Seit gestern Nachmittag funktioniert unsere Warmwasser-Versorgung wieder und auch zwei meiner drei Heizungen - leider wird die längste von den Dreien im Wohnzimmer nicht vollständig warm, sodass ich da wohl noch mal meinen Vermieter freundlich kontaktieren muss. Das Problem haben aber m. E. mehrere Parteien im Haus.
Das kalte Waschen jeden Morgen hatte für mich jedenfalls den nicht ganz so erfreulichen Nebeneffekt, dass mein INR dadurch unter den therapeutischen Bereich abgesackt bzw. der Quick-Wert nach oben geschossen ist - am Freitagabend habe ich einen INR von 2,3 gemessen und einen Quick von 23 %. Hm, eigentlich soll mein INR aber zwischen 2,5 und 3,0 liegen, um derartige Zwischenfälle wie im Juni zu vermeiden. Letzte Woche lag er auch noch total korrekt bei 3,0 und an der Wochendosis habe ich auch nicht geschraubt, aber trotzdem ist der INR um 0,7 gefallen *frust*. Am Freitagabend habe ich dann sicherheitshalber 0,75 Marcumar statt 0,5 eingeworfen, um meinen INR wieder in den therapeutischen Bereich zu heben. Warmes Wasser wirkt sich auch positiv auf die Blutgerinnung aus, weil durchblutungsfördernd, aber da ich mich ja zwischen Mittwoch und Samstag ziemlich kalt waschen musste, hatte das wohl auch eher negative Auswirkungen auf meine Blutgerinnung - klar, Kälte zieht ja zusammen :o/.
Gestern hatten wir hier wirklich typisches April-Wetter - Regenschauer, teilweise mit Graupel vermischt, Sonne, zwei Donner...abends ist meine Mom mit ihrer Chefin Essen gegangen, sodass ich in der Zeit auf meinen Papa aufgepasst habe. Als ich nach dem Abendbrot schnell gespült habe, habe ich auch den Kalender meiner Mom mit lustigen Einträgen verschönert wie z. B. "16 Uhr: Farbtherapie für Alpenveilchen" am 12. Oktober, "15.13 Uhr. Socken beschnuppern" am 19. Oktober und am 28. Oktober noch "6.57 Uhr: Blockflöte im Hausflur spielen", hahahaha!!!! Mein Vater hat sich total amüsiert, genau wie ich *heulvorlachen* - meine Mutter auch, aber sie fragte sich, was das sollte :o). Marina und ich haben ja auch mal Ende 2009 Steffis Büro-Kalender mit sinnfreien Einträgen wie "Beine rasieren in der 5. Etage" (wir saßen damals in der 6.), "Mieps!", "Grompf!" oder "Steffi muss töten" verschönert, natürlich mit total schrägen Uhrzeiten, hahahaha!! Steffi machte danach das betretene Gesicht :o)).
Autorenblog von Alexandra Döll mit Informationen zu ihren Büchern und Artikeln, Meinungen zum Literaturbetrieb, Satiren, abgedrehten Kurzgeschichten, Aktuellem und vielem mehr
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Sonntag, 9. Oktober 2011
Freitag, 11. März 2011
Nix Wohnungs-Speed Dating
Eigentlich war ja gestern Abend Wohnungsbesichtigung angesagt, sowohl für meine Wohnung als auch für die meiner Nachbarn unter mir. Um 18.30 Uhr kam jedoch niemand. Um 18.50 Uhr kam dann der Anruf meines Vermieters, dass der junge Mann angeblich aus beruflichen Gründen abgesagt habe - ob dem so ist, können wir natürlich nicht beurteilen, vielleicht hat er auch einfach nur das Interesse verloren. Am Samstag stehen beide Wohnungen in der Zeitung und ich bin mal gespannt, ob wirklich so ne Flut von Interessenten kommt, wie mein Vermieter glaubt. Ich bin da noch nicht so von überzeugt, auch wenn unsere Wohnungen gut aufgeteilt sind und ausreichend Platz für eine Person bieten, da ja auch einige Nachteile da sind, die sowohl meine Nachbarn als auch letztlich mich zum Auszug bewogen haben - Nachtspeicheröfen, fehlende Pflege von Hausflur (den wir zwar regelmäßig putzen, aber ab und zu muss so ein Flur auch mal gestrichen werden...) und Garten, kein Balkon, eine selbstmörderische Kellertreppe von 1900. Im Ruhrgebiet gibt's ja genug Wohnungsleerstände, was leider auch Subjekte wie Mietnomaden auf den Plan ruft :o/.
Gestern ist auch endlich das Päckchen mit meinem Coagucheck-Messgerät zur Bestimmung der Blutgerinnung eingetroffen. Nachdem ich mir das als technisch begabte Dame :o) erfolgreich eingerichtet hatte, habe ich natürlich auch sofort eine Messung vorgenommen - sowohl Quick als auch INR liegen im therapeutischen Bereich. YEAH!!!
Die Baustelle an der Fulerumer Straße ist nach wie vor chaotisch - gestern Abend, als ich von der Autobahn abfuhr, stellte ich fest, dass der obligatorische Stau auf der Hatzper Straße noch heftiger war als sonst, sodass ich mich entschloss, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen und über die Margarethenhöhe zu meinem Domizil zu gondeln. An der Kreuzung vorm Klininkum war zwar auch ein kleiner Stau, aber der war nix im Vergleich zu dem in Haarzopf.
Hm, einige Autos scheinen eher über Sparpakete zu verfügen bzw. das Hirn mancher Fahrer ebenso - bei einem Ford (wie der Kölner sagen würde: "Focht") schienen gestern Dinge wie Blinker und Aschenbecher zu fehlen. Das nervt mich sowieso, dass manche nicht die Aschenbecher in ihren Autos nutzen, sondern dafür ihre Kippen aus dem halb geöffneten Fenster auf die Straße feuern. Es macht auch sicherlich wahnsinnig viel Arbeit, so einen Ascher regelmäßig zu leeren bzw. mal auszuwaschen - der Rauch ist ohnehin im Auto, ob ich die Kippe nu auf der Straße oder im Aschenbecher entsorge. Das sind dann wahrscheinlich genau jene, die sich darüber aufregen, dass manche Fußgänger ihre Kippen auf den Bürgersteig werfen.
Heute früh galt wieder das Motto: Jeder Rowdy fährt nen Audi - als eine etwa 16-jährige Schülerin und ich die Straße überqueren wollten, um zur U-Bahn-Haltestelle zu kommen, hätte uns der rechts abbiegende Audi eigentlich durchlassen müssen, doch das passiert, wenn Audi-Fahrer in der Fahrschule gefehlt haben: Der Zombie hinterm Steuer hätte uns fast platt gemacht. Zum Glück sind wir stehen geblieben, da abzusehen war, dass dieser liebreizende, sympathische und intelligente Herr nicht stehen bleibt, denn sonst hätte das sicher hässliche Folgen gehabt. Er war auch der einzige Fahrer, der trotz Dämmerung kein Licht eingeschaltet hatte - scheinbar finden manche Fahrer Dinge wie Licht, Blinker, Rücksichtnahme und Fußgänger total überbewertet :o/. Ich weiß schon, warum ich diese merkwürdigen Autos aus Ingolstadt mit den vier Ringen als Logo immer besonders im Auge behalte - die meisten Fahrer dieser Marke scheinen öfter mal im Theorie-Unterricht gefehlt zu haben. Manche Audi-Fahrer stehen auch darauf, mit 90 km/h auf der Autobahn rauszuziehen, während von hinten Fahrzeuge angerauscht kommen, die mindestens 130 km/h schnell sind. Sobald der ohnehin nicht gerade schnelle Audi alle zu einer Vollbremsung genötigt hat, muss er auch noch mal auf die Bremse latschen - damit sich so ein unmotivierter Spurwechsel auch wenigstens lohnt. Die Intelligenz verfolgt sie, doch sie sind schneller, um nicht zu sagen: uneinholbar. Hihi. Okay, ich war mal mit nem Audi-Fahrer liiert, der auch recht vernünftig gefahren ist, aber: Ausnahmen bestätigen halt die Regel :o).
Gestern ist auch endlich das Päckchen mit meinem Coagucheck-Messgerät zur Bestimmung der Blutgerinnung eingetroffen. Nachdem ich mir das als technisch begabte Dame :o) erfolgreich eingerichtet hatte, habe ich natürlich auch sofort eine Messung vorgenommen - sowohl Quick als auch INR liegen im therapeutischen Bereich. YEAH!!!
Die Baustelle an der Fulerumer Straße ist nach wie vor chaotisch - gestern Abend, als ich von der Autobahn abfuhr, stellte ich fest, dass der obligatorische Stau auf der Hatzper Straße noch heftiger war als sonst, sodass ich mich entschloss, einen kleinen Umweg in Kauf zu nehmen und über die Margarethenhöhe zu meinem Domizil zu gondeln. An der Kreuzung vorm Klininkum war zwar auch ein kleiner Stau, aber der war nix im Vergleich zu dem in Haarzopf.
Hm, einige Autos scheinen eher über Sparpakete zu verfügen bzw. das Hirn mancher Fahrer ebenso - bei einem Ford (wie der Kölner sagen würde: "Focht") schienen gestern Dinge wie Blinker und Aschenbecher zu fehlen. Das nervt mich sowieso, dass manche nicht die Aschenbecher in ihren Autos nutzen, sondern dafür ihre Kippen aus dem halb geöffneten Fenster auf die Straße feuern. Es macht auch sicherlich wahnsinnig viel Arbeit, so einen Ascher regelmäßig zu leeren bzw. mal auszuwaschen - der Rauch ist ohnehin im Auto, ob ich die Kippe nu auf der Straße oder im Aschenbecher entsorge. Das sind dann wahrscheinlich genau jene, die sich darüber aufregen, dass manche Fußgänger ihre Kippen auf den Bürgersteig werfen.
Heute früh galt wieder das Motto: Jeder Rowdy fährt nen Audi - als eine etwa 16-jährige Schülerin und ich die Straße überqueren wollten, um zur U-Bahn-Haltestelle zu kommen, hätte uns der rechts abbiegende Audi eigentlich durchlassen müssen, doch das passiert, wenn Audi-Fahrer in der Fahrschule gefehlt haben: Der Zombie hinterm Steuer hätte uns fast platt gemacht. Zum Glück sind wir stehen geblieben, da abzusehen war, dass dieser liebreizende, sympathische und intelligente Herr nicht stehen bleibt, denn sonst hätte das sicher hässliche Folgen gehabt. Er war auch der einzige Fahrer, der trotz Dämmerung kein Licht eingeschaltet hatte - scheinbar finden manche Fahrer Dinge wie Licht, Blinker, Rücksichtnahme und Fußgänger total überbewertet :o/. Ich weiß schon, warum ich diese merkwürdigen Autos aus Ingolstadt mit den vier Ringen als Logo immer besonders im Auge behalte - die meisten Fahrer dieser Marke scheinen öfter mal im Theorie-Unterricht gefehlt zu haben. Manche Audi-Fahrer stehen auch darauf, mit 90 km/h auf der Autobahn rauszuziehen, während von hinten Fahrzeuge angerauscht kommen, die mindestens 130 km/h schnell sind. Sobald der ohnehin nicht gerade schnelle Audi alle zu einer Vollbremsung genötigt hat, muss er auch noch mal auf die Bremse latschen - damit sich so ein unmotivierter Spurwechsel auch wenigstens lohnt. Die Intelligenz verfolgt sie, doch sie sind schneller, um nicht zu sagen: uneinholbar. Hihi. Okay, ich war mal mit nem Audi-Fahrer liiert, der auch recht vernünftig gefahren ist, aber: Ausnahmen bestätigen halt die Regel :o).
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Donnerstag, 24. Februar 2011
Mehr oder weniger lustige Skurrilitäten
Gestern Abend habe ich den ersten Teil meiner Schulung zum Gerinnungsselbstmanagement hinter mich gebracht inklusive praktischer Übungen. Es gehörte zunächst etwas Überwindung dazu, sich selbst ne Nadel in den Finger zu schießen, um hierdurch einen Blutstropfen zur Bestimmung des Quick- bzw. INR-Wertes gewinnen zu können, aber nach dem ersten Mal ging's. Heute Abend gibt es dann noch weitere theoretische Grundlagen sowie eine "Prüfung", bei der man dreimal den Wert selbst bestimmen muss. Schafft man dies erfolgreich, gibt es das Zertifikat für die Krankenkasse. Selbige sendet einem dann das Gerät und erstattet die Kosten für den Kurs (immerhin 150 €), die Teststreifen und Piekser muss man sich allerdings vom Hausarzt verordnen lassen.
Da ich gestern natürlich nicht wusste, wo sich der Konferenzraum des Elisabeth-Krankenhaus befindet, in dem die Schulung stattfinden sollte, wartete ich geduldig am Empfang, um die Mitarbeiterin zu fragen. Dies hatte mir allerdings auch schon die Sekretärin des Arztes, der die Schulung durchführt, empfohlen, da die Konferenzräume natürlich ganz woanders liegen als die Stationen und OP-Säle im Haupthaus. Vor mir war jedoch eine libanesische Familie, die zwar ganz gut deutsch sprachen, aber erst mal eine stundenlange Diskussion über die Kopie eines Zettels, der aber nicht als Bescheinigung bei der Krankenkasse anerkannt wird, führen *nerv*. Nachfragen ist ja total okay, aber wenn Leute erst mal alles ausdiskutieren müssen, krieg ich Plaque - unabhängig von Nationalität, Alter und Geschlecht, wobei das Diskutieren ja häufiger eher ne Spezialität meiner Landsleute ist :o). Um die eigene Wichtigkeit auch noch zu unterstreichen, musste der Chef der Sippe sich dann noch nen tuntigen Pelzmantel überwerfen - ich hasse Pelzmäntel, zumal ich weiß, wie sehr die betreffenden Tiere dafür leiden müssen, wenn einer mit nem vermeintlichen Status-Symbol rumprotzen will. Auf jeden Fall zog die ganze Sippe nach fünf Minuten Dauer-Diskussion endlich ab, ich trat freundlich an den Schalter der Mitarbeiterin heran, die mich anstrahlte mit den Worten: "Puh, endlich mal ein normaler Mensch!" Hm, wie nett, aber sie kennt ja nicht meine abstrusen Geschichten, hihi.
Nachdem ich gestern Mittag aus der Rheumatologie im schönen E-Werden zurück war, bin ich im Restaurant Haferkamp essen gewesen, über das ich ja im Frühjahr 2010 einen Artikel bei Suite101.de veröffentlicht hatte. Da die Besitzer hierdurch weitere neue Besucher bekamen und sie meinen Artikel nett und gut geschrieben fanden, haben sie mir ja letzten Sommer eine Flasche Wein geschenkt. Gestern, als mich der Mann der Besitzerin bediente, bekam ich erneut eine Flasche Wein (wg. Genesung und weil ich ja bald umziehe) und mein Cappucino mit Sahne ging auch auf's Haus. Das fand ich total lieb, aber wenn man so nett ist wie ich...*selbstbeweihräucher* :o). Nein, Scherz beiseite, das Restaurant, das Personal und die dort angebotenen Speisen sind wirklich sehr zu empfehlen, bei warmem Wetter ebenso der dazugehörige, gemütliche Biergarten. Auch wenn ich demnächst nicht mehr im näheren Umkreis wohne, werde ich sicherlich häufiger noch mal dorthin fahren.
Hm, das Anliegen meiner Nachbarin gestern Abend, als ich von der Schulung kam, war allerdings nicht ganz so lustig und nett: Als sie neulich mit dem Auto an einem VW Bus auf unserer Querstraße vorbei fuhr, der dort mit laufendem Motor in der zweiten Reihe stand, hat sie sich noch nicht mal darüber aufgeregt, aber da sie Gegenverkehr hatte, den sie natürlich durchlassen musste, blieb sie genau in Höhe des Typen stehen, der wohl nicht gerade zur Menschenliebe angeregt hat. Er hat wohl auch irgendwas zu ihr gesagt, was sie aber nicht verstanden hat, und dann ist sie ganz normal weitergefahren, weil sie dem Vorfall keine Bedeutung zugemessen hat. Letzten Freitag kam sie jedoch mit dem Auto vom Einkaufen und der besagte Typ mit seinem VW Bus war schon im Begriff weiterzufahren, doch als er sie gesehen hatte, drehte er und fuhr ihr hinterher, auch als sie schon bei uns stand und ihre Einkäufe auslud, rollte er langsam vorbei.
Meine Nachbarin ist wirklich nicht jemand, der sich ständig belästigt, angebaggert, bedroht oder sonstwas fühlt, deshalb nehme ich das Ganze auch relativ ernst - auch wenn manche jetzt wieder sagen würden "Ach, manche glotzen einfach blöd.". Der Typ ist ihr ziemlich unheimlich, zumal er dort immer nur mit laufendem Motor steht, niemand in den VW-Bus ein- bzw. aussteigt und er ihr jetzt aus unerklärlichen Gründen folgt *kopfschüttel*. Sie hat mir jedenfalls zur Sicherheit mal das Kennzeichen gegeben. Ich werde das Ganze mal im Auge behalten - manche Leute sind schon für weniger von anderen verfolgt, bedroht und belästigt worden als für die Tatsache, neben einem Auto in der zweiten Reihe stehen bleiben zu müssen, weil Gegenverkehr kommt. In Leute mit psychischen Defekten und bösen Absichten kann man sich nicht immer reinversetzen. Ich werde auch noch mal meine Nachbarn bitten, ein Auge darauf zu haben, da die als Rentner natürlich mehr zuhause sind als ich. Jetzt fährt die Kurze zwar erst mal zu ihren Eltern nach Ostwestfalen, aber der Typ kann ja nu jederzeit wieder aufkreuzen, zumal er ja jetzt auch weiß, wo sie wohnt.
Der Winter ist ja auch in der Nacht zurückgekehrt, wenn auch in relativ harmloser Form. Dennoch konnten einige Autofahrer kaum wieder die paar Schneeflocken verkraften, dabei waren die Autos noch nicht mal befroren, die dünne Schneeschicht konnte man ohne Eiskratzen in nicht mal zwei Minuten vom Auto fegen. In Düsseldorf ist mittlerweile wieder alles abgetaut und immer noch regnerisch-trüb.
Da ich gestern natürlich nicht wusste, wo sich der Konferenzraum des Elisabeth-Krankenhaus befindet, in dem die Schulung stattfinden sollte, wartete ich geduldig am Empfang, um die Mitarbeiterin zu fragen. Dies hatte mir allerdings auch schon die Sekretärin des Arztes, der die Schulung durchführt, empfohlen, da die Konferenzräume natürlich ganz woanders liegen als die Stationen und OP-Säle im Haupthaus. Vor mir war jedoch eine libanesische Familie, die zwar ganz gut deutsch sprachen, aber erst mal eine stundenlange Diskussion über die Kopie eines Zettels, der aber nicht als Bescheinigung bei der Krankenkasse anerkannt wird, führen *nerv*. Nachfragen ist ja total okay, aber wenn Leute erst mal alles ausdiskutieren müssen, krieg ich Plaque - unabhängig von Nationalität, Alter und Geschlecht, wobei das Diskutieren ja häufiger eher ne Spezialität meiner Landsleute ist :o). Um die eigene Wichtigkeit auch noch zu unterstreichen, musste der Chef der Sippe sich dann noch nen tuntigen Pelzmantel überwerfen - ich hasse Pelzmäntel, zumal ich weiß, wie sehr die betreffenden Tiere dafür leiden müssen, wenn einer mit nem vermeintlichen Status-Symbol rumprotzen will. Auf jeden Fall zog die ganze Sippe nach fünf Minuten Dauer-Diskussion endlich ab, ich trat freundlich an den Schalter der Mitarbeiterin heran, die mich anstrahlte mit den Worten: "Puh, endlich mal ein normaler Mensch!" Hm, wie nett, aber sie kennt ja nicht meine abstrusen Geschichten, hihi.
Nachdem ich gestern Mittag aus der Rheumatologie im schönen E-Werden zurück war, bin ich im Restaurant Haferkamp essen gewesen, über das ich ja im Frühjahr 2010 einen Artikel bei Suite101.de veröffentlicht hatte. Da die Besitzer hierdurch weitere neue Besucher bekamen und sie meinen Artikel nett und gut geschrieben fanden, haben sie mir ja letzten Sommer eine Flasche Wein geschenkt. Gestern, als mich der Mann der Besitzerin bediente, bekam ich erneut eine Flasche Wein (wg. Genesung und weil ich ja bald umziehe) und mein Cappucino mit Sahne ging auch auf's Haus. Das fand ich total lieb, aber wenn man so nett ist wie ich...*selbstbeweihräucher* :o). Nein, Scherz beiseite, das Restaurant, das Personal und die dort angebotenen Speisen sind wirklich sehr zu empfehlen, bei warmem Wetter ebenso der dazugehörige, gemütliche Biergarten. Auch wenn ich demnächst nicht mehr im näheren Umkreis wohne, werde ich sicherlich häufiger noch mal dorthin fahren.
Hm, das Anliegen meiner Nachbarin gestern Abend, als ich von der Schulung kam, war allerdings nicht ganz so lustig und nett: Als sie neulich mit dem Auto an einem VW Bus auf unserer Querstraße vorbei fuhr, der dort mit laufendem Motor in der zweiten Reihe stand, hat sie sich noch nicht mal darüber aufgeregt, aber da sie Gegenverkehr hatte, den sie natürlich durchlassen musste, blieb sie genau in Höhe des Typen stehen, der wohl nicht gerade zur Menschenliebe angeregt hat. Er hat wohl auch irgendwas zu ihr gesagt, was sie aber nicht verstanden hat, und dann ist sie ganz normal weitergefahren, weil sie dem Vorfall keine Bedeutung zugemessen hat. Letzten Freitag kam sie jedoch mit dem Auto vom Einkaufen und der besagte Typ mit seinem VW Bus war schon im Begriff weiterzufahren, doch als er sie gesehen hatte, drehte er und fuhr ihr hinterher, auch als sie schon bei uns stand und ihre Einkäufe auslud, rollte er langsam vorbei.
Meine Nachbarin ist wirklich nicht jemand, der sich ständig belästigt, angebaggert, bedroht oder sonstwas fühlt, deshalb nehme ich das Ganze auch relativ ernst - auch wenn manche jetzt wieder sagen würden "Ach, manche glotzen einfach blöd.". Der Typ ist ihr ziemlich unheimlich, zumal er dort immer nur mit laufendem Motor steht, niemand in den VW-Bus ein- bzw. aussteigt und er ihr jetzt aus unerklärlichen Gründen folgt *kopfschüttel*. Sie hat mir jedenfalls zur Sicherheit mal das Kennzeichen gegeben. Ich werde das Ganze mal im Auge behalten - manche Leute sind schon für weniger von anderen verfolgt, bedroht und belästigt worden als für die Tatsache, neben einem Auto in der zweiten Reihe stehen bleiben zu müssen, weil Gegenverkehr kommt. In Leute mit psychischen Defekten und bösen Absichten kann man sich nicht immer reinversetzen. Ich werde auch noch mal meine Nachbarn bitten, ein Auge darauf zu haben, da die als Rentner natürlich mehr zuhause sind als ich. Jetzt fährt die Kurze zwar erst mal zu ihren Eltern nach Ostwestfalen, aber der Typ kann ja nu jederzeit wieder aufkreuzen, zumal er ja jetzt auch weiß, wo sie wohnt.
Der Winter ist ja auch in der Nacht zurückgekehrt, wenn auch in relativ harmloser Form. Dennoch konnten einige Autofahrer kaum wieder die paar Schneeflocken verkraften, dabei waren die Autos noch nicht mal befroren, die dünne Schneeschicht konnte man ohne Eiskratzen in nicht mal zwei Minuten vom Auto fegen. In Düsseldorf ist mittlerweile wieder alles abgetaut und immer noch regnerisch-trüb.
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