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Donnerstag, 10. März 2011

Skurrilitäten aus dem Leben fröhlicher Projektbüro-Mitarbeiterinnen

Heute Abend kommt ein potentieller Nachmieter für meine Bleibe in Frohnhausen, in der ich ja seit Januar 2006 residiere. Hoffentlich läuft das nicht so ab wie bei meinen Nachbarn, als dort neulich ein potentieller Nachmieter zur Besichtigung in ihre Hütte kam. Man könnte das Ganze auch "Wohnungs-Speed Dating" nennen, hihi. Der Interessent, ein gut gekleideter älterer Herr, wuselte hektisch wie ein Drogenspürhund durch eine 2,5-Raum-Wohnung mit 55 m² Wohnfläche in der Rekordzeit von schätzungsweise 45 Sekunden und rannte dann wieder raus mit den Worten "Nee, nimm ich nich!" Okay, wie das jemand nach weniger als einer Minute beurteilen will, ist mir ein Rätsel - das ist wie der Cartoon von Uli Stein, wo der Mäuserich selbstzufrieden mit der Zigarette danach in der Hand fragt: "Und, wie war ich?", und die Mäusedame antwortet: "Wie soll ich das nach einer Minute beurteilen?" Diesen Cartoon habe ich sogar als zusätzliches Kissen in meinem Bett *grins*.

Die Baustelle in Haarzopf hat zwar mittlerweile Ampeln, ist jedoch recht chaotisch gestaltet, vor allem, wenn man von Frohnhausen nach Haarzopf will, um die Autobahn zu erreichen: Nach einer 180°C-Drehung auf der Humboldtstraße Richtung Rhein-Ruhr-Zentrum kann man halbrechts zur Neuen Mitte Haarzopf fahren, links abbiegen und wird ziemlich nah an den Gegenverkehr herangeführt, denn von derzeit vier Fahrspuren in Fahrtrichtung Mülheim ist nur noch eine freigegeben. Erst hinter der nächsten Einmündung wird man zwischen den beiden Mittelstreifen wieder zurück auf die "normale" Spur Richtung Bredeney geführt. Hm, ich mag kleine Abenteuerreisen, wenn ich zur Arbeit fahre :o). Untermalt wird das Ganze von Judas Priest, verwirrte Autofahrer, die sich einfach nicht erinnern können, wo ihr Gaspedal angebracht ist, geben dem ganzen noch den zusätzlichen Kick...

Steffiiiiii hat sich heute früh ein neues Kickboard bei Aldi gekauft und sich und mir netterweise einen bei uns im Büro sehr beliebten Salat-Cup mitgebracht, wobei sich in meinem noch Schinken und Käse als Beilagen befinden. Die Cocktail-Tomaten sind noch kleiner als sonst, dafür aber auch in größerer Zahl vorhanden als gewöhnlich. Das nenne ich doch mal einen netten Ausgleich.

Überhaupt wird Steffiiiiii, die ja sonst immer das betretene Gesicht macht, wenn Marina und ich Zoten reißen, auch immer sexistischer: Vor zwei Tagen hat sie glatt - ohne rot anzulaufen! - das böse Wort mit F in den Mund genommen, hahahaha!!! Das wäre noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen. Ich hab schon zu Marina gesagt, die das auch im positiven Sinne erschütternd fand, was Steffiiii sich da für ein Vokabular aneignet, dass wir Steffiiiiii keine Buchstabennudelsuppe anbieten sollten, denn sonst legt sie nachher noch mit ihren Buchstabennudeln das böse Wort mit F :o) - ist auch an einen Uli Stein-Cartoon angelehnt, hähä.

Als ich gerade eben vor der Tür war, um einen meiner Sargnägel zu genießen, kam mir eine Gruppe von Jugendlichen entgegen, wobei einer feststellte, dass das C ein Buchstabe des deutschen Alphabets ist. Nein!! Vielen Dank für diese überaus neue und brandaktuelle Information! :o) Das hat jedenfalls bei uns im Büro auch wieder für Heiterkeit gesorgt, als ich nach meiner Rückkehr davon berichtete.

Ja, und dann ist da noch unser Jobsearcher, der "Kölsche Jung" Timo...er drückt sich manchmal sehr zweideutig aus, wirklich, aber was will er auch machen, wenn er mit uns zusammenarbeitet? Gestern Nachmittag hatte ich kurz mit ihm telefoniert und Timo erzählte mir, dass er gerade mit einem unserer Kunden zugange sei - kaum, dass er das ausgesprochen hatte, musste er schon selbst über sich lachen, weil er wusste, dass er mir damit ne Steilvorlage geliefert hat, hihi. Ich habe Timo, dem ich kurz danach noch einige eingescannte Angebote gemailt habe, damit er die auch noch verschicken konnte - zusätzlich zu dem Zeugs, was er im Internet rausgesucht hat - auch direkt gebeten, er möge unseren Kunden nicht zu sehr rannehmen, denn sonst könnte der arme Kerl ja nachher gar nicht mehr sitzen und das wäre beim Erstellen von Bewerbungen doch ziemlich vorteilhaft :o). Da ich bis dato noch keine Antwort von Timo erhalten habe, weiß ich jetzt nicht, wer nun wund ist - unser Kunde, Timo oder beide??? *grübel* Das habe ich auch zu Marina und Steffi gesagt, die beide über diesen miesen Sexismus lachen mussten - auch das wäre bis vor wenigen Wochen bei Steffiiiiii undenkbar gewesen, stattdessen hätte sie wieder das betretene Gesicht gemacht, aber jetzt...na gut, wer mit Marina und mir in einem Büro sitzt, muss in der Hinsicht schmerzfrei werden, sonst hält er das gar nicht aus :o). Der Timo...der liefert uns aber auch immer im fliegenden Wechsel Steilvorlagen für Zweideutigkeiten, aber daran hat er natürlich auch große Freude.

Och, gerade bekommt Steffiiii hier nen Anruf von ihrem Lieblingskunden aus dem schönen Bochum - sie hat sogar ganz rote Bäckchen bekommen, hihi. Das finde ich total putzig. Na ja, wenn sie und Marinchen mir immer irgendwelche Krösken mit Kunden andichten (einer davon ist übrigens derjenige, mit dem Timo gestern zugange war), können wir das umgekehrt auch. Steffiiii sieht gerade aus, als wenn sie dahin schmilzt und zur Wasserpfütze mutiert. Sie kichert wie ein verliebter Teenager am Telefon. Steffi, Steffi, Steffi...!  Ich finde das total romantisch, vor allem, weil der Herr uns demnächst auch noch besuchen kommt - also, ich glaube, dann läuft Steffiiiii hier den ganzen Tag nur noch debil grinsend mit roten Bäckchen durch die Gegend. Das Barometer an Frühlingsgefühlen steigt also weiter. Wenn dann jetzt meine beiden "Herzchen" hier wieder zur Beratung auflaufen, steigen die Frühlingsgefühle noch weiter und meine beiden Mäuse haben was zu lachen, hihi. Ach ja, für einen der beiden Herren habe ich vorhin einen Anschreibenvorschlag erstellt bzw. seinen Vorschlag korrigiert. Auch das gab ein großes Hallo...! :o)

Freitag, 25. Februar 2011

Zertifikat erhalten! :o)

Gestern Abend habe ich auch den zweiten Teil meiner Gerinnungsselbstmanagement-Schulung erfolgreich absolviert, sodass ich am Ende das Zertifikat in der Hand hielt, damit ich das Coagucheck-Messgerät nebst Zubehör bekomme, wobei einige Dinge ja auch noch vom Hausarzt rezeptiert werden müssen. Sich in die Fingerbeere zu pieksen, ist eigentlich überhaupt nicht weiter dramatisch - es kostet nur beim ersten Mal etwas Überwindung :o). Vorhin habe ich das Zertifikat und die Quittung über die Kursgebühr an meine Krankenkasse geschickt, damit ich die Gebühren erstattet bekomme und das Gerät in Kürze erhalte.

Die Kassenärztliche Vereinigung schickte mir gestern weniger freundliche Post. Im schrecklichsten, unhöflichsten Amtsdeutsch für gehirnamputierte Asis wurde mir zur Last gelegt, dass ich im 3. Quartal 2010 im Phillipusstift angeblich bei einer Notfallbehandlung meine 10 € Praxisgebühr nicht entrichtet hätte. Haha, ich war im Juli 2010 da wg. meines Hörsturzes, der mich beim WM-Wochenende beim Spiel Deutschland - Argentinien ereilt hat und habe da auch die 10 € Notfallgebühr entrichtet - wie mir per Quittung auch bescheinigt wurde. Im gleichen Quartal war ich noch mal im selben Krankenhaus, weil ich nach der Einnahme von Gingkobil (die mir vom Neurologen empfohlen worden waren...) plötzlich eine ziemlich verwaschene Sprache hatte wie manche Menschen unmittelbar nach einem Schlaganfall. Ich hab sogar noch gefragt, ob die 10 € von mir kriegen - aber nein, da ich ja schon mal als Notfall da war, wollte keiner mein Geld haben. Die Quittung aus Juli 2010 habe ich natürlich nicht mehr - ich kann ja nicht ahnen, dass dem Philippusstift ein halbes Jahr später einfällt, dass sie angeblich noch Geld von mir zu kriegen haben...

Gerade versuche ich auch, die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein telefonisch zu erreichen, um den Sachverhalt zu klären, aber da ist dauernd besetzt - hm, wenn das bei uns so wäre, gäbe es aber mächtig Ärger, wenn da Anrufe ins Leere liefen. Ich bin schon ganz froh, nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt zu sein, denn diese kleingeistige Behördenmentalität geht mir ziemlich auf den Keks.

Gerade habe ich dort jedoch eine sehr nette junge Dame erreicht, die das Ganze auch ein wenig entschärft hat. Falls ich die Quittung nicht mehr finde, sollte ich mich direkt ans Krankenhaus wenden, damit die der KV Nordrhein noch mal was zufaxen. Ich finde es nur ziemlich schlimm, wenn man per Bescheid pauschal wie ein Schwerverbrecher behandelt wird, der Krankenhäuser und Ärzte um ihre ihnen zustehenden Gebühren bringen will. Also, den Stil könnte ich mir bei der Kundenkorrespondenz in der freien Wirtschaft nicht erlauben; dann könnte ich zum nächsten 1. mit ziemlicher Sicherheit den Stempelautomaten auf der Arbeitsagentur anzicken. Meine Gesprächspartnerin hat mich aber durch ihr nettes, kooperatives Verhalten schon wieder freundlicher gestimmt.

Ab März geht es dann verstärkt mit meinen Umzugsvorbereitungen weiter, denn bis Mai ist es ja dann nicht mehr so lang. Umzugsunternehmen organisieren, weitere Abstimmungen mit Vor- und Vermieter...vielleicht kommen ja demnächst auch einige Interessenten in meine jetzige Bleibe. Sofern sie nicht gerade Speed Dating machen wie neulich bei meinen Nachbarn...:o). Gegen Ende April muss ich ja dann auch alle Menschen, die Rang und Namen haben (Versicherungen, Krankenkasse, ADAC, Telefongesellschaft, RWE etc.) über meine neue Anschrift in Kenntnis setzen, wobei ich selbstverständlich auch noch nen Nachsendeantrag bei der Post stellen werde.

Montag, 21. Februar 2011

Eine neue Couch ist auch gekauft

Am Samstagnachmittag habe ich mir bei Möbel Boss eine neue Couch zugelegt, die Anfang Mai in meiner neuen Wohnung platziert wird - mit Federkern, Bettfunktion und Ottomane *freu*. Meine Eltern schenken mir den dazugehörigen schwarzen Sessel aus Kunstleder zum Geburtstag.

Meine alte Couch, die in meiner derzeitigen Wohnung weilt und die mittlerweile auch schon über acht Jahre auf dem Buckel hat, hätte sicherlich auch gut gepasst, aber da mittlerweile sowohl der Bezug als auch die Füllung zu fleddern anfangen, hielt ich es doch für besser, neue Sitzmöbel anzuschaffen. Ab März fange ich dann mal richtig an, den Umzug zu organisieren. Vermutlich wird mein Noch-Vermieter in näherer Zukunft auch mal häufiger mit potentiellen Nachmietern aufkreuzen. Meinen Nachbarn, die ja im April ausziehen, ist am Freitag etwas eher Kurioses passiert: Unser Vermieter kam abends gegen 17 Uhr mit nem gut gekleideten Interessenten, der unter Wohnungsbesichtigung wohl eher Speed-Dating verstand, hihi. Er wuselte in nicht mal einer Minute durch alle Räume - Küche, Wohnzimmer, WC, Bad, Schlafzimmer, Diele - um zu dem Ergebnis zu kommen: "Nimm ich nicht!"

Okay, natürlich gibt es Wohnungen, wo man schon beim ersten Reinkommen denkt "Oh Gott!", weil total verwohnt - so ist's mir mal im Oktober 2005 gegangen, als ich ne Wohnung auf der Weserstraße in Bergerhausen besichtigt habe - aber die Räume meiner Nachbarn sind sauber und gepflegt und, was man sagen muss, sowohl ihre als auch meine Hütte sind räumlich gesehen gut aufgeteilt. Dennoch habe ich mir damals die Wohnung auf der Weserstraße mal für gut zehn Minuten angesehen, denn nach einer Minute kann man sich doch schlecht nen Eindruck erlauben und da kam ich tatsächlich zu dem Ergebnis, dass das nix für mich ist, auch wenn der betreffende Vermieter die Hütte noch schön reden wollte.

Ich denke, die Räumlichkeiten und die Lage selbst sind sicherlich okay bei meiner derzeitigen Wohnung in Frohnhausen-Süd/Fulerum, aber ich glaube, es wird manche potentielle Nachmieter stören, dass Nachtspeicheröfen drin stehen und es keinen Balkon gibt. Wie oft lese ich bei Wohnungsgesuchen "Bitte keinen Nachtspeicher!", deshalb denke ich, das könnte für manche Interessenten schon ein K. O.-Kriterium sein - auch wenn die Räume gut aufgeteilt sind und mit 51 m² Wohnfläche ausreichend Platz für eine Person bieten. Ich habe ja selbst gesehen, wie sehr der Nachtstrom bei meiner Stromabrechnung zu Buche geschlagen hat, unabhängig davon, dass RWE die Stromtarife ja in den letzten Jahren erhöht hat. Ich habe bestimmt in einer Heizperiode nicht übermäßig viel Strom verbraucht (maximal 3.000 kW/h, eher weniger; manche verbrauchen ja bei NSP 8.000 und mehr kW/h in einer Heizperiode) und das ist ein kostspieliges Vergnügen. In meiner neuen Wohnung habe ich ne Ölzentralheizung und die Heizkosten sind in den Nebenkosten schon mit eingerechnet, sodass der teure Posten Nachtstrom schon mal wegfällt.

Ein weiterer Vorteil an meiner neuen Wohnung ist: Ich habe keine Kirche mehr gegenüber! Als ich im Januar 2006 von Schönebeck nach Frohnhausen-Süd gezogen bin, war es auch nicht so extrem mit unserer evangelischen Freikirche, die meinem Haus genau gegenüber liegt, aber seit 2007 drehen die da drüben regelmäßig durch und vertraten offenbar zeitweise die Auffassung, dass die Trällerelsen auch nachts um 1 Uhr proben bzw. Schreie heiliger Verzückung ausstoßen können :o/. M. E. haben sich da auch andere Anwohner mal beim Ordnungsamt beschwert, denn das ist jetzt schon längere Zeit nicht mehr vorgekommen, aber dafür ist es sonntags schwierig, um ne bestimmte Zeit nen Parkplatz zu bekommen, weil dann die Kirchenbesucher alles zuparken und teilweise auch noch ohne Sinn und Verstand. Mit nem 60-minütigen Gottesdienstbesuch mit anschließendem Kaffeetrinken ist es ja auch da nicht getan - die Veranstaltungen sind immer nachmittags- bis abendfüllend *nerv*. Rumlärmen im Namen des Herrn, sage ich da nur.

Neulich, bevor ich meine Wohnung in Dellwig/Gerschede gefunden hatte, habe ich auch ein sehr interessantes Angebot am Rüdesheimer Platz in Frohnhausen gesehen - 2 Zimmer, 50 m², eigene kleine Terrasse, erschwingliche Miete. Ich war schon drauf und dran, dort mal anzurufen, aber am Rüdesheimer Platz hätte ich dasselbe in Grün gehabt, denn auch dort ist ne evangelische Kirche - neben Trällerelsengesang hätte es auch dort sicherlich Parkplatzprobleme gegeben. Von meiner neuen Wohnung ist eine katholische Kirche mindestens 300 m entfernt und da läuft ohnehin der letzte Gottesdienst in Kürze oder ist sogar schon gelaufen, weil diese Gemeinde mit einer benachbarten in Gerschede zusammengelegt wird - damit habe ich dann kein Theater mehr.