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Mittwoch, 7. Dezember 2011

Schöne Songs im Radio

Vor einigen Tagen lief ja morgens unter dem klaren Sternenhimmel "Purple Rain" von Prince, als ich die A40 in Frohnhausen verließ, um weiter zur A52 in Haarzopf zu fahren *schmelzdahinundmutierzurwasserpfütze*. Heute früh lief auf Radio Essen auch wieder so ein toller Kuschel-Klassiker, als ich gerade durch Gerschede und Bedingrade Richtung Aktienstraße fuhr - "The Power of Love" von Frankie goes to Hollywood, auch wenn der Morgen heute eher bewölkt und leicht nass war.

Das erinnerte mich an die Geburtstagsfeier meiner früheren Kollegin Barbara im Oktober 2008 in Rüttenscheid, zu der neben mir auch Sil - die mittlerweile mit in Barbaras Haus wohnt - und Daggi eingeladen waren. Daggi konnte krankheitsbedingt an dem Tag leider doch nicht kommen, aber Sil und ich waren natürlich erschienen, um Barbara - die damals gerade ihren Job als Sekretärin an den Nagel gehängt und ein Studium an der Uni Köln aufgenommen hatte - gebührend zu feiern. Neben jeder Menge Albereien wurden wir im Laufe des milden Herbstabends auch richtig romantisch - Sil träumte von Greg und ich damals von Thorsten :o). Barbara wurde damals ganz zärtlich bei dem Gedanken an einen netten älteren Herrn, der fast ihr Chef war bzw. zumindest einer davon - ich kannte ihn auch und fand ihn auch ganz nett, aber zum Verlieben doch etwas zu alt, denn derjenige war gerade in Pension gegangen. Sil und ich stellten uns kichernd vor, dass Barbara ein Nacktfoto von ihm in ihrem Spind an der Uni Köln hängen hatte, hihi. Na ja, manchmal gilt eben: Liebe richtet sich nicht nach dem Alter.

Ich schlug vor, dass man dem Mann seiner Träume ja auch musikalisch rüber bringen könnte, dass man ihn toll findet - Sil fiel dazu natürlich nur der Titel "Hit me with your rhythm stick" ein, hahahaha!! Ich musste bei der Vorstellung auch lachen, aber sie hat sich über ihren eigenen Witz gar nicht mehr eingekriegt :o). Ich musste eher an eine zärtliche Szene am Strand denken, wenn wir da so nach einem Sturm angespült werden - also Thorsten und ich - und Sil fiel dazu "The Power of Love" von Frankie goes to Hollywood ein. Für sie und ihren Greg hatte ich auch den passenden Titel auf Lager, aber ich weiß leider nicht mehr, welcher das war - es könnte sogar Madonnas "Live to tell" gewesen sein. An den Titel, den wir Barbara und ihrem alten Traummann zugedacht haben, kann ich mich nicht mehr erinnern :o). Sil alberte irgendwas von "Kiss" - ebenfalls von Prince - rum.

Heute früh, als ich den Titel "The Power of Love" im Radio hörte, musste ich wieder an den lustig-romantischen Abend mit skurrilen Geständnissen in Barbaras Küche denken - wobei meine Gefühle für Thorsten aber mittlerweile schon lange wieder bei großer freundschaftlicher Sympathie angekommen sind :o) - obwohl es mir in der Seele weh täte, wenn er wirklich nach London müsste :o(. Diesmal habe ich an wen anders gedacht *träum*.

Mittwoch, 17. März 2010

Weiblicher Sexismus

In einigen Fernsehsendungen sowie in Frauenzeitschriften wird häufig beklagt, dass Frauen insbesondere in HipHop-Videos zu Sexobjekten degradiert werden - hm, das mag zwar in Teilen stimmen, aber komischerweise echauffiert sich keine der Feministinnen darüber, dass viele Frauen trotz besserer Qualifikation im Berufsleben für die gleiche Arbeit weniger Gehalt bekommen als viele ihrer männlichen Kollegen und häufiger in prekären Arbeitsverhältnissen mit sittenwidriger Entlohnung stehen (SCHLECKER ist da nur eins von vielen Negativ-Beispielen). Mittlerweile tauchen verstärkt Zeitungsartikel zum Thema auf, was ja auch prinzipiell positiv und richtig ist, wobei diese aber interessanterweise vielfach von Männern geschrieben werden. Die selbsternannten Feministinnen, die überall Sexismus und die Degradierung von Frauen zu Sexobjekten wittern, kümmern sich offenbar lieber um Nebenkriegsschauplätze wie etwa ob es in Texten Studentinnen und Studenten heißen muss, was vom Binnen-I zu halten ist (StudentInnen, womit ja beide Geschlechter angesprochen wären) oder regen sich darüber auf, wenn jemand eine ganz geschlechtsneutrale Formulierung wählt, also Studierende. DAS ist wirklich ein reiner Nebenkriegsschauplatz, was man von der unterschiedlichen Entlohnung von Männern und Frauen nicht wirklich behaupten kann...

Dass auch wir Frauen bisweilen eine sexistische Ader haben und unsere humorvollen Zoten übers andere Geschlecht reißen, wird auch gerne mal ausgeklammert - also sind Marina, Steffi und ich wohl auch miese Sexistinnen ;o). Zum Beweis, wie sexistisch wir sind, ist mir da eine schräge Story eingefallen, die bestimmt insbesondere für mein ach so sexistisches Gegenüber in Gestalt von Marina mit dem Obstfimmel sehr unterhaltsam sein dürfte, hihi.
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Wir planen eine Neuauflage des Video-Clips "Hot in here" von Nelly, wobei diesmal die Männer die Sexobjekte sind, hähä.

Die Eingangssequenz:
Unser lieber Kollege Zeno - im Hauptberuf Soziologe und Coach, im Nebenberuf Gitarrist in einer Rockband - steht vor den Weststadthallen in Essen und intoniert lautstark den ersten Hit der Bloodhound Gang "Along comes Mary", wobei einige Frauen in vor Begeisterung mit Geldscheinen und sogar Schlüppis bewerfen! Thomas trappst die Straße entlang, weil er auf die Party in den Weststadthallen will, ist aber noch unentschlossen, ob er wirklich reingehen soll. Steffi, bekleidet mit schwarzer ADIDAS-Trainingshose und ärmellosem weißem Top - radelt ihm versehentlich über den Fuß, sodass Thomas erst mal jammert und ne Pirouette dreht. Das Pfützchen spart er sich zum Glück für drinnen fürs Herrenklo auf ;o). Steffi betritt gut gelaunt und entschlossen die Weststadthallen mit ihrem Werkzeug, denn sie hat eine besondere Mission.

Die Hauptsequenz:
Ich intoniere den Text von "Hot in here", während Marina hinterm DJ-Pult steht und per Mikro Obstsorten in die Menge ruft ("Apfel!", "Ananas!", "Erdbeere!"....). Bekleidet sind wir beide auch mit ärmellosen Tops und schwarzen ADIDAS-Trainingshosen. Ich umfasse Thorsten von hinten, der auch mitgroovt und fordere ihn auf, sich nackig zu machen, aber da es ja so heiß ist, möchte er sich freiwillig ausziehen - die Rolle der Backing Vocals ("I am getting so hot, I wanna take my clothes off...") fällt ihm somit auch noch zu. Thomas tanzt von hinten an mich ran, sodass ich seine Nippel im Kreuz habe, denn er hat sein Hemd so weit offen stehen, dass er sich im Prinzip oben rum gar nicht bekleiden müsste....Marina vernascht zwischendrin ihren Liebsten unterm DJ-Pult und konsumiert anschließend mit ihm die Kiwi danach. Danach ist sie munterer als je zuvor und kräht weitere Obstsorten ins Mikro, während sie ihre Hüften schwingt und ab und zu auch mal "Du Sau!" ins Mikro kichert.

Steffi ist schwer bewaffnet mit Einwegrasiern und Rasierschaum, sodass sie beginnt, Männer unter den Achseln und auf der Brust zu enthaaren - Thomas wird ihr erstes Opfer, als Nächster muss der Wendler dran glauben, der sich ohne seine Brustbehaarung ziemlich entmannt fühlt ;o). Steffi hingegen ist glücklich und hält die Rasierer nebst haariger Beute triumphierend in die Luft. Ihr letztes Opfer im Video-Clip ist der Unsympath aus dem Briefgold-Werbespot. Nachdem sie seine Brust und Achselhöhlen gewaltsam enthaart hat, deutet sie auf sein bestes Stück und spricht mit provozierendem Gesicht: "Machen Sie Ihr Gold zu Geld!" Das könnte Steffi später eine Anzeige wegen Anstiftung zur Prostitution einbringen, hihi.

Jedenfalls tobt der Mob im Saal, die Damen stecken den Herren Geldscheine in den Schlüppi und fingern an ihnen rum, Steffi enthaart weitere Typen...also, sexistischer geht's ja gar nicht! Allerdings fühlen sich die Herren jetzt nicht zum Sexobjekt degradiert, haha, und dieser Video-Clip ist den Feministinnen noch nicht mal einen Beschwerdekommentar über die Degradierung von Männern zu Sexobjekten in Musik-Videos wert. Komisch...

Freitag, 30. Oktober 2009

Morgen Nacht ist Halloween!


Nicht nur in meiner sehr weltlichen Wohnung in E-Frohnhausen leuchten morgen die Kürbisse, sondern natürlich auch auf unseren Inseln. Steffi verziert ihren Kürbis selbstverständlich direkt mit neuen Aufklebern, die zum Thema passen und achtet darauf, dass die einzige Palme auf ihrer Insel kein Feuer fängt. Einige kleinere, gleichfalls beklebte Kürbisse lässt sie schwimmen, damit auch die Fische im Ozean Halloween haben.

Marina hingegen feiert eine gruselige Party mit Amerikanisten und Künstlern und schaut sich gemeinsam mit ihren Gästen per Internet-Fernsehen alle "Halloween"-Filme an, die jemals gedreht wurden, sodass der Morgen schon wieder graut, wenn sie damit fertig sind. Bei Michael Myers mag sie dessen Blick nicht hinter der weißen, ausdruckslosen Maske und hält den Typen überhaupt für ziemlich dusselig.

Auch auf meiner Insel wird dann mit illustren Gästen Halloween gefeiert: Neben den üblichen Verdächtigen, deren Vornamen mit "T" beginnen, reisen natürlich Metallica und Slayer per Boot an und geben ein kleines Konzert für uns mit einigen ihrer bösesten Hits wie etwa Enter Sandman, Devil's Dance, All Nightmare Long, South of Heaven, The Antichrist und Seasons in the Abyss. Per Boot stoßen auch noch Uli, Renate und Petra dazu. Das Empfangskommitee bilden mehrere große Kürbisse, die direkt am Strand stehen. Thomas muss natürlich penibel darauf achten, dass einige seiner Triops-Krebse nicht in die ausgehöhlten Kürbisse kriechen und in den Kerzenflammen umkommen. Er kann unsere Gäste dann freundlich mit den obligatorischen Worten "Hallo, grüß dich!" begrüßen, denn so schlägt er direkt zwei Fliegen mit einer Klappe.

Thorsten hat in meinem Haus gefeudelt, damit sich das 99-teilige Feudelsortiment, das er bei seinem Haustürgeschäft an der U-Boot-Luke erworben hat, auch richtig lohnt. Tim hat lecker Pilzpfanne gemacht und seinem Kumpel Manfred einige Fliegenpilze untergejubelt, damit der erst high ist, bevor er abstürzt und ihn nie wieder in die Pilze schubst.

Michael Myers ist natürlich auch wieder an Halloween aktiv und will auf unseren Inseln sämtliche Party-Gäste meucheln, doch zum Glück bin ich ja gut Freund mit allen Raubfischen, sodass erst sein Boot von einigen Haien zerlegt wird, bevor der Tigerhai ihn mit Genuss verspeist, denn diese Haiart ist auch vor gar nix fies. Sein Messer sinkt auf den Grund und fossiliert dort ebenso wie die Zähne, die den Haifischen immer wieder ausfallen.

Mein Hamster Slayer darf einige Kürbiskerne nagen, während wir anderen uns an Kürbissuppe und Kürbisbowle (gibt's die überhaupt?) gütlich tun. Per Taschenkrebs-Bote schicke ich Marina und ihren Gästen auch einen Krug von der Bowle rüber. Der Taschenkrebs kommt mit einem Dankschreiben zurück, das erkennen lässt, dass Marina schon ziemlich viel Bowle intus hat ;o). Auch zu Steffi schwimmt ein Taschenkrebs mit Kürbissuppe, aber die ist viel zu beschäftigt mit ihren Aufklebern, sodass die Suppe in der Tupperdose schließlich kalt wird.

Neptun säuft sich mal wieder die Welt schön, während die Venus sich auf gruselig schminkt. Saturn lacht dreckig und macht mal wieder Hoola-Hoop mit seinen Ringen. Vom Jupiter regnet es Kürbiskerne. Der sternhagelvolle Abendstern grölt wahlweise "Evening Star" oder "I am the God of hellfire". Der Mann im Mond raucht Seegras. Pluto beleckt seinen Knochen und hält ihn stolz ins Universum. Uranus schaut tatenlos zu, als Mars vollständige Mars-Riegel mit Kürbisgeschmack auf unsere Inseln niederprasseln lässt.
Foto: (c) Otto Wenninger, Pixelio

Donnerstag, 24. September 2009

Spielfilmreife Träume

Da wir gerade schon bei spielfilmreifen Träumen waren: Vor einigen Wochen, als ich noch mit Petra im Zimmer 666 rumsaß (das waren noch Zeiten *heul*), habe ich ihr auch von einem spielfilmreifen Traum berichten können, den ich hatte:

Aus irgendeinem Grunde war ich plötzlich stinkreich und verfügte über eine große Villa mit angrenzendem Gästehaus, Pavillon, riesigem Garten, Pferdekoppel und eigenem Bootssteg direkt an der Ruhr in Mülheim. Meine Behausung befand sich unterhalb der Ruhrtalbrücke, auch als Mintarder Brücke bekannt, die ich montags bis freitags jeden Tag zweimal überquere, wenn ich nach Düsseldorf fahre oder von dort komme.

In diesem Haus habe ich eine riesige Party geschmissen, aber nicht etwa, wie es eigentlich typisch für mich wäre, in Freizeitkleidung, sondern alle inklusive mir selbst trugen elegante Abendroben und Smokings! Freundliche Servierinnen liefen herum und boten den Leuten Champagner an. Zwischen meinen Festtagsgästen liefen drei Zwerghamster rum und wurden merkwürdigerweise auch nicht versehentlich von irgendwelchen Füßen ge- oder zertreten. An mir bekannten Gästen waren da: Uli, Renate, Petra und ihr Mann (den ich nicht persönlich kenne, nur vom Telefon) meine Eltern, Thomas und einige meiner Jungs von E.ON - Thorsten, Volker, Christoph und Carsten. Im Hintergrund lief irgendsoein Jazz-mäßiges Gedudel (kein Metal) und meine Mutter unterhielt sich angeregt mit einer mir unbekannten älteren Dame. Mein Vater saß in seinem Elektro-Rollstuhl, rauchte sich eine und beobachtete die Festgesellschaft.

Irgendwann schlenderte ich zusammen mit Petra hinüber in den Wintergarten, wo auf einem Plüschsofa meine Jungs von E.ON und Thomas saßen. Ich fragte freundlich, ob alles in Ordnung sei und habe dann Thorsten gefragt, ob er noch Hunger habe. Er grinste mich an und antwortete: "Ja, auf dich!" Petra lachte und ich wusste erst mal nicht, was ich darauf sagen sollte, sodass Thorsten und ich uns ziemlich unvermittelt für Mitternacht in meinem Gartenpavillon verabredet haben. Die anderen Jungs lachten und ich wandte mich Thomas zu, der mich mit seinem bezaubernden Lächeln anstrahlte. Er meinte dann auch, er wollte mit mir alleine sein, sodass ich mich mit ihm für zwei Uhr nachts auf einer Bank an der Ruhr verabredet habe. Petra lachte sich scheckig, bewegte gespielt strafend ihren Zeigefinger und sprach grinsend: "Frivol, frivol!" Plötzlich kam mein Papa angerollt, guckte Thorsten an, guckte dann Thomas an und sagte in seiner unnachahmlich trockenen Art (wie er auch im wahren Leben so ist): "Ihr seid bestusst!" (Schön, dass die beiden Männer bestusst sind, ich als seine Tochter hatte daran ja auch einen gewissen Anteil...) Dann rollte er wieder von dannen rüber zum Büffet und häufte sich Kartoffelsalat auf einen Teller. Meine Frau Mutter bekam von alledem nix mit, denn sie unterhielt sich immer noch mit der älteren, mir unbekannten Dame.

Irgendwie fand ich mich dann tatsächlich nach Mitternacht in meinem Pavillon wieder (welches Klischee...) und habe dort mit Thorsten rumgeknutscht. Petra streifte am Pavillon vorbei und sprach fröhlich: "Frivol, frivol!" Das hat Thorsten und mich aber nicht von weiteren Küssen, Liebesgeflüster und kleineren Fummeleien abgehalten ;o).

Die Szene wechselte wieder. Ich saß auf der Bank an der Ruhr, wo ich auf Thomas wartete. Er kam auch pünktlich um 2 Uhr nachts, stand hilflos vor mir und sprach: "Alex, ich weiß jetzt gar nicht, was ich machen soll!" (DAS könnte im realen Leben auch passieren!) Ich habe dann nur geantwortet: "Halt die Klappe und küss mich endlich!" Bevor es tatsächlich dazu kam, tauchte wieder Petra auf und sprach kichernd: "Frivol, frivol!"

Dann wurde ich wach, weil mein Wecker klingelte *grummel*. Allerdings habe ich mir bis heute noch keinen richtigen Reim auf den Traum machen können *grübel*. Vielleicht habe ich jetzt mal die Zeit dazu...Petra hatte jedenfalls richtig Spaß inne Backen, als ich ihr davon erzählte.