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Sonntag, 22. Oktober 2017

Tierische Tierchen

Vorhin saß bei uns in der Tanne im Garten ein junger Buntspecht, der immer auf die Äste und den Stamm einhackte - ich fand das Ganze jedenfalls total niedlich. Nachher habe ich den Buntspecht leider nicht mehr gesehen, aber bei uns im Garten ist schon seit jeher das reinste Vogelparadies :o).


                                     Buntspecht im Winter - (c) Frank Derer, Nabu

Dass sich die Tiere bei uns im Garten wohl fühlen, liegt auch sicherlich daran, dass bei uns nichts gespritzt wird - deshalb bin ich auch gegen Glyphosat und Monsanto bzw. Bayer, die sich offenbar nicht zu schade sind, ihren Namen für das gesundheitsschädliche Zeug herzugeben. Ich mag keine Leute, die Tiere quälen - umgekehrt mag ich aber auch keine Konzerne, die Obst und Gemüse mit ihrem gesundheitsschädlichen Zeug spritzen. Soviel zum Thema "Vegetarier sind die besseren Menschen" :o/. Deshalb nervt mich auch Werbung zum Thema entsprechend, wo es nur noch Nahrungsmittel ohne Fleisch gibt.

Auch die Hysterie bzgl. des Wolfs nervt mich - ich kann doch nix dafür, wenn viele Deutsche total hysterisch sind und meinen, der Wolf ist drauf wie in Rotkäppchen und der böse Wolf. Normalerweise sind die Tiere so scheu, dass man von Glück reden kann, einen zu Gesicht zu bekommen. Natürlich ist es ärgerlich, wenn beispielsweise ein Schaf gerissen wird, aber deshalb total am Rad zu drehen, halte ich auch für total übertrieben. Wölfe ernähren sich von Fleisch, auch wenn manche Gutmenschen meinen, jeden Hinz und Kunz zum Vegetarier umerziehen zu müssen.



                                            Der Wolf - (c) Christoph Bosch, Nabu

Im Übrigen möchte ich daran erinnern, dass jeder Hund vom Wolf abstammt - vom großen Bernhardiner runter bis zum kleinen Chihuahua, und dann dürften ja irgendwelche Wolfs-Hysteriker sich auch keinen Hund mehr als Haustier halten. Auch unsere Katzen stammen von wildlebenden Großkatzen ab, aber das vergessen viele ganz schnell. Auch mein Dsungare hat wilde Vorfahren und ist auch kein reiner Vegetarier - er frisst gerne Hundefutter, Insekten und auch Mehlwürmer :o). Allerdings mag er auch frisches Obst und Gemüse.

Freitag, 5. Februar 2010

(Alp-)Traumhafte Ruhrgebiets-Lyrik







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Fotos:
Schloss Borbeck: (c) Thomas Max Müller, Pixelio
Gelber Krokus: (c) Olaf Lorke, Pixelio
Herkules: (c) Uli Bestian, Düsseldorf
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In einer kalten Vollmondnacht
hat Alex über nen bekloppten Traum gelacht,
sie war am kichern, glucksen, jimpern
und dachte nebenbei auch noch ans P******.
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Im Borbecker Schlosspark jagte Marina eine kältefeste, freche Motte
und traf im Wald auf eine ziemlich große Wildschweinrotte.
Ein riesiger Keiler grunzte stinkesauer,
ein anderer legte sich bedrohlich auf die Lauer,
die Bachen bildeten um die Frischlinge ne Mauer,
über Marinas Rücken lief ein Schauer,
sie gab dem Schwarzwild in ihrer Not Pomelo und Ananas,
die Tieren waren wieder froh und hatten Spaß!
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Der Mond schien durch den Nebel bleich,
Thomas drehte Pirouetten auf dem Teich,
doch das ging nicht lange gut,
das Eis brach, er versank in der dunklen Flut.
Er jammerte lauthals nach Hilf',
die Enten meckerten genervt im Schilf,
mit Hilfe eines starken Astes zog Tim ihn aus dem Weiher
danach kackte Thomas im Gebüsch wie ein Reiher,
Tim murmelte echt genervt: "Spacko!"
und gab Herkules nen leck'ren Schmacko.
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Steffi katalogisierte auf einer Bank ihre neuen Aufkleber,
dabei begoss sie mit lecker Schaumwein ihre Leber,
Sie dachte sich: "Auch die Leber muss was zu tun haben!",
so hatte sie nen Grund, sich weiter am Alkohol zu laben.
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Alex kam geritten auf eines Eisbärs Rücken -
auch solch ein Anblick kann entzücken!
Es war frostig und bitterkalt
und das insbesondere im Wald,
das Bärenfell war jedoch warm und kuschelig,
Alex fand den Ritt jedenfalls sehr puschelig.
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Uli und Renate spielten Fußball am Moor,
Uli schoss ein wahrhaftig tolles Tor,
Renate fiel vor Schreck fast auf einen Haubentaucher,
Fluppe im Schnabel, das Tier war starker Raucher.
Der Wasservogel fragte: "Bisse jeck?!"
Renate kicherte und lachte keck.
Der Haubentaucher schob frustriert und genervt ab,
Uli lachte sich gemeinsam mit Renate schlapp.
Herkules tobte übermütig durch den Schnee,
Frauchen spielte erst mal Schmacko-Fee.
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Tim stand mit Petra auf der kleinen Brücke,
umschwirrt von einer frühen, dreisten Mücke,
im Gebüsch am Hang sah'n sie eine kleine Lücke,
zwei Augen glühten bernsteinfarben in der Dunkelheit,
es war ein Wolf, also kein Grund zur Heiterkeit!
Als Petra mit Tim im Chor zu singen begann,
schob der Wolf ab und kam wenig später im Rabenhorst an.
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Thorsten oben am Todesberg trank erst mal ein Pils,
trotz massivem Protest von seiner Milz.
Mit dem Schlitten segelte er den vereisten Hang hinunter,
noch fühlte er sich froh, frisch und munter,
gestoppt wurde er von einem kräftigen Eichenstamm,
danach fühlte er sich natürlich ziemlich klamm,
Alex brachte ihm netterweise noch ein Pils
- trotz massivem Protest von seiner Milz.
Danach ging es Thorsten wieder wesentlich besser
und er öffnete die nächste Flasche mit nem Taschenmesser.
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Der Mond schien auf die große Wiese am Schlossparkteich,
Marina krähte: "Ballspielen - und zwar jetzt gleich!"
Uli kickte voller Elan und Schwung den Ball,
mit diesem Schuss brachte sie Thomas zu Fall,
der drehte danach total verwirrte Pirouetten
und jammerte lauthals nach Toast mit Scheibletten.
Thomas wollte schon wieder weinen,
doch das interessierte wirklich keinen,
als er auch noch über einen schüchternen Krokus stolperte,
der etwas verfrüht aus der kalten Erde holperte.
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Thorsten dribbelte und fummelte,
während Alex sich per Foul den Ball erschummelte,
sie kickte den Ball zu Petra rüber -
leider zu hoch, er ging über die Bäume drüber,
der Ball landete irgendwo im Moor -
"Oh, nein!" riefen alle erschreckt im Chor.
Sie liefen hin und suchten das runde Leder,
er ist nicht mehr zu finden, dachte jeder,
doch in der Nähe des Schilfs lag er prall und rund,
"Oh yeah!" tönte es wie aus einem Mund.
Tim wollte den Ball grad aufheben,
doch der Versuch ging glatt daneben -
aus der Erde kam ne Krallenhand, die steif gen Himmel ragte,
so dass keiner den Ball aufzuheben wagte.
Thomas jammerte und drehte mal wieder ne Pirouette,
Steffi stopfte ihm das Maul mit Yogurette,
die Krallenhand gefiel ihr überhaupt nicht,
deshalb machte sie das betretene Gesicht.
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Aus der Erde stieg Nebel oder Rauch in die Au,
was es nun wirklich war, weiß keiner so genau,
eine Stimme aus der Erde krächzte und geiferte,
worüber Marina sich total ereiferte.
Tim reichte der Hand schließlich nen Schmacko
und murmelte dabei genervt: "Du Spacko!"
Renate ergänzte das Geschenk mit nem Abend-Kaugummi,
Thorsten jonglierte währenddessen fröhlich mit nem Flummi.
Die Krallenhand verschwand wieder in der Erde -
zum Glück, dachte sich die ganze Herde.
"Kick it!" rief die erleichterte Marina,
sie trat den Ball und traf Carina.
Carina war der weiße Schlossgeist,
der Männern gern in den Hintern beißt,
doch diesmal schüttelte sie nur den Kopf
und nannte Marina einen armen Tropf.
Carina ließ entnervt bis erbost die Ketten rasseln
und auf die Jungs und Mädels Eisregen niederprasseln,
dann geisterte sie in den Forst
und datete dort den verrückten Horst!
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Der Traum ist nun vorüber,
Alex dreht sich zum Fenster rüber,
sie schläft mit breitem Grinsen weiter
und schnarcht vergnügt ne ganze Tonleiter.
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(c) Alexandra Döll 2010

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Vollmond, Rasuren und ein unverschämter Kerl




Marina hat Alex auf deren Insel ihren neuen iPod vorgeführt, sodass es recht spät geworden ist und Marina deshalb in Alex' Gästehaus übernachtet hat. Richtig schlafen konnte sie allerdings nicht, denn es ist Vollmond! Tim konnte auch nicht pennen und bezeichnete den leuchtenden Himmelskörper mal wieder lautstark als "Arschloch", weil er ihm den Schlaf raubte. Das Gejaule der Wölfe auf Alex' Insel hat auch nicht gerade zu einer entspannten Nachtruhe beigetragen. Thomas lag die halbe Nacht mit tellergroßen Augen und Schlupfnippeln neben Alex, weil er einfach keine Ruhe fand - und das, obwohl Alex eine ihrer Hände auf seiner Brust platziert hatte und im Schlaf sogar mal durch seine Brusthaare gekrault hat. Die Schatten im Zimmer ließen ihn an Werwölfe, Vampire und andere Monster denken. Wie konnte Alex nur so in aller Seelenruhe schlafen, während draußen Wölfe heulten und vielleicht untote Gestalten ins Haus eindringen konnten?!

Marina taumelt kurz nach Sonnenaufgang zu Alex ins Haus, um sich dort zu duschen. Als sie gähnend ins Badezimmer schlurft, ist sie mit einem Schlag hellwach! Sie quiekt erschreckt.

Vor dem Waschbecken steht ein ihr vollkommen unbekannter Kerl und rasiert sich! Marina weiß sehr gut, mit wem Alex auf der Insel lebt und von einem neuen Lover ist ihr auch nichts bekannt. Sie ranzt den Kerl an. "Sind Sie dusselig? Was machen Sie denn hier?"
Der Typ erklärt ihr, dass er nicht wusste, dass hier jemand wohnt und man ja auch mal auf ne einsame Insel fahren könnte, um sich zu rasieren, zumal die ja niemandem gehört. Mittlerweile sind auch Alex und Lars Ulrich dazu gekommen, die durch den Tumult im Bad erwacht sind.Lars Ulrich prügelt den unverschämten Kerl direkt mit seinen Drumsticks aus dem Haus. Alex droht beim nächsten Mal mit einer Anzeige. Marina fährt ziemlich beunruhigt rüber auf ihre Insel, denn wer weiß, ob da nicht auch jemand auf die Idee kommt, sich in ihrem Haus zu rasieren. Dem ist zum Glück nicht so. Alex ist beruhigt, als Marina ihr diese Nachricht per Handy mitteilt.

Derweil sitzt Alex breit grinsend zufrieden auf ihrer Toilette - aber nicht, um ein Geschäftchen zu machen! Sie genießt es vielmehr, ihren Männern, die alle nur eine Unterhose tragen, beim Rasieren zuzuschauen, da sie das irgendwie voll cool findet, wobei Thomas damit am schnellsten fertig ist. Seine Nippel haben sich auch wieder erholt und stehen anerkennend vor dem Spiegel, sodass Thomas mit seinem Anblick sehr zufrieden ist, aber wenn man(n) gut ist, stehen auch die Nippel und dann hat man(n) auch ne Frau wie Alex...

Zum Glück rasieren sich alle Männer nur das Gesicht und nicht die Achsel- und Brusthaare, denn auf so nen Scheiß steht sie überhaupt nicht. Sie kriegt jedes Mal die Krise, wenn sie Berichte über diesen neuen Trend im Fernsehen ertragen muss in so genannten Lifestyle-Magazinen. Zu nem Mann gehören nun mal Haare an bestimmten Körperstellen dazu!

Steffi sitzt derweil unter ihrer Palme auf ihrer Insel und designed Aufkleber zum Thema "Vollmond". Als sie damit fertig ist, rasiert sie sich die Beine. Die Stoppeln und der Rasierschaum im Sand stören sie doch etwas, sodass sie überlegt, sich demnächst auf einem leer stehenden Atoll in der Nähe zu enthaaren. Sie betrachtet sich ebenfalls anerkennend im Spiegel, als sie feststellt, dass sie keine Härchen übersehen hat - sie sieht mal wieder verboten gut aus! Oops, doch da ist noch eins an ihrem rechten Unterschenkel, aber es lässt sich einfach nicht entfernen, so oft sie es auch mit Rasierschaum und ihrem Lady Shave zu beseitigen versucht! Das ist wie mit einem ihrer Word-Dokumente - neben dem roten Balken am linken Seitenrand tauchte wahlweise auch immer wieder eine Null oder ein J auf und die ließen sich auch nicht entfernen - erst, als Alex das Ganze in ein neues Dokument eingefügt hat, war Ruhe im Karton, aber solch ein Update funktioniert bei ihr natürlich nicht - sie kann sich ja nicht in eine neue Körperhülle einfügen...


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Fotos:
Mond mit Wolken: (c) Arkadius Neumann, Pixelio
Vollmond über Wasser: (c) Viktor Mildenberger, Pixelio