Posts mit dem Label Renault werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Renault werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 21. Oktober 2017

Ich kriege das Kotzen...!!

Für den 03.11. hatte ich ja eine Betriebsbesichtigung bei meinem Autohaus vereinbart - gestern Mittag kriegte ich einen Anruf, dass die Geschäftsleitung das nicht wünscht. Sorry, auf soviel Arroganz und Ignoranz kriege ich das Kotzen. Ich weiß zwar nicht, auf welchen Klischees die da rumreiten, aber das ist mir auch egal. Der Verkauf meines Autos lief super, was wohl auch dem Verkäufer geschuldet war, aber mit der Werkstatt und dem Service bin ich nicht so zufrieden - erst beim zweiten Mal wurde meine Batterie getauscht und dass die Geschäftsführerin sich Sorgen machte, dass sie ihr Geld nicht bekommt, fand ich auch schon ein starkes Stück. Sorry, das Autohaus hat mich als Kundin verloren, denn dieser Umgang mit Hartzies und Arroganz gehen gar nicht. Honda-Vertragshändler gibt's auch noch woanders, da brauche ich da nicht mehr hingehen - wenn die auf Geld verzichten können, haben die mich als Kundin offenbar nicht mehr nötig. Wir haben noch einen zweiten Honda-Händler in Essen, aber der ist grottenschlecht bewertet worden - es gibt aber auch noch Services jenseits der Essener Stadtgrenze, z. B. in Oberhausen. Da fahre ich lieber in eine Nachbarstadt, als mich hier dumm und arrogant behandeln zu lassen.

 
Der neue Honda Jazz 2015
 
 
Auch die letzte Beurteilung meines Autohauses sprach Bände: Der urteilende Kunde war offenbar mit dem Verkauf seines Fahrzeugs zufrieden, danach aber nicht mehr. Auch wenn was auf Garantie läuft, kann ich den Auftrag nicht genervt annehmen. Diese Geldgeilheit kotzt mich echt an.
 
Gestern habe ich noch Renault und BMW wegen einer Betriebsbesichtigung angeschrieben - mal gucken, ob ich am Montag eine Antwort habe. Es gibt auch noch andere Autohäuser in Essen und Umgebung und wenn die Autohäuser alle so arrogant und geldgeil sind, fahre ich lieber mit beiden Gruppen in den Gelsenkirchener Zoo, denn da sehen meine Kunden auch noch lebendige Tiere und können durch die Gegend watscheln.
 
Gestern Morgen habe ich ein Igelchen gesehen, das bei mir die Straße hoch rannte und vor meinem Honda auf meine Straßenseite kam, wo es eilig in einen Vorgarten verschwunden ist :o). Es war ein ausgewachsenes, wohlgenährtes Tier, aber ich habe mich sehr über das Igelchen gefreut. Mein Honda hat den Igel freundlich begrüßt.
 

                                                        Igel - (c) Suttipon Yakham

Mal schauen, was sich wegen der Betriebsbesichtigung ergibt - Honda kann man offenbar vergessen. Vermutlich hätte es anders ausgesehen, wenn ich denen 20 potentielle Käufer angekündigt hätte, und das nervt mich total. Wenn ich nur noch meinen eigenen Profit vor Augen habe, kann das mit Sozialverhalten nix mehr werden, würde ich sagen. Mal schauen, ob und wie BMW und Renault reagieren - wir haben noch Lueg in Essen oder Audi, wobei viele Kunden bei Audi deren Arroganz moniert haben. Na ja, Audis sind zwar teure Autos, deshalb benehmen sich auch viele wohl so überheblich. An der Tanke vorhin wollte ich mal einen leicht verwirrten Audi-Fahrer fragen, ob er mal einen Honda von unten sehen will :o).
 
 


Donnerstag, 2. April 2015

Jetzt auch in Essen: Schnee vor Ostern :o)

Heute Vormittag war ich bei meinem Autohaus, um wegen Clios Finanzierung zu sprechen - der Inhaber und ich haben mehrere mögliche Alternativen gefunden bzw. erarbeitet. Näheres folgt dann in der nächsten Woche, denn ich möchte den Tag nicht vor dem Abend loben :o).

Während wir in seinem Büro sprachen und Clio draußen im Hof Schnauze an Schnauze mit einem freundlichen, neuen Twingo - ebenfalls schwarz - stand, fing es doch tatsächlich an zu schneien. Das muss kurz nach elf gewesen sein. Der Inhaber des Autohauses schüttelte auch den Kopf, als er nach draußen blickte und sah, dass es flöckelte.

Nach wenigen Minuten war der Spuk schon wieder vorbei und die Sonne kam zum Vorschein. Als ich kurz vor halb zwölf mit Clio wieder Richtung Heimat gefahren bin, schien die Sonne, wobei immer noch zahlreiche Wolkentürme am Himmel waren - der Schnee ist aber immerhin nicht liegen geblieben. Dafür war mein fahrbarer Untersatz kurzzeitig von innen beschlagen, aber dafür hat er ja auch ein Gebläse :o).

Auch jetzt wechseln sich Sonne, Wolken, Regen und Graupel fröhlich miteinander ab - manchmal im Minutentakt. Bis dato fehlen im Wettermix über Essen nur noch Blitz und Donner.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Grummel...

Wie bereits heute Morgen vor meinem Einzelcoaching in der Weststadt-Akademie angekündigt, das übrigens sehr gut und produktiv verlaufen ist, schreibe ich nun, warum ich grummelig bin, obwohl mein Clio gestern erfolgreich über den TÜV gegangen ist - etwas anderes hätte mich bei einem drei Jahre alten Auto ehrlich gesagt auch gewundert.

Bevor ich meinen jetzigen Clio TCe fuhr, hatte ich ebenfalls einen Clio, aber eine Baureihe früher (sah man aber nur an den Rückleuchten und am Kühlergrill) mit 75 PS. Clio 1, den ich zwischen Dezember 2008 und Juli 2012 gefahren habe, hatte als Reifengröße 175/R15, Clio 2, den ich seit 4. Juli 2012 fahre, hat wiederum als Reifengröße 185/R15, sodass ich die Winterreifen von Clio 1 nicht für Clio 2 verwenden konnte. Das war mir auch klar, dass neue Winterreifen im Herbst 2012 her mussten, also habe ich Winterkompletträder zum Preis von 741 EUR inkl. Montage über mein Autohaus bestellt. So weit, so gut, die Winterreifen sind gut und ich dachte, es sei alles okay.

Gestern rief mich am frühen Nachmittag ein Mitarbeiter des Autohauses an, um mir mitzuteilen, dass mein Clio zwar anstandslos über den TÜV gegangen ist, aber wo denn meine ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) wäre. Ich war erstaunt, denn normalerweise braucht man eine ABE lediglich bei baulichen Veränderungen am Fahrzeug, also wenn ich meinen fahrbaren Untersatz tiefer gelegt, mit einem Spoiler versehen hätte u. ä. Nee, es ging um die ABE für meine Reifen! Das war mir ja ganz neu, dass man für Reifen eine ABE braucht - ich habe damals bei Erstmontage der Winterreifen im Herbst 2012 definitiv keine bekommen, da ich davon ausgegangen bin, dass die Reifen, die ich übers Autohaus bestellt hatte, den gängigen Normen entsprechen; offenbar ja wohl nicht. Das wäre ja auch kein Problem, wenn man mir damals die ABE mit ausgehändigt hätte - die hätte ich ja dann entsprechend mit den anderen Fahrzeugpapieren mitgeführt.

Wie dem auch sei: Der Mitarbeiter hat sich die ABE für meine Winterbereifung vom KBA faxen lassen und seither führe ich selbige natürlich in Clios Handschuhfach mit, falls mich die Polizei mal kontrollieren sollte - der "Spaß" hat mich zehn EUR zusätzlich gekostet. Mich ärgert an dem Ganzen jedenfalls, dass mir damals keine ABE zu den Reifen ausgehändigt wurde - wenn man mir im Vorfeld gesagt hätte, für diese Reifen wäre eine nötig, hätte ich auch darum gebeten, andere Reifen zu wählen, für die keine ABE notwendig ist, denn das hatte ich bisher auch immer so, auch bei Clios Sommerbereifung ab Werk - und ich im Autohaus als das kleine Döfchen hingestellt wurde, das mal eben einfach so eine ABE verschlampt. Sorry, Kundenfreundlichkeit sieht anders aus - wenn ich damals eine ABE bekommen hätte, wäre es schon im Eigeninteresse selbstverständlich gewesen, dass ich selbige mitgeführt hätte, aber ich kann ja nicht etwas mitführen, das ich nie bekommen habe bis zum gestrigen Tag, haha. Und dann bin ich noch ganz erstaunt gefragt worden, wo ich die Reifen denn her hätte *boing*. Ich habe ganz dröge gemeint, dass ich die direkt beim Autohaus bestellt hätte vor Clios erster Wintersaison, aber natürlich konnte es nicht sein, dass der damalige Mitarbeiter einen Fehler gemacht hat und mir keine ABE ausgehändigt hat - nein, da war es dann im Zweifelsfall ich als dumme Kundin, die notwendige ABEs in den nächsten Schredder wirft :o/.

Eins weiß ich auf jeden Fall: Clio 2 war der letzte Renault, den ich in diesem Autohaus gekauft habe! Fehler können jedem passieren, denn keiner ist unfehlbar, aber dass mir als Kundin jetzt der Fehler eines früheren Mitarbeiters angehängt werden soll, finde ich ein ziemlich starkes Stück. Da kann ich ja wirklich von Glück reden, dass die Polizei Clio und mich bisher nie kontrolliert hat, denn ich hätte die Beamten dann wohl scheel angesehen, wenn die mich nach einer ABE für die Winterreifen gefragt hätten - bis gestern wusste ich ja gar nicht, dass für meine Winterreifen eine solche nötig ist, zumal ich das auch bisher noch nie hatte, weder bei Clio 1 noch bei früheren Renaults.

Auch die Renault Bank, über die Clios Finanzierung läuft, hat sich alles andere als kundenfreundlich verhalten. Da ich derzeit unfreiwillig auf ALG II angewiesen bin und Clio 2 immerhin der sechste Renault in Folge ist, der über die Renault Bank finanziert wird und die Bank ihre Raten auch immer anstandslos jeden Monat bekommen hat, wollte mir die Mitarbeiterin, mit der ich im Dezember 2014 gesprochen hatte, auch entgegenkommen, da ich nachweislich eine zuverlässige Kundin bin - falls ich bis Anfang 2015 keinen Job gefunden hätte, sollte ich mich nochmal melden, damit wir ggf. eine Reduzierung der Raten oder eine Zahlungspause vereinbaren könnten.

In der Mittagspause vom E-Check habe ich in der ersten Januarwoche bei der Renault Bank angerufen - die damalige, wirklich nette Sachbearbeiterin habe ich nicht mehr an die Strippe bekommen, obwohl ich explizit nach ihr gefragt hatte, nein, stattdessen kriegte ich dann die Teamleiterin, die mich ziemlich arrogant abgebügelt hat - eine Zahlungspause könnten wir schon machen, aber dann wäre die Rate anschließend höher, mindestens das 1,5-fache von dem, was ich jetzt zahle (etwas mehr als 200 EUR pro Monat); es ginge also nicht, die ausstehenden Raten der Zahlungspause hinten anzuhängen und ansonsten müsste ich halt künftig eine höhere Rate zahlen. Einen mit meinem vergleichbaren Fall habe ich erst heute Morgen im Internet gelesen - und auch da hat die Renault Bank offenbar ähnlich unkulant reagiert wie bei mir. Komisch, ich höre es ja von Freunden, die ihre Fahrzeuge über andere Autobanken finanzieren, dass es da weniger Probleme gibt, wenn mal Raten ausgesetzt oder vorübergehend reduziert werden sollen, aber die Renault Bank stellt sich da offenbar nicht gerade kundenfreundlich an. Vorher hatte ich auch nie Probleme mit dieser Bank, aber da lief ja auch alles problemlos - nur jetzt, wo ich ausnahmsweise Hilfe brauche, scheint es diesem Geldinstitut unmöglich zu sein, einer langjährigen Kundin (immerhin seit Mai 2001) entgegen zu kommen. Deshalb steht auch für mich fest, dass ich mein nächstes Fahrzeug, wenn es wieder ein Renault werden sollte, nicht mehr über die Renault Bank finanzieren werde - da kann ich besser zur Sparkasse gehen und mir dort einen Autokredit geben lassen. Auch die Sparkasse hat bzgl. meines Dispo-Kredits im Herbst wesentlich kulanter und netter reagiert als diese Dame bei der Renault Bank - ich bekomme zwar offiziell keinen Dispo mehr, da ich derzeit kein Gehalt beziehe, habe aber trotzdem einen gewissen Verfügungsrahmen, für den mir keine Zinsen entstehen. So geht es also auch im Umgang mit langjährigen Kunden, zumal ich mein Konto bei der Sparkasse schon seit April 1994 habe, aber dieses Benehmen der Teamleiterin der Renault Bank am Telefon ging gar nicht.

Ansonsten scheint Renault offenbar generell der Überzeugung zu sein, dass sie keine Kunden mehr nötig haben und es keine anderen Automarken in Deutschland gibt, zu denen langjährige Kunden ggf. wechseln könnten. Im Ruhrgebiet allgemein und in Essen im Speziellen gibt es zum Glück auch noch andere Renault-Autohäuser als meines drüben in Rüttenscheid - selbst ein Renault-Autohaus in Bottrop liegt näher an meiner Wohnung dran. 

Nun hoffe ich aber erst mal, dass Clio und ich noch viele tausend Kilometer zusammen drehen können :o) und ich bald wieder Arbeit habe, damit ich mich nicht auch noch mit unkulanten Mitarbeiterinnen der Renault Bank auseinandersetzen muss. Mich macht die Situation auch nicht glücklich, aber sie wird auch nicht gerade besser durch solch ein kundenunfreundliches Verhalten. Wenn Marina, Steffi oder ich uns so gegenüber unseren Kunden im Outplacement verhalten hätten, wären wir sicherlich nicht über drei Jahre dort gewesen. Unsere Kunden haben uns nämlich sehr geschätzt wegen unserem Engagement und unserer Bereitschaft, mal länger zu bleiben, wenn bei jemandem mal die Hütte brannte anstatt auf Vorschriften, Bürozeiten und pünktlichem Feierabend zu bestehen, aber manch eine Bank scheint einen kundenfreundlichen Umgang ja nicht mehr nötig zu haben...   


Samstag, 27. Dezember 2014

Es schneit - und das auch noch im Winter! :o)

Erst wurde ja in den Medien ständig geklagt, dass der Winter 2013/2014 viel zu mild war und praktisch letztes Jahr ausgefallen ist - und jetzt ist der Schnee kurz vor dem Jahreswechsel 2014/2015 endlich da, aber das ist dann auch nicht in Ordnung. Ich glaube, die Skigebiete freut's, dass jetzt mal endlich Schnee fällt und die Touristen Ski laufen, Rodeln oder Langlauf betreiben können.

Trotzdem verstehe ich das Geschiss der Medien um das Wetter generell nicht, denn offenbar kann das Wetter es ohnehin nur verkehrt machen - wenn es zu warm ist, ist das nicht gut, wenn es keine weißen Weihnachten gibt, ist das auch nicht gut, aber wehe, wenn der Schnee dann tatsächlich im Winter fällt: Dann ist direkt Katastrophenstimmung angesagt! :o) Komisch, früher nannte man das Winter, heute sind Schneefall und glatte Straßen ja manchen Sendern schon eine Sondersendung wert.

Auch hier im Ruhrgebiet schneit es seit heute Morgen - Essen ist mit einer schönen weißen Schneeschicht überzogen. Der Schnee eignet sich allerdings weniger zum Rodeln und Ski laufen, sondern eher für eine Schneeballschlacht oder um einen Schneemann zu bauen.

Auch wenn ich vor Fahrten im Schnee keine Angst habe und mein Clio sich im Schnee gut handeln lässt, habe ich ihn heute mal stehen lassen und bin mit dem Bus zu meinen Eltern gefahren. Der 143 hält keine 60 m von meinem Haus entfernt an der Haltestelle Bergheimer Steig auf der Gerscheder Straße und bis zur Zielhaltestelle Am Kreyenkrop am Frintroper Wasserturm sind es nur drei Haltestellen - nämlich Hagedornstein, Möllhoven und dann kommt schon die Zielhaltestelle - also spricht nix dagegen, mal mit dem Bus zu fahren. Die Haltestelle Am Kreyenkrop liegt nur gut 50 m vom Haus meiner Eltern entfernt und diese beiden kleinen Fußmärsche sollten wohl zu schaffen sein.

Einige meiner Stoffies haben mich natürlich begleitet - namentlich Sammy, ihre Kinder Rudolf-Dieter und Chantal, Thorsten das tapernde Nashorn und Ulrich mit seinem schicken Schal. Sammy hat ja zunächst darauf bestanden, neben mir durch den Schnee zu stapfen anstatt wie ihre plüschigen Kinder bzw. Freunde in einer Tragetasche zu verschwinden, aber wir standen noch nicht ganz oben an der Ecke Reuenberg/Bergheimer Steig, da nöhlte sie auch schon, weil es kalt ist und die Straße so steil anstieg - und das, obwohl Sammy ein rotes Mäntelchen und rote Winterstiefelchen trägt. Damit sie nicht übersehen wird, hat sie sich sogar extra ein rotes Blinklicht auf die Haarschleife gesetzt :o).

Bevor wir an der Haltestelle Bergheimer Steig auf den 143 Richtung Oberhausen warteten, war ich noch im eben im Kiosk meines Vertrauens auf dem Reuenberg, dann latschten wir rüber zur Bushaltestelle. Der 143 um 11.30 Uhr war gerade erst weg, also mussten wir noch gut 25 Minuten im Schneegestöber warten. Sammy war mittlerweile auch in der Tragetasche und nöhlte.

Um 11.55 Uhr kam erst der 185 Richtung Oberhausen, der aber eine andere Tour fährt als der 143, denn im Gegensatz zum 143 biegt er an der Ampel nach rechts ab auf den Reuenberg und rollt das steile Gefälle runter, um erneut an der Haltestelle Reuenberg unten auf der Donnerstraße zu halten. Von dort aus geht es dann weiter über den Bahnhof Dellwig nach Oberhausen. Der 143 biegt an der Ampel am Reuenberg nach links ab und fährt durch Gerschede, Bedingrade und Frintrop, bevor er die Stadtgrenze nach Oberhausen überquert.  

Bis jetzt fahren sowohl der ÖPNV als auch die meisten Autos problemlos - außer natürlich die ganz versierten Flachlandtiroler, die schon Panikattacken beim Anblick der ersten Schneeflocke kriegen und deren Auto somit besser am Fahrbahnrand oder in der heimischen Garage aufgehoben wäre als im fließenden Verkehr, denn solche übervorsichtigen Angsthasen sind bei Schnee und Eis oftmals anstrengender und gefährlicher als Schnee und Eis selbst. Allerdings sind auch einige Autos besser im Schnee zu handeln als andere - einen tiefer gelegten Sportwagen der Marke Porsche würde ich mir jetzt auch nicht gerade wünschen. Renaults sind eigentlich alle gut im Schnee zu beherrschen, wobei ich sagen muss, dass mein Mégane Coupé Cabriolet, das ich zwischen Juni 2004 und März 2007 gefahren habe, sich am schlechtesten beherrschen ließ - selbst das schöne sonnengelbe Mégane Coupé mit dem Heckspoiler (Baujahr 2001), das ich zwischen Mai 2003 und Juni 2004 gefahren habe, war im Schnee wesentlich beherrschbarer. Beide Clios haben immer so getan bzw. tun immer so, als wenn nix wäre :o) - mit Clio 1 bin ich sogar mal problemlos über die spiegelglatte Ruhrtalbrücke gefahren, ohne dass es gefährlich geworden wäre.

Zurück werde ich auch mit dem 143 fahren, wobei der samstags immer um 25 und 55 von der Haltestelle Am Kreyenkrop abfährt. Ein Ticket habe ich vorhin schon gelöst. Wenn ich dann an der Haltestelle Bergheimer Steig angekommen bin, sind es ja nur noch 60 m Fußweg.

Angeblich ist die Stadt Essen ja perfekt auf einen Wintereinbruch vorbereitet - komisch, ich habe hier bis dato noch nicht ein einziges Räum- oder Streufahrzeug gesehen :o). Selbst im sehr schneereichen Winter 2010/2011 war kaum mal ein Räum- oder Streufahrzeug auf den Straßen zu sehen - und wenn, hatten die meist die Schaufel oben. Nur die Lokalpolitiker mit Wohnsitz im Essener Süden haben den Winterdienst gelobt, weil bei denen ja auch die Straße geräumt wurde - der Rest von Essen hatte da leider das Nachsehen, haha.

Ansonsten habe ich heute Morgen vom Balkon aus ein Eichhörnchen gefüttert, das im verschneiten Kirschbaum saß und natürlich nix mehr finden konnte. Deshalb halte ich es für besser, wenn man Wildtiere bei Schnee füttert.


Freitag, 2. Mai 2014

Einen hab ich noch :o)

Gestern kam Uli mich zu meinem Geburtstag mit ihrem neuen fahrbaren Untersatz, einem Renault Capture, besuchen, den ich ja schon letzte Woche bei meiner Lesung im Restaurant Haferkamp kennen lernen durfte :o). Gestern hatte sie parkplatztechnisch richtig Glück, was bei uns in der Straße leider nicht immer selbstverständlich ist, denn sie hat einen Parkplatz direkt gegenüber von meinem Haus bekommen, sodass sie es nicht weit bis zum Geburtstagskind hatte :o).

Vorher hatte sie einen Corolla Verso gefahren, aber jetzt ist sie auch fröhliche Renault-Fahrerin - Clio und mir gefällt das natürlich, zumal der Capture auf dem neuen Clio ab Baujahr 2013 basiert, hihi. Das passende Foto folgt natürlich.

 
Ulis Renault Capture - (c) Alexandra Döll, Essen
 
 
Während Uli und ich lecker bei Nothoff gespeist haben, hat Clio natürlich immer den Hang hinauf geflirtet und sich nett mit dem Capture unterhalten. Ich möchte nicht wissen, was mein fahrbarer Untersatz Ulis fahrbarem Untersatz erzählt hat, hihi. 



Sonntag, 6. Mai 2012

Eine verregnete Geburtstagsparty

Leider spielte der Mai gestern nicht Frühling, sondern Herbst - bis in den späten Nachmittag hinein hat es nur geregnet und der Wind hat z. T. auch noch ordentlich geweht :o/. Ich hab in Ruhe vormittags den Tzatziki und weitere Geburtstagsmahl-Fressalien vorbereitet.

Um 14.50 Uhr erschienen Eva und Uwe, die ein Parkplätzchen auf dem Bergheimer Steig gefunden hatten. Renate, die den Fehler gemacht hatte, anstatt von Düsseldorf von Ratingen aus nach Essen zu fahren, kam gegen 16,50 Uhr bei mir in E-Gerschede an. Fröhliche Geschenke gab's natürlich auch noch:

  • einen Drachen aus der Steff-Serie "Mist. Märchenprinzen sind alle.", den ich Urmel getauft habe (von Eva und Uwe)
  • eine Lotion von Penaten, hihi - ES lässt grüßen (von Eva und Uwe)
  • eine Lemming-Tasse von nichtlustig.de (von Eva und Uwe). Der Bürovorsteher weist darauf hin, dass man sich durch das Drehen auf Bürostühlen nicht umbringen könne, woraufhin ein Angestellter kreischt: "Wofür arbeiten wir dann hier?!" :o)
  • eine Pflanze (von Renate)
  • ein Foto im schwarzen Holzrahmen vom niegelnagelneuen 3er BMW Cabrio (von Renate)
  • 30 Euro (von Renate), damit ich mir das passende Modellauto selbst im Internet bestellen kann - in der BMW-Niederlassung in Düsseldorf-Derendorf traf sie wohl auf einen wenig motivierten Verkäufer, der lediglich rumnöhlte, dass es vom 3er verschiedene Modellautos gibt (ach?) und vom neuen 3er bzw. vom Cabrio überhaupt noch keine Modelle. Sie hat jedenfalls den Eindruck gewonnen, dass bei BMW lieber die großen Originale als die Modelle verkauft werden - gut, die fahrbaren Untersätze bringen natürlich mehr Umsatz, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, doch das wissen manche Verkäufer wohl noch nicht, und schon mal gar nicht in unserer Landeshauptstadt der Reichen, Schönen und Bekloppten. In meiner Renault-Niederlassung werden Modellautos jedenfalls mit genau dem gleichen Engagement und der gleichen Freundlichkeit verkauft wie die fahrbaren großen Originale, egal, ob neu oder gebraucht.

                                   Meine Geschenke auf meiner Küchentheke - (c) Alexandra Döll, Essen

Eva und Uwe sind gegen 19 Uhr wieder gefahren, denn die beiden bekommen heute auch Besuch und mussten dementsprechend noch ein paar Vorbereitungen in ihrer Wohnung in Recklinghausen treffen. Renate ist noch bis 19.45 Uhr geblieben und machte sich dann auf den Heimweg nach Düsseldorf - mit dem ÖPNV dauert das natürlich länger als mit dem Auto.

Da sowohl von meinem Tzatziki als auch von Evas Maccaroni-Tomaten-Mozzarella-Salat noch einiges übrig geblieben war, habe ich meiner Nachbarin zu meiner Linken noch ein wenig davon vorbei gebracht. Ich hatte auch meinen Nachbarn zu meiner Rechten noch etwas abgegeben, aber beide leiden derzeit an einem ominösen Magen-Darm-Virus, sodass sie froh sind, wenn überhaupt Bananen und Toast drin bleiben :o(. Danach ging's dann ans Spülen und Müll rausbringen.

Uwe hat ja mein Buch "Liebe, Tod und Teufel" käuflich erworben, sodass ich ihm verabredungsgemäß heute auch ne Widmung rein geschrieben habe - morgen kann ich Eva dann wieder ihre Schüssel und das Buch mit Widmung mitbringen.

Es war jedenfalls eine sehr lustige Geburtstagsfeier, zumal auch meine Stofftiere mitgefeiert und für entsprechende Stimmung gesorgt haben. Meine Nachbarin war nachmittags mit der Straßenbahn nach Borbeck gefahren, weil dort gestern Auto-Show in der Fußgängerzone war und unser Nachbar als Auto-Freak sie darum gebeten hatte, ein paar Prospekte der ausstellenden Autohäuser mitzubringen, doch meine Nachbarin sagte mir, dass in Borbeck tote Hose war - kein Wunder bei dem Wetter. Ich war schon häufiger auf der Auto-Show in Borbeck, wobei ich sagen muss, dass die einzelnen Autohäuser sehr unterschiedlich mit potentiellen Käufern umgehen. Die Leute von Toyota, Nissan und Renault sind aller Regel sehr freundlich und zuvorkommend, aber bei Mitsubishi scheint wohl niemand Interesse an Autoverkäufen zu haben, auch wenn ein großer Absatzschwund den eigenen Arbeitsplatz kosten kann - wer folgerichtig denken kann, ist eben klar im Vorteil. Anders kann es ja nicht zu erklären sein, dass Angestellte des betreffenden Autohauses, wenn sie von Interessenten angesprochen werden, entweder so tun, als wenn sie nix gehört hätten oder nur mit Achselzucken bzw. "Ja, nö, weiß nicht" antworten *nerv*.

Samstag, 14. Januar 2012

Ein Besuch bei Renault

Heute war ja die Premiere des neuen Twingo und außerdem konnte man an einem Gewinnspiel teilnehmen, bei dem es zehn Renault Wind zu gewinnen gab. Ich habe den Coupon dann beim Renault-Händler meines Vertrauens in Rüttenscheid abgegeben und mir natürlich auch den neuen Twingo angeschaut, der schon wieder viel besser aussieht als die Twingos, die seit 2007 neu aufgelegt wurden. Diesmal würde ich mir entgegen meiner sonstigen Angewohnheit, hauptsächlich schwarze Autos zu kaufen, sogar einen Twingo in einer munteren Farbe wie himbeerrot-metallic oder samoablau-metallic holen, vorzugsweise mit Glasschiebe- oder Faltdach. Mein Clio ist zwar ein guter, zuverlässiger Freund, aber der Zahnriemen würde wohl in diesem Jahr fällig und das ist immer eine sehr teurere Reparatur, sodass ich dann auch zu einem neuen Auto tendieren würde. PS-mäßig tun sich die beiden jedenfalls nix - und nen BMW kann ich mir nicht leisten bzw. was soll ich damit, wenn ich - so wie es derzeit aussieht - voraussichtlich in Essen Arbeit finde.

Heute kostete der Liter Super doch glatt 1,59 Euro - ich hab mal einfach ein bisschen nachgetankt und auch nicht voll. Schlechter Witz, wirklich.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Die letzte Arbeitswoche beginnt für mich mit Schnee

Seit gestern Abend sind einige Zentimeter Schnee im Pott gefallen, wobei der Schnee aber teilweise auch schon in Regen übergeht. Mein Clio - seines Zeichens sehr schneeaffin und ein Freund von Abfahrtsläufen - segelte den Berg zum Glück aalglatt hinunter - ich musste den Berg erstmal hinauf glitschen, um ihn überhaupt zu erreichen. Da der Schnee sehr nass war, war er auch entsprechend glatt, sodass ich fast schon zweimal unfreiwillig nen Abflug hingelegt hätte, aber ich konnte es erfolgreich verhindern.

Aus Sicherheitsgründen bin ich heute aber nicht über Schlossstraße und Rabenhorst zur Frintroper Straße gefahren, sondern die Bergheimer Straße bis zum Ende durch und dann auf die Frintroper abgebogen. Auf der Aktienstraße bekam Clio an der Tanke erst mal frischen Sprit, der ja sogar verhältnismäßig günstig war - 1,479 der Liter Super. Kurz vor den Feiertagen schnellen die Spritpreise sicherlich wieder auf weit über 1,50 Euro, haha - man kennt die Preispolitik der Ölkonzerne ja mittlerweile.

Hm, die meisten Autofahrer fuhren relativ vernünftig - weder unangemessen rasant noch übermäßig langsam - bis auf die Twingos, die sich heute Morgen wohl im Kollektiv in den Kopf gesetzt hatten, angesichts einiger weniger Flocken und wenigen Zentimetern Pappschnee das stehende Verkehrshindernis zu mimen. Dass ich an der Anschlussstelle MH-Winkhausen vorsichtig auf die A40 Richtung Essen abbiege, ist normal - deshalb muss ich mir aber nicht fast dabei in die Hose scheißen und auf Schrittgeschwindigkeit runter gehen. Clio kriegte die Krise auf den roten Twingo, der ihm schon unangenehm an der Tankstelle aufgefallen war. Auch auf der Fulerumer Straße kurz vor der Neuen Mitte Haarzopf fuhren alle normal, bis auf ein silberner Twingo aus Mülheim - der eierte da rum...*stöhn*. Wenn die Leute doch Angst haben, im Schnee zu fahren, ist es eigentlich sinnvoller, die Karre stehen zu lassen. Natürlich fährt man bei Schnee und Eis konzentrierter, vorsichtiger und auch etwas angespannter, aber Angst ist ein ganz schlechter Beifahrer, und das nicht nur bei Schnee. Ich bin auch mit einem Twingo durch drei Winter gekrebst inklusive Schnee und von daher weiß ich, dass die eigentlich gut zu handeln sind, obwohl sie Kleinwagen sind, aber manche haben ja schon bei 30°C im Sommer Glatteis (was allerdings nicht nur für Twingos gilt). Als ich noch Twingo fuhr - was gut zehn Jahre her ist - hat es so ne blamable Scheiße jedenfalls nicht gegeben :o)).

Radio Essen verkündete vollmundig, dass die Räumdienste im Einsatz sind. Hä???? Komisch, ich bin durch mehrere Stadtteile gefahren - Gerschede, Bedingrade, Schönebeck, Frohnhausen, Fulerum und Haarzopf - aber da ist mir nicht ein Räumfahrzeug begegnet. An der Kreuzung Neue Mitte Haarzopf wäre Streuen nämlich mal angebracht gewesen - als ich nach links auf die Hatzper Straße abbiegen wollte, geriet mein Clio nen kleinen Moment ins Schlingern beim Anfahren, aber ich hatte ihn sofort wieder unter Kontrolle. Meinem Hintermann ging es ähnlich. Die Streudienste waren vermutlich wieder bei den Reichen, Schönen und Bekloppten im Süden im Einsatz oder auch gar nicht. Muss lügen schön sein...

Auf dem gleichen Sender wurde ja auch verkündet, dass es trotz Schnee ruhig im Berufsverkehr sei und es noch keine Unfälle gegeben hätte - komisch, WDR2 hat da aber was ganz anderes erzählt. Auf der A4 bei Olpe standen mehrere Lkw quer und auch im Ruhrgebiet selbst ist es schon zu einer Reihe von Unfällen und Behinderungen gekommen, aber manche glauben ja alles, was ihnen vorgelogen wird bzw. verkünden die Lüge dann noch als Wahrheit.

Auch auf der A52 war nicht geräumt, was insbesondere der Ruhrtalbrücke Richtung Düsseldorf nicht ganz so gut bekam - sie ist zwar selten vereist, aber diesmal war sie es zumindest stellenweise; man merkte es ganz gut am Rollgeräusch. Die Abfahrt Ratingen fühlte sich total zugeschneit und mein Clio wie ein Schlitten, aber er hat's gut hinbekommen, nach rechts auf die Kalkumer Schlossallee abzubiegen - er ist ja auch kein bekloppter Twingo. Bis auf das Renault Mégane Coupé Cabriolet, das ich zwischen Juni 2004 und März 2007 gefahren habe, sind Renaults im Schnee eigentlich alle gut zu fahren, sogar der sonnengelbe Mégane I mit Heckspoiler, den ich zwischen Juni 2003 und Juni 2004 mein Eigen nannte.

Die Kalkumer Schlossallee war nicht geräumt, die B8n auch nicht...in Düsseldorf selbst habe ich auch nur ein einziges Streufahrzeug gesehen, als ich mit der U-Bahn weiterfuhr und meinen  Clio nach einer nicht ganz so lustigen Schlittenfahrt am Fahrbahnrand der Kaiserswerther Straße abstellen konnte. Die Stadt Düsseldorf hält es wohl neuerdings auch nicht mehr für nötig zu streuen - dabei war die Stadt früher vorbildlich darin im Gegensatz zur Stadt Essen. Auch der Fußweg von der Kö zum Büro glich eher einem fröhlichen Schlittschuhlauf, sodass ich sicherheitshalber wie ne kleine japanische Geisha von A nach B tippelte. Dabei ist gerade die Altstadt und Umgebung immer als Erstes gestreut wegen der ganzen Flaniermeilen.

Fast hätte ich's vergessen: Als ich meinen Clio abfegen musste, der eine etwa vier Zentimeter dicke Schneeschicht auf Dach und Motorhaube hatte, konnte ich sehen, dass der Herzchenmaler wieder in Aktion getreten ist :o). Das Herzchen im Schnee musste ich aber leider mit abfegen, damit ich auch eine gute Rundumsicht hatte. Lieber Herzchenmaler, bitte oute Dich!

Montag, 21. November 2011

Bewerbungen, Bewerbungen

Derzeit bin ich damit beschäftigt, postalische Bewerbungen für unsere Kunden zu erstellen, damit die Firmen auch richtig ordentliche und qualitativ hochwertige Mappen bekommen, aber für mich selbst tue ich natürlich auch noch was, da das Projekt hier zum 31. Dezember ja leider ausläuft :o( und ich mich auch tummeln muss. Zwei Bewerbungen haben heute früh schon wieder meinen Account bzw. das Haus per Post verlassen. Bei der einen Stelle in Bochum stand, die suchen sogar per sofort oder kurzfristig, wobei ich bei solchen Angaben leider oft die Erfahrung gemacht habe, dass kurzfristig nicht mehr als ein Lippenbekenntnis ist, weil sich der Auswahlprozess dann doch Wochen oder Monate in die Länge zieht bzw. der Bewerber gar nix mehr hört. Dann macht die Verwendung des Wortes "kurzfristig" in der Annonce aber keinen Sinn mehr, denn kurzfristig heißt eigentlich binnen der nächsten vier bis acht Wochen und Stellen, die sofort zu besetzen sind, sollten normalerweise auch spätestens binnen eines Monats vergeben sein, aber oft ist auch da das Gegenteil der Fall.

Eine Eingangsbestätigung einer Bewerbung, die ich am Freitag per Mail versandt hatte, ist immerhin auch schon eingetroffen, wobei der weitere Fortgang abzuwarten bleibt. Die Firma, mit der ich letzten Mittwoch das Telefoninterview hatte, hat abgesagt, was ich aber viel fairer finde als das heute teilweise weit verbreitete Vorgehen, die Leute noch wochenlang in der Hoffnung schweben zu lassen, dass man ne passende Stelle für sie im Pool hat bzw. dass sie noch in der engeren Auswahl bei einem Bewerbungsprozess sind, um die Absage dann entweder nie oder mal nach Monaten zu schicken. Der Personaldienstleister hatte wohl nix Passendes im Pool für mich - dann ist das eben halt so, denn irgenden Mist möchte ich auch nicht machen, nur um Arbeit zu haben. Ich möchte das Gefühl haben, geistig gefordert zu werden - dazu gehören natürlich auch mal weniger beliebte Arbeiten wie Ablage oder Datenbankpflege - aber den ganzen Tag Dienst nach Vorschrift machen oder nur stupides Arbeiten nach Anweisung ist überhaupt nicht mein Ding. Kundenkontakt finde ich ebenso wichtig. Es gibt zwar Leute, die eher eigenbrötlerisch sind, aber manche kriegen ja schon nen Horror bei der Vorstellung, dass sie sich mit ner zweiten oder sogar dritten Person einen Raum teilen müssen, hehe.

Heute habe ich mich sogar bei einem Autohaus beworben, denn - was manche vielleicht für ne Pädagogin untypisch finden - ich bin doch ein kleiner Auto-Freak, wobei ich aber nur für zwei Marken tätig werden würde: BMW und Renault. Es ist nämlich nicht so, dass ich mich bei allen Autohäusern jeder Marke blindlings bewerben würde, sondern wenn schon, dann auch ne Marke, mit der ich was anfangen kann. Und wenn ich gelegentlich mal ne Satire über BMW schreibe, dann sind es weniger die Autos, die ich meine, sondern oftmals die Fahrer, die sich in ihrem fahrbaren Untersatz maßlos wichtig vorkommen :o). 

Bei der Arbeitsagentur habe ich mich jetzt auch schon mal prophylaktisch gemeldet und am 5. Dezember meinen ersten Termin dort. Ich hoffe allerdings, dass das auch bei ner prophylaktischen Maßnahme bleibt.

Mittwoch, 24. August 2011

Der Tag, als ich mich in ein Auto verliebte

Zwischen Juli 2007 und Juli 2008 war ich über eine Zeitarbeitsfirma bei einem großen Energieversorger in Essen beschäftigt und dort als Springersekretärin in verschiedenen Abteilungen tätig. Im Rahmen einer Urlaubsvertretung fragte mich eines Morgens einer meiner britischen Kollegen, ob ich einen Führerschein hätte. Die Frage konnte ich ja mit gutem Gewissen bejahen, zumal mein Renault Modus zur gleichen Zeit friedlich draußen vor dem Firmengebäude parkte.

Der Kollege hatte endlich seinen neuen Dienstwagen bekommen - einen niegelnagelneuen Audi A6, silber-metallic, Lederausstattung - und hatte aber für die Zeit, bis er sein neues Auto bekam, einen Wagen aus dem Firmenpool zur Verfügung gestellt bekommen, den er jetzt natürlich wieder abgeben wollte in unserer nur 1,2 km entfernten Hauptstelle. Da er natürlich nicht zwei Autos auf einmal fahren konnte, bat er mich, seinen geliehenen Wagen aus dem Pool zu überführen, er würde mich dann mit dem A6 mit zurücknehmen. Ich stellte mein Telefon also vorübergehend auf meinen Kumpel Thorsten um, denn natürlich wollte ich dem Kollegen behilflich sein. Leider hatte ich nur noch nicht gefragt, um was für ein Fahrzeug es sich denn handelt, was ich da überführen soll - bis er mir einen Schlüssel mit BMW-Emblem in die Hand drückte. Meine Begeisterung hielt sich in engen Grenzen, denn BMW stand für mich für Bin Maßlos Wichtig (Wich***) oder auch Blödel-Mannschafts-Wagen. Ich ging mit dem Kollegen raus und er zeigte er mir ein schickes 3er Coupé in dunkelblau-metallic, der meinem Modus gegenüber parkte. Der Kollege holte eben seinen Audi aus der Tiefgarage, während ich schon mal leicht frustriert zu dem 3er schlenderte. Vorher habe ich mich noch leise bei meinem kleinen Modus entschuldigt, der schon bedeutungsvoll seine Stoßstange hob, Marke "Du gehst mir doch nicht etwa fremd und fährst nen BMW?!".

Ich stellte mir in dem 3er alles ein und grummelte das Auto mit den Worten "Jetzt sind wir notgedrungen für 1,2 km Freunde." an. Mein Kollege war mittlerweile mit dem A6 aus der Tiefgarage gerollt, ich startete den Motor des 3er und parkte rückwärts aus. Mein Modus schüttelte sich missbilligend. Ich stand immer noch frustriert hinter meinem Kollegen an der roten Ampel und grummelte, weil es mein Stolz bis zu dem Zeitpunkt kaum zuließ, einen BMW zu fahren. Endlich bekamen wir grün und nach nicht mal 500 m begann der Wagen, mir richtig Spaß zu machen - Schaltung butterweich, bequeme Sitze, gute Rundumsicht und ein Beschleunigungsvermögen, von dem andere Autos nur träumen können. Mein Kollege bog eine Straße eher rechts ab als ich - später kommentierte er mein Vorbeirauschen lachend mit den Worten, dass ich "like a bullet" - also wie eine Gewehrkugel - an ihm vorbeigerauscht wäre. Endlich kam auch ich auf dem Vorplatz an, wo mich schon zwei strahlende Mitarbeiter des Fuhrpark-Managements erwarteten. Ich fing mal langsam an zu bremsen, dennoch ist ein Vorstand sicherheitshalber hinter seine Nobelkarosse (schwarze Mercedes-Limousine) gehechtet, hihi.

Hm, was soll ich sagen? Ich hatte diesen fröhlichen 3er nur etwas mehr als einen Kilometer unter meinem Hintern und war begeistert - schließlich wurde mir auch klar, dass ich meine Abneigung gegen viele BMW-Fahrer (arrogant, halten sich für wichtig, vielfach rücksichtslos etc.) automatisch auch auf die Autos übertragen hatte, obwohl es dafür gar keinen Grund gab. Als ich 1,5 Stunden später mit Thorsten und Co. essen ging, habe ich meinen Jungs auch gestanden, dass ich mich verliebt habe. Die schnatterten natürlich wild durcheinander und fragten, in wen denn. Meine Antwort: "Die Frage ist nicht, in wen - sondern in was! Ich hab mich in ein Auto verliebt!" "Echt??? In welches denn?" Als ich den Jungs, die meine Abneigung gegen BMW ja kannten, gestanden habe, dass ich mich in einen 3er BMW verguckt habe, war das Gelächter am Tisch natürlich groß, zumal ich ja sämtliche BMW-Fahrer in meinen Reihen - obwohl ich sie eigentlich alle mochte - ziemlich mit ihren Protz-Karren aufgezogen habe :o).

Nächstes Jahr plane ich, mir einen gebrauchten 3er zu holen, denn nen Neuen könnte ich mir nun wirklich nicht leisten, denn erschwinglich sind BMW ja nun nicht gerade. Steffi meinte schon, dass sie dann wohl ihren Widerstand gegen BMW etwas aufweichen muss, hihi.

Freitag, 11. Juni 2010

Kryptische Anhänge von meinem Groupie und ein müder Thorsten

Foto: (c) Marina Hong, Düsseldorf
____________________________________

Dieses bekloppte Foto hat Marina an meinem 36. Geburtstag - also am 1. Mai 2010 - bei mir in der Straße geschossen, als wir vom Essen kamen. Wir sind TOTAL natürlich und auch GAR NICHT verrückt, höhö.
Mein Groupie Thomas hatte mir gestern Abend eine dienstliche Mail geschickt, die ich auch bereits beantwortet habe. Es waren einige lustige gif-Anhänge dabei, die etwas kryptisch anmuten...lieber Thomas, wolltest Du mir irgendwas damit sagen? ;o) Mit lustigen Weltkugeln mit Pfeilen kann ich jetzt nicht ganz soviel anfangen...ja, ja, so sind meine Groupies - auf ihre Art alle etwas verrückt, aber dafür liebe ich sie ja! Vielleicht wollte er mir damit zeigen, wo auf der Welt Gießen liegt? Hm, es ist ja nicht so, dass ich das nicht wüsste *grins*.
Marina hat heute ihren letzten Tag vor ihrem wohlverdienten Korea-Urlaub mit ihrem Schatz. Sie wird mich/Steffi sehr vermissen! Gestern sind wir ja hier noch völlig ausgeflippt und fielen von einem Lachflash in den anderen. Dann wurde hier irgendwo in der Umgebung auch noch stundenlang gegeigt - DAS machte dann so richtig Laune! Wir haben lieber selbst gesungen, und das nicht nur aus Protest...;o).

Mit Thorsten aus CÖSFELD habe ich gerade auch noch ein paar Minuten telefoniert, aber der arme Mann ist gerade ziemlich im Stress und todmüde. Sowas würde ihm bei uns nicht passieren, wir würden ihn schon mit Sexismus, Lachkrämpfen und zotigen Witzen bei der Stange halten, haha. Als ich gerade zum Rauchen unten war, lief auch ein Typ mit ner Stange in der Hand rum...ein Schelm, wer Böses dabei denkt! ;o) Die Stange halten wollte ich ihm allerdings nicht, in den Genuss kommen nur ausgewählte Herren aus meinem persönlichen Dunstkreis, hihi. Meine Güte, jetzt geht das schon wieder los mit dem Sexismus...böse Alex! Ich befürchte, es wird noch schlimmer, wenn Marina in gut einer Stunde hier aufkreuzt - und vor allem, wenn sie diesen Blog-Eintrag hier liest.
Gleich muss ich erst mal bei der Renault-Werkstatt anrufen, die ja meinen netten kleinen Clio lacktechnisch ausbessern wollte, nachdem ich mir ja am Montag netterweise ne Bratsche reingefahren habe *kill*. Wie schön, dass man den Leuten jetzt noch hinterher telefonieren kann - Thorsten meinte allerdings gerade, als ich ihm davon erzählte, dass er so ein Theater auch kennen würde. Wenn ich den Schaden bei meiner Renault-Werkstatt hätte melden können, wäre schon längst alles in trockenen Tüchern, zumal die Renault-Niederlassung, zu der ich von meiner Versicherung geschickt wurde, auch noch die teuerste und arroganteste in ganz Essen ist! Zum Vergleich: bei meiner Renault-Niederlassung kostet es z. B. 15 € pro Tag, wenn man sich einen Twingo leiht - als Werkstattkunde bekommt man einen Ersatzwagen ohnehin kostenlos - bei der Niederlassung, zu der ich jetzt gezwungenermaßen muss, kostet dieselbe Leistung 23 €. Auch die Fahrzeuge dort - insbesondere die der gehobenen Klasse wie Renault Laguna oder Mégane Coupé Cabrio sind dort meist mindestens 2.000 € teurer als bei anderen Renault-Händlern. Toller Kooperationspartner, echt. Ich könnte kotzen!
Über das Thema "Vodafone" werde ich keine großen Worte mehr verlieren - es hat sich in einigen Monaten für mich erledigt. Die Mahnung war auf den 1. Juni datiert, erst am 7. Juni abgestempelt und ist am 8. Juni bei mir eingetroffen. Am 9. habe ich ja noch mit Vodafone diesbezüglich telefoniert und gestern habe ich die Kohle überwiesen. Schon der Text nervte: "Bitte achten Sie darauf, dass das Geld pünktlich zum 10. auf unserem Konto eingeht!" Haha, ich lach mich tot!! Es war zwar ne Online-Überweisung, die zwar schneller geht, aber wenn ich den Schrieb erst zwei Tage vor Ablauf der Frist erhalte, wird das trotzdem zeitlich ziemlich knapp - Datum des Briefs hin oder her. Maßgeblich ist der Poststempel bzw. der postalische Eingang beim Empfänger, aber das ist bei Vodafone wohl noch nicht angekommen. Im ungünstigsten Fall hätte es auch sein können, dass der Brief erst am 9. Juni bei mir eingetroffen wäre und dann wäre die Frist wohl noch knapper gewesen. Also, wenn ich jetzt ne zweite Mahnung von diesen Bratbirnen bekomme, gibt's Ärger! Und ihre pseudofreundlichen Kundenberater/innen können die sich auch sparen - wenn Marina, Steffi und ich so arbeiten und unsere Kunden so behandeln würden, wären wir wohl schon alle Drei nicht mehr hier. Da hätten Oscar und Sabine uns schon die verhaltensbedingte Kündigung überreicht und das völlig zu Recht. Bei diesen "Kundenbetreuern" in den Call Centern habe ich aber eher das Gefühl, dass die darauf geschult werden, Kunden auf pseudofreundliche, zombiemäßige Art abzuwimmeln und Verständnis zu heucheln.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Irgendwas ist immer...

So, nun funktionieren weder dienstliches Outlook noch Datenbank. Ich habe unseren Techniker zwar schon angerufen bzw. ihm auf die Mailbox gesprochen, aber mal gucken, wie lange es dauert. Einer meiner Kundinnen habe ich jetzt meine private E-Mail-Adresse gegeben, damit sie mir ihr Anschreiben für ne Bewerbung schicken kann - sie ist so nett, bei ihr kann man das ruhig mal machen.

Meine Klospülung spinnt immer mehr - diesbezüglich muss ich heute auch noch telefonieren *nerv*. Dann werde ich noch diesen unberechtigten Betrag an Vodafone überweisen und zwischen 12 und 13 Uhr kommt Groupie Steffi mit dem Auto, die ich dann erst mal wie ein Winkmännchen in unserer Tiefgarage einweisen werde. Nun ist zwar das Parkplatz-Hickhack geklärt, aber unsere zweite Box ist dermaßen ungünstig gelegen, dass es nervt! Am Montag muss ich das dann auch für Groupie Thomas tun - es reicht, wenn ich mir ne Bratsche ins Auto fahre, das müssen meine Groupies nicht auch noch haben...zum Glück ist mir nix Weiteres mehr passiert in dieser verfluchten Tiefgarage und ich hoffe, das bleibt so. Renault hat sich auch noch nicht gemeldet - die haben alle Zeit! Mir ist zwar klar, dass ich nicht die Einzige bin, die eine Reparatur oder Ausbesserung benötigt, aber dieses Theater hätte es nie gegeben, wenn ich das ganze bei der Renault-Werkstatt meines Vertrauens hätte melden können anstatt der Vertragswerkstatt meiner Versicherung. Da wäre schon längst alles in trockenen Tüchern. Vor allem sind die Leute bei meinem Renault-Händler auch ganz anders drauf und zicken da nicht rum, als wenn ich ihnen eine Bratsche in IHR Auto gefahren hätte....Service-Wüste Deutschland, sage ich da nur.

Montag, 5. April 2010

Renault vs. BMW



Fotos:
Megane: (c) Tim Heinrichs-Noll, Pixelio
3er BMW: (c) Martin B., Pixelio
__________________________________________________
So wie der blaue Megane auf dem Foto sah mein erster Megane aus, allerdings in der Farbe sonnengelb ;o). Unten findet sich ein berühmt-berüchtigter 3er BMW, denn ich schon mal im Rahmen einer Überführungsfahrt fahren durfte. Einer meiner damaligen Kollegen sagte damals, als ich ihn damit überholte: "She overtook me like a bullet." ;o)

Ich fahre seit 1994 praktisch ununterbrochen Renault - okay, zwischendrin waren es mal ein Toyota Carina oder einige Fahrschulwagen von VW - aber seit Mai 2001, als ich mir mein erstes eigenes Auto kaufte, fahre ich ununterbrochen Renault - mit einem schwarzen Twingo mit Faltdach fing es an, dann folgte ein Megane 1 Coupé in sonnengelb, anschließend ein Megane Coupé Cabrio in rot, dem dann ein schwarzer Modus folgte. Seit Dezember 2008 ist es ein schwarzer Clio, der morgen seine 30.000er-Inspektion bekommt.



Im Prinzip bin ich mit Renault sehr zufrieden, denn meine Renaults haben mich bislang - TOI! TOI! TOI! - überall zuverlässig hingebracht und hatten noch nicht eine Panne aufgrund eines technischen Defekts. Manche hätten jedoch etwas mehr Beschleunigungsvermögen haben können bzw. eine etwas höhere Endgeschwindigkeit. Selbst mein sonnengelber Megane 1 fuhr trotz 107 PS lt. Fahrzeugpapieren nicht schneller als 198 km/h, allerdings habe ich es mehrfach geschafft, ihn bis auf 210 km/h zu beschleunigen ;o). Ich alte Heizerin...! ;o) Bei meinem Clio ist bei knapp 170 km/h Schluss. Alle Renaults sind zwar im Anzug sehr flott und nehmen es auch mit großen, PS-starken Fahrzeugen jederzeit auf, aber nur für eine bestimmte Zeit.


In der Beziehung hat natürlich BMW einige unschlagbare Vorteile, denn die sind wirklich flott im Anzug und in der Beschleunigung, von der Endgeschwindigkeit mal ganz zu schweigen. Seit ich im Jahr 2008 mal probehalber einen 3er und einen 7er fahren gefahren habe, bin ich von der Fahrzeugmarke echt angetan, obwohl ich sonst immer ziemlich über BMW gemeckert habe. Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch im Prinzip nie was gegen die Fahrzeuge an sich hatte, sondern eher gegen 95 % der Leute, die einen BMW steuern. Okay, ich kenne auch supernette BMW-Fahrer wie etwa Thorsten, der einen BMW-Kombi als Zweitwagen hat, und auch einige frühere Kollegen sowie einen jungen Mann aus dem Nachbarhaus, aber die netten BMW-Fahrer sind nicht gerade in der Überzahl. Nicht umsonst kursierte zeitweise eine Parodie über BMW-Fahrer, insbesondere über 3er-Fahrer, im Internet, die u. a. folgende Punkte beinhaltete:



  • sobald der 3er schneller als 100 km/h fährt, werden automatisch Blinker links und Lichthupe aktiviert (DAS trifft auf einige BMW-Fahrer zu, wie ich als Berufspendlerin weiß, hihi)



  • die Sitzbezüge gibt es wahlweise mit Hallal-Lammfell und Muscleshirt-Stoff (GRÖL!)



  • technische Innovation beim 3er-BMW: das binäre Gaspedal! Es kennt nur zwei Zustände: Unberührt und Bodenblech (roll ab vor Lachen - auch das trifft vielfach zu!)


Allerdings gibt es auch regionale Unterschiede zwischen den BMW-Fahrern: Während die Düsseldorfer BMW-Fahrer meist eher moderat unterwegs sind und auch Dinge wie Rücksichtnahme im Straßenverkehr, Blinken und Reißverschlussverfahren kennen, treffen selbige positive Eigenschaften auf die BMW-Fahrer aus'm Ruhrgebiet teilweise weniger zu: Da wird bei 160 km/h aufgefahren, sodass fast kein Blatt Papier mehr zwischen die Stoßstange des BMW und des Vordermanns passt, in der Stadt wird mit 90 km/h geheizt und Leuten, die immerhin auch schon mit 60 km/h unterwegs sind, noch ein Vogel gezeigt (ist mir erst neulich passiert - der BMW rauschte jedoch geradewegs auf der Aktienstraße mit 90 km/h in die Radarfalle, hähä! Tschüss, Führerschein!) und auch sonst scheinen viele BMW-Fahrer zu meinen, dass ihnen die Straße alleine gehört und Kleinwagen aller Art keine Daseinsberechtigung haben. Na ja, Letzteres trifft auch vielfach auf Mercedes, Porsche, Jaguar, Audi und Volvo zu - allerdings mausern sich viele Ford Focus-Piloten gerade zu den neuen Asis der Straße ;o). Irgendwo muss ja die oben zitierte Parodie auf BMW-Fahrer herkommen. Viele Fahrer von dicken, PS-starken Karren bestätigen durch ihre Fahrweise jedenfalls das Vorurteil, dass Geld (BMWs sind in Anschaffung und Unterhalt nun einmal teuer...) und Bildung nicht immer zwingend zusammengehören müssen.


Allerdings ist mir in Bezug auf meinen Clio ein etwas erstaunliches Phänomen aufgefallen: Mein Clio hat 75 PS und fährt knapp 170 km/h spitze, dennoch gibt es auf der Autobahn immer wieder BMW-Fahrer und auch andere Fahrer PS-starker Fahrzeuge, die mir ganz respektvoll Platz machen, um mich überholen zu lassen, höhö - scheinbar wissen die Herrschaften wohl nicht, dass ich in der Endgeschwindigkeit gar keine Chance gegen sie hätte. Umso besser! ;o) Ich wusste gar nicht, dass Clios so respekteinflößend sind...vielleicht liegt das auch an Thorsten dem Lemming, der da an meinem Innenspiegel baumelt...?!


Wie auch immer: Abgesehen davon, dass die Anschaffung und der Unterhalt eines BMW für mich nicht erschwinglich wären, obwohl ich von Motorleistung, Komfort und Fahreigenschaften ansonsten sehr beeindruckt bin, bleibe ich doch lieber bei meinem freundlichen schwarzen Clio, der a) zuverlässig ist; b) über den und seine Fahrer keine bösen Parodien existieren; c) der für mich in Anschaffung und Unterhalt günstig ist und d) der auch sehr komfortabel und bequem ist auf längeren Strecken. Sollte ich eines Tages mal wider Erwarten zu einem so dicken Bankkonto kommen, dass ich gar nicht weiß, wohin mit meinem Geld, dann würde ich mir sicherlich einen 3er BMW kaufen - natürlich in schwarz ;o).