!", doch Vivienne antwortet nur: "Mami, Durst!" Stinki seufzt, während ich Bethanys Quietscheentchen ein wenig auf dem Teich treiben lasse. Das finden aber die Entenmütter nicht lustig, sodass ich das Quietscheentchen schleunigst wieder einsammele, bevor es zu einem Quietscheentchen-Massaker kommt. Stinki gibt Vivienne nach der Wickelorgie etwas zu trinken, auch wenn damit abzusehen ist, dass er die Windel wohl bald wieder wechseln muss. Eva kommt mit nem Ghetto-Blaster vorbei und spielt passenderweise den Prince-Klassiker "KISS", damit an dem Spruch "Erst spielten sie am Teich ein Weilchen, dann spielten sie an weichen Teilchen" schließlich auch was dran ist :o). ES sitzt derweil heulend und zerstochen auf der Polizeiwache Borbeck, während die Bienen draußen vor sich hin summen. Eva füttert derweil die Karnickelkinder mit ner Möhre, während Stinki und ich uns anfreundeln unter den freundlichen Blicken von Vivienne und Bethany.
Happy End!!!
Samstag, 4. Februar 2012
Spaziergänge mit den Männergärtnerinnen
Angesichts des derzeit sonnigen, aber bitterkalten Wetters gehen die Männergärtnerinnen Steffi und Alex mit ihren Schützlingen im Schlosspark spazieren. Klein-Aaron ist natürlich besonders warm eingepackt, was bei Temperaturen von minus 8°C auch viel Sinn macht.
Der Charmin Bear nöhlt angesichts der Eiseskälte rum und wartet auf den Frühling, wobei die ersten Frühlingsboten, die sich gerade aus der Erde recken, natürlich noch keine weitere Entwicklung unternehmen, weil es fürs Blühen natürlich viel zu kalt ist. Um den Frühlingsboten etwas Gutes zu tun, bedeckt er sie leicht mit Charmin-Toilettenpapier, damit sie nicht frieren. Die Blumen bzw. das, woraus mal welche werden sollen, wissen nicht, ob sie das jetzt gut finden sollen oder nicht. Eine Hyazinthe im Frühstadium zeigt dem Charmin Bear nen Vogel.
Timo hat seinen Kopf besonders gut eingepackt, damit seine Vokuhilas nicht vereisen. Thomas will doch glattweg auf den Teich, der mittlerweile zugefroren ist, doch seine Männergärtnerinnen hindern ihn natürlich daran, denn es ist kaum davon auszugehen, dass die Eisdecke jetzt schon trägt. Die Enten quaken genervt wie zur Bestätigung. Thomas dreht ne Pirouette und stolpert fast über einen verfrühten Krokus, der ihm drohend die Faust zeigt. Erpel Dieter watschelt mit Fluppe im Schnabel an ihm vorbei und grummelt: "Du bist bestusst!" Thomas findet das auch nicht gerade witzig.
Thorsten und der Stationsarzt versuchen, im Sandkasten auf dem Spielplatz am Teich im neuen Teil des Schlossparks zu spielen, aber leider ist der Sand auch total vereist. Thorsten lacht hämisch, als er unter einer dicken Eisscholle doch ein wenig Sand abgreifen kann, den er zum Stationsarzt rüber wirft. Der findet Thorstens Aktion natürlich total bescheuert und zückt abermals seine Nadel, um Thorsten z stechen. Männergärtnerin Alex muss mal wieder schlichten. Steffi gibt ihrem Sohn etwas zu trinken. Aaron brabbelt vergnügt in seinem Kinderwagen. Thomas gesellt sich zu den beiden großen Kindern und schlägt vor, dass man doch die lange Röhrenrutsche nutzen könne. Alex und Steffi legen Protest ein, da sie befürchten, dass sich ihre Schützlinge die Blase erkälten bzw. überhaupt nicht durch die für Kinder gedachte Röhre passen, aber die drei Männer stürmen los und rennen den kleinen Hügel hinauf. Alex will hinterher hechten, doch sie stolpert über Ente Marianne und ihre Küken, wobei sich zum Glück weder Mensch noch Tier verletzen. Ente Marianne quakt genervt und gibt ihrem Gelege ein Zeichen, ihr zu folgen, sodass die kleinen flauschigen Küken über Alex' Schuhe hinweg trappsen. Erpel Dieter bildet das Schlusslicht und grummelt: "Du bist bestusst!", während er Rauchwölkchen in die kalte Mittagsluft pustet. Steffi hilft ihrer Freundin auf.
Während Alex' unfreiwilligem Bauchflatscher ist es natürlich passiert: Thorsten, der Stationsarzt, sein Namensvetter Christoph und Thomas haben entgegen der Anweisung ihrer Männergärtnerin die Röhrenrutsche benutzt - und obwohl drei der vier Herren schlank bis sehr schlank sind, sind alle vier in der Röhre stecken geblieben, sodass es für sie weder Vor noch Zurück gibt. Steffi und Alex stöhnen genervt, während der Charmin Bear netterweise sein Handy zückt und die Feuerwehr anruft. Zum Glück ist die Feuerwache an der Wüstenhöferstraße kaum mehr als fünf Minuten entfernt. Timo, der bis dato die Wasservögel auf dem Teich besprochen hatte, bezeichnet die vier Verunfallten als Ottos.
Nun ist das Gejammer in der Röhre aber groß. Thomas, der als Letzter rutschen wollte, fühlt sich in seinen eigenen Geburtsvorgang zurück versetzt, obwohl er an den natürlich keine Erinnerungen haben kann. Christoph flucht, denn ab und zu tritt Thomas ihm unfreiwillig auf den Kopf. Der Stationsarzt jammert dumpf aus der Röhre, dass er ne Nierenbeckenentzündung befürchtet, weil natürlich alles unterkühlt wird. Alex bietet ihm an, sein Würstchen wieder anzuwärmen, was für einen unartikulierten Laut aus der Röhre sorgt - ob das Angst oder Leidenschaft ist, lässt sich nicht so genau feststellen. Steffi macht das betretene Gesicht, während Thomas nach Alex jammert. Thorsten meckert in der Röhre rum - einmal weil Alex das zweideutige Angebot dem Arzt und nicht ihm gemacht hat und auch, weil seine Füße und Unterschenkel draußen in der Eiseskälte hängen, der Rest von ihm aber noch in der Röhre fest hängt. Alex packt ihm freundlich an die Füße, damit wenigstens die nicht total auskühlen. Thorsten stellt kichernd fest, dass weiter oben mehr Leben in seinem Körper ist als in seinen Füßen. Steffi macht erneut das betretene Gesicht, während Alex breit grinst. Der Stationsarzt nörgelt, dass Thorsten froh sein kann, dass er ihn jetzt nicht pieksen kann. Thorsten lacht trotz der Notlage dreckig. Der Charmin Bear bespricht lieber eine verfrühte Ansammlung von Frühlingsblumen, die vermutlich mal Tulpen werden wollen, denn ihm ist das alles zu sexistisch. Thomas stellt fest, dass der Angstschweiß zwar Pfützchen unter seinem Po verursacht, die aber sofort wieder zu Eis gefrieren. Christoph kommentiert dies mit den Worten "Halt die Klappe und stirb wie ein Mann!" Aaron brabbelt vergnügt vor sich hin.
Nach einer qualvoll langen Viertelstunde, die Steffi, Alex und dem Charmin Bear aber mindestens wie zwei Stunden vorkommen, erscheint endlich die Feuerwehr mit schwerem Gerät, um die Herren aus ihrer misslichen Lage zu schneiden und zu schweißen. Thomas erblickt als Erster wieder den blauen Himmel und faselt was von einer Kaiserschnittgeburt, sodass sich zwei Feuerwehrmänner nur noch entgeistert anstarren können und sich an die Stirn tippen. Als Nächstes stehen Christoph und Christoph wieder im strahlenden, aber kalten Sonnenschein, Thorsten folgt zum Schluss. Bevor es zurück zum Männergarten geht, entschuldigen sich die Männergärtnerinnen bei den Feuerwehrleuten für ihre großen Kinder und falten die vier leichtsinnigen Männergartenkinder anschließend gehörig zusammen. Die Vorlesestunde auf der Kuschelmatte mit Alex ist für heute jedenfalls gestrichen!
Der Charmin Bear nöhlt angesichts der Eiseskälte rum und wartet auf den Frühling, wobei die ersten Frühlingsboten, die sich gerade aus der Erde recken, natürlich noch keine weitere Entwicklung unternehmen, weil es fürs Blühen natürlich viel zu kalt ist. Um den Frühlingsboten etwas Gutes zu tun, bedeckt er sie leicht mit Charmin-Toilettenpapier, damit sie nicht frieren. Die Blumen bzw. das, woraus mal welche werden sollen, wissen nicht, ob sie das jetzt gut finden sollen oder nicht. Eine Hyazinthe im Frühstadium zeigt dem Charmin Bear nen Vogel.
Timo hat seinen Kopf besonders gut eingepackt, damit seine Vokuhilas nicht vereisen. Thomas will doch glattweg auf den Teich, der mittlerweile zugefroren ist, doch seine Männergärtnerinnen hindern ihn natürlich daran, denn es ist kaum davon auszugehen, dass die Eisdecke jetzt schon trägt. Die Enten quaken genervt wie zur Bestätigung. Thomas dreht ne Pirouette und stolpert fast über einen verfrühten Krokus, der ihm drohend die Faust zeigt. Erpel Dieter watschelt mit Fluppe im Schnabel an ihm vorbei und grummelt: "Du bist bestusst!" Thomas findet das auch nicht gerade witzig.
Thorsten und der Stationsarzt versuchen, im Sandkasten auf dem Spielplatz am Teich im neuen Teil des Schlossparks zu spielen, aber leider ist der Sand auch total vereist. Thorsten lacht hämisch, als er unter einer dicken Eisscholle doch ein wenig Sand abgreifen kann, den er zum Stationsarzt rüber wirft. Der findet Thorstens Aktion natürlich total bescheuert und zückt abermals seine Nadel, um Thorsten z stechen. Männergärtnerin Alex muss mal wieder schlichten. Steffi gibt ihrem Sohn etwas zu trinken. Aaron brabbelt vergnügt in seinem Kinderwagen. Thomas gesellt sich zu den beiden großen Kindern und schlägt vor, dass man doch die lange Röhrenrutsche nutzen könne. Alex und Steffi legen Protest ein, da sie befürchten, dass sich ihre Schützlinge die Blase erkälten bzw. überhaupt nicht durch die für Kinder gedachte Röhre passen, aber die drei Männer stürmen los und rennen den kleinen Hügel hinauf. Alex will hinterher hechten, doch sie stolpert über Ente Marianne und ihre Küken, wobei sich zum Glück weder Mensch noch Tier verletzen. Ente Marianne quakt genervt und gibt ihrem Gelege ein Zeichen, ihr zu folgen, sodass die kleinen flauschigen Küken über Alex' Schuhe hinweg trappsen. Erpel Dieter bildet das Schlusslicht und grummelt: "Du bist bestusst!", während er Rauchwölkchen in die kalte Mittagsluft pustet. Steffi hilft ihrer Freundin auf.
Während Alex' unfreiwilligem Bauchflatscher ist es natürlich passiert: Thorsten, der Stationsarzt, sein Namensvetter Christoph und Thomas haben entgegen der Anweisung ihrer Männergärtnerin die Röhrenrutsche benutzt - und obwohl drei der vier Herren schlank bis sehr schlank sind, sind alle vier in der Röhre stecken geblieben, sodass es für sie weder Vor noch Zurück gibt. Steffi und Alex stöhnen genervt, während der Charmin Bear netterweise sein Handy zückt und die Feuerwehr anruft. Zum Glück ist die Feuerwache an der Wüstenhöferstraße kaum mehr als fünf Minuten entfernt. Timo, der bis dato die Wasservögel auf dem Teich besprochen hatte, bezeichnet die vier Verunfallten als Ottos.
Nun ist das Gejammer in der Röhre aber groß. Thomas, der als Letzter rutschen wollte, fühlt sich in seinen eigenen Geburtsvorgang zurück versetzt, obwohl er an den natürlich keine Erinnerungen haben kann. Christoph flucht, denn ab und zu tritt Thomas ihm unfreiwillig auf den Kopf. Der Stationsarzt jammert dumpf aus der Röhre, dass er ne Nierenbeckenentzündung befürchtet, weil natürlich alles unterkühlt wird. Alex bietet ihm an, sein Würstchen wieder anzuwärmen, was für einen unartikulierten Laut aus der Röhre sorgt - ob das Angst oder Leidenschaft ist, lässt sich nicht so genau feststellen. Steffi macht das betretene Gesicht, während Thomas nach Alex jammert. Thorsten meckert in der Röhre rum - einmal weil Alex das zweideutige Angebot dem Arzt und nicht ihm gemacht hat und auch, weil seine Füße und Unterschenkel draußen in der Eiseskälte hängen, der Rest von ihm aber noch in der Röhre fest hängt. Alex packt ihm freundlich an die Füße, damit wenigstens die nicht total auskühlen. Thorsten stellt kichernd fest, dass weiter oben mehr Leben in seinem Körper ist als in seinen Füßen. Steffi macht erneut das betretene Gesicht, während Alex breit grinst. Der Stationsarzt nörgelt, dass Thorsten froh sein kann, dass er ihn jetzt nicht pieksen kann. Thorsten lacht trotz der Notlage dreckig. Der Charmin Bear bespricht lieber eine verfrühte Ansammlung von Frühlingsblumen, die vermutlich mal Tulpen werden wollen, denn ihm ist das alles zu sexistisch. Thomas stellt fest, dass der Angstschweiß zwar Pfützchen unter seinem Po verursacht, die aber sofort wieder zu Eis gefrieren. Christoph kommentiert dies mit den Worten "Halt die Klappe und stirb wie ein Mann!" Aaron brabbelt vergnügt vor sich hin.
Nach einer qualvoll langen Viertelstunde, die Steffi, Alex und dem Charmin Bear aber mindestens wie zwei Stunden vorkommen, erscheint endlich die Feuerwehr mit schwerem Gerät, um die Herren aus ihrer misslichen Lage zu schneiden und zu schweißen. Thomas erblickt als Erster wieder den blauen Himmel und faselt was von einer Kaiserschnittgeburt, sodass sich zwei Feuerwehrmänner nur noch entgeistert anstarren können und sich an die Stirn tippen. Als Nächstes stehen Christoph und Christoph wieder im strahlenden, aber kalten Sonnenschein, Thorsten folgt zum Schluss. Bevor es zurück zum Männergarten geht, entschuldigen sich die Männergärtnerinnen bei den Feuerwehrleuten für ihre großen Kinder und falten die vier leichtsinnigen Männergartenkinder anschließend gehörig zusammen. Die Vorlesestunde auf der Kuschelmatte mit Alex ist für heute jedenfalls gestrichen!
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Winter
Mittwoch, 10. Februar 2010
Das Kind im Mann - und in der Frau
Nun gibt es eine kleine Zeitreise ins Jahr 1983! Damals habe ich noch in Essen-Schönebeck auf der Herbrüggenstraße gewohnt. Den Durchbruch zwischen Heidbusch und Herbrüggenstraße gab es noch nicht, stattdessen endete der Heidbusch in einer Sackgasse und von der Herbrüggenstraße aus führte neben Haus Nr. 106 eine kleine unbefestigte Straße zu einigen Garagen hinter den Gärten. Auch die AWO-Kindertagesstätte auf der Ecke Herbrüggenstraße/Heidbusch gab es noch nicht, stattdessen spielte ich mit den Kindern aus der Nachbarschaft auf Schlacke, die sich zwischen Pollerbecks Brink, Heidbusch und Herbrüggenstraße 120 erstreckte. Dort gab es immer etwas zu entdecken - Teile von alten Zechengebäuden unter der roten Erde, Fliegenpilze, einen Birkenhain, undefinierbare Pflanzen in Hülle und Fülle. Ich habe bis heute nicht herausgefunden, wie diese grünen, schlanken Pflanzen hießen, deren Stängel rot gesprenkelt waren und deren Blätter denen einer Efeutute ähnelten. Wenn man sie aufschnitt, waren die Stängel innen markig und feucht. Die Teile wuchsen massenweise auf der Schlacke und konnten bis zu 80 cm hoch werden.
Auf dem Gelände der Schlacke und auch auf den umliegenden Straßen befand sich die Zeche Wolfsbank, nach der sogar zwei Straßen in Borbeck benannt wurden. Deshalb haben wir als kindliche Hobby-Archäologen auch noch jede Menge Gebäudeteile gefunden ;o). Erst zwischen 1989 und 1993 wurde ein Teil der Schlacke abgetragen, um dort den Durchbruch zwischen Heidbusch und Herbrüggenstraße sowie diverse Wohnhäuser und die AWO-Kita zu errichten.
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Sommer 1983! Marina, Steffi, Alex, Renate und Uli lungern gemeinsam mit Ulis Hund Herkules auf der Schlacke im Süden Essen-Schönebecks herum. Herkules hebt an jeder Birke im Birkenhain sein Beinchen, denn das Revier ist definitiv seins! Steffi sitzt im hohen verwilderten Gras und katalogisiert ihre Aufkleber. Marina betrachtet interessiert einige Flecken Elfensperma, die sich zwischen den Birken befinden und herzt nebenbei ihren kleinen blauen Knuffelbunt namens Bengelchen. Alex analysiert eine Ansammlung von Fliegenpilzen und sucht nach Schlümpfen, die aber zu dem Zeitpunkt alle ausgeflogen sind. Sammy und Ecki sitzen neben ihr, wobei Sammy rumnöhlt, weil es so warm ist und die Schlümpfe nicht zu sehen ist. Ecki erzählt Renate von seinen besten Freunden Skippy Skorpion und Oliver Oppossum. Renate hört interessiert zu und kaut ein Wrigley's Spear Mint. Uli spielt ein wenig mit Herkules und liest dabei die neueste Ausgabe der Zeitschrift Wendy.
Alle sehen natürlich entsprechend nach 80er Jahre aus - alle tragen Shorts mit Paspeln, T-Shirts in bunten Farben und Turnschuhe. Der Ghetto-Blaster dudelt "Sunshine Reggae".
Plötzlich betreten Thorsten, Tim und Thomas die Szene. Sie sehen die Mädels nicht, die sich mal eben in die Büsche geschlagen haben und gucken, was die drei Jungs denn jetzt vorhaben. Klaro, alle packen ihre Pipimänner aus und pullern. Tim hat ne Schoko-Zigarette im Mundwinkel. Steffi echauffiert sich leise darüber, dass Jungs im Stehen pinkeln und anschließend auch noch ausschlackern. Das ist zuviel für Marina und Bengelchen: Marina schüttelt ihn, weil sie grinsen muss und Bengelchen kichert albern. Die drei Jungs schrecken hoch und Thomas klemmt sich fast seinen Pipimann im Reißverschluss ein. Steffi kann schon gar nicht mehr hinsehen und betrachtet lieber wieder ihre Aufkleber. Thorsten setzt sich wieder die Hörer von seinem Walkman auf und fragt nur "War was?" Tim bietet den Mädels auch eine Schoko-Zigarette an, aber den meisten ist es viel zu warm für Schokolade. Sie beschließen, gemeinsam zur Bude zu latschen, die sich auf der Ecke Herbrüggenstraße und einer Sackgasse gleichen Namens mit den Hausnummern 103 - 111 befindet, und dort Eis zu kaufen. Marina hat zwar schon zwei Split weg, aber sie isst nun mal gerne Eis. Steffi plant schon wieder, sich die nächsten Aufkleber zu kaufen, denn dafür reichen 50 Pfennig auf jeden Fall.
An der Bude kauft Thorsten noch ein kleines Monchhichi mit rotem Gesicht. Uli macht sich Sorgen, weil das kleine Wesen ein rotes Gesicht hat. Alex erklärt zur allgemeinen Erheiterung, dass das arme Monchhichi Durchblutungsstörungen hat oder einfach sehr schüchtern ist. Thomas dreht unentschlossene Pirouetten, weil er noch nicht weiß, welches Eis er nehmen soll - Ed von Schleck? Split? Mini-Milk? Erdbeer-Cocktail? Schließlich nimmt er doch einen Braunen Bär. Marina rät ihm, sich einen Flutschfinger zu kaufen, weil das so gut zu Braunen Bären passt, doch Thomas versteht gar nicht, warum Alex, Thorsten, Tim, Renate und Uli darüber so lachen müssen. Er jammert und dreht schon wieder eine Pirouette. Tim murmelt nur: "Blödmann!" Renate langweilt sich, weil Thomas so lange für seine Auswahl benötigt, und klebt heimlich ihr Kaugummi an den nächsten Laternenmast. Herkules bekommt ein Stück Bifi.
Nachdem die großen Kinder ihren Einkauf an der Bude beendet haben, pilgern sie mitsamt ihren Stofftieren, Aufklebern und Knuffelwesen runter zum Spielplatz an der Heißener Straße, wo sie echte Kinder zum Plärren bringen, die sich von den Erwachsenen, die sich aber wie Kinder benehmen, von Sandkasten, Tischtennisplatte und Rutsche verdrängt fühlen. Steffi macht es sich auf einer Tischtennisplatte im Schatten gemütlich und betreut ihre neuesten Aufkleber. Gesellschaft hat sie dabei von Marinas Bengelchen, den sie ab und zu liebevoll bürstet und anfreundelt. Thorsten als ehemaliger Kunstturner turnt an den bunten Eisenstangen herum, die einen Barren darstellen sollen. Leider ist er dafür etwas zu groß, sodass er von der roten Asche auf dem Spielplatz ein unfreiwilliges Haarwurzel-Peeling bekommt. Er beschließt danach, lieber mit Alex an der Rutsche zu spielen. Selbige versucht gerade, Thomas zu einem Bauchfletscher zu überreden, doch der dreht oben auf der Rutsche nur komische Pirouetten und sagt in jammerndem Tonfall: "Ja, hm, ich weiß nicht...Alex!" Tim ist genervt, denn auch er will rutschen und Thomas blockiert alles. Schließlich gibt er ihm einen Stoß von hinten, sodass Thomas endlich die Rutsche runtersegelt. Danach ist das Gejammer noch größer als vorher. Tim rutscht einfach und hat dabei Ecki auf dem Schoß. Sammy beginnt, gemeinsam mit Thorstens Monchhichi, ihrer Mutti und Thorsten selbst eine Sandburg zu bauen. Thomas setzt sich Daumen lutschend auf eine Bank im Schatten. Uli tollt nebenan mit Herkules auf dem Sportplatz herum und Renate leitet kleine Kinder pädagogisch an, wie sie die Mini-Rutsche am besten benutzen, denn schließlich ist sie ja schon ein großes Kind! Das Ende vom Lied: Sie sieht traurige Gesichter langsam vorüber schweben, bevor die Pänze verstört im Sand aufschlagen...
Als die Sandburg fertig ist, fragt Sammy alle, ob sie einen Sandkuchen möchten - außer ihrem Brüderchen, Thorsten Monchhichi und Bengelchen lehnen aber alle dankend ab. Marina sucht im Gebüsch wieder nach Elfensperma, findet diesmal aber nix. Vielleicht treiben sich die kleinen Wesen auf dem angrenzenden Terrassenfriedhof rum? Thomas schreit nach einem Malbuch, damit er alles rot anmalen kann und somit die Blessuren nach seinem unfreiwilligen Bauchfletscher psychologisch (Renate nennt es immer "püschologisch") viel besser verarbeiten kann. Tim murmelt nur: "Vollidiot!" Marina kann sich gerade noch beherrschen, Thomas ne Plastik-Schaufel auf den Kopf zu hauen. Steffi kichert und beschließt, niemals Thomas zu heiraten, wenn sie groß ist.
Kurz nach 18 Uhr gehen alle nach Hause und verabreden sich für den nächsten Tag, um dann mit dem 186er Richtung Bottrop ZOB nach Hesse (Freibad Dellwig) an der Kanalbrücke zu fahren. Renate hat sogar schon die Kinderfahrscheine für alle organisiert, denn wenn sie mal groß ist, will sie beim VRR arbeiten. Herkules muss dann allerdings zuhause bleiben, wird jedoch auf sämtliche Stofftiere und Knuddelwesen von Frauchen und deren Freunden aufpassen.
Auf dem Gelände der Schlacke und auch auf den umliegenden Straßen befand sich die Zeche Wolfsbank, nach der sogar zwei Straßen in Borbeck benannt wurden. Deshalb haben wir als kindliche Hobby-Archäologen auch noch jede Menge Gebäudeteile gefunden ;o). Erst zwischen 1989 und 1993 wurde ein Teil der Schlacke abgetragen, um dort den Durchbruch zwischen Heidbusch und Herbrüggenstraße sowie diverse Wohnhäuser und die AWO-Kita zu errichten.
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Sommer 1983! Marina, Steffi, Alex, Renate und Uli lungern gemeinsam mit Ulis Hund Herkules auf der Schlacke im Süden Essen-Schönebecks herum. Herkules hebt an jeder Birke im Birkenhain sein Beinchen, denn das Revier ist definitiv seins! Steffi sitzt im hohen verwilderten Gras und katalogisiert ihre Aufkleber. Marina betrachtet interessiert einige Flecken Elfensperma, die sich zwischen den Birken befinden und herzt nebenbei ihren kleinen blauen Knuffelbunt namens Bengelchen. Alex analysiert eine Ansammlung von Fliegenpilzen und sucht nach Schlümpfen, die aber zu dem Zeitpunkt alle ausgeflogen sind. Sammy und Ecki sitzen neben ihr, wobei Sammy rumnöhlt, weil es so warm ist und die Schlümpfe nicht zu sehen ist. Ecki erzählt Renate von seinen besten Freunden Skippy Skorpion und Oliver Oppossum. Renate hört interessiert zu und kaut ein Wrigley's Spear Mint. Uli spielt ein wenig mit Herkules und liest dabei die neueste Ausgabe der Zeitschrift Wendy.
Alle sehen natürlich entsprechend nach 80er Jahre aus - alle tragen Shorts mit Paspeln, T-Shirts in bunten Farben und Turnschuhe. Der Ghetto-Blaster dudelt "Sunshine Reggae".
Plötzlich betreten Thorsten, Tim und Thomas die Szene. Sie sehen die Mädels nicht, die sich mal eben in die Büsche geschlagen haben und gucken, was die drei Jungs denn jetzt vorhaben. Klaro, alle packen ihre Pipimänner aus und pullern. Tim hat ne Schoko-Zigarette im Mundwinkel. Steffi echauffiert sich leise darüber, dass Jungs im Stehen pinkeln und anschließend auch noch ausschlackern. Das ist zuviel für Marina und Bengelchen: Marina schüttelt ihn, weil sie grinsen muss und Bengelchen kichert albern. Die drei Jungs schrecken hoch und Thomas klemmt sich fast seinen Pipimann im Reißverschluss ein. Steffi kann schon gar nicht mehr hinsehen und betrachtet lieber wieder ihre Aufkleber. Thorsten setzt sich wieder die Hörer von seinem Walkman auf und fragt nur "War was?" Tim bietet den Mädels auch eine Schoko-Zigarette an, aber den meisten ist es viel zu warm für Schokolade. Sie beschließen, gemeinsam zur Bude zu latschen, die sich auf der Ecke Herbrüggenstraße und einer Sackgasse gleichen Namens mit den Hausnummern 103 - 111 befindet, und dort Eis zu kaufen. Marina hat zwar schon zwei Split weg, aber sie isst nun mal gerne Eis. Steffi plant schon wieder, sich die nächsten Aufkleber zu kaufen, denn dafür reichen 50 Pfennig auf jeden Fall.
An der Bude kauft Thorsten noch ein kleines Monchhichi mit rotem Gesicht. Uli macht sich Sorgen, weil das kleine Wesen ein rotes Gesicht hat. Alex erklärt zur allgemeinen Erheiterung, dass das arme Monchhichi Durchblutungsstörungen hat oder einfach sehr schüchtern ist. Thomas dreht unentschlossene Pirouetten, weil er noch nicht weiß, welches Eis er nehmen soll - Ed von Schleck? Split? Mini-Milk? Erdbeer-Cocktail? Schließlich nimmt er doch einen Braunen Bär. Marina rät ihm, sich einen Flutschfinger zu kaufen, weil das so gut zu Braunen Bären passt, doch Thomas versteht gar nicht, warum Alex, Thorsten, Tim, Renate und Uli darüber so lachen müssen. Er jammert und dreht schon wieder eine Pirouette. Tim murmelt nur: "Blödmann!" Renate langweilt sich, weil Thomas so lange für seine Auswahl benötigt, und klebt heimlich ihr Kaugummi an den nächsten Laternenmast. Herkules bekommt ein Stück Bifi.
Nachdem die großen Kinder ihren Einkauf an der Bude beendet haben, pilgern sie mitsamt ihren Stofftieren, Aufklebern und Knuffelwesen runter zum Spielplatz an der Heißener Straße, wo sie echte Kinder zum Plärren bringen, die sich von den Erwachsenen, die sich aber wie Kinder benehmen, von Sandkasten, Tischtennisplatte und Rutsche verdrängt fühlen. Steffi macht es sich auf einer Tischtennisplatte im Schatten gemütlich und betreut ihre neuesten Aufkleber. Gesellschaft hat sie dabei von Marinas Bengelchen, den sie ab und zu liebevoll bürstet und anfreundelt. Thorsten als ehemaliger Kunstturner turnt an den bunten Eisenstangen herum, die einen Barren darstellen sollen. Leider ist er dafür etwas zu groß, sodass er von der roten Asche auf dem Spielplatz ein unfreiwilliges Haarwurzel-Peeling bekommt. Er beschließt danach, lieber mit Alex an der Rutsche zu spielen. Selbige versucht gerade, Thomas zu einem Bauchfletscher zu überreden, doch der dreht oben auf der Rutsche nur komische Pirouetten und sagt in jammerndem Tonfall: "Ja, hm, ich weiß nicht...Alex!" Tim ist genervt, denn auch er will rutschen und Thomas blockiert alles. Schließlich gibt er ihm einen Stoß von hinten, sodass Thomas endlich die Rutsche runtersegelt. Danach ist das Gejammer noch größer als vorher. Tim rutscht einfach und hat dabei Ecki auf dem Schoß. Sammy beginnt, gemeinsam mit Thorstens Monchhichi, ihrer Mutti und Thorsten selbst eine Sandburg zu bauen. Thomas setzt sich Daumen lutschend auf eine Bank im Schatten. Uli tollt nebenan mit Herkules auf dem Sportplatz herum und Renate leitet kleine Kinder pädagogisch an, wie sie die Mini-Rutsche am besten benutzen, denn schließlich ist sie ja schon ein großes Kind! Das Ende vom Lied: Sie sieht traurige Gesichter langsam vorüber schweben, bevor die Pänze verstört im Sand aufschlagen...
Als die Sandburg fertig ist, fragt Sammy alle, ob sie einen Sandkuchen möchten - außer ihrem Brüderchen, Thorsten Monchhichi und Bengelchen lehnen aber alle dankend ab. Marina sucht im Gebüsch wieder nach Elfensperma, findet diesmal aber nix. Vielleicht treiben sich die kleinen Wesen auf dem angrenzenden Terrassenfriedhof rum? Thomas schreit nach einem Malbuch, damit er alles rot anmalen kann und somit die Blessuren nach seinem unfreiwilligen Bauchfletscher psychologisch (Renate nennt es immer "püschologisch") viel besser verarbeiten kann. Tim murmelt nur: "Vollidiot!" Marina kann sich gerade noch beherrschen, Thomas ne Plastik-Schaufel auf den Kopf zu hauen. Steffi kichert und beschließt, niemals Thomas zu heiraten, wenn sie groß ist.
Kurz nach 18 Uhr gehen alle nach Hause und verabreden sich für den nächsten Tag, um dann mit dem 186er Richtung Bottrop ZOB nach Hesse (Freibad Dellwig) an der Kanalbrücke zu fahren. Renate hat sogar schon die Kinderfahrscheine für alle organisiert, denn wenn sie mal groß ist, will sie beim VRR arbeiten. Herkules muss dann allerdings zuhause bleiben, wird jedoch auf sämtliche Stofftiere und Knuddelwesen von Frauchen und deren Freunden aufpassen.
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